Samstag, 5. Juli 2014

Höreindruck: "Booktaker" by Bill Pronzini - audio

Der Protagonist und Ich-Erzähler in "Booktaker" von Bill Pronzini ist ein namenloser Privatermittler. Er hat zu Beginn der Story ein neues Büro, liebt pulp, also hardboiled-detective-stories, und ist heilfroh, dass ein Antiquar (also keine blonde mysteriöse Frau) ihm einen Job anträgt. So muss unser PI wenigstens nicht die Wände anstarren und sich langweilen, bis er seine Freundin, die in ihrem Schreibjob Überstunden machen muss, wiedersehen kann. Aus dem riesigen Buchladen seines neuen Kunden wurden wertvolle Bücher und Drucke gestohlen trotz diverser Sicherungsmaßnahmen. Also wird der PI als weitere Hilfe eingestellt und nimmt seine Ermittlungen auf. 

Ich habe bislang keine klassischen hardboiled-Krimis gelesen und kann daher nicht sagen, wie "nahe" Bill Prozini ihnen mit seiner Serie um den namenlosen Detektiv kommt . Und von Bill Pronzini hatte ich vor Download dieses audible-free-books auch noch nichts gehört. ;) Entspricht diese Geschichte den klassischen Mustern von hardboiled-detective-stories? Keine Ahnung, aber sie entspricht jedenfalls meiner vagen Vorstellung von diesem Genre wegen der Stimmung in der Story, den dort auftauchenden Namen und Referenzen (als kleine Nebeninformation: Wie ich bei einer späteren Recherche im Internet erfahren habe, hat Bill Pronzini bis 2013 in dieser Serie 42 Romane geschrieben (neben anderen Romanen, Kurzgeschichten etc.). "The Booktaker" war in der Wiki nicht separat gelistet, es dürfte sich also um eine Kurzgeschichte handeln, die in einer Sammlung erschienen ist).

An den Sprecher Nick Sullivan und sein breites amerikanisches Englisch musste ich mich erst gewöhnen; er variiert stimmlich und im Dialekt, um seine Freundin und der übrigen Beteiligten zu interpretieren, was für mich recht gut funktionierte - okay, es ist selten überzeugend, wenn ein männlicher Sprecher versucht, einen weiblichen Charakter durch Anhebung der Stimme etc. darzustellen. ;)


Ich fand "Booktaker" incl. Auflösung jedenfalls ganz unterhaltsam und den namenlosen Detektiv, ja, sympathisch.

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