Mittwoch, 6. April 2016

Aus der Küche

Ich habe mal wieder versucht, zu backen. 

Nun ja. 

Es ging damit los, dass ich in der letzten "Köstlich Vegetarisch" eine Kartoffel-Bärlauch-Tarte gesehen habe. Klang gut, dachte ich. Als ich dann nach ca. einer Woche durch meinen örtlichen Rewe ging, habe ich aus der Erinnerung eingekauft: Dinkelmehl, ein paar Kartoffeln, einen Becher Schmand, Parmesan ... Bärlauch. Nein, keinen Bärlauch, da es keinen gab. Also habe ich eine Packung tiefgefrosteter italienischer Kräuter mit Knoblauch und roten Zwiebeln mitgenommen. 

Außerdem habe ich mir einen Becher Quark in den Einkaufswagen gepackt; ich wollte mir mal  Quark-Öl-Brötchen zubereiten. 

Es wurde später Samstagnachmittag und ich begann mit der Tarte. Bereits der Boden der Tarte war eine Herausforderung für mich als Küchenlaien. Der Teig war irgendwie ... klebrig, obwohl ich mich an die Mengen- und Zubereitungsart des Rezept gehalten habe. Ich habe ihn allerdings irgendwie in die Form bekommen ... 


Abgesehen von den Kartoffeln war natürlich die Schmandmasse wesentlicher Bestandteil des Rezepts. Ich habe dann festgestellt, dass ich zu wenig Schmandmasse hatte, weil ich die 150g-Bio-Marke vom Rewe gekauft habe. Nun ja, es musste auch so gehen. Also gerührt, Boden vorgebacken, Schmandmasse und Kartoffeln rauf und ab in den Ofen. Es sah gut aus: 




Geschmacklich hat es mich aber nicht vom Hocker gerissen, was aber, wie ich glaube, mehr an mir als am Rezept lag. Nicht nur hatte ich zu wenig Schmandmasse, sodass das ganze Konstrukt schon deshalb etwas trockener war. Zudem wurde der Boden auch viel präsenter, der mir ja sowieso nicht so gut gelungen und auch  nicht gleichmäßig verteilt war. Ich habe mir dann noch Remoulade auf die Tarte getan ... Am Sonntag und Montag habe ich den Rest der Tarte kalt gegessen. Mit Remoulade. ;) 

Sonntagmorgen habe ich dann beim Chefkoch ein Quark-Öl-Brötchen-Rezept aufgerufen und losgelegt - abgesehen davon, dass die Bio-Marke ein Magerquark war und das Rezept einen  Sahnequark vorsah und ich das Dinkelmehl weiter benutzte (im Rezept stand einfach nur Mehl), habe ich mich auch dieses Mal brav an die Vorgaben gehalten. 

(vorher)

Nun ... für mich als Laien war die Teigmischung zu feucht. Ich konnte den Teig kaum von meinen Fingern bekommen; an das Formen von Brötchen war überhaupt nicht zu denken. Ich musste also Mehr dazu geben und ich glaube, dass das dem Teig nicht geschadet hat. Vermutlich hätte es sogar noch etwas mehr Mehl sein können, aber ich war zu unsicher. 

 
(nachher)

Auch hier war das Ergebnis optisch nicht schlecht, sieht man mal etwas von der etwas intensiven Farbe ab. ;) Die Brötchen waren nämlich trotz guter Stäbchenprobe für mein Laiengefühl leicht feucht, also gingen sie nochmal in den Ofen und das intensivierte dann die Farbe. Ich habe übrigens zum Teil den (süßen) Teil pur gelassen und zum Teil Schokotropfen vermengt. Geschmacklich waren sie okay, vielleicht ein klitzekleines Bisschen zu wässrig. Positiv war, dass die Brötchen relativ lange "frisch" geblieben sind: Ich habe noch am Montag- und Dienstagmorgen gegessen. 

