Sonntag, 30. Juni 2013

Projekt 52 Bücher-2013: 23/2013

In der 23. Kalenderwoche 2013 lautet Fellmonsterchens-Projekt-Thema


Ein Buch eines Autors, dessen Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und/oder der vom Regime verfolgt wurde.

Ich gehe die Liste durch und finde einige mir bekannte Namen. Von manchen kenne ich (noch) nichts bzw. nur Bruchstücke wie Kästner, Tucholsky Ringelnatz, Liebknecht, Bredel oder Vicki Baum. Andere sind mir bereits aus meinem Deutschunterricht in der früheren DDR bekannt, wieder andere habe ich später gelesen, z.B: 
- Lion Feuchtwanger, von dem ich vor ein paar Jahren "Die Jüdin von Toledo" gelesen habe (ein "historischer" Roman, der von mir nicht als Bücherspende aussortiert wurde).
- Stefan Zweig, von dem ich nur "Marie Antoinette - Bildnis eines mittleren Charakters" kenne (und kein zweites Mal lesen muss).
- Mascha Kaleko - von der ich einen Gedichtband besitze
- Johannes R. Becher -, der mir hauptsächlich als Dichter der Nationalhymne der früheren DDR vertraut ist, von dem ich inzwischen aber auch einen Gedichtband hier habe (mit einigen kann ich nichts anfangen, andere sind politisch, propagandistisch, kritisch, wieder andere poetisch, melancholisch. Ich brauche mehr Zeit; mit der Lyrik stehe ich nicht auf Du und Du. ;) )
- Anna Seghers, wo ich mich noch als Schülerin in der Klasse sitzen sehe, während Passagen aus "Das siebte Kreuz" vorgelesen werden und man hofft, dass die 7 KZ-Flüchtlingen, einer davon Georg Heisler, überleben.
- Berthold Brecht, der mehrfach Gegenstand meiner Schulausbildung (Deutsch u. Musik) war, z.B. mit  "Das Leben des Galilei" (Wissenschaft und das Machtverhältnis Galilei/Kirche), "Die Dreigroschenoper" (dieses im 18. Jhd. in London spielende Bühnenstück mit Musik hatte so viele Parallelen zum Leben in den 1920ern und 1930ern, dass es in Deutschland verboten wurde), auch "Das Verhör des Lukullus" (Musik Paul Dessau) .
- Friedrich Wolf haben wir mit seinem Stück "Professor Mamlock", welches kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten spielt und sich mit der einsetzenden Judenverfolgung beschäftigt, durchgenommen
- Franz Kafka, von dem ich vor ein paar Jahren "Der Prozess" gelesen haben - fragmentiert, anstrengend, aber lohnenswert
- Heinrich Heine, mit dem wir uns in der Schule ("Die Weber", "Deutschland, ein Wintermärchen"), beschäftigten
- Karl Marx, von dem wir u.a. "Das Manifest der kommunistischen Partei" in der Schule durchnahmen
- Alex Wedding, von der wir das Buch "Ede und Unku" in der Schule gelesen haben. Ich weiß nicht mehr, wann genau das war, vielleicht in der 5. oder 6. Klasse. Das ist jedenfalls über 25 Jahre her. Das Kinderbuch handelt von der sich entwickelnden Freundschaft zwischen dem Berliner Jungen Ede und dem Sinti-Mädchen Unku, zeigt aber für die "junge Generation" auch die ungerechtfertigten gelebten Vorurteile gegenüber und Ausgrenzungen von Unku und ihrer Familie bzw. anderen Sinti und Roma in der Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus in den 1920er Jahren auf. Neben der sozialen Ausgrenzung wurde auch das Leben der Arbeiter an sich thematisiert incl. Arbeitslosigkeit, Streik, KPD. Um meine Erinnerungen aufzufrischen, wollte ich das Buch - im Idealfalls als ebook -, ordern und musste feststellen, dass es offenbar nicht mehr verlegt wird und nur noch gebraucht zu bekommen ist. Das finde ich sehr bedauerlich.

