Sonntag, 29. April 2012

Mandala und zwei Nachklänge

Dieses Puzzle hat mich einige Zeit beschäftigt. Zum einen lag das daran, dass ich auch bei diesem Puzzle klassisch mit dem Rand angefangen habe, um mich dann von außen nach innen zu arbeiten. Irgendwann habe ich aber begriffen, dass ich vielleicht eher von innen nach außen puzzeln sollte ;). Ich hoffe, man kann mehr auf dem Foto erkennen, wenn man mit der rechten Maustaste klickt und das Foto im neuen Tab öffnet; ich habe extra die Datei etwas größer gelassen ;)


Wie schon in einem früheren Post erwähnt, habe ich das Hörbuch "Vita Classica" abgebrochen. Nachdem ich dann auch ständig etwas anderes hörte als das ebenfalls angefangene Hörbuch "Ein teuflisches Genie", habe ich auch das letztgenannte Hörbuch endgültig abgebrochen und weggepackt. Ich denke, beide Hörbücher werden als Spende in eine Bücherei wandern oder so.

Nebenher gehört habe ich "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling, gelesen von ihm selbst. Das Buch ist in Deutschland recht gut bekannt, vermute ich mal ;). Ich habe es vor ein paar Jahren gelesen, dieses Audiobook ist eine Leihgabe meiner Freundin Sayuri. Ansonsten zum Inhalt: Der Entertainer Hape Kerkeling beschreibt in dem Buch seine Erlebnisse und Gedanken auf seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Ich habe es bereits in einem früheren Kommentar erwähnt: Ganz am Anfang - und auch wirklich nur dort - hatte ich den Eindruck, dass Hape Kerkeling nicht nur auf dem Jakobsweg, sondern auch beim Einlesen seines Buches seinen Rhythmus finden musste. Aber Hape Kerkelings Charme und teils lausbubenhaft klingende Stimme kommt gut zum Ausdruck und teils gibt er die gehörten Dialoge oder Sprachfetzen in passender Lautstärke und/oder Dialekt bzw. Sprache wieder. Der Autor liest aber differenziert und nicht übertrieben komödiantisch, wie manch Interessierte/r es vielleicht befürchtet, zumal die Pilgerreise ihm ja wichtig war. Das ist spuerbar und daher fiel es zumindest mir auch nicht schwer, z.B. die Frustration oder Hysterie oder die Freude auf dem Weg nachzuvollziehen. 

Das zweite Hörbuch - ebenfalls eine Leihgabe von Sayuri - war "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins, gelesen von Ulrich Pleitgen. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins beschäftigt sich in seinem Werk mit Atheismus, Religionen, Gott - und Göttern - und wirft dabei zu ethische, philosophische, politische und wissenschaftliche Fragen auf. Z.B. bin ich überzeugt davon, dass ein Mensch nicht zweimal in denselbem Fluss baden kann ("Alles fließt", ja ich weiß, verkürzt*g*). Aber der Gedanke, dass der stete Austausch von Materieteilchen/Wellen ja auch die Materie des menschlichen Körpers betreffen kann und der Mensch dann auf einer bestimmten Ebene immer anders ist, war mir noch nie gekommen... Dawkins versucht, darwinistisch an Fragen und religiöse Argumente heranzugehen, zu beantworten und zu widerlegen. Das gelingt nicht immer bis ins letzte Detail, zum Teil vermutlich, weil es den Rahmen sprengen würde, zum Teil wohl auch, weil die Antworten _heute_ fehlen. Insgesamt fand ich den Text anregend, der von Ulrich Pleitgen im Stile eines Vortrages oder einer Vorlesung zügig dargebracht wird, was bedeutet, dass man wirklich konzentriert zuhören muss. Vielleicht werde ich den Titel irgendwann noch einmal "in Ruhe" - und natürlich ebenfalls konzentriert ;) lesen...

Freitag, 27. April 2012

Freitagsfüller by Barbara

Freitag - Wochenende ist in Sicht.
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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara.

Da ich aber auch gut zu tun habe heute, gibt es den Freitagsfüller nicht handgeschrieben.

1. Ich lese gern *g*

2.  Bunte Reis- oder -Nudelgemüsepfanne ist eine mögliche Form leckerer Nahrungsmittel-Resteverwertung

3. Am Montag, jedenfalls den kommenden, muss ich arbeiten. 

4.  Gerade in diesem Moment ist das Wetter ein Traum - die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und es ziehen weiße (Quell-)Wolken. 

5.  Im Übrigen habe ich jetzt Hunger (siehe 2).

6. Puzzeln ist noch immer besonders für mich entspannend für mich. 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Wochenende, ganz einfach, morgen habe ich den Besuch bei meiner Freundin Sayuri geplant und Sonntag möchte ich eigentlich nur relaxen - aber Wohnungskram und Wäsche steht halt auch an ;)

Montag, 23. April 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 25 - nächstes Wunsch-Lesebuch

Leichtes Thema, ha! In der 25. KW fragt das Fellmonsterchen danach, welches Buch ich als nächstes lesen möchte.

Jetzt in diesem Moment würde ich am liebsten den vierten Band der Lady-Alexia-Reihe "Feurige Schatten" von Gail Carriger anfangen, den ich spontan ausleihen könnte. Ich habe in diesem Monat bereits Teil 1 - 3 gelesen und fand sie recht unterhaltsam und angenehm ablenkend neben der Arbeit, ohne dass ich viel über den Inhalt hätte nachdenken müssen. Gerade das, was man ab und an so braucht.

Allerdings bin ich aktuell mit "The kindest Thing" von Cath Staincliff zu Gange (ungefähr Halbzeit), daneben lese ich auf deutsch "Angelfire" von Courtney Allison Moulton (noch keine 100 Seiten) und höre beim Puzzeln "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Diese Sachen würde ich eigentlich ganz gern beenden, bevor ich etwas Weiteres anfange.

