Sonntag, 29. November 2015

Arianas Adventslesen - Erster Advent

*atmet aus*
Es ist wirklich schön, zur Ruhe zu kommen. Die letzte Woche war hektisch und es sieht nicht danach aus, als würde es in den nächsten Wochen besser werden. Umso mehr habe ich den Freitagabend genossen, als unser Büro seine - wenn auch frühe - Weihnachtsfeier abhielt und mit unseren Kooperationspartnern zum Essen zusammenkam.

Am Samstag war es leider nicht ganz so entspannt für mich, wie ich es gern gehabt hätte, aber am Nachmittag war ich endlich "angekommen": Ich habe mein Lieblingscafe besucht, danach Backzutaten besorgt und abends bin ich sogar noch einmal an die frische Luft gekommen und ein wenig über einen kleinen Weihnachtsmarkt geschlendert. Die Geschäfte waren noch auf und wie jedes Jahr, habe ich Geld ausgegeben: Ich habe einen kleinen Türschmuck vom AWO-Stand und ein Buch im örtlichen Buchladen mitgenommen, letzteres hat allerdings keinen weihnachtlichen Bezug hat. ;)


Ich war k.O. von der Woche und bin gestern sehr früh in die Koje gewandert und entsprechend früh heute wach. Mein Tag begann dennoch sehr entspannt um 07.00 Uhr mit Frühstück und der gestrigen Doctor-Who-Folge, die gut gemacht war, mich jedoch nur ganz am Ende überraschte. Ich verfolge bewusst die ganzen Tweets und Blogs zu Doctor Who nicht, um nicht gespoilert zu werden, aber mir war nach den ersten zwei, drei Szenen bereits klar, wo es um was geht. Unterhalten hat sich mich dennoch und ich bin sehr neugierig, wie es in der nächsten Woche weitergeht.

Danach habe ich mir ein Buch gegriffen, das mir mein Seniorchef nach meinem Urlaub geschenkt hat: "Der Darß, Fischland und Zingst: Eine Bilderreise". Er weiß, dass mein Herz an dieser Gegend hängt. ;) Das Buch hat ein einige Fotos zu bieten (wobei die Qualität nach heutigen Maßstäben nicht so gut ist, das Buch wurde allerdings vor ca. 15 Jahren veröffentlicht) und Informationen über die Entwicklung der Region incl. einem Kapitel über die um 1900 gegründete Künstlerkolonie in Ahrenshoop. In den Texten ist es manchmal sehr freundlich (wohl auch der Veröffentlichung von vor 15 Jahren geschuldet): Die "kleinen Badeorte" sind nicht mehr so klein, der Tourismus hat die Orte doch weiter deutlich beeinflusst - ich denke da insbesondere an Zingst mit den vielen neuen Häusern. Aber ich habe auch Neues gelernt: dass sich ein Meerufer  ohne Wasser im Darßer Wald befindet (die alte Steilküste  des Altdarßes, sie bildet die Grenze zum Neudarß, dessen Bildung vor ca. 2500 Jahren begann)  oder  dass sich das Wort Darß von dem slawischen "d'razd" ableitet, was Hain oder Laubwald bedeutet.

Da Merlin und Marlowe der Ansicht waren, sich auf meinem Schoß zu streiten und dabei herunterpurzelten, habe ich die Gelegenheit genutzt um aufzustehen und mich in der Küche zu betätigen. In der Adventszeit schaffe ich es nämlich auch tatsächlich, mir nicht nur das Backen vorzunehmen, sondern es auch zu tun. Auf das traditionelle Plätzchenrezept meiner Mutter wollte ich heute allerdings nicht zurückgreifen, da es auch immer Glasur und Streusel etc. "verlangt". Also habe ich zunächst den eine Stunde im Kühlschrank ruhenden Schoko-Zimt-Plätzchenteig vorbereitet und mich dann an ein neues Rezept gewagt: Apfelplätzchen. Als ich mit dem Abbacken der letzteren fertig war, war der andere Teig gut eine Dreiviertelstunde im Kühlschrank und das schien mir genug. Ich habe also gleich die anderen Plätzchen auch gemacht - probiert habe ich beide noch nicht.

