Donnerstag, 30. Juni 2011

Projekt 52-2011: Summer of Love

Wenn schüchtern-rote Johannisbeeren auf unschuldig-weiße Quark-Joghurt-Creme treffen,
 

 ist das Resultat ihres
Summer of Love
LECKER
:)


Halbzeit bei Saris Projekt 52-2011

Mittwoch, 29. Juni 2011

Inside7 by Annelie

Mittwochs gibt es

Sonnenschein... gern - wenn auch genügend Schatten zu finden ist :)

Sonnenschirm... ist eine Schattenspender-Option, Bäume finde ich aber auch ganz gut geeignet :)

Sonnencreme... würde ich gern vermeiden, aber ohne habe ich dann sehr schnell farboptische Hummerqualität ...

Hitze... hatten wir die letzten Tage ja mehr als genug. Sie ist an der See besser zu ertragen, da normalerweise immer etwas erfrischender Wind geht, aber ich bin ja nicht mehr ständig an der See ...

Wasser... zum Trinken, anderes zum Duschen oder gar zum Baden - bei sommerlichen Temperaturen immer gern gesehen :)

Sommer... mag ich wie jede andere Jahreszeit auch. Sie haben alle ihre Vor- und Nachteile;)

allerdings... hätte ich gern einen "gemäßigteren" Sommer, will sagen: Stetig steigende und/oder fallende Temperaturen, nicht diese Wahnsinnsschwankungen um 20 °C hoch und runter! Und gerne immer schön zwischendurch mal sanften warmen Sommerregen, darf dann auch mal 2-3 Stunden am Stück sein, - am liebsten so zwischen 24.00 und 05.00 Uhr :)

Dienstag, 28. Juni 2011

mal wieder: ein Miaucomic by J.M. Fonollosa :)

Ich hatte ja schon einmal den Comic-Autor und -Zeichner José Miguel Fonollosa vorgestellt (klick: hier). Gestern hat er folgenden Web-Comic veröffentlicht: 

alle Rechte bei: José Miguel Fonollosa (http://miaucomic.blogspot.com/)

Ich kann nur nicken
(auch wenn ich regelmäßig das Bügeln weglasse).
Und Ihr? 

Montag, 27. Juni 2011

"Das amerikanische Hospital" von Michael Kleeberg

Dieses e-book hatte ich mir schon in der Online-Bücherei vorgemerkt. Und da Ebooks nur für zwei Wochen ausgeliehen werden können (danach ist die Datei automatisch nicht mehr zu öffnen und muss ggf. neu ausgeliehen werden) und mir der Roman bereits letztes Wochenende zur Verfügung gestellt wurde, wurde es langsam Zeit! :)

Worum geht es?
Paris, im Winter 1991. Hélène steht in der Empfangshalle des amerikanischen Hospitals, als vor ihr ein Mann zusammenbricht. Sein Blick brennt sich in ihre Augen. Das ist die erste Begegnung zwischen der dreißigjährigen Pariserin und David Cote, einem amerikanischen Soldaten. Die beiden vom Schicksal Gebeutelten freunden sich an und stützen einander auf ihrer schmerzhaften Suche nach der Wahrheit über sich selbst.

Nachlese
Das erste Mal habe ich von diesem Roman auf der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr gehört, als ich dem Gespräch zwischen Michael Kleeberg und Patrick Bahners lauschte. Aber es brauchte seine Zeit, bis ich mich an "Das amerikanische Hospital" heranwagte.In dem Gespräch gab Michael Kleeberg übrigens an, dass er sich bewusst für den Golfkrieg 1991 entschieden hatte, weil dieser inzwischen gut dokumentiert sei, auch in Richtung auf die psychologischen Traumata. Auch habe die Geschichte um David Cote erst die bereits vorhandene Idee um Hélène komplettiert.

David Cote ist ein amerikanischer Soldat, der im Golfkrieg 1991 diente und, wie im Roman deutlich wird, gar nicht bis nach Kuweit hinein kam, sondern nur bis in den Südirak. Er befindet sich aktuell in Frankreich aufgrund einer Art militärischen "Austauschprogramms". Als seine Angstzustände überhand nehmen, kommt er deswegen in das Amerikanische Hospital in Paris. Dort wird er zunächst von Dr. Mehran behandelt, einem iranischen Psychiater, der sich bei der Therapie hauptsächlich auf Davids Kindheit konzentriert.

Hélène ist eine junge Französin; sie und ihr Ehemann haben sich für eine künstliche Befruchtung entschieden und Hélène wird im Amerikanischen Hospital behandelt. Bei ihrem ersten Besuch bricht David vor ihr zusammen, sie kümmert sich um diesen Fremden bis die Pfleger kommen. Bei ihrem zweiten Besuch im Krankenhaus kommen die beiden ins Gespräch, beide lesen in der Cafeteria Lyrik. Und während David bei diesem zweiten Besuch erfährt, warum Hélènes im Hospital ist, lernt sie erst bei ihrem dritten Besuch, dass David ein Berufssoldat ist. Diese Erkenntnis führt beinahe dazu, dass ihre "Beziehung" endet, bevor sie richtig beginnt. Hélène: "Ich habe nichts gegen Soldaten, aber alles gegen Krieg. Und vielleicht auch gegen das, was er aus den Soldaten macht. Und ohne Soldaten kein Krieg".

Zwischen David und Hélène entwickelt sich nach und nach eine freundschaftliche Beziehung und Hélène ist instinktiv auf dem richtigen Weg. Nicht Davids Kindheit, sondern seine Erlebnisse im Krieg sind Ursache seiner seelischen Probleme. Sie wird seine Zuhörerin - und so wird David für Hélène -so lese ich den Roman jedenfalls derzeit - im übertragenen Sinne zu dem Kind, dass sie sich wünscht: Er benötigt ihre Hilfe, ihren emotionalen Halt, ihre Führung, sie sorgt sich um ihn. Ihre eigenen emotionalen Probleme, das Gefühl, dass ihr Körper sich gegen sie wendet, dass ihr Ehemann sie scheinbar nur noch als Gefäß sieht, kommen in den Gesprächen, die Hélène und David über die Jahre immer wieder im Hospital führen zwar nicht ans Licht. Aber Davids Hilfebedürftigkeit und seine Entwicklung lassen auch Hélène erkennen, was SIE will.

Es fiel mir etwas schwer, in den Erzählfluss hinein zu kommen. Zum einen ist die Sprache und Syntax , in die zusätzlich Lyrik und französische Begriffe einflossen, komplex und so benötigte ich etwas, bis die "Geschichte" mich packte. Zum anderen irritierte mich etwas der Wechsel im Erzählstil. Der Roman wird von einem Ich-Erzähler begonnen (und später auch beendet). Ich wusste zuerst nicht, ob dieser Ich-Erzähler fiktiv ist und falls ja, um wen es sich dabei handelt und in welcher Beziehung er zu David und Hélène steht. Der Hauptteil des Romans wird dann aus der Sicht eines allwissenden Dritten unter Nutzung der indirekten Rede erzählt. Mir fiel zudem auf, dass bei den Passagen, in denen es um Hélène ging, auch ihr Name genannt wurde, bei Davids Passagen jedoch nur von "der Amerikaner" die Rede war.

Diesen Mix aus Nähe (Hélène, Ich-Erzähler am Anfang und Ende) und Distanz ("der Amerikaner, indirekte Rede) empfand ich als ungewöhnlich. Bei Michael Kleeberg gehe ich allerdings davon aus, dass die Wahl bewusst erfolgte :) und nichts damit zu tun hat, dass Hélènes Geschichte bereits "früher da war" und nur einen Gegenpol (David) und Rahmen (Erzähler) brauchte. Interessanterweise gingen mir - obwohl ich eine Frau bin und obwohl der Autor meiner Ansicht nach durch die Wahl des Stilmittels Hélènes Schicksal stärker betonte -  Davids Kriegserlebnisse (mit dem See, im Dorf, den Schiiten, der taktischen Propaganda etc.) näher als Hélènes sich verstärkende körperliche und besonders seelischenBelastungen.

