Freitag, 18. April 2014

Ostern 7d7b: Tag 5 - "Nachts sind alle Schafe schwarz" von Heike Abidi

Na wer hätte das gedacht. Da habe ich doch glatt noch ein Buch heute gelesen.

"Nachts sind alle Schafe schwarz" von Heike Abidi ist ein Titel aus der dieswöchigen Kindle-Deal-Reihe. Die Inhaltsangabe fand ich ganz nett. Aber 3,99 EUR? Also habe ich erst einmal bei skoobe geschaut und bingo, der Titel war dort vorhanden. Ich habe ihn an- und dann bis jetzt weitergelesen.

Drei Freundinnen, jeweils knapp über 30, treffen sich monatlich. Rebekka ist alleinerziehende Mutter, die daheim für einen cholerischen Werbefuzzi arbeitet. Caro betreibt einen Öko-Kinderklamottenladen und ist mit dem Oberarzt Frank verheiratet; ihre biologische Uhr tickt, aber sie wird nicht schwanger. Greta ist Künstlerin, die sich aktuell mit Tierporträts über Wasser hält und deren Mutter Elisabeth immer wieder bei ihr ein paar Wochen einzieht, um ihren (der Mutter) aktuellen Lebensgefährten zu erziehen. Jede von ihnen hat einen Traum, der sich aber nur durch erhebliche finanzielle Mittel bewerkstelligen ließe. Und aus einer betrunkenen Laune heraus setzen die drei eine Annonce in die Zeitung, in der sie esoterische Hilfestellung in Form einer animalischen Balance anbieten. Und das Telefon klingelt ...

Die Kurzfassung: Es war nette, leicht verdauliche, Lesekost. Die Erzählweise war leicht und flockig, viel Alltagssprache, die aber nicht gewollt klang. Die drei durchaus sympathischen Protagonistinnen hatten jeweils mit Unsicherheiten zu kämpfen und es gab Hoch- und Tiefphasen für sie. Der Humor konnte bei mir nicht zünden - aber mit Humor ist das ja auch so eine Sache. ;) Elisabeths Marotte, die sich durch den gesamten Roman zieht - nein, ich meine nicht das Einfallen in die Wohnung ihrer Tochter, sondern ihr Problem mit Wortfindungen/Sprichwörtern/Unwissenheit -, ließ mich zwischen genervt sein und wundern schwanken angesichts der Tatsache, dass offenbar niemand sie korrigierte.Was daran witzig sein soll, erschließt sich mir ebenso nicht wie die der Grund, weshalb die Menschen, die Elisabeth wertschätzen und lieben, das offenbar als nette oder liebenswerte Marotte ansehen. Denn letztlich lassen genau diese Menschen Elisabeth im Grunde immer wieder - auch öffentlich - auflaufen.

In der Gesamtschau hat mich der Roman dennoch ganz nett über den Abend gebracht, aber ich bin auch nicht böse, dass ich 3,99 EUR gespart habe. ;)

Ich werde gleich noch eine kleine Blogrunde drehen und im Anschluss in die Koje gehen. Und morgen geht es mit der Lesezeit für 7d7b weiter. :)

Kommentare:

  1. Das Buch klingt ja sehr lustig, auch wenn es nicht mein Genre ist. Vielleicht sollte ich es mir doch mal genauer anschauen...
    LG Rissa

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    1. Schnupper mal rein - vielleicht mit einer Leseprobe für den ebook-reader oder bei skoobe, falls Du Mitglied bist. :)

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  2. Das klingt definitiv nach einem Ausleihroman und nicht nach einem, für den man Geld ausgeben möchte. Aber immerhin schien er die passende Unterhaltung für den Tag geboten zu haben. :)

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    1. Ja, so war es - ein Ausleih-Abschaltroman. :D

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