Samstag, 13. Oktober 2012

"Wind" von Stephen King (Dunkler Turm Bd. 4.5)

Oh ich habe mich gefreut, als ich erfuhr, dass Stephen King in Rolands Welt zurückkehren wird! Ich wusste nur noch nicht, ob ich es im Original oder auf deutch lesen sollte. Dann hatte ich Gelegenheit, es mir auf deutsch auszuleihen und griff zu:

Worum es geht (Amazon-Auszug): 
Ein Sturm zieht auf. Roland Deschain, der letzte Revolvermann, und seine Gefährten haben den Grünen Palast hinter sich gelassen. Als sie auf dem Pfad des Balkens ins Land Donnerschlag unterwegs sind, zieht ein heftiger Sturm herauf, und sie finden Schutz in einer verlassenen Hütte. Dort erzählt Roland seinen Begleitern, was in seiner Jugend geschah, nachdem er unbeabsichtigt seine Mutter umgebracht hatte: Sein Vater schickte ihn zu einer entlegenen Ranch, wo grausame Morde stattfanden. Alle Anzeichen deuteten auf einen Gestaltwandler als Täter hin, und es gab nur einen Zeugen – einen kleinen Jungen, der jetzt seines Lebens nicht mehr sicher war.

Nachlese - Kurzeindruck!
Ich habe den Band auf goodreads mit 3,0 für mich bewertet, hätte aber - wenn es machbar gewesen wäre - 3,5 von 5 genommen. Der Grund ist, ich gebe es zu, Enttäuschung über den Inhalt. Sprachlich habe ich nichts auszusetzen; auch die Übersetzung erscheint in sich stimmig (im Original habe ich das Buch noch nicht gelesen).

Aber - und ich weiß, Stephen King hatte dies auch angekündigt - es gibt nichts wirklich Neues in Bezug auf Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zu entdecken. Aufhänger ist eine erzwungene Rast des Ka-Tets. Diese Gelegenheit nutzt Roland, um von einer früheren Mission (die er nicht mit Alain oder Cuthbert, sondern mit Jamie de Curry absolviert) zu erzählen, wobei er innerhalb dieser Geschichte noch eine weitere Story über einen Holzfäller-Jungen erzählt...

Keine Frage, King kann Geschichten erzählen und auf dieser Ebene habe ich mich gefreut, nach Mittwelt zurückkehren zu können und auch etwas mehr über Mittwelt zu erfahren.

Dennoch kann ich eine Enttäuschung trotz Kings Einführung, dass man nicht soo viel Neues über Roland erfährt, nicht verbergen. Denn etwas mehr hätte ich schon erwartet. Und nach Lektüre des Romans frage ich mich schon, warum King nicht das Ka-Tet selbst die "Mordfälle" hat untersuchen lassen, um zu erforschen, wie das Ka-Tet wächst; gern auch mit Integration der Holzfäller-Geschichte? Statt dessen lässt King Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy nur am Rande auftreten, sodass deren Geschichte im Grunde nur einführend und als Halte-Rahmen dient. Aus meiner Sicht wurde Potential verschenkt, schade!

Das Buch werde ich mir zwar aus Gründen der Vollständigkeit zulegen, aber vermutlich werde ich es antiquarisch irgendwann erwerben.

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