Projekt 52 Bücher 2013: 22/2013

Ich war letztens stolz auf mich, dass ich im Bücherprojekt aufgeholt hatte - und nur hänge ich schon wieder hinterher. :) In der 22. Kalenderwoche wirft das Fellmonsterchen in ihrem Bücherprojekt in den Raum:

"Bücherregal für Jugendliche einrichten (welche Bücher gehören gut versteckt)"

Ich lege mal Tante Wiki zugrunde, wonach die Jugend das Alter zwischen 13 und 21 umfasst. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich die Geschlechter in dieser Zeit in verschiedenen Tempi entwickeln und dazu, dass jeder Mensch sein eigenes Entwicklungstempo und eigene Interesse hat, ist die im Bücherprojekt gestellte Aufgabe alles andere als einfach. Mit fortschreitender Entwicklung (ich schreibe bewusst nicht Alter) des Jugendlichen wird auch der Regalinhalt ändern, sich entwicklen.

Ich überlege gerade,ob ich ein Buch aus meinem Bestand einem danach fragenden Jugendlichen komplett verweigern würde. Wenn ich an "Das Buch der verlorenen Dinge" von John Conolly denke, würde ich durchaus überlegen, ob ich das Buch aushändige. Es käme auf den Jugendlichen an und auf den Erziehungsberechtigten, ob und wann ich es verleihen würde. Ein Elternteil fände es vielleicht nicht so prickelnd, wenn ich dem Kind "einfach so" ein Buch ausleihen würde, welches im Mantel der Märchenhaftigkeit nicht nur Ehrenhaftigkeit transportiert, sondern auch dunkle Begierden, Wut und Sexualität. Was ist mit Stephen-King-Büchern von dem phantastisch-horromäßigen Buch "Es" über das für mich gruselige Buch "Das Mädchen" (eine 9jährige verläuft sich im Wald) bis hin zur Kurzgeschichtensammlung "Frühling, Sommer, Herbst und Tod" - in der sich u.a. die den Filmen "Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers" und "Die Verurteilten" zugrundeliegenden Stories? Was ist mit z.B. "Nackt unter Wölfen" oder "Die Abenteuer des Werner Holt" die ich in der Schule als Jugendliche gelesen habe: Auch wenn u.a. diese Bücher als Pflichtlektüre immer den Anstrich "Zwang=Nerv" besaßen: Es sind wertvolle und in Erinnerung gebliebene, in der Zeit des Nationalsozialismus spielende, Bücher, die zu lesen sich lohnt  - aber je nach Entwicklungsstand ggf. gemeinsam mit anderen, um die Möglichkeit zu haben, über die Story zu sprechen. Deswegen: Auch diese Bücher würde ich - je nach Jugendlichem und Erziehungsberechtigten - ausleihen oder vielleicht auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten.

Ein anderer Aspekt: Wir haben in der Schule - wenn ich mich recht erinnere - so ab ca. der 8. Klasse begonnen, die Klassiker wie "Faust", "Hamlet" oder "Nathan, der Weise" zu lesen. Ich glaube nicht, dass mich diese Stücke als 14/15jährige ohne die schulische Begleitung interessiert hätten, vermutlich wegen ihrer klassischen Drama-Form. Aber: "Faust" und "Hamlet" befinden sich noch immer in meinem Bücherregal und falls ein Jugendlicher sie ausleihen wollte, würde ich sie ihm nach Abwägung geben trotz der diversen Todesfälle in den Stücken ;). Nach seinem erfolgreichen oder nichterfolgreichen  (Alleingang?-)Versuch mit dem Hamlet-Stück würde ich ihm aber auch - Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt - den No fear Shakespeare-Hamlet-Comic von Neil Barba in die Hand drücken als zusätzlichen bzw. alternativen Zugang.

Ich mag die Vorstellung nicht, dass ich Bücher aus meinen Regalen entferne, damit ein ins Haus kommender Jugendlicher sie (noch) nicht liest. Ich würde vielmehr das Gespräch mit ihm suchen, warum ihn ein Buch interessiert, ob er sich ggf. noch Zeit lassen sollte, bis er sich diesem Buch widmet oder ob man es vielleicht gemeinsam liest und darüber redet. Denn es gibt immer Mittel und Wege, wie man an "verbotene" Dinge herankommt: man kann in Büchereien darüber stolpern und sogar direkt vor Ort dort lesen. Man kann Bücher, die in der Clique als voll gruselig oder heftig etc. im Gespräch sind, bei irgendjemanden ausleihen oder über einen Dritten kaufen. Würde ich das alles auch so sehen, wenn ich längerfristig im Haus lebende Kinder bzw. Heranwachsende hätte? Dann wäre ich vielleicht doch restriktiver ;) und würde einige Bücher mindestens außerhalb direkter Reichweite unterbringen.

