Samstag, 6. September 2014

Herbstlesen by Winterkatze #1

Auch wenn ich heute bislang kaum zum Lesen gekommen bin, gibt es trotzdem einen Post. :)

Der heutige Samstag war sozusagen ein Projekttag:



Während des entspannten Frühstücks auf dem Balkon habe ich etwas in "Poirot and me" von David Suchet gelesen. Ganz ohne Poirot geht es offenbar nicht - wenn schon kein Krimi mit ihm, dann etwas über seine Darstellung. Was ich bislang gelesen habe, finde ich charmant. David Suchet erzählt davon, wie er sich Poirot genähert hat, wie er sich eine Liste von Eigenschaften des Belgiers erstellt hat aus den Geschichten und Romanen Agatha Christies, wie er nach den ersten Probeaufnahmen entsetzt war, als er sah, wie "sein" Poirot ging (und wie er das änderte). Es gibt kurze Einführungen zu den Folgen - bislang spoilerfrei -, Eindrücke von den Schauspielkollegen und Regisseuren und wie die Produktionen von Kritikern aufgenommen wurden. ;)

Irgendwann habe ich aber Poirot weggelegt, um mich Projekt zwei zu widmen:



Mehr zeige ich von dem Küchenzustand nicht. :)

Dann ging es mit Projekt 3 weiter:


Gestern hatte ich festgestellt, dass ich mich im Baumarkt beim Zuschneiden 30 cm vertan hatte, aber wenigstens waren die Hölzer zu lang und nicht zu kurz. Ich habe das erste Holz peu a peu angepasst. Und dann wollte ich die Winkel anbringen - nur um festzustellen, dass mein Akkuschrauber seinen Geist aufgegeben hat. Also kurze Unterbrechung und ab in den Baumarkt und dann ging es mit der Winkelanbringung etc. weiter. Ich frage mich ja, ob die Winterkatze mich hat fluchen hören, weil sie mich fragte, ob der Basteltag aufreibend war (ja, das war er).

Deshalb habe ich dann auch erst mal geduscht und eine Pause gemacht.


Dabei habe ich ein paar Leseproben auf meinem ebook-reader gelesen, einige sind direkt gelöscht worden, aber z.B. "Alles andere als ein Kinderspiel" von Yishai Sarid über eine Kindergärtnerin in Tel Avivs, deren Kindergarten einem Architekten im Wege ist, weshalb sie "irgendwo" Geld leiht. Außerdem hat sie eine Affäre und dann taucht noch ihr Sohn auf, klingt von der Inhaltsangabe nicht nur interessant für mich, sondern las sich auch gut an. Den Roman werde ich auf meine Merkliste setzen. Auch "Good manners for nice people who sometimes say F*CK" von Amy Alkon las sich nicht schlecht an. Es ist nicht wirklich ein Etikette-Buch und irgendwie doch. So geht es in einem Kapitel um die These, dass wir unhöflich sind, weil wir in einer Gesellschaft leben, die zu groß für unser Gehirn ist: Die Autorin untermauert dies - mit diversen Ausführung - mit der angewandten Erkenntnis, dass Gesellschaften mit über 150 bis 200 Menschen sozial nicht mehr gut zu kontrollieren sind. Die Hutterer z.B. würden eher ihre Gesellschaft aufsplitten, wenn sie mehr als 150 Mitglieder erreicht, und eine neue Gemeinschaft gründen, als eine Polizei zu installieren. Das ist auch ein Buch, welches auf meine Merkliste wandert. ;)

Diszipliniert bin ich dann aber brav nach Hause geradelt und habe mich an die restlichen Reparatur- und Aufräumarbeiten gemacht. Jetzt hoffe ich einfach, dass es funktioniert. Ich habe kurz Probe gelegen und es mag meine "Kopfvorstellung" sein, aber ich denke, mittig (dort war früher die Strebe, jetzt habe ich zwei - jeweils seitlicher - angebracht) liege ich etwas tiefer .. hm, naja, vielleicht hole ich doch noch eine dritte Strebe. ;)