Ob ich dann allerdings immer noch Lady Alexia Band 4 lesen möchte oder vielleicht doch etwas von meinem TuB, wie den schon länger dort liegenden zweiten Teil von Johannes Cabal oder das "jüngere" Buch "Der Garten des ewigen Frühlings" oder etwas von den Leihgaben wie "Die zitternde Frau" oder "Die Entdeckung des Hugo Cabret", dass kann ich jetzt noch nicht sagen.

Die Qual der Wahl! :)

Und Waggy?
Waggy ist entscheidungsfreudiger. Er will die John-Sinclar-Welt kennenlernen, von der ich in meinem letzten Puzzle-Posts (klick) berichtet habe und will die von mir dort erwähnten Hörspiele hören. Hoffentlich kann er danach schlafen. Monster können so sensibel sein!

Sonntag, 22. April 2012

Projekt 52 Bücher : Woche 24 - glaubwürdigste Sexszene

Einfach macht es uns das Fellmonsterchen in der 24. Projektwoche nicht ;). Und ich habe mir dieses Mal auch extra viel Zeit gelassen und die Wochenfrist überzogen ;) "Die glaubwürdigste Sex-Szene", die ich bislang gelesen habe? Der Beitrag wird kurz dieses Mal, denn in dieser Woche ist mir kein Buch mit einer glaubwürdig beschriebenen Sex-Szene eingefallen, wobei ich mich jetzt auf den sexuellen Akt als solchen beziehe.

Vielleicht anders herum: Ich habe Romane gelesen, in denen aus meiner Sicht Lust und Sexualität glaubwürdig enthalten sind. Auch wenn ich lustigerweise keine Titel nennen kann, erinnere ich mich aber daran, dass die Glaubwürdigkeit, der "Realismus" und die "Normalität" der Sexualität daher kam, dass von dem Autor/der Autorin gerade nicht versucht wurde, die Lust oder den sexuallen Akt, wortreich im mehr oder weniger deftigen Jargon oder in blumig-abgehobenen Metaphern zu beschreiben oder fast klinisch beschreibend erogene Zonen "abzuarbeiten".  

Hier ist für mich weniger mehr. Das fantasieanregend geschilderte Vorspiel kann viel reizvoller sein als die direkte Beschreibung des sexuellen Aktes; die - durchscheinende - Verhüllung spannender als Nacktheit. Der Rest darf schweigend der subjektiven Fantasie des Lesers/der Leserin überlassen bleiben.

Mittwoch, 18. April 2012

.... aaahh... ja

Gestern war eine Premiere. Zusammen mit einer Freundin habe ich das erste Mal eine Probestunde in einem Fitnessstudio absolviert. Der Trainer fragte nach Zielvorstellung, erklärte generelle Abläufe, schickte uns zum Aufwärmen auf einen Stepper (irgendwie hatte ich Stretching o.ä. erwartet) und ging mit uns dann im Studio zu diversen Geräten, erläuterte deren Funktion, zeigte die Arbeitsweise, ließ uns daran etwas trainieren (machte Empfehlungen zur Einstellung und Körperhaltung) und so weiter ...

Neben Arm-, Bein- und Bauchmuskeln, von deren Existenz ich bereits früher wusste, habe ich gestern einige weitere Muskelpartien kennengelernt, an deren Bekanntschaft ich mich (bestimmt nicht nur) heute weiter erfreue.

Dankbar bin ich dem Trainer für die Rückeninfo: Er hatte vor und nach der Nutzung eines Gerätes prophezeit, dass wir im unteren Rückenbereich die Muskeln merken würden. Das sei wegen dieser Gerätenutzung normal und zu erwarten und keine Verletzung o.ä. Und es stimmt. Als ich heute morgen etwas von unten aufgehoben habe, dachte ich erst, ich hätte mir den unteren Rückbereich irgendwie verknackst, erinnerte mich aber an seine Warnung.

Überraschenderweise hält sich der Muskelkater aber relativ in Grenzen. Am deutlichsten spürbar ist untere Rückenbereich und der linke ;) Oberarm (ich bin Rechtshänderin) und die anderen Muskelpartien merke ich natürlich auch. Aber ich hatte eigentlich erwartet, dass sämtliche Muskelpartien laut und nachhaltig protestieren.


Mir geht es darum, zeitlich flexibel sein zu können (Öffnungszeiten von 6-24 Uhr), da ich nie so recht weiß, wann ich wie wegkomme und meiner Freundin geht es (kinderbedingt) ebenso. Kurse wären für mich schon aus diesen Gründen kaum realisierbar, weshalb mich auch mehr der direkte Zugang zu den Geräten (Ausdauer und der Klassiker BBP *g*) interessiert.

Das Studio will - aufgerundet - 20 Euro für die Karte, 2x 20 Euro Verwaltungspauschale und der monatliche Grundbeitrag kostet ebenfalls 20 EUR, im ersten Jahr also 300 EUR, dann - wenn sich die Preise nicht ändern - 280 EUR jährlich. Wasser, die (überschaubare Anzahl von) Kursen, immer wieder bei Bedarf Trainerstunden und alle Geräte incl. Spinning sind enthalten (ausgenommen ist ein besonderes Muskellockerungsgerät, dessen Nutzung + Sauna + Mineralien würde monatlich rund 30 EUR kosten). Vertragslaufzeit ist ein Jahr, kündbar 3 Monate vor Ablauf, ansonsten jahresweise Verlängerung.  In meinen Ohren klingt das transparent und auch der Jahresrhythmus ist in Ordnung. Zu teuer erscheint mir das auch nicht.

Da ich aber totaler Newbie bin: Seid Ihr Mitglied in einem Fitnessstudio? Was denkt ihr?

