Samstag, 30. August 2014

im August 2014

Ich habe nicht die Absicht, diesen Monat noch ein Buch, in welcher Version auch immer, zu kaufen - eine gute Gelegenheit, Euch meine Augustzugänge zu nennen bzw. zu zeigen.

Hörbuchtechnisch (digital) war es überschaubar:
"The Martian" von Andy Weir (klick) (englisch). Das Hörbuch habe ich auch schon gehört: Ein Missionsmitglied wird von der Mannschaft - wegen überzeugender Umstände-  für tot gehalten und auf dem Mars zurückgelassen. Marc Watney hat aber entgegen jeder Wahrscheinlichkeit den fraglichen Vorfall überlebt - und versucht jetzt, auch weiter auf Mars zu überleben, irgendwie Kommunikation mit Mission Controll herzustellen ... Trotz mancher Verständnisprobleme (technischer und sprachlicher Art) hat mich das Hörbuch mitgerissen, auch wegen des tollen Sprechers R. C. Bray.
Dann gab es noch "Die Mausefalle" von Agatha Christie (klick) gelesen von Oliver Kalkofe. Ich bin neugierig auf dieses Stück und da ich es für ein halbes Audible-Guthaben bekommen konnte, habe ich diesen "Einstieg" gewählt.
Außerdem habe ich mir "The unexpected Man" von Yasmina Reza (klick)  (engl. Hörspiel), gelesen von Harriet Walter und David Suchet heruntergeladen, ebenfalls für ein halbes Guthaben. Ein Autor tritt im Zug auf eine Leserin; das Stück ist nicht lang und ich weiß nicht wirklich, was mich erwartet. Ich weiß nicht einmal, ob die Leserin Werke des fraglichen Autors liest. ;) Kaufgrund war eigentlich, dass ich David Suchet mal als ohne Akzent sprechen hören möchte, bislang kenne ich ihn ja nur als Verkörperung des Belgiers Hercule Poirot.

Auch die ebooks waren überschaubar und sehr günstig: jeweils 0,00 EUR ("Klassiker" bzw. Angebot):
"Schachnovelle" von Stefan Zweig habe ich mir heruntergeladen. Ich bin zwar noch immer etwas traumatisiert - ;) - von Zweigs "Marie Antoinette - Bildnis eines mittleren Charakters", aber irgendwann werde ich die Novelle lesen.
"Blumfeld, ein älterer Junggeselle" von Franz Kafka fand ich auch beim Stöbern. Kafkas "Verwandlung" fand ich gleichermaßen verwirrend wie faszinierend, mal sehen, wie sich diese Novelle liest.
"Sigmund Freud" von Marco Bonafede (klick) - eine Einführung zu Freuds Psychoanalyse, eigentlich eine comicartige Einführung. Ich habe das Buch bereits begonnen. Die schwarz-weißen Illustrationen unterstützen den engl. Texte gut.

Und dann wären dann die Print-Ausgaben. Hier gibt es Fotos:


Blogger beschuldigen macht Spaß und beruhigt das eigene Gewissen :)
- Dass "Amy on the Summer Road" von Morgan Matson bei mir gelandet ist, hat Neyasha (klick) verschuldet.
- Schuld an dem Zugang von "Stand Up" von Julia Korbik ist Hermia (klick).
- "Speak German" von Wolf Schneider ist als Gebrauchtausgabe bei mir eingezogen, Schuld daran ist, wenn ich mich richtig erinnere, Ralph, der das Buch im Rahmen von Fellmonsterchens Bücherprojekt in 2012(?) besprochen hat.

