Sonntag, 29. Juli 2012

I'm in english reloaded-Challenge - Memories of the Future Volume 1 by Wil Wheaton

Eigentlich wollte ich einen Post über "Heat Rises" by Richard Castle schreiben, aber ich werde und werde mit diesem Buch nicht fertig. Allerdings: Wil Wheaton hat(te) anlässlich des Bluray-Starts der ersten Staffel von TNG zwei Kapitel (eines beschäftigt sich mit "Where no one has gone before" und das andere mit "Datalore") seines Buches "Memories of the Future Volume 1" zum freedownload bereitgestellt - und natürlich konnte ich nicht widerstehen. Das Ergebnis war, dass ich mir das ebook gestern gekauft und heute gelesen habe (okay, es sind auch nur 138 Seiten):

Worum es geht und Nachlese: 
Der Schriftsteller und Schauspieler Wil Wheaton kombiniert in "Memories of the Future" seine Leidenschaften: Er hat sich den zweiteiligen Pilotfilm und die weiteren 11 Folgen (also bis Datalore) von Star Trek The Next Generation Staffel 1, in denen er als Teenager die Rolle des Wesley Crusher gespielt hat, als Mittdreißiger noch einmal angesehen und darüber geschrieben (zunächst in einem Webblog, dann veröffentlich in diesem Buch). Und dieses Buch ist mit einigen Querverweisen gespickt, die aufzeigen, dass Wil Wheaton sich im Sciene-Fiction und Fantasy-Genre auskennt.

Zu jeder Folge gibt es eine Plotdarstellung, dann bemerkenswerte Dialogzeilen, herausragendes Techno-Gebabbel, dann - soweit möglich - Erinnerungen das Autors an diese Episode und zum Schluss eine zusammenfassende Betrachtung

Was soll ich sagen: Ich fand Wil Wheatons Erinnerungen sehr unterhaltsam.

Seine Plotdarstellungen bezeichnet er seinen Texten als "snarky" und lt. dict.cc ist dieses Wort mit höhnisch, abfällig oder bissig zu übersetzen.

Ich empfand seine Darlegungen durchaus als bissig, denn er macht keinen Hehl daraus, was in diesen Folgen falsch lief. Unglückliche Regie, das Aufbereiten von Folgen der Classic-Serie, das Bedienen von Klischees und unüberlegte Drehbücher werden gnadenlos kommentiert und auch die Löcher in Plots werden nicht außen vor gelassen. Und die Behandlung des Charakters Wesley Crusher durch die Autoren in der Show macht einen guten Teil der Anmerkungen aus, was mich selbstverständlich nicht wundert. ;) Auf der anderen Seite ist in den einzelnen Kapiteln aber auch immer Positives zur Folge zu finden, mag die "Wheaton-Wertung" auch die schlechteste Note aufweisen. Das reicht vom Anerkennen eines großartig vorgenommenen Castings, der Schauspielerei von Kollegen oder der Charakterentwicklung, die stattfand oder das Potential der Show, das sich in manchen Szenen abzeichnete.

Für mich jedenfalls wurde deutlich, dass Wil Wheaton die Show mag, unabhängig davon, wie schwierig es für ihn als Teenager auf dem Set gewesen sein mag und wie verletzend es für ihn gewesen sein muss, Hass-Attacken gegen die von ihm verkörperte Figur des Wesley Crusher zu erleben (wobei vielleicht sogar eine Gleichsetzung von Schauspieler und Rolle erfolgte). Ich schaue derzeit mal wieder StarTrek Deep Space Nine und auch als Star-Trek-Fan bin ich nicht blind gegenüber Handlungsschwächen (wie z.B. direkt im Pilotfilm, wenn eine Flotte zu Wolf 359 zu einem Kampf mit den Borg befohlen wird und offenbar überhaupt keine Zeit vorhanden ist, an Bord befindlichen Zivilisten in einen Transporter zu beamen oder auf die Untertassensektion eines Galaxy-Schiffes und diese abzutrennen ...). Manche Dinge sind ärgerlicher als andere, manche übersieht man oder man kann über sie hinwegsehen), aber in der Gesamtschau überzeugt die Show. Aber ich schweife ab ;)

Wie schon gesagt, fand ich seine Zusammenfassungen recht bissig, aber nicht mit dieser negativen Färbung, die mit dem Wort höhnisch oder abfällig einhergeht. Seine sexuellen Anspielungen und Verknüpfungen im Rahmen der Plotdarstellung gingen mir allerdings etwas auf die Nerven, bei anderen Gelegenheiten habe ich dann aber losgelacht, etwa in der Plotdarstellung zu "The Last Outpost" , in der es heißt  - Riker hat gerade die Ferengi mit Yankee-Händlern aus dem 18. Jahrhundert verglichen -:

"This indicates that, in the 24th century, the traditional practice of using 600-year-old comparisons is still in vogue, like when you're stuck in traffic on the freeway, and say: "Man, this is just like Vasco de Gama trying to go around the Cape of Good Hope!". *

Das US-Englisch war grundsätzlich leicht lesbar und verständlich. Grundsätzlich deshalb, weil die Texte mit einigen Abkürzungen und Begriffen - z.B."KTHX" oder "All about the Benjamins" - gespickt sind, die als feststehende Redewendung oder Slang nicht über dict.cc erkannt werden. Dankenswerterweise gibt es aber auch ein online-urban-dictionary und auch ein online-slang-dictionary.