Jedenfalls finden sich neben King, Sachbüchern etc. in meinem Bücherbestand auch "Tschick" von Hernndorf (für mich ein ab 14 Jahren lesbares all-age-road-movie-Buch, welches zudem ohne irgendwelche Fantasy auskommt), "Die drei Musketiere" von Dumas, "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" von Doyle oder "Der Samenbankraub" von Prokop, die "Zauberland-Reihe" von Wolkow (die man prima auch noch als Jugendlicher oder Erwachsener lesen kann), Märchenbücher etc. - und vielleicht greift der Jugendliche ja auch dazu. :)

Sonntag, 16. Juni 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 21/2013

In der 21. Woche von Fellmonsterchens Bücherprojekt lautete das Thema:

Ein bestimmtes Genre.

Vor gar nicht so langer Zeit sagte eine meiner Freundinnen zu mir, ich würde ja viel Fantasy lesen. Das überraschte mich. Ich habe zwar eine Zeitlang tatsächlich hauptsächlich phantastische Literatur gelesen, u.a. die Darkover-Romane von Marion Zimmer-Bradley, diverse Horrorromane von Stephen King und Dan Simmons, oder Science-Fiction von Stanislaw Lem. Diese Phase ist inzwischen aber schon mehr als ein paar Jahre her. Vor vielleicht ca. 5 Jahren habe ich dann Stephen Kings Dunklen Turm-Zyklus für mich entdeckt und mich rasant durch alle verfügbaren Teile gelesen. Diese Zeit fiel mit einem gemeinsamen Urlaub mit dieser Freundin zusammen, sodass ich vermute, ihr Eindruck kommt daher oder hat sich hierdurch verstärkt. Das Lustige ist, dass ich mich im Fantasy-Bereich nicht auskenne, meine Wahrnehmung ist vielmehr sehr auf ein paar Autoren beschränkt. Fantasy-Epen z.B. lese ich kaum. Tolkien habe ich sehr spät kennengelernt und ich kenne von ihm auch nur "Der Herr der Ringe", am Buch "Der kleine Hobbit" bin ich bis heute gescheitert. Andere bekannte Fantasy-Epen wie "Das Rad der Zeit" von Robert Jordan oder "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin habe ich ebenfalls nicht gelesen und ich habe - zumindest derzeit - auch kein Bedürfnis, mich mit ihnen zu beschäftigen. Viele bekannte Fantasy-Autoren kenne ich bestimmt nicht einmal dem Namen nach. Z. B. habe ich von George R.R. Martin das erste Mal vor ca. zwei Jahren oder so gehört, glaube ich. Urban Fantasy oder eine Dystopie bzw. ein Roman mit phantastischen Elementen (z.B. "Der Anschlag" von Stephen King) findet sich allerdings häufiger in meiner aktuellen Lektüre. Aber auch hier, habe ich den Eindruck, ist meine Wahrnehmung sehr beschränkt. 

Eine andere Freundin dachte, ich lese keine Krimis, dabei mag ich Krimis und Thriller ebenso wie andere Romane. Diese Eindruck, keine Krimileserin zu sein, habe ich wohl dadurch vermittelt, dass ich nur selten Bücher dieses Genres kaufe (ich leihe sie mir eher in der Bücherei oder bei Freunden). Witzigerweise gilt dieses für ca. das letzte halbe Jahr nicht, da ich mir in dieser Zeit etliche Bücher aus der Lord-Peter-Reihe von Dorothy L. Sayers und die zwei bislang erschienenen Allmen-Romane von Martin Suter besorgt habe.

Vor einigen Wochen habe ich begonnen, meine Bücher nach aussortierbaren Exemplaren durchzusehen. Bei dieser Gelegenheit habe ich etliche historische Romane aus dem Regal genommen und separiert. Sie reizen mich heute nicht mehr in dem Maße, dass ich die Bücer unbedingt behalten möchte, obwohl ich sie damals gern gelesen habe (z.B. Christian Jacq "Imhotep" oder Kaari Utros "Der Bronzevogel") und so werde ich sie wohl als Buchspende zur Bücherei geben.

