Sonntag, 15. April 2012

WasGiJ-Puzzle und kleinere Audio-Nachklänge

Es hat dieses Mal seine Zeit gedauert, bis ich mein Puzzle beendet habe. So sieht das Bild auf dem Karton aus (mehr Details durch Rechtsklick und Öffnen im nächsten Tab).


Das tatsächliche Puzzlebild allerdings gab die vorstehende Szene "leicht" geändert wieder. auf dem Karton war das "vor", das Puzzle "nach" einem ominösen Ereignis. In abgeschwächter Form puzzelt man blind: Man hat die Figuren, das Setting - aber alles ist verschoben, verändert, neu. Nun, hier ist der Link (klick) zum Beweisbild, dass ich das Puzzle geschafft habe. Ganz bewusst habe ich es dieses Mal nicht eingebettet, weil ich andere Puzzlefreunde nicht spoilern will. Also, die Entscheidung, ob ihr auch das "danach"-Bild anschaut, liegt bei Euch! :)

Während der Puzzletime habe ich mal wieder Hörbücher angehabt. Dass ich die Harry-Potter-Reihe auf englisch, gelesen von Stephen Fry, beendet habe, darüber habe ich bereits hier (klick) geschrieben.

Über die Ostertage habe ich mir außerdem ein paar Leihgaben angehört: John Sinclair "Der Anfang", außerdem "Das Leichenhaus der Lady L", "Mörder aus dem Totenreich" und "Dr. Satanos". Ich habe vor... hm, Jahrzehnten :), die John-Sinclair-Romanreine von Jason Dark verschlungen. John Sinclair, ein Inspektor des Scotland Yard, ermittelt - unterstützt von seinem Kollegen und Freund Suko, aber auch von dem befreundeten Journalisten Bill Conolly - in ungewöhnlichen, seltsamen, bizarren Fällen, die außerweltlichen Touch haben - oder auch nicht. Ein wenig wie Akte X - nur nicht mit Aliens, sondern dem Bösen *g*. Vor kurzen habe ich mal wieder zwei Hefte gelesen und... nun ja, sie waren schon trashig ;) Aber: Wer die Reihe mochte/mag, der sollte in die Hörspielreihe hineinhören. Es sind die usprünglichen Fällen, jedoch transportiert in das 21. Jahrhundert mit Handy, Internet etc., was funktioniert;). Und zudem gewinnen die Heftromane ungemein durch die Inszenierung. Ich bin so manches Mal zusammengezuckt, wenn ein Opfer überfallen wurde oder schmunzelte angesichts des nun hörbaren Schlagabtausches der Figuren. Ich habe den Eindruck, dass die Hörspieler - sagt man so? - mit Spass bei der Sache sind und ich habe mich gefreut, bekannte Stimmen zu hören, z.B. für Sinclar ... John Sinclair ... :)

Nachdem ich aktuell zwei CDs von "Ein teuflisches Genie" von Catharine Jenkins, gelesen von Stefan Kaminski, gehört habe, finde ich es, ehrlich gesagt, etwas seltsam, dass ich mit den Höreffekten bei John Sinclair so wenig und mit denjenigen aus dem teuflischen Genie regelmäßig Probleme habe. Versteht mich nicht falsch: Stefan Kaminiski liest wirklich gut und hat eine interessante sprachliche Figurenzeichnung. Nur ... ich will nicht sagen, dass mir übel wurde, aber ich empfand doch immer etwas Ekel bislang, wenn die Dialoge von Cadel und seinem Vater durch Hust- und Würg- und Spuckgeräusche unterbrochen werden. Cadel ist übrigens ein hochintelligentes Kind, dass bei Adoptiveltern aufwächst. Er ist ein Genie und kann mit Computern so einiges anstellen. Als er erwischt wird (mit 7), werden ihm Sitzungen mit Dr. Roth auferlegt, der sich allerdings als Freund von Cadels Vater entpuppt. Letzterer ist ein genialer eiskalter Verbrecher (der dennoch derzeit hinter Gittern sitzt) und die Weltherrschaft an sich reißen will.Ich bin mir noch nicht sicher, wie mir die Geschichte an sich gefällt (ich habe ja auch nocht nicht einmal die Hälfte gehört), aber ich erwische mich dabei, dass seit gestern ständig was anderes tue (z.B. mal wieder Star Trek Classic Staffel 1 zu schauen),statt weiter zu hören...