Ich habe mich nach Volume 2 der Memories of the Future umgeschaut, aber weder eine print- noch eine ebook-version sind - bislang?- erhältlich. Wenn Volume2 erscheint, werde ich es mir kaufen, mich interessiert Wil Wheatons Blick auf die restlichen Folgen der ersten TNG-Staffel. Ich hoffe, er arbeitet daran. ;)

*Quelle:
"Memories of the Future Volume 1" by Wil Wheaton, Kapitel: "The Last Outpost", kindle-Edition, Verlag: Monolith Press (26. April 2011), ASIN: B004Y74XAI, Position 645 von 1999,

Freitag, 27. Juli 2012

Freitagsfüller by Barbara

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub ist fast wieder vorbei und wettermäßig war sie besser als meine meine zwei Urlaubswochen zusammen. Aber nun, that's life. ;)

Weiter geht es mit der Vorfreude auf das Wochenende und dem


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Mittwoch, 25. Juli 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 38: Aus meinem Leben als Buch-Halter

Okay, ich rolle das Thema mal von hinten auf:

Ich habe gelernt, dass ich als Mitfahrer in einem Auto, einem Bus oder einer Straßenbahn kein Buch in print- oder ebook-Format mitnehmen muss. ;) Mir wird in diesen Fortbewegungsmitteln schlichtweg übel, wenn ich zu lesen versuche (interessanterweise habe ich kein Problem, in Zügen zu lesen). Aber wozu gibt es Hörbücher? :) Okay, wohin würde ich  kein Buch, ob nur print-, ebook- oder audio-Format mitnehmen? Ah, ja: Ich würde es nicht in ein Hallenbad oder eine Sauna mitnehmen (in ein Freibad und zur See bzw. an den See aber schon). 

Mich begleiten Bücher fast überall hin. Okay, es gibt Orte, an denen ich nur Zeitung bzw. eine Zeitschrift lese - und ich meine jetzt nicht Wartezimmer. ;) Aber im Allgemeinen gilt: Ein Buch lesen - oder hören - geht beinahe immer: Ich kann mich am Strand, auf der Parkbank, im Buchladen oder einer Bücherei in ein Buch vertiefen und ebenfalls im Zug oder Flugzeug. Auch im Kino habe ich - wenn ich allein hingehe -, ein Buch dabei: Ich bin eigentlich immer zu früh und dann lese ich, bis das Kino abgedunkelt wird. In Boltenhagen habe ich in einem Restaurant gelesen, während ich auf mein Essen wartete. In mein Stammcafe gehe ich nicht nur wegen des leckeren Tomate-Mozarella-Bagels, sondern auch, weil ich dort gerne bei einem Milchkaffee lese. Im Fitnessstudio kann man prima auf dem Rad lesen oder ein Buch hören. Und seitdem das Smartphone bei mir eingezogen ist, habe ich jetzt auch immer ein ebook dabei. Wenn ich mit jemanden in der Stadt verabredet bin, kann ich dank Smartphone jetzt auch mal mit ganz leichtem Gepäck (also ohne größere Tasche incl. Taschenbuch) losziehen und Wartezeiten lesend überbrücken. So wie heute, als ich auf meinen (Auto)Mitfahrer wartete und mir die Park- und Wartezeit mit ein paar ebookSeiten "Fifteen Days Without a Head" von Dave Cousins vertrieben habe. 


Meine Lieblingsleseorte sind Sofa(s) und Bett: Besonders an regnerisch-trüben-windigen und/oder Winter-Tagen liebe ich es, eingekuschelt - mit den MuMs neben mir bzw. auf meinen Beinen - zu lesen. :)

Samstag, 21. Juli 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 37: Weißwurstäquator

Wie lautet die Definition noch einmal?
"Weißwurstäquator oder auch Weißwurstgrenze ist die scherzhafte Bezeichnung für eine gedachte Kulturgrenze zwischen Altbayern und dem übrigen Deutschland. Sie orientiert sich dabei grob an der Verbreitung der Münchener Weißwurst, die beispielhaft als Kennzeichen „bayerischer Esskultur“ dient." *
Offenbar ist der Weißwurst-Äquator keine "feste" Grenze, mancher nimmt einen 100-km-Radius um München an, andere setzen den 49. Breitengrad mit dieser Grenze fest, wieder andere ziehen sie entlang des Rheines oder auch des Mains und der Fischkopp in mir siedelt sie deutlich nördlicher an. Eine andere Frage nebenher: Wenn der Weißwurst-Äquator die bayerische von der übrigen Kultur trennt, muss man dann darauf schließen, dass überall südlich des Weißwurst-Äquators (z.B. auch in Österreich oder der Schweiz) die bayerische Kultur gelebt, weiter verbreitet und geschätzt wird? Vielleicht sollten wir die Verwendung des Teilwortes "Äquator" ("singulärer Großkreis") in diesem Zusammenhang doch noch einmal überdenken? ;)

Wie ich überhaupt darauf komme? Nun, das Thema der 37. Kalenderwoche von Fellmonsterchens Projekt lautet "Jenseits des Weißwurstäquators". Herzlichen Danke auch ;)

Nun, Weißwurst hin oder her (ginge es nur um diese, bildet übrigens mein Körper die von einer Weißwurst nicht überschreitbare "Grenze" *g*), was mache ich aus dieser Themenvorgabe?

Wie wäre es mit dem Buch Die Expedition von Monika Bittl:
1903 kommen in München fünf Frauen zusammen, um zu einer Alpenüberquerung im Winter zu starten. Wer diese Frauen sind etc. wird von Monika Bittl auf faszinierende Art und Weise erzählt. Sie räumt jeder ihrer fünf Protagonistinnen - einem Dienstmädchen vom Land, einer Künstlerin, einer britischen Ärztin, einer Gräfin und einer Bürgerlichen - Raum ein und gewährt jeder eine eigene Stimme: Im Ergebnis liest man einen Roman, der die Leben, Erwartungen und Wünsche von 5 Frauen um 1900 vereint (ca. 2/3 des Romans) und diese auf eine physisch und psychisch anstrengende winterliche Expedition führt (ca. 1/3 des Romans).

