Sonntag, 24. November 2013

Projekt 52 Bücher-2013: 41/2013

Ah, das Fellmonsterchen hat selbst erkannt, wie schwer das Thema in der 41. Projektwoche "Schokolade" ist. Mir ging, wie anderen sicherlich auch, umgehend das Buch "Chocolate" von Joanne Harris durch den Kopf, das ich mochte. Nun hatte ich aber auf meinem digitalen SuB auch ein passendes Ebook "Meleons magische Schokoladen" von Ann-Merit Blum und es schien mir eine gute Idee, das ebook anlässlich dieses Projektthemas zu lesen.

Das habe ich dann auch getan. Die Geschichte spielt 1876 in einer kleinen deutschen Stadt. Urplötzlich eröffnet dort ein Schokoladengeschäft. Die Protagonistin Isabell ist fasziniert nicht nur von den angebotenen Köstlichkeiten, sondern auch von dem Inhaber Meleon - dankenswerterweise ist sie aber auch interessiert an der Herstellung von Schokoladen und Pralinen. Entgegen dem Wunsch ihrer Eltern beginnt sie heimlich, sich von Meleon in die Kunst der Schokoladenherstellung einweisen zu lassen - und entdeckt dabei aus Zufall, dass Meleon ein Magier aus einer anderen Welt ist. Er ist der königliche Hofmagier und die Machtkämpfe um den Thron beginnen, in Isabells Welt überzugreifen ...

Die Ereignisse schreiten in dem Roman recht flott voran, so schnell, dass es bei mir zu Irritationen führte. Z.B. müssen Isabell und Meleon sich um einen Toten kümmern, nur um gefühlte 5 Minuten danach im Laden zu stehen und davon zu träumen, wie dieser umgebaut und neu eingerichtet ausschauen wird. Meleon ist mir in seiner Überheblichkeit unsympathisch: Ohne mit der Wimper zu zucken unterwirft er Isabells Eltern seinem Willen und auch wenn er Isabell ihren freien Willen lässt, hat seine Werbung in meinen Augen einen schlechten Beigeschmack; wenigstens lässt die Autorin Isabell nicht kommentarlos in Meleons Arme sinken.

Es gibt einige nette und interessante Momente in der Geschichte, z.B. im Zusammenhang mit Niklas/Singvogel bzw. die Tauben und dass sich Isabell hierüber Gedanken macht. Ich  hatte gehofft, dass Isabells Wesen - ihre offensichtlichen Reaktionen bzw. auszusprechenden Gedanken - merkbare Auswirkungen auf Meleon haben würden, wenigstens bei seinen Abwägungen deutlich würden, aber hiervon habe (zumindest) ich nichts wahrgenommen - statt zu reden, wird gezaubert und die Angelegenheit fortgeführt. Das mag die Autorin auch so vorgesehen haben, damit zufrieden muss ich aber nicht sein. ;)

Kommentare:

  1. Ich gestehe, dass mich deine Nebenbemerkungen beim Lesen auch nicht dazu bringen konnten das Buch weiter zu lesen. Die Grundidee ist interessant und reizvoll, die Sprache an sich finde ich auch nicht schlecht, aber mir fehlt einfach das Interesse für die Handlung ... ;)

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  2. *kicher* Ja, Du konntest meine Reaktionen unmittelbar erleben. Incl. der Gewürzfrage. ;)

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  3. Wobei ich fand, dass du mit vielen Dingen sehr tolerant und gelassen umgegangen bist. Ich habe das Buch ja nach 30%(?) abgebrochen. :D

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  4. Ich brauchte ja auch etwas hm Schwung am Anfang + ich wollte es, wie Du treffend bemerkt hattest, auch für das Projekt lesen. :)

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