Samstag, 13. April 2013

Projekt 52 Bücher - 2013: 12/2013

Überraschung, es ist Samstag. :)

Dieses Mal geht es bei Fellmonsterchens Projekt um den

Vampir. 

Da sitze ich hier nun im Abendlicht und soll etwas über einen Vampir schreiben. Nun gut.

Als ich das Thema letzten Sonntag gelesen habe, musste ich zuerst an das zuletzt von mir gelesene Vampirbuch denken. Es war "Vampire á la carte" von Lynsay Sands. Ich hatte vor längerer Zeit mal aus dieser Vampirreihe "Ein Vampir zum Vernaschen" gelesen, in welcher der Vampir Lucern Argenau unter einem Pseudonym historische Liebesromane schreibt (seine historischen Sachbücher "laufen" nicht) und seine neue Lektorin alles daran setzt, ihn mal auf eine Lesereise zu bringen. Die Geschichte war flockig leicht, hatte Witz, etwas Erotik... Als dann in der Weihnachtsaktion(?) "Vampir á la carte" entweder sehr günstig oder sogar umsonst zu haben war, habe ich mir das ebook heruntergeladen. Kurze nette Lektüre, die nicht sehr viel Hirn erfordern und mal so wegkonsumiert werden kann, dachte ich. Ui, das ging in die Hose, jedenfalls für mich. Dabei war der Ansatz durchaus nett: Der Vampir Cale (auch aus der weitläufigen Argenau.Familie) ist noch immer auf der Suche nach seiner Seelengefährtin, und dies könnte die Restaurantbesitzerin Alexandra sein. Da sie händeringend einen Koch sucht, lässt er sich einstellen - obwohl er überhaupt nicht kochen kann. Während mich Lucerns Gesichte unterhielt, habe ich bei Cales Story nicht viel Freude empfunden. Was es mit Alexandras Pech in Bezug auf das Restaurant auf sich hat, war nicht wirklich spannend, der beziehungsmäßige Ausgang des Romans war auch unschwer zu erraten und wie Cale die Sache beschleunigt war ... nun, ich finde, die Autorin hat es sich an dieser Stelle ziemlich einfach gemacht. Ja, okay, es gab auch Überzeugungsarbeit zu leisten, aber das war danach und das Ergebnis .... nun, natürlich ist das Ergebnis bei dieser Art Geschichte von vornherein klar. ;)

Anlässlich des Themas habe ich dann aber bei Skoobe nachgeschaut und mir "Vorübergehend tot" von Charlaine Harris ausgeliehen, den ersten Band der Sookie-Stackhouse-Reihe. Erzählt aus Sookies Perspektive fand ich die Geschichte recht erfrischend. Vampire leben unter Menschen und es gibt künstliches Blut (welches natürlich nicht so "reichhaltig" ist wie echtes). Sookie ist Kellnerin einem Kaff und hat bislang noch keinen echten Vampir kennengelernt. Bis dann einer in der Bar auftaucht. Aufgrund ihrer "Behinderung" - sie kann Gedanken lesen - bekommt sie mit, dass "ihr" Vampir Opfer eines Überfalles werden soll und greift ein. Das hat Folgen für sie, die (menschlichen) Angreifer und "ihren" Vampir Bill. Und dann geht noch ein Killer im Ort um. Die Buchserie liefert übrigens die Basis für die Serie "True Blood" - falls das jemand noch nicht weiß. ;) Ich habe damals den Pilotfilm und ein oder zwei weitere Teile gesehen, die Serie dann aber nicht weiterverfolgt, aber einiges aus diesem Roman erinnerte ich auch aus den Folgen. Mir hat der ersten Teil recht gut gefallen und ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann wieder zu einem Sookie-Stackhouse-Roman greifen werde.

Als die Woche dann voranschritt fiel mir ein, dass ich ja vor gar nicht langer Zeit eine Vampirgeschichte gehört habe.  "Die Saat" von Guillermo Del Toro (ja, genau der von "Hellboy" und "Pans Labyrinth") und Chuck Hogan, wunderbar gelesen von David Nathan (ich liebe seine Stimme und Vortragsart, auch "Der Anschlag" von Stephen King war fantastisch) beginnt mit einem Flugzeug auf dem New Yorker Flughafen - voller toter Menschen (ich fühlte mich an die Pilotfolge von Fringe erinnert). Das heißt, es gibt Überlebende, die allerdings sämtlich körperliche Veränderungen durchlaufen und beginnen, sich seltsam zu benehmen. Streckenweise fand ich "Die Saat" kaum hörbar. Kein Zweifel, es ist ein Horrorroman, der glaubhafte Protagonisten aufweist und eine zumindest an meinen Nerven zerrende und ja, teils auch eklige, Geschichte erzählt, die durch die Hörbuchfassung noch potenziert wird. Beim Film würde ich vielleicht die Augen zumachen, beim Buch würde ich vielleicht einen Absatz auslassen, weil ich ahne, was passiert, aber beim Hörbuch - ich fürchte mich vor dem, was kommen könnte, aber vorspulen? Wie lange? Also höre ich David Nathan zu, wenn das Flugzeug betreten wird, wenn ein überlebender Mann zu seiner Familie zurückkehrt, wenn Ephraim Goodweather als Leiter der Seuchenkommission versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, wenn Prof. Setrakian (dessen Geschichte man ebenfalls erfährt) zu ihm stößt, wenn es um Goodweathers Sohn und Exfrau geht ... Eindeutig keine Vampirromantik.


Kommentare:

  1. Mh, die Vampir-Serie von Frau Sands wurde von mir angelesen und als nicht gefallend beiseite gelegt. Anders die Bücher über Sookie, die fand ich witzig!
    Auch "Die Saat" habe ich gelesen und überlege noch, ob ich das nächste Buch der Serie ausleihen soll.

    Aly, die heute vergeblich auf blauen Himmel wartete

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    1. Ich dachte auch, Aly, dass ich heute keinen blauen Himmel sehe, aber am späteren Nachmittag konnte ich Klärchen begrüßen :)

      Ja, was del Torro angeht, überlege ich das auch. :D

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  2. Oh, "Die Saat" klingt - auch aufgrund des Sprechers - gar nicht uninteressant. Ich bin ja sehr wählerisch, wenn es um Horror geht, aber gerade deine letzten Sätze machen mich neugierig. :)

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    1. Ich kann das Hörbuch für Dich beiseite legen, wenn Du magst. Allerdings ein Hinweis: Es ist kein, hm, traditioneller Vampirismus.;)

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    2. Sehr gerne! Ich könnte mir vorstellen, dass es auch was für meinen Mann wäre - wir haben schon viel zu lange kein Hörbuch mehr zusammen gehört und mögen beide D. Nathan.

      Je weniger traditionell, desto besser! Wobei "traditionell" ja auch erst einmal definiert werden müsste. :D

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    3. okay ... und zu david nathan muss eigentlich nichts gesagt werden :D

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    4. Stimmt, zu David Nathan muss nichts gesagt werden. :D

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  3. Mir gefällt die Serie "True Blood" - wenigstens die ersten Staffeln. Vielleicht sollte ich mir auch mal das Buch dazu besorgen - wenn es Dir gefallen hat kann ich davon ausgehen, dass es mir auch gefällt.

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    1. oh, dann hoffe ich, dass Deine Erwartungen erfüllt werden, Pashieno! :)

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