Um bei medimops Versandkosten zu sparen, habe ich neben "Speak German" dort auch gleich
- "Die Besucherin" von Maeve Brennan (klick)  mitgenommen - ich weiß gar nicht mehr, wo oder wie ich über dieses Buch oder die Autorin gestolpert bin.
- "Schiffskatzen" von Detlef Bluhm hatte ich schon seit längerem auf meiner Merkliste. Ich habe bereits zwei Bücher vo ihm zum Thema Katzen und da ich beide mochte, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Buch hier einzog. :)

Außerdem ist mir beim Stöbern (nicht bei Medimops) "Der klassiche Kriminalfilm", Band Nr. 3 - Miss Marple" aufgefallen. Es geht um die vier Filme mit Margaret Rutherford als Miss Jane Marple, die bekanntlich eher lose bis kaum auf den Werken von Agatha Christie beruhen (und in welchen teilweise der eigentlichen Ermittler Hercule Poirot durch Miss Marple ersetzt wird). Ich habe diese Filme geliebt und ich liebe sie immer noch; ich sehe sie "einfach" unabhängig von den Romanen. Das Buch habe ich bereits durch. Es gibt Plakate, Film-, Schauspieler- und Setfotos (u.a. auch von heute) zu sehen, einige Hintergrundinformationen zur Besetzung, die existierenden -bzw. nicht existierenden - Verbindungen zu den Werken etc. Aus der Reihe gibt es auch ein Buch über die Edgar-Wallace-Filme u. über Doktor Mabuse, aber da fehlt mir schlicht das Filmwissen, auch wenn ich als Kind zwei oder drei Wallace-Filme gesehen habe. :)

Tja, die übrigen Print-Zugänge sind im Wesentlichen der 15% Sommer-Aktion bei Thalia geschuldet, die u.a. auf englischsprachige Bücher Anwendung fand:



Ein oder zwei der Poirot-Romane gab es bei Thalia nicht in der von mir gewünschten Harper-Ausgabe, sodass ich sie bei Amazon geordert habe. Hm, ich denke, ich habe die Poirot-Romane jetzt vollständig bei mir zu Hause;  die Kurzgeschichten sind ja in dem von mir bereits gelesenen Sammelband enthalten. Auf die abgebildeten Romane darf ich mich auch noch freuen - nur "The mysterious Affair at Styles" habe ich schon als ebook gelesen. Hier wollte ich schlicht auch die Printausgabe haben. :)

Auch "Poirot and me" von David Suchet kam über Amazon, weil es dort günstiger war als bei Thalia (die Aktion war dort auch beendet). David Suchet finde ich in seiner TV-Rolle als Hercule Poirot so stimmig - auch wenn er keine grünen Augen hat und die Serie mit den Romanvorlagen und so auch mit Poirot häufiger neue und andere Wege geht -, dass ich mehr über den Schauspieler und seine Arbeit an der Serie wissen möchte.

Freitag, 29. August 2014

Freitagsfüller by Barbara

sozusagen von unterwegs, aussgefüllt, fotografiert und hochgeladen - die Lesbarkeit könnte sich bei einem Klick auf das Bild erhöhen. ;)


Freitag, 15. August 2014

nach Ewigkeiten mal wieder ein Freitagsfüller by Barbara


Das ist so lange her, ich weiß aktuell nicht einmal, wo mein Füllfederhalter ist. :) Nun, es geht auch mit Kulli:


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Freitagsfüller (klick)


Sonntag, 3. August 2014

Lesesonntag #3

Ich habe mir tatsächlich nach der Beschäftigung mit der Unendlichkeit



zunächst meinem Abendessen (Stulle mit Brot *g*) und dann wieder den Hercule Poirot - Kurzgeschichten zugewandt.

(Und ja, hier lag Marlowe etwas auf Merlins Seite *denKopfschüttelt*)

Von "The Labours of Hercules" habe ich die Einleitung gelesen und erfahren, wie Poirot überhaupt auf die Idee kommt, sich mit diesen klassischen Sagen zu beschäftigen und daraufhin versucht, entsprechende Fälle, auszuwählen. Außerdem folgten die ersten beiden Stories: "The Nemean Lion" und "The Lernean Hydra". Nun, ich habe nicht viele Elemente der Geschichte um den Nemeischen Löwen, dessen Fell Herkules nahezu unverwundbar macht, in der ersten Story entdeckt, da half auch nicht, dass Poirot die Verbindung artikulierte. ;) In der zweiten Story wird die "Verbindung" zur neunköpfigen Hydra dem Leser nicht gerade subtil präsentiert, aber nun, sie passte jedenfalls besser als in der ersten Geschichte. Mal sehen, wie es mit den anderen Geschichten weitergeht. ;)

