Sonntag, 24. November 2013

Projekt 52 Bücher-2013: 41/2013

Ah, das Fellmonsterchen hat selbst erkannt, wie schwer das Thema in der 41. Projektwoche "Schokolade" ist. Mir ging, wie anderen sicherlich auch, umgehend das Buch "Chocolate" von Joanne Harris durch den Kopf, das ich mochte. Nun hatte ich aber auf meinem digitalen SuB auch ein passendes Ebook "Meleons magische Schokoladen" von Ann-Merit Blum und es schien mir eine gute Idee, das ebook anlässlich dieses Projektthemas zu lesen.

Das habe ich dann auch getan. Die Geschichte spielt 1876 in einer kleinen deutschen Stadt. Urplötzlich eröffnet dort ein Schokoladengeschäft. Die Protagonistin Isabell ist fasziniert nicht nur von den angebotenen Köstlichkeiten, sondern auch von dem Inhaber Meleon - dankenswerterweise ist sie aber auch interessiert an der Herstellung von Schokoladen und Pralinen. Entgegen dem Wunsch ihrer Eltern beginnt sie heimlich, sich von Meleon in die Kunst der Schokoladenherstellung einweisen zu lassen - und entdeckt dabei aus Zufall, dass Meleon ein Magier aus einer anderen Welt ist. Er ist der königliche Hofmagier und die Machtkämpfe um den Thron beginnen, in Isabells Welt überzugreifen ...

Die Ereignisse schreiten in dem Roman recht flott voran, so schnell, dass es bei mir zu Irritationen führte. Z.B. müssen Isabell und Meleon sich um einen Toten kümmern, nur um gefühlte 5 Minuten danach im Laden zu stehen und davon zu träumen, wie dieser umgebaut und neu eingerichtet ausschauen wird. Meleon ist mir in seiner Überheblichkeit unsympathisch: Ohne mit der Wimper zu zucken unterwirft er Isabells Eltern seinem Willen und auch wenn er Isabell ihren freien Willen lässt, hat seine Werbung in meinen Augen einen schlechten Beigeschmack; wenigstens lässt die Autorin Isabell nicht kommentarlos in Meleons Arme sinken.

Es gibt einige nette und interessante Momente in der Geschichte, z.B. im Zusammenhang mit Niklas/Singvogel bzw. die Tauben und dass sich Isabell hierüber Gedanken macht. Ich  hatte gehofft, dass Isabells Wesen - ihre offensichtlichen Reaktionen bzw. auszusprechenden Gedanken - merkbare Auswirkungen auf Meleon haben würden, wenigstens bei seinen Abwägungen deutlich würden, aber hiervon habe (zumindest) ich nichts wahrgenommen - statt zu reden, wird gezaubert und die Angelegenheit fortgeführt. Das mag die Autorin auch so vorgesehen haben, damit zufrieden muss ich aber nicht sein. ;)

Mittwoch, 20. November 2013

Adventslesen-2013 by Ariana #1

Ariana hat für die Zeit vom 1. Advent (01.12.2013) bis zum 2. Weihnachtsfeiertag eine Vorweihnachts-Lese-Challenge ins Leben gerufen. Ziel ist es, sich im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen immer wieder etwas Zeit zu nehmen und sich mit passender Literatur auf die “stade Zeit” und Weihnachten einzustimmen. Dabei ist es jedem Teilnehmer selbst überlassen, was genau und wie viel gelesen oder gehört wird. Allerdings sollten die (Hör-)Bücher etwas mit der Jahreszeit zu tun haben (man kann sich z. B. ein weihnachtliches Buch vornehmen, in dem man bis zum 24.12. jeden Tag ein Stück liest – so eine Art  literarischen Adventskalender. Oder man sucht sich ein oder mehrere (Hör-)Bücher rund ums Thema und liest oder hört sie über die vier Wochen verteilt). Der Punkt ist, es geht um stimmungsvolles, (vor)weihnachtliches Lesen und Hören.


Ich habe hin- und her überlegt, was ich lesen soll und mich gegen Marc Helprins "Wintermärchen" entschieden und auch gegen "Paws Tracks in  the Moonlight" von Denis O'Conor, zwei Vorschläge von meinem TuB von Ariana. Eine Überlegung war, während der Vorweihnachtszeit mir ein paar Bücher herauszusuchen, die ich schon seit längerem wiederlesen wollte wie "Die Hüterin der Gewürze" oder "Der Garten des Samurai". Aber dann habe ich heute "Mörderische Bescherung: 13 Weihnachtskrimis", herausgegeben von Charlotte McLeod, geordert. Und ich möchte in der Weihnachtszeit meine alte noch aus der ehemaligen DDR stammende Ausgabe der Gesammelten Märchen von Hans Christian Andersen (wieder)lesen.  Je nachdem, wie ich vorankomme, werde ich vielleicht noch etwas anderes lesen. Und ich begrenze für mich diese Challenge bis zum 4. Advent.