Ich lese genremaßig, worauf ich gerade Lust habe, vom Sachbuch bis Horror, von Klassik bis ChickLit. Das war früher auch so. Da folgte Dan Simmons schon mal Isabel Allende. Manchmal sind es Phasen, in denen ein Genre überwiegt, manchmal nicht, wie auch meine aktuelle Lektüre zeigt: Krimi ("The Curse of the Pharaos" von Elizabeth Peters = Bd. 2 der Amelia Peabody-Reihe als Hörbuch), allgemeine Belletristik ("Die Reisen mit meiner Tante" von Graham Greene) und - leichte - Phantastik ("Märzkinder" von Alice Hoffmann). *g*

Projekt 52 Bücher - 2013: 20/2013

Das dreiteilige Aufholthema von Fellmonsterchens Projekt in der 20. Kalenderwoche ist
1) Das Buch, das du als letztes verschenkt hast.
2) Das Buch, das du zuletzt geschenkt bekommen hast.
3) Das Buch, das ich am häufigsten verschenkt habe.

Na dann:

1) Zuletzt verschenkt habe ich das Audiobuch "Von Katzen und anderen Menschen" von Werner Fuld, gelesen von Edgar M. Böhlke. Es ist, wie ich finde, ein sehr unterhaltsames kleines Buch über einige Aspekte des Zusammenlebens mit Katzen, welches zudem wunderbar ernsthaft und trocken von Herrn Böhlke vorgetragen wird. Ich hoffe, dass das Geschenk der Empfängerin, bei der gerade Katzen eingezogen sind, gefällt.

2) Oh, das ist schwierig, weil ich eher Buchgutscheine als Bücher geschenkt bekomme. Hm... Ah ja, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht (Bücher, die ich mir explizit selbst z.B. zu Weihnachten schenke, zähle ich hier nicht *g*), haben mir meine Freundin Sayuri und ihr Freund zusammen mit einer Zutatenauswahl das Kochbuch "Indische Küche" zu meinem Geburtstag letztes Jahr geschenkt. Und Sayuri und ich haben kurz darauf das Buch "eingeweiht", indem wir gemeinsam etwas daraus gekocht haben (lecker!).

3) Ich kann kein Buch nennen, welches ich "am meisten" verschenkt habe. Da meine Freunde regelmäßig einen eigenen - seltsamerweise von mir nicht gänzlich überschaubaren *g* - Buchbestand haben, gibt es z.B. als Geburtstagsgeschenk dann einen Buchgutschein (außer, ich kenne den Buchwunsch oder ein "Spion" kann mir etwas in diese Richtung bzw. die Auswahl verraten). Wenn ich Glück habe, bin ich mit Freunden zusammen in einem Buchladen und sehe, wie er oder sie ein
"Hätte ich gern, kaufe ich aber gerade nicht, weil
- ich habe es schon in einer anderen Ausgabe,
- ich warte bis es als Taschenbuch kommt
- ich will meinen SuB derzeit nicht erhöhen (o.ä. Grund) -
Buch" wieder aus der Hand legt - solche Buchgeschenke mache ich besonders gern.

Samstag, 15. Juni 2013

Projekt 52 Bücher 2013: 19/2013

Ich bin ja schon wieder in Rückstand geraten bei Fellmonsterchens Bücherprojekt! Nun, in letzter Zeit war ich auch etwas abgelenkt, mit classic-Doctor-Who-Folgen, mit neueren Doctor-Who-Folgen, mit dem aktuellen Star-Trek-Film, mit spannenden Hörbüchern, die ich nicht pausieren lassen wollte, mit Spaziergängen bzw. Fahrradfahrten... und auch mit Arbeit. Aber nun:

Erst einmal zu dem von mir selbst verbockten vorgeschlagenen Thema der 19. Woche: "Wenn der Vater mit dem Sohne": Das Thema hatte ich vor längerer Zeit eingereicht und ich habe keine Erinnerung mehr daran, was mir dabei durch den Kopf ging u. an welches Buch ich gedacht habe. Selbst schuld, Natira.

Nach einigem Überlegen fiel mein Blick auf eine Buchreihe, in der Professor Radcliffe Emerson seinen Auftritt hat. Prof. Emerson ist 1855 geboren und seines Zeichens engagierter Archäologe (mit manchmal cholerischen Zügen), verheiratet mit der formidablen Amelia und Vater von Walter, genannt "Ramses" (verzeiht mir die Spoiler, denn jeder Leser wird bei Lektüre des ersten Romans "Im Schatten des Todes/Crocodile on the Sandbank" der Amelia-Peabody-Reihe von Elizabeth Peters sowieso sehr früh erkennen, worauf die Begegnung von Peabody und Emerson hinausläuft *g*). Emerson und Peabody bilden ein dynamisches Paar und ihr Sohn Ramses ist auch nicht ohne. Er ist schon als Kind an Archäologie interessiert, natürlich sehr intelligent und gnadelos altklug. Und wenn seine Eltern und er Ende des 19./Anfang des 20.Jahrhunderts nach Ägypten zu Ausgrabungen reisen und mal wieder eine Leiche auftaucht, die dort nicht hingehört, müssen die Emersons sich natürlich um diese "Störung" kümmern. Dabei bilden Vater und Sohn durchaus (aber nicht nur bzw. nicht immer *g*) ein Team, sowohl bei der Arbeit, als auch bei den "Störungen".