Zum Schluss: 
Gestern habe ich via bookshelf (klick) dieses Foto gesehen (wie gesagt, ich kann mich heute immer noch bewegen *g*): 

The LA Public Library’s 1928 bookmobile for the sick.
 Ich finde diese mobile Bücherei im Design cool.

Sonntag, 15. April 2012

WasGiJ-Puzzle und kleinere Audio-Nachklänge

Es hat dieses Mal seine Zeit gedauert, bis ich mein Puzzle beendet habe. So sieht das Bild auf dem Karton aus (mehr Details durch Rechtsklick und Öffnen im nächsten Tab).


Das tatsächliche Puzzlebild allerdings gab die vorstehende Szene "leicht" geändert wieder. auf dem Karton war das "vor", das Puzzle "nach" einem ominösen Ereignis. In abgeschwächter Form puzzelt man blind: Man hat die Figuren, das Setting - aber alles ist verschoben, verändert, neu. Nun, hier ist der Link (klick) zum Beweisbild, dass ich das Puzzle geschafft habe. Ganz bewusst habe ich es dieses Mal nicht eingebettet, weil ich andere Puzzlefreunde nicht spoilern will. Also, die Entscheidung, ob ihr auch das "danach"-Bild anschaut, liegt bei Euch! :)

Während der Puzzletime habe ich mal wieder Hörbücher angehabt. Dass ich die Harry-Potter-Reihe auf englisch, gelesen von Stephen Fry, beendet habe, darüber habe ich bereits hier (klick) geschrieben.

Über die Ostertage habe ich mir außerdem ein paar Leihgaben angehört: John Sinclair "Der Anfang", außerdem "Das Leichenhaus der Lady L", "Mörder aus dem Totenreich" und "Dr. Satanos". Ich habe vor... hm, Jahrzehnten :), die John-Sinclair-Romanreine von Jason Dark verschlungen. John Sinclair, ein Inspektor des Scotland Yard, ermittelt - unterstützt von seinem Kollegen und Freund Suko, aber auch von dem befreundeten Journalisten Bill Conolly - in ungewöhnlichen, seltsamen, bizarren Fällen, die außerweltlichen Touch haben - oder auch nicht. Ein wenig wie Akte X - nur nicht mit Aliens, sondern dem Bösen *g*. Vor kurzen habe ich mal wieder zwei Hefte gelesen und... nun ja, sie waren schon trashig ;) Aber: Wer die Reihe mochte/mag, der sollte in die Hörspielreihe hineinhören. Es sind die usprünglichen Fällen, jedoch transportiert in das 21. Jahrhundert mit Handy, Internet etc., was funktioniert;). Und zudem gewinnen die Heftromane ungemein durch die Inszenierung. Ich bin so manches Mal zusammengezuckt, wenn ein Opfer überfallen wurde oder schmunzelte angesichts des nun hörbaren Schlagabtausches der Figuren. Ich habe den Eindruck, dass die Hörspieler - sagt man so? - mit Spass bei der Sache sind und ich habe mich gefreut, bekannte Stimmen zu hören, z.B. für Sinclar ... John Sinclair ... :)

Nachdem ich aktuell zwei CDs von "Ein teuflisches Genie" von Catharine Jenkins, gelesen von Stefan Kaminski, gehört habe, finde ich es, ehrlich gesagt, etwas seltsam, dass ich mit den Höreffekten bei John Sinclair so wenig und mit denjenigen aus dem teuflischen Genie regelmäßig Probleme habe. Versteht mich nicht falsch: Stefan Kaminiski liest wirklich gut und hat eine interessante sprachliche Figurenzeichnung. Nur ... ich will nicht sagen, dass mir übel wurde, aber ich empfand doch immer etwas Ekel bislang, wenn die Dialoge von Cadel und seinem Vater durch Hust- und Würg- und Spuckgeräusche unterbrochen werden. Cadel ist übrigens ein hochintelligentes Kind, dass bei Adoptiveltern aufwächst. Er ist ein Genie und kann mit Computern so einiges anstellen. Als er erwischt wird (mit 7), werden ihm Sitzungen mit Dr. Roth auferlegt, der sich allerdings als Freund von Cadels Vater entpuppt. Letzterer ist ein genialer eiskalter Verbrecher (der dennoch derzeit hinter Gittern sitzt) und die Weltherrschaft an sich reißen will.Ich bin mir noch nicht sicher, wie mir die Geschichte an sich gefällt (ich habe ja auch nocht nicht einmal die Hälfte gehört), aber ich erwische mich dabei, dass seit gestern ständig was anderes tue (z.B. mal wieder Star Trek Classic Staffel 1 zu schauen),statt weiter zu hören...

Dabei habe ich bereits das davor eingelegte Hörbuch "Vita classica" von Stefan Möller, gelesen vom Autor selbst, abgebrochen. Wie soll ich es sagen... Der Autor liest fehlerfrei, aber... hm. Mich nervt seine Vortragsweise. Es ist etwas an der Art, wie er die Texte vorträgt, die mich gelangweilt mit meinen Gedanken abschweifen lässt. Dazu kommt, dass ich die Einführung (das coming out eines Klassiklieberhabers) überdramatisiert fand, obwohl sie offensichtlich nicht ernstgemeint ist. Und auch mit den weiteren "Hypothekes" und "Forschungen", woher die Liebe eines Mensch für klassische Musik bereits in zartem Alter kommen kann, überzeugte mich nicht, ihm weiter zu lauschen. Vielleicht werde ich auf Dauer mal das Buch lesen - denn Stefan Möllers "Viva Polonia" hat mir gut gefallen.