Vielleicht mögt Ihr ja auch mitmachen? Dann meldet Euch doch bei Ariana (klick).

Sonntag, 17. November 2013

Projekt 52 Bücher-2013: 40/2013

Ups, da bin ich doch schon wieder etwas in Rückstand geraten, wenn auch nur um einen Tag. In der 40. Projektwoche 2013 von Fellmonsterchens Projekt geht es um

"Geld stinkt nicht". 

Gar nicht so einfach, mal wieder. :)

Ich könnte natürlich "Rupien, Rupien" von Vikas Swarup anführen; allerdings habe ich das Buch noch nicht gelesen und auch den Film ("Slumdog Millionär") noch nicht geschaut.

Also werfe ich mal "Der Reinfall" von Carl Hiaasen in den Raum, und zwar in der Brigitte-Hörbuchfassung, gelesen von Jan-Josef Liefers. Das Hörbuch war eine Leihgabe meiner Freundin Sayuri. Alles beginnt damit, dass Joey Perrone während einer Kreuzfahrt von ihrem Mann "Chaz" über Bord geworfen wird. Joey, die diesen Mordversuch überlebt (was ihr Mann nicht weiß), fragt sich, warum: Ihr Ehemann weiß, dass er nicht an ihr Vermögen kommt und es gibt auch keine Lebensversicherung. Weshalb also nicht eine Scheidung? Carl Hiaasen schildert dann unterhaltsam - mit spitzer Feder - , wie Chaz sich nach dem Kreuzfahrtereignis weiter verhält, wie die Ermittlungsarbeit der Polizei läuft und was Joey unternimmt, um herauszufinden, was wirklich los ist. Dabei kommt es zu einigen skurrilen Wendungen und überzeichneten Figuren und Zufällen, die - trotz gekürzter Lesung - stimmig zu einem Ende führen. Und Jan-Josef Liefers liest toll.

Samstag, 16. November 2013

Sachbuch-Challenge by Winterkatze


Für das kommende Jahr habe ich mich zur Teilnahme an Winterkatzes Sachbuch-Challenge entschlossen, die vom 01.01.2014 bis 31.12.2014 läuft. In diesem Zeitraum sollen insgesamt mindestens 10 Sachbücher gelesen werden, bis zum 30.06.2014 sind mindestens 5 zu lesen. Auf dem Blog ist mindestens ein mehr als einen Satz umfassender Leseeindruck, ggf. auch eine Rezension zu veröffentlichen. Als Sachbuch im Sinne dieser Challenge gilt jedes Buch mit einem nicht-fiktiven Inhalt, wie Biografien, Reiseberichte, Fachbücher, Kochbücher, Ratgeber usw., und zwar unabhängig von der angestrebten Zielgruppe (also auch Kinder-Sachbücher). Falls Ihr jetzt auch Lust haben solltet, an der Challenge mitzumachen und den Sachbüchern neben den Romanen eine Präsentationsfläche bieten möchte: Meldet Euch bei der Winterkatze (klick). :)

Ich hoffe, mithilfe dieser Challenge ein paar Sachbücher von meinem TuB zu lesen, dort schlummert z.B. schon seit ein paar Jahren "Vermeer - Das Gesamtwerk" oder eine Biographie über Bette Davies. :) Und diese Seite werde ich auch als Übersichtsseite für die gelesenen Sachbücher nutzen.

Challenge-Titel: 
  1. "Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken" von Richard P. Feynman 
  2.  "Lieber Mischa" von Lena Gorelik
  3. Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich
  4. "Charles Darwin: Reise um die Welt"
  5. Understanding Austen by Maggie Lane
  6. "Das da Vinci Universum - Die Notizbücher des Leonardo", Hrsg. Emma Dickens
  7. "Alles über Shakespeare" von Charlotte Lyne
  8. "Mit den Augen der Maler - Schauplätze der Kunst neu entdeckt" von Florian Heine
  9. "Von Ratlosen und Löwenherzen" von Rebecca Gablé
  10. "Im Block" von Walter Kempowski
  11. "Shakespeare on Toast - Getting a Taste for the Bard" by Ben Crystal
  12. "Audiobook Narrator: The Art of Recording Audio Books" by Barbara Rosenblat
  13. "Kollision mit der Unendlichkeit" von Suzanne Segal
  14. "Mode - eine kurze Geschichte" von Jennifer Croll
  15. "Stand up" von Julia Korbik
  16.  "Darm mit Charme" von Giulia Enders
  17. "Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt" von Susan Cain
  18. "Madame de Pompadur und die Macht der Inszenierung" von Andrea Weißbrod

Samstag, 9. November 2013

AtoZ

Bei der Winterkatze bin ich über das folgende "Stöckchen" gestolpert und habe es spontan mal mitgenommen. Man gibt jeweils einen Buchstaben des Alphabets in die Adresszeile des Browsers ein und führt die erste vorgeschlagene Webseite auf.

