Mittwoch, 3. Juli 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 24/2013

Ha! Dieses Mal bin ich aber pünktlich!

In der 24. Kalenderwoche lautet das Thema von Fellmonsterchens Bücherprojekt:

„Musik 
(keine Sachbücher bitte, sondern irgendwelche Bücher über Musiker oder Romane, die mit Musik zusammenhängen oder Texte aus dem Internet)“

Mein Sessel steht so praktisch, dass mein Blick auf ein passendes Buch fällt. Aber es ist 10 bis 15 Jahre her, dass ich „Abendläuten“ von Bernard Clavel gelesen habe. Meine Erinnerung an den Romaninhalt ist leider auch ziemlich schwach. Es geht um die versuchte Besiedlung von Kanadas Norden und insbesondere um Leben, Ansichten und Durchhalten des alten Cyrill. Aber noch immer ruft das Buch selbst beim Ansehen in mir das Gefühl wach, dass ich eine großartige, lohnenswerte Geschichte gelesen habe. Hierfür spricht auch, dass sich das Buch trotz diverser Räumaktionen immer noch in meiner Wohnung befindet. Wo nehme ich nur Zeit zum Wiederlesen her?

Die Vorstellung von „Abendläuten“ ist ja nun doch mager, was aber nicht schlimm ist: 

Musik bringt mich auf Rhythmus, nicht nur Singen, sondern auch beim Sprechen. Ich denke jetzt nicht etwa an Rap, sondern an die Dichtung des Altertums. Bei mir steht nämlich u.a. die Ilias als Versepos - auf deutsch ;) von Homer im Regal. Ich gebe aber sofort und vorbehaltlos zu, dass ich in das Versepos nur kursorisch hineingeschaut habe, zumal ich auch eine Nacherzählung der Ilias (und der Odyssee) in Prosaform habe. Gustav Schwab hat mich mit seinenSchönsten Sagen des klassischen Altertums als Kind begeistert: Menschen, Halbgötter und Götter - die Abenteuer von Herakles, Zeus kreative Verführungen, Kämpfe der Titanen, Helena und Paris und die Irrfahrten des Odysseus habe ich verschlungen. So war es eigentlich kein Wunder, dass ich mir auch die Ilias in der ursprünglichen Form besorgt habe. Aber wie gesagt - ich greife trotzdem weiterhin zur Nacherzählung. 

Auf einen ganz anderen Gesang hat mich dann ein Blick in meinen TuB gebracht. Dort schlummert noch - schon wieder eine Zeitfrage ;) - „Der Walrufer“ von Zakes Mda. Laut Klappentext ruft der südafrikanische Protagonist mit einem Horn ein Walweibchen. Wer weiß, vielleicht antwortet es mit einem Walgesang.

Und das bringt mich auf den Star Trek Film IV „Zurück in die Gegenwart“, in welchem die Crew unter Captain, sorry Admiral Kirk nach San Francisco in die Vergangenheit reist, um Buckelwale zu finden. Damit Ihr aber nicht denkt, ich rede am Thema vorbei, weil es um einen Film geht: An einer Stelle in „Zurück in die Gegenwart“ zitiert Admiral Kirk die ersten Zeilen aus dem Gedicht „Whales weep not“ von D.H. Lawrence:They say the sea is cold, but the sea contains the hottest blood of all, and the wildest, the most urgent.“ ("Man sagt, die See sei kalt, doch birgt sie höchste Glut in ihren Tiefen“, so erinnere ich die deutsche Übersetzung im Film, wobei ich leider nicht weiß, von wem letztere stammt). Und so komme ich wieder zu zweierlang Gesang. :) 

Kommentare:

  1. Die 'Star Trek' Folge mit der Rettung des schwangeren Wals habe ich auch gesehen - faszinierend !!!
    Walgesang gibt's ja auch als CD und das hört sich fantastisch an - diese Urtiere können mit Tönen ihre Gefühle austauschen und das Hunderte von Metern unter Wasser in den Meeren -
    einfach einmalig ... :smile:

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    1. Hallo und willkommen Charisma :)
      Ich fand es auch faszinierend, wie im Film "ermittelt" wird, um was es sich bei den Signalen der Sonde handelt. Man hört ja dann auch im Raumschiff den Walgesang. Und natürlich ist Spock derjenige, der eine äußerst treffende Vermutung äußert ;)
      So ein Walgesang dauert ja auch ...

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  2. Ich finde es faszinierend deine Gedankengänge zu dem Thema zu verfolgen. Ich glaube, ich hätte da viel offensichtlichere Titel gewählt (Der Bannsänger-Zyklus oder einige der Pern-Titel von Anne McCaffrey). Den Star-Trek-"Walfilm" habe ich als Kind besonders geliebt ...

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    1. Musik und Gesang löste dieses Mal eine etwas andere Assoziationskette aus und ich bin dann auch nicht mehr an meinen Bücherregalen gewesen, um nach "musikalischen" Titeln zu suchen. :D

      Ich liebe diesen Star-Trek-Film noch immer. Er ist ja auch für Star Trek sehr erd- und zeitnah gewesen. Hast Du ihn "in letzter Zeit" mal wieder gesehen?

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    2. Nein, ich habe in den ... bestimmt zehn letzten Jahren keinen Star-Trek-Film mehr gesehen. Glaube ich ... es ist auf jeden Fall sehr lange her!

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