Wer eine in Ägypten spielende klassische Krimireihe erwartet, den möchte ich vorwarnen. Der Krimiaspekt ist regelmäßig ziemlich abenteuerlich, bizarr und eigentlich nur Bühne für die eigenwilligen Emersons und ihre Freunde und Gegenspieler mit Bezügen zu historische Begebenheiten. Dass Elizabeth Peters (ein Pseudonym der im Jahr 1927 geborenen Frau Barbara Metz) eine promovierte Ägyptologin ist, überraschte mich nicht angesichts der Schilderung der Ausgrabungsarbeiten vor Ort  oder der Beschreibung von Grabfunden bzw. dem Schimpfen z.B. über die Verwaltung (Vergabe der Grabungen/Schmuggel). Dies geschieht leidenschaftlich, aber nicht belehrend oder gar trocken (Ausgrabungsarbeiten). Ab und an schwächelt die Autorin zwar und liest man die Bücher (am Besten chronologisch) zu schnell hintereinander, stellt sich vielleicht auch ein Überdruss wegen der Eigenarten von Amelia und Emerson ein. (Ich persönlich mag die z.B. auch die "frühen Jahre" lieber als die späteren). Aber in der Gesamtschau finde ich die Reihe sehr unterhaltsam und lese sie immer mal wieder.

Und aktuell - danke Natira für das Thema und das in-Erinnerung-rufen *g* - habe ich mir den ersten Roman als englisches Hörbuch bei audible geladen, gelesen von Barbara Rosenblat, und bin recht angetan. Barbara Rosenblat trägt sehr gut vor und dass ich nicht jedes Wort verstehe, liegt nur an meinen Englischkenntnissen. Ein wenig störend finde ich das immer wieder mal zu hörende Papierrascheln; möglicherweise war hier die Aufnahme-/Filtertechnik in den 1990ern, aus der die Aufnahme stammt, noch nicht so weit. Ein wenig "zu alt" habe ich im ersten Moment auch Barbara Rosenblats Peabody-Stimme empfunden (Amelia ist hier 32 Jahre alt). Aber z.B. Amelias energische und manchmal gouvernantenhafte Charakterzüge, ihr Witz  und ihre Direktheit, bringt die Sprecherin in meinen Ohren gut zum Ausdruck. Evelyn wird von ihr deutlich mädchenhafter, Emerson grantelig und Gaston Maspero oder auch Alfredo herrlich mit Akzent gelesen. Doch, das Hörbuch ist unterhaltsam und vermutlich werde ich auch "The Curse of the Pharaohs" besorgen ...

Aktuell - 15. Juni 2013- gibt es an Amelia-Peabody-Büchern, gelistet chronologisch nach den Seasons:
  • Im Schatten des Todes/Crocodile on the Sandbank. 1975. Covers the 1884–85 Season.
  • Der Fluch des Pharaonengrabes/The Curse of the Pharaohs. 1981. Covers the 1892–93 Season.
  • Der Mumienschrein/The Mummy Case. 1985. Covers the 1894–95 Season
  • Im Tal der Sphinx/Lion in the Valley. 1986. Covers the 1895–96 Season
  • Der Sarkophag/The Deeds of the Disturber. 1988. Covers Summer 1896
  • Verloren in der Wüstenstadt/The Last Camel Died at Noon. 1991. Covers the 1897–98 Season
  • Die Schlange, das Krokodil und der Tod/The Snake, the Crocodile, and the Dog. 1992. Covers the 1898–99 Season
  • Der Ring der Pharaonin/The Hippopotamus Pool. 1996. Covers the 1899–1900 Season
  • Ein Rätsel für Ramses/Seeing a Large Cat. 1997. Covers the 1903–04 Season
  • Der Hüter von Luxor/The Ape Who Guards the Balance. 1998. Covers the 1906–07 
  • Wächter des Himmels/Guardian of the Horizon. March 2004. Covers the 1907–08 Season.
  • Tod auf dem Tempelberg/A River in the Sky. April 2010. Covers the 1909-1910 season in Palestine
  • Der Fluch des Falken/The Falcon at the Portal. 1999. Covers the 1911–12 Season
  • Der Donner des Ra/He Shall Thunder in the Sky. 2000. Covers the 1914–15 Season
  • Der Herr der Schweigenden/Lord of the Silent. 2001. Covers the 1915–16 Season
  • Die goldene Göttin/The Golden One. 2002. Covers the 1916–17 Season
  • Der Herr des Sturms/Children of the Storm. April 2003. Covers the 1919–20 Season
  • Die Schlangenkrone/The Serpent on the Crown. March 2005. Covers the 1922 Season
  • Das Königsgrab/Tomb of the Golden Bird. March 2006. Covers the 1922–23
"Amelia Peabody's Egypt: A Compendium" - Published October 2003 - ist auf Deutsch wohl weiterhin noch nicht erschienen.

