Freitag, 31. Januar 2014

Projekt 52 Bücher - 2013: 51/2013

In der laufenden Projektwoche von Fellmonsterchens Bücherprojekt gibt es die Frage:

Krimi/Thriller: lieber mit Blut und Gemetzel oder was, was tief in die Psyche geht?

Wenn ich mir so meine Leseliste dieses Monats und des vergangenen Jahres anschaue, finde ich Jessica Kremser mit der als Haushaltshelferin arbeitenden Seniorin Frau Maier, ich finde Charlotte MacLeod mit Janet und Inspektor Rhys oder (im Weihnachtsbuch) den Universitätsprofessor Peter Shandy. Dorothy L. Sayers mit Lord Peter läuft mir ebenso über den Weg wie Martin Suter mit seinem Lebemann Allmen. Und dann ist da natürlich noch Elizabeth Peters mit der Amelia-Peabody-Reihe, die aber zugegebenermaßen etwas außer Konkurrenz läuft, geht es dort doch meiner Ansicht nach mehr um die Familie gepaart mit ägyptischen Ausgrabungsarbeiten - eine Leiche! (hoffnungsvoll:) eine Mumie?!, nein, wieder eine frische, seufz ;) - , die von Verbrechern und jugendlichen Liebhabern immer wieder gestört werden. Aktuell höre ich gerade "Schwarze Piste" von Andreas Föhr, mein erstes (Hör-)Buch mit Kreuthner und Wallner; ersterer erscheint schlitzohrig, zweiterer bodenständig, beide wirken auf ihre jeweilige Art und im Zusammenspiel bzw. Gegensatz herrlich.

Den vorgenannten Titeln ist gemeinsam, dass es keine Thriller sind, sondern eher Cozy-Krimis, Regionalkrimi, Whodunnit etc. Die stattgefundenen Verbrechen bzw. deren Ergebnis werden (mal mehr, mal weniger genau) geschildert, aber die Stories strahlen auch eine gewisse Ruhe und Behaglichkeit aus (selbst Suters oder Föhrs Krimis) und Humor. Das gefällt mir.

Damit will ich andere Krimis oder Thriller nicht ad acta legen. :) Ich habe - allerdings vor einiger Zeit - "Cupido" und "Morpheus" von Jilliane Hoffman gelesen (fand ich beide gut) und "Der Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek (eine recht atemlose Lektüre, aber dadurch hatte ich am Ende des Romans ein Gefühl, welches ich auch nach dem Essen von Fast-Food habe: in dem Moment lecker, aber nicht lang vorhaltend). Bei Thrillern bevorzuge ich die psychologische Spannung, ich brauche keine minutiösen Beschreibungen davon, was der Täter seinem Opfer im Detail antut (auch in Horrorromanen erreicht man mit Andeutungen bei mir regelmäßig mehr). Auf mich üben auch die "dunklen" Krimininalromane, zu denen ich z.B. die Romane von Stieg Larsson oder die Wallander-Romane von Mankell u.ä. zähle, weiterhin keinen Reiz aus; so gut sie auch sein mögen, meine Stimmung ist nicht danach.

Und interessanterweise bin ich trotz mehrfacher Anläufe mit "Verwesung" von Simon Beckett nicht weitergekommen bzw. habe ich nur einen Roman aus der Temperance-Brennan-Reihe von Kathy-Reichs gelesen. Denn die TV-Serie "Bones" incl. der häufig recht plastischen Darstellungen der Toten sehe ich gern; vermutlich gefällt mir die TV-Krimi/Humor/Charakter-Mischung. ;)

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