Übrigens: 
Ein kleiner Blumenkohlkopf in Röschen zerteilt und in Wasser mit einer Prise Zucker gekocht schmeckt mit etwas gesalzener Butter wirklich gut (heutiges Abendessen). :) 

Kommentare:

  1. Bei Brotrezepten nehme ich mittlerweile immer erst mal ein bisschen weniger Wasser. Wenn es sich als zu wenig herausstellt, gieße ich halt ein bisschen nach. Auch wenn die klebrigen Teige angeblich bessere Eigenschaften haben, ich hasse das! ;-)

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    1. Ich glaube, so werde ich bei meinem nächsten Brotteig-Versuch auch vorgehen, Anette. Was nutzt einem schließlich ein Teig mit besseren Eigenschaften, wenn man ihn nicht verarbeiten kann. :)

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  2. Schade, dass die Rezepte dir keine kulinarischen Höhenflüge beschert haben. Mir passiert das auch manchmal, dass ich endlich mal wieder größer kochen mag und mich dann das Ergebnis geschmacklich nicht vom Hocker reißt.
    Ich mache übrigens gern Tarte/Quiche mit einem einfachen Joghurtteig auf der Grundlage dieses Rezepts: http://www.chefkoch.de/rezepte/780911181205499/Tarte-au-Ratatouille.html
    Ich finde den Teig sehr, sehr lecker und er lässt sich eigentlich immer gut verarbeiten.

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    1. Das ganze Rezept dieser Ratatouille-Tarte klingt gut, Neyasha, hast Du sie schon mal zubereitet? Ich habe mir den Link jedenfalls gespeichert. :)
      Ich bin grundsätzlich motiviert, wenn ich z.B. Sayuri oder die Winterkatze beim Backen beobachte, weil ich dann sehe, dass es eigentlich keine Hexerei ist. Bis ich es dann selbst probieren und zum Schluss nach dem Aufwand davor stehe und denke ... näh. Mal sehen, wenn ich mich wieder aufraffe. :)

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    2. Ja, ich hab diese Ratatouille-Tarte auch schon probiert. War sehr gut, aber meist schmeiß ich in eine Quiche einfach rein, was ich gerade an Gemüse so zuhause habe (gern auch mal Spinat oder so). Daher mach ich den Joghurtteig öfter mal, das ganze Rezept an sich aber eher selten.

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  3. Ich arbeite ja nicht gern mit Mürbeteig (zu warme Hände dafür), weshalb ich für Quiche entweder einen Quark-Öl-Teig oder meinen Standard-Pizzateig verwende. Ich glaube, da musst du einfach mal etwas rumprobieren, bis du einen Teig gefunden hast, mit dem du dich wohlfühlst.

    Was die Brötchen angeht, so bin ich ja da inzwischen faul und packe so weiche Teigsorten immer in meine Brötchen-Formen (nun, eher "Mini-Brotformen"), dann muss ich mich mit dem Rundwirken nicht rumärgern. ;)

    Bei der Tarte wäre es vielleicht eine Möglichkeit gewesen, wenn du sie mit Käse überbacken hättest. Der Käse "deckelt" das Ganze ja und fügt nicht nur eigene Feuchtigkeit (und Würze) hinzu, sondern sorgt auch dafür, dass die Schmandmasse beim Backen nicht so austrocknet.

    Geschmacklich okay für die Brötchen ist auf jeden Fall ein guter Anfang - und die lange Frische ist doch toll! Ich drücke die Daumen, dass du mit ein wenig Experimentieren für dich einen perfekten Weg für die Brötchen findest. :)

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    1. Wie gerade im Kommentar ... angedeutet, tendiert meine Motivation, zu backen oder Teige "für mich" zu finden, durch die Backaktion gerade eher gegen Null ;) Bei der Tarte habe ich mich mit der Schmandmasse (in der Parmesan war) brav an das Rezept gehalten. Bei einem nächsten Anlauf müsste dann der Parmesan aus der Masse und dafür nach oben oder meinst Du zusätzlichen Käse oben auf?

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    2. Wenn du bei so etwas aber ebenso bewährte Rezepte hättest wie beim Keksebacken, könnte deine Motivation davon profitieren. :D Ich nehme mir übrigens in den nächsten Tagen ein Beispiel an dir und probiere Rezepte für Dinkel- und Kartoffelbrötchen aus (und heute gibt es einen Mini-Mamorkuchen ;) ).