Nun, das Folgende kam bei mir heraus:

a  - amazon.de - Überraschung; muss daran liegen, dass ich dort während der letzten Tage ebooks gekauft habe.

b -blogger.com - Ja, wegen des letzten Lesewochenendes und der Aufholjagd bei dem 52-Bücher-Projekt war ich dort zuletzt häufiger im dashboard und habe neue Posts verfasst. Ich möchte übrigens noch immer das alte dashboard zurück.

c - cozy-mystery.com - Auf dieser Seite findet man Autoren- und Reiheninformationen zu "cozy-mysteries"

d - dict.cc - die übersetzungsseite für mich im netz.

e - ebooks.de -  ebook-einkaufsseite :)

f - fischerverlage.de - überraschenderweise geht es dort um Bücher.. :)

g - google.de - meine Einstiegsseite u.a. für News, Mail, Fotos etc. ;)

h - handy-faq.de - interessant, den in der letzten Zeit war ich auf der Seite nicht mehr, mein Sony benimmt sich gut. :)

i - interdruck.blogspot.de - auf diesem Blog habe ich Fotos zu einem meiner Kinderbücher aus DDR-Zeiten gefunden, "Jana und der kleine Stern"

j - jokers.de Auf der Seite bin ich schon länger nicht mehr gewesen, um Bücher zu kaufen

k - kochbar.de - Rezepte und Aufzeichnugen vom Perfekten Dinner ;)

l - landsend.de - Ich war auf der Suche nach einer Übergangsjacke.

m -mail.google.com - selbsterklärend :)

n - natiraszeit.blogspot.de - auch selbsterklärend

o - onlinetvrecorder.com - wichtige Seite für mich, damit ich z.B. auf BBC Doctor Who oder Sherlock aufnehmen kann :)

p - pension-boltenhagen.de - hatte ich als Domizil diesen Sommer in Betracht gezogen, aber es war schon alles ausgebucht, als ich - auch ziemlich spät -  anrief :)

q - wird mir erneut handy-faq.de vorgeschlagen; muss am q in faq liegen :D

r - rechtstipps.de - Hm, ich erinnere mich nicht, wann ich auf der Seite war.

s - skoobe.de - die Flatrat-Online-Ausleihe für ebooks

t - twitter.de - da ich kein PC-Programm und keine Browsererweiterung nutze, bleibt nur der direkte Weg

u - kam so recht nichts, erst mit dem nächsten Buchstaben kam als Vorschlag goodreads.com - recent updates

v - noch einmal onlinetvrecorder.com

w - web.de - ein weiterer email-account für newsletter u.ä.

x - Hier wird mir eines meiner Dokumente in google-Drive (meine im Aufbau befindliche Gesamtleseliste 2013) vorgeschlagen.

y - youtube.com - Kein wunder, dort habe ich zuletzt einige Doctor-Who-Clips geschaut

z - zooplus.de - Katzenfutter z.b. ...

Wenn ich mir das Ergebnis so anschaue - passt. ;)

Donnerstag, 7. November 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 39/2013

Die Aufholjagd endet erst einmal mit diesem Post, denn das 39. Thema von Fellmonsterchens Bücherprojekt,

Krank, krank, einfach krank,

ist das aktuelle.

Groß nachdenken musste ich nicht. Ich habe da einige Bücher eines Autors in meinem Bücherregal, die in diese Rubrik passen.

In einem seiner Romane, „Es“,  liegt Bill - „Stotter-Bill“ - Denbrough mit einem heftigen Infekt im Bett. Dort bastelt er zusammen mit seinem kleinen Bruder ein Boot und bestreicht es mit Paraffin, damit George draußen mit diesem Boot spielen kann ... Später wird sich Bill die Schuld daran geben, was mit George passiert.

In seinem Roman „The Stand“ kommt es zum Ausbruch eines Super-Grippevirus, der die Menschheit in großem Umfang dezimiert.

Um einen Raucher geht es in „Quitters Inc., zuletzt auch von Guinan zum Thema Puscheligkeit erwähnt.

Oder wie wäre es mit „Sie“ („Misery“), in dem ein Autor nach einem Unfall im Haus einer Krankenschwester wieder zu sich kommt und, hm, betreut wird?

Neben diesen erwähnten Krankheitsausbrüchen finden sich auch weitere Manifestationen von Krankheit bzw. Krankhaftigkeit in vielen seiner Romane, und sie sind regelmäßig furchbarer, wenn sie nichts mit Übersinnlichem (Horror) zu tun haben. Auch z.B. in "The green Mile" geht es um mehr als eine Form von krank.

Den Autor kennt Ihr vermutlich. Stephen King.

Montag, 4. November 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 38/2013

Weiter geht es mit der Themenaufholjagd. In der 38. Kalenderwoche wirft das Fellmonsterchen in seinem Projekt das Thema

Das Buch, in dem die meisten Babys vorkommen
in den Raum.

Das Fellmonsterchen selbst präsentierte ein Welpenschule-Buch. Ich habe kein Kittenschule-Buch, aber in meinem Bücherschrank befindet sich das Buch "The Cat - Artist Collection", in dem mit Fischaugen-Linsen diverse Katzen, und zwar hauptsächlich Kitten, abgelichtet sind. Man kann sich über die Vorschaufunktion ein paar Fotos ansehen.

Dann fällt mir zu diesem Thema noch ein Kurzroman ein, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, "Magna Mater" von E.W.Heine. Dort werden Babys nicht von Frauen ausgetragen, sondern befruchtete Eizellen werden künstlich in Aufzuchtstationen entwickelt und in die Welt "gehoben". Ich hatte beim Lesen immer "Felder" mit den Pods aus dem Film Matrix vor Augen, gruselig. Der Kurzroman selbst hat mich damals nicht überzeugt, für mich waren dort Fehler in der Logik, über die ich nicht hinwegsehen konnte. Auch wenn er als Ausgangspunkt für Überlegungen in Bezug auf Ethik oder Moral durchaus geeignet ist, finde ich Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" - in der es ja auch ein künstliches Aufzuchtprogramm und vermutlich sogar mehr Babys als in "Magna Mater" gibt - deutlich stimmiger, tiefer und interessanter.

Sonntag, 3. November 2013

Halloween-Lesewochenende by Kiya - VI

Ich habe mir meinen ebook-reader geschnappt und begonnen, Charlotte MacLeods "Ein Glas voll Mord" zu lesen. Diesen ersten Band aus MacLeods Inspector Rhy-Reihe - den einzigen, den es übrigens auf deutsch in print bzw. digitaler Form gibt - habe ich vor kurzem erst gekauft, er war im Angebot für 1,99 Eur bei Amazon.

Tante Aggie wird ermordet aufgefunden, offenbar waren die eingemachten Bohnen, die sie gegessen hat, schlecht. Da Tante Aggie aber nur Sachen aß, die sie selbst eingemacht hat, war es wohl ein tragischer Unfall. Sie war alt und offenbar hat sie beim Einmachen etwas geschlampt. Janet, eine junge Freundin, bezweifelt das, denn Tante Aggie mag zwar alt gewesen sein, aber sie war noch immer rege und sehr aufmerksam. Als Janet dann noch neben 13 Gläsern mit - gebrochenen - eingemachten Bohnen ein solches mit geschnittenen findet, ist sie sich sicher, dass Tante Aggie ermordet wurde. Und dann passiert das mit dem Doktor ...

Ich habe bislang ca. 20 % des ebooks gelesen (ich wünschte, es gäbe immer auch eine Seitenzahlangabe) und schmunzel momentan darüber, wie Janet einen nach dem anderen aus dem Ort gedanklich abklopft, ob und wie er mit dem Mord zu tun haben könnte. Z.B. Marion, eine von Aggies Nichten, die sich quasi jeden Tag bei Janet und deren Bruder einfindet, um dort zu essen, und Aggies Haus nach einer verborgenen Barschaft durchsucht? Ich bin neugierig, wie es weitergeht und wann Inspektor Rhys auftaucht.

21.30 Uhr
Momentan bin ich bei 58 % des Buches. Inspektor Rhys ist inzwischen angekommen und findet Janet offensichtlich sympathisch, während ihm undercover von Marion Avancen gemacht werden und die andere von Aggies Nichten in ihm offenbar einen potentiellen Ehemann für ihre Tocher sieht. Köstlich. Ich habe mehrfach vor mich hingekichert, die Autorin hat eine spitze Feder. :)
Ich erwarte nicht, dass ich das Buch heute noch beenden werde, da es langsam Zeit für meine Koje wird. Schließlich ist morgen wieder frühes Aufstehen angesagt. Ich werde voraussichtlich am morgigen Abend diesen Post abschließen und ein Fazit zum Lesewochenende ziehen.

06.25 Uhr
Da wollte ich im Bett gestern abend nur noch ein paar Seiten lesen und plötzlich war ich bei 90 % - da wollte ich das Buch dann auch nicht mehr fortlegen. Und so kam es, dass ich kurz vor 24.00 Uhr "Ein Glas voll Mord" von Charlotte MacLeod noch beendet habe.
Die Auflösung sah ich nicht wirklich kommen, wenngleich mir eine Aktivität sehr merkwürdig vorkam. Aber ich bin vielleicht ein zu ungeübter Krimi-Leser, um das Eine mit dem anderen zu verknüpfen. Mich hätte es auch nicht gestört, wenn es diese von mir bemerkte Seltsamkeit, die mich zum Mörder hätten führen können, nicht gegeben hätte. Denn der Krimi wies neben Janet und Rhys - letzterer mit sehr pflichtgemäßen Auftreten, lach  weitere faszinierende Charaktere (u.a. Sam) auf und war sehr unterhaltsam und witzig. Da liest man schon mal Sätze wie "Mrs. Bain war vor einigen Jahren gestorben - wahrscheinlich, um ihren Ehemann loszuwerden." oder "Rhys schleppte sich den Hügel hinauf, den Kop voller Fragen und die Schuhe voller Steinchen. Sein Magen hingegen war leer." Ich denke, ich werde mir mal probeweise ein englisches Buch aus der Rhys-Reihe besorgen und reinschnuppern, wie gut ich mit der Originalsprache zurechtkomme. Denn wie ich vorstehend schon sagte, "Ein Glas voll Mord" scheint noch immer der einzige ins Deutsche übersetzte Band dieser Reihe zu sein. Sehr schade.

