Sonntag, 10. März 2013

Projekt 52 Bücher 2013 - 5/2013

Die Aufholjagd geht weiter mit dem 5. Thema von Fellmonsterchens 52-Bücher-Projekt:

Das Buch, das ganz oben auf einer deiner Listen steht.

Okay, der schwierige Part an dieser Frage ist klar: Welche Liste?
Die Wunschliste? Die "von Interesse"-Liste mit potentiellen Kandidaten. Die Liste mit ungelesenen eigenen Büchern? Die Liste mit noch zu lesenden Leihbüchern? Die (bisherige) Leseliste dieses Jahres oder der Vorjahre ... Das Fellmonsterchen behauptet ja mit schöner Regelmäßigkeit, dass ein leichtes Thema folge - und wir Teilnehmer kratzen uns am Kopf angesichts der Fülle an Möglichkeiten. :)

Ich entscheide mich jetzt mal für eine kleine Kopfliste von Autoren, deren weitere Romane/Erzählungen/Texte mich nicht reizen: Auf ihr steht der Name Angeles Saura, von welcher ich im Jahr 2009 den Roman "Der Zweifel" gelesen habe.

Während die Frage in dem Roman grundsätzlich interessant ist

- Wie erlebt ein Sammler, Kenner und Bewunderer der Werke eines konkreten Malers die Behauptung und die möglichen Beweise dazu, dass sein Lieblingswerk gar nicht von diesem Maler stammt und motiviert ihn das zu irgendwelchen Aktionen? -,

machte mich die Form fast verrückt:

Die Sätze liefen über Seiten (Format zwischen DIN A5 u DIN A6, der längste ging über 9 Seiten) ohne Kommata oder Semikolon. Absatzmarken gab es am Satzende, sodass dem lesenden Auge auch keine Hilfe beim Erfassen von Inhalten geboten wurde. Denn auch ein Satz verhielt sich über Erinnerungen, zukünftige Pläne, aktuelle Ereignisse, wieder Erinnerungen etc. Nun mag es ja sein, dass dieses Layout dem herausgebenden Verlag zuzurechnen ist. Ich bezweifle aber einfach, dass der Verlag am Satzbau des Autors ansich etwas ändert ...Dazu kam dann noch eine eigenwillige Kombination von blumiger (nicht gerade mein Favorit) und, hm, kreativer Sprache (granatapfelzarter Tag, Fleischlichkeit versus kreischige Familie, (mich) umschmeißen etc.).

Ich war nach Lektüreende unglaublich genervt und frustriert - nicht wegen des Inhaltes, sondern wegen der Form. Noch heute, über die Jahre hinweg, ist dieses Gefühl präsent, während ich mich an den Ausgang des Romans überhaupt nicht mehr erinnere. Bis heute habe ich nicht die geringste Lusts, noch einmal einen Text dieser Autorin zu lesen. Bei Jose Saramago, der meiner Ansicht nach ebenfalls ein etwas eigenwilliges Verhältnis zu Satzzeichen hat, geht es mir übrigens nicht so. 

Kommentare:

  1. Kreative Sprache mag ich ja, aber ich glaub, momentan hätte ich für das Werk keinen Kopf frei...

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    1. Ja, das geht mir derzeit auch so. Ich lese schon seit einer Woche an dem Roman "Geschichte einer Ehe" herum, der mir durchaus gefällt, nur ich habe zur Zeit den Kopf nicht frei genug. Deswegen habe ich nebenher Doctor-Who-Comic und ein Jugendbuch gelesen - und mich gut dabei unterhalten. :)

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