Ein anderer Ansatz - ich höre die Schweizer jetzt schon aufschreien ;) - :
Ich denke an Berge, Kühe, Weiden "dunkle Tannen, grüne Wiesen im Sonnenschein" **. Ja, ich weiß, die "Heidi"-Bücher der Schweizerin Johanna Spyri spielen in der Schweiz, aber saftige Wiesen, Almhütten, Senner/innen verbinde ich halt - auch - mit Bayern :) So schließt sich irgendwie der Kreis zu meiner obigen Überlegung das Teilwort "Äuqator" betreffend. ;) 

Quellen
*Seite „Weißwurstäquator“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Juli 2012, 18:38 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wei%C3%9Fwurst%C3%A4quator&oldid=105335962 (Abgerufen: 20. Juli 2012, 08:25 UTC) 
** Ich habe keine Informationen dazu gefunden, wer den Songtext zur Serie geschrieben hat, gesungen wurde er offenbar von Gitti & Erika

Freitag, 20. Juli 2012

Freitagsfüller by Barbara

Ohne viele Worte - und heute auch ohne Füller -:

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1. *singt leise* Wann wirds mal wieder richtig Sommer ...? (nach Rudi Carrell)
 
2. An diesen Sommerurlaub werde ich mich noch lange erinnern, schließlich war ich an der Ostsee und in Kassel zur Documenta.

3. Ich könnte mal wieder dieses Pastagericht von Sayuri (klick) kochen.

4.  Ein spannendes Buch weiterlesen, egal wie müde ich bin, das klappt heute nicht mehr so gut wie früher, da mir inzwischen trotz aller Spannung irgendwann einfach die Augen zufallen ;)

5. Zum ersten Mal habe ich Sayuris Pastarezept vor ein paar Wochen gekocht, und es war köstlich.

6. Mein Rezept für frische Flundern ist nicht "mein" Rezept (ich kenne es von meinen Eltern und auch diese dürfte kein Urheberrecht daran haben *g*), aber es ist besonders einfach und lecker: Die gesäuberten (trockengetupften) Flundern werden nur gesalzen und gepfeffert, in Mehl gewendet und dann gebraten. 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf noch einmal Faulenzen nach einem Relax-Urlaubstag, morgen habe ich einen Besuch bei meiner Freundin Sayuri geplant und Sonntag möchte ich noch einmal tief Luft holen, bevor am kommenden Montag die Arbeit wieder beginnt!

Donnerstag, 19. Juli 2012

Kurzeindrücke Urlaubslektüre Boltenhagen 2012

Ich habe, wie schon in einem anderen Post gesagt, z.B. am Strand gelesen.

Mitgenommen hatte ich drei Print-Bücher:

"Neu-Erscheinung" von Michael Gantenberg: Dort wird die Geschichte eines verheirateten Journalist in der Provinz erzählt, der unter dem Pseudonym Bella Gabor in der Zeitung inen Fortsetzungsroman über Jesus Zwillingsschwester in unserer Zeit schreibt. Dabei fließen nicht nur seine eigenen kreativen Ideen ein, sondern auch seine Beobachtungen und Frustrationen aus der Ehe und die Vorgaben seines Chefs. Ich fand den Roman ... ganz nett, aber bei weitem nicht so wortwitzhaltig oder lustig, wie er angepriesen wurde und vermutlich werde ich den Inhalt bald vergessen haben.

"Zeitreisen für Anfänger" von Sharon Griffith: Auch hier geht es um eine Zeitung, allerdings eine etwas größere und die Protagonistin ist eine Frau. Die Journalistin Rosie soll eine Reportage über das 50er-Jahre-Haus in "The Meadows" schreiben, bricht aber auf der Türschwelle der Interviewpartnerin zusammen und wacht an einem andere Ort auf - und in Gesellschaft von Menschen, die sich ziemlich seltsam benehmen. So wie in den 50ern ...Rosie vermutet, an einer Reality-Show teilzunehmen, auch wenn sie nicht verstehen kann, warum sie weder gefragt noch gebrieft wurde und wo die Kameras sind. Aber nach und nach wächst in ihr die Überzeugung, dass ihre Leben nicht in einer Reality-Show stattfindet, denn neben dem Wohnhaus und dem Zeitungsbüro hat sich auch die ganze Stadt und die Umgebung incl. der Menschen verändert. Ich habe mich auf die Zeitreiseidee eingelassen und wurde mit einer unterhaltsamen Lebens-und Liebesgeschichte belohnt. Die Autorin schreibt lebensnah und lässt Rosies kleinere und größere Zweifel und Kämpfe spürbar werden, ob es nun um ihre Gefühle für den "50er Jahre verheirateten Billy" geht, das Outfit oder die Erwartungshaltung an eine arbeitende Frau.

"Dämonen des Lichts" von L.A. Weatherly ist ein Urban-Fantasy-Roman mit Engelsthematik. Willow, eine 16jährige Schülerin, hat übersinnliche Fähigkeiten. Als ihre Schulkameradin Beth sie um Hilfe bei einer Entscheidung bittet, sieht sie nicht nur einen Engel in Beth Erinnerung, sondern auch, dass dieser Engel Beth zwar irgendwie glücklich macht, ihr aber zugleich schadet und nicht gut für sie ist. Allerdings stößt sie bei Beth auf taube Ohren. Als Willow versucht, mehr über die Engel zu erfahren, macht sie die Bekanntschaft von Alex, der Engel bekämpft und tötet. Willow erfährt mehr über Engel, als ihr lieb ist, denn sie hat selbst ein engelhaftes Wesen in sich und Alex soll sie töten. Aber sie ist anders als z.B. Beths Engel ... Der Roman ist flüssig geschrieben und die Story hat mich durchaus in den Bann geschlagen. Weshalb die Autorin allerdings zwischen Ich-Perspektive (Willow) und Dritt-Erzählstimme (Alex) wechselt, obwohl sie Gefühle und Empfindungen beider gleichwertig beschreibt, bleibt wohl ihr Geheimnis.


Mein Tablet hatte ich ja auch mit und das war auch gut so. Die Ferienwohnung hatte nämlich nur die Deckenlampe - mit dem Schalter genau an der dem Bett gegenüberliegenden Seite des Raumes - und keine Lese- oder Nachttischlampe. Also habe ich im Bett am Tablet gelesen - schließlich brauchte ich dafür kein weiteres Licht - und zwar "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Salomons: Von dieser Autorin hatte ich dieses Jahr bereits "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" gelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Auch im aktuellen Buch zeigt sich wieder der flüssige Erzählstil der Autorin und ihre Fähigkeit, mit "leichter Hand" von einem Leben zu erzählen und dem Leser dabei einen Teil der Geschichte zu vermitteln (dennoch gefällt mir im direkten Vergelich "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" besser): Elise ist die jüngste Tochter einer jüdischen Wiener Künstlerfamilie. Ihr Vater ist Schriftsteller, ihre Mutter Opernsängerin in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Elise muss, als die Repressionen gegen Juden immer deutlicher werden, zu ihrer Sicherheit ihre Familie verlassen und findet - wie viele andere Österreicher/innen - in Großbritannien in einem Landadel-Haushalt eine Anstellung. Statt bedient zu werden, muss nun sie andere versorgen, muss kochen, putzen, heizen und hat kaum mehr eine Minute Zeit für sich selbst. Der Hausherr Mr. Rivers sorgt sich um sie, unterwirft sich aber dem gängigen Verhaltenskodex. Als sein Sohn Kit aus Cambridge nach Hause kommt, wird das Leben aller durcheinander gewirbelt. Und dann bricht der Krieg aus.

Die Autofahrt habe ich mir zudem mit Hörbücher vertrieben:

So hat mir Gayle Tufts mit "Miss Amerika" (Autorenlesung) die Hinreise versüßt. Ich habe häufig vor mich hingegrinst und gelacht In "Denglish" erzählt die Autorin von ihrem Leben in Deutschland und den Reisen in ihre amerikanische Heimat.Sehr sympathisch fand ich, als sie von dem Inhalt ihres Kleiderschrankes berichtet, der Klamotten verschiedener Kleidergrößen enthält, die wiederum unterschiedliche Etappen ihres Lebens beschreiben.Mir gefiel ihr Stil - das zugrundeliegende Buch kenne ich übrigens nicht -und sie ist eine Autorin, die auch ihre Texte unterhaltsam "einlesen" kann. Sicher hat das auch damit zu tun, dass sie Bühnenerfahrung hat. :)

Auf der Rückreise habe ich ein deutlich ernsteres Hörbuch gehört, nämlich Lily Bretts "Von Mexiko nach Polen". Es ist ein autobiographisches Werk, in welchem Lily Brett von ihren Gefühlen und Eindrücken während eines Mexikoaufenthaltes erzählt, von ihrer Rückkehr nach New York (nachdem ihre Wohnung dort ausgebrannt ist) und wie sie den 11.09.2001 erlebt und von einer ihrer Reisen nach Polen. Zu Beginn musste ich mich etwas an die Sprecherin gewöhnen, die für mich zunächst zu zurückhaltend und ein wenig leidenschaftslos klang. Aber dieser erste Eindruck war falsch: Trotz der Ruhe konnte Simone von Zglinicki die Verletzlichkeit, den Ärger und Frust und Resignation der Autorin ebenso transportieren wie ihre Liebe für ihren Vater und ihren Mann.Nachdem ich mich etwas eingehört hatte, konnte ich den feinen Nuancen ihrer Sprechweise folgen. Ich sah Lily Bretts Vater förmlich vor mir, wenn er ihr am Telefon sagt: "Reg Dich runter", ich schmunzelte über ihre Selbstironie und genoß den Humor (z.B. zum Thema Computer und Lily Bretts Vater) und hatte eine Gänsehaut, als die Autorin ihre durch Ruß beschmutzen Finger in Ausschwitz betrachtet oder entsetzt darüber nachdenkt, wer es wohl schafft, in einem in Ausschwitz befindlichen Restaurant einen Tisch zum Essen zu reservieren. Ein bemerkenswertes und intensives Hörbuch.

Dienstag, 17. Juli 2012

on tour: Urlaubseindrücke Boltenhagen 2012

Ich bin zurück - und, seufz, so sehr ich meine MuMs auch vermisst habe, ich hätte gerne noch ein paar Tage an der Ostsee rangehängt ;) Die Zeit oben an der See hat mir sehr gut getan.


Ich habe viel mit "nichts tun" verbracht, auf die See geschaut, der Ostsee und den Möwen und den Rauschen Bäumen zugehört (und so manches Mal auch menschlichen Geräuschen).

Der in der Ferienwohnung befindliche Fernseher blieb aus, dafür habe ich viel gelesen, z.B. am Strand,


vor mich hingeträumt, die Ostsee angeschaut und ihr (und den Bäumen) gelauscht oder bin durch den Ort gewandert. Von dem Sommerkino habe ich ja schon berichtet, so schaut es übrigens aus: 


Im Gegensatz zu meinem Heimatdorf ist es in Boltenhagen viel grüner. Das betrifft sowohl das "Hinterland" des Dorfes, als auch den Bereich in Strandnähe. So schließt sich an die Düne ein schmaler Waldstreifen an, dann folgt die Ostseepromenade (kein Autoverkehr), dann wieder ein breiterer Waldstreifen (in welchem u.a. Ferienhäuser stehen, eine Minigolfanlage oder Imbissstände) dann die Mittelpromenade (Fuß-,Rad- und Auto"weg", verkehrsberuhigt, über diese gelangt man zu den Häusern zwischen Mittel- und Ostseepromenade), ein weiterer Waldstreifen (z.B. mit Waldwegen zum Laufen und Spielplätzen) und dann kommt der Fuß-/Radweg und die Verkehrsstraße. Okay, im Ortskernbereich ist der "Grünstreifen" nicht mehr so ausgeprägt: Dort gibt es aber immer noch Grün zwischen Ostsee- und Mittelpromenade bzw. parkähnliche schattenspendende Plätze.
 

Aber natürlich gibt es in Boltenhagen nicht nur grün, sondern auch "die Klassiker" zu sehen ;)


In dem unten verlinkten Album könnt Ihr noch mehr Fotos anschauen (ich war ein wenig überrascht, wie viele Fotos es in den paar Tagen geworden sind). Manche sind unscharf, aber so kann auch das Leben sein. Viele der Fotos habe ich übrigens mit meiner Handykamera gemacht.

Aber vorher:
Wunschgemäß etwas Strandsand für Sayuri :)


und wunschgemäß eine Muschel für die Winterkatze:


Und zudem ein Fotomotiv, dass mich an Raven denken ließ (die plastiken sind von Anne Rätzke).


Wie gesagt, mehr gibt es hier zu sehen,
aber seht mir die wechselnde Qualität nach. ;)

Boltenhagen 2012

Sonntag, 15. Juli 2012

8-Punkte-Stöckchen: Leben mit Tieren

Silke von der Wauzelwelt, die spannende Einblicke in ihre Südafrikareise gewährt hat, hat mir ein Stöckchen zwischen die Füße geworfen, wobei die nachstehenden Regeln gelten sollen:

#1 Schreibe, von wem du getaggt wurdest und verlinke die Person! (erledigt)
#2 Schreibe 8 Dinge über dich auf, die zu dem vom Vorgänger gewählten Thema (Leben mit Tieren) passen. (folgt weiter unten)
#3 Tagge 10 weitere Leute. (Die Regel breche ich,.)
#4 Sage den getaggten Leuten Bescheid. (Die Regel breche ich wegen #3 auch)
#5 Stelle selbst ein Thema auf, welches die anderen betaggen (Nun, halbwegs folge ich dieser Regel nachstehend).

Leben mit Tieren, okay :)

Wie man ja meinem Blog entnehmen kann, lebe ich mit zwei Katern zusammen: Meiner schwarzen Socke Merlin und meinem Kuhkater Marlowe, der später eingezogen ist.

1) Zwar hatte ich schon früher mit einem Haustier geliebäugelt, aber in meiner alten Wohnung war der Platz rar. Dann zog ich um und als eine Freundin länger nach Spanien verreiste und einen Katzensitter suchte, habe ich mit ihrem Einverständnis den jungen Kater so lange zu mir geholt. Das Ergebnis:

Ich war umgehend von einem maunzenden Fellbündel abhängig geworden und vermisste es nach Rückkehr meiner Freundin unglaublich. So kam es, dass ich meinen Vermieter um Erlaubnis fragte und mich nach einem Kater umsah ... Ich kann mir ein Leben ohne diese beiden Helden gar nicht mehr vorstellen. Und wenn ich verreise, vermisse ich die beiden noch bevor ich überhaupt gestartet bin. ;)

2) Ich musste einmal sehr kurzfristig und über einige Zeit verreisen und konnte Merlin so ad hoc nicht mehr "unterbringen" bzw. einen Katzensitter besorgen. Also kam Merlin mit auf eine 500 km Autofahrt an die Ostsee. Dabei musste ich lernen, dass Merlin
- eine sehr hohe Toleranzschwelle in Bezug auf Entspannungstabletten (vom Tierarzt natürlich) hat und
- es zumindest einmal schaffte (ich weiß bis heute nicht wie und er - dankenswerterweise - auch nicht mehr?), dem ordnungsgemäß geschlossenen Transportkorb zu entkommen und sich in Richtung Fahrersitz zu bewegen. Natürlich habe ich sofort die nächste Möglichkeit zum Halten ergriffen und mich um den widerspenstigen Kater und Transportkorb zu kümmern;
- weder kurze noch lange Autofahrten am Tage (auch wenn der Korb abgedunkelt wird) mag und
- er SEHR ausdauernd sein kann, wenn ihm was nicht passt.
Erheblich besser klappte übrigens die Rückfahrt, die nachts stattfand: natürliche Dunkelheit + abgedunkelter Korb + erheblich weniger Verkehr.

3. Ich lebe in einem Wechselbad der Gefühle: 
Die MuMs können mich unglaublich nerven - z.B. beim Autofahren (hauptsächlich Merlin) oder wenn sie darauf warten, dass ich das Futter in die Näpfe fülle - und mich andererseits sowohl unterhalten - mit Stunt- und Akrobatikeinlagen - als auch tiefenentspannen, indem sie sich schnurrend an oder auf mich kuscheln -  und mich auf diese Weise immobilisieren :) - oder ich mich meditativ verliere, wenn ich ihnen beim Ruhen oder Putzen zusehe.

4. Wieso nur müssen die MuMs Haare herauswürgen? Warum können diese Haare nicht immer den anderen Weg nehmen? Und warum erwischen Kater regelmäßig zielgenau einen der zwei Teppiche in der ansonsten mit leicht wischbaren Bodenflächen ausgestatteten Wohnung?

5. Spielzeug: Wer denkt, Baldrian wirke auf die Katzen wie auf Menschen, wird sein aktives Wunder erleben. Katzenminze ist gar nichts dagegen! Jedenfalls bei den MuMs. Mal abgesehen von Baldrianmäusen (die man prima über Apothekenbaldrian auffrischen kann) und der robusten DaBird-Spielangel ist es wirklich so, dass die MuMs mit einfachen Dingen genauso gern oder lieber spielen. Ob Maispflanze oder raschelnde Luftschlange, ein größerer Karton mit Raschelpapier oder eine Papiertüte, es muss nicht immer teures Spielzeug aus dem Markt sein.

6. Reine Wohnungskatzen, so wie meine MuMs, haben eigentlich keine Gelegenheit, zu jagen. Ich war sehr erschrocken, als ich eines Tages Federn und, hm, etwas mehr als Federn fand. Offenbar hatte sich ein Vogel zu nahe an das Katzenschutznetz gewagt. Ein anderes Mal hatte sich eine kleine Maus verirrt und ich benötigte einige Zeit, um überhaupt zu erkennen, mit was Merlin beschäftigt war. Ich weiß ja, dass Katzen Jäger sind, aber es live mit Maus bzw. Vogel daheim zu "erleben", ist etwas ganz anderes (als mit Spinne und Fliege) und setzte mir ganz schön zu.

7. Ein ganz furchtbares Gefühl war es, als Marlowe für einen kleineren Eingriff narkotisiert werden musste. Dazu sollte ich sagen, dass ich beide Kater bereits kastriert übernommen hatte, ich also keine Erfahrungen in Bezug auf Vollnarkose hatte. Ich saß also da und hielt den ängstlich-scheuen Marlowe von meinem Armen sicher umfasst auf meinem Schoß - und auf einmal wurde er ganz schlaff. Das war erschreckend und es ging mir erst besser, als ich ihn im (gewärmten) Aufwachbereich sah und er seine Pfoten bewegte.

8. Seitdem die MuMs bei mir leben, schlafe ich viel ruhiger. Ich meine das in dem Sinne, dass ich mich nur noch wenig im Bett bewege. Seitdem regelmäßig einer der beiden neben meinen Füßen liegt und der andere im Bereich meiner Kniekehlen, habe ich mich irgendwie darauf eingestellt, mich nur in Notfällen zu bewegen bzw. zu drehen. So haben wir alle eine geruhsame Nacht. *lach*

Wie bereits oben gesagt, breche ich die Stöckchenregeln und tagge keine weiteren 10 Personen.

Wer Lust und Laune hat, darf das Stöckchen aber gerne aufgreifen und sich zum Thema "In meinen Augen wichtige Erfindungen/Entdeckungen" (8 Punkte) äußern. Und wenn er/sie mag, kann er/sie natürlich auch die restlichen Regeln befolgen. :) Für eine kurze Info im Kommentar wäre ich in diesem Fall dankbar! :)

Freitag, 13. Juli 2012

on tour: aus dem Urlaub

Gerade sitze ich in der Ferienwohnung und ruhe meine Füße aus. Ich glaube, ich bin seit Wochen nicht mehr so viel am Stück UND an der frische Luft gelaufen wie gestern - jedenfalls ab  dem Nachmittag - und heute. Und das Gehen im Sand hat dazu geführt, dass ich heute meine Waden so richtig merke: Hallöchen, schön, dass es Euch noch gibt! :)

Ich bin ein paar Tage in Boltenhagen an der Ostsee im Urlaub. Die Anreise verlief problemlos und trotz Baustellen auf der A1 staufrei. Die Baustellen kosteten mich eine Stunde mehr Fahrzeit, ließen mich aber zugleich Sprit sparen. Damit kann man doch leben. ;)

Natürlich bin ich gestern noch in die Ostsee und auch heute früh war ich schwimmen. Die große Badewanne hatte ich dabei um hm halb sieben (?) für mich allein. 

Bereits dieser kurze Aufenthalt ruft einige Erinnerungen hervor:

- Meine Ferienwohnung hat Schrankbetten, was mich an mein Kinderzimmer denken ließ und an meinen Bruder: Er hat vor mir in meinem Kinder-Schrankbett geschlafen.
- Es ist gut, dass ich - wenn auch eigentlich wegen meiner windempfindlichen Ohren - Ohropax mitgenommen habe, denn einer der FeWo-Nachbarn schnarcht wie meine Mutter. 
- Das Kino befindet sich in einer Art mobilen Container, dieses "Sommerkino" kenne ich noch aus meiner Kinderzeit.
- In einem Restaurant habe ich heute Würzfleisch gegessen mit Zitrone und Worcestersauce, das musste einfach sein. Obwohl es so schmeckte, wie ich es in Erinnerung hatte, sagte es mir nicht mehr so zu wie früher. 
- In einem Miniladen war ein älterer Herr damit beschäftigt, gebrauchte Batterien testen zu lassen und neue zu kaufen: er hielt den ganzen Verkehr auf, aber ich konnte nur an meinen Vater denken, die Szene erinnerte mich intensiv an ihn.
- Vor einem Laden befanden sich nicht nur Tageszeitungen, sondern auch die Rätselzeitung Troll, die mich an meine Schwester denken ließ - ich habe das Heft gekauft, es liegt neben mir. Heute abend oder so beginne ich mit dem aktuellen Preisrätsel-Kreuzgitter und werde bestimmt Tage dafür brauchen, zumindest das Lösungswort herauszufinden. ;)
- Kiefern, besonders Krüppelkiefern, sind hier einige zu finden - wie daheim.
- Vor mir auf der von Bäumen gesäumten Strandpromenade, die hinter den Dünen verläuft, gingen einige ältere Frauen, eine von ihnen am Rollator mit weißer Jacke und blauer Ballonmütze - und ich hatte meine Mutter vor Augen.
- Die Ostsee ... was soll ich sagen: so wie viele Kinder hier bin ich früher selbst durch den Strandsand und in die Ostsee getobt.  Sie ist hier anders - z.B. habe ich hier keine Buhnen oder andere Wellenbrecher gesehen - und doch wieder nicht. 

Fotos werde ich zeigen, wenn ich wieder daheim und am Rechner bin, denn obwohl die FeWo kostenfreies Wlan hat, ist das Netz schwach (ebenso wie das Handynetz in der Wohnung) und teilweise völlig weg. 

Ich mache mir jetzt erst einmal einen Tee - jaha, die Kaffeetante hat Tee mitgenommen ;) - und schnappe mir ein Sommerurlaubsbuch ... Und später gehts es nochmal zum Strand. :)

I'm in english reloaded-Challenge - The funny thing is ... by Ellen DeGeneres

Ich habe das Buch bereits im Juni 2012 ausgelesen - wirklich! -, nur das Schreiben der Rezension für die Challenge ist, wie so vieles andere auch, liegengeblieben.


Nun aber zu meiner Junilektüre 2012.

Für all diejenigen, die Ellen DeGeneres nicht kennen: In den Staaten ist sie eine sehr bekannte Komikerin, Schauspielerin ("Ellen"), Moderatorin ("The Ellen-DeGeneres-Show") und Autorin, offensichtlich.

"The funny thing is ..." ist aus dem Jahr 2003 und stellt eine Sammlung von kurzen Essays zu unterschiedlichen Themen dar. Sie sind alle in gut verständlichem (USA)Englisch geschrieben, wobei die Themenauswahl häufig banal bis kurios erscheint:

Sie denkt laut darüber nach, warum sie eigentlich gut im Gefängnis leben könnte oder wie man aus peinlichen Situationen (Vergessen eines Namens) wieder herauskommt. Es gibt ein "ernstes Kapitel", das als solches betitelt ist und sich offensiv und ironisch mit dem Bedürfnis mancher Leser beschäftigt, auch in witzigen Büchern etwas Ernsthaftes zu lesen. Sie lässt den Leser etwas an ihrer Tour durch die Staaten teilhaben und gibt Ratschläge, wie man mit seinem Leben etwas Sinnvolles anfangen kann  - und zwar anhand eines Gespräches mit einem Schmetterling. :) Und bereits im Vorwort gibt es Tipps zum Glücklich sein.  Eine Kostprobe:
"1. Be nice to everyone, even though you don't want to and you may not like certain people. Be kind, friednly, and respectful even if people are not nice to you. That way, you're not dragged down to their level. Also, ther's nothing that anooys arrogant jerks more than people being nice to them.  
....
4. Exercise. Any form of movement will do. Stretching keeps you liber, young, and energizes. My favorite exercise ist walking a block and a half to the corner store to buy fudge. Then I call a cab to get back home (There's never a need to overdo anything.)

...

9. Don't look in the mirror ... ever." *
Den Essays ist jedenfalls ein gewisser Ton gemeinsam: Die Autorin wechselt in meinen Augen leicht zwischen Humor, Ironie und Satire und liefert durch unterhaltsame Überzeichnung eine etwas andere Art von Denkanstößen.

Quelle:
S.3 ff aus "The funny thing is ..." by Ellen DeGeneres, copyright 2003 by Crazy Monkey, Inc., First Simon & schuster paperback edition 2004 (ISBN: 978-0-7432-4761-0)

Mittwoch, 11. Juli 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 36: Unbekanntes

Oh, auf dem Blog ist es eine Woche sehr ruhig geblieben. Das hat mit der Vorurlaubszeit zu tun, in der es im Büro sehr hektisch war. Und nach Urlaubsbeginn war ich blogtechnisch sehr antriebslos. Aber ich habe mir vorgenommen, mit diesem Post die Ruhe zu durchbrechen :)

Es geht in der 36. Kalenderwoche von Fellmonsterchens Projekt um das unbekannteste Buch, das der jeweilige Teilnehmer je gelesen hat.

Ich habe mich vor meine Bücherregale gestellt und geschaut. Ein Buch um das andere herausgezogen, nachgedacht und dem Gefühl nachgespürt, das ich mit dem betreffenden Buch verbinde. Denn ich merke, dass ich nur vage Erinnerungen an die Inhalte habe. Also packe ich sie gedanklich auf meinen nochmal-Lesen-Stapel. Ob die drei Beispielsbücher die dieswöchige Themenvorgabe erfüllen? Bei zwei von ihnen weiß ich es nicht - ich denke aber, sie sind jedenfalls nicht allzu bekannt -,das Sachbuch allerdings kommt mir doch recht unbekannt vor:

Da wäre zunächst einmal Marcus Clarkes Buch "Lebenslänglich". Ich glaube, zuletzt habe ich es vor 15 gelesen (meine Ausgabe vom Verlag Volk und Berlin stammt aus dem Jahr 1988). In dem Roman erzählt Clarke von Ereignissen um 1835 in der Strafkolonie Vandiemensland, heute besser bekannt als Tasmanien. Zehn Gefangene können sich eines Schiffes bemächtigen, setzen die Frau und die Tochter des Kommandanten sowie den Offizier Mr. Frere und noch zwei (?) Männer aus und segeln davon. Die Frau des Kommandanten stirbt, die Tochter Sylvia verliert ihr Gedächtnis. Dann stößt noch der entflohene Sträfling Rufus Dawes zu dieser Gemeinschaft. Alle müssen miteinander klarkommen, um zu überleben und zu entkommen... Clarke orientierte sich an amtlichen Berichten über die Strafkolonie. Der Roman hat mich bewegt - sonst hätte ich ihn auch nicht behalten.

Bewegt und verzaubert hat mich zudem Anthony C. Winklers "Das bemalte Kanu". Der jamaikanische Fischer Zachariah Pelsie ist ein hm fleißiger, aber auch uneinsichtiger Mann. An getroffenen Entscheidungen hält er fest, auch wenn ihm von Dutzenden von Menschen das Gegenteil nachgewiesen wird. So streitet er sich mit dem Pastor darüber, warum Gott den Menschen wenig hilft. Ist schließlich kein Wunder, wenn sie ihn ständig wegen Lappalien anrufen, sodass Gott irgendwann nicht mehr weiß, wann es etwas Wichtiges und wann es eine Kleinigkeit ist.  Sein Beharren auf Ansichten führt oftmals zu Streitereien und eines Tages auch dazu, dass er mit seinem Kanu zu Fischen herausfährt, obwohl er die Nacht zuvor nicht gut geschlafen hat. Und das kurz vor Beginn der Regenzeit, wenn die Winde auffrischen und die See stürmisch wird. Es kommt, wie es kommen muss: Er schläft auf See ein, treibt ab und wacht umgeben von Wasser irgendwo auf:
"Aber er konnte an nichts anderes denken, als daran, was er für ein Narr gewesen war einzuschlafen und wie sehr er es verdiente, für diese Dummheit bestraft zu werden. Er blickte sich um auf der Suche nach einer passenden Bestrafung und entschied, dass, gleich wie gerne er ein Stück von dem Tabak geraucht hätte, er ihn stattdessen über Bord werfen und sich dieses Vergnügen vorhalten würde."* (Er macht das dann auch, kurz danach:). "So n verdammter Idiot, wirft den Tabak weg!" verwünschte er sich und fuhr mit seiner freien Hand wütend durch die Luft."*
Und da wäre noch ein Sachbuch, welches ich in diesem Blog besprochen habe. Wie es ausschaut, gehöre ich zu einigen wenigen Menschen, die das getan haben, denn häufig gelangen Suchende nach diesem Buch auf meinen Blog. Es geht um das Buch "Die Universalgeschichte der Zahlen" von Georges Ifrah (klick).