Denn weil der Backofen gerade so schön am Glühen war, habe ich mir mein Mittagessen in Form einer TK-Pizza gemacht, und zwar die neue Dr. Oekter "Veggie: Die Würzige".  Würzig war sie, leicht scharf - aber für mich nicht zu scharf (andere mögen sie also vielleicht nicht einmal als leicht scharf empfinden, lach) und auch nicht trocken. Ich bin zwar keine Vegetarierin, aber bei Pizzen greife ich überwiegend zu den fleischlosen Alternativen und ja, diese darf gern noch mal mitkommen.

Wahrscheinlich werde ich mir jetzt meinen ebook-reader greifen und in "Wizard and Glass" von Stephen King weiterlesen (den vierten Band der Dark-Tower-Reihe). Roland erzählt seinem Ka-Tet von seiner Jugend, als er ca. 14/15jährig und seine Freunde Cuthbert und Alain von Rolands Vater in die Baronie Meijs geschickt wurden, eigentlich, um dort in Sicherheit zu sein. Aber sie bemerken dort eine Verschwörung und Roland begegnet Susan Delgado. Und jetzt ist die Zeit der Ernte, und zwar nicht nur die jahreszeitmäßige ...

Update 20.10 Uhr 
Ich bin zwar erst noch etwas im Netz unterwegs gewesen, aber im Wesentlichen habe ich genau das getan, was ich früher geschrieben haben: Ich habe in "Wizard and Glass" weiter gelesen und bin dabei gut vorangekommen. Vermutlich lag da u.a. an dem äh .... aufmunternden Blick, der mir von meiner Lesegesellschaft Marlowe zugeworfen wurde.



Ich bin inzwischen bei 90 % des Romans angekommen und werde heute Abend auch noch weiter lesen. Mal sehen, vielleicht schaffe ich ihn ja im November. ;)

Es tat mir wieder richtig gut, einfach nur zu lesen. Das habe ich auch schon in meinem Novemberurlaub gemerkt (der sehr lesereich war). Jetzt bin ich ein wenig für die kommende Woche gewappnet und damit war Arianas Aktion für mich an diesem ersten Adventswochenende ein voller Erfolg.

Wir lesen uns spätestens in einer Woche!

Sonntag, 22. November 2015

Arianas Adventslesen 2015

Bereits in 2013 und in 2014 habe ich mich Arianas Anregung angeschlossen, in der Adventszeit bewusst zur Ruhe zu kommen. Dies hat bei mir zwar keinen religiösen Hintergrund, aber ich liebe die  Vorweihnachtszeit mit den Lichtern, dem heimeligen Gefühl, dem Geruch von Plätzchen (es ist so ziemlich die einzige Zeit im Jahr, in der ich backe), dem Einkuscheln bei Kerzenschein, um zu lesen oder ein Märchen o.ä. zu schauen ...

Ich bin also auch dieses Jahr wieder bei Arianas Adventslesen dabei. Ob ich unter der Woche poste oder nur am Adventswochenende Beiträge schreibe, weiß ich noch nicht sicher, aber ich vermute, es wird auf letzteres hinauslaufen. ;) In der online-Bücherei (sprich skoobe) habe ich mir ein paar thematisch zu Weihnachten passende Bücher auf einen Merkzettel gesetzt, aber vielleicht greife ich auch wieder (oder daneben) zu einem Märchenbuch.

Wir lesen uns spätestens am 1. Advent. :)

Freitag, 13. November 2015

"Jeden Tag den Tod vor Augen: Polizisten erzählen", Herausgeber Volker Uhl

Das ebook ist mir letztens bei den Neuzugängen der Woche bei Skoobe aufgefallen. Mit Polizeibeamten hatte ich privat bislang - dankenswerterweise - nur gelegentlich direkt zu tun: eine Fahrzeugkontrolle hier, eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Pkw-Beschädigung im Zusammenhang mit der Kaskoregulierung da. Beruflich gibt es einen direkten Kontakt auch nicht so häufig. Ab und an telefoniere ich mit Beamten, um ein Aktenzeichen oder die weiter ermittelnde Behörde zu erfragen.  Einmal musste ich sie ins Büro rufen, da ein Besucher sich passiv weigerte, aufzustehen und das Büro zu verlassen und wir Hilfe brauchten;  die beiden Beamten sprachen mit ihm und es dauerte dann immer noch eine Viertelstunde, bevor er zum Weggang überzeugt werden konnte; es war ein - im ursprünglichen Wortsinne - merkwürdiges Ereignis.

