Dienstag, 3. Juli 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 35: (über)schätzte Literatur


Okay, mal überlegen. 

Amelie Nothombs "Der japanische Verlobte" fällt mir dazu ein. Das Buch habe ich mir gekauft, weil ich immer wieder viel Positives über den Erzählstil der Autorin gelesen habe, auf Blogs, in Zeitungen, in Rezensionen. Ich kam mit der Autorin - jedenfalls in "Der japanische Verlobte" - nicht so recht klar, war sie ironisch, war sie ernst, wann war sie was. Auf ein anderes Buch der Autorin bin ich auch nicht neugierig ...

Mit "Der Zauberberg" von Thomas Mann musste ich mich während meiner Schulzeit beschäftigen; ich fand den Roman über einen jungen Bürgerlichen, der grundlos (d.h., ohne krank zu sein) bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges in einem Sanatorium bleibt, nicht überwältigend - und dennoch soll dieses Buch einer der meistgelesenen deutschsprachigen Romane sein. 

Zu guter letzt: "Der Alchimist" von Paul Coelho: Es ist nicht so, dass das Buch schlecht wäre, aber was an der Geschichte  nun soooo großartig ist, erschließt sich mir auch nicht. Seine Träume leben bzw. verwirklichen ist gut und schön, aber ich brauche diese Botschaft nicht über 170 Seiten (oder über 120 Seiten bei Sergio Bambarens "Der Traum des Leuchtturmwärters) oder gar über mehrere Bücher verteilt.

Kommentare:

  1. Sowas kenne ich. Ich habe einige Bücher gelesen, von denen irgendwie jeder hin und weg ist und ich mich nur denke: Was für ne Zeitverschwendung!

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    1. Obwohl wir ja alle wissen, dass der Geschmack verschieden ist, treibt uns unsere Neugierde doch immer wieder um. :) Und das kann dann halt dabei herauskommen.

      Irgendwann denke ich dann aber - und bin dabei bestimmt nicht allein -: "Okay, Zeitverschwendung hier, aber die generelle Experimentierquote ist gut ;)"

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  2. "Der Zauberberg" soll eines der meistgelesenen Bücher sein? Hätte ich nicht gedacht, ist ja ein ganz schöner Wälzer und auch nicht gerade einfach zu lesen. (Ich habe das Buch bei mir auf dem SuB liegen, aber das ist nichts für von der Arbeit nach Hause geschlurfte müde Monster... Dafür brauche ich Urlaub. :-))

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    1. Ich habe das der Wikipedia entnommen, liebes Fellmonsterchen. Mich selbst hat das auch irgendwie überrascht ;)

      Und was das Lesen nach anstrengender Arbeit angeht, kann ich Dir nur zustimmen, da darf es gern etwas anderes als solch ein Klassiker sein. In der Schulzeit sollten wir auch die Buddenbrooks lesen - kam ich in der Schule auch nicht mit klar. Ich habe mir schon lange vorgenommen, einen neuen Anlauf zu nehmen (auch im Rahmen einer privaten Leserunde), kann mich aber nicht aufraffen ... ;)

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    2. "Buddenbrooks" hat mir ganz gut gefallen, aber ich mag Familiengeschichten sowieso gerne, das hat sicher geholfen. Wäre jetzt auch nix, was ich bei 30 Grad im Schatten mit wegfließenden Hirnzellen lesen würde...

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    3. Ich habe mich in der Schule damit herumgeschlagen und es auch nicht vollständig gelesen (dankenswerterweise war kein aufsatz zu schreiben *g*). inzwischen sind die temperaturen ja wieder auf frühsommer heruntergekrochen ... aber mann möchte ich jetzt immer noch nicht lesen ;)

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