*Quelle: 
S. 41 aus "Das bemalte Kanu" von Athony C.Winkler in der Übersetzung von Karin Höpker, 1. Aufl. 2000, deutsche Rechte beim Scherz Verlag, Bern-München-Wien, ISBN. 978-3502108573

Dienstag, 3. Juli 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 35: (über)schätzte Literatur


Okay, mal überlegen. 

Amelie Nothombs "Der japanische Verlobte" fällt mir dazu ein. Das Buch habe ich mir gekauft, weil ich immer wieder viel Positives über den Erzählstil der Autorin gelesen habe, auf Blogs, in Zeitungen, in Rezensionen. Ich kam mit der Autorin - jedenfalls in "Der japanische Verlobte" - nicht so recht klar, war sie ironisch, war sie ernst, wann war sie was. Auf ein anderes Buch der Autorin bin ich auch nicht neugierig ...

Mit "Der Zauberberg" von Thomas Mann musste ich mich während meiner Schulzeit beschäftigen; ich fand den Roman über einen jungen Bürgerlichen, der grundlos (d.h., ohne krank zu sein) bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges in einem Sanatorium bleibt, nicht überwältigend - und dennoch soll dieses Buch einer der meistgelesenen deutschsprachigen Romane sein. 

Zu guter letzt: "Der Alchimist" von Paul Coelho: Es ist nicht so, dass das Buch schlecht wäre, aber was an der Geschichte  nun soooo großartig ist, erschließt sich mir auch nicht. Seine Träume leben bzw. verwirklichen ist gut und schön, aber ich brauche diese Botschaft nicht über 170 Seiten (oder über 120 Seiten bei Sergio Bambarens "Der Traum des Leuchtturmwärters) oder gar über mehrere Bücher verteilt.

Sonntag, 1. Juli 2012

Randbemerkung: Neue ARD-Spielshow und Star Trek

Gestern habe ich mir die TV-Digital Nr. 14/2012 für die Zei vom 30.06.12 bis 13.07.2012 gekauft. Beim Durchblättern habe ich erfahren, dass am 07.07.2012 auf ARD folgende Spielshow ausgestrahlt wird:

(zu den Rechten: Seite 24 der vorgenannten TV-Digital,
 aber ich habe nicht herausgefunden, wer das Foto von Herrn Opdenhövel gemacht hat). 

Zum Show-Konzept findet man hier (klick) mehr, u.a. sollen offenbar Gladiatorenkämpfe stattfinden.

Hm... "Brot und Spiele" und Gladiatorenkämpfe. Woher kommt mir das nur bekannt vor?

Ach ja: In der Episode "Brot und Spiele" (Original: Bread an Circuses) aus Staffel 2 der Serie "Star Trek: The Original Series" werden zur Unterhaltung der Massen TV-Shows gezeigt, in denen Gladiatoren gegeneinander kämpfen. Kirk, Spock und McCoy finden sich ein einer solchen Show wieder. Mehr zum Episodeninhalt gibt es hier in der memory-alpha-Datenbank (klick) zu lesen.

Nun, die ARD beschränkt sich wenigstens nicht nur auf Gladiatorenkämpfe. Aber auch wenn sie als Wissensshow gedacht ist,  fühle ich mich mit diesem Konzept nicht wirklich wohl. Es werden Wettkämpfe (Legionäre, Gladiatoren, Wagenrennen) ausgetragen im Rahmen einer Spielshow, nicht einer Dokumentation/Einspielung. Ich weiß nicht ob das "angemessen" ist. Und ich überlege gerade, ob wir als nächstes wettkampfmäßig Piraten-Seeschlachten sehen können oder eine Spiel-Wissens-Show über Kreuzzüge.

Projekt 52 Bücher: Woche 34: Lachen

Verflixt noch einmal, schon wieder verpätet. Okay, es ist nur eine Woche, aber es gab mal eine Zeit, in der ich immer pünktlich meinen wöchentlichen Beitrag gepostet habe :) Nun, andererseits: Es ist bislang nur eine Woche :D.

In der 34. Woche von Fellmonsterchens 52-Bücher-Projekt wird fragt nach: Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst. Hm, sollte ich hier ein Buch nenne, bei welchem ich im übertragenen Sinne vor Verzweiflung gelacht bzw. weil es so ein Trash war, dass es schon wieder erheiternd ist? Ach nein, ich gehe die andere Richtung und konzentriere mich auf Großbritannien:

Viel Schmunzeln musste z.B. bei dem Buch Simon's Cat von Simon Tofield von  Silke auch schon erwähnt Es ist das erste der - aktuell - vier Bücher, die Simon Tofield veröffentlicht hat, wobei die Zeichnungen zum Teil die Clips aufgreifen, aber insgesamt eigenständige Geschichten erzählen:

Zeichnung von Simon Tofield 2009, 
Seite aus dem Buch "Simon's Cat",
 first published by Canongate Books in 2009,
 Copyright by Simon Tofield 2009, ISBN: 978 1847674814

Zeichnung von Simon Tofield 2009, 
Seite aus dem Buch "Simon's Cat",
 first published by Canongate Books in 2009,
 Copyright by Simon Tofield 2009, ISBN: 978 1847674814


Merlin (klick) hat sich bestimmt auch selbst erkannt. :) Sein zweites Buch "Der Zaunkönig" fand ich übrigens nicht so lustig, "Kitten-Chaos" dagegen wieder mehr (die ersten drei Bücher habe ich). "Fütter mich" habe ich als Leihgabe gelesen, die dortigen Zeichnungen waren mir überwiegend aus den ersten drei Büchern bekannt.

Noch etwas britisches: "Mrs. Fry's Diary" von Mrs. Stephen Fry habe ich im Rahmen der englisch-Challenge im Jahr 2011 gelesen und mich über ihre einzigartige Sicht der Dinge amüsiert (klick).