Indirekt komme ich mehr mit ihrer Arbeit in Kontakt, hauptsächlich wenn wir Einsicht in Ermittlungsakten nehmen. Ich sehe Aufnahmen von Unfallorten, Protokolle, Ermittlungsergebnisse in den Akten. Was in den Beamten vor sich geht, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden, die Protokolle fertigen und nach Ende der Ermittlungen in ihnen vorgeht, das sehe ich dort nicht. Das gilt sowohl für Akten über Unfallaufnahmen mit Blechschaden als auch für Akten, in denen es um einen Vorfall mit Todesfolge geht.

"Jeden Tag den Tod vor Augen" vereint eine Sammlung von Texten von Polizisten, die thematisch um den Tod kreisen, den tatsächlichen oder den drohenden. Dieses Buch - wie derzeit drei andere - sind Print-Ausflüsse der Internet-Plattform "Polizei-Poeten" (klick). Der Herausgeber des Buches Volker Uhl ist offenbar auch Gründer dieses Plattform, die es sich zum Ziel gemacht hat, allen Beschäftigten bei der Polizei die Möglichkeit zu geben, einen realistischen Einblick in den Polizeialltag zu gewähren und insbesondere über ihre Erlebnisse und Empfindungen in diesem zu schreiben.

Es sind authentische Texte, die sich im Buch "Jeden Tag den Tod vor Augen" befinden, und so fühlen sie sich auch an. Wer Ausführungen zu technischen Einzelheiten und Abläufen in Gebieten der Kriminaltechnik erwartet, ist hier falsch. Wer - reale - Krimikurzgeschichten mit einem Spannungsbogen erwartet, ist hier ebenso falsch. Auch wenn der eine Beamte über seine Teilnahme an einer Obduktion erzählt und der andere von einer Razzia berichtet, sind dieses Dinge nur der Rahmen für das, worum es in diesen Texten jeweils geht: Die Empfindungen der Polizistinnen und Polizisten vor, während und nach Einsätzen, die sie mit dem Tod konfrontieren. Die Texte haben spürbar kein Ende, selbst wenn sie einen Abschluss offerieren wie in "Gerichtsmedizin", in welcher der Autor darlegt, weshalb er weiterhin in der Todesermittlung arbeitet oder wie in "Ausgehaucht", in der es um den natürlichen Lauf der Dinge geht. Denn ebenso wie in dem Text "Fast daheim", die zwar den wesentlichen Teil von den aggressiven Typen handelt aber auch von den Bahnreisenden im Übrigen,  oder wie in "Angst ist eine einsame Insel", die von Angst und ihren Folgen handelt, bewirkt die - hier auch wiederholte - Konfrontation mit dem Tod emotionale, seelische und soziale Folgen. Dass der Tod das als natürliche Folge eintritt, ändert daran ebenso wenig wie die Möglichkeit psychologischer Betreuung nach Einsätzen oder, dass man als Neuling behutsam und mit Empathie in offenkundige Einsätze mit Todesfall eingeführt wird (was, wie die Texte zeigen, nicht die Regel ist).

Polizeimitarbeiter/innen werden nicht selten beschimpft oder beleidigt und der Gedanke, dass der Polizeibeamte ja nur die Verkehrserziehung oder eine Geschwindigkeitsmessung macht und einen lockeren Tag hat, schleicht sich vielleicht auch in dieser oder ähnlicher Form ein. Das Buch erinnert daran, dass Polizeimitarbeiter/innen grundsätzlich mit der Gefahr leben müssen, umzukommen, weil es ihr Beruf ist, uns zu schützen und/oder die Ordnung herzustellen und/oder aufrechtzuerhalten. Auch der lockere Tag bei der Verkehrserziehung/Geschwindigkeitsmessung oder die einfache Situation mit dem passiven Besucher in einem Büro, der nicht gehen will, kann sofort in eine gefährliche Situation umschlagen, weil vielleicht ein Rennen gefahren wird und jemand die Kontrolle über das Auto verliert oder weil der Besucher unerkannt bereits in einer Psychose kurz vor einem Schub steckt und ein Messer hat. Und das Buch zeigt an persönlichen Beispielen, wie die Polizeimitarbeiter/innen versuchen, mit dieser Gefahr und dem Tod zu leben.

ps
Das vorliegende ebook wurde vom Verlag Skoobe GmbH München herausgegeben und ich vermute, dass die ebook-Version derzeit nur bei Skoobe geliehen und nicht käuflich erworben werden kann.

