Sonntag, 7. September 2014

Herbstlesen by Winterkatze #2

Heute geht es weiter mit Winterkatzes Herbstleseaktion bei überraschend strahlend schönem Wetter gerade. Ihr hättet mich am heutigen Morgen sehen sollen, wie ich mich aus dem Bett gequält habe - als Büromensch bin ich an die gestrigen Handwerksarbeiten mit Holz so gar nicht gewöhnt. Mir tut derzeit alles weh, vom Nacken über die Schultern zu den Armen, Bauchmuskeln melden sich und die blauen Flecke von meinem gestrigen Rundlaufversuch haben sich auch stärker gezeigt. :) Nun, alles wird sich auch wieder geben.

Ich habe meinen Sonntag mit einem kleinen Reiswaffel-Frühstück begonnen, 


weil ich später ja zu der Einweihungsfeier - mit Peddy, es war bedeckt und klarte später auf, nur auf dem Rückweg bekam ich ungefährt drei Tropfen ab, Hin- und Rückfahrt ca. 25 km - eingeladen war.



 (en route)

Dort gab es in Schälchen serviert diverse Kleinigkeiten, z.B. Schinken und Melone, Rinderfilet mit einer Thunfisch-Sardellen-Creme oder (mein Favorit) gebratenes Zucchini-Paprikagemüse (kalt) mit leckerem Pesto und etwas Parmesan etc. Inzwischen bin ich allerdings wieder hier und es ist bereits Kaffeezeit und so habe ich mir bereits alles zusammengestellt. :)





Heute Vormittag habe ich "Lahme Ente in New York" von Maximilian Dorner angefangen. Letzter hat eine neurologische Krankheit, die ihn in seiner Mobilität so stark einschränkt, dass das Gehen von einigen hundert Metern mit Stock bereits eine Herausforderung darstellt. Er hat sich selbst herausgefordert und ist vier Wochen nach New York gefahren, absolutes Neuland für ihn. Ich habe seine Wahrnehmungen der ersten Woche gelesen, in der er in Hells Kitchen gelandet ist, Reiseführer-Sehenswürdigkeiten im Central Park nicht gesehen hat trotz mehrstündigem Aufenthalt und am Strand einen georgischen angehenden Medizinstudenten kennengelernt hat. Es liest sich nicht schlecht, dennoch habe ich noch keinen wirklichen Eindruck von dem Buch. Mal sehen, ob ich gleich wieder hierzu greife oder doch auf Poirot umschwenke. :)

Während der Radtour habe ich Agatha Christies "Die Mausefalle" zu Ende gehört, gelesen von Oliver Kalkofe, dessen Lesung mir ganz gut gefallen hat. Allerdings habe ich dieses Mal erlebt, dass die Täteroffenbarung für mich keine Überraschung wahr, mit dieser Lösung hatte ich sogar relativ früh geliebäugelt. Was mir trotz gelungener Atmosphäre nicht gefallen hat war, dass man als Hörer nichts hat, um die Lösung herzuleiten. Selbst wenn ich das nicht tue, weil ich mehr Gefallen daran finde, der Geschichte zu lauschen als mitzuraten, ist mir dies hier negativ aufgefallen. Es ist hier die Story, die den Gesamteindruck für mich mindert.

Ich werde jetzt eine Feedreader-Runde drehen und bei Kiya, Sayuri und Winterkatze hineinschauen.

Update 19.30 Uhr
Ich bin tatsächlich mit der Lahmen Ente weiter in New York geblieben mehr als die Hälfte seiner Zeit dort ist um - und ich bin mir noch immer nicht schlüssig, wie ich dieses Buch nun finde. Aber ich habe ja noch ein paar Seiten vor mir, von denen ich sicher heute noch ein paar lesen werde. Die MuMs haben mir heute Nachmittag Gesellschaft geleistet.