Die Gefühle der beiden Protagonisten und ihre Gespräche werden meist leise - doch immer sprachlich stark - dargestellt. Und trotz - oder vielleicht gerade wegen - der indirekten Rede und der damit eingehenden distanzierten Betrachtungsweise hallen besonders David Erlebnisse in mir nach. Ganz klar: Es war eine gute Entscheidung, diesen Roman auszuleihen und zu lesen.

Sonntag, 26. Juni 2011

Projekt 52-2011: Architektur

Ich hatte ins Auge gefasst :), ein früheres Industriebauwerk hier in der Nähe für Saris Projekt 52-2011 zu fotografieren, welches heute von allen Bürgern genutzt werden kann. Am Abend des 22.06.2011 bot sich mir dann aber folgender Anblick:


Mutter Natur hatte einen Regenbogen erschaffen (übrigens konnte ich vollständigen Bogen sehen, schafft es aber leider nicht, ihn vollständig zu fotografieren). Ein Blick in die deutsche Wikipedia verriet mir dann:
"Bei dem Wort „Architektur“ handelt es sich um die eingedeutschte Version des lateinischen architectura, das sich vom altgriechischen αρχιτέκτων [architékton] herleitet. Letzteres setzt sich zusammen aus αρχι- [archi-], „Haupt-“ und τέκτων [tékton], „Baumeister“ oder „Zimmermann“ und ließe sich demnach etwa als „Oberster Handwerker“ oder "Hauptbaumeister" übersetzen. ... Die Vieldeutigkeit des Wortes ist vor allem geprägt durch den zweiten Wortteil techné und die architektur-theoretischen Interpretationen darüber: Er kann verstanden werden als Kunst, Technik oder Tektonik. ..."
Ich entscheide mich dafür, dass man Mutter Natur durchaus als Haupt-Baumeisterin sehen kann, die wunderbare Sachen mittels natürlicher Technik (z.B. Lichtbrechung und Spiegelung) erschafft. :)

*Zitat: 
Seite „Architektur“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Juni 2011, 07:08 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Architektur&oldid=90018222 (Abgerufen: 26. Juni 2011, 07:49 UTC)

Samstag, 25. Juni 2011

Erinnerungs-Stöckchen: Seit langem mal wieder an Clown Ferdinand und Adolar gedacht

Bei Danis Allerlei gesehen und mitgenommen:

1. SOS - die geliebte Kasette hat Bandsalat - Lösung?
VORSICHTIG aus dem Kassettenrecorder, Videorecorder,Walkmen nehmen, den "Salat" vorn und hinten sanft etwas abrollen und dann mit Bleistift oder anderen Hilfsmittel ebenso sanft wieder aufrollen und nebenbei zum Kassettengott beten, dass alles gut wird :)

2. Endlich das erste eigene Haustier - Was war’s denn & wie hieß es?
Als ich noch Kind war, hatten wir eine Hündin namens Nelly. Sie war eine Straßenpinscherin, das Ergebnis der Liebe zwischen Spitz und Drahthaarterrier. Ich habe sie geliebt. Als wir umgezogen sind und Nelly - wie erwartet und wie früher erwartet und erwünscht - anschlug, wenn sich Fremde dem Haus näherten, in welchem auch eine andere Familie wohnte, beschwerte sich der andere Mieter. Und im Sommer gaben meine Eltern Nelly einem bei uns Urlaub machenden Badegast mit, als ich nicht daheim war. Ich habe wochenlang mit meinen Eltern nicht gesprochen und ihnen dies auch nie verziehen (den Badegästen übrigens auch nicht, aber die sah ich ja nur selten). Meine Eltern hatten mich damals auf eine Art und Weise verletzt, die ihnen nicht klar war und wohl, wie ich glaube, bis zu ihrem Tod nie klar wurde.

Erst nachdem ich ausgezogen bin und auch dann erst nach einer gewissen Zeit zogen bei mir die MuMs ein: 2005 Merlin und 2008 Marlowe.

3. Telefonzelle lässt grüßen – Dein erstes eigenes Handy?
Das war ein Alcatel one touch easy, in welches man auch normale Batterien einlegen konnte, falls der Akku leer war. Praktisch, wenn man das Ladegerät vergessen oder keinen Zugang zum Stromnetz hatte. Das Handy hatte ich mir selbst besorgt - war ich da schon 30? *grübelt* Ich glaube, ich habe es sogar noch.

4. Seepferdchen, Freischwimmer? – Wie weit hast du’s gebracht?
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, wie das bei uns hieß *schäm*. Die Schwimmstufen - für die Schule - habe ich in der Ostsee erschwommen und ich erinnere mich, dass der Teilbereich "Schwimmen" mit einer 1 immer meine Gesamtsportnote anhob, die bei Leichtathletik regelmäßig aus einer 4 bestand und beim Turnen bei 3 lag mit Tendenz zur 4 (5 war die schlechteste Note) ;) 

5. Pferde, Delphine, Rennautos - Welches Motiv hatte dein erster Schulranzen?
Oh... an den ersten Ranzen erinnere ich mich nicht mehr. Ich sehe allerdings noch vor mir, wie ich später, in der Oberstufe, einen durchgängig hellbraunen Leder-Ranzen hatte, der an einigen Stellen schon aufging. Diesen "Ranzen" hatte ich auf unserem Boden gefunden und wollte ihn unbedingt behalten - es war der von meinem (14 Jahre älteren) Bruder.

6. Mama! Das mag ich nicht – Dein am meisten verhasstes Essen?
Egal wo, ob daheim oder bei der Schulspeisung: Grützwurst. Das ging gar nicht. Dann lieber - in der Schulspeisung - das Ersatzessen: Bratkartoffeln und Sülze, was mich auch nicht gerade vom Hocker riss.
Ach ja, die Tomatensauce daheim - ob von meiner Mutter oder meiner Schwester gemacht - mochte ich mit den glasigen Zwiebelstücken auch überhaupt nicht, stattdessen gab es etwas Butter und Zucker auf meine Nudeln.

7. Aber höchstens eine Stunde! – Was hast du im Fernsehen geguckt ?
Samstags habe ich gern die Flimmerstunde geschaut, die Sendung ging aber länger: 1 1/2 Stunden mindestens. In der Flimmerstunde wurden Kinderfilme gezeigt, ich glaube z.B. "Die Olsenbande" oder "Alfons Zitterbacke", "Die dicke Tilla" und auch die Indianerfilme mit Gojko Mitic. Vermutlich liefen dort auch die russischen, tschechischen und auch die deutschen Märchenfilme (die auch im Kinderferienprogramm und zu Weihnachten gebracht wurden). Meine Eltern hatten auch nichts dagegen, dass ich dann mehr als eine Stunde am Samtsag fern gesehen habe :)

Unter der Woche gab es in der frühen Kindheit auch täglich das Sandmännchen, egal wie viel sonst schon am Tag geschaut wurde.

Ansonsten habe ich gern "Die Märchenprinzessin", "Spuk unterm Riesenrad" geschaut oder auch "Aber Vati!" und "Clown Ferdinand".


Und natürlich die Zeichentrickserien wie "Lolek und Bolek" und besonders gern die ungarischen Zeichentrickserien "Adolars phantastische Abenteuer" nebst Vorläufer "Heißer Draht ins Jenseits". Witzigerweise war ich dabei regelmäßig auch nicht allein, sondern die Erwachsenen haben auch gern mitgeschaut.