So, die MuMs schauen so hungrig aus, ich werde sie jetzt erst einmal versorgen. Und dann geht es zum Projekt Nr. 4 - noch etwas lesen, bevor die aktuelle Doctor-Who-Folge ("Robot of Sherwood") ausgestrahlt wird. :)

EDIT 22.15 Uhr
Abendessen machen, Katzen bespaßen und versorgen, dann noch ein paar Seiten "Poirot and me" und dann war es auch schon Zeit für "Robot of Sherwood". :) Momentan höre ich zwangsweise "Hey...heyhey Baby... I wanna know-ho-ho-how, if you'll be my girl....", weil in der Nachbarschaft irgendwo eine Fete stattfindet. Dabei habe ich schon die Fenster geschlossen, seufz. Hm, ich könnte jetzt ins Bett gehen - allerdings nervt die Musik. Ich könnte noch etwas lesen. Ich könnte auch noch eine Serienfolge anmachen, z.B. eine Doctor-Who-Zygon-Folge oder ein Poirot-Krimi oder oder oder... Ich weiß es noch nicht. Aber ich sage jetzt schon mal Guts Nächtle allseits, denn ein weiteres Update wird es heute nicht mehr hier geben. Morgen werde ich früh genug aufstehen und mal schauen, wie das Wetter ist. Sollte es ähnlich aussehen wie heute, werde ich vielleicht zur Einweihungsfeier mit Peddy fahren statt das Auto zu nehmen; ab 11 Uhr geht es dort los. Vorher werde ich vermutlich zum Lesen, aber nicht zum Bloggen kommen. :)

Kommentare:

  1. Das sieht nach einer ausgewogenen Mischung aus Pflicht und Erholung aus! :) Dein Frühstück ist mal wieder sehr appetitlich anzusehen (ich glaube, ich lasse mir mal von dir einen Milchkaffee machen) und das Buch passt bestimmt sehr gut zu den vor kurzem gesehenen (und gelesenen) Poirot-Geschichten! Mit Details des Hauptdarstellers im Hinterkopf, könntest du Filme vermutlich gleich noch einmal schauen und neue Aspekte entdecken, oder?

    Und ja, natürlich gibt das Bett jetzt mittig nach, was es vorher nicht tat. Schließlich hast du keine Mittelstrebe mehr, die den Druck direkt aufnimmt. Dafür hast du zwei andere Streben, die - wenn auch nicht so direkt spurbar - das Gewicht halten. Das passt schon! :)

    Nicht mehr als 150 Menschen in einer Gemeinschaft. Ich glaube nicht, dass es auf der Welt so viel bewohnbaren Lebensraum gibt, aber das Konzept finde ich interessant.

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    1. Ich finde es beruhigend, dass Du die Druckverteilung bestätigst, Winterkatze! :)

      Hm, ich denke schon, dass ich Poirots Darstellung durch Mr Suchet und die Sets etc. etwas mehr durch das Buch wertschätze, aber das Buch bietet jetzt nicht so einen ausführlichen oder klassischen Blick hinter Kulissen oder ein making of. Ein paar Anekdoten sind zwar dabei (z.B. weshalb in einer Folge von Poirot gezeigt wird, wie eine Mango zu essen ist), aber es geht im Wesentlichen um Mr Suchet und sein Engagement als und für den Charakter. Jedenfalls stellt es sich für mich bislang so dar, ich bin ca. bei der Hälfte des Buches angelangt.

      Ja, es wird räumlich nicht möglich sein, unsere Gemeinschaften so aufzusplitten, dass sie max, 150 Personen umfasst. ;) Deswegen propagiert die Autorin auch, einfach insgesamt zu allen etwas netter. zu sein, sie anzulächeln, sie zu grüßen, egal ob man den Anderen kennt oder nicht, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. ;) Alle Probleme dürften sich dadurch wohl auch nicht erledigen (leider), aber es ist sicher ein Anfang.