Donnerstag, 12. November 2015

England und die Detektive von Luise Berg-Ehlers, Jutta Schreiber und Horst und Tina Herzig

Dieser Tage habe ich mich mal wieder literarisch nach Großbritannien begeben, genauer gesagt nach England, und zwar mit den Buch "England und die Detektive".

Luise Berg-Ehlers lieferte die Texte, Jutta Schreiber Rezepte (jawohl!) und Horst und Tina Herzig Fotografien.

Es war wie eine kleine sightseeing-tour, die mich über das Land, durch Dörfer, ein paar Städte, darunter auch London, führte. Ja, das klingt verdächtig nach einem Satz aus meiner Nachlese zu "Mit Miss Marple aufs Land" von Luise Berg-Ehlers und das ist auch kein Wunder. "England und die Detektive" ist thematisch ähnlich und es gibt inhaltliche Überschneidungen. Aber während "Mit Miss Marple aufs Land" sich mehr mit den Krimiautorinnen beschäftigt, Leseproben anbietet und dabei auch über die erschaffenen Detektive und deren Lebens-und Arbeitsraum spricht, liegt der Augenmerk von "England und die Detektive" deutlich stärker auf den - fiktiven - Detektiven.

Hier gibt es biographische Einblicke in das Leben und Wirken des jeweiligen Ermittlers bzw. der Ermittlerin, die als Fakten präsentiert werden. ;) Dieses schließt nicht nur ein, wo der bzw. die Betreffende lebt, sondern auch, wo gearbeitet wurde, wie die familiären, beruflichen oder kollegialen Verhältnisse aussahen, was gegessen wurde, welche Hobbies vorhanden waren und es werden Beispiele der Arbeit geliefert.  Autorenschaften werden erwähnt, aber dies ist eher Nebensache. Damit sich der Interessierte orientieren kann, gibt es Fotos von Örtlichkeiten und, für den Hunger, Rezepte über einzelne vom Detektiv geschätzte Gerichte. Hier findet sich z.B. ein Rezept für Scones (Miss Marple), ein solches für Fasan in Brotauce wie es im Savoy zubereitet worden wäre oder Pommes Byron (Lord Wimsey), für Pubfood (Inspektor Morse), ein Brannigan-Butty (Kate Brannigan), ein Kräuteromelett (Bruder Cadfael), ein Trifle ala High Table Oxford (Don Gervase Fen) und und und.

Es gibt, wie gesagt, inhaltliche Überschneidungen mit dem Buch "Mit Miss Marple...", u.a. bei Miss Marple oder z.B. Lord Wimsey (incl. das Glockenläuten), aber die Auswahl an präsentierten Detektiven unterscheidet sich doch und auch der Umfang der Informationen. So finden sich hier auch der schon oben erwähnte Gervase Fen, Don am Oxforder College, Sherlock Holmes, Pater Brown oder auch im Kapital über Detektive und ihre Vorlieben Sid Halley, ein früherer Jockey, oder der  Antiquitätenhändler Lovejoy. Ich habe in diesem Buch ein wenig mehr über das Leben im Kloster erfahren oder z.B. was ein Don am Oxford ist, wie das Londoner "Einzugsgebiet" und die Zusammensetzung von Sherlock Holmes war oder wie ich Fish & Chips machen könnte, wenn ich es wollte. :)

Es gibt aus meiner Sicht also genug Unterschiede zu "Mit Miss Marple aufs Land", aber ob sie für einem anderen Interessierten ausreichen, um das thematisch ähnliche "England und seine Detektive" zusätzlich zu erwerben, muss derjenige selbst beurteilen. Zumal beide Bücher nicht gerade günstig sind (falls nicht gerade vergriffen).

