Donnerstag, 2. April 2015

März 2015 - Zugänge zum SuB und Winterkatzes SuB-trahiert

1) Zugänge
Ich starte mal gleich mit den Print- bzw. Audio-CD-Zugängen im Monat März:


"Ein Mann namens Ove" lag schon länger auf meinem Merkzettel. Als dieses Audio-Book ebenso wie "Schafkopf" von Andreas Föhr (ein weiterer Wallner-Kreuthner-Krimi) bei Amazon im Hörbuchangebot waren, habe ich direkt zugegriffen.

Mit Michael Endes "Der Spiegel im Spiegel" habe ich auch schon länger geliebäugelt und mir die zwei Audio-Umsetzungen mit hochkarätiger Besetzung (u.a. Andreas Fröhlich, Carlo von Tiedemann, Mario Adorf, Jens Wawrczeck, Oliver Rohrbeck, Gunter Gabriel, Nicole Heesters, Heinz Hönig und Gudrun Landgrebe etc.) von meinem Wunschzettel gegönnt.  Die erste Staffel habe ich auch bereits gehört und mir dann vor ein paar Tagen die Taschenbuchausgabe der Kurzgeschichtensammlung hinzugekauft. Ich möchte in der Lage sein, die Texte auch zu lesen und zu schauen, was verändert wurde (bislang sind mir textliche Änderungen nicht aufgefallen, allerdings hatte ich bei Durchsicht des Buches auch einen Teil der Geschichten einige Tage zuvor gehört und einen anderen Teil noch gar nicht (zweite Staffel)). 

Stephen Kings "Wind" gab es günstig im Remittenden-Laden; ich kenne das Buch bereits und war beim ersten Lesen etwas enttäuscht, vermutlich weil ich einfach andere Erwartungen an diesen - nachgeschobenen - Teil aus dem Dunklen-Turm-Zyklus hatte. Wenn ich letzteren noch und dann in entsprechender Reihenfolge lese, passt der Band vielleicht für mich besser hinein. Blöderweise hat Heyne diesen Band als Taschenbuch bislang nur in Schwarz herausgebracht, alle anderen Teile dieser Reihe habe ich silbrig-schimmernd. Nun ja. 

"Couchsurfing im Iran" von Stephan Orth lag ebenso wie "The devil in the detail" von Peter Littge in meinem Weg im örtlichen Buchladen, als ich Endes Printbuch "Der Spiegel im Spiegel" dort abholte. Sie taten mir so leid, dass ich sie mitnahm. Mit "The devil in the detail" habe ich bereits angefangen, muss aber sagen, dass mich dieses Titel nicht so mitreißt, wie ich es mir erhofft hatte; Humor ist immer eine heikle Geschichte und die sprachliche Dualität von deutsch und englisch im laufenden Fließtext finde ich persönlich etwas irritierend. 

"Afrika - Kunst und Architektur" von Ivan Bargna ist beim Stöbern durch das Amazon-Angebot bei mir gelandet; es ist bereits gelesen und es gibt auch sogar schon eine Nachlese.

Nicht abgebildet sind die ebook-Zugänge. Das englische Buch "Cruising Panama's Canal" von Sally und Al Lockwood gab es mal für lau und da habe ich zugegriffen. "Schweigende Schuld" von Elke Bergsma (ich mochte ihren Krimi "Tödliche Saat" ganz gern) und "Noch schöner Sterben" von Matthias Mattig gab es zu den Leipziger Buchmesse-Tagen günstiger und auch hier habe ich einfach mal zugegriffen. :) 

2) Winterkatzes SuB-trahiert




Ich habe aus dem Alt-SuB "Florence von Arabien" von Christopher Buckley gezogen. Ich habe zwar nur kurz hineingelesen und weggelegt, aber es ging wieder zurück auf den SuB. Momentan habe ich auf das Buch keine Lust, aber grundsätzlich bin ich weiterhin interessiert. Mehr vom Alt-SuB habe ich dieses Mal nicht angelesen oder sogar gelesen; ich habe einen TV-Serien-Monat mit der letzten Eureka-Staffel und Staffel 3 u. 4 von Warehouse13, der ersten Staffel Babylon5 gehabt. ;)

Vom mittelalten SuB kam "Third Girl" by Agatha Christie (ich hebe mir die letzten ungelesenen Poirot-Romane etwas auf), in welchem auch Mrs Oliver wieder dabei war. Poirot war dieses Mal lange auf der Suche nach einem Muster und ich hatte das Gefühl, dass nicht nur seine Gedanken sich im Kreis drehten, sondern auch ein paar Handlungselemente sich wiederholten. 