Ich werde mir zum Abschluss des Lesewochenendes wohl noch eine Hercule-Poirot-Kurzgeschichte ansehen. :)

Und zum Abschluss gibt es noch ein paar Fotos meiner heutigen Lesegesellschaft im Wohnzimmer bzw. auf dem Balkon:





Lesesonntag #2 "Kollision mit der Unendlichkeit" von Suzanne Segal

Nach meinem Morgenpost habe ich mir ein schmales Buch gegriffen, auf das ich im Rahmen des - ersten, glaube ich - 52-Bücher-Projektes des Fellmonsterchens gestoßen bin. Es heißt "Kollision mit der Unendlichkeit" von Suzanne Segal. 

Die US-Amerikanerin Suzanne Segal hat offenbar bereits als Kind intuitiv erste Meditationen durchgeführt und dann in jungen Jahren an Kursen und Schulungen in Transzendentaler Meditation (TM) teilgenommen, u.a. in der Schweiz, um selbst Lehrerin in TM zu werden. Obwohl sie das Diplom erhielt, wandte sie sich von der TM ab (nach dem Buch wohl wegen Machenschaften innerhalb der Institution, ich vermute, dass auch die der Trennung von ihrem damaligen Verlobten, der der Schule weiter anhängen wollte statt zu heiraten, eine Rolle spielte) und studierte Englische Literatur. Sie hängte ein Semester in Paris an, heiratete dort, wurde schwanger - und erlebte dann an einer Bushaltestelle die Auflösung ihrer eigenen Identität. Sie beschreibt es so, dass ihr Ich und eine Art "Beobachter" sich aus dem Körper lösten und - jedenfalls eine Zeit lang - hinter ihrem Körper blieben; nach einiger Zeit löste sich dieser "Beobachter" auf und mit ihm der "Haltepunkt" für das Ich. Das Ergebnis war - ich drücke es weiter mit meinen Worten aus, so wie ich es verstanden haben - , dass die mit Suzanne Segal bezeichnete Wesenheit nichts mehr enthielt, was Suzanne war - und auch keine andere Person, kein anderes "Ego".

Im Verlauf des Buches versucht die Autorin diese Erfahrung  nicht nur für den Leser zu artikulieren, sondern beschreibt auch, wie sie sch bemühte, diese Erfahrung ihrer Umgebung mitzuteilen und zu verdeutlichen, ihre mit dieser Erfahrung verbundenen Ängste ("Wer" "ist"?, "Wer" agiert gerade, "Wer" nimmt wahr oder geht eine Beziehung zur Tochter etc. ein, wenn es kein Ego, keine Person "in" dem Körper gibt) zu schildern und zu besiegen. In diesem Status mit all den Fragen und Ängsten und auf der Suche lebte die Autorin fast 10 Jahre. Sie berichtet von den Therapeuten, die sie aufsuchte (die in Richtung Depersonalisierung diagnostizierten), von ihrer eigenen Ausbildung zur Psychologin und ihren Ansichten zu bestimmten Therapieansätzen (das war in den ca. 1991) und wie sie später Antworten im Buddhismus fand.

Ich bin keine Psychologin, ich fürchte, ich bin auch kein besonders spiritueller Mensch und was die Autorin hier als Auflösung des Selbst beschreibt oder eine spirituelle Erleuchtung etc., habe ich auch nicht erlebt. Nichtsdestotrotz habe ich ihre Schilderungen mit Interesse  gelesen, denn unabhängig davon, ob es nun eine vollständige Auflösung des Selbst war oder eine langandauernde Depersonalisierung oder sonst etwas, fand ich das Eigenerleben (obwohl man das so ja dann nicht sagen kann, denn das "Ich" gab es ja nicht) und die Suche faszinierend. Und ich freue mich für sie, dass sie diesen langanhaltenden Zustand nach gut 10 Jahren aufgrund einer Erkenntnis "auflösen" konnte.