Mein wesentlicher Kritikpunkt hier ist allerdings identisch mit meinem zu "Mit Miss Marple aufs Land": Die Autorin spoilert ohne Vorwarnung. Oh, sie spoilert nicht bei jedem Detektiv, aber sie tut es häufg genug, damit es mich stört. Es ist ja in Ordnung, dass von der Autorin Beispiele der Arbeitsweise aufgezeigt werden und auch, dass sie erfolgreich waren - dabei muss jedoch nicht gleich der Täter mit preisgegeben werden. Ich wage mal die Vermutung, dass noch mehr Menschen wie ich, die entweder eine Serie noch nicht kennen oder nicht alle Romane, dieses Buch lesen.  Und ja, möglicherweise dauert es lange, bis ich den entsprechenden Roman lesen (falls überhaupt) und ich die Angaben dieses Buches bis dahin vergesse, aber der Punkt ist: Die Autorin hätte die betreffenden Sätze einfach etwas umformulieren oder früher enden lassen können. Schade, dass das vor der Veröffentlichung nicht bedacht wurde.

Sonntag, 1. November 2015

Oktober 2015: Zugänge zum SuB und Winterkatzes SuB-Trahiert

Ich fange mal mit den digitalen Sachen an, da bin ich wohl schneller mit fertig. ;)
Obwohl ich ja einige Audio-CDs im Hause habe, bin ich dieses Mal auch bei audible fündig geworden und habe kurzerhand zugegriffen, d.h. ich habe ein Guthaben in das Hörspiel "Die Bändigung des Weibs" nach William Shakespeare investiert. David Nathan, Simon Jäger und William Shakespeare war einfach eine Kombination, zu der ich nicht nein sagen konnte. Gehört habe ich allerdings bislang nur die Hörprobe, lach.

Ebooks sind in diesem Monat auch bei mir eingezogen. Da wäre zum einen "Shining" von Stephen King im englischen Original (meine aktuelle zweisprachige Lektüre von Band 3 des Dunklen-Turm-Zyklus hat mich dazu animiert, gleich die Originalausgabe zu nehmen; vor Jahrzehnten habe ich mal das deutsche Taschenbuch gelesen und bevor ich "Doctor Sleep" - gesprochen von David Nathan - höre, will ich "Shining" noch mal lesen). Dann habe ich, wie an anderer Stelle schon erwähnt, den Comic "Lumberjanes #1" geladen, ein kurzes (!) Appetithäppchen (issue1) über 5 Freundinnen und ihre Abenteuer im Sommercamp.

Okay, dann gibt es Zugänge, für die ich nicht so viel kann. Mein Seniorchef ist umgezogen und hat bei dieser Gelegenheit ein paar gebrauchte Bücher abgegeben, von denen er meinte, dass sie mich interessieren könnten.



Mit Ausnahme von "Atlantis" kenne ich die übrigen King-Bücher zwar schon, hatte sie aber bislang nicht. Und Winterkatze, Du kennst bestimmt die Christie-Biographie von Janes Morgan? Geschenkter Gaul hin und her, taugt sie etwas? ;)

Okay, jetzt zu den übrigen Zugängen:


Ein Buch in dem ganzen Stapel habe ich mir nicht selbst ausgesucht, sondern geschenkt bekommen: "Das bisschen Hüfte" von Renate Bergmann hat mir meine frühere Kollegin zum Geburtstag geschenkt. Hinter Renate Bergmann, dem Twitter-Oma-Phänomen, steht ein Mann, dieses ist das zweite Buch der "Seniorin". Meine Kollegin fand es total lustig; ich habe nach 50 Seiten das Buch zur Seite gelegt. Mein Humor trifft der Autor nicht wirklich und ich mag auch den Erzähl-/Schreibstil nicht. Auch wenn es ein Geschenk ist, das Buch sortiere ich aus.

Ansonsten gibt es offensichtlich ein paar Comics bzw. Graphic Novels. Nach und nach vervollständige ich meinen Dunklen-Turm-Zyklus um die Graphic Novels, wobei ich auch hier, wie bei den Büchern, inzwischen einen wilden Mix aus deutschen und englischen Ausgaben habe. Die Zeichnungen sind zwar nicht so ganz  mein Ding, aber ich will halt die "Ergänzungen" der Geschichten, die in den Graphic Novels vorgenommen werden, auch lesen. :D Wie schon an anderer Stelle geschrieben, bin ich über "Nimona" bei goodreads gestolpert. Die Autorin Noelle Stevenson ist mit diesem Comic eine "national book awards" Finalistin: Es geht um eine junge Gestaltwandlerin, die es schafft, der Sidekick des von ihr verehrten Bösewichts Lord Blackheart zu werden. Über "Die Enzyklopädie der frühen Erde" von Isabel Greenberg bin ich beim Zweitausendeins-Katalogblättern gestolpert und habe einfach mal zugegriffen. Es geht offenbar mehr um Mythen, es ist also keine Sachbuch-Graphic-Novel; ich lasse mich überraschen. :)

