Mittwoch, 28. August 2013

Boltenhagenurlaub 2013 - Teil 5

Mittwoch: mein letzter Urlaubstag in Boltenhagen. Dieses Mal habe ich erst nach meinem Frühstück den Spaziergang begonnen, der mich am Strand Richtung Seebrücke führte. Die Schwäne habe ich ja schon einmal erwähnt. Dieses mal sah ich einen Schwan, der - wie mir schien - zeigen wollte, wie man als Schwan so startet und landet auf der Ostsee. 





Ein junger Schwan rollte sich im Uferbereich zusammen, nur ein wenig entfernt lagerte ein erwachsener Schwan ebenfalls an den Strand und steckte den Kopf unter das Gefieder, während Spaziergänger an ihnen vorbeiliefen. Ich staunte nicht schlecht ob dieser Gelassenheit.


 Außerdem verwunderte mich der etwas leere Strand, jedenfalls empfand ich ihn so. Vermutlich war er das gar nicht wirklich, denn es waren Spaziergänger da und es waren auch ein paar Strandkörbe besetzt, im Wasser waren allerdings nur wenige.


 Hm, als ich ein Kind war ging ich mit den Badegästen meiner Eltern im Sommer verhältnismäßig früh an den Strand. Regelmäßig war es zwischen halb neun und neun, eine Badegast-Familie fuhr immer schon zu 7.00 Uhr an den Strand. Wir hatten voll gepackte Taschen dabei, die neben Büchern, Rätselheften und Spielen auch belegte Brote, Äpfel, Pfeffis *g*, Wasser und Bier (jeweils einzugraben im Sand des Uferbereiches), Thermoskannen mit Tee bzw. Kaffee. Und wir waren dann nicht die ersten oder einzigen am Strand. Die eine Badegastfamilie blieb „am Ort“, zwar nicht am sogenannten Hauptübergang, aber binnen fünf Minuten war ich mit dem Fahrrad bei ihnen am Strand oder zu Hause. Denn über die heiße Mittagszeit war ich dann regelmäßig daheim und ging bzw. fuhr erst gegen halb zwei, zwei Uhr wieder zum Strand, wenn ich mich nicht mit Freunden verabredet hatte. Eine anderen Badegastfamilie fuhr mit ihrem Auto immer an einen außerhalb gelegenen Strandabschnitt (Fahrzeit ca. 15 - 20 Minuten). Sehr häufig bin ich mit ihnen aber nicht mitgefahren. Der Strandbereich war zwar sehr schön, aber er war auch weit vom Ort entfernt. Ich musste den ganzen langen Tag von 7 Uhr morgens bis ca. 18.00 Uhr dort bleiben. Das wurde dann doch schnell langweilig - die Mittagshitze kam trotz Wind- und Schattenschutz noch hinzu. Ach ja, als Kind war meine Haut nicht so empfindlich wie sie es heute ist. Damals sprang ich braungebrannt als Nackedei am Strand und im Wasser herum, wenn überhaupt war ich mit einem Sonnenbrand „durch“. Heute brauche ich mindestens Lichtschutzfaktor 30, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Und auch wenn ich etwas Farbe bekomme - abgesehen von dem Rot des nächsten Sonnenbrandes -: sonnengebräunt wie in meiner Kinderzeit bin ich schon, ähm, jahrzehntelang nicht mehr gewesen. ;) Ich schweife ganz schön ab.

Je mehr ich Richtung Seebrücke in Boltenhagen kam, desto mehr war jedenfalls auch Betrieb. Natürlich waren auch genügend Möwen vorhanden, die von den Urlaubern von der Seebrücke hinab gefüttert wurden.