"Was mit dem weißen Wilden geschah" von Francois Garde ist Ende des vergangenen Jahres bei mir eingezogen und die Geschichte klang auch interessant. Ein 18jähriger Matrose wird an der Küste Australiens zurückgelassen, von einer Gruppe Ureinwohner aufgenommen und nach 17 Jahren wiedergefunden - er war voll in die Gruppe integriert, sprach nur noch die Sprache der Ureinwohner und folgte ihren Sitten und Gebräuchen - und in die Zivilisation zurückgebracht. Das Buch ließ mich aber leider unbefriedigt zurück, obwohl der Erzählstil Gardes gut ist. Dies hat meiner Ansicht nach wesentlich mit einer Vermengung von Fakten mit Fiktion zu tun, die zu, hm, unglücklichen Ergebnissen für mich führte (z.B. sind die Auswirkungen auf den realen 14jährigen Narcisse prägnanter gewesen als auf einen 18jährigen, der im 18. Jahrhundert schon ein paar Jahre im rauhen Arbeitsleben gestanden haben dürfte; auch gibt es für mich Diskrepanzen im logischen Aufbau des Buches).  Eine ausführlichere Nachlese habe ich - wegen der Spoilergefahr teilweise versteckt - bei goodreads eingestellt. 

Auch die Hörspielversion von "The crooked House" by Agatha Christie stammt noch aus dem letzten Jahr. Die Auflösung des Krimiplots sah ich so nicht kommen, Cast (sehr gut zu verstehen) und Umsetzung fand ich sehr gelungen, gerade auch wegen der musikalischen Einspielungen. 

Dann habe ich die digitale Hörbuchversion von "Aquarius" von Thomas Finn  - endlich - im März beendet. Dass es so lange mit dem Hören gedauert hat, lag nicht am Sprecher Oliver Rohrbeck. Ich hatte generell wenig Lust  zum Hören und obwohl die Story ganz interessant war mit den eigentlich unmöglichen Todesfällen (Ertrinken in der Telefonzelle z.B.), brachte sie mich nicht dazu, stetig weiter zu hören. Ich hatte keinerlei Probleme, das Hörbuch mal vierzehn Tage links liegen zu lassen. 

Sehr junge Zugänge zum SuB, die ich im März gelesen habe, waren 
- "Mit Miss Marple aufs Land" von Luise Berg-Ehlers hat mir persönlich viel Freude bereitet trotz der ein oder zwei Spoiler in Bezug auf besprochene Krimis, die Nachlese gibt es hier (klick)
Weit gekommen bin ich nicht, ich habe nur kurz hineingelesen
- "Sherlock: Chronicles" by Steve Tribe hat mir einen ganzen Schwung an Fotos und Informationen zu Staffel 1 bis 3 der Sherlock-Serie geliefert. Mir gefiel es und ich habe Lust, alle Folgen noch einmal zu schauen. Hm, heute ist Gründonnerstag - bald ist Weihnachten (besonders, wenn ich aus dem Fenster schaue: Es schneit und schneit), dann soll es ein Special geben. Ich bin gespannt. 
- "Der Spiegel im Spiegel - der erste Buchstabe" von Michael Ende als Audio-Umsetzung (1. Staffel) - ich fand es sehr atmosphärisch, die Darsteller und auch Sound/Audio/Regie im Übrigen gefiel mir sehr und die Geschichten sind ... faszinierend.  
- "Afrika: Kunst und Architektur" von Ivan Bargna, die Nachlese ist, wie oben schon gesagt, hier (klick)
- Das ebook "Die Traumnäherin" von E.A. Birk ist auch erst im Februar dieses Jahres eingezogen, beendet habe ich es im März. Wie schon bei anderer Gelegenheit geschrieben, fand ich es flüssig geschrieben, aber die Protagonisten kamen mir nicht nah. Ich sage es mal so: Es war ganz nett zu lesen, aber ich muss und werde zu Anna und ihrer Familie nicht zurückkehren. Noch eins: Ich habe keine Ahnung, wieso das Buch Traumnäherin heißt. Näherin ist schon klar, Träume spielen auch eine Rolle, aber verbunden zur Traumnäherin? Nein, keine Ahnung.  