Zum Schluss des Buches hin erläutert sie ihre Erleuchtung, das Wesen der "Weite", der "Unendlichkeit". Ich habe es so verstanden: Die Erkenntnis ist ganz verkürzt gesagt, dass alles aus der gleichen Substanz besteht. Als sich das Selbst von Suzanne Segal auflöste blieb eine Leere (früher Selbst) zurück. Ihr Verstand, der durch -insbesondere westliche - Erziehung geprägt und geschult war, versuchte quasi über die Jahre immer wieder das Ego (wodurch die Ängste entstanden) und versuchte, den Zustand rationell zu entschlüsseln - und über die Psychotherapie zu ändern. Dagegen ist dieser Zustand der "richtige" und sogar ursprüngliche jedes Menschen, der die Weite immer in sich trägt.Und sie hat diesen Zustand der Einheit mit der Unendlichkeit erreicht. Im Grunde haben wir kein agierendes Selbst, es ist die unpersönliche Weite, die agiert.

Die Autorin führt aus:
"Mit den Augen der Unendlichkeit zu sehen - der Substanz von allem, die sich selbst durch jedes Partikel ihrer selbst mit dem eigenen Sinnesorgan wahrnimmt ..."
Und 
"Die Weite ist die Substanz aller Dinge und existiert überall gleichzeitig, wo Formen erscheinen ...Der menschliche Kreislauf besteht aus der gleichen Substanz. Nimmt er bewußt an dem Sinnesorgan teil, das die unendliche Weite immer benutzt, um sich selbst wahrzunehmen, dann wird sich der menschliche Kreislauf gewahr - nicht durch seine eigenen Sinnensorgane, sondern durch das Sinnesorgang der unendlichen Weite - daß die Substanz des Unendlichen sein natürlicher Zustand ist." Hieraus leitet sie dann ab:
 "Wenn deutlich wir, daß es keinen persönlichen Bezugspunkt gegeben gibt, dann wird auch klar, daß es niemals einen persönlichen Bezugspunkt gegeben hat, daß alles von einem unsichtbaren Handelnden ausgeführt wird und schon immer ausgeführt wurde." *

Ich wurde an ein Konzept erinnert, dem ich in der SciFi-Serie Babylon 5 begegnet bin (und welches vermutlich auf östlicher Philosophie beruht): "We are star stuff". Wir bestehen aus den gleichen Grundstoffen, wie die Sterne, wir sind alle dasselbe und vielleicht erforscht sich das Universum durch uns selbst.

Soweit, so gut. Es ist ein Ansatz, dem ich grundsätzlich folgen kann. Vielleicht bin ich zu sehr in der westlichen Tradition verwurzelt, vielleicht bin ich philosophisch und/oder spirituell zu festgefahren oder es ist einfach der Bauch, der ein Problem damit hat, dass es gar keinen persönlichen Bezugspunkt geben soll. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es gar kein "Ich" in mir gibt, es widerspricht vollständig meiner Eigenwahrnehmung. Es mag sein, dass mein Ich aus vielen Stimmen besteht - ich habe den Luise Reddemann-Vortrag zur Arbeit mit dem inneren Kind gehört ;) - und es mag auch sein, dass sich das Universum oder die Unendlichkeit durch uns selbst erforscht, aber selbst dann,hm, bevorzuge ich die Überzeugung, dass es dafür - neben anderen - das individuelle Bewusstsein - mich - "kreiert" hat.

Frau Segal spricht auch davon, dass "der Verstand" dazu tendiert, Dinge, die er nicht erfassen kann, abzulehnen und quasi zu bekämpfen, in ihrem Fall, indem er versuchte, die Leere des persönlichen Selbst zu pathologisieren und wieder loszuwerden. Ich kann nur mutmaßen, dass sie z.B. meint, dass dann, wenn  Depersonalisierung diagnostiert wurde und diese nach einer gewissen Zeit abklingt bzw. durch "traditionelle" Therapie beseitigt wird, "der Verstand" es geschafft hat, den natürlichen Zustand des Menschen (Leere des persönlichen Selbst) abzuwehren?