Den letzten Urlaubstag habe ich in Boltenhagen-Zentrum verbracht. Ich habe zu Mittag Scholle gegessen, kaufte mir die aktuell erschienene Troll-Zeitschrift und setzte mich mit meinem Buch zu einem Milchkaffee in das netten „Pralinchen-Cafe“. Dort gibt es u.a. auch selbstgemachte Pralinen und Schokoladenpräsente. Mitgenommen habe ich aber nur zwei Trüffel für mich, die ich ab Abend auf der Dachterrasse genoss (ich wollte nicht am Donnerstag nach der Annkauf daheim Schokoladensauce vorfinden; für meinen Abreisetag waren wieder Temperaturen über 30 °C gemeldet worden). Ich schlenderte weiter durch den Ort, schaute in ein, zwei Geschäfte hinein, trank einen weiteren Kaffee, gönnte mir ein Eis und machte mich mit bereits etwas schweren Herzen zurück Richtung Ferienwohnung, um aufzuräumen und Sachen zusammen zu packen. Dann ging es noch einmal ins Meer, später ging ich auf einen Schoppen Wein noch einmal in den Ort und noch später saß genoss ich die Abendluft auf der Dachterrasse.


Am Donnerstag „verabschiedete“ ich mich von der Ostsee, ein Blick auf die See und den Himmel, 




noch ein letztes morgendliches Schwimmen, etwas herzschwer zur Ferienwohnung zurücktapern, dann Frühstück, die Ferienwohnung fegen und das Bettzeug abziehen und ab auf die Autobahn. Die Rückfahrt lief verkehrstechnisch und zeitlich perfekt: kein Stau, kein stockender Verkehr, die Klimaanlage versagte auch nicht und so war ich zur Mittagszeit daheim. Als ich aus dem Auto ausstieg war, wäre ich am liebsten in die Wohnung, hätte meine MuMs geschnappt und mit ihnen zurück an die See gefahren. Es war so heiß. Meine katzensittende Freundin hatte aber die Jalousien heruntergelassen und so stand einer kuschel-warmen *g* Begrüßung meiner zwei kätzischen Helden nichts im Wege - und im TK-Fach wartete bereits ein Eis auf mich.:D

Montag, 19. August 2013

Boltenhagenurlaub 2013 - Teil 4

Nach meinem Sturz am Montagabend wachte ich am Urlaubsdienstag mit einem etwas pochenden Knie auf und die ersten Bewegungen damit waren doch, ähm, verkrampft. Selbst die Bewegung in der Ferienwohnung führte aber schon dazu, dass ich mehr und mehr besser ging und so habe ich dann meinen schon gefassten Plan umgesetzt und bin frühmorgens am Strand Richtung Steilküste „gewandert“. Das klappte auch ganz gut, nur bei Fotos, bei denen ich in die Hocke ging, meldete sich mein Knie äußerst nachhaltig. ;)

Ich kann mich nur wiederholen: In den früheren Morgenstunden ist der Strand und die Ostsee einfach traumhaft. Das dürfte für jedes Meer gelten. Zwar tuckerte die Strandreinigung auf einem Strandabschnitt herum, den ich aber alsbald hinter mir ließ. Am Hundestrand vorbei, der um diese Uhrzeit auch noch verlassen war, ging ich weiter und wurde dann von einer jungen Frau angesprochen, ob ich sie nicht vor dem Steilküstenpanorama fotografieren und ihr die Bilder mailen könnte - konnte ich und habe ich. :)




Ich war etwas erstaunt, wie viele Schwäne es hier gab, ich habe im Steilküstenbereich so ca. 8 bis 10 Schwäne gesehen - natürlich Möwen in diversen Ausgestaltungen und Reiher. Auf den immer zahlreicheren Steinen waren nicht nur Algen gelagert, man konnte zum Teil mit bloßem Auge dort lebende Kleinlebewesen sehen. Muscheln dagegen sah ich hier kaum. Außerdem konnte ich einen ganzen Schwarm Schwalben beobachten, die in Bereichen der Steilküste nisten. Sie waren so schnell und flink, ich konnte sie fotografisch nicht erfassen.