Die Angaben zum englischen Teil der Liste incl. der Season-Angaben stammen aus der Wikipedia wie folgt:
Barbara Mertz. (2013, March 9). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 08:33, June 15, 2013, from http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Barbara_Mertz&oldid=543049518

Mittwoch, 5. Juni 2013

Schullektüre in der früheren DDR

Das Thema der 23. Woche von Fellmonsterchens Bücherprojekt 2013 hat mich dazu gebracht, über meine Schullektüre in der früheren DDR nachzudenken. Ich bin 1976 eingeschult worden, das ist also schon ein Weilchen her. Ich habe mich an einer Liste versucht. In ihr befinden sich keine Gedichte (ich erinnere mich an den Erlkönig, Die Weber, Der Handschuh, John Maynard etc). Und wenn ich mich recht erinnere, konnten die Lehrer bei den Klassikern etwas variieren: Wir lasen "Nathan" und die Parallelklasse durfte "Romeo und Julia" lesen... 

Meine persönliche Liste findet ihr hier (klick).
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich tippe, es fehlt noch einiges. Aber mir fiel bereits schwer, diese Bücher zusammenzutragen, das wird mit den Jahren sicher noch schwieriger :)

Falls Euch noch etwas auf- oder einfällt, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar. :)


Sonntag, 2. Juni 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 18/2013

Ich schweige einfach mal in Bezug auf 18. KW 2013 ;)

Das 18. Thema in Fellmonsterchens Bücherprojekt lautet.
Weltuntergang oder mach doch, was du willst.
Und wer kommt mir als erstes in den Sinn? Na? Richtig, Stephen King. Ich könne mal wieder den Dunklen-Turm-Zyklus anführen mit brechenden Balken oder "Der Talisman" - in Zusammenarbeit mit Peter Straub geschrieben - mit den Territorien. Dann wäre da natürlich "The Stand - das letzte Gefecht", in dem ein agressiver Virus zu einer ziemlichen Dezimierung der Weltbevölkerung, Chaos und dem titelgebenden letzten Gefecht führt.

Aber ich will ja nicht immer Stephen King anführen. :)

Deshalb:
Es gibt eine Geschichte von Craig Harrison mit dem Titel "Quiet Earth", die ich noch nicht gelesen habe, weil sie in printform vergriffen und als ebook noch nicht erschienen ist. Die Veröffentlichung ist aber für Juli 2013 angekündigt und von mir schon mal vorgemerkt. ;)

Auf dieser Geschichte von Craig Harrison basiert lose der aus dem Jahr 1985 stammende neuseeländische Film "Quiet Earth - Das letzte Experiment", den ich kenne und schätze. Der Film beginnt damit, dass ein Mann daheim erwacht und feststellt, dass Radio oder Telefon etc. nicht mehr funktionieren. Er findet Wracks, aber keine Menschen. Man erfährt, dass er Wissenschaftler ist und an einem Experiment zur Energieversorgung mitgewirkt hat und er befürchtet, dieses Experiment ist schiefgegangen. Mit jedem Tag wächst in ihm die Überzeugung, dass er der einzige Mensch ist. Er ist allein. Er kann machen was er will. Er trägt Mitschuld. Er ist einsam. ... Wie gesagt, ich schätze den Film und würde gern wissen, was im Drehbuch geändert bzw. weggelassen wurde.