Bei der (ALT-)SuB-trahiert Sparte hätte ich etwas mehr gucken und sortieren können, aber egal. Alle im März 2015 gelesenen bzw. gehörten Titel findet Ihr im Übrigen in meiner Leseliste 2015.

Kommentare:

  1. Eine schöne Übersicht. Das Buch von Michael Ende interessiert mich auch sehr und muss es mir unbedingt ebenfalls zulegen (bei mir allerdings als Buch zum lesen). Ich finde die Vielfalt der unterschiedlichen Bücher bei dir wirklich toll und werde auch gleich mal das ein oder andere stöbern gehen, danke für die Tipps! Und in deine Leseliste schaue ich doch gleich auch mal rein. :)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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    1. Das Ende-Buch lohnt sich auf jeden Fall, Nazurka, es sich erwachsene, bildhafte, fordernde Geschichten. Ach, lach, ich sehe gerade selbst, dass in den März-Leseliste nicht mehr drin steht als hier im Blog, vermutlich weil ich dieses Mal bei SuB-trahiert auch die mittelalten u. jungen SuB-Zugänge aufgenommen habe und nicht nur den Alt-SuB (wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe in dieser Sparte). Aber ich hätte ja sonst nur ein Buch erwähnen können und dass ging ja sogar wieder zurück auf den SuB. :D

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  2. Die Erzählungen in "Der Spiegel im Spiegel" sind toll - das ist auch so ein Buch, das ich eigentlich schon längst nochmal lesen wollte.
    Bei "Aquarius" hatte ich auch keine Probleme, das Hörbuch mal für eine Weile zur Seite zu legen, allerdings hat es mir auch nicht gefallen.

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    1. Ich wusste, bevor ich die ersten Geschichten gehört hatte, nicht so recht, was mich mit "Der Spiegel im Spiegel" erwartet, Neyasha. Die bislang gehörten klingen noch immer nach (z.B. "Die Bahnhofskathedrale" oder die Geschichte mit dem marmornen Engel im Gerichtssaal und der Verkörperung).

      Ich denke, viel hat Oliver Rohrbeck dazu beigetragen, dass ich das Hörbuch trotz allem ganz gern mochte. Schon irgendwie witzig ist, dass ich z.B. die geschichtlichen Hintergrundinformationen zu den - teils fiktiven - Örtlichkeiten einerseits ganz interessant fand, zugleich aber dachte: Ja.. Recherche, will man vielleicht unterbringen, verlangsamt natürlich, hätte man wohl kürzen sollen. ;) Die Auflösung entwickelte sich dann ja ... zügig, aber nun gut. ;)

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  3. Oh, ein neues Föhr-Hörbuch in deinem Bestand? *dumdidum*

    "Der Spiegel im Spiegel" gehört zu den Ende-Büchern, die mir nichts sagen, aber die Sprecher-Besetzung ist wirklich beeindruckend! Das klingt spannend - ebenso wie "Couchsurfing im Iran".

    So sehr ich Agatha Christies Bücher mag, ich hasse die Titel, weil ich mir nur bei sehr wenigen merken kann, welche Geschichte sich hinter welchem Titel verbirgt. ("Third Girl" ist mit dem falschen Link hinterlegt. ;) ) "Das krumme Haus" ist aber wirklich eine sehr gute Geschichte und bei "Die vergessliche Mörderin" mag ich Agatha Christies Sicht auf die damalige Zeit sehr (und die Anfangsszene, in der Poirot für zu alt gehalten wird :D).

    "Was mit dem weißen Wilden geschah" scheint ein Fall von "interessante Grundidee - blöde Ausführung" zu sein - sehr schade!