Hm.  Zur Diagnostik und Therapie etc. kann ich, wie erwähnt, nichts sagen. Aber mir erscheint es widersprüchlich, einerseits zu argumentieren, die Unendlichkeit sei die alles beinhaltende Substanz, erforsche sich durch ein Sinnesorgan (offenbar der Mensch, nicht die Sinnesorgane des Menschen) selbst und sei im Grunde der (unpersönlich) Agierende, andererseits aber "dem Verstand" quasi zu durch Unterstellung von Eigenmotiven zu personalisieren. Da er Teil des Menschen und damit der "Substanz" selbst ist, bedeutet das, dass sich die Unendlichkeit selbst Stöcke in den Weg zur Erkenntnis wirft?

Mir persönlich behagt auch nicht, was Suzanne Segal über ihren - nach ihrer  Erleuchtung - Ansatz in ihrer psychologischen Arbeit  erklärt, wonach sie nicht möchte, dass ihre Klienten ihre Gefühle verändern, sich durch Kindheitstraumata arbeiten oder Symptome loswerden, sondern wonach sie frei werden, indem sie erkennen, dass die Dinge lediglich das sind, was sie sind. Im Moment frage ich noch nicht einmal, ob das Ergebnis - dass wir alle eins sind und Ängste wie Emotionen existieren und "da" sind - für den Klienten hilfreich ist. Ich frage mich momentan erst einmal, wie sie traumatisierte Menschen erreicht und diese überhaupt zu dieser Erkenntnis bringt, sie nicht mal Erleichterung durch Symptombehandlung in Betracht zieht. Es mag ja sein, dass nach einem Unfall eine OP notwendig ist, aber sollte man den Patienten bis zum Krankenhaus nicht erst mal stabilisieren? Hm, und weil ein persönliches Selbst ja sowieso nicht existiert, folgt dann logischerweise, dass diese Art Behandlung "über den Kamm geschert" für jeden Klienten passt statt eine auf den Patienten individuell zugeschnittene, die vielleicht doch eine Aufarbeitung von Kindheitstrauma erforderlich macht? Ich will der Autorin hier aber nicht vorstehendes ohne Weiteres unterstellen, möglicherweise hat sie in dem vorliegenden Buch ihren Ansatz in der Therapie einfach nicht genug erläutert

Im Ergebnis fand ich die Darstellung und ihre Suche interessant, ihre Schlussfolgerungen und Ableitungen - ob nun die Erläuterungen zum "Verstand" oder die eigene psychologische Praxis - jedoch einiger Fragen und Überlegungen wert.

*Quelle: S. 142 u. 143 aus "Kollision mit der Unendlichkeit" von Suzanne Segal aus dem Context Verlag, ISBN 3-926257-30-X"

Lesesonntag by my own :) #1

Der gestrige von Neyasha initierte Lesesamstag hat mir in der spontan gebildeten kleinen Runde viel Freude gemacht, zumal ich Lesen, bei den übrigen Teilnehmern gucken und kommentieren gut unter den Hut bringen konnte. Jedenfalls habe ich mir überlegt, die "Aktion" auf den heutigen Sonntag auszudehnen. Der Sonntag startete wie der Samstag endete, mit Kurzgeschichten von Hercule Poirot. Am gestrigen Abend hatte ich mir noch die "The Adventure of Johnni Waverly" Verfilmung angeschaut. Ich mag das Gespann David Suchet und Hugh Frasier wirklich gern als Poirot und Hastings - es war die 3. Folge der ersten Poirot Season. Trotz crime & mystery haben diese frühen Folgen einen leichten humorvollen Ton und sind nah an den Stories. Die Sets und Kostüme, die Autos ... großartig. Aber ich schweife schon wieder etwas ab vom LESEN. ;)


