Donnerstag, 1. März 2012

Projekt 52 Bücher: Woche 17 - Kurzversion: Überredung

Die Langversion des dieswöchigen Themas bei Fellmonsterchens Projekt 52 Bücher lautet:
hema:
Wie wär’s also mit Büchern, die man am Anfang so überhaupt gaaaaar nicht lesen wollte, weil beim Lesen des Titels und Klappentextes alle nur erdenklichen Klischees der Welt das Gefühl von Och-nich-noch-so’n-Buch herbeiriefen… sich dann aber – auf Drängen und Nötigungen anderer doch das Lesen aufgezwängt – das Buch als kleiner Schatz entpuppt hat, bei dem es schade gewesen wäre, das man es nicht gelesen hätte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich früher häufig gesagt habe, „ach nö, lass mal“, wenn mir ein genrefremdes Buch angeboten wurde. Vor gefühlten Ewigkeiten - also nach der Schulzeit und Kindheit - habe ich fast ausschließlich Horror gelesen, nicht gerade die Klassiker wie Poe oder Lovecraft, sondern Dean Koontz,  Dan Simmons, Peter Straub und natürlich - in diesem Genre für mich inszwischen übrigens durchaus mit Klassikerstatus -: Stephen King. An die übrigen Autorennamen erinnere ich mich allerdings nicht mehr.

Nach und nach begann ich, über diesen Tellerrand hinauszuschauen. Meine Freundin Sayuri hatte mir über längere Zeit Tolkien ans Herz gelegt und auch wenn mein Anlauf bei „Der Hobbit“ direkt an eine Wand führte, habe ich mich später noch einmal aufgerafft und mir „Die Gefährten“ aus der Bücherei geholt. Zwar brauchte ich auch dort einen zweiten Anlauf, bis ich diesen ersten Band schaffte. Das lag aber nicht daran, dass mir die Story an sich nicht gefiel - ich kam zunächst nicht damit klar, im übertragenen Sinne den einzelnen Grashalme beim Wachsen zuzuschauen ...Den "Herr der Ringe" habe ich inzwischen mehr als einmal gelesen. Soviel dazu ;)

Heute lehne ich (jedenfalls privat)mit einer gewissen Regelmäßigkeit dankend ab, wenn es um bestimmte Arten von Liebesromanen geht. Ich habe Versuche unternommen mit dem Mix aus Romance und Paranormalem wie in „Kismet Knight, Vampirpsychologin“ oder „Schattenwandler: Jacob“, erotische Romane und auch sogenannte ChickLit zeitgenössischer Autoren/Autorinnen habe ich gelesen. Aber diese Romane haben mich selten richtig gut unterhalten, häufiger nicht recht überzeugt und manchmal überwiegend genervt - momentan sehe ich keinen Sinn darin, sie mir zu kaufen in der Hoffnung, dass der nächste „besser“ wäre. Aber wer weiß, wann ich mal wieder experimentierfreudig bin ;)

Abgesehen davon habe ich mich zwar nicht mit Händen und Füßen gegen diese Bücher gewehrt, aber sie zumindest lange ignoriert. Die Rede ist von Kochbüchern. :) Weshalb sollte ich sie anschaffen, wenn ich nicht kochen kann? Aber: Inzwischen habe ich nicht nur ein paar selbst gekauft, sondern bekomme auch schon mal eins geschenkt. Und ich schaue seit einiger Zeit nicht nur hinein, sondern versuche auch daraus etwas zu kochen, wobei mich das geschmackliche Ergebnis selbst häufig positiv überrascht. *lach*

Ich bin über Jahre hinweg immer offener und neugieriger in Bezug auf Genre bzw. konkrete Lesevorschläge geworden, kaufe schon mal blind Comicbücher (Garth Ennis "Boys" war solch ein Experiment und das endete auch genau mit diesem Band, aber z.B. die Dark-Tower-Comicreihe kaufe und lese ich weiter) und ich habe auch in "Stolz und Vorurteil und Zombies" hineingelesen, obwohl mich der Titel zusammenzucken ließ und hier instinktiv eine Abwehrreaktion einsetze. Ich habe den Titel übrigens nicht gekauft, weil mich das, was ich im Buch gelesen hatte, nicht interessierte und ich viel lieber das Original noch einmal lesen werde ;).

Und auch wenn ich regelmäßig nicht dazu kommen, die Vorschläge  - z.B. Martin Suter (Sayuri), Charlotte McLoed (Winterkatze), Terry Pratchett (u.a. diverse Projektteilnehmer) - zeitnah umzusetzen, so sind sie doch meist im Hinterkopf  bzw. auf der Projekt- oder Amazon-Interessant-Liste :) Oder schon direkt im TuB :)

Huch - Waggy zupft gerade an meinem Ärmel.
Istdasgut?
Wie bitte?
Ist das ein gutes Hörbuch?
Ja, Waggy, das ist eine tolle Geschichte. 


(Waggy schaut mich gerade skeptisch an).

Du erinnerst Dich also noch an die Geschichte, weil: 
Du hast sie doch schon vor einem Jahr gehört?!
Stimmt und ich habe sie Dir auch schon letztes Jahr empfohlen. 
Sie ist gut erzählt und toll  von Hanno Koffler gelesen. 
hmmm...
Es ist ... ein Roadtrip, Waggy, 
hör doch einfach mal rein! (klick)
;)

Kommentare:

  1. Lustig, bei "Die Gefährten" habe ich auch zwei Anläufe gebraucht... wo bist du beim ersten Mal gescheitert? Bei mir war es ungefähr um das Hügelgräberhöhen-Kapitel herum ;-)

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    1. Ich glaube, ich habe bei meinem ersten Versuch Bombadil nicht kennengelernt, bin mir aber nicht sicher. Der erste Anlauf ist so lange her :)

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