Dabei habe ich bereits das davor eingelegte Hörbuch "Vita classica" von Stefan Möller, gelesen vom Autor selbst, abgebrochen. Wie soll ich es sagen... Der Autor liest fehlerfrei, aber... hm. Mich nervt seine Vortragsweise. Es ist etwas an der Art, wie er die Texte vorträgt, die mich gelangweilt mit meinen Gedanken abschweifen lässt. Dazu kommt, dass ich die Einführung (das coming out eines Klassiklieberhabers) überdramatisiert fand, obwohl sie offensichtlich nicht ernstgemeint ist. Und auch mit den weiteren "Hypothekes" und "Forschungen", woher die Liebe eines Mensch für klassische Musik bereits in zartem Alter kommen kann, überzeugte mich nicht, ihm weiter zu lauschen. Vielleicht werde ich auf Dauer mal das Buch lesen - denn Stefan Möllers "Viva Polonia" hat mir gut gefallen.

Nun, zumindest habe ich das Hörbuch "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper, gelesen von Andreas Pietschmann, nicht abgebrochen, sondern mich vielmehr sehr gut von ihm unterhalten gefühlt. Sieben Tage dauert die Schiwa, die jüdische Totenmesse, die die Familie nach dem letzten Wunsch des verstorbenen Vaters halten soll und ihre Mutter lässt keinen Zweifel daran, dass dieser letzte Wunsch geehrt werden soll. Das ist wirklich prickelnd, denn natürlich gibt es gute Gründe dafür, weshalb der familiäre Kontakt zwischen den Geschwistern - drei Brüder, eine Schwester - so reduziert stattfindet. Aber es ist der letzte Wunsch ihres Vaters und so reisen die vier Geschwister mit Familie an. D.h. Judd, der mittlere der drei Brüder, bringt seine Frau nicht mit, denn diese hat er gerade in flagranti mit seinem Chef erwischt. Der jüngste Bruder schafft es gerade so zur Beerdigung, der älteste spricht kaum mit einem der beiden und die Schwester ... Nun, lest den Roman oder hört ihn: Die Plotidee mag nicht die neueste der Welt sein mit einem Familientreffen nach einer Beerdigung und dass etwas passiert, dürfte auch jedem klar sein. Aber was das ist und wie Jonathan Tropper seinen erzählenden Charakter Judd das alles erleben und erzählen lässt, ist manchmal deftig, manchmal urkomisch, manchmal rührend. Und Andreas Pietschmann geht  in der Rolle des Judd auf.

Ein neues Puzzle? Ja, das habe ich begonnen :)

Kommentare:

  1. Ich glaube, dass die Effekte bei den Sinclairs deshalb so unterhaltsam sind, weil sie genau den richtigen Grad an Übertreibung haben. So unterstützen sie die Geschichte, sind aber nicht so realistisch, dass einem übel wird.

    Das ist mir nur einmal bei einem JS-Hörspiel passiert, als die Gegner dahinschmolzen, was bildhaft beschrieben wurde. Aber die Übelkeit lag wohl vor allem daran, dass ich beim Hören gerade eine sehr ekelhafte Abwaschrunde (auch als Vegetarier muss man ab und an fleischiges Geschirr spülen) in Arbeit hatte. ;)

    Schön, dass du immer noch so viel Freude mit deinen Puzzeln hast! :)

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    1. Es war am Wochenende kühl genug zum Weiterpuzzeln :) Vermutlich wird das aktuelle aber auch das letzte dieser "Puzzlesaison" sein ...

      Was die Geräusche angeht, könntest Du recht haben. Obwohl ja ein Schmelzen oder "Knacken" beim Opfer auch nicht prickelnd sind. Aber diese "Würgegespräch" beim Teuflischen Genie - das hängt mir immer noch nicht nur in den Ohren :/

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    2. Manche Sprecher machen ihre Arbeit wohl einfach zu gut ...