      Ah, es war Parmesan in der Schmandmasse - war auch Ei darin? Wenn nicht, dann würde ich wohl eher den Käse durch Ei ersetzen und dann Käse drüberstreuen. So wie bei der Lauch-Quiche, die es Ostern bei mir gab.

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    3. Und diese Quiche war verflixt lecker! :) Die Schmandmasse enthielt kein Ei, was ein Grund für mich war, das Rezept zu benutzen; ich habe einfach kaum Eier im Haus, weil ich so selten Bedarf für sie habe und selbst ein 4er BioFreilaufpack dann nach ein oder zwei entnommenen Eiern ewig steht bzw. schlicht von mir vergessen wird. :)

      Das Lustige ist, dass ich zu ein altbewährtes Keksrezept meiner Mutter habe, Winterkatze, die anderen sind Internetrezepte und funktionierten auf Anhieb, wohingegen ich bei drei ausprobierten Internet- Kuchen/Brötchen/Quiche-Rezepten jeweil Probleme hatte. :)

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    4. Wenn du die Quiche mit einer Eier-Sahne-Mischung machst, dann kannst du vier Eier für eine Quiche nehmen und hättest die 4er-Packung mit einem Gericht aufgebraucht. Einfrieren kann man so eine Quiche auch problemlos - und nach dem Auftauen das Stück einfach kurz in die Pfanne werfen, wenn du dafür den Ofen nicht hochheizen magst.

      Ansonsten versuche ich immer so zu planen, dass ich die Eier komplett verbraucht bekommen. Heute zum Beispiel gibt es Marmorkuchen und morgen eine Quiche - damit habe ich eine 6er-Packung weg. ;) Im Kühlschrank darf ich auch keine Eier stehen haben, die vergesse ich auch regelmäßig. Im schlimmsten Fall backe ich noch eben eine Runde Kekse oder Muffins oder ähnliches und friere das dann ein. Ich habe ja gern Auswahl im Tiefkühler. :)

      Ich halte mich ja nur beim Kochbuchtesten an Rezepte und gehe sonst viel nach Gefühl. *g*

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    5. Ich halte mich wegen der Mengenangaben grundsätzlich an Rezepte, bei den Zutaten grundsätzlich auch (okay, bei Gemüsesorten tausche ich schon mal, z.B Aubergine gegen Pilze). :)

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    6. Ich ärgere mich häufig, weil Rezeptmengen nicht mit Einkaufsgrößen übereinstimmen. Also muss ich entweder zu viele Zutaten kaufen und für einen weiteren Tag etwas damit planen oder mit weniger als vorgegeben experimentieren ... :D

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  4. Ich lese gerne von deinen Küchenerlebnissen! Ich bin selbst nicht gut im Kochen und Backen, suche aber sehr gerne Rezepte raus - für die Umsetzung ist meist mein Freund zuständig... Mit den Böden von Tartes/Quiches hatten wir auch schon häufiger Probleme und das Ergebnis war nicht so lecker wie gewünscht :-/

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    1. :)
      Ich hoffe ja, Kiya, dass vielleicht der von Neyasha erwähnte Joghurt-Teig für mich funktioniert; ausprobieren muss ich ihn allerdings noch. :)

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  5. @Winterkatze und Neyasha
    Habt Ihr eigentlich ein Art "Standard"-Quichemasse? Ich meine natürlich die Masse - ob nun mit oder ohne Ei -, die über das Gemüse gegossen wird, so in der Art: Bei der Bodengröße nehme ich zwei Eier, einen Schluck Sahne oder Milch und eine halbe Packung geriebenen Käse + Kräuter, die da sind (ich habe keine Ahnung, ob ich mit der vorstehenden Menge in irgendeiner Art und Weise richtig liege, lach).