(Szene aus "Heißer Draht ins Jenseits")

(Ausschnitt aus "Adolars phatasische Reisen")

"Heißer Draht ins Jenseits" ist in deutscher Fassung leider nicht zu bekommen und "Adolars phantastische Reisen" kann man ja nicht bezahlen *seufz*...

8. Barbie, Lego, Gameboy - Womit hast du am liebsten gespielt?
Gab es nicht, gab es nicht, gab es noch nicht :)
Ich habe gern mit Anna, meine Puppe gespielt, und hatte auch ein Puppenhaus und einen Kaufmannsladen und - die Cowboyburg meines Bruders! Allerdings habe ich auch gern Schule gespielt und hatte auch eine Tafel und ein selbstgemachtes Klassenbuch ...

9. Schule ist scheiße – dein Hassfach?
Sport - weil ich unsportlich war

10. Vorbilder & Schwärmerei - Welche Poster hingen bei dir im Zimmer?
Keine. Irritierenderweise erinnere mich auch nicht an ein besonderes Vorbild oder so.

11. Weißt du noch wie Gänseblümchen schmecken?
Nein, aber ich erinnere mich daran, dass ich wegen meiner schon damals vorhandenen "Wurstfinger" regelmäßig Schwierigkeiten hatte, einen Kranz aus ihnen zu flechten :)

12.Wenn ich groß bin! - Was wolltest du werden? Och, jede Woche was anderes.
Sobald ich in die Schule kam, wollte ich Lehrerin werden. Ich habe auch ein paar Semester entsprechend studiert, mich dann aber umentschieden und eine andere Ausbildung begonnen und beendet.

13. Kassetten sind ‚out’, CDs sind ‚in’ – Welche war deine erste?
Ich weiß nicht mehr, wie die allererste CD eines amerikanischen Soulsängers hieß, aber die zweite war von Edo Zanki "Ich muss verrückt sein".

14. Scheiß auf Technik, ich geh klettern! - Warst du lieber drinnen oder draußen unterwegs?
Oh, kam darauf an :) Ich war viel und gern an der Ostsee, kletterte auf und in Bäumen herum, spielte gern mit Freundinnen draußen (Verstecken, Federball, Tischtennis), es ging auf die Spielplätze zu den Klettergerüsten oder ich lief Stelzen in der Obhut meines Vaters oder fuhr mit ihm Fahrrad auf dem Deich usw. Aber ich habe auch TV geschaut oder drinnen gespielt, siehe Nr. 8.

15. Oma & Opa kommen zu Besuch – Was haben sie dir mitgebracht?
Ich hatte nur noch Omas - und es gab von beiden nichts Besonders bei solchen Besuchen, manchmal einen Lolli.

16. Muschi, Mäuschen, Muckel? Wie wurdest du genannt?
Dankenswerterweise wurde regelmäßig mein ganz normaler zweisilbiger Rufname benutzt :) Nur ganz selten verfiel meine Mutter auf die Idee, ein *utschka* oder *ilein* an den Namen zu hängen, ich fand das einfach nur furchtbar und habe dann auch nicht reagiert ;)

17. Mein Teddy ist der Beste - Wie hieß euer Stofffreund?
Teddy, er hieß einfach nur Teddy. Der arme Kerl! Ich hatte ihm mal die Nase aboperiert und sie musste dann "modern" mit Kleber wieder korrigiert werden ;) Leider habe ich ihn nicht mehr. Als ich meine erste Mini-Wohnung bezog, konnte ich nur wenig von daheim mitnehmen und er hat - wie manch andere Dinge meiner Kindheit - den neuerlichen Umzug meiner Eltern in eine modernere Wohnung nicht überlebt.

18. Regenwürmer schmecken doch! Was hast du ekliges gegessen?
Regenwürmer habe ich so etwas von ganz bestimmt nicht gegessen. Ich glaube, in diesem Sinne habe ich nie etwas Ekliges gegessen. Okay, ab und an landete Sand oder Erde zusammen mit Obst oder Gemüse o.ä. in meinem Magen (z.B. die kalte ungekochte Gemüsesuppe aus Kartoffeln, Erbsen und Möhren in einer herzhaften Wasser-Erde-Mischung), aber ansonsten ...  nein.

19. Bist du auch gerne mal zu spät nach Hause gekommen?
Ja - und aus heutiger Sicht kann ich meine Mutter verstehen, dass sie das in den Wahnsinn getrieben hat, wenn ich als Kind nicht direkt von der Schule nach Hause kam. Damals als Kind habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, wenn ich erst noch am Strand herumlief oder im Dorf.

20. Aufgeschlagene Knie sind langweilig! - Was war deine verrückteste Verletzung?
Die Kurzversion: Ich wollte im Winter noch rodeln gehen und bin auf dem Weg dorthin ausgerutscht und mit dem Gesicht auf die mit aufgesprungenen vereisten Pfützen bedeckte Strasse gefallen. Ich kam blutüberströmt wieder nach Hause und hatte wirklich Glück, dass ich mir nur Prellungen und oberflächliche, aber kräftig blutende, Hautverletzungen aufgrund des Eises zugezogen hatte und nicht mehr passiert ist.

21. Kreatives Chaos – Was hast du angestellt?
Hm... lass mich nachdenken *lach*  Das kreative Chaos befand ich immer in meinem Zimmer, auch wenn das mit dieser Frage nicht gemeint war. Meine Mutter hat mal ein weiteres produziert, indem sie die aus ihrer Sicht herumliegenden Sachen aus dem Fenster geworfen hat, während ich irgendwo unterwegs war. Das war nicht sehr prickelnd, kann ich Euch sagen!
Ansonsten habe ich zwar meine Schwester häufiger erschreckt, indem ich die Großantenne am Haus heraufgeklettert und durch ihr Fenster hereingekrabbelt bin, aber im Großen und Ganzen war ich, möchte ich gern glauben, recht "vernünftig" :)

22. Hat man dich auch mit Jazzdance & Töpferkursen gequält?
Nein, gab es in diesem Sinne auch nicht. Ich war im Chor und habe dort auch etwas Gitarre spielen gelernt. 
 
23. Rabengruppe, Mäusegruppe, grüne Geister? – Wie hieß deine Kindergartengruppe?
Das weiß ich nicht (mehr).

24. Habt ihr auch Fencheltee mit Milch getrunken?
*würg* Spontan würde ich sagen: Freiwillig bestimmt nicht, egal ob mit oder ohne Milch ;) Aber ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich so etwas trinken musste, als ich klein war ...

25. Fahrrad, Bus, Muddi, Vaddi - Wie bist du zur Schule gekommen?
Genau erinnere ich mich nicht an die ersten Schuljahre. Obwohl: Ich erinnere mich, dass ich im Hort war und dass mich meine Schwester oder mein Vater oder meine Mutter abgeholt haben. Vermutlich wird mich meine Mutter oder mein Vater - letzterer arbeitete in Schicht - auch hingebracht haben in diesen Jahren. Aber ich bin auch bald "allein" gegangen (ein Minirad gab es später). In unserer Straße gab es noch einen Jungen in meinem Altern und drei ältere Kinder, so dass man - selbst wenn man allein ging - nie allein auf dem Weg zu Schule war. Als ich später auf die Erweiterte Oberschule ging, war ich teilweise vor Ort im Internat und teilweise mit dem Bus unterwegs.

26. Hat deine Mama auch mal deine Aufsätze geschrieben?
Nein, meine Aufsätze habe ich immer allein geschrieben.

27. Kennen vielleicht nicht alle! Mitmach-Zirkus - Was wart ihr?
Zur Erklärung: Das ist ein Zirkus, der in die Schule kommt & dann übernehmen die Kinder die Aufführungen.

Niemand, so etwas gab es in  meiner Kindheit nicht.

28. Wer schlau ist hat frei! Was hast du versucht um nicht zur Schule zu müssen?
Ich bin ganz gern zur Schule gegangen und war regelmäßig auch viel zu feige, um in dem kleinen Dorf, wo jeder jeden kannte und der Buschfunk hervorragend funktionierte, zu schwänzen.