Aktuell habe ich aber das Buch weg gelegt und mir die TV-Verfilmung von Agatha Christies "Five pigs" in den DVD-Player gelegt. Dazu gibt es Restessen von gestern. Ich hatte zwei Paprika aufgeschnitten und angebraten, mit Rotwein und Zitrone abgelöscht, Frischkäse-Tortellini aus dem Kühlregal mit in die Pfanne getan, nach etwas Garzeit ein Teelöffel Frischkäse dazugegeben, mit Salz, Pfeffer und getrockneter geriebener Zitronenschale, Zitrone sowie etwas Honig abgeschmeckt und die Hälfte gestern warm gegessen. Heute gab es die verbliebene Hälfte kalt als Salat, was auch schmeckte.


Gleich drehe ich noch eine Runde den anderen Herbstleserinnen, werde mir dann die Poirot-Folge zu Ende schauen und anschließend wohl noch etwas lesen. Ein Update dieses Beitrags wird es aber wohl nicht mehr geben, denn alsbald nach Poirot werde ich wohl in die Koje fallen. Durch den Muskelkater einerseits und die - wenn auch akku-unterstützte - Bewegung auf dem Rad an der frischen Luft fühle ich mich recht erledigt. :)

Wir lesen uns spätestens am kommenden Wochenende in diesem Theater. :)

Kommentare:

  1. Ich glaube, bei "Die Mausefalle" kommt einfach sehr zum Tragen, dass es als Theaterstück geschrieben worden war. Die Geschichte braucht einfach die Schauspieler, die den verschiedenen Figuren Charakter verleihen.

    Arme Natira, so ein gemeiner Muskelkater! Ich leide mit dir! Mir ging es letzte Woche so, als ich statt wie sonst meine Kieskantenunkrautzupfzeit nicht auf eine Stunde beschränkte (in den Beeten ist das in der Regel deutlich angenehmer und von der Haltung her nicht so anstrengend), sondern über zwei Stunden damit verbracht habe. Aber ich bin sicher, dass dir die Zeit und ein paar Dehnübungen deine normale Beweglichkeit wieder zurückbringen! :)

    Schön, dass du solches Glück bei deiner Fahrt hattest! Wieder sehr schöne Bilder, die Lust aufs "Draußensein machen" - auch wenn mir die Lust beim Rausgehen dann schnell wieder vergeht. ;) Hab noch einen wunderschönen Lesenachmittag und -abend!

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    1. Oliver Kalkofe bringt die einzelnen Charaktere sehr gut und unterscheidbar zum Ausdruck, Winterkatze. Aber sicherlich wirkt das Stück auf der Bühne mit unterschiedlichen Akteuren noch anders - und in der Darstellung selbst könnte man, wenn man es wollte, wohl auch Hinweise für den Zuschauer "unterbringen". Aber wie gesagt, mir fehlten etwas die ableitbaren Hinweise.

      Das verspannte Sitzen oder Knien ist schon gemein für die seltener genutzten Muskelgruppen. Und das Halten und Sägen der Hölzer gestern war auch nicht hilfreich. Aber ja, das wird schon *ächsz*

      Der Tag hier war entgegen der Wettervorhersage wirklich schön. Ist es denn bei Euch wieder so warm oder habt Ihr Regen? Irgendwie muss ich gerade an 5hf denken ... ;)

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    2. Kalkofe las bislang alle Poirot-Hörbücher, die ich mit ihm gehört habe, gut (über Miss-Marple-Hörbücher reden wir ja hier zum Glück nicht), aber es ist doch etwas anderes nur zu hören statt auch zu sehen.

      Schwül ... sehr schwül ... teilweise mit Regen. Das geht schon den ganzen Sommer so, entweder ist es schrecklich heiß und schwül oder kühl und regnerisch. Auch wenn ich letzteres bevorzuge, so ist doch beides nicht gut für meinen Garten - an den muss ich nämlich denken und nicht an die 5hF. ;)

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    3. Ich kenne bislang nur diese Lesung von ihm, Winterkatze. Und ja, sehen ist immer noch anders als nur lesen oder hören.