Nun, zumindest habe ich das Hörbuch "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper, gelesen von Andreas Pietschmann, nicht abgebrochen, sondern mich vielmehr sehr gut von ihm unterhalten gefühlt. Sieben Tage dauert die Schiwa, die jüdische Totenmesse, die die Familie nach dem letzten Wunsch des verstorbenen Vaters halten soll und ihre Mutter lässt keinen Zweifel daran, dass dieser letzte Wunsch geehrt werden soll. Das ist wirklich prickelnd, denn natürlich gibt es gute Gründe dafür, weshalb der familiäre Kontakt zwischen den Geschwistern - drei Brüder, eine Schwester - so reduziert stattfindet. Aber es ist der letzte Wunsch ihres Vaters und so reisen die vier Geschwister mit Familie an. D.h. Judd, der mittlere der drei Brüder, bringt seine Frau nicht mit, denn diese hat er gerade in flagranti mit seinem Chef erwischt. Der jüngste Bruder schafft es gerade so zur Beerdigung, der älteste spricht kaum mit einem der beiden und die Schwester ... Nun, lest den Roman oder hört ihn: Die Plotidee mag nicht die neueste der Welt sein mit einem Familientreffen nach einer Beerdigung und dass etwas passiert, dürfte auch jedem klar sein. Aber was das ist und wie Jonathan Tropper seinen erzählenden Charakter Judd das alles erleben und erzählen lässt, ist manchmal deftig, manchmal urkomisch, manchmal rührend. Und Andreas Pietschmann geht  in der Rolle des Judd auf.

Ein neues Puzzle? Ja, das habe ich begonnen :)

Freitag, 13. April 2012

Freitagsfüller by Barbara

Karfreitag habe ich mit dem Freitagsfüller ja ausgesetzt - das Osterwochenende war sehr entspannend mit Lesen/Hörbuch hören/Puzzeln/Katzeln, DVD-Serien (Firefly u. Sherlock St.2) - , aber in dieser Woche bin ich wieder dabei:


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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara. Ein Rechtsklick auf die Grafik und das Öffnen im neuen Tab/neuem Fenster könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)


Mittwoch, 11. April 2012

Urheberrechtsfrage

Edit vom 12.05.2012
Die nachstehende Urheberrechtsfrage ist inzwischen vor einem Gericht gelandet, dass über eine entsprechende Einstweilige Verfügung entscheiden wird (klick LHR-Blog). Ich bin gespannt ...
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Wie ich in der Welt-Online hier (klick) gelesen habe, gibt es ein neue Urheberrechtsfrage. Die Kanzlei Lampmann pp. in Köln vertritt ein Facebook-Mitglied. Ein Dritter hat auf dessen Pinnwand ein - wie sich herausgestellt hat -urheberrechtlich geschütztes Bild  eingebettet. Nun wird das FB-Mitglied, der das Bild also gar nicht selbst eingestellt hat, vom Rechteinhaber abgemahnt mitsamt Verlangen auf Abgabe einer Unterlassungserklärung und Schadenersatzvorbehalt, siehe auch hier (klick) und hier (klick) jeweils Seite der Kanzlei Lampmann pp. 

Obwohl es um Facebook geht, dürfte eine zukünftige Klärung u.a. für Blogger interessant sein. Denn natürlich können von Dritten auch auf unserem Blog urheberrechtlich geschützte Werke anderer Personen eingebettet werden, über die der verwendende Dritte gar nicht verfügen darf bzw. deren Urheberschaft vom Verwender nicht ordnungsgemäß bekanntgegeben wird.

Was mir dabei so durch den Kopf geht (ich weiß, die Angelegenheit ist derzeit ungeklärt, aber dennoch):

Muss ich - falls der Abmahner rechtlich mit seinen Ansprüchen durchdringt -  Fremdkommentare nun redigieren bzw. zensieren, weil dieser Kommentar MÖGLICHERWEISE (netter kleiner Grundsatz-Anfangsverdacht?) ganz oder teilweise Urheberrechte Dritter berührt. Müsste ich, auf die Spitze getrieben, also Quellenrecherche hinsichtlich "unverlangt" erteilter Kommentare - Ihr wisst, wie ich "unverlangt" meine  - betreiben, um

- zu prüfen, woher das eingebettete Bild/Werk stammt
- ggf. zu prüfen, ob es einen Rechteinhaber gibt und ob er ist noch immer ist (Verkauf, Lizenzen, Ablauf) sowie
- den - ggf. unbekannten - Verwender incl. Anschrift zu ermitteln.

Das wird lustig.

Wer jetzt an die Entscheidung des BGH zur Erkennbarkeit und Pflichtenverstoß denkt - ich bin mir unsicher, ob ich mich auf diese BGH Entscheidung "verlassen" kann. Wenn ich die Entscheidung richtig verstanden habe, würde ein Laie zwar nur dann einen Pflichtenverstoß begehen, falls für ihn erkennbar ist, dass das eingebettete Werk urheberrechtlich geschützt ist. Herr RA Stadler gibt hier (klick) und hier (klick) ein paar Informationen. Aber wie definiert sich "Erkennbarkeit"?

In der aktuellen Fragestellung fallen Verwender und Rechteinhaber auseinander und für mich kann und muss nicht ohne Weiteres erkennbar sein, wer wer ist. Ich habe schon gesehen, dass ein Werk/Bild/Text nicht mit einem Wasserzeichen o.ä. versehen ist. Oder ein Böswilliger schneidet die copyright-Angabe (häufig unten am Rand eines Fotos zu finden, damit es nicht das ganze Foto "ruiniert") ab und bettet es dann ein. Oder - um beim Fotobeispiel zu bleiben: Ins Netz werden heute so viele Bilder auch ohne copyrightangaben gestellt, woher soll ich wissen, ob der Verwender selbst der Rechteinhaber ist oder nicht? Wann und wie soll das für mich "erkennbar" sein, wenn es nicht durch Angabe seitens des Verwenders offensichtlich ist. Und selbst im letztgenannten Fall könnte ein böswilliger Verwender auch Fehlinformationen erteilt haben. Wenn dann noch die höchstwahrscheinliche Anonymität solch böswilliger Kommentatoren hinzukommt....

Selbst wenn ich einen Verdacht habe - weil es ein gut gemachter Comicstrip oder ein künstlerisch wirkenden Foto ist -, was soll ich tun, um mich rechtlich abzusichern, wenn das Werk selbst oder der Verwender im Kommentar keinen Hinweis auf den Rechteinhaber liefert bzw. fahrlässig oder vorsätzlich einen falschen angibt? Solange ich dann nicht zufällig über das entsprechende Bild auf der Autorenseite o.ä. stolpere, könnte ich nicht einmal den Rechteinhaber unterrichten.

Verrenne ich mich hier gerade gedanklich?
Nun, ich könnte eine vollständige Kommentarmoderation einführen, sodass alle Kommentare erst von mir freigeschaltet werden müssen. Falls ich Bedenken wegen des Inhaltes eines Kommentars habe, versuche ich zunächst einmal, die ganzen Informationen zusammenzutragen, nur zur Sicherheit, versteht sich. Mal schauen, was ich dabei so herausfinde.

Dann ziehe ich mich in mein Kämmerlein zurück und versuche festzustellen, ob die von mir ermittelten Fakten richtig sind (falls überhaupt etwas ermittelbar ist). Und wäge ab:

Bin ich sehr abenteuerlustig - besonders, falls ich trotz Anfangsverdachtes nichts ermitteln konnte -, dann
schalte ich den Kommentar ganz frei. Oder bin ich so vorsichtig, dass ich ihn gar nicht freischalte. Oder greife ich redigierend und zensierend ein, indem ich nicht den Kommentar mit dem "verdächtigen Inhalt" vollständig veröffentliche, sondern in einem "neuen" - von mir verfassten - Kommentar nur Auszüge zitiere. Diese Art Zensur sollte ich aber vermutlich dem Kommentator gegenüber begründen, freie Meinungsäußerung und so ... Nicht dass ich mit ihm auch noch Ärger bekomme...

Hm. Vielleicht sollte ich gleich für den Rechteinhaber - um meine Abmahnung zu vermeiden - nicht nur den Verwender ermitteln, sondern letzteren auch gleich für den Rechteinhaber abmahnen. Ach nein, das wird nicht wohl dann doch nicht gehen, denn möglicherweise würde ich gegen das Rechtsberatungsgesetz verstoßen und eine andere Abmahnung provozieren? Oder aber der Verwender fragt, was ich denn eigentlich wolle, denn Rechteinhaber sei ich nicht und ein Verstoß ggf. noch nicht "öffentlich" (da ja Kommentarprüfung).

Oder ich könnte ja auf meine Kosten für den Rechteinhaber einen Anwalt beauftragen ? Nein, das wird wohl auch nicht möglich sein, denn der Anwalt wird doch sicherlich eine Vollmacht des richtigen "Rechteinhabers" haben wollen.

Aber ich könnte natürlich vorsorglich allgemeinverbindlich im Blog o.ä. erklären, dass ich für den - vielleicht eintretenden - Fall der Fälle gerne bereit bin, mich nach Prüfung sämtlicher Kommentare mit allen denkbaren Rechteinhabern (Lizenzen, Übertragungen o.ä.) in Verbindung zu setzen, um ihnen Anschriften, Daten und Rechtsverstöße, die irgend jemand auf meinem Blog betreibt, zu melden.
Und wo ich gleich dabei bin, wende ich das - wegen der Gleichbehandlung - doch auch gleich auf (gern auch unverlangt zugesandte Spam-) Emails und Briefpost an, deren Inhalt ich wegen Verwendung fremder Urheberrechte auch gleich mit allen Konsequenzen prüfe. Ob ich Zeit und Aufwand und Kosten ggf. beim Finanzamt geltend machen kann?

Da geht bestimmt noch mehr ....
Wie wäre es mit ... Haftpflichtversicherung für fahrlässige Rechtsverstöße im Internet und Postverkehr?
Ganz neue Möglichkeiten ...
(Kann nicht endlich mal jemand Ironiezeichen erfinden und sich natürlich die Rechte daran sichern?)

Ja, momentan sind dies relativ theoretische Fragen, zumal bislang bei blogspot zwar Links, aber keine Bilder im Kommentarfeld eingebettet werden können. Bei den vielen Änderungen und Neuerungen bei blogspot könnte sich das aber auf Dauer ändern. Und zu urheberrechtlich geschützten Texten stellt sich die Frage ja bereits jetzt (Wenn da ein Kommentator ein (eigenes? wer weiß?!) Gedicht im Kommentarfeld eingibt, was tue ich dann bloß *großeAugenmacht*).

Zwei Fragen noch zum Schluss:
Muss sich der abmahnende Rechteinhaber nicht zuerst an den denjenigen wenden, der die Tat begangen und sein "Werk" widerrechtlich verwendet hat? Käme nicht - falls überhaupt, für mich  - nur eine subsidiäre Haftung des Seitenbetreibers/Bloggers etc. in Betracht? Letzterer hat ja keinerlei Einfluss auf die Willensbildung bzw. -verwirklichung durch den Verwender und kann ggf. zwischen Rechteinhaber und Verwender gar nicht unterscheiden (hierzu habe ich aktuell keine Informationen auf den vorgenannten Seiten der Kanzlei Lampmann pp. bzw. der Welt Online gesehen und weiß also nicht, ob dem aktuellen Verfahren bereits ein Abmahner/Verwender-Verfahren vorangegangen ist).

Montag, 9. April 2012

In der Küche: Gulaschsuppe?

Abenteuerlicherweise habe ich mir am Kar-Samstag gedacht, ich könnte ja mal versuchen, eine Gulaschsuppe zu kochen. Rindfleisch hatte ich im Haus - was die MuMs sehr wohl mitbekamen! - und auch Wurzelgemüse, Paprika, Zwiebeln, Bio-Gemüsebrühpulver und - man lese und staune: - Tomatenmark. Bitte jetzt nicht vom Glauben abfallen, was mein Verhältnis zu tomatigen Flüssigkeiten angeht *kichert*.

Jedenfalls hatte ich in einem alten Kochbuch nachgeschlagen und dort statt drin: In Schmalz Zwiebeln anbraten, Paprikafrüchte geschnitten dazu, Tomatenmark, dann Fleisch, dann später Brühe und noch später mit kalt angerührter Speisestärke etwas binden. Also ...


habe ich geschnippselt, ein paar getrocknete Tomaten dazugepackt, frische glatte Petersilie und statt Schmalz Öl benutzt. Außerdem habe ich - wegen des frischen Wurzelgemüses aus Sellerie, Porree,Petersilienwurzel - weniger Brühpulver benutzt ;). Und dann stellte ich mich an den Herd:



Nach Aufgießen der - dünneren - Brühe und würzen mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika (ich weiß *g*), und Kümmeln ließ ich alles auf kleiner "Flamme" eine Stunde köcheln. Zum Schluß gab es noch einen Spritzer Zitrone, weiteres Nachwürzen und das Abbinden mit kalt angerührter Speisestärke:


Also ...
Es ist eine Suppe. Sie sieht auch in etwa so aus, wie ich eine Gulaschsuppe in Erinnerung habe. Und sie schmeckt - wie so ziemlich jede Suppe - am nächsten Tag besser.
Aber ...
Die Suppe schmeckt nicht nach Gulaschsuppe. Sie hat nicht den intensiven Geschmack, den ich mit Gulaschsuppe verbinde. Und die Rindfleischstücke sind zum Teil ganz schön hart, zum Teil angenehm.

Im Ergebnis habe ich zwar eine durchaus nicht schlecht schmeckende Rindfleisch-Gemüsesuppe produziert, aber nicht die geplante Gulaschsuppe ;)

Vielleicht sollte ich einfach schauen, ob ich irgendwo mal eine Gulaschsuppe aus der Gulaschkanone bekomme...

Sonntag, 8. April 2012

zu Ostern: 6 deutsche kindle-Bücher gratis

Gerade gesehen: Ostersonntag-Angebot: 6 deutschsprachige kindle-Bücher gibt es heute bei Amazon gratis zu laden. 


Das Angebot ist nur gültig am 8.4.2012 von 0:00 Uhr bis 23:59 Uhr. Das Angebot gilt nur für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. Und natürlich sollte man den Kindle oder eine funktionierende Kindle-App haben bzw. irgendwann haben ;

Projekt 52 Bücher: Woche 23 - ähm... Ostern? :)

Die Vorgabe war von Fellmonsterchen in der dieser Woche war ja:

"Ich stelle Euch einfach ein paar Themen zur Auswahl, da ist dann hoffentlich für jeden was dabei:
  • Eier
  • Religion
  • Hasen
  • Feuer
  • Urlaub
Wer will, kann natürlich auch alle abarbeiten"

Ich bin mir nicht wirklich sicher, aber das Thema KÖNNTE mit Ostern zu tun haben. Das ist auch der Grund, weshalb ich das ziemlich alte "Wir backen gut"-Buch meiner Mutter hervorgeholt habe. Da sind nämlich - im Gegensatz zu meinen anderen Backbüchern, wie ich feststellen musste, sogar konkret genannte Osterrezepte drin: Osterbrot, Osterhäschen (wusste gar nicht, dass man die nur backen kann *g*), Osterkranz... Früher haben wir so einen Hefe-Osterkranz daheim auch gebacken. Naja, eigentlich hat meine Mutter ihn gebacken. Und dabei kam unser mit Gas "befeuerte" Herd zum Einsatz. Später hatten meine Eltern auch einen E-Herd, der aber interessanterweise auch nach Jahren noch unbenutzt aussah, während die Gasflaschen weiter befüllt wurden...

Aber ich schweife ab. Wie gesagt, ich hatte das Backbuch herausgeholt, aber Waggy und Poe waren an diesem nicht weiter interessiert. Sie drehten ihm spontan den Rücken zu, als ich ein Glas Eierlikör (für mich) und zwei Schokohäschen für die beiden uglys auf den Tisch stellte.


Dabei ging mir, wie lustigerweise immer zu Ostern, Goethes Osterspaziergang aus dem "Faust, Der Tragödie erster Teil" durch den Kopf. Meine Deutschlehrer haben insofern fast perfekte Arbeit geleistet, denn ich kann "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick ..." noch heute fast vollständig aus dem Kopf rezitieren. Und wie üblich komme ich ins Schleudern zu dem Zeitpunkt "... denn sie sind selber auferstanden, aus dunklen ..?", weshalb ich mir den Faust holte und auch auf dem Tisch deponierte. Übrigens rechtzeitig, denn die Augen der uglys hatte sich begehrlich dem Eierlikör zugewandt...

DAS ging ja schon mal gar nicht, und so habe ich den beiden gedroht, dass sie nicht von diesem für sie verbotenen Getränk kosten dürften, sonst würden sie aus dem Wohnzimmer gnadenlos herausgeworfen und es würde sicherlich EINIGE Zeit vergehen, bis sie wieder herein dürften. Ich hatte den Eindruck, dass ich zu beiden durchgedrungen bin, denn für Waggy und Poe hat mein Wohnzimmer durchaus paradiesischen Charakter: Für Waggy, weil er dort die Mehrzahl an Büchern in meinem Haushalt findet, für Poe, weil sich dort auch der große TV und der Sky-Serien-Zugang befinden. 

Ach ja, Paradies - das erinnerte mich an das Buch "Im Paradies fing alles an" von Walter Laufenberg (klick) Der Autor sieht die Bibel als Geschichtenfundus, Drama, Komödie, "sex and crime". Er hat die Bibeltexte "anders" gelesen und hier "anders" erzählt. Kleine Kostprobe gefällig, so aus der Ägypten-Zeit?

"Nach einzelnen dieser Plagen, die Mose und Aaron dem Pharao jeweils vorher angedroht hatten, wurde dieser zunächst unsicher. Da schien ja tatsächlich die Hand des fremden, mächtigen Gottes sichtbar zu werden, von dem dieser schreckliche Mose und sein geifernder Bruder Aaron immer redeten. Doch dann kamen jesesmal seine Magier und Beschwörer zu einer Krisensitzung zusammen, dieWeisen seines Landes, und machte im klar, daß auch dieses Unheil ganz natürliche Ursachen habe. Und schon war der Pharao wieder sicher: Ich brauche die Fremdarbeiter nicht ziehen zu lassen.... Vor den Augen des Pharao und seiner Minister erhob Aaron seinen Stock und schlug in das Wasser des Nils. Da wurde alles Wasser im Srom zu Blut verwandelt, so wird berichtet. HIer zeigte sich, daß Mose aufgrund seiner guten Erziehung am Hofe und langen Jahre der Einsamkeit in der Wüste überlegene Kenntnis der Naturvorgänge hatte. Wir wissen heute, daß die Rotfärbung des Wassers, die sogenannte Rode Tide, durch eine plötzliche massenhafte Vermehrung winziger Einzeller, Panzlergeißler genannt, hervorgerufen wird. Also nur eine Frage des richtigen Timings."**

Hm. Für den Stapel wieder zu lesender Bücher, auf den dieses Buch jetzt auch wandert, brauche ich langsam aber sicher einen langen Urlaub. :) Zunächst werde ich aber das verlängerte Osterwochenende weiter entspannt genießen. In diesem Sinne: 

FROHE OSTERN!



**Quelle:
Seite 73 aus "Im Paradies fing alles an: die Geschichte von Adam und Eva und uns" von Walter Laufenberg, ungekürzte Ausgabe, Taschenbuchausgabe des Ulstein Buch im Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt/M-Berlin,: Ulstein, 1993 (gedruckt Januar 1994), TB-Ausgabe mit freundlicher Genehmigung der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München, 1991 (ISBN 3548231993)

Samstag, 7. April 2012

I'm in english reloaded-Challenge - Harry Potter audio books

Gerade habe ich den letzten Harry-Potter-Band beendet. Dieses Jahr habe ich mir die Reihe von J.K. Rowling im Original angehört, gelesen von Stephen Fry.

Ich erspare mir hier Angaben zu den einzelnen Harry-Potter-Büchern, die ich ja hier im Blog auch schon einmal besprochen habe, z.B. hier Band 1 (klick), die anderen Bände sind unter Autoren A-Z verlinkt.

Kleine Anmerkung: Wer bislang nur die Filme geschaut, nicht aber die Bücher gelesen hat, dem empfehle ich, letzteres nachzuholen. Ich habe parallel auch noch einmal die Kinofilme geschaut und mir ist noch stärker als früher aufgefallen, wie viel in den Filmen fehlt. Dass in den Filmen Dialoge oder Aktionen von anderen Charakteren als im Buch ausgeführt werden und Kürzungen stattfinden, ist ja auch kaum vermeidbar ;) Aber manchmal tun die Figuren im Film etwas völlig unmotiviert - und nur der Buchkenner weiß, warum das geschieht. Vielleicht kommt das vom Drehbuch, vielleicht vom Schneiden des Films - schade ist es so oder so und mindert auch das Verständnis.

Nachdem meine liebe Freundin Sayuri mir ja empfohlen hatte, die Bücher im Original zu lesen. Und ich konnte feststellen, dass mit jedem weiteren Band die Sprache und die Geschichte komplexer wurde und die Bücher im Original eine wunderbare Möglichkeit darstellen, das englische Lesen mehr und mehr zu steigern. Es klappte ganz hervorragend. Dann empfahl Sayuri mir die englischen audiobooks, gelesen von Stephen Fry. Und was soll ich sagen. Danke, Sayuri!

Es war ein wunderbares Erlebnis, Stephen Fry zuzuhören. 

Nicht nur ist seine Aussprache gut verständlich. Er verleiht den einzelnen Figuren auch charakteristische Stimmen, was mich mal wieder darüber nachdenken ließ, wie Hörbuchsprecher das hinbekommen. Ich meine natürlich, auch in späteren Szenen und audiobooks wieder den Ton und die Stimme des früheren Charakters zu treffen.

Was mich beeindruckt hat, ist, wie offenbar problemlos Stephen Fry in der Lage ist, aus dem Stand glaubhaft von einer Stimmung in eine andere zu wechseln. Ich habe auch keine Schnitte o.ä. bemerkt innerhalb der einzelnen Kapitel (ein Track = ein Kapitel), entweder, weil sie nicht da waren oder aber, weil die Produktion so unglaublich gut ist.

Ab und an wurde mit Echo (dann war ein wiederhallender Raum von der Autorin beschrieben worden) oder Verzerrung der Stimme (bei Erinnerungen) gearbeitet. Als ich der Geschichte lauschte, sah ich Snape - Fry klang für mich beinahe wie Rickman - oder Umbridge vor mir. Ich war und bin begeistert von Stephen Frys stimmlicher Wandlungsfähigkeit, Präsenz und Sicherheit, mit der er seine Stimme als "Instrument" benutzt. Man hört, wenn Ron mit vollem Mund redet, Harry eine Antwort durch die zusammengepressten Zähne quetscht, Hermione aufgeregt ist oder Luna träumerisch Kommentare abgibt.