29. Geil! Taschengeld! – Was hast du als erstes gekauft?
Als erstes? Ehrlich, das weiß ich nicht mehr *grübelt* Ich weiß, dass ich  mir als Kind vom Taschengeld das "Mosaik" gekauft habe. Und Pfeffis, gab es die für 5 oder für 10 Pfenning ? :)

30. Mein erstes Wort war ‚Ameise’ und deins?
Ich habe nicht die geringste Ahnung - ich erinnere mich nicht und kann auch niemanden mehr fragen.


Hm... Es sind ein paar bitter-süße Erinnerungen bei diesem Stöckchen hochgekommen ...

Freitag, 24. Juni 2011

Auf Regalkompatibilität wurde geachtet....

Bei Annelie habe ich letzte Woche einen Clip gesehen, den ich Euch zeigen wollte. Homeshopping-Angebot und ... auf Regalkompatibilität wurde ausdrüclich geachtet :)

Donnerstag, 23. Juni 2011

Alles neu ...

macht nicht nur der Mai :)

Ich habe am Design meines Blogs herumgebastelt und ... nun, seht einfach selbst. Der Header ist geblieben und kann Euch bestätigen, dass Ihr tatsächlich bei mir gelandet seid. *lach*

Die Blogroll habe ich in der vorhandenen langen Form aufgelöst, dafür sind unter "United Federation of Planets" inzwischen etliche der von mir besuchten Blogs aufgelistet.


Ich hoffe, Ihr findet Euch schnell wieder hier zurecht :)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Inside7 by Annelie

Oh, da habe ich aber schon lange nicht mehr bei Annelies


mitgemacht. Das ändert sich aber heute:
 
ungeduldig... erwarte ich den heutigen Feierabend, morgen ist hier ein gesetzlicher Feiertag :)

im Kühlschrank... befindet sich u.a. ein Stück Wassermelone sowie eine Schale voll roter Johannisbeeren ... mmmh ...

im Keller... ist es dunkel und dort ist offfenbar auch für Gegenstände gut munkeln. Seltsamerweise scheinen sich nämlich dort die Sachen von allein zu vermehren. Ich kann mir keine andere Erklärung vorstellen, weshalb der Keller schon wieder so voll ist.

Kinder... , und zwar 3 (zwischen 1 bis 9 Jahren), werden mich wohl zusammen mit ihren Eltern (meine Nichte mit Lebensgefährten) im Sommer besuchen kommen und mehr als einen Tag bleiben.  Allerdings werden sie nicht bei mir in der Wohnung übernachten. Trotzdem wird das sicherlich ... aufregend ;)

Düfte... nehme ich inzwischen wieder besser wahr. Jahrzehnte(uff!)langes Rauchen hatte sich nachhaltig auf meine Geschmacks- und Geruchsnerven ausgewirkt.

Nudeln... mmmmmh.... ja! Lecker!

Urlaub auf Balkonien... Damit kann ich ganz gut leben :)

Montag, 20. Juni 2011

und zum letzten Mal: zwischendurch Xena #6

Nachdem Xena und Gabrielle zusammen mit Eve und Vergil nach Afrika gesegelt sind und Gabrielles Nichte aus einem Harem befreit haben, reiten unsere beiden Heroinen durch die Wüste. Allein. Offenbar bevorzugen die beiden Sandstürme, heiße Luft und Pferde und einen Kampf mit Römern, wobei außerdem mal wieder bewiesen wird, wie SCHNELL Xena wirklich ist, kann sie doch binnen 1 Minute Gabrielle, die bis zum Hals in Sand von mehreren Männern eingegraben wurde, freischaufeln und aufs Pferd holen. Die Alternative, sich wieder an der frischen Seeluft nach Hause befördern zu lassen, ist vermutlich zu langweilig.Vergil, Eve und Sarah sahen das wohl anders, denn von diesen dreien ist in der Wüstenfolge nichts zu sehen. Und in Kannibalenfolge in einem äußerst grünen Land (möglicherweise Griechenland) taucht auch nur Vergil wieder auf. Ich frage mich, wo Eve jetzt gerade Elis Botschaft verkündet und warum von ihr keine Rede mehr ist (ok, jedenfalls lange nicht)

Ich erinnerte mich daran, dass es Xena und Gabrielle in den hohen Norden - Raben, Odin, Rheingold - verschlagen hat . Und tatsächlich sehe ich gerade eine walkürenhafte Xena mit einem goldenen Ring  vor mir, den sie sich aus dem Rheingold geschmiedet hat. Allerdings landete der Ring bei dem eingesperrten Grindel  und Xena ging später zurück nach Griechenland. Und nun taucht nach 35 Jahren Beowulf (!) nach Griechenland zu Xena - die mit ihm allein in den Norden zieht. Gabrielle kann das natürlich nicht so hinnehmen, folgt ihr und trifft auf Brunhilda - Odin, Rheingold, Grindel und Grendel, Ring und Feuer ... ein Jahr vergeht wie im Flug dort oben.

Übrigens hat diese Staffel aus meiner Sicht auch sehr witzige Folgen. Äußerst gut habe ich mich bei "Ares kleine Farm" unterhalten mit herrlichen Anklägen von Wild-West-Musik und Ambiente incl. netten Outfits für Xena und Gabrielle und einen schönen Blick auf den ständig oberkörperfrei herumlaufenden Ares :) In "Heute sind wir live bei ... Xena und Gabrielle!" findet eine Reportage statt, der Reporter wird von Michael Hurst (spielte Iolaos in Hercules und Xena, aber auch den Fährmann und ist auch als Regisseur tätig) verkörpert. Der Gegensatz von moderner Technik,schmucken Studioanzug bzw. Outdoor-Klamotten und den real-fiktiven Xena-Handlungsorten incl. Outfits etc. ist ebenso unsinnig wie köstlich: So werden Luzifer, Caligula, Eve interviewt, Ares natürlich auch etc. Ganz im Sinne seriöser Berichterstattung *lach*

Ansonsten fühlte sich die Staffel für mich etwas unruhig an mit Harem, Amazonen, Kannibalen, Odin und dazwischen die immer sehr humorvollen äh.. Experimentalfolgen wie die beiden gerade erwähnten oder der Psychiater-Inkarnationsfolge.

Und dann ist da natürlich noch die staffel- und serienbeendende Episode, die Xena und Gabrielle in das Land der aufgehenden Sonne führt. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, wie die Serie endet, aber: Hallo, Autoren! Ihr hättet das etwas anders schreiben müssen, denn so wie dargestellt hatte Xena keine Schuld an dem Feuer und den toten Stadtbewohnern! An der Ecke etwas runder (was sicher kein Problem gewesen wäre, hätte die leidenschaftliche und verletzte Xena doch sicherlich "austicken" und um sich herumschlagen können) und Xenas Motivation wäre klar und für jeden Zuschauer nachvollziehbar gewesen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack, weil es nicht stimmig ist.

Am Anfang musste ich übrigens an "A Chinese Ghost Story" denken :)

Insgesamt finde ich die Folge gelungen und besonders sagte mir die Umsetzung des Kampfes zwischen Gabrielle und dem Heerführer im strömenden Regen zu. Beide bewegen sich sehr langsam und vorsichtig mit gezogenen Samuraischwertern, es folgen Nahaufnahmen von Gesicht, Auge, Fußbewegungen, Wasserpfützen, der Klang ist reduziert, zwei Gegner, die sich umkreisen ... und der Kampf wird mit einer fließenden Bewegung Gabrielles entschieden. Ob nun der Kampf und dessen Darstellung und auch die übrigen "Xena-Versionen" von Japan im Großen und Ganzen stimmig sind, kann ich  nicht beurteilen. Ich kenne mich in der japanischen Kultur und Geschichte schlicht nicht aus. Ich fühlte mich am Ende dieser Folge, wie angedeutet, ein wenig betrogen, was aber storybedingt war. 

Ich mag die Serie, immer noch :)

Trotz Wilderei in allen möglichen Glaubensvorstellungen, trotz Mix von Mythen und halb historischen Ereignissen (an denen Xena, wie die von Gabrielle verfassten Xena-Rollen beweisen, schlichtweg beteiligt war bzw. sie in Gang gesetzt hat!), trotz sichtbarer Drahtstunts und Studioaufnahmen! Die vielen guten Geschichten und die tollen Schauspieler - und ja, dieses Mal vergesse ich auch die klasse Musik und deren Interpretation nicht - heben die Serie für mich spürbar. Die Show habe ich bestimmt nicht das letzte Mal geschaut :)

Sonntag, 19. Juni 2011

"Caravan" von Marina Lewycka

Mein erstes in einer Onlinebücherei ausgeliehenes Ebook:

Worum es geht (Zitat aus der Ebook-Information zum Buch):
Die Abenteuer einer Truppe Erdbeerpflücker in England. Sie kommen aus Polen, der Ukraine, Afrika und China, haben alle gänzlich verschiedene Lebenswege und sehr bestimmte Ansichten darüber, was im Leben wichtig ist. Irina will die große Liebe mit einem romantischen Engländer finden. Andrij ist der Sohn eines Bergarbeiters und will keinesfalls so enden wie sein Vater. Dann sind da der Bob-Dylan-Fan Tomasz, Jola, die erfahrene Pflückerin mit der üppigen Figur, und ihre fromme Nichte Marta, die so erstaunlich gut kochen kann. Dazu zwei Chinesinnen und Emanuel, ein Teenager aus Malawi. Sie alle wollen die Welt für sich erobern. Als versehentlich der ausbeuterische Erdbeerfarmer überfahren wird, ergreift die ganze Mannschaft in einem klapprigen Wohnwagen die Flucht.

Nachlese
Irritiert, nicht lachend, den Kopf schüttelnd, weinend - so habe ich auf das Buch reagiert.

Die Autorin Marina Lewycka ist in England aufgewachsen, ihre Eltern waren Ukrainer. Dieser Roman ist nicht ihr Debut, das war "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" - ihn habe ich noch nicht gelesen und weiß momentan auch noch nicht, ob ich ihr Debut und ihren Nachfolgeroman "Leben kleben" lesen werde.

Eigentlich mag ich, wie Marina Lewycka erzählt, sie fesselte mich, brachte mich dazu, das Buch zu Ende zu lese. Sie traf mich, brachte mich zum Weinen, als sie von Tomasz Erlebnissen auf dem Hühnerhof erzählte, der sich frage, was aus ihm geworden sei...

Aber ...

Über zwei ihrer weiblichen Charaktere schüttelte ich immer wieder den Kopf. Zwar gestehe ich Irina gestehe ihren 19 Jahre noch ihre Arroganz zu und auch ihre Naivität zu, als sie aus der Ukraine nach Großbritannien kommt. Mir hält die Naivität und Arroganz angesichts Irinas Erlebnissen aber zu lange an. Auch die über 40 Jahre alte Jola überzeugte mich mit ihre Art nicht, selbst wenn sie ihr "Terrain" behaupten und verteidigen will. Sie ist mir gegenüber dem Bauern oder Tomasz (und anderen) zu launenhaft, in ihrer Zielverfolgung zu sprunghaft. Die Autorin hat natürlich auch diese beiden Charaktere ebenso die übrigen überzeichnet, dennoch wirkten Marta, Tomasz, Andrej und Emanuel insgesamt glaubhafthafer. Das gilt aus meiner Sicht besonders für Andrij und Tomasz: Andrij wegen seiner Hin- und Hergerissenheit zu Irina, seines Hintergrundes und seiner eigenen Naivität, von der er nichts wissen will, und Tomasz wegen seiner Bemühungen um Jola (auch wenn ich diese nicht nachvollziehen kann) und der Ereignisse auf dem Hühnerhof.

Worüber ich nicht den Kopf geschüttelt habe war das beinahe zur-Schlachtbank-folgende-Verhalten von Tomasz, Marta, Jola und den beiden Chinesinnen Vitali gegenüber. Mir erscheint es plausibel, dass man in einem fremden Land mit eingeschränkter Kenntnis der Gegebenheiten (Passfortnahme, "klein" Halten, "Abgaben") in einer GEMEINschaft, wie sie hier bei den Erdbeerpflückern beschrieben wird, einen Vertrauensbonus für "Landsleute" vergibt und zunächst einmal nicht damit rechnet, dass etwas anderes als das Versprochene herauskommt. Überzeichnung hin und her: Schlepper und wirtschaftlicher Ausverkauf, illegale Arbeiter - das alles greift die Autorin weder aus der Luft, noch ist es auf GB oder die Ukraine beschränkt.

Irritiert hat mich hauptsächlich die Wahl des Erzählstils. Die Geschichte wird im Wechsel (die manchmal überraschend kommen, was aber am ebook-Format liegen kann: Es gibt einen Hinweis auf mögliche kleinere Formatfehler, vielleicht ist ab und an ein Absatz abhanden gekommen.) aus der Perspektive der verschiedenen Personen erzählt. Kein Problem. Allerdings wird Irinas Sicht der Dinge in Ich-Form geschildert und ebenfalls Emanuels, dieser jedoch schriftlich in Briefform. Alle anderen An- und Einsichten werden aus Sicht eines Dritten erzählt (bestimmt gibt es dafür einen Fachbegriff, den ich nicht kenne ;) )

DAS hat mich wirklich irritiert, jedes Mal. Ich wünschte, die Autorin hätte sich für eine Art entschieden: entweder alles aus der jeweiligen Ich-Perspektive oder alles aus einer wissenenden Erzählerperspektive. Für mich wurde das Gesamtbild dadurch noch unruhiger, als es durch mehrfachen Perspektivwechsel zwischen Andrij, Tomasz, Jola, Irina, Vitali, Emanuel und "der Hund" sowieso schon war. Ja, ihr habt richtig gelesen, auch der Hund kam zu Wort und, hier muss ich mich korrigieren, dies geschah nicht aus Dritt-, sondern aus ebenfalls aus der Ich-Perspektive.

Falls ich über einen weiteren Roman von Marina Lewycka stolpere, werde ich wohl hineinblättern und dann spontan entscheiden, ob ich ihn lesen mag. Zum Austesten der Online-Buchausleihe und dieser Autorin war der Roman auf jeden Fall gut geeignet :)

Samstag, 18. Juni 2011

Projekt 52-2011: Bällebad

So recht wusste ich nicht, wie ich dieses Thema von Saris Projekt 52-2011 umsetzen sollte. Ich dachte immer nur "Klein Rösi möchte aus dem Spieleparadies abgeholt werden." Weiterhin am Grübeln fiel mein Blick heute bei einem Gang durch die Stadt auf dieses Arrangement:

(Ein Klick auf das Bild ...)

Die schwimmenden Objekte erinnerten mich frappierend an Weihnachtsbaumschmuck. Und mit Weihnachtsbaumkugeln könnte man sich doch ruck-zuck ein BÄLLEBAD selbst bauen - ganz natürlich mit Grünpflanzen!

Ein Gang in die Stadt

kann zu einem vollen Rucksack führen. Die Gefahr ist natürlich um so größer, wenn man wie ich zielgerichtet zur Buchhandlung geht *lach*

Dieses Wochenende findet hier ein Stadtfest statt, über den Tag hinweg und abends treten Bands auf, Kinder veranstalteten einen Kinderflohmarkt und an anderen Ständen gibt es klassisch Essen, Getränke, Süßkram und Sachen, die jeder braucht: vom Hundekeks bis zur Sonnenbrille ...

Die Geschäfte haben bis 18.00 Uhr geöffnet (jaha: Das ist hier KEIN Standard) und ich habe die Gelegenheit genutzt, und bin fix zur kleinen kettenfreien Buchhandlung. Dort sollte es nämlich heute auch Sonderangebote geben (ich gehe auch ohne diese Anreiz dort hin, schaue mich um und kaufe ;) ).

Wettertechnisch hatte ich Glück, denn im Gegensatz zu jetzt (heftiger Regen, kräftige Windoben) war es gegen 13.00 Uhr sonnig und nur windig:

Ein Teil der in Kisten ordentlich dargebotenen Bücher waren gesponserte Leseexemplare - einigen sah man dies mehr an als anderen -, deren Verkauf dem Tierheim gespendet wurde. Jedes Buch kostete 3,00 EUR und 5 habe ich in diesen Kisten gefunden. Zwar war eines dieser exemplare ein unverkäufliches Leseexemplar :), aber ich habe dennoch die 3,00 EUR zugunsten des Tierheims gezahlt.

Auf der anderen Seite verkaufte der Buchladen Taschenbücher zu 1,50 EUR und einen anderen Teil der Bücher nach Gewicht. Ich habe mich nur ganz oben ausgestellten Bücher gearbeitet und von dieser Seite auch noch zwei Bücher mitgenommen: eines von Georgette Heyer und eines von Anita Shreve.

Ergebnis: 
 7 Bücher, davon 6 HC und 1 TB für 22 Euro, 
von denen 15 Euro dem örtlichen Tierheim zufließen.

Von Georgette Heyer und Gail Tsukiyama habe ich bereits etws gelesen, 
die übrigen Autoren/innen stellen Neuland für mich dar.

Freitag, 17. Juni 2011

Freitagsfüller by Barbara

Nach ein paar Aussetzern gibt es diese Woche wieder genügend Zeit für den

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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)

Dienstag, 14. Juni 2011

Variationen von "Schwarz" , "The Gunslinger" und Übersetzungsfragen - Spoilergefahr

Ich wollte zwar nicht spoilern, aber ganz vermeiden ließ es sich nun doch nicht. Es kommen Zitate vor und Kurzeinführungen in diesem Post, daher auch die vorsorgliche Warnung im Titel ;). Und die nächste folgt auf dem Fuss: Ich konnte die virtuelle Tinte nicht halten!

Im Rahmen der "I'm in english-Challenge" habe ich in diesem Monat "The Dark Tower Vol. 1 - The Gunslinger" von Stephen King gelesen (klick) . Das war eigentlich nicht so gedacht. Ich hatte mir nämlich vor, für die Challenge im Juni den dritten Harry-Dresden-Roman im Original zu lesen. Wie ich bei "The Gunslinger" gelandet bin?

Ich hatte ja schon wieder einige Zeit damit geliebäugelt, den Zyklus um den Dunklen Turm wieder zu lesen. Ende Mai habe ich mir also meine Taschenbuchausgabe von "Schwarz/Drei" aus dem Jahre 1988 geschnappt. Vor zwei Jahren hatte ich mit diesem Doppelband meinen persönlichen zweiten (oder dritten?) Anlauf genommen und mich auf den Weg zum Dunklen Turm gemacht. Bei dem Anlauf in 2009 hatte mich das Thema auch gepackt und so habe ich mir die weiteren Bände über die Bücherei besorgt - und soweit sie dort vergriffen waren, kurzerhand gekauft. Bei diesen weiteren Bänden 3 bis 7 habe ich dann immer die neueren Heyne-Ausgaben gelesen, aber darauf habe ich damals nicht geachtet.

Ende Mai jedenfalls stand ich vor meinem Regal, schnappte mir den Doppelband und schaute dabei zugleich auf meine nicht vollständig vorhandene Dunkler-Turm-Reihe. Wäre es nicht schön, wenn ich die gesamte Reihe in einer Ausgabe hätte? Gedacht, bestellt - und schon mal begonnen, in dem Doppelband zu lesen. Als die neuen Ausgaben von Band 1 und Band 2 da waren, wechselte ich in diese Ausgabe und begann den betreffenden Absatz noch einmal. Und stutzte. 

Was stand denn da? Zum Vergleich griff ich noch einmal zum Doppelband, nein, dort stand nichts von Mais und auch nichts von Sheemie und der Manni-Frau. Ich war so begierig, den ersten Band in der frisch eingetroffenen nagelneuen glänzenden Ausgabe zu lesen, dass ich in das enthaltene Vorwort gar nicht hineingeschaut hatte. Das holte ich nun nach. Stephen King hat 2003 seine Dunklen-Turm-Bücher beendet und dann den ersten Band noch einmal überarbeitet. Diese Version hatte ich in der deutschen Übersetzung nun vor mir. 

Hm... Ich habe mich dann dazu entschlossen, erst meine alte Ausgabe und dann die neue zu lesen, einfach um die Unterschiede besser erkennen zu können, zumal ich den kompletten Zyklus bislang ja nur einmal und mit der ursprünglichen Version von "Schwarz" Anfang 2009 gelesen hatte.


Einige Dinge gefielen mir: 
Rolands Erinnerung an Sheemie zum Beispiel oder dass auch in diesem ersten Teil die aus den späteren Bänden bekannten Wortphrasen "Höre mich wohl", "wahrhaftig" "Sage meinen Dank". Auch Rolands Déjà vus passen, nehmen sie im Grunde den Neueinsteiger nichts vorweg und verstärken, wie die Wortphrasen und die Klarstellungen (der Klavierspieler Sheb, Rhea, Südost-Richtung oder die Erwähnung von Positronics etc.) die Vertrautheit für den Wiederleser.


Allerdings bin ich mit anderen Ergänzungen/Streichungen/Änderungen nicht glücklich.
So würde ich am liebsten "Resumption" streichen und jede weitere Andeutungen des Mannes in Schwarz. Und dann das Palaver am Ende mit den Umstellungen! Wie gesagt, ich habe den Zyklus bislang erst einmal vollständig gelesen und besonders diese Änderungen kann ich erst wirklich beurteilen, wenn ich die übrigen Teile noch einmal gelesen habe.

Mal abgesehen davon, fand ich es viel stimmiger, dass Jake sich in der ursprünglichen Version nur noch bruchstückhaft erinnert. In der überarbeiteten Version erinnert er sich an einen Kinofilm, an einen Kosenamen, und nach etlicher Zeit (obwohl doch eigentlich mehr und mehr verblassen sollte) sogar noch die Bahn. Zwar erfährt man jetzt mehr von Jakes Welt, aber diese Informationen nehmen für mich zu viel von dem Rätselhaften und Mysteriösen dessen, was Jakes Hintergrund ausmacht, fort.

Recht neutral sehe ich dagegen zum Beispiel die Ergänzung beim Orakel: Nicht nur, wonach Roland Ausschau halten soll, sondern dass es nicht mehr nur um "Drei" geht, denn "Eine andere Zahl kommt später hinzu."

Und dann gab es Passagen, bei denen ich mir - da Stephen King ja nun schon mal überarbeitet hat - eine Änderung/Ergänzung gewünscht hätte, z.B.
Welchen Gefallen bietet Nort dem Revolvermann eigentlich an ("Ein Goldstück für einen Gefallen") bzw. welchen Gefallen fordert Roland an? Oder was ist mit der Zeit, die verstreicht, während Roland auf die Wirkung des Meskalin wartet und während dessen stumm seine Revolver putzt und einen Riss näht - während er vor der Meskalineinnahme behauptet, es sein keine Zeit, Jake von dessen Schlafwandlerei zu berichten.

Aber von all diesen Dingen einmal abgesehen, stolperte ich beim Lesen der überarbeiteten Auflage auch über Formulierungen. Ich glaube, es fing damit an, dass in der neuen Auflagen von Mais die Rede war und nicht mehr von Getreide. Ich fragte mich, warum Stephen King das geändert haben sollte. Und dann trifft Roland auf den Grenzbewohner Brown. Die beiden kennen sich nicht von früher, sehen sich also das erste Mal und wechseln folgende Worte

"Leben für deine Saat" (meine Anm: Roland)
"Leben für deine eigene" antwortete der Grenzbewohner (meine Anm: Es folgt eine Beschreibung des Grenzbewohners)..."Lange Tage und angenehme Nächte, Fremder."
"Und mögen sie dir doppelt vergönnt sein."
"Ist unwahrscheinlich", antwortete der Bewohner und stieß ein schroffes Lachen aus. "Mais gibt's umsonst, aber für die Bohnen wirst du was ausspucken müssen. Ein Mann bringt sie ab und an vorbei. Er bleibt aber nie lange."....

Warum sollte Brown sofort darauf hinweisen, dass es Mais umsonst gibt usw. Ich griff mir die alte Übersetzung und fand dort folgendes (Zitat S. 16 aus der Taschenbuchausgabe Heyne 4. Aufl.)

"Leben für deine Saat"
"Leben für deine eigene" antwortete der Grenzbewohner ...  
"Lange Tage und angenehme Nächte, Fremder."
"Und mögen sie dir doppelt vergönnt sein."
"Ist unwahrscheinlich", antwortete der Bewohner und stieß ein schroffes Lachen aus. "Ich habe nichts, außer Getreide und Bohnen" sagte er. "Getreide ist umsonst, aber für die Bohnen wirst du was ausspucken müssen. Ein Mann bringt sie ab und an vorbei. Er bleibt nicht lange" ...

Und daraufhin dachte ich mir: Okay, so ein Grenzbewohner sieht einen Fremden, bewaffnet mit zwei Revolvern, der ihn vielleicht abschätzend anblickt und kaum den Mund aufbekommt, vermutlich sieht er ausgemergelt, hungrig und durstig aus, wie er da so mit seinem Maultier in schlechtem Zustand steht. Es macht dann durchaus Sinn, darauf hinzuweisen, dass man im Grunde nichts hat, was man mit Gewalt nehmen müsste. Besonders, wenn man das Getreide (und wie sich alsbald herausstellt auch das Wasser) völlig freiwillig und kostenlos anbietet. Stephen King hätte diese Stelle eigentlich detaillierte ausführen sollen, meiner Meinung nach, aber in der ursprünglichen Version habe ich zumindest "die Kurve" bekommen. In der Übersetzung der überarbeiteten Version fehlt mir jetzt aber doch zuviel.

Irritiert und neugierig wie ich war, besorgte ich mir daraufhin "The Gunslinger" im Original in der überarbeiteten Version von Stephen King. Und was fand ich dort?

"Life for your crop."
"Life for your own," the dweller answered ....
"Long days an pleasant nights, stronger."
"And may you have twice the number."
"Unlikely," the dweller replied and voiced a curt laugh. "I don't have nobbut corn and beans," he said. "Corn's free, but you'll have to kick something in for the beans. A man brings them out once in a while. He don't stay long." ...

Mir ist schon klar, dass der Übersetzer ein eigenes Ermessen hat und Joachim Körber hat - mit einigen Ausnahmen aus meiner Sicht, dazu später mehr - auch einen klasse Job geleistet (sicherlich auch damals in der ursprünglichen Version). Aber warum wurde "I don't have nobbut corn and beans," he said." vollständig weggelassen? An dem Wörtchen "nobbut" dürfte es wohl kaum gelegen haben, wenn ich mir die deutsche Übersetzung der "Altversion" ansehe und meine Recherchearbeit bedenken: Ursprünglich war ich nämlich auf dem falschen Dampfer und dachte, "nobbut corn" gehöre zusammen und stelle eine besondere Art von Getreide dar oder stehe für Mais. Tatsächlich habe ich nobbut aber nirgendwo gefunden und mir wurde irgendwann klar, dass das Wörtchen wohl für nothing but, verschliffen nobbut stehen dürfte (wie "wanna" für want to). Im Moment frage ich mich, lag es am Übersetzer oder am Lektorat, dass der Satz untergegangen ist, der aus meiner Sicht zum Verständnis der Szene beiträgt. 

Nach diesem Erlebnis las ich im Original weiter, die deutsche Version nahe bei mir. Ich wollte nachschlagen können, falls ich etwas aus der deutschen Übersetzung anders in Erinnerung hatte - oder besser gesagt, wenn ich das Gefühl hatte, es sei anders gewesen. Wort-für-Wort-Übersetzungen hatte ich nicht vor :) Außerdem hatte ich mir in der deutschen Version bereits beim Lesen Passagen markiert, die ich mit dem Original vergleichen wollte.

Ich will noch ein paar weitere Beispiele nennen:

- Roland will von sich aus Brown von den Geschehnissen in Tull berichten, findet aber nicht die richtigen Worte und keinen Anfang. Daraufhin Brown:
"Ich nehme mal an, du wirst es erst dann tun, wenn ich dich richtig dazu einlade", sagte Brown. "Was ich hiermit tue. Möchtest Du mir von Tull erzählen?" Der Revolvermann stellte zu seiner Überrraschung fest, dass die Worte diesmal wie von allein kamen ..."
Im Original lautet der Text:
"I guess you won't feel right about it unless I invite you," Brown said, "and so I do. Will yo tell me about Tull?" The gunslinger was surprised to find that this time the words were ther".
Bin ich ein Erbsenzähler, wenn ich sage, es besteht ein Unterschied zwischen: "Vermutlich fühlt es sich für Dich nur richtig an, wenn ich Dich auffordere" oder "Vermutlich erzählst Du erst, wenn ich Dich auffordere"? Zumal Joachim Körber interessanterweise in der "Altversion" tatsächlich die Variante mit dem richtig anfühlen gewählt und ich frage mich, weshalb er das geändert hat.

- In einer anderen Szene erinnert sich Roland an seinen Kumpel Cuthbert und den Ausbilder Cort. Cort hatte Cutbert gemaßregelt und sich dann Roland zugewandt, Cuthbert streckte im Rücken die Zunge heraus, was Cort allerdings mitbekam und Cuthbert eine weitere schmerzhafte Lektion erteilte und sagt, er hofft, dass Cuthbert noch lernen wird, wo er hingehört. Cuthbert rappelt sich auf und schaut Cort hasserfüllt an. Es folgt in der deutschen Übersetzung:
"Du gibst dich also noch der Hoffnung hin", sagte Cort. "Wenn Du der Meinung bist, dass du es schaffst, kannst du ruhig auf mich losgehen, du Wurm." ...
Im Original heißt es:
"Then there's hope for you," Cort said. "When you think you can, you come for me maggot."
Cort sieht in Cuthberts Augen etwas,, aber nicht, dass Cuthbert sich Hoffnungen macht, sondern dass aus seiner - Corts - Sicht noch Hoffnung für Cuthbert besteht. Das sind für mich zwei verschiedene Dinge.

An anderen Stellen sind es nur Kleinigkeiten, einzelne Worte:

- So las ich im Original das Gespräch zwischen Roland und seinem Vater, in dem es auch darum geht, dass  Roland nicht so aufgeweckt ist wie andere Kinder und dass Moral nicht einfach "fassbar" ist. Konkret heißt es dort:
"Morals may always be beyound you. You are not quick, like Cuthbert or Vannay's boy. That's all right, though. It will make you formidable."
Ich hatte aus der deutschen Version noch im Hinterkopf, dass dort stand:
"Das wird dich gefährlich machen."
Wie wird aus formidable gefährlich? Sicherlich kann man furchtbar, furchteinflößend und schrecklich in Richtung gefährlich übersetzen, aber formidable steht auch für Respekt einflößend, eindrucksvoll, beeindruckend (dict.cc). Und für "einfach" gefährlich gibt es doch z.B. das  schöne eindeutige Wort dangerous.

In einer anderen Szene ist im deutschen Original die Rede davon, dass Roland und seine Freunde noch Rotzlöffel waren. Auf das Wort im Original war ich neugierig. Die Formulierung lautete:"We were still in our clouts, as the saying went." Hm... Clouts steht nach dict.cc für Kopfnüsse oder Lappen und mir ging sofort "Wir lagen noch in den Windeln" (alternativ "den Kinderschuhen nicht entwachsen") durch den Kopf und im thefreedictionary.com fand ich "4. Chiefly Midland U.S. A piece of cloth, especially a baby's diaper."

Auch der Einschub eines kleines Wortes wie "aber" oder "ja" gibt einer Aussage eine andere Intensität: In der deutschen Übersetzung heißt es: "Er (Anm: der Mann in Schwarz) ließ den Blick auf Jake fallen und fügte hinzu: Aber nur wir beide". Im Original heißt es an dieser Stelle: "His eyes flicked to Jake and he added: Just the two of us". Weshalb wird das Wort "aber" eingeführt? Zur Anbindung? Das wäre nicht notwendig gewesen bei dem vorherigen Satz...

Bevor Roland zu Cort geht trifft er auf Marten. Beide Männer spricht er im Original mit "bondsman" an, aber Joachim Körber übersetzt dieses Wort in der überarbeiteten Version einmal mit Sklave (bei Marten) und einmal mit Lehnsmann (Cort). Ich kann mir vorstellen, dass die Anrede für Marten stärker "zurechtstutzend" sein sollte. Aber wie gesagt, im Original benutzt King bei beiden Männern dasselbe Wort. Hätte er sich dann nicht für zwei verschiedene Bezeichnungen, einmal vielleicht sogar für "slave", entschieden? In der alten deutschen Version benutzte Körber übrigens jedes Mal "Lehnsmann" und das fühlt sich für mich auch richtiger an.

In der Szene zwischen dem Berater (von Rolands Vater Steven) Marten, der sich im Gemach von Rolands Mutter befindet, und Roland sagt letzterer zweideutig: "Past his time" Das ist vordergründig die Antwort auf die Frage seiner Mutter, wie es dem in die Jahre gekommenen Falken David geht. Roland schaut aber gleichzeitig Marten an. Meine Interpreation wäre gewesen: Er hat seinen Zenit überschnitten. In der deutschen überarbeiteten Version steht: "Er hat sein bestes Alter hinter sich". In Bezug auf David passt das natürlich, aber was die Doppeldeutigkeit in Richtung Marten angeht (der nach meiner Vorstellung zu diesem Zeitpunkt im "besten Mannesalter" war) verliert die deutsche Übersetzung, wie ich finde.

Wie schon gesagt, der Übersetzer hat ein eigenes Ermessen und er muss zudem den Ton des gesamten Werkes "im Ohr" haben. Aber ich finde, dass die hier angesprochenen Dinge nicht rein subjektive Beispiele sind, oder?

Was mich angeht, so werde ich wohl auch die weiteren Bände des Dunklen Turm Zyklus im Original lesen. "Wolves of the Calla" und "Song of Susannah" stehen hier, die übrigen 4 Bände werde ich noch besorgen, beginnend mit "The Drawing of the Three" (zu deutsch: "Drei"), dem zweiten Teil des Zyklus :)

Anmerkungen
- Natürlich habe ich später, nämlich erst im Zuge dieses Posts, gesehen, dass es in der deutschen King-Wiki eine Seite gibt, in der die Unterschiede der neuen und alten Version von Schwarz übersichtlich dargestellt sind. Wer Interesse hat, klicke bitte hier.
- Die deutschen Zitate stammen, soweit nicht anders angegeben, aus der Taschenbuchausgabe "Schwarz" von Stephen King, Heyne, 13. Aufl, 2003.
- Die engl. Zitate stammen aus Viking Penguin Book "The Gunslinger" by Stephen King, copyright 1982/2003

Montag, 13. Juni 2011

Android-Gerät und Google-Android Market ODER Die sich in den Schwanz beissende Schlange!

(Am Ende meines Frustartikels befindet sich ein EDIT - G.-A.-Market u. Archos70b sind nicht für einander bestimmt, für all diejenigen, die deswegen aktuell auf diesem Post gelandet sind ;), vgl. auch das Edit am 'Ende des Posts Kurzvorstellung Archos70b).

Inzwischen bin ich doch frustriert.

Es fing damit an, dass ich die Kindle App auf  mein android-basierten Ebookreader herunterladen wollte. Der Reader hat Android 2.1 (Eclair) und gem.der Angabe bei Amazon benötigt diese App 2.1 oder höher. Als Android-Laie denke ich mir: Passt ja gerade so.

Also versuche ich die App herunterzuladen, die ich entweder über meinen Appstore (auf dem Reader) oder, wie ich erfahre, direkt bei amazon.com herunterladen können soll:

Also los: vorinstallierten Appstore aufmachen - Die Suche nach Kindle App ist ergebnislos. Hm.

Ich rufe auf dem Reader-Browser dann amazon.com auf, melde mich mit meinem amazon-Konto an und kann downladen - den amazon.app-Store? Nun ja, wenn ich so an die Kindle-App komme, von mir aus. Aber nein: Zwar kann ich den amazuon.appstore aufrufen, aber er hängt sich nur auf, in die Suchfunktion  noch der kindle app komme ich noch nicht einmal und so werfe ich den gesamen Kram direkt wieder herunter von meinem Reader.

Mist! Aber res gibt ja andere Möglichkeiten.

Noch einmal Reader-Browser und da, bei androidpit taucht sie auf! Ich mache mich virtuell erneut auf den Weg, muss auch hier erst die market.app installieren, aber nun: Ich suche Kindle App - wird nicht gefunden! Ich muss wie ein Schaf ausgesehen haben! Gerade war mir doch die App noch bei android.pit angezeigt worden. Also werfe ich fix mein Netbook an und schaue parallel auf dem Rechner nach. Ja, da ist sie. Mühsam arbeite ich mich über den Webbrowser zur Kindle App, kann sie endlich anklicken - und erhalte die Meldung: Öhm nö, also hier nicht, wurde noch nicht eingespeist vom Anbieter, aber auf android-googlemarket, geh mal rüber!

Inzwischen grummel ich bei jedem weiteren Klick...

Ich gehe also per Webbrowser hinüber zu dem android-market von google, melde mich mit meinem googlekonto an, rufe die App auf, klicke download/installieren ... und bemühe mich das NEIN!  nicht zu kreischen. Mit diesem Konto ist kein Gerät verknüpft, bitte machen Sie das jetzt doch erst einmal, siehe hier ... blabla...

Mein Netbook ist noch auf, die Bedienung dort erheblich komfortabler und so rufe ich mir die Informationsseite auf - verstehen allerdings nur Bahnhof. Ein Telefon ist mein Reader ja nun mal nicht, auch wenn er Android nutzt und beim Ausschalten behauptet, ich würde ihn ("Telefon") abschalten. Verwirrt gehe ich in die googleeigene Hilfeabteilung und suche einen schlichten Leitfaden in der Art: Hier haben sie ihr Gerät, rufen sie diese Seite auf, melden sie sich mit ihrem Google-Konto an und wir schicken ihnen eine Mail mit einem zu bestätigenden Link und schon haben sie ihr Gerät mit dem Konto verknüpft. Natürlich finde ich so etwas NICHT. Aber ich finde z.B. so etwas:

"Das Konto, mit dem Sie sich auf der Android Market-Website angemeldet haben, muss das primäre Konto sein, das Sie bei der Einrichtