Sonntag, 8. Dezember 2013

Adventslesen by Ariana #3

Einen schönen zweiten Advent wünsche ich Euch!

Unter der Woche hatte ich keine Lust, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zu lesen, nicht einmal ein Märchen. Aber mit Beginn des zweiten Adventswochenendes sah es wieder anders aus. Während meiner gestrigen Samocca-Time habe ich die erste Geschichte "Blüten zur Weihnachtszeit" aus der Anthologie "Mörderische Bescherung" gelesen, die von der Herausgeberin Charlotte MacLeod stammte. Ich machte eine Bekanntschaft mit Peter Shandy und seiner Frau Helen und durfte auch erleben, wie sich deren Katze Jane etwas merkwürdig benahm. Alles in allem eine nette - unblutige - Krimi-Geschichte.

Die Zeit, die ich im Jahr backtechnisch nicht in der Küche verbringe, hole ich - glaube ich - in der Adventszeit nach. Auch gestern habe ich gebacken, zum einen Plätzchenvariationen (normale, Spitzbuben-Style und schwarz-weiß) aus einem Teigrezept meiner Mutter und zum anderen habe ich ein Cookie-Rezept von Evis Küchenzaubereien ausgetestet (mit Schokostreuseln statt Schokotropfen, die ich nicht im Haus hatte). Meine Zuckerstangen-Cookies sehen zwar nicht so toll aus (das Candy ist mehr geschmolzen bei mir), aber sie schmecken. :) Nebenher habe ich "Fool" von Christopher Moore zu Ende gehört, die etwas andere King-Lear-Erzählung. Den Shakespeare-Text kenne ich nicht, "Fool" hat mich allerdings gut unterhalten, was auf jeden Fall auch mit der großartigen Interpreation der Charaktere und des Textes durch Simon Jäger zu tun hat. Außerdem habe ich das Audiobuch "Im Schatten des Todes" von Elizabeth Peters, gelesen von Dagmar Heller begonnen: Es klingt (natürlich) so ganz anders die die englische Barbara Rosenblat-Lesung, aber ich habe mich inzwischen eingehört und es ist wirklich nett.

Den heutigen Adventssonntag habe ich mit dem Märchen "Der Schatten" von Hans Christian Andersen gestartet: Gut und gelehrt zu sein, reicht leider nicht, wenn man solch einen durchtriebenen Schatten hat. Man muss auch Initiative zeigen und aktiv werden. Es ist erneut kein Märchen im klassischen Sinne, wenngleich eine Prinzession vorkommt.

So richtig viel gelesen habe ich in der Zwischenzeit nicht, weil ich ein wenig mit Kommentieren abgelenkt war und dann auch noch mein Mittagessen zubereiten musste. Währenddessen habe ich aber die dritte CD von "Im Schatten des Todes gehört".

Auch wenn ich nicht viel gelesen habe, so sind doch noch ein paar Andersen-Märchen dazu gekommen: "Däumelinchen" (ich musste hier erst einmal wieder meinen Erwachsenenmodus ausschalten *g*) und "Der Schnellläufer" war darunter sowie "Der Kobold und der Krämer" - eine wunderbare Geschichte, in der es einen Studenten gibt, der nicht viel Geld hat und beim Krämer eigenlich Käse und Licht kaufen will, dann aber ein paar Buchseiten entdeckt und erklärt: "Ja,... geben Sie mir das Buch anstatt des Käses! Ich kann mein Butterbrot ohn Käse essen. Es wäre ja eine Sünde, wenn das Buch ganz und gar zerrisen werden sollte..." :)

Nach einem kleinen Spaziergang (gehört habe ich "He shall thunder in the Sky" by Elizabeth Peters - so viel verschiedene Sachen gleichzeitig, ich glaube, Kiyas Lesegewohnheiten färben ab *g*) habe ich zunächst mit noch ein paar von Andersens Märchen gelesen. Aber nach "Die Störche" wollte ich erst einmal wechseln. In dieser Geschichte werden junge Störche von Kindern in einem Spottlied gehänselt. Die Storchenmutter schafft es, den Rachewunsch der jungen Störche bis zum letzten Tag vor dem Abflug in die warmen Länder zu verschieben, und macht dann eine Vorschlag, dem auc gefolgt wird. Und hierdurch werden nicht nur die Kinder belohnt (die nicht mitgesungen haben) bzw. bestraft, sondern konsequenterweise auch die Eltern. Und zwar sehr heftig, wie ich finde.Ich habe mich dann doch wieder der Anthologie zugewandt und inzwischen eine Kurzgeschichte von Reginald Hill und seinem aus Westindien stammenden Privatdektiv Joe Sixsmith gelesen (die Romane um diesen Privatdetektiv sind, soweit ich es sehen konnte, noch nicht ins Deutsche übersetzt worden) und eine Geschichte von Liz Peters. Das ist dann heute die dritte Story, die ich von dieser Autorin, hinter der sich Elizabeth Peters verbirgt, mit der ich mich heute beschäftige. Alle drei bislang gelesenen Stories zeichnen sich durch Humor aus und von Herzen auf dem rechten Fleck.  :)

Momentan bin ich unschlüssig: Entweder ich lese jetzt weiter und schaue später "Peter's Friends" oder umgekehrt. Naja, lange werde ich für die Entscheidung wohl nicht brauchen. :D

Nach dem Film bin ich zu meinen Märchen zurückgekehrt, wobei viele von Tieren handelten, wie z.B. "Der Mistkäfer", der auf Reisen ging. Oder "Es ist ganz gewiss", in welchem zu Beginn ein Huhn eine Feder ausrupfte und der letzte Satz lautet "Eine kleine Feder kann wohl zu fünf Hühnern werden."

Vielleicht werde ich noch ein oder zwei Märchen gelesen oder noch eine Geschichte aus der Anthologie, aber da ich morgen früh aus den Federn muss, werde ich darüber nicht mehr hier schreiben, sondern mit diesem Satz diesen Post beenden. :)

Kommentare:

  1. Ach je, du hast schon wieder gebacken ... Das erinnert mich wieder daran, dass ich das auch noch vor mir habe ... Ich wünsch dir auf jeden Fall einen schönen Sonntag und noch viel Zeit für entspannte Lektüre!

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  2. *kicher* ja, Plätzchenbacken entspannt mich - wenn denn der Teig und die Plätzchen gelingen und ich meine Küche erfolgreich gegen die MuMs verteidigt habe, sonst hüpfe ich fluchend durch die Küche wie ein HB-Männchen.

    Auch Dir einen schönen entspannten Advents-Lesesonntag! :)

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  3. Oh, du hast Peter, Helen und Jane mit ins Samocca genommen! Ich bin mir sicher, es hat ihnen dort gefallen. ;)

    Mhh, ich mag die Spitzbuben so gern und die Cookies sehen toll aus! Lassen sie sich auch gut essen? Bislang fand ich das bei allen "Bonbon"-Keksen dann nicht so toll (also mehr Optik als Geschmack).

    Schön, dass du heute so viele unterschiedliche Geschichten genießen konntest - ich hoffe, du kannst ein bisschen davon mit in die nächste Woche nehmen! :)

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    1. Echte Spitzbuben sind es vermutlich nicht: Ich habe das Butterplätzchenrezept meiner Mutter genommen und ca. die Hälfte des Teiges normal und als Spitzbuben ausgestochen (und mit Johannisbeergelee bzw. LemonCurd verarbeitet) und aus der anderen Hälfte das Schwarz-Weiß-Gebäck gemacht. :) Ich hatte bei den Cookies auch Sorge, dass ich zu sehr auf dem Candy kauen würde, aber vermutlich habe ich die Zuckerstangen so klein bekommen, dass zwar das Candy oben etwas schmolz, dafür aber auch "besser" essbar ist. Es passt ganz gut zusammen; die Kekse hätte ich aber viell. einen Ticken früher herausnehmen können. Sie sind nicht verbrannt! Nur ein etwas weicherer Kern wäre vermutlich noch schöner gewesen. :)

      Das Samocca war nicht so voll und auch nur dezent geschmückt, was Peter sehr gut gefallen hatte, wenn ich die Andeutungen in der Geschichte richtig interpretiere. :)

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    2. Ach, sie werden schon sehr spitzbubenhaft schmecken! :) Hm ... Lemon-Curd-Spitzbuben - das ist mal eine Idee! :D

      Schön, dass die Cookies so gut essbar sind. :D Und wen stören schon leicht geschmolzene Candystückchen, wenn der Rest schmeckt? :) Vielleicht probiere ich das auch mal aus, wenn ich Zuckerstangen in die Finger bekomme. :) Oh je, du machst mir Lust aufs Plätzchenbacken, dabei wollte ich in diesem Jahr doch nur ein paar Leckereien (Oreo-Pralinen mit weißer Schokolade und Kumquat-Schoko-Crossis) für meine Mutter machen. ;)

      Ja, das hätte Peter gefallen. Außerdem mag er gutes Essen und ein ansprechendes Konzept! :D

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  4. Die Lemon-Curd-Idee habe ich auch von Evi, die sogar ein entsprechendes Spitzbubenrezept online hat, glaube ich ...

    Da ich im Samocca einen Bagel gegessen habe, konnte sich Peter davon dann auch gleich überzeugen. :)

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    1. Dann muss ich mir den Blog doch einmal genauer angucken - dabei habe ich eben noch gemeint, ich hätte zu viele Foodblogs in Beobachtung! ;)

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    2. Was ich zu Evis Blog noch erwähnen wollte: Sämtl. Weihnachtskekse, die ich nachgebacken haben, waren mengenmäßig für ein Blech ausgelegt (okay, die aktuellen Zimt-Schoko-Cookies ergaben zwei Bleche). Das gefällt mir gut, weil man so besser geschmacklich testen kann und mehr wechslung auf den Plätzchenteller kommt.

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    3. Das mit den Zimt-Schoko-Cookies ist gut zu wissen, die wollte ich nachbacken, wenn ich erst mal wieder Mehl gekauft habe ... :D

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    4. Wie lustig, dass Du Backzutaten nicht im Haus hast, das ist ja eher meine Spezialität. :D

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    5. Ich habe vor zehn Tagen zwei Kilo Mehl gekauft und war davon ausgegangen, dass das ne Weile reicht ... Oo

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