Montag, 9. April 2012

In der Küche: Gulaschsuppe?

Abenteuerlicherweise habe ich mir am Kar-Samstag gedacht, ich könnte ja mal versuchen, eine Gulaschsuppe zu kochen. Rindfleisch hatte ich im Haus - was die MuMs sehr wohl mitbekamen! - und auch Wurzelgemüse, Paprika, Zwiebeln, Bio-Gemüsebrühpulver und - man lese und staune: - Tomatenmark. Bitte jetzt nicht vom Glauben abfallen, was mein Verhältnis zu tomatigen Flüssigkeiten angeht *kichert*.

Jedenfalls hatte ich in einem alten Kochbuch nachgeschlagen und dort statt drin: In Schmalz Zwiebeln anbraten, Paprikafrüchte geschnitten dazu, Tomatenmark, dann Fleisch, dann später Brühe und noch später mit kalt angerührter Speisestärke etwas binden. Also ...


habe ich geschnippselt, ein paar getrocknete Tomaten dazugepackt, frische glatte Petersilie und statt Schmalz Öl benutzt. Außerdem habe ich - wegen des frischen Wurzelgemüses aus Sellerie, Porree,Petersilienwurzel - weniger Brühpulver benutzt ;). Und dann stellte ich mich an den Herd:



Nach Aufgießen der - dünneren - Brühe und würzen mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika (ich weiß *g*), und Kümmeln ließ ich alles auf kleiner "Flamme" eine Stunde köcheln. Zum Schluß gab es noch einen Spritzer Zitrone, weiteres Nachwürzen und das Abbinden mit kalt angerührter Speisestärke:


Also ...
Es ist eine Suppe. Sie sieht auch in etwa so aus, wie ich eine Gulaschsuppe in Erinnerung habe. Und sie schmeckt - wie so ziemlich jede Suppe - am nächsten Tag besser.
Aber ...
Die Suppe schmeckt nicht nach Gulaschsuppe. Sie hat nicht den intensiven Geschmack, den ich mit Gulaschsuppe verbinde. Und die Rindfleischstücke sind zum Teil ganz schön hart, zum Teil angenehm.

Im Ergebnis habe ich zwar eine durchaus nicht schlecht schmeckende Rindfleisch-Gemüsesuppe produziert, aber nicht die geplante Gulaschsuppe ;)

Vielleicht sollte ich einfach schauen, ob ich irgendwo mal eine Gulaschsuppe aus der Gulaschkanone bekomme...

Kommentare:

  1. Nach einer Stunde ist Gulaschfleisch nur selten fertig. Hab ich auch schon gelernt. Im Rezept steht - fertig und mein Mann (ausgebildeter Koch) sagt weiterkochen. Teilweise doppelt so lange.
    Noch ein Tipp - Fleisch anbraten, dann das Gemüse und Tomatenmark dazu, wenn das Gemüse anfängt braun zu werden erst die Brühe und dann warten warten warten. Nach etwa 2 Stunden könnte es mehr oder weniger fertig sein.

    LG Mella

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    1. moin mella!
      das nächste mal werde ich die von dir vorgeschlagene reihenfolge nehmen. und wieder am wochenende brutzeln, dann kann ich früh genug anfangen für den großen hunger nach ..hm... mit schneiden/anbrutzeln... 3 stunden? :D
      viele grüße!

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    2. Schneiden, anbrutzen - 3 Stunden dürfte passen. Wenn du Gulaschsuppe selbst magst, kannst Du sogar noch ein paar Kartoffeln darin versenken. Mit mehligen wird es cremiger, mit festkochenden - da findest Du noch Stücke drin.

      Soll ich mal ein Rezept von meinem Sohn auf seinen Essens-Blog veröffentlichen lassen?

      Mella

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    3. oh, stimmt - an die mehligen kartoffeln in der gulaschsuppe meiner mutter erinnere ich mich. die war lecker *seufz*. meine mutter hatte ein händchen fürs gulaschwürzen, mein vater fürs schweinekotelett- u. leberbraten ;)

      ich wäre eine interessierte rezeptleserin, nur den link brauche ich dann noch :D

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  2. Schau mal unter http://www.schmankerl.info findest Du viele Rezepte und die meisten sogar Kinderleicht. Auch wenn mein Sohn wirklich gut kochen kann :-)

    Magst Du Spinat?

    LG Mella

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    1. danke für den link! :) und ja, ich mag spinat in blattform *neugierig schaut*

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    2. Dann wäre vielleicht die Ostertorte auch etwas für Dich. Kannst den Spinat ja in Blattform lassen - wie mögen ihn lieber geschreddert, aber da klappt beides.

      http://www.schmankerl.info/2012/04/ostertorte-eine-vor-jahren-geschaffene-tradition-unserer-familie/

      Superlecker, sag ich Dir.

      Gulaschsuppe kommt dann bei Gelegenheit - nächste Woche irgendwann, oder Du bekommst vorab ein Rezept zum Testkochen.

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    3. die spinatostertorte klingt lecker ... nur besuch werden ich dafür brauche (singlehaushalt) :D

      da ich ja jetzt gut drei tage gulaschsuppe hatte, eilt es aktuell nicht ganz so mit dem rezept *g* ich kann also durchaus abwarten, bis ihr es auf den blog stellt :)

      danke!

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  3. Hihi, das erinnert mich an meinen ersten Versuch Gulasch für meinen Mann zu kochen. Er behauptet immer noch, dass es geschmeckt hätte, aber das Fleisch war eindeutig zu zäh ... Dafür hatte ich keine Suppe gemacht und Konsistenz und Geschmack waren wohl in Ordnung - was ja auch nicht zu erwarten ist, da ich ja nicht abschmecken kann. ;)

    Ich wünsche dir beim nächsten Versuch viel Erfolg! :)

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    1. danke :)

      und es ist schon eine leistung, fleischgerichte (gulasch, hack) mit augenmaß lecker abzuschmecken, respekt!

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    2. Naja, wenn es passend riecht, dann ist der Großteil schon mal geschafft und dann braucht man nur noch ein williges Opfer, das doch einmal den Löffel in den Topf hält. ;)

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  4. hmmhmm, ich glaube, Du könnest das Ganze ruhig vierteln. Nur halt keine Kuchenform nehmen, sondern so was kleines - Single geeignetes. Dann dürfe es gehen. Nimm Blätterteig, den kann man dann besser zuschneiden. Die Backzeit ggfs. verringern. Die Torte soll eh nicht so heiß gegessen werden, so dass sie am nächsten Tag nur kurz erwärmt werden muss, und Du könntest Einfrieren testen.
    Gilt auch für Gulaschsuppe.
    Habs auf jeden Fall für nächste Woche vorgemerkt.

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    1. Gulaschsuppe ist kein Problem, aufgewärmt und blubbernd passt schon :D

      Man könnte sicherlich mit einem versenkten Ei eine kleinere Portion produzieren. Hm, Oder Pastetenform nehmen, allerdings wird das wohl mit dem unverletzten Eigelb problematisch ..*grübelt*

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    2. am Rand einstechen. Soll ja nur die unnötige Luft entweichen können und der ist es egal wo.

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    3. stimmt, nur pastetenform und eigröße im verhältnis zur spinatmasse? :D

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  5. Schon alleine die Garzeit von nur einer Stunde hätte skeptisch stimmen müssen, denn in der Zeit kann es keine Gulaschsuppe werden.

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