Sonntag, 7. Oktober 2012

I'm in english reloaded - "The Dresden Files: Welcome to the Jungle" von Jim Butcher

Dem von ThatYvo veranstaltete Lesemarathon am 03.10.2012 ist es zu verdanken, dass ich mein englisch-Challenge-Buch diesen Monat bereits gelesen habe. Ja, ich habe es mir etwas leicht gemacht und einen Comic genommen. Ein schlechtes Gewissen habe ich aber trotzdem nicht. Wenn Ihr wüsstet, was ich die letzten beiden Monate und auch schon in diesem Monaten an englischsprachigen Reviews von Star Trek DS9 und Voyager und Xena gelesen habe... :)

"Welcome to the Jungle" eröffnet die Fälle des Harry Dresden und spielt noch vor dem (früher erschienenen) Roman "Sturmfront" von Jim Butcher. So jedenfalls steht es in der Einführung des Autors selbst. Die mir vorliegende Hardcover-Ausgabe hat neben der Einführung des Autors am Ende noch eine kleine Covergallerie sowie ein paar vom Zeichner Ardian Syaf illustrierte Informationen des Autors zu den Hauptcharakteren - wobei Harry natürlich am ausführlichsten behandelt wird -.

Aber zum Comic selbst, dessen Titel Programm ist. Im Chicagoer Zoo wird eine übel zugerichtete Leiche eines Wärters gefunden, die blutigen Spuren führen in das von innen verschlossene Gorillagehege. Moe, der männliche Gorilla, wäre durchaus in der Lage, einen Menschen zu töten. Da die Ermittlerin, Lt. Karrin Murphy, aber nicht so recht überzeugt ist, dass Moe sich u.a. in seinem Gehege selbst wieder einschloss,  konsultiert sie -wenngleich widerstrebend - Harry Dresden, einen waschechten Zauberer. Letzterer hat auch gerade Zeit und braucht den Job, denn sein gerade erledigter Auftrag .. nun, Harry erwartet nicht, dass er dafür bezahlt wird. Also nimmt er die Ermittlungen auf, trifft Dr. Weatherby, der für die Gorillas zuständig ist, und dessen Assistentin. Und dann tauchen auf einmal Raubkatzen auf ...

Wie die Bücher zeichnet sich auch der Comic durch den Jim-Butcher-typischen Ton und trockenen Humor aus. Ich musste schon schmunzeln, als Harry das aufgeräumte große Gorilla-Gehege mit seiner Wohnung vergleicht oder während ich seinen Gedanken folgte, als er vor der Assistentin eine Such-Beschwörung durchführt. Aber natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein in diesem Fall: Es gibt Action, es gibt Tod und - ja ein wenig hat es mich auch überrascht, dass ich leicht feuchte Augen an einer Stelle mit Moe bekam.

Was die Zeichnungen angeht, bin ich weiterhin kein "Kenner", aber was soll es. ;) Mir gefallen die Illustrationen größtenteils, nur mit den brillentragenden Charakteren bin ich nicht so recht glücklich. Manchmal sind die Gläser "blind" gezeichnet und man kann die Augen gar nicht sehen - und das wirkt auf mich äußerst seltsam. Dabei gibt es Front- und besonders die Profilaufnahmen dieser Charaktere, in denen die Brillengläser "normal" dargestellt werden und gelungen sind. Der Zeichner mag sich etwas bei der verschiedenartigen Umsetzung gedacht haben; mir sagt allerdings nur die eine zu. Auch gibt es einige kleinere Zeichnungen, in denen die Charaktere erkennbar sind anhand der Kleidung, die Gesichter sehen - sofern man sie sehen kann - aber falsch und unfertig aus. Insoweit hätte ich mir entweder mehr Schattenhaftigkeit gewünscht oder aber mehr "Detailliertheit". Aber davon abgesehen: Ich mochte durchgängig die Bildaufteilung im Comic. Es wechseln Seitengroßdarstellungen mit mehreren Panels in unterschiedlicher Anordnung, die Actionszenen und auch die Tiere wirken dynamisch und wechselnde Perspektiven: In einem Bild sind vorn im Detail die untersuchenden Beamten ausgeführt, während hinten schemenhaft Murphy und Kollege in einer Unterhaltung dargestellt sind.

Alles in allem bin ich in Versuchung, mir weitere Comic-Ausgaben der Dresden Files zu besorgen.:) 



Kommentare:

  1. Nach deiner Rezi habe ich mir gerade von meinen Mann seinen Dresden-Comic aus dem Regal fischen lassen. Mal gucken, vielleicht lese ich ihn heute Abend sogar noch. :)

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    1. mach das, ich bin neugierig, wie du ihn empfindest.

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