Irgendwann, ich hatte den Steilküstenstrand natürlich noch nicht vollständig abgewandert, drehte ich wieder um und ging Richtung Boltenhagen am Strand zurück.Die Steilküste selbst mag zwar nicht so beeindruckend sein wie auf Rügen. Aber dafür dürfte es auch ungefährlicher sein als auf Rügen, am Strand spazieren zu gehen ... Ein gesundes Maß an Vorsicht ist natürlich trotzdem geboten, nicht nur im Bereich der Steilküstenhänge, sondern auch am Steinstrand wegen Stolper- bzw. Rutschgefahr (u.a. Algen etc.). bzw. im Wasser an den Buhnen (Rutschgefahr und im Wasser mögliche Verwirbelungen und Untiefen).









 Auf dem Rückweg habe ich mir dann an dem Bio-Wagen-Imbiss - ja, von dem Bio-Laden, den ich am Tag zuvor auf der anderen Seite von Boltenhagen besucht hatte - Brötchen zum späten Frühstück (es war inzwischen schon nach 10) und einen Sesam-Cookie mitgenommen, den ich dann mit Kaffee als spätes Mittagessen verputzte. Meine Güte, letzterer war vielleicht sättigend! Und lecker. :)

Den restlichen Tag verbrachte ich - mein linkes Bein hochgelegt und mit einem nassen Handtuch umschlagen - mit Lesen, teils in der Ferienwohnung, teils auf der Dachterrasse im Strandkorb. Zu Abend aß ich Zander (der von der Zubereitungsart nicht ganz meinen Geschmack traf). Während ich noch mit einem Radler-Ehepaar noch etwas schnackte - laut der Bedienung soll man offenbar prima von Boltenhagen bis nach Lübeck radeln können - genoss ich einen köstlichen trockenen Weißwein aus Südafrika und hatte zum Schluss auch die passende Bettschwere. :D

Dienstag, 13. August 2013

Boltenhagenurlaub 2013 - Teil 3

Am Urlaubsmontag in Boltenhagen war es morgens bedeckt, relativ kühl - und ich dachte: "Prima, leih Dir mal ein Rad aus!" Was ich auch prompt nach einem gemütlichen Frühstück tat. Ich bin mit dem Rad ein kleines Stück noch in Strandnähe gefahren und dann Richtung Boltenhagen-Redewisch abgeboten. Zwar wollte ich spontan zu einer ausgeschilderten "Art-Café-Scheune" ... Auf dem Weg dorthin fing es dann aber zu regnen an und da ich mich bereits auf einem recht frei gelegenen und so dem Regen wunderbar zugänglichen Bauernschaftsweg befand - den ich auch noch brav hätter weiterfahren müssen -, drehte ich ebenso spontan wieder um und fuhr in den schützenden Heckenweg des Dorfes zurück. :)





 
Der Regen ließ deutlich nach und Kaffeedurst hatte ich inzwischen, aber das Gutshotel (die Fotos sind nichts geworden) wollte ich nicht aufsuchen. Also ging es über einen Schleichweg vorbei am Hotel Richtung Gutshaus(anlage) Redewisch und von dort dann weiter durch das Hinterland.









Mein Zeil war Boltenhagen-Tarnewitz und die dortige Marina. Dort sind zwei recht große schön angelegte Hotels, auch die Anlage für die Schiffe ist nett, aber den direkt anliegenden Strandabschnitt - man kann natürlich auch den anderen Strand näher an Boltenhagen nutzen - fand ich doch ziemlich überschaubar. Jedenfalls gab es dort dann auch endlich meine Mittagspause: leckere Scholle und ein äußerst frisches und gut schmeckendes Radler! :)







Auf dem Weg nach Boltenhagen habe ich dann bei einem Bioladen angehalten und mich mit einer ökologisch und biologisch wertvollen Kartoffelchips-Tüte, einem Bio-Schokoladenriegel, die extrem leckere und erfrischende BioZisch-Limonade Lemon-Zitrone und etwas Obst und Gemüse eingedeckt. Mein Rucksack platzte aus allen Nähten (die Kameratasche hatte ich mir schon längst umgeschlungen) . Zwar war es schön, dass "Klärchen" gegen Mittag dann wieder herauskam, allerdings stiegen die Temperaturen dadurch deutlich an - und der Rucksack auf meinem Rücken wurde immer schwerer, denn dem Gepäckträger des Leihrades wollte ich den Rucksack jetzt nicht mehr "anvertrauen" (nein, kein Korb). ;)  Das schrie, als ich im Zentrum von Boltenhagen ankam, förmlich nach einer Erfrischung in Form einer Eisschokolade! Ich glaube, gegen 16.00 Uhr oder 16.30 Uhr war ich dann wieder in meiner Ferienwohnung. Es war nicht so, dass ich jetzt großartig Kilometer gerissen habe, aber ich ließ mir Zeit, schaute mich um, machte Pausen - Urlaub halt :).