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    2. Insgesamt netter sein, finde ich grundsätzlich ja auch gut. Aber anlächeln und grüßen hat mich auch schon oft in unangenehme Situationen gebracht, das lasse ich allgemein lieber und beschränke es auf die direkten Nachbarn und die Lieferboten. ;)

      Nachbarliche Partygeräusche hatten wir in den letzten Wochen auch regelmäßig - gern ab Mitternacht und dann bis zwei oder drei Uhr morgens. Mir hilft dann nur eine eigene Geräuschkulisse zu schaffen, bei der ich einschlafen kann. Vielleicht solltest du dir noch eine Serie anmachen, die dich von der Partymusik genügend ablenken kann. :)

      Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Nacht und morgen eine unterhaltsame Party! Vielleicht kommst du ja später dann doch noch zum Bloggen und Lesen - so oder so, genieße den Tag! :)

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    3. Ups, diesen Kommentar habe ich bislang übersehen, entschuldige Winterkatze!

      Ja, mich haben auch schon Leute angeschaut, als hätte ich einen an der Waffel, wenn ich freundlich lächelnd an ihnen vorbeiging (und das ist wohl die harmloseste Form des "Missverständnisses", ich weiß) - aber auch ganz viele die auf einmal auch zurücklächelten, obwohl sie vorher ernst schauten, auch heute z.B. andere Radfahrer. Das fühlte sich großartig an. :)

      Ich habe gestern tatsächlich noch eine mir bereits bekannte Poirot-Folge (Dumb Witness) angemacht, weil ich eine Super-Maxi-Version von "Call me, call on me" nicht mehr hören wollte. Irgendwann war ich dann auch weg. :)

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    4. Ach, das macht doch nichts. :)

      Das Unangenehmste, was mir bislang durchs Lächeln passiert ist, war ein getätschelter Hintern. Nicht wirklich schlimm, aber alarmierend genug, um zumindest Männern gegenüber eher distanziert zu sein. Ansonsten hast du recht, es fühlt sich großartig an, wenn man jemanden zurücklächeln sieht! :)

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    5. Ja, ich denke nach dieser Erfahrung wäre ich auch vorsichtig.

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  2. Ihr eßt alle so viele leckere Sachen! Ich habe heute eher nichts Zeigenswertes gegessen (obwohl die Pancakes lecker waren).

    Viel Spaß mit der Doctor Who-Folge :-) Ich habe ja noch die fünfte, sechste und siebte Staffel... bis ich damit durch bin, kann ich dann auch die achte Staffel auf DVD kaufen (wenn ich das richtig sehe, erscheint sie bereits im November).

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    1. Der Bagel war allerdings auch nicht selbst gemacht, Kiya. :)

      Ja, Season 8 ist für November angekündigt. Aber da ich Gelegenheit habe, sie zu schauen, bin ich pünktlich vor dem TV. Okay, ich nehme sie zusätzlich auf (in der Premiere gibt es die Show nur im Original ohne UT, was manchmal etwas für Verständnisprobleme sorgen kann), aber ich finde es klasse, dass ich sie bei
      Ausstrahlung schauen kann. :)

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  3. Warst Du aber fleißig heute! Ich hoffe, Du schläfst heute richtig gut in Deinem "neuen" Bett und ohne weitere Lärmbelästigung... Solche Parties können schon ganz schön stören, wenn man müde ist. Klar könnte man noch lesen, aber wer will das in dem Moment schon?

    Der Bagel sieht wie immer gut aus und ich wünsche Dir nach einer guten Nacht morgen eine schöne Einweihungsfeier :)

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    1. Ich habe in der Tat ein wenig gewerkelt, Sayuri, mit dem Ergebnis, dass mir besonders der rechte Arm weh tut (Sägen, Nachziehen der Schrauben per Hand wegen der Winkellage) und ich ein paar blaue Flecke habe, weil ich gegen ein paar meiner umgeräumten Einrichtungstücke gelaufen bin, lach. Ich bin auch recht müde inzwischen. Hm, Atemlos durch die Nacht schallt es hier, tja, noch schlaflos durch die Nacht für mich trifft es wohl eher. ;)

      Auch Dir eine gute Nacht und wir lesen uns spätenstens morgen! :)

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