Montag, 30. Januar 2012

Hörbuchbeschäftigung

Gelegentlich hatte ich ja hier im Blog schon einmal angedeutet, dass ich bei Hörbüchern immer das Bedürfnis habe, etwas zu tun. Bügeln meine ich dabei nicht (bäh) und auch Hausarbeiten wie Fensterputzen o.ä. scheiden spontan aus. Da nun aber ein paar Hörbücher hier bei mir darauf warten, gehört zu werden, habe ich meine Beschäftigung ausgepackt:


Am Wochenende habe ich dann das auf meinen Peddy-Fahrten zur Arbeit diese Woche begonnene Hörbuch Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst“ von Marlies Ferber, gelesen von Peter Hallwachs, zu Ende gehört.

Nachklang
Bei diesem Hörbuch handelt es sich übrigens um eine gekürzte Lesung des gleichnamigen Romans aus dem dtv-Verlag. Der frühere SIS-Agent James Gerald, aktuell 70jährig und noch nicht wieder ganz fit angesichts eines gerade beendeten Krankenhausaufenthaltes, siedelt in die Seniorenresidenz (also - mit indignierter Stimme - bitte nicht Altersheim!) „Eaglehurst“ über. Den Anlass (denn er will nur vorübergehend bleiben) erfährt man im Roman. An seinem ersten Abend jedenfalls bricht gleich sein Tischnachbar tot zusammen. Herzinfarkt. Hm... Wirklich? Okay, so abwegig ist das nicht bei einem Herzpatienten, der Digitalis nimmt und als Ex-Agent kann man vielleicht auch etwas betriebsblind werden... Aber was, wenn nicht? Und „00 70“ lässt sich so leicht nicht in seinen Überzeugungen erschüttern und beginnt seine Ermittlungen, bei denen ihm auch seine frühere SIS-Kollegin Sheila zur Seite steht. Dabei muss er schon entdecken, dass das Aufstemmen des Klavierflügels über seine Kräft geht und er auch den Rollator noch nicht los wird ... Dies alles ist in einem so charmanten Stil und mit Sinn für Humor geschrieben und mitreißend von Herrn Hallwachs vorgetragen, dass die Zeit wie im Flug verging. Nur der Preis für die Hörbuchversion kann einem etwas die Tränen in die Augen treiben ...


Am Sonntag habe ich mir dann „Einsteins Versprechen“ von Francesc Miralles und Alex Rovira, gelesen von Christoph Pütthoff in den CD-Player gelegt.

Nachklang
Der spanische Wissenschaftsjournalist Javier wird von seiner Chefin quasi verdonnert, am Abend an einer Talkshow im Hörfunk teilzunehmen. Wie gut, dass er sich wegen eines Artikels gerade etwas mit Einstein beschäftigt hatte. Jedenfalls erhält er - wohl wegen seiner Teilnahme - eine mysteriöse Einladung in ein spanisches Küstendorf, was dann zu einer Tour durch Europa etc. führt. Aufhänger sind die Tatsache, dass Einstein nach dem Nobelpreis weiter forschte, aber nichts mehr veröffentlichte, und die Vorstellung, dass seine verstorbene Tochter Lisa damals nicht starb und von ihrem Vater eine letzte geheimnisvolle Erkenntnis „geerbt“ hat. Und natürlich wird Javier neugierig, aber er ist nicht der einzige, der sich auf diese „Schnitzeljagd“ begibt. Das Hörbuch war gut zu hören: Oliver Pütthoff hat klar gelesen, mit Dialekt bzw. Akzent. Auch die Darstellung tatsächlicher und fiktiver Fakten, die immer wieder im Roman erfolgt, wirkte nicht langweilig und trocken. Lesung gut, Inhalt ... Nun, es liegt sicher an mir, denn ich bin der Schnitzeljagden einfach müde. Diese war nicht so rasant wie diejenigen mit Prof. Langdon, aber z.B. „Das verlorene Symbol“ hat mich auch schon sehr genervt. Im direkten Vergleich gefällt mir „Einsteins Versprechen“, vermutlich auch wegen der Einsteinschen Thematik, gut ;).

Das Ergebnis lässt sich jedenfalls doch auch schon sehen, oder?

Kommentare:

  1. Oh, Frida! :-)

    Mensch, ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr gepuzzlet. Hm, bei zwei Fellnasen und einer ganzen Horde kleiner Monster und Persönlichkeiten bleibt auch keine Zeit mehr dafür. ;-)

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    1. Als ich dieses Puzzle sah, konnte ich nicht widerstehen.

      Meine letzte Puzzle-Aktion ist inzwischen ... hm... 3 Jahre her? Aber dieses Jahr habe ich mir Neues gegönnt und dann juckt es zwischen den Fingern. Ich hoffe nur, den MuMs juckt es weiterhin nicht in den Krallen ;)

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  2. Boah, wie groß ist das denn???