"Decoding The Prisoner" von Chris Gregory habe ich beim Stöbern zu Literatur über die TV-Serie "The Prisoner" von  und mit Patrick McGoohan gefunden. Ausschlag für die Bestellung gab der Hinweis eines Rezensenten bei Amazon, dass der Autor die Serie in Kontext zur damaligen (Produktions-) und heutigen Zeit setzt. Ich denke, ich werde mich mit dem Buch beschäftigen, wenn ich mir die Serie noch einmal anschaue. Die Komplettbox steht inzwischen ja bei mir und Winterkatze und ihr Mann sind schuld, weil sie mich damit angefixt haben. :) Sie sind also auch am Buchkauf schuld, jawohl!

Zwei weitere Zugänge teilen sich einen thematischen Schwerpunkt; sowohl "Tagebuch eines Sturzes" von Michael Laub als auch "Die uns lieben" von Jenna Blum beschäftigen sich thematisch mit der Nazizeit, dem 2. Weltkrieg, Erinnerungen, Schuld und Opfer.

Es bleiben noch "Mord mit blauen Augen" von Manuela Sandhop, ein Regionalkrimi, von dem ich mir mehr erhofft hatte, als er letztlich für mich bot, wie schon an anderer Stelle geschrieben und "Der Mann, der vergessen wurde" von Mia Ajvide. Diesen Roman habe ich  beim online-Stöbern entdeckt und die Beschreibung, wonach der Protagonist sofort vergessen wird, sobald er aus dem Blickfeld seiner Mutter  oder seiner Arbeitskollegen verschwand, fand ich einfach interessant. :)

Was Winterkatzes Sub-Trahiert angeht, kann ich immerhin ein Buch vermelden. :) Ich habe mir letztes Wochenende "Öland" von Johan Theorin gegriffen, der bereits seit einem Jahr darauf gewartet hat, gelesen zu werden. Er hat mir ausnehmend gut gefallen. Ich mochte den ruhigen Erzählfluss und die stimmungsvollen Naturbeschreibungen und die Charakterzeichnungen und den erzählerischen Schwerpunkt, den er gesetzt hat. Es ging zwar um das Verschwinden des Jungens, aber dennoch eigentlich viel mehr um die "Zurückbleibenden".

Was ich sonst so in diesem Monat gelesen habe, kann man wie immer meiner Leseliste entnehmen. :)

p.s.
Am Freitagabend  habe ich noch ein Buch aus der Paketstation befreit, das ich entdeckt habe, als ich einer goodreads-Vorstellung das Leben von Oktopoden betreffend gefolgt bin. Immer diese Sachbuch-Versuchungen! Winterkatze ist schuld. Eindeutig. :)



p.s.s.
Da  habe ich doch glatt noch einen Zugang vergessen, an dem Kiya schuld ist, wenn ich mich richtig erinnere ... :)



Winterkatzes Herbstlesen 2015 #8


Der letzte Herbstlese-Sonntag dieser Aktion ist angebrochen und heute hat mich Marlowe, der Flauschbauch, viel zu früh wach gemacht. Um halb acht habe ich dann aufgegeben, die Katzen versorgt  und mir Frühstück zubereitet.


Jetzt sitze ich hier, die MuMs äugen in meine Richtung, konkret auf den Rechner auf meinem Schoß, und werde noch fix eine erste Internetrunde drehen, bevor ich Poirot bei seinen weiteren Ermittlungen die Hallowe'en Party betreffend begleite.

