Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween-Lesewochenende 2013 by Kiya - I

Kiya hat sich überlegt, dieses Wochenende - welches in einigen Bundesländern länger ist als in anderen - als "Halloween-Lesewochenende" zu genießen. Die Idee gefällt mir, ich schließe mich spontan an (praktischerweise ist in NRW morgen auch ein Feiertag).

Regeln gibt es nicht, außer die möglichen Lesestunden von heute an bis zum Sonntagabend zu genießen. :) Naja, ein wenig über den Verlauf des Lesewochenendes zu posten, sollte wohl auch drinsitzen.:)

Heute werde ich wohl nicht sehr viel zum Lesen kommen, meine Mittagspause ist bald vorbei und heute abend werde ich mit zwei Freundinnen Zeit verbringen. Aber am Freitag bis zum frühen Abend und am Wochenende wird Zeit für den Lesesessel da sein.

Stephen Kings "Joyland" lese ich gerade und würde ich über das Wochenende gern beenden. Dann gibt es da noch ebooks, Leihgaben und zur Not schaue ich mal, ob ich etwas im SuB finde. :) Keine Ahnung, ob meine Lektüreauswahl ganz oder teilweise zur Halloweenzeit passen wird. Ich lasse mich überraschen. :)

Dienstag, 29. Oktober 2013

Ontour: Fotoimpressionen München Teil 2

Und hier sind die restlichen Fotos. Wie schon an anderer Stelle gesagt, meine Freundin wohnt in einer schönen Ecke. :)






Sonntag, 27. Oktober 2013

Ontour: Fotoimpressionen München Teil 1

Ich war ein verlängertes Wochenende in München u.habe eine Freundin besucht. In der city waren wir nicht, habe ich aber auch nicht vermisst. Dafür waren wir 2x im Kino: Beide Vorstellungen fand ich großartig ( "The Butler" und "Macbeth").

Projekt 52 - Bücher 2013: 36/2013

Ich habe nachgedacht und nachgedacht über das Thema der 36. Woche von Fellmonsterchens Bücherprojekt 

"Schreckliche Buchgeschenke"

Das Felllmonsterchen hat mich mit seinen Buchstützen-Beispielen so geschockt, dass mir gar nichts mehr eingefallen ist. Nur um es klar zu stellen, solche Buchstützen möchte ich nicht, danke!

Aber: Ein für mich überflüssiges und in diesem Sinne "schreckliches Buchgeschenk" ist ein Buch, mit welchem man "arbeiten" soll: Reinschreiben, Malen, Seiten herausreißen, Dinge einbringen, die im Buch für mich nichts zu suchen haben. Ein (oder das?) Beispiel ist "Mach dieses Buch fertig"  (Beispielbilder hier (klick)).
Danke nein, nicht mein Humor, nicht mein Geschmack und auch wenn dort geschrieben wird, dass so kreativ ein einzigartiges Kunstwerk entsteht - das ist nichts für mich, ich betätige mich auch lieber anders kreativ. Wenn ich etwas notieren oder zeichnen möchte, nehme ich ein Notizbuch, Löcher in Seiten, Essen im Buch etc. werde ich ganz gewiss nicht bewusst veranlassen. Ich ärgere mich ja schon, wenn so etwas versehentlich passiert, auch wenn ich grundsätzlich kein Problem damit habe, dass Bücher nachdunkeln, der Buchrücken leidet und das Buch manchmal sehr sehr gelesen ausschaut. Aber eben "gelesen". ;)

Dienstag, 22. Oktober 2013

"Ein seltsamer Ort zum Sterben" von Derek B. Miller

Ich habe das letzte Wochenende bei einer lieben Freundin in München verbracht. Sie holte mich morgens um halb acht vom Flughafen ab und wir beschlossen, erst einmal frühstücken zu gehen. Gesagt getan (lecker) und da sich im Center auch eine Hugendubel-Filiale befand, sind wir anschließend dort hinein. Sie hatte zwar eine weitere Etage, war aber flächenmäßig nicht so groß. Es waren außer uns noch Kunden, die sich wie wir umschauten bzw. zahlten, aber es gab keine Schlange an der einen Kasse und die weitere Angestellte im Laden testete gerade einen Artikel aus.