      Schwül, ach je. Bei Regen oder kurz danach dürfte es sich auch nicht so gut im Garten arbeiten, mal abgesehen von der Nässe an sich wird wohl der Boden auch nicht so prickelnd sein? Wie Du weißt, habe ich ja mit Gartenarbeit ja gar nichts am Hut, verzeih mir also solche Fragen. :D

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    4. Jedes Mal, wenn du einen deiner "Reste-Nudelsalate" verbloggst, denke ich, dass ich das unbedingt nachmachen muss. Aber wenn ich dann doch Reste habe, mache ich doch wieder etwas anderes. Ich glaube, du musst mal "Reste" für mich verkochen. ;)

      Nass ist besser als zu trocken, aber die Erde ist halt sehr schwer und klebrig. Und wenn es feucht und warm ist, wächst natürlich alles sehr schnell, während ich nicht so viel Zeit im Garten verbringen mag und erst recht nicht mit dem Unkrautzupfen hinterherkomme. ;)

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    5. *kicher* Hier habe ich ja keine Reste verkocht, dieses Gericht schmeckt einfach auch kalt als Salat. :D Ansonsten kann ich gerne mal für Dich Reste verkochen, auf Deine eigene Gefahr. :D

      Ah (Erde)! Danke für die Erklärung!

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    6. Stimmt, dieses Mal war es eine gezielte Doppelnutzung des Essens. :D Aber das gleiche Prinzip hast du auch schon oft genug auf Reste angewandt und ich sollte mir das einfach mal merken! Oh ja, "Reste kochen mit Natira"! Das sollten wir auf die Liste schreiben. :)

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    7. Dann tun wir das - vielleicht kommen wir ja sogar dazu. :D

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  2. Oha, um Deinen Muskelkater beneide ich Dich nicht! Und dass Du dann auch noch mit dem Fahrrad los bist - Respekt :)
    Deine favorisierte Einweihungs-Leckerei klingt sehr lecker - und auch Deine Leseversorgung sieht gut aus! Ich wünsche Dir schöne Lesestunden mit den MuMs (wenn sie nicht, wie unsere Schweinchen, den ganzen Tag draußen verbringen ;) ) und hoffe, das New-York-Buch macht sich noch :)

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    1. Ja, Sayuri, ich dachte, wenn schon Muskelkater, dann könnte ich auch noch die Beine einbeziehen - die ich etwas merke, aber natürlich nicht stark, habe ja auch mit dem Akku geschummelt. :)

      Die MuMs waren auch ziemlich lange draußen und haben es nach den kühlen Regentagen genossen, sich die Sonne auf das Fell scheinen zu lassen. :) Aber irgendwann kamen sie zu mir, die Helden. Das New-York-Buch ist nicht schlecht, nur speziell in seiner Ausrichtung, in den Dingen, die der Autor macht bzw. von denen er berichtet. Vielleicht schaffe ich ja mal eine Besprechung dazu. :D

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    2. Ach so - aber schummeln kann man das ja nicht nennen :) Das war nur eine angemessene Unterstützung nach der Schufterei gestern :D
      Dein Essen sieht gut aus!
      Ich bin für heute auch durch mit Lesen und Bloggen und wünsche dir morgen einen guten Start in die Woche!

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    3. Stimmt, Sayuri, das kann man eindeutig auch so sehen mit Peddy. :D

      Die Kombination war lecker! Gelegentlich musst Du mir bitte noch mal Deine Zuchini-Zitronen-Version erzählen. Ich hatte zwar letztens eine gemacht und Zuchini und Zitrone passen gut zusammen, aber ich habe sie aus der Erinnerung heraus gemacht und glaube, dass sie nicht ganz mit Deiner übereinstimmte.

      Dir auch einen guten Start und möglichst stressarme Woche!

