Samstag, 22. März 2014

7d7b mini - Tag 3 (Teil 2) - Tod im Tower von Emma Goodwyn

Hehe, ich habe ein weiteres meiner persönlich gesteckten Ziele für diese Mini-Aktion erreicht, nämlich dieses angefangene ebook zu beenden. Während ich mir einen leckeren Milchkaffee und danach noch einen Tee gegönnt habe, las ich die restlichen ca. 30 % von "Tod im Tower" von Emma Goodwyn.

Wie im gestrigen Post schon gesagt, spielt dieser Krimi im Milieu der Yeoman Warders im Tower, wo während der Schlüsselzeremonie eine Besucherin getötet wird. Natürlich stellt sich die Frage: Whodunnit? Und selbstverständlich auch warum? ;)

Neben den Ermittlungen der Polizei, die von Superintendend Simon Whittington geleitet werden, wünscht der Chief der Yeoman Warders aber eigene Ermittlungen, die von dem erst vor kurzem in den dortigen Dienst eingetretenen John Mackenzie durchgeführt werden sollen. Letzterer war vorher in der Armee als Psychologe tätig und scheint Chief Mullins für den Job geeignet. So weit so gut - nur werden die Ermittlungen dadurch verkompliziert, dass Simon und John verwandt sind (und kein gutes Verhältnis haben) und dass der alsbald verhaftete Verdächtige (dem John die Tat nicht zutraut) nur schweigt ...

Leider habe ich kaum etwas über Emma Goodwyn herausfinden können, außer dass es ein Pseudonym für eine Psychologin ist. Da das ebook keine Übersetzung erwähnt, dürfte der deutschsprachige Roman von einer deutschsprachigen Autorin geschrieben worden sein. Ich habe nämlich an ein paar Stellen überlegt, ob es an der Übersetzung liegt oder am Schreibstil der Autorin.

Um es klar zu stellen: Ich habe den Roman, als ich endlich Ruhe hatte, sehr zügig gelesen. Die Geschichte hat mich schon wegen des ungewöhnlichen Settings interessiert. Ob und inwieweit die Ausführungen zu den Abläufen im Towergelände, beim Ravenmaster, die Qualifikationen zum Yeoman Ward und die Örtlichkeiten stimmen, kann ich zwar nicht beurteilen, aber ich gehe davon aus. :) Der Krimiplot bot im Hinblick auf den Täter für mich ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Überraschung, die Frage war nur, wie und wann die Lösung präsentiert wird. Schlimm fand ich das grundsätzlich nicht, wenngleich ich mir zum Ende hin wünschte (wohl weil der Täter bekannt war), die Autorin wäre schneller auf den Punkt gekommen.

Was mich immer mal wieder etwas aus dem Lesefluss herausbrachte und vielleicht auch dafür sorgte, dass mich die Charaktere nicht so recht überzeugen konnten, war, dass manche Beschreibungen, Dialoge oder Informationen, die die Autorin für wichtig und mitteilsam erachtete, etwas, hm, umständlich wirkten. Ein Beispiel: John soll einer Frau beim weihnachtlichen Schmücken helfen. Emma Goodwyn lässt John daraufhin in direkter Rede zur Frau sagen, dass sein Dienst erst am Mittag beginnt und er daher noch ein wenig Zeit hat. Gefühlsmäßig hätte ich es "flüssiger" und in der Situation echter empfunden, wenn John in direkter Rede kurz gesagt hätte: "Gern, ich habe erst ab Mittag Dienst." Manchmal ist es der Satzbau, manchmal ein Wort in einem Satz, welches mich stolpern ließ, wie z.B. dass aufgrund des Inhaltes der Regenbogenpresse eine bestimmte Person und seine Familie "beschädigt" wird (gemeint ist sicher, dass der Ruf der fraglichen Person leidet).

Ein anderer Aspekt sind Johns Beiträge zu den laufenden Ermittlungen aufgrund seiner psychologischen Ausbildung, die vom Chief und der Familie als essentiell herausgestellt werden. Natürlich bewegt sich der Plot über die Story hinweg um John herum und selbstverständlich leistet John Beiträge. Aber für mich hatten diese weniger mit seiner früheren Arbeit als Psychologe zu tun (oder mit einer besonderen Lebenserfahrung), sondern damit, dass er eher als Freund bzw. Familienmitglied in der Lage war, an bestimmte hilfreiche Informationen für den Fall zu kommen. Das Zusammenspiel John/Plot wirkte auf mich irgendwie nicht "organisch". Vermutlich mache ich mich nicht gerade sehr verständlich, aber ich kann es nicht besser ausdrücken (insbesondere nicht, ohne zu spoilern). Lest den Roman am Besten selbst (als PrimeKunde kann man ihn - zumindest aktuell - kostenlos leihen) und vielleicht versteht Ihr was ich meine - selbst wenn Ihr es nicht so empfinden solltet. :)

Trotz all dieser Punkte hat mir der Roman zugesagt und ich kann mir vorstellen, dass die nächsten beiden Romane um John Mackenzie insgesamt "flüssiger" sind. Vielleicht hole ich sie mir irgendwann auf den Reader und teste diese Theorie. :)

Hm, wozu greife ich jetzt? Ich habe ja noch ein paar angefangene Romane hier liegen.... Ach, erst drehe ich mal eine Feedreader-Runde und dann entscheide ich mich später spontan - und berichte darüber später am heutigen Tage in einem separaten Post.

Kommentare:

  1. Ich habe gerade das Gefühl, dass der Name bei mir was klingeln lässt, aber ich kann mich auch täuschen - inzwischen habe ich doch ein paar Autorennamen zu viele im Kopf rumschwirren. ;)

    Schade, dass dich der Schreibstil nicht überzeugen konnte, aber du scheinst trotzdem ein paar nette Stunden mit dem Roman gehabt zu haben. Und du kannst ein Buch von der SaB-Liste streichen - gratuliere! :)

    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viel Spaß heute Abend beim Lesen!

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    1. Ja, das habe ich, der Roman war trotz allem nett zu lesen und wie gesagt, das Setting fand ich interessant! :) Und jaha, eins weniger *g*

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