Sonntag, 23. März 2014

7d7b Mini Tag 4 (Teil 3) - Meine Cousine Emilia von Vlada Urosevic

Ein weiterer Roman auf  meinem SaB-Stapel war "Meine Cousine Emilia" von Vlada Urosevic. Über dieses Buch bin ich bei Hermia gestolpert, deren Rezension mich neugierig genug machte, es mir zu besorgen.

Ich mochte den Schreibstil des Autors und ich kann mir vorstellen, dass das Übersetzen dieser episodenhaft erzählten Abenteuer des kindlichen bzw. pubertierenden Erzählers, die er mit seiner Cousine Emilia erlebt, nicht einfach war.

In den Episoden verschwimmen Realität und Fantasie (außer natürlich, man hat sich den Glauben z.B. an Einhörner bewahrt). Sie sind voller kindlicher Vorstellungskraft, Zauber, erwachender Sexualität, Melancholie, aber auch zum Teil von einer, wie ich finde, verstörenden Brutalität. Ich denke da z.B. an die beiden Einhorn-Geschichten. Die Szenerien wechseln, gleiten ineinander über; die Geschehnisse und Orte sind nicht immer logisch aufgebaut, vielmehr hatte ich das Gefühl, mich in der Traumwelt des Erzählers zu befinden. Wegen der letzten Geschichte bin ich am Überlegen, wie weit die Fantasien und Träume des Erzählers in Bezug auf Emilia gingen, wie viele Jahre war sie wohl tatsächlich in Skopje?

Es ist kein einfaches Buch, das ich "nebenher" lesen konnte. Ich brauchte die Pausen. Manche Bücher brauchen einfach Zeit.

....

Ich hatte mir ja im Rahmen dieser 7d7b-Mini-Aktion vorgenommen, meinen SaB zu reduzieren. Was das angeht, war die Aktion für mich ein voller Erfolg. Daneben hatte ich auch noch Zeit und Muße für ein Hörspiel und eine Novelle. Das Tolle ist, dass ich ein bewusstes Lese-/Hörwochenende hatte, was ich aber nicht als verpflichtend, sondern als entspannt und entspannend empfunden habe. Vielen Dank, Melli und Mandy!

Kommentare:

  1. Ich weiß gar nicht mehr was ich sagen soll, so viel wie du liest. Auf jeden Fall freue ich mich, dass du deinen SaB so gut abbauen kannst - denn gelesen hast du in den letzten Tagen ja wirklich viel! Und ich freue mich, dass dir die Aktion so viel Spaß gemacht hat. Genau das war auch unser Wunsch - ein gemeinsames verlängertes Lesewochenende, ohne Stress und ohne Verpfichtungen. Die Bücher sollten einfach wieder im Mittelpunkt stehen und das Plaudern über sie :)
    Liebe Grüße, Melli

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    1. @Melli
      Ich weiß nicht, ob es wirklich viel war, aber ich habe Etliches zu Ende gebracht und das war klasse. Ich behalte die Karwoche im Blick ... :D

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  2. Wie schön, dass das Wochenende für dich so gut funktioniert hat! :) Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie viel du "verschlingst", wenn du dich darauf konzentrierst. (Und wie viel Zeit man als Leser auf einmal hat, wenn Serien und andere Ablenkungen mal bewusst reduziert werden. :D)

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    1. @Winterkatze
      Ja, die Aktion hat gut funktioniert - allerdings wie erwartet erst wirklich ab Samstag. :D WIe gesagt, es war gar nicht soo viel, 70 Seiten hier, 80 Seiten da, das ebook dort ... Aber gerade "Schroder" und "Emilia" waren etwas "sperriger". :) Und wenn ich nicht noch Akte X weitergeguckt hätte, dann hätte ich aber ... :D

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    2. Bei deinem Arbeitstag kann auch niemand erwarten, dass du unter der Woche ebenso zielstrebig liest. :) Sperrigere Lektüre braucht eben Zeit (oder den festen Willen sie mal in Angriff zu nehmen) - das zählt mindestens doppelt. ;) Und "Akte X" war eben notwendig, um wieder Anlauf aufs nächste Buch nehmen zu können. :D

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    3. Danke, ich übernehme Deine Argumentation. :D

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