Viele Passagen der Bücher, die ich beim Lesen als langweilig und ausufernd empfand - besonders die Quidditch-Passagen - erschienen mir in den Hörbüchern gar nicht nervig. Lees Spielkommentar im ersten Buch gefiel mir sogar besonders gut. Auch die ganze Camperei im letzten Band empfand ich in der Hörbuchversion nicht so langwierig. Hier gewinnt die Geschichte für mich eindeutig durch die audibook-Fassung.

Welche Überlegungen ich als Hörer auch inhaltlich zu den Potter-Büchern von J.K. Rowling hatte - z.B., wie es sein kann, dass Voldemort auf dem Friedhof in Little Hangleton seinen Zauberstab hat, mit dem er auch Harrys Eltern getötet hat (sie erscheinen dort ja), wenn Voldemort doch nichtkörperlich war, als der Fluch von Harry auf ihn zurückprallte und daher den Zauberstab nicht hätte "behalten können" -, sie sind im Zusammenhang mit Stephen Frys Leistung nicht wichtig:

Er hat eine schöne Stimme, der ich stundenlang lauschen kann. Seine Aussprache ist "britisch" und selbst in schnellen Passagen deutlich. Er liest differenziert, emotional, mit "verve". Nun, eigentlich ist das Wort lesen nicht ausreichend, für mich spielt und lebt er die Geschichte.

Wer der englischen Sprache relativ mächtig ist, sollte diesen audiobooks lauschen. Ich denke, wer Filme oder Serien im englischen Original schaut und hört und ihnen folgen kann (und natürlich, wer die Potter-Bücher im Original lesen kann), sollte es ruhig mit "Harry Potter and the Philosopher's Stone" versuchen, vermutlich versteht ihr Stephen Fry gut. Und falls Ihr unsicher seid: Hier kann man eine Probe anhören/herunterladen (klick).  :)

Mittwoch, 4. April 2012

Fotos von den MuMs #30

Ohne viele Worte: Meine puscheligen Samtpfotenhelden:


 Die Katzentransportkörbe stehen deswegen im Wohnzimmer herum, weil besonders Marlowe sich an ihren Anblick gewöhnen soll. Ich will seit *räusper* 3 Wochen oder so mit den MuMs zum Jahres-Check beim Tierarzt ... ;)


Mein Kuhkater-Clown Marlowe: So standlag er auch noch, als ich nach 5 Minuten aus der Küche ins Wohnzimmer zurückkehrte :)



Meine schwarze Socke Merlin: Ich war am Lesen und er entspannte sich nach dem anstrengenden Ausruhen :)

Dienstag, 3. April 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 22 - Buchschönheiten

22 Wochen - es ist ja bald Bergfest bei Fellmonsterchens Projekt! In dieser Woche geht es um Schönheit: 

“Mein schönstes Buch”… und damit meine ich jetzt wirklich “schön” im rein optischen, ästhetischen Sinne… es gibt ja so Bücher, die so richtig aufwändig gestaltet sind… eins, wo es fast egal ist, was drin steht, weißt du?"

Am liebsten würde ich ja ein richtig tolles in Leder gebundenes mit mit goldener Prägeschrift versehenes Buch präsentieren, vielleicht in Fraktur geschrieben (kann ich entziffern, allerdings nur sehr mühsam), so haptisch und optisch schön.... Habe ich aber nicht. Dafür gibt es je ein von Waggy und mir ausgewähltes Buch:

Waggy plädierte hierfür:


  Abgebildet bzw. aufgeschlagen ist:
Jacob Forsell (Autor), Johan Erséus (Autor), 
Margareta Strömstedt (Autor), Jan Buchholz (Fotograf)

Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang nicht dazu gekommen bin, intensiver in diesem interessanten Titel mit vielen privaten Fotos und Texten der großartigen Astrid Lindgren zu schmökern *schäm*

Anders verhält es sich mit diesem Buch:

 Lyman Frank Baum , Alfred Könner
Änne Troester , Michael P. Hearn


Diese (deutsche) Ausgabe enthält nicht nur den Text der Oz-Erzählung, sondern auch Anmerkungen des Autors und des ursprünglichen Illustrators, die Illustrationen selbst und eine umfangreiche Einführung, die sich mit dem Autor, dem Stück, den Adaptionen in Funk und Fernsehen beschäftigt. Ich bevorzuge zwar die russische Adaption und Fortführung (bis Bd. 4) der Geschichte durch Alexander Wolkow, aber diese Ausgabe zum Original ist natürlich interessant. :) Von dieser Edition habe ich übrigens auch "The Annotated Alice" - allerdings in englisch und noch immer *schäm* ungelesen ....

Montag, 2. April 2012

neue Rätselei

Mit diesem Puzzle bin ich derzeit beschäftigt - während ich den letzten Harry-Potter-Band auf englisch, gelesen von Stephen Fry höre.


Der Punkt ist: Ich weiß noch nicht genau, was auf dem Puzzlebild abgebildet sein wird. Denn nicht nur, dass auf der Verpackung nicht das gesamte Bild dargestellt ist. Zwischen Abbildung und Puzzle-Szene ist etwas "geschehen", was die Szene verändert hat. Nun, mal sehen, was geschehen ist ...

Edit 02.04.12
Ich sehe gerade, WIE verschwommen das Foto dieses Mal ist. Ups. Aber - da ich ja auch nicht weiß, was genau dabei herauskommt, ist es eigentlich nur passend ;)

Sonntag, 1. April 2012

Book of the future by Grant Snider

Auf seinem Blog "Incidental comics" hat sich der Künstler Grant Snider dieses Mal dem Thema Buch der Zukunft gewidmet.

Rechte bei Grant Snider, http://thoughtballoonhelium.blogspot.de/2012/04/book-of-future.html

In diesem Zusammenhang: Für die Bücher der Zukunft interessante Buchregale: 

Rechte bei Grant Snider: http://thoughtballoonhelium.blogspot.de/2012/02/better-bookshelves.html