      Mal schauen, ob du nach diesem noch ein Puzzle anfängst. Je nachdem wie viel du am kommenden Wochenende schaffst, müsste doch eigentlich noch eins drin sein, bevor der Frühling kommt. *g*

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    3. "Manche Sprecher machen ihre Arbeit wohl einfach zu gut ... "
      *lach*

      Jedenfalls habe ich nach dem aktuellen keine neuen Puzzle mehr und hoffe einfach mal darauf, dass der Frühling auch temperaturmäßig wieder mehr von sich sehen lässt :)

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    4. Ich könnte dir ja mal eins leihen - Eck-Connection könnte dir gefallen. :D Blöderweise habe ich auf die Umzugskartons nicht geschrieben, welche Puzzle darin sind. Und die Puzzles sind gut verteilt, weil sie in den großen Kartons ja das Gewicht der Bücher ausgleichen sollten ... *g*

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    5. omg, was soll nur aus dem nzs-stapel auf dauer werden *g*, aber momentan ist ja kein rankommen :)
      besteht so ausgleichsmäßig auch interesse an einem der hier in dieser saison vorgestellten puzzle? :D

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    6. Grundsätzlich besteht da schon ein Interesse, aber erst wenn ich den nächsten Quilt hinter mich gebracht habe. :D

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  2. Oh... ein Mystery-Puzzle... wie genial... davon hatte ich bis eben noch nie etwas gehört... Das wäre auch was für mich... :)

    Mit Hörbüchern hingegen konnte ich mich bisher nicht anfreunden. Das könnte aber auch zu einem nicht geringen Teil daran liegen, daß ich eigentlich noch nie eins versucht habe... aber Harry Potter auf Englisch könnte ich mir gut vorstellen.... vielleicht sollte ich der Sache doch noch eine Chance geben...

    Liebe Grüße...

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    1. Winterkatze hatte zu einem früheren Post auch noch Eck-Connection-Puzzel und die Elzzup erwähnt, aber irgendwie finde ich von diesen Puzzelarten keine aktuellen Angebote. Oder ich bin einfach blind. Eck-Connection ist ja ganz schön knifflig mit mehr Rand-als Innensteinen! Zumindest aus der Wasgij-Reihe finde ich welche im Puzzle(Online)laden ;)

      Mein Hauptargument gegen Hörbücher ist eigentlich, dass ich nicht weiß, was ich "dabei" tun soll. Aber in der kühleren Jahreszeit bietet sich das Puzzeln geradezu an und jetzt ... vielleicht beim Spazieren oder Radfahren ;) Die englischen HP-Audio-Books lege ich Dir ans Herz. Hör doch einfach mal in die kleinen Hörproben auf pottermore rein. Stephen Fry liest so genial, dass ich überlege, ob ich nicht bei meiner nächsten HP-Lust wieder direkt zum audiobook greife ;)

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    2. Das Eck-Connection-Puzzle haben wir auch nur über Ebay bekommen und das ist schon ein paar Jahre her. Elzzup hingegen gab es vor einigen Jahren ganz regulär im Handel zu kaufen - habe ich aber auch schon lange nicht mehr gesehen. Ich fürchte, dass diese Sonderformen zwar sehr reizvoll sind, aber so wenig gekauft werden, dass es davon nur immer mal wieder kleine Auflagen gibt ...

      Ansonsten habe ich auch noch ein Krimipuzzle - bei dem lag eine Geschichte dabei und man musste ohne Vorlage das Bild puzzeln. Wenn man dann das Ganze fertig hatte, konnte man anhand des Puzzles den Täter erraten. Ich bin heute noch sauer auf meinen Vater, der in einer nächtlichen Aktion mein nigelnagelneues Puzzel beendet hat und mir damit nur noch das Raten überließ! *g*

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    3. Was ich gesehen habe, waren schwarz-weiß-Puzzle ohne Bild o.ä. Vermutlich gibt es diese Art Puzzle nur im noch spezielleren Puzzleshop. Hm, oder Ausland.

      Die Idee mit dem Krimipuzzle ist auch schön! Aber WAH, ich wäre auch frustriert und ärgerlich gewesen! ;)

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    4. Eck-Connection klingt ja auch spannend... :))

      Ich habe so ein einfarbiges Puzzle, das ist auch nicht übel (Krypt Gold von Ravensburger), das hat aber nur 654 Teile... (unser größtes war ein 5.000er... danach kommt einem alles andere irgendwie.. naja, mickrig vor... ;) )

      Hörbücher beim Puzzeln... stimmt, denn mich einfach nur irgendwohin setzen und etwas anhören, das könnte ich nicht... glaube ich, da geht es mir wie dir...

      Liebe Grüße... und noch einen schönen Abend!

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    5. Ha, ich hatte mal so ein rosafarbenes unförmiges Puzzle von Krypt! Und habe es entnervt abgebaut und weggegeben :D

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