Update 11.20 Uhr
Ich habe "Hallowe'en Party" vor ein paar Minuten beendet. Diesen Krimi fand ich merkwürdig, das Tempo nicht ausgewogen und den Text an manchen Stellen wirr (ich denke z.B. an das Ende des Gesprächs zwischen Poirot und dem Friedhofsgärtner, bei dem ich das Gefühl hatte, als würden ein paar Dialogsätze fehlen).  Ich habe mich gefreut, Poirot und Mrs Oliver wieder zu treffen und habe ihren Austausch und die kleinen Offenbarungen genossen; auch Inspector Spencer a.D. und seine Schwester fand ich gelungen, obgleich ihnen relativ wenig Raum gewährt wurde. Aber die Charaktere im Übrigen überzeugten mich nicht wirklich. So erscheint die ca. 11jährige Miranda überwiegend altklug, was zu ihrem späteren Verhalten für mich nicht passt. Die Auflösung wirkte auf mich forciert, als wolle Agatha Christie endlich einen Schlussstrich ziehen.  Dieser Poirot hat mich in der Gesamtschau nicht vom Hocker gerissen. Ich gehe aber spontan davon aus, dass dies eine der wenigen Ausnahmen war, die mich nicht überzeugten. Jetzt bleiben nur noch zwei Poirot-Romane von Christie, die ich noch nicht gelesen habe: "Elephants can remember" und "Curtain". Hm, einerseits möchte ich sie lesen, andererseits will ich sie mir aufheben. Mal sehen, wann ich zu "Elephants can remeber" tatsächlich greifen werde. Heute wird das sicherlich nicht der Fall sein. Ich gehe davon aus, dass ich ein oder ein paar mehr Geschichten von der Sparrow Hill Road aufpicken werde, vielleicht komme ich auch noch einmal nach Lud, der Stadt in Mittwelt, in der Roland nicht nur ein Transportmittel sucht...

Update 16.15 Uhr
Ich mag, wie  Seanan McGuire ihre Protagonistin mehr und mehr von sich offenbar lässt. Zunächst wird einem die Tatsache "um die Ohren gehauen", dass es eine weitere Ebene gibt, komm damit klar. Dann erfährt man im Rahmen verschiedener Geschichten mehr von Rose und der Welt, in der sie lebt. Dies erfolgt nicht linear - z.B. wird Emma vom Last Dance Diner ohne weitere Vorstellung in einer Geschichte genannt und erst später erfährt man in einer anderen mehr über Emma. Und über den Diner. Es gibt in den einzelnen Geschichten Wiederholungen zu Gesetzen, die für Rose gelten, was der Art der ursprünglichen Veröffentlichung geschuldet ist. Erstaunlicherweise stört es mich auch nicht, dass hier keine Überarbeitung wegen der Buchedition erfolgte.

Allerdings bin ich, obwohl ich Rose interessant finde, von der Sparrow Hill Road zum Pfad des Balken in Mittwelt gewechselt, wo Roland und sein Ka-Tet noch immer damit beschäftigt sind, in der Stadt Lud ein Transportmittel durch die Waste Lands zu finden. Lud ist stark verfallen und wird zudem von verfeindeten Gruppen bewohnt...

Ich werde jetzt meinen Milchkaffee trinken und dabei eine kleine Blogrunde drehen - und dann aller Voraussicht nach nach Mittwelt zurückkehren ...

Update 19.45 Uhr
Auch wenn es nicht so klingt - Roland und sein Ka-Tet sind weiterhin in Lud - bin ich in Band 3 des Dunklen-Turm-Zyklus seit heute Nachmittag weitergekommen, ich bin inzwischen bei ca. 86 %.  Die MuMs haben mir dabei weiterhin Gesellschaft geleistet. :)


Während ich dies schreibe, schaue ich gerade ein Folge Columbo. Der arme Inspektor leidet aktuell an einer Muschelvergiftung und muss dennoch morgens eine Morduntersuchung beginnen. Bei mir besteht die Gefahr einer Muschelvergiftung nicht, mein Abendessen war vegetarisch: Pasta mit Soja-Bolognese (von GEFRO) und etwas Parmesan. :)


Ich werde, nachdem die Columbo-Folge vorbei ist, zwar noch etwas weiterlesen heute Abend, aber ein Update wird es hier nicht mehr geben.

Liebe Winterkatze, danke, dass Du auch dieses Jahr das Herbstlesen veranstaltet hast. Es hat mir wieder sehr viel Freude bereitet und ich fand es schön, entspannt zu lesen und mich mit anderen über die Wochenendaktivitäten auszutauschen. Ich hoffe auf ein Herbstlesen in 2016... :)