    War bestimmt entspannend.... ;)

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    1. Auf meinen Couchtisch passen Puzzle mit einer maximalen Größe von 70 x vielleicht 67 cm, sonst liegt der Rand nicht mehr auf. Dieses Selbstporträt-Puzzle Frida Kahlo ist ein "Klassiker" 70 x 50 cm, 1000 Teile :)

      Ich mag Puzzle - aber wenn sie nur Ton-in-Ton sind, werde ich auf Dauer regelmäßig ungeduldig und von der Entspannung ist nichts mehr über *lach*

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  3. Oh wie toll ist das denn?! Ich liebe Puzzle - bin mit Mordillo aufgewachsen, umso bunter und umso mehr "Geschichten" in einem, umso spannender.
    Muss leider gestehen, dass ich mich mit meinen Samtpfoten als Mitbewohner gar nicht mehr getraue zu puzzeln... :(
    Bei dir noch alles ganz und vollständig? ;)

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    1. Die Mordillo-Puzzle sind wirklich lustig :)

      Toi,toi,toi, Sara, bislang haben die MuMs meine Puzzle in Ruhe gelassen. Beide sind zwar neugierig und schauen in die Kartons, weil es so geheimnisvoll klappert, wenn ich am puzzeln bin. Aber ich passe dann ja auf. Und wenn ich aufhöre, werden die Kartons zusammengestapelt und das Puzzle abgedeckt - früher hatte ich eine Puzzlerolle, aber die ist mir irgendwie abhanden gekommen *lach*

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  4. Wie schön, dass du das Puzzeln wieder für dich entdeckt hast. Und ja, das ist eine perfekte Hörbuchbeschäftigung! :)

    Mit meinen Katzen passiert da auch nie etwas, wenn nicht Baltimores Puschelschwanz mal wieder über den Tisch fegt. Das Risiko besteht aber täglich bei allen Dingen, die wir auf den Wohnzimmertisch legen. Kommt davon, wenn man so einen großen Kater hat. ;)

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    1. Ja, so ein stolzer Puschelschwanz eines Maine-Coone-Katers kann dann schon mal für .. äh Bewegung sorgen ;) Merlin meinte gestern, mit den Pfoten in meinen schwarzen-Steine-Karton treten zu müssen, aber ich konnte ich schnell überzeugen, dass sich das gar nicht gehört. Marlowe hatte sich dafür in den zwischenzeitlich geleerten blaue-Steine-Karton gesetzt *augenrollt*. Diese Helden :)

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    2. Ohja, vor allem, weil der ja immer auf Tischhöhe besonders gestreckt werden muss! *g* Mit den Pfoten lassen sie meine Puzzlesachen in Ruhe, dafür werde ich gern von der Sofalehne aus beobachtet. So ganz scheinen sie den Sinn meiner Tätigkeit dann nicht zu verstehen ... *g*

      Merlin wollte sich eben farblich passend platzieren! So ein kluger Kater! :D Und Marlowe ist doch wirklcih höflich, wenn er einen leeren Karton benutzt ... *g*

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    3. *hält den MuMs die Ohren zu*
      Hör auf, die beiden auch noch zu loben *lach*. Sonst rede ich ein Wörtchen mit der Katzenbande, damit sie Dir auch etwas mehr beim Puzzeln hilft *g*

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    4. Pffff, da gibt es anerkennende Wort für die Intelligenz deiner Mitbewohner und du fängst an zu drohen! Was ist denn das für ein Verhalten?! ;)

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  5. Ach, schön ... Puzzlen würd ich auch mal wieder gern. Allerdings traue ich den Schweinen hier dabei nicht über den Weg ;)
    Wow, aber Du bist schon ganz schön weit gekommen - sagenhaft! Ich finde ja auch Puzzlen + Hörbuch ist einfach eine grossartige Kombi! Viel Spass dann weiterhin - vielleicht bei J.J.L.?

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    1. Vielleicht wäre ein Puzzleteppich für Dich praktisch, wenn der aufgerollt ist, müssen nur noch die Sortierungskartons in Sicherheit gebracht werden.

      J.J.L. steht für das nächste Puzzle auf dem Plan. Freitagabend/Samstagvormittag geht es vielleicht los :)

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  6. Es gibt nichts besseres als die Kombination Puzzlen und Hörbuch hören. Ich hab das vor einigen Jahren im Winter ständig gemacht, allerdings fehlt mir derzeit leider die Ruhe dafür.

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    1. Das merke ich (Kombi), ich komme auch gut mit den Hörbüchern voran :)

      Bestimmt wird das bald wieder: mit Ruhe und Lust zum Puzzeln!

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