    Ansonsten muss ich immer noch schmunzeln, weil du die Sachbuch-Challenge locker im ersten Jahresviertel erledigt hast. Ich hoffe, du gönnst uns trotzdem weiterhin spannende Sachbuchrezensionen (auch wenn die meine eigenen Lesepläne immer schrecklich durcheinander bringen). :)

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    1. Den Link habe ich erst mal korrigiert, danke für den Hinweis Winterkatze! Die Christie-Titel sind bei der Masse an Geschichten in der Tat wenig hilfreich in Bezug auf den Inhalt, lach. Oh ja, Normas Ausbruch, dass er zu alt sei... Nun, der Roman spielt ja auch in den 60ern und da dürfte Poirot doch ziemlich in die Jahre gekommen sein (so Anfang, Mitte 80 vielleicht?)

      Ich habe bei Francois Gardes Buch an Dein Erlebnis mit der kleinen Kommunistin gedacht...

      Ja... ein neues Föhr-Hörbuch. Ich bemerke, dass Du mit dem Hören der Reihe weiter bist als ich u. vermutlich wirst Du auch dieses Hörbuch eher hören als ich. :D

      Was "Der Spiegel im Spiegel" angeht, finde ich die Audio-Umsetzung gelungen. Bei Interesse kann ich Dir, wenn ich fertig bin, sowohl Hörbuch als auch - zum gelegentlichen Hineinblättern - das Buch leihen.

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    2. Nun, realistisch altern die Christie-Figuren ja alle nicht - Norma hätte ihn vermutlich auch für zu alt gehalten, wenn er um die 50 gewesen wäre. :D

      Das kommt davon, wenn du einfach aufhörst Hörbücher zu hören, während ich genügend Beschäftigungen habe, bei denen ich über die Unterhaltung froh bin. ;)

      *seufz* Ja, gerne, wenn du soweit bist. :)

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    3. Hm, wer weiß, schließlich ist Mrs Oliver ja auch, aber nein, das sage ich jetzt nicht. ;)

      Ich hoffe auf einen Hörschub, wenn ich wieder regelmäßig mit Stöcken oder Peddy unterwegs bin, seufz...

      Und okay, ich lege die Sachen dann beiseite. ;)

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  4. Da warst du aber fleißig! Bewunderns- und beneidenswert. Ich hoffe, ich kann im nächsten Monat dann auch mal wieder einen annähernd so erfolgreichen Rückblick schreiben wie du. :-)

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    1. Arbeit hat gerne mal die Tendenz, unsere Lesezeitwünsche aus dem Gleichgewicht zu bringen, Ariana, das kenne ich auch sehr gut. ;)
      Liebe Grüße!

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  5. Von diesem Narcisse Pelletier habe ich vorher noch nie gehört. Auf jeden Fall eine spannende Geschichte! Vielleicht mache ich mich da auch mal schlau.
    Schade, dass das Buch die Geschichte nicht gut umgesetzt hat, dabei hat dieses Ereignis, gerade dadurch, dass es wahr ist, soviel Potenzial. Aber gut, wenn der "echte" Narcisse verschwiegen war, kann auch ein Roman das Geheimnis seines Lebensabschnitts nicht lösen.

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    1. Bevor mein Blick beim Online-Stöbern zufällig über "Was mit dem weißen Wilden geschah" fiel, hatte ich auch noch nie von ihm gehört.

      "Aber gut, wenn der "echte" Narcisse verschwiegen war, kann auch ein Roman das Geheimnis seines Lebensabschnitts nicht lösen."
      *nickt*

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  6. "Der Spiegel im Spiegel" liegt schon ewig auf meiner Wunschliste (ich wußte gar nicht, daß es auch eine Hörversion gibt - danke für den Hinweis :-)). Bisher konnte ich mich noch nicht ganz zum Kauf durchringen; vielleicht wird es ja demnächst, wenn ich "Die unendliche Geschichte" zu Ende gehört habe.

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    1. Gern geschehen, Kiya.:)
      Vielleicht schaffe ich ja eine Besprechung. Sicher bin ich mir nicht; ich finde es momentan jedenfalls schwierig, etwas zu den Geschichten zu sagen, die so ... losgelöst sind.

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