Heute morgen habe ich im Kurzgeschichtenband weitergelesen. Poirot meditierte z.B. über das ewige Dreieck im Hinblick auf die menschlichen Verhaltensweise, musste sich auf seinem Weg nach Ägypten (also vor "Murder on the Nile") bereits auf einem Schiff mit einem kriminellen Problem herumschlagen und die Frage klären, ob ein wiederkehrender Traum prophetische Bedeutung hat.  Inzwischen bin ich so weit, dass ich nur noch die - thematisch zusammengehörenden  - Stories "The Labours of Hercules" in diesem Band zu lesen habe. Ich bin schon neugierig, wie Agatha Christie die zwölf dem Göttersohn Herkules gestellten Aufgaben thematisch Hercule Poirot zuträgt. Allerdings bin ich noch nicht sicher, ob ich sie wirklich heute lesen werde. Vielleicht mache ich wie gestern eine Poirot-Pause und greife zu einem anderen Buch. Ich werde berichten! :)


Samstag, 2. August 2014

Lesesamstag by Neyasha #3

Unterbrochen von einem kurzen Trip in den örtlichen Supermarkt, Katzenfüttern, Wäsche vor dem Gewitterregen (schöner Regen, kräftig aber nicht unwettermäßig) retten, bin ich recht gut mit "Das schwere Los der Leichtigkeit" von Portia de Rossi vorangekommen und habe es zwischenzeitlich beendet. Die gestörte Eigenwahrnehmung des Körpers, ihre Zwangshandlungen und Obsession,  ihre psychische Zurückgezogenheit und Verschlossenheit, die sie auf 37 kg herunter brachte, sind erschütternd. Einen Großteil des Buches nimmt der Bericht dieser Abwärtsspirale ein. Im Epilog geht sie aber auch auf die andere Seite der Magersucht ein, die sich offenbart, wenn man sie bekämpft, wenn man wieder zunimmt und wenn man versucht, wieder eine gesunde Einstellung zum Essen und zu den Nahrungsmitteln zu erlangen.

Sehr irritierend fand ich in diesem Zusammenhang auch, wenn Portia de Rossi erklärte, dass sie Freude am "Kochen" entwickelte, denn sie meinte zu diesem Zeitpunkt offenbar die Zubereitung von Eiklar (gebacken) oder salzarmen Dosen-Thunfisch oder 90 g Geflügel, ggf. versehen mit Butterersatz-Spray ...

Ich habe mir dann als Abendessen doch lieber einen Tomaten-Mozarella-Salat zubereitet, ein Oliven-Brötchen dazu gegessen und ein Glas gekühlten Weißwein getrunken. Zugegeben, gekocht habe ich im klassischen Sinne dafür auch nicht, aber bei 30 Grad Sommertemperaturen stand mein Sinn heute auch nicht nach warmer Küche.



Merlin und Marlowe haben sich im Verlauf des Abends auch nicht nehmen lassen, mir auf dem Schoß Gesellschaft beim Lesen zu leisten.


Wenigstens ist inzwischen die Luft etwas abgekühlt, das Gewitter vorhin hat doch etwas gebracht. Ich werde gleich in die Koje gehen und vermutlich zum Abschluss des Tages entweder noch eine Poirot-Kurzgeschichte lesen oder ihre Verfilmung schauen.

Und ich denke, dass ich - wie von Ariana bereits überlegt -  Lesesamstag auch auf ein Lesewochenende ausweiten werde. Möglicherweise gibt es morgen dann ein paar Lesesonntag-Updates.

Ach übrigens, die Magnolie unter meinem Balkon erlebt offenbar gerade einen zweiten Frühling. Auch schön.


Ich wünsche Euch schon mal eine gute Nacht und Neyasha, danke für den Lesesamstag! :)

Lesesamstag by Neyasha #2

An Tagen mit solch kuscheligen Außentemperaturen macht das Staubsaugen der Wohnung und das Wäscheaufhängen draußen ja richtig Freude - weshalb ich mich auch danach mit einem Capri-Eis belohnt habe. Dann habe ich noch die Jalousien heruntergelassen, den Tee für später aufgebrüht und mich schließlich in meinen Lesesessel fallen lassen.

