Dienstag, 28. Februar 2012

I'm in English reloaded: "Do you think you're clever?" by John Farndon u. Libby Purves

In diesem Monat hätte ich - was mich selbst überrascht - bereits jetzt drei Titel für die Challenge zur Auswahl, denn ich habe die ersten beiden Harry-Potter-Bücher von J.K. Rowlings als audiobooks, gelesen von Stephen Fry, konsumiert. Ich bin derzeit im Puzzlefieber - wer hätte das angesichts einiger Posts hier im Blog gedacht :) - und höre mich dabei auch durch meinen Hörbuchbestand. Dennoch soll es in diesem Post um das gelesene und nicht das gehörte Buch gehen.

Als Lektüre peu a peu gab es "Do you think you're clever?" by John Farndon u. Libby Purves in ebook-form (konkret: für die kindle-app im kindleformat), welches in der letzten Weihnachtsaktion für 0,99 EUR im Angebot war und von mir "mitgenommen" wurde.

In diesem Buch werden vom Autor John Farndon Antworten zu Fragen präsentiert, die Bewerbern in Oxford oder Cambridge gestellt werden. Diese Fragen sollen die Bewerber anregen und testen, nicht nur zum speziellen Fachwissen, sondern auch in Bezug auf dessen Anwendung und das Denken "um die Ecke" . So kommen z.B. Fragen auf den Tisch wie: "Are you cool" oder "Why can't you light a candle in a spaceship", "How would you describe an apple?" oder "Think of a painting of a tree. Is the tree real?" etc.

Der Autor klopft die Fragen ab in Richtung wortwörtliche und übertragene Bedeutung (temperaturmäßig oder emtional kühl sein), denkt über die Hintergründe nach (was könnte gemeint sein, gegenüber wem ist die erklärung abzugeben (apfelbeschreibung)) etc.

Manche Fragen sind philosophischer Natur (Kann vom Bild eines Baums geschlossen werden, dass der Baum real ist?Existiert Kalifornien, wenn man sich nicht dort befindet?), manche ethischer ("What is the point of using NHS money to keep old people alive" oder "Should someone sell their kidney?). Die Frage "What percentage of the world's water is contained in a cow" ist wissenschaftlicher Natur. Hier schließt der Autor in seine Überlegungen auch ein, wie (erschreckend) hoch der Wasserbedarf für die Herstellung eines Rindfleischburgers ist: Wasser zum Trinken, Wasser für die Futterproduktion, bei der Schlachtung, bei der Fleischweiterverarbeitung, beim Transport, bei der Zubereitung des Burgers... der Autor kommt auf eine Zahl von bis zu 5000 l! 2008 hatte der WWF für die Herstellung eines Fastfoodburgers übrigens 2400 l virtuelles Wasser veranschlagt, wie in diesem Artikel der Welt-Online vom 18.08.2008 nachzulesen ist (klick).

Die teils abwegig - Wie bestimmt man das Gewicht seines Kopfes -, teils harmlos - Wie beschreibt man einem Marsbewohner einen Menschen -  klingenden Fragen laden zum Nachdenken ein. Auf die Frage "How would you travel through time" ging mir als erstes Jetlag durch den Kopf *lach*, aber natürlich - und das wusste ich auch - zielte die Frage in Richtung Licht, Quanten, Ereignishorizont schwarzer Löcher etc. Und zumindest einmal führte die englische Schreibweise zu einem lustigen Missverständnis bei mir. Denn bei der Frage, "Chekhov's great, isn't he?" überlegte ich als erste, wie wohl Pavel Chekov seinen Weg in diesen Fragenkatalog gefunden haben mag - dabei war natürlich Anton Tschechow gemeint *lach*

Anregend und informativ sind zwei der Worte, die mir zu diesem Sachbuch einfallen. Auf die einzelnen Fragen werden in überschaubaren Artikeln eingegangen, die - wie der Autor selbst erklärt - nicht der Weisheit letzter Schluss sein müssen und von weiteren Befragten anders beantwortet werden mögen. Das Adjektiv unterhaltsam will ich auch  noch ergänzen, denn der Autor schreibt populärwissenschaftlich. Für mich waren die Texte auch in englischer Sprache verständlich. Ich musste nur gelegentlich etwas nachschlagen, weil mir z.B. die Abkürzung NHS nicht vertraut war (National Health Service - System of national medical care paid for maninly by taxation and startet by the Labour government in 1948).

Kommentare:

  1. Wenn ich so sehe, was du diesen Monat auf Englisch verschlungen hast, dann würde ich spontan behaupten, dass die Challenge wunderbare Früchte trägt! ;) Oder einfach nur, dass du das Beste aus deiner Freizeit herausgeholt hast ... *g*

    Schön, dass dich das Buch so gut unterhalten, angeregt und weitergebildet hat - ein Teil von mir ist ja gleich neugierig geworden, aber noch beherrsche ich mich lieber. :)

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    1. Ja, zwei engl. Hörbücher und ein engl. Buch ist schon nicht schlecht. Und die letztjährige Challenge hat auf jeden Fall etwas damit zu tun, dass ich mir mehr zutraue im Englischen und auch mehr verstehe :)

      Allerdings hat auch meine Puzzlemanie derzeit einen entsprechenden Beitrag geleistet *g*

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