Sonntag, 8. September 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 28/2013

Während das Fellmonsterchen schon lange aus der Projekt-Sommerpause wieder da ist, habe ich meine ein wenig verlängert. Was natürlich wieder Aufholjagd bedeutet. :)

Das 28. Projektthema von Fellmonsterchens Bücherprojekt 2013 lautet

 Ein Buch, wodurch du etwas gelernt hast.
Das Thema könnte ich unter historischem Gesichtspunkten abklopfen (z.B. habe ich mal ein Sachbuch gelesen, dass sich mit der Maya- und Inkakultur beschäftigte) oder unter populärwissenschaftlichen Aspekten (z.B. Bücher von Stephen Hawkings) oder Reiseliteratur. Oder Belletristik. Selbst Krimis...

Aber morgen jährt sich ein Ereignis zum 10. Mal und dass es dazu kommt, habe ich u.a. einem anderen Sachbuch zu verdanken: Alan Carrs "Endlich Nichtraucher". Gleich vorweg, das Buch habe ich nicht mehr. Ich erinnere mich, dass es um die Analyse und das Durchbrechen von Rauchgewohnheiten geht. Ich hatte das Buch schon ein paar Jahre, bevor ich es im Frühjahr 2003 tatsächlich las.Es hatte in meinem Kopf endlich Klick gemacht, was das Rauchen anging, und ich war bereit, mir Allan Carrs Argumente nicht nur "anzuhören", sondern sie auch anzuwenden. Es vergingen ein paar Monate und dann habe ich am 09.09.2003  im Raucherbereich des Münchener Flughafens meine letzte Zigarette geraucht. Damals habe ich meine Freundin besucht, die Nichtraucherin ist und in deren Wohnung auch nicht geraucht wurde. Es war eine gute Gelegenheit und ich habe sie genutzt. Ich habe durch dieses Buch gelernt, meine Rauchgewohnheiten zu durchbrechen und aufzuhören.

Manche Dinge erstaunen mich noch heute. Ich habe lange Jahre und nicht wenig geraucht (auch bei Erkältungen, dann halt Menthol, was schon einiges über mein Suchtverhalten sagt) und dennoch hatte ich nicht mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Rauch in der Kleidung oder kalten Rauch mag ich zwar nicht wirklich riechen, aber ich hatte seit Anfang an bis heute kein Problem damit, dass Freunde und Bekannte in meiner Gesellschaft in Kneipen (ja, damals ging das ja noch *g*) oder in deren Wohnung rauchten und rauchen.

Aber es ist auch so, dass ich in emotionalen Stresssituationen noch immer gern zur Zigarette greifen würden, in den Jahren hatte ich diesen Impuls zwei- bis dreimal - aber ich habe ihm nicht nachgegeben. Ich fürchte einfach, dass ich sofort wieder mit dem Rauchen anfangen würde. ;)


Kommentare:

  1. Oh, Du unternimmst also auch gerade eine Aufholjagd im Projekt ;-)
    Witzig, dass Du auch mit Alan Carr aufgehärt hast. Mir erging es 1999 ähnlich. Allerdings hat es nur 2,5 Jahre funktioniert, dann hing ich wieder dran. Und zwar genau deshalb, weil ich dem Impuls nachgegeben habe. "Nur eine ist ja kein Problem" - und was man sich dann noch so in die Tasche lügt. Ansonsten wars genau so wie bei Dir: Von Anfang an keine Entzugserscheinung, und nie ein Störgefühl, wenn andere geraucht haben. Das zweite Mal richrig aufzuhören war dann erheblich härter. Ich habe mehrere Versuche gebraucht und dann ein anderes Buch gelesen, mit dem es nun seit ungefähr 5 Jahren einwandfrei funktioniert. Und diesmal hatte ich tatsächlich noch keinen einzigen Moment, in dem ich wieder mal gerne geraucht hätte. Ich denke, ich kann mich tatsächlich als endgültig kuriert betrachten... :-)
    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Klasse, gratuliere, Silke!
      Ich traue mich aus Rückfallgrünen z.b. auch nicht an E-Zigaretten ran, weil ich fürchte, sie lassen mich in alte Gewohnheiten (Kaffee, Buch, Autofahrten!) zurückfallen und reichen mir dann irgendwann nicht mehr. Es ist lustig, dass auch Du dieses "rauch ruhig, stört mich nicht" Empfinden hast. :)

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  2. Herzlichen Glückwunsch zum zehnten Jahrestag! Eine Sucht aufzugeben ist eine große Leistung, gerade nach langjähriger Gewohnheit. :)

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    1. vielen dank, winterkatze! ich hoffe, es werden ein paar jahrzehnte mehr. :D

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    2. Ganz egoistisch hoffe ich das auch! Ich habe doch solche Probleme mit Zigarettenrauch und du bist ohne auf jeden Fall eine angenehme Besucherin. ;)

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  3. Herzlichen Glückwunsch auch von mir! 10 Jahre ist eine lange Zeit.

    Ich bin erst seit letzten November rauchfrei. Bei mir sind es weniger die Stresssituationen, als die schönen Momente bei denen ich gerne eine rauchen würde. Nett mit menschen zusammen sitzen, sich unterhalten und dabei eine rauchen - das war schon immer schön. Dennoch bin ich froh aufgehört zu haben und kann mir momentan auch nicht vorstellen, wieder zu rauchen.

    Allerdings mag ich es gar nicht mehr, wenn jemand direkt neben mir raucht. Oder fies finde ich es auch, wenn sich morgens in der Bahn jemand neben mich setzt, der/die gerade noch eine geraucht hat.

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    1. Danke :) und ich gratuliere Dir zur geschafften rauchfreien Zeit.

      Was das neben einen rauchen angeht: Eine Gesetzmäßigkeit ist, dass der Rauch immer zum Nichtraucher zieht, nicht wahr? Ggf. dreht sich der Wind, wenn man auf die andere Seite tritt, die Erfahrung habe ich häufig gemacht, lach. Wie gesagt, mir macht das regelmäßig nichts aus, aber kalten Rauch riechen finde ich auch nicht toll. Und wenn ich nicht unbedingt muss, gehe ich auch nicht in ein stark verräuchertes Separee oder früher Zugabteil.

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    2. Stimmt, der Rauch zieht tatsächlich immer zu den Nichtrauchern. Das ist wirklich verwunderlich, wenn man mal so drüber nachdenkt. Aber irgendwie ist es auch schon immer so gewesen.

      Raucherabteile im Zug mochte ich früher, als ich noch geraucht habe, auch nicht. Inzwischen gibts die ja gar nicht mehr.

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    3. Also ganz ganz früher habe ich auch im Raucherwagen gesessen und dort geraucht, das Raucherabteil habe ich allerdings auch regelmäßig gemieden. :)

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  4. Auch von mir "Herzlichen Glückwunsch" ... Ich weiss noch, wie mir - nachdem Du schon eine Weile rauchfrei warst - erst nach einiger Zeit auffiel, dass Du nicht raus musstest, um eine zu rauchen :)
    Ich kann Deine Gedanken im letzten Abschnitt gut verstehen - mir geht es manchmal auch noch so... Ich glaub, dass ist auch wirklich häufig so.
    Allen Carr hab ich auch gelesen - aber ich glaub, damals hatte ich schon aufgehört? Ich weiss es gar nicht mehr so genau - so lange ists schon her.
    So oder so - gut dass Du, gut dass wir das erstmal hinter uns haben :D

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    1. Danke schön, Sayuri! Du bist ja schon deutlich länger rauchfrei als ich und ja, ich meine auch, dass Du Allan Carr nicht zum Aufhören gebraucht hattest, sondern es so geschafft hast. Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, hattest Du kurz vor unserem gemeinsamen Londonurlaub aufgehört. Wenn das stimmt: Gratuliere zum 15jährigen, das war nämlich 1998 im Frühjahr!

      Wir waren damals in einer GOP Vorstellung und Dir fiel auf, dass ich nach dem Essen und in der Vorstellung gar nicht draussen war. Und dann, dass ich schon die ganze Zeit seit Ankunft nicht geraucht bei Euch nicht geraucht hatte. :)

      Ja, es ist gut, dass wir das hinter uns gelassen haben. :)

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