Die Tour könnt ihr anhand meiner lustigen Pfeileinzeichnung in der Karte mehr oder weniger deutlich nachvollziehen: :) Der seltsame Kringel oben links in der Karte nahe des Strandes ungefähr in Höhe der drei XXX war mein Start- und Zielort. :D

                                   XXX



Der Tag war also sehr aktiv. Und warm. Und offenbar hat mein Gehirn deshalb etwas früher seine Leistung heruntergefahren. Denn am Abend habe ich meinen linken Fuß nur einmal angehoben, um die Stufe zur Dachterrasse zu nehmen, aber kein zweites Mal, um über die Türeinfassung zu steigen. Ergebnis: Ich flog förmlich auf die (Waschbeton-)Terrasse und habe mir dabei u.a. kräftig das linke Knie geprellt. Das war ein gleichzeitiges Jammern und Fluchen, Handtuch nassmachen und Knie kühlen, danach noch - um das Knie noch etwas in Bewegung u. geschmeidig zu halten, eine halbe Stunde gehen... Autsch.

Mittwoch, 7. August 2013

Boltenhagenurlaub 2013 - Teil 2

Das Wetter am letzten Juliwochenende 2013 in Boltenhagen war insgesamt heiß - und es blieb insgesamt schön und für meine Verhältnisse zu heiß auch die übrige Zeit. Ausnahme waren gelegentliche Regenfälle, denen jedoch Sonnenschein vorausging und nachfolgte. Ich nutzte deswegen ausgiebig die frühen Morgenstunden. Regelmäßig begann mein Tag an der Ostsee zwischen halb sechs und sechs mit einem Pott Krümelkaffee, dem Gang zur und in die Ostsee und Spaziergängen in der Stille des Morgens, begleitet von Handy bzw. Kamera. Zurück in meiner Ferienwohnung gab es dann das frische auf dem Rückweg besorgte Brötchen und Kaffee; das Frühstück nahm ich regelmäßig auf der Dachterrasse im Strandkorb ein. Meist ging es dann mit Lesen weiter bzw., da meine Nächte relativ kurz waren, mit ausgiebiger Siesta. Ich hatte nicht das Bedürfnis, mich über die Mittags- bis zur Kaffeezeit in die pralle Sonne bei über 30 °C an den Strand zu begeben. Zwar entgingen mir so jeden Tag einige Stunden direkt am Wasser, aber dafür bekam ich keinen Sonnenstich, Sonnenbrand, Kreislaufprobleme etc. Im Strandkorb auf der Dachterrasse saß ich in der warmen Luft dennoch im Schatten und konnte auf die Ostsee sehen, während ich las.



 Regelmäßig zwischen halb fünf und fünf machte ich mich wieder "auf den Weg", zur bzw. in die Ostsee, in den Ort zum Schauen, Essen oder Lesen bei einem Glas gekühlten Weißweins.

Die Nacht vom Samstag zu Sonntag habe ich schlecht geschlafen. Das lag zum Teil daran, dass ich die MuMs vermisste, aber natürlich auch daran, dass ich am Samstagnachmittag völlig erledigt war und geschlafen hatte. Sonntagmorgen hatte ich daher Gelegenheit, sehr früh am Strand zu sein, einen Sonnenaufgang anschauen und das Morgenlicht genießen zu können.














Am Montag unternahm ich dann einen morgendlichen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt oben auf der Steilküste in Boltenhagen - vorbei am Hundestrandabschnitt und verschiedene Boote sichtend.