Und eine Poirot-Kurzgeschichte - Problem at Sea - habe ich dann doch noch gelesen, und zwar laut für die MuMs. Sie sind so höflich und jaulen nicht angesichts meines stolpernden Lesens und der zweifellos häufig fehlerhaften Aussprache des englischen Textes. Ich finde es aber verwirrend gut, laufende englische Texte auch mal laut zu lesen. Aber das nur am Rande.

Ich hatte mir ja vorgenommen, meine Nase auch mal in ein anderes als ein Poirot-Buch zu stecken. Mein erster Versuch habe ich mit "Warum tränen salzig schmecken" von Rudolf E. Lang unternommen, welches ich mir gebraucht die letzten Tage bestellt und gestern aus der Paketstation geholt hatte. In dem schmalen Büchlein erläutert der Autor, was im Körper geschieht, wenn man errötet, lacht oder Durst bekommt etc. Laut Klappentext soll das auf unterhaltsame verständliche Weise passieren. Ich habe mir den Abschnitt über die Zunge/Geschmack durchgelesen und das Buch dann erst einmal beiseite gelegt. Es geht auch um Enzyme und Botenstoffe (natürlich) und dafür ist es mir heute zu warm. Und was das Unterhaltsame angeht: Auch wenn ich den angelesenen Text nicht trocken fand - wie er ja leicht hätte sein können -, empfand ich ihn doch auch nicht als besonders unterhaltsam, vielleicht eher etwas gewollt. Aber nun, ich habe ja auch nur angelesen, wer weiß, wie es weitergeht. ;)

"Das schwere Los der Leichtigkeit" von Portia de Rossi hat mir die liebe Sayuri als Leihgabe überlassen. Vor einiger Zeit habe ich Ally McBeal - jedenfalls die erste Staffeln - sehr gern gesehen und so war mir der Name Portia de Rossi auch vertraut. Irgendwann hatte ich auch mal gelesen, dass sie mit Ellen DeGeneres verheiratet ist. Dass sie an Magersucht erkrankt war, habe ich erst erfahren, als mir dieses Buch - damals noch auf Englisch - das erste Mal in den Blick geriet. Inzwischen habe ich die ersten 50 Seiten gelesen und schüttel bereits jetzt den Kopf angesichts des Bildes, dass Portia de Rossi von sich selbst bekam bzw. hatte, bevor sie überhaupt den Job bei Ally McBeal bekam (von verzerrten Eindrücken durch Modelagenturen bzw. Schule über Verleugnung ihrer Sexualität zur Verleugnung ihres Selbst bei Jobantritt).

Ich lese dann mal weiter, unterstützt von gekühltem Pfefferminz-Tee, gekauften weiße-Schokolade-Cranberrie-Cookies und den MuMs. Bis später!



Lesesamstag by Neyasha #1

So spontan, wie Neyasha die Idee zu eine Lesesamstag hatte, so spontan habe ich mich zur Teilnahme entschlossen. :)

Und mein Tag startet so, wie er gestern endete, mit Hercule Poirot. :)



In der TV-Serie mit David Suchet spielt Miss Lemon eine wiederkehrende Rolle, in dem Kurzgeschichtenband habe ich sie gerade das erste Mal in "The mystery of the spanish chest" getroffen, in der übrigens auch eine gewisse russische Gräfin von Poirot in einer Weise erinnert wird - es ist nur ein harmloser Satz - , die etwas mehr als Faszination für ihren Geist impliziert. Da ist Stoff für Fanfiction! ;)

Und auch wenn ich mir vorgenommen habe, die Kurzgeschichtensammlung diesen Monat zu beenden UND ich auch Roman-Nachschub erhalten habe vor ein paar Tagen


habe ich trotzdem geplant, heute auch eine kleine Lesepause von Poirot einzulegen und etwas in einem Sachbuch und/oder einem anderen Roman zu lesen. Schließlich habe ich dann länger etwas von Poirot. Mal sehen,ob ich mich tatsächlich losreißen kann. :)

Ich werde über den Lesetag hinweg immer wieder einen Post einstellen, statt diesen zu ergänzen. Wir lesen uns. :)