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    1. Im Stress der letzten Tage habe ich deine Frage leider übersehen. Eine wirkliche Standardmasse habe ich nicht, da ich oft einfach das nehme, was ich zuhause habe. Meistens kommt bei mir nämlich einfach etwas Frischkäse oder Creme fraiche oder Sauerrahm (=Schmand?) zum Gemüse. Ein Ei findet bei mir nur selten den Weg hinein, da ich so gut wie nie Eier zuhause habe. Oben drüber streue ich dann gern etwas Käse.
      Vermutlich zählt das gar nicht so richtig als Quiche, was ich da mache, sondern als eine Art Gemüseauflauf im Joghurtteig. *g*

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  6. Ein bisschen hängt es von der Füllung ab, wenn ich eine relativ kompakte Füllung habe, wo nicht so viel Flüssigkeit dazwischen läuft, dann nehme ich weniger, bei Füllungen mit größeren Hohlräumen nehme ich mehr. Aber grundsätzlich gehe ich bei Tarte- oder Springformen davon aus, dass ich 4 Eier und ca. 100 ml Sahne benötige und beim Käse so um die 100 bis 150 g - auch etwas abhängig davon, ob ich z.B. Parmesan oder Gouda nehme. Für ein ganzes Blech rechne ich eher mit sechs Eiern, 200 ml Sahne und 200 bis 300 g Käse.

    Im Zweifelsfall ersetze ich die Sahne auch durch Milch, Joghurt oder mische noch Schmand, Frischkäse oder ähnliches unter - hängt halt davon ab, was gerade im Kühlschrank aufgebraucht werden sollte - oder nehme mehr oder weniger Käse ...

    Kräuter mische ich hingegen eher mit dem Gemüse, denn wenn man die in die Eier-Sahne-Masse gibt, dann bleiben sie an der Oberfläche des Essens und verbrennen im Ofen schneller. ;)

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  7. @Winterkatze:
    Danke für den Tipp mit den Kräutern, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Und der Basistipp mit der Eieranzahl ist auch gut. Mir geht es allerdings eher wie Neyasha - im Zweifel habe ich keine Eier im Haus. :)

    @Neyasha
    Ich kenne das - ich bin die ganze Woche zu kaum etwas gekommen, was nicht mit Arbeit zusammen hing. Nicht mal @Winterkatzes zehn Tage alten Kommentar hatte ich bislang beantwortet ... Mir geht es wie Dir, ich habe selten Eier im Haus. Um diese einzukaufen, muss ich bewusst an sie denken, was dem spontanen Zusammenrühren einer Masse ein wenig entgegen läuft. :)

    Allerdings habe ich auch nicht so häufig Creme fraiche, Schmand, Frischkäse im Haus und auch kaum Naturjoghurt, lach. Milch ist eigentlich immer da, aber eine Masse aus Milch und sonst nichts zu fabrizieren, dürfte etwas schwierig werden.

    Das bedeutet als, entweder immer Basissachen im Haus haben für mögliche spontane Aktionen - was vermutlich eher dazu führt, dass die Milchprodukte bzw. Eier bei mir schlecht werden - oder die Wochenend-Küchenaktionen planen und dazu passend einkaufen. :D

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    1. Hihi, bei mir ist es umgekehrt - Milch habe ich nur selten im Haus (dann, wenn ich mal wieder meine Milchkaffee-Phasen habe), dafür aber meist Frischkäse oder etwas ähnliches, um mal eben schnell ein oder zwei Löffel in eine Gemüsecremesuppe oder eine Quiche oder sonst etwas reingeben zu können.
      Bei Milch würde sich aber eine Bechamel-Soße anbieten. Gut, die ist nun wirklich nicht mehr Quiche-typisch, sollte aber geschmacklich gut zum Gemüse passen und auch für eine einigermaßen gebundene Masse sorgen.

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  8. hm, Bechamel...*geht googeln* Ich habe noch nie eine gemacht, aber die Zutaten dafür habe ich in der Tat regelmäßig im Haus! :)

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    1. Und wenn du dann geriebenen Käse in die noch warme Bechamelsauce gibst, dann bekommst du sogar eine relativ feste Masse. Hast du schon mal bei mir Mac'n'Cheese gegessen? Das mache ich das so und es ist verflixt lecker! :)

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    2. Okay ... Parmesan ist ein Käse, den ich angesichts meiner häufigen schnellen Pastagerichte fast immer im Haus habe, das würde also passen. :)
      Ich weiß nicht, ob ich bei Dir schon mal Mac'n Cheese gegessen habe; bei Sayuri habe ich das - daran erinnere mich. :)

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