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  3. Ich habe mich heute nicht raus getraut - hier hat es ganz schön gewittert ;-)

    "Die Mausefalle" schien mir, wahrscheinlich weil es eben ein Theaterstück ist, immer etwas entlegener. Irgendwann lese ich das bestimmt auch mal, aber vorher gibt es für mich noch stapelweise Christie-Krimis zu lesen.

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    1. Bei Gewitter hätten mich auch keine zehn Pferde auf Peddy und zur Feier bekommen, da hätte ich brav das Auto genommen, Kiya. Ich habe sehr sehr großen Respekt vor Gewittern und wenn sie besonders heftig sind, bin ich auch unruhig. Früher habe ich mich vor Angst verkrochen, inzwischen bin ich - im Vergleich zu meinem früheren Gebaren - fast entspannt bei Gewittern zu nennen. :D

      "Die Mausefalle"ist mir immer wieder "über den Weg gelaufen", weil das Stück ja schon ewig und drei Tage gespielt wird, dass ich letztens einfach zugegriffen habe bei der Audioumsetzung. Ich fand, das Kalkofe die Sache sehr gut macht - was den Rest angeht, muss wohl jeder Leser/Zuschauer/Hörer selbst entscheiden. :D

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    2. Mich faszinieren Gewitter, ich könnte stundenlang zuhören :-) Ich habe sogar eine Gewittermusik auf CD, falls das Wetter das Original nicht hergeben sollte...

      Dein Essen sieht lecker aus, so etwas ähnliches könnte man auch als Bento versuchen...

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    3. Mit Bento kenne ich mich nicht aus, aber es mag sein, Kiya. :)

      Bei Naturgeräuschen auf CD oder als digitale Datei kann ich mir Regentropfen vorstellen, Wind zwischen Bäumen, die Brandung der See - aber Gewitter fiele bei mir nicht in die engere Wahl. :D

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    4. Ich nehme das immer mit zur Arbeit und suche immer nach passenden, möglichst gemüsefreien Varianten, die auch kalt schmecken ;-)

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    5. Gemüsefrei st dieses Gericht ja nicht gerade, Kiya, aber ich kann sagen, dass es mir kalt geschmeckt hat. :)

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  4. Natira, deine Leseposts machen mich immer so hungrig :) Viel Spaß noch heute!

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    1. Vielen Dank, Cat, den hatte und habe ich. :)
      Ich bekomme auch immer Appetit, wenn ich z.B. bei Sayuri auf den Blog schaue oder bei der Winterkatze. :D

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  5. Mhhh, das sieht ja alles sehr lecker bei dir aus. Und du hörst Hörbuch beim Radfahren? Sowas trau ich mich nicht, ich hab immer Angst, dass ich dann im Straßenverkehr etwas überhöre und dadurch in eine brenzlige Situation gerate (ohne, dass ich jetzt sagen könnte, was für eine brenzlige Situation ich mir da vorstelle).

    Ich wünsch dir noch einen gemütlichen Leseabend!

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    1. Danke! :D Den werde ich bestimmt noch haben, wenn die Folge vorbei ist.

      Ja, ich höre beim Radfahren(oder auch beim Nordic Walking) Hörbücher, aber ich bin dann auf Wald- oder Bauerschaftswegen unterwegs und selbst wenn es in den Ort geht, funktionert es auf den Nebenstraßen, weil es eine ländlich gelegene kleine Stadt ist. :) In einer City o.ä. würde ich auch die Ohren frei haben wollen, egal, ob ich gehe oder mit dem Rad fahre, weil einfach so viel um einen herum passieren kann und die Geräuschkulisse ganz anders ist. Wenn ich wie heute auf Wegen zwischen Feldern fahre, wo am Sonntag ab und an mal ein Auto, häufiger andere Radfahrer unterwegs sind, hört man neben dem Sprecher auch noch die anderen Geräusche - falls man die Lautstärke normal hat. :D

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Wir lesen uns. :)