Halloween-Lesewochenende-Fazit
Quantitativ war es für mich ein toller Erfolg. Ich konnte das angelesene "Joyland" beenden und habe zudem die Kurzgeschichte "Die Verlassenen", die Leihgabe "Saeculum" und von meinem SuB "Die dreizehnte Dame" sowie "Ein Glas voll Mord" gelesen. Die Kurzgeschichte war zumindest so gut, dass ich die Meinung zum nachfolgenden Roman hören will. "Saeculum" war fesselnd, wenngleich ich Entwicklungen vorhersah, "Die dreizehnte Dame" war spannend, auch wenn es meiner Ansicht nach nicht immer der plastischen Darstellung von Szenen bedurft hätte - Andeutungen können so viel effektiver in Bezug auf Schock und Horror sein bei Vermeidung von Ekel. "Ein Glas voll Mord" war ein äußerst unterhaltsamer Einstiegsband in die Krimireihe um Inspektor Rhys und "Joyland" war ein wunderbar erzählter Roman, wo ich persönlich am Ende etwas der "Abfall" im Sprachgebrauch einer Figur störte. Insgesamt bin ich auch qualitativ mit meiner Buchauswahl zufrieden, die auch alle irgendwie zu Halloween-Grusel passten.
Ich bin Kiya sehr dankbar für ihre gepostete Lesewochenende-Idee. Ja, ich hätte sonst auch gelesen, aber wohl nicht so konsequent die Lesestunden ausgenutzt. :) So war z.B. auch der Fernsehr das gesamte lange Wochenende ab 01.11.2013 aus. Außerdem ist ein Austausch zur Lektüre immer schön und wie Kiya in einem Kommentar auf ihrem Blog sagte, zu zweit macht so ein Lesewochenende gleich mehr Freude. Gemeinerweise hat sie auf ihrem Blog quasi im Nebensatz einen interessanten Bradbury-Roman erwähnt ("Das Böse kommt auf leisen Sohlen"), auch "The Boneshaker" klingt interessant, gibt es aber derzeit nur auf englisch. Also war das Wochenende auch für die Wunschliste ein Erfolg. :)

Halloween-Lesewochenende by Kiya - V

Guten Morgen Sonntag! Meine gestrige Frage beschäftigt mich tatsächlich immer noch. Ich habe die ersten Seiten von "Das Pforte" von Patrick Lee angelesen, dann von "Die dreizehnte Dame" von José Carlos Somoza und von Poe "Der Untergang des Hauses Usher". Poe mit seinem Stil mochte ich gestern abend übermüdet nicht lesen und auch heute morgen habe ich wenig Lust dazu. Ich werde schon etwas finden :) ...

8.39 Uhr
Ich habe mir noch einmal "Die dreizehnte Dame" von José Carlos Somoza gegriffen. Dass ich inzwischen auf Seite 100 angelangt bin spricht dafür, dass ich bei diesem Buch erst einmal bleibe. :)  Der Literaturdozent Rulfo erlebt über längere Zeit immer wieder den gleichen Traum, in welchem ein junger Mann in eine Villa einbricht und dort zwei Angestellte schnell tötet und die Eigentümerin, die ein besonderes Schmuckstück in Form ein filigranen Spinne trägt, brutal ermordet, wie spätere Zeitungsberichte zeigen. Ihm ist die Frau, das Haus, der Mörder völlig unbekannt und er kann sich nicht erklären, weshalb er im Traum alles so detailliert sieht. In dem Bemühen, zu erfahren, was es mit dem Traum auf sich hat, nimmt er u.a. die Hilfe des Arztes Dr. Ballesteros und seines früheren Professors Cecar Sauceda in Anspruch.
Die Beschreibung der Träume und Geschehnisse, immer durchbrochen von Gedankenblitzen in kursiv - ist atmosphärisch und düster. Bislang fesselt mich die Mischung aus Mystik und Krimi. Die Art erinnert mich an Perez-Reverte, von dem ich u.a. "Der Club Dumas" gelesen haben (verfilmt als "Die neun Pforten).

10.50 Uhr
Einen Tee, einen Latte und eine Birne später bin ich auf Seite 170 angekommen und noch immer interessiert. Inzwischen gab es interessante Verse über 12 Damen zu lesen und eine - fiktive? ;) - Schilderung, wie Milton an einer Bestrafung als Zuschauer teilgenommen hat. Worte, angeordnet in einer bestimmten Reihenfolge, haben Macht: Das ist bekannt, schließlich berühren uns Verse oder Sätze, ziehen uns Geschichten in ihren Bann ... Hm, was Raquel angeht, die Prostituierte, die offenbar denselben Traum hatte und die mir Rulfo zusammentrifft und die tatsächlich existierende Villa betritt - ich habe da so eine Ahnung, mal sehen, ob sie stimmt.

17.00 Uhr
Ah, Raquel, meine grundsätzliche Ahnung hat sich zwar bestätigt, aber die Geschichte entwickelte sich dennoch anders als erahnt. Das war schön. Nicht so schön fand ich zwei bis drei Szenen, die mir persönlich zu plastisch und eklig. Ich fand sie zwar grundsätzlich auch in ihren brutalen Bilder storybedingt und nicht (ausschließlich) wegen der Schockeffekte eingebaut, aber mir hätten auch Andeutungen gereicht. Für mein Empfinden brachte Samoza auch ohne diese plastischen Bilder ausreichend Bedrohung und Mystik in seine Geschichte. Abgesehen davon, hat mich die Geschichte um Rulfo, Cesar, Raquel, Ballestoros und den Damen so interessiert, dass ich das Buch nur weggelegt habe, wenn ich ins Bad, in die Küche oder den Keller musste bzw. auf meinem Spaziergang. ;)

Tja, nachdem ich diesen Roman beendet habe, bleibt die Frage, was ich als nächstes lese. Ich könnte natürlich auch das Hörbuch weiterhören. Mal sehen.

Projekt 52 - Bücher 2013: 37/2013

Und ich bin tatsächlich wieder in Rückstand geraten im Projekt, deswegen soll es ohne viele Worte direkt zum 37. Thema von Fellmonsterchens Bücherprojekt gehen:
Krimis/Thriller aus dem angloamerikanischen Raum
Deutsche Krimis hatten wir ja vor ein paar Wochen bereits. Okay, was den angloamerikanischen Raum angeht, hatte mir die Winterkatze vor gar nicht soo langer Zeit einen Roman in Erinnerung gerufen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob er die Rahmenbedingungen für Krimi oder Thriller erfüllt, er hat jedenfalls einen Todesfall und ist - wie ich finde - spannend geschrieben. Einen klassischen Ermittler gibt es allerdings nicht. Ich spreche von "Die geheime Geschichte", den ersten Roman von Donna Tartt. Wenn ich mich recht erinnere, hat mir meine Freundin Sayuri das Buch vor einigen Jahren ausgeliehen.In dem Roman schafft es der aus der Provinz stammende Richard Papen mittels eines Stipendiums einen Uniplatz zu erhalten. Dort gelangt er in den Kreis des aus 5 Studenten bestehenden ausgewählten Studienzirkels des Griechischprofessors Morrow und bemerkt, dass diese Gruppe ein Geheimnis spaltet ...

Eine andere Freundin hatte mir ebenfalls vor Jahren Jiliane Hoffmanns "Cupido" in die Hand gedrückt. Auch diesen Thriller um eine junge Staatsanwältin, die vor Jahren selbst Opfer eines Gewaltverbrechens wurde und jetzt offenbar wegen eines neuerlichen Verbrechens ihren Peiniger verfolgt, habe ich damals verschlungen. Die Autorin war selbst Staatsanwältin und weiß, wovon sie schreibt. Auch dies war übrgens ein Romandebüt.





Samstag, 2. November 2013

Halloween-Lesewochenende by Kiya - IV

Als ich gestern zu meiner Freundin fuhr, ließ ich "Saeculum" daheim - das Buch habe ich am heutigen Nachmittag ausgelesen (siehe III). Mitgenommen hatte ich aber meinen ebook-reader und heute in der Früh las ich die86seitige Kurzgeschichte "Die Verlassenen" von Amanda Stevens. Es handelt sich dabei um ein Prequel zu dem Roman "Totenhauch" von Amanda Stevens, den ich bislang nicht gelesen habe und der sich auch nicht auf meinem SuB befindet. "Totenhauch" hatte ich als Zugang bei der Winterkatze gesehen und die Verlagsbeschreibung zu diesem Roman klang nicht schlecht. Kiya entdeckte dann, dass es dieses kostenfreie Prequel als ebook gibt und so landete es auf meinem reader.

In der Kurzgeschichte überhört die Praktikantin Ree zufällig, wie der Leiter der psychiatrischen Anstalt erpresst wird. Es geht um Violet Tisdale, eine alte Dame, die kurz vorher gestorben ist. In Violets Zimmer bemerkt Ree unnatürliche Kälte und sie erlebt einen seltsamen Traum. Offenbar gibt es ein Geheimnis um die Tisdales und der verlassenen Friedhof Oak Grove, wo Ree spielt dabei eine Rolle. Amelia Gray, die diesen Friedhof restaurieren soll und die Ree aus der Kinderzeit kennt, weiß vielleicht etwas über die Geschichte.

Bei mir kam durchaus Gruselfeeling bei dem - kann ich es klassisch nennen? - Setting mit Psychiatrie, Todesfall, Friedhof, mysteriöse Besprechungen, etwas Sex und Paranormales auf. Vom Ambiente her sprach mich besonders die kleine Szene an, in der Ree und Amelia Gray als Kinder aufeinandertreffen. Ein paar Bereiche der Geschichte (z.B. beim Geisterjäger) waren mir in der Entwicklung zu schnell, ein paar Seiten mehr wären vielleicht von Vorteil gewesen.Stilistisch hat mich der Text nicht gerade aus dem Sessel gerissen, da geht sicher noch etwas. Ob und falls ja, inwieweit dies mit der Übersetzung zusammenhäng, kann ich allerdings nicht beurteilen. Dafür, dass "Die Verlassenen" ein Prequel für den Roman "Totenhauch" mit der Protagonistin Amelia Gray ist, geht es wenig um A. Gray - in diesem Zusammenhang hätte ich wirklich ein paar Szenen mehr erwartet. Ob ich "Totenhauch" lese? Ich denke, ich bin bequem und warte ab, welchen Eindruck die Winterkatze von dem Roman hat. ;)

Auf dem Autofahrt zu meiner Freundin und zurück habe ich übrigens mit dem Hörbuch "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Mojes angefangen. Ich kenne schon Lous Familie, ihren Freund Patrick (*augenroll*), habe ihr Bewerbungsgespräch miterlebt incl. der Rockkatastrophe und ihrer - manchmal etwas unangebrachten, aber witzigen - Antworten und ihre ersten zwei Wochen im neuen Job. Die Geschichte ist bislang schön erzählt und insbesondere Luise Helm als Lou zuzuhören, bereitet mir Freude. Naja, beenden werde ich das Hörbuch an diesem Wochenende allerdings wohl kaum. ;)

Hm, ich stelle mir jetzt gerade die Frage, was ich als nächstes lese. Einen Thriller vom SuB? Mein neues Doctor-Who-ebook? Oder lese ich "Die Voliere" weiter? Oder etwas ganz anderes? Fragen über Fragen. Ich glaube, ich mache mir erst einmal Abendessen.

Tja, ich weiß immer noch nicht, was ich noch lese. Vielleicht gehe ich einfach auch schon ins Bett. Wir haben gestern ziemlich lang gefeiert und ich bin auch schon ziemlich müde. So oder so, ein weiteres Update werde ich heute nicht schreiben, egal ob und was ich heute noch lese. Morgen geht es weiter.

Freitag, 1. November 2013

Halloween-Lesewochenende by Kiya - III

Ich habe mich tatsächlich für "Saeculum" von Ursula Poznanski entschieden. Die Idee, dass man für Conventions oder Rollenspiele in die Natur geht, um ein möglichst reales Spielempfinden zu haben, ist nicht fernliegend. Seltsam finde ich allerdings, dass der über 20jährige Bastian, der als Neuling einsteigt, nicht selbst recherchiert oder seine Freundin fragt, was bei dieser Art Rollenspielen passiert, womit man rechnen muss, wo Gefahren liegen können (medizinische Versorgung z.B.). Dies gilt erst recht, wenn er sich extra einkleiden muss, wenn sogar darauf Wert gelegt wird, dass auch Nebengegenstände wie Seife authentisch für das 14. Jahrhundert sein muss und eine dritte Person (und nicht etwa seine Freundin) darauf hinweist, dass er vielleicht ja auch Schuhe braucht und Wolldecken und vielleicht ein paar Wamse mehr ... Ich bin neugierig, was es mit der Truppe im Übrigen auf sich hat, besonders natürlich mit Doro und Iris, aber auch, weshalb Sandra sich mal intensiv, mal distanziert verhält.

16.40 Uhr
Ich bin inzwischen auf S. 302 angekommen. Die Spieler sind nicht mehr damit beschäftigt, vom Organisationsteam vorbereitete Aufgaben zu lösen, sie haben ganz andere Sorgen, zumal es auch irgendwie immer weniger werden. Sandra z.B. ist nicht mehr bei der Gruppe, weshalb ich derzeit nichts über ihre Stimmungsschwankungen in Bezug auf Bastian weiß. Dafür kenne ich mehr von Iris Hintergrund.
Die Szenen im Wald mit dem Gewitter, dem feuchten Laub, das Schutzsuchen finde ich gelungen, auch die Desorientierung, die mit der Dunkelheit einhergeht. Was Sandra angeht und ihr merkwürdiges Verhalten gegenüber Bastian - ich vermute da etwas und habe auch eine Vermutung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte - aber natürlich bin ich mir nicht sicher und hier an dieser Stelle darüber zu reden, würde spoilern bedeuten. :)

Ich glaube nicht, dass ich heute noch zu einem weiteren Update kommen werde, da ich mich nachher zu einer lieben Freundin aufmachen werde, um mit ihr ihren Geburtstag zu feiern. Das letzte Update zu "Saeculum" wird also wohl erst morgen kommen.

Samstag 17.00 Uhr
Ich habe "Saeculum" beendet, wie "Erebos" empfand ich das Buch als Pageturner und die restlichen Seiten heute Nachmittag lasen sich beinahe von selbst. Dabei habe ich festgestellt, dass meine Vermutung in Bezug auf Sandra richtig war. Ich lag auch richtig mit der generellen Ahnung zum Fortgang der Geschichte, die Frau Poznanski sodann vor mir detaillierter ausbreitete. Doro ist mir mit ihren Sprüchen zum Schluss absolut auf die Nerven gegangen, ich hatte das Bedürfnis, die Spieler anzuschreien, dass sie Doro einen Knebel in den Mund stecken mögen. Die "Verdichtung" und das Kulmunieren der Ereignisse fand ich gelungen. Alles in allem ist "Saeculum" für mich eine spannende und unterhaltsame Lektüre gewesen, auch wenn ich ein, zwei Tendenzen/Auflösungen vorhersah.

Halloween-Lesewochenende by Kiya - II

Gestern abend habe ich "Joyland" von Stephen King ausgelesen. Ich konnte es einfach nicht weglegen, als der Protagonist Devin einen Anruf bekam - auch wenn meine Augen noch so müde waren.

Um es vorweg zu nehmen: Wer in diesem Roman übernatürlichen Horror in der Art von "Es" oder "In iner kleinen Stadt" etc. erwartet, sollte ihn sich nicht kaufen. Der Protagonist Devin (Student) jobbt im Vergnügungspark Joyland und lernt bereits vor Jobantritt die Geschichte eines Mordes in der Geisterbahn (Täter nie gefasst, eine obligatorische Spukgeschichte gehört dazu)  und ein paar Schausteller kennen. Zu letzteren gehört eine Wahrsagerin, die Devin auch prompt etwas vorhersagt. Natürlich kennt Ihr das Gefühl, wenn man nicht weiß, ob es so etwas wie Wahrsagerei wirklich gibt - ist es Empathie gepaart mit guter Beobachtunggabe, Menschenkenntnis und Informationsquelle? Ist da tatsächlich eine Gabe, stimmt es, was sie vorhersagt? Die "Gabe", die Spukgeschichte und natürlich der Mord werden im Roman immer wieder thematisiert (das Buch ist letztlich auch ein Krimi) - trotzdem fühlte es sich für mich vorrangig wie ein nostalgischer Trip in die Vergangenheit an. Devin erinnert sich an seine erste Liebe, wie er besondere Menschen kennenlernte, von Mr. Eastbrook über Tom, Erin bis hin zu Annie und Mike, wie ihn die Zeit in Joyland stärkte bzw. veränderte. Man verkaufte Spass im Vergnügungspark, und das war harte Arbeit. Ich hatte Devin vor Augen, geschafft und erledigt nach seinen Fell-Aktionen und einmal sah er vor meinem geistigen Auge wie ein cooler junger Paul Newman aus, als er sich kommentarlos von Eddie wegdrehte. Das Rauschen der Brandung, wenn er in seinem Zimmer war, war präsent - vermutlich weil ich die See immer vermisse ;) - und ich wurde etwas an des Setting von "Der Talisman" erinnert mit dem Strand und dem Vergnügungspark. Ja, wie schon früher zeigt mir auch dieser Roman wieder (auch wenn ich die Übersetzung lese), was für ein großartiger Erzähler Stephen King ist.

Ich habe allerdings etwas, was mich störte: In vielen seiner Romane pflegen bestimmte Figuren eine vulgäreren Ausdrucksweise; es ist Stilmittel und Charakterisierung in einem. In "Joyland" hält sich das in Grenzen, es ist anderer Slang, der im Vergnügungspark gesprochen wird. Zum Romanende fiel mir der Rückfall auf deftigere Worte daher um so deutlicher auf. Ich kann sie auch auf einer Ebene auch nachvollziehen, dennoch glaube ich, dass sind nicht notwendig und vielleicht sogar contraproduktiv waren. Ohne die Herabsetzungen und Beleidigungen in dieser Form wäre vielleicht der Austausch an sich, aber dafür die dahinterstehende Charakterisierung intensiviert worden; so wirkt es wie Kontrollverlust, den ich angesichts der vorhergehenden Abläufe irgendwie nicht glaube. Sorry, dass dies hier so schwammig ist, aber ich will nicht spoilern.

Übrigens finde ich das deutsche Cover (klick) besser und inhaltlich erheblich passender als das amerikanische (klick), wenngleich das amerikanische durchaus Retro-Charme hat. ;)

Was das Lesewochenende angeht: Jetzt frühstücke ich erst einmal und dann - hm, Saeculum? Mal schauen. :)