Überraschenderweise bin ich im Laden fündig geworden. ;) Mir fiel Titel und Cover von "Ein seltsamer Ort zum Sterben" von Derek B. Miller auf. Ich las den Klappentext. Danach sollte das Buch von dem 82jährigen Amerikaner Sheldon handeln, der nach dem Tod seiner Ehefrau zu seiner Tochter Rhea und ihrem norwegischen Mann Lars nach Norwegen gezogen ist und der sich plötzlich auf einer Odyssee mit einem kleinen Jungen wiederfindet. Dessen Mutter wurde in der Wohnung von Sheldons Familie getötet. An einer beliebigen Seite noch in der ersten Hälfte schlug ich das Buch auf. Auf der Seite las ich davon, wie der Sheldon an der Rezeption eines ausgebuchten Hotels ein Zimmer verlangte (es war klar, er hatte weder Papiere noch Geld für sich und den ihn begleitenden Jungen dabei) und auch bekam. Er gab eine abenteuerliche Geschichte zum Besten von gestohlenen Pässen einerseits und einer erfolgten Reservierung  unter Vorlage von Passkopien durch sein Büro andererseits. Und die Angestellte möge ihnen bitte auch gleich Kopien machen, damit man am nächsten Tag zur Polizei gehen können. Es ging noch weiter - ein kleines Schlitzohr, dachte ich - und ging mit dem Buch zur Kasse.

Sheldon ist ein interessanter Charakter. Seine Frau dachte und seine Tochter meint weiterhin, dass er beginnende Demenz aufweist. Ihr Ehemann ist sich da nicht so sicher und die ermittelnde Polizeibeamtin Sigrid beginnt auch an dieser Aussage zu zweifeln. Als Leser wird man seine Entscheidung selbst treffen. Sicher ist, mit über 80 Jahren hat Sheldon einen großen Erfahrungsschatz, wer weiß, was er alles gelesen und z.B. im TV gesehen oder durch Gespräche erfahren hat. Hat er auch alles, was in dem Roman geschildert wird, erlebt? Immer wieder taucht Sheldon ab in vergangene Episoden, wobei nicht immer deutlich wird, was davon reale Vergangenheit und was Vision ist. Der Autor spielt zudem mit der Erzählperspektive, der Absatz kann schon mal mit Sheldon beginnen und mit der Polizeibeamtin oder den Verfolgern enden. Sicher ist, Sheldon hat paranoide Züge und fühlt sich in mehr als einer Beziehung schuldig.  Der Roman deckt Sheldons Leben ab, aber auch Rhea, Lars, Sigrid kommen nach meinem Empfinden nicht zu kurz und ebenso nicht Enver (der Mörder) oder Burim (ein anderer Verfolger) oder Kadri. Es geht um Kriege und seine Auswirkungen, es geht um das Älterwerden und das Leben mit Entscheidungen egal ob man 80 oder 30 ist. Die Lektüre ist fordernd, aufwühlend, manchmal humorvoll und trotz allem auch unterhaltend. Ich musste schmunzeln, schlucken, den Kopf schütteln. Ich mochte Sheldon nicht und dann doch. Ich hatte Gänsehaut, wunderte mich, was der 82jährige noch alles schafft und kaute an Sätzen - nicht wegen des Stils, wegen des Inhaltes.
    Im Hugendubel fand ich die Info, wer Jonassons Hunderjährigen mochte, wird auch dieses Buch mögen. Die beiden Protagonisten sind sicher beide alt und eigen und skurril, aber den Hunderjährigen mit seinen abenteuerlichen Erlebenisse empfand ich als - großartigen - Schelmenroman. "Ein seltsamer Ort zum Sterben" ist das nicht. Und obwohl es auch um Lebenserinnerungen geht, sind es in diesem Roman nicht nur die von Sheldon. Und sie haben eine andere Qualität. Ich empfinde sie privater, näher. Im Ergebnis: Beide Romane sind gut, aber verschieden. ;)

      Samstag, 12. Oktober 2013

      Projekt 52 Bücher - 2013: 35/2013

      Gerade habe ich eine Widmung meiner Schwester zu meinem 9. Geburtstag in einem Buch gelesen. Und dass es heute dazu kam, lag an Fellmonsterchens Projektthema für die 35. Woche:

      “Mein ältestes Buch”.. ich liebe nämlich solch’ antiquarische Sachen… die halb zu Staub zerfallen, wenn man sie nur mal scharf anschaut (nicht, daß ich meine alten Bücher jemals scharf anschauen würde, ich meine nur).
      Ich ziehe (noch?) nicht los und streife auf der Suche nach wertvollen alten Buchausgaben durch Antiquariate, vielmehr kaufe ich dort solche Bücher, die ich "austesten" möchte (da reichen mir zunächst auch günstige Gebrauchtausgaben) oder aber, die ich anderweitig nicht mehr bekomme. Sei es, weil sie nicht mehr aufgelegt werden oder weil ich die ältere Auflage haben möchte, die z.B. keine Kürzungen oder anderweitige Textveränderungen enthält. Schönes Beispiel sind die von mir im Rahmen des Projekts schon häufiger erwähnten Zauberland-Bücher von Alexander Wolkow, deren aktuellere Auflagen gekürzte Texte aufweisen sollen.

      Bei diesem Thema habe ich mich auf die Bücher konzentriert, die mir seit Jahrzehnten gehören (ich kann mir vorstellen, dass sich bei den von mir in den letzten Jahren antiquarisch gekauften Büchern durchaus noch ältere befinden). Es war ziemlich klar, in welchem Regal ich nach diesen Büchern Ausschau halten musste, bei meinen noch vorhandenen Kinderbüchern. Hier sind die drei ältesten:

      "Belorussische Volksmärchen" , herausgegeben von L.G. Barag im Akademie Verlag Berlin 1977, EVP 12,00 (Ost)Mark, habe ich zum 9. Geburtstag (1978) von meiner Schwester bekommen (Leineneinband, Fadenheftung, angestoßen und vergilbt, aber kein loses Blatt). 

      "Der Feuergott der Marranen", ein Märchen von Alexander Wolkow, ist der vierte Band der vorhin schon angesprochenen Zauberlandreihe, übersetzt von L. Steinmetz, gedruckt in der UdSSR, deutsche Übersetzung, Verlag Progreß, Moskau, 1974, EVP 8,30 (Ost)Mark. Es findet sich in diesem Buch auch "А. Волков "Огненный Бог Марранов" на немецком языке". :) (Leineneinband, Fadenheftung, sieht zwar sehr mitgenommen aus und ist vergilbt, aber auch hier ist nicht ein einziges Blatt lose). Lesen konnte ich 1974 noch nicht ;). Die drei Vorbände habe ich in anderen jüngeren DDR-Ausgaben und ich erinnere mich, dass die Bände heiß begehrt und kaum zu bekommen waren. Dieser Band wurde gebraucht gekauft, ich habe keine Ahnung, über welche Kanäle welches Familienmitglied an das Buch kam. Ich war jedenfalls glücklich, als ich es bekam. :)

      "Hans Christian Andersen Märchen", herausgegeben von Ernst Stein, Illustrationen von Bernhard Nast, aus dem Kinderbuchverlag Berlin  in der 2. Auflage zu einem EVP von 7,80 (Ost)Mark, ist offenbar mein ältestes Kinderbuch. In dem Buch ist keine Jahreszahl zu finden, aber bei meiner heutigen Internet-Recherche fand ich ein Angebot dieses Buches mit demselben Cover, 5. Auflage und der Angabe 1972. Ich schlussfolgere daraus, dass meine Ausgabe noch etwas älter ist. ;) Vielleicht stammt das Buch aus dem Bestand meines Bruders oder meiner Schwester und wurde an mich weitergegeben, vielleicht wurde es auch gebraucht besorgt. Die Illustrationen fand ich schon als Kind großartig, ich habe hier (klick) welche im Netz gefunden. Es ist kein Leinen, sondern Karton dieses Mal, eine Fadenbindung kann ich nicht erkennen und die Blätter sind ebenfalls vergilbt, aber auch hier ist kein Blatt lose.

      Die drei Bücher haben also alle schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und ich liebe sie. Nicht, weil sie antiquarisch sind, sondern weil sie mich an meine Kindheit, meine Eltern und meine Geschwister erinnern.


      Sonntag, 6. Oktober 2013

      Projekt 52 Bücher - 2013: 34/2013

      Fellmonsterchens Bücherprojektthema dieses Mal

      "Der Weltraum, unendliche Weiten ...

      ...dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat ..." (Classic-Enterprise-Episoden).

      Oder im Original: "Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no man has gone before." (Classic-Enterprise-Episoden).

      Star Trek! Wie wunderbar!

      Meine intensive Star-Trek-Romanzeit ist allerdings mehr als 15 Jahre her und die Masse der Romane wurde von mir gespendet. Und während ich sämtliche Star Trek Serien (incl. Animated) und Filme immer wieder sehe  - was bei einigen Folgen und ein paar Filmen auch, hm, anstrengend sein kann ;) -, bin ich nur gelegentlich zu den Star Trek Romanen zurückgekehrt. Genauer gesagt habe ich drei Anläufe zu drei verschiedenen Roman-Serien in den letzten Jahren unternommen:

      2012 habe ich "Star Trek Titan: Eine neue Ära" von Michael M. Martin und Andy Mangels gelesen, den "Pilotband" wenn man so will, in welchem das Setting für die Abenteuer des Raumschiffs Titan unter dem Kommando von Captain William T. Riker vorbereitet wird. Der Roman beginnt zeitlich nach dem Film "Star Trek Nemesis". Und so nett ich es auch fand, in das Star Trek Universum zurückzukehren - der Einführungsband überzeugte mich persönlich nicht ganz, weshalb ich bislang nicht wieder auf die USS Titan zurückgekehrt bin.

      Dann gab es die 2008 gestartete Reihe Star Trek Vanguard, deren erster Band den Leser in die Zeit kurz nach "Die Spitze des Eisbergs"/"Where no man has gone before" aus der Classik-Enterprise-Seire versetzt. Es handelt sich aber nicht um Abenteuer der Enterprise; die Serie dreht sich vielmehr um die Raumstation Vanguard, deren Bewohnern/Händlern bzw. den dort stationierten Offizieren und um die "Taurus Region". Ich habe die ersten Bände gelesen. Zwar empfand ich einige Prämissen etwas unglaubwürdig (z.B. ein tholianischer Botschafter auf Kronos oder ein Andorianer als Starfleet-Mitglied) u. die Qualität schwankte in den ersten Bänden etwas, aber die Serie hat definitiv Reiz ausgeübt. Ich kann mir durchaus vorstellen, in die Taurus-Region wieder zurückzukehren.

      Dann habe ich vor einiger Zeit in einen DS9-Roman hineingelesen, der zeitlich nach dem Ende von DS9 spielt. Classic-Enterprise habe ich als Kind immer dann gesehen, wenn mit unserer riesigen Antenne im heutigen Mecklenburg-Vorpommern der Empfang von ZDF (mit VIEL Rauschen) möglich war. Die Serie brachte mich zu Star Trek. Im Zusammenhang wirklich gesehen habe ich die Classic-Serie erst nach der Wende aufgrund von Wiederholungen und kam dann auch zu TNG. DS9 und ich mussten etwas "zusammenwachsen", aber inzwischen empfinde ich DS9 als die beste der Trek-Serien - vielleicht die Romanserie Star Trek Vanguard deshalb auch einen Reiz auf mich aus. ;) Der DS9-Roman jedenfalls, dessen Titel ich nicht einmal erinnere, konnte mich nicht als Leser halten. Keine Ahnung - vielleicht hatte ich einfach einen schlechten Tag. ;)

      Star-Trek-"Sachbücher" sind dagegen ein anderes Thema. Über die Jahre habe ich nicht mit dem Kauf solcher Bücher aufgehört. Über die Biographien von Leonard Nimoy habe ich ja bereits bei anderer Gelegenheit (Bücherprojekt 2012 - Alien) geschrieben. Leider noch immer ungelesen liegt in meinem TuB die Paperbackversion von "From Sawdust to Stardust" -eine Biographie über DeForest Kelley. Ich habe ein paar (liebe- und humorige) Nitpicker-Bücher von Phil Farrand, die "Memoiers of the Future" von Wil Wheaton. Mit "Just a Geek" von Wil Wheaton liebäugel ich immer wieder, bislang ungekauft. Aber die - deutschen - backsteinhaften Bücher "Star Trek 365" und "Star Trek The Next Generation 365" habe ich gekauft:  365 (Doppel-)Seiten, auf der einen Seite Episoden- und Setfotos, auf der anderen mehr oder weniger die Seite ausfüllender Text zur Szene und/oder Zitaten aus der Folge. Die beiden Bücher waren schwer zu lesen, also wortwörtlich schwer wegen des Gewichtes und des Backsteinformats ;), aber für mich sind sie jedes Gramm wert. Und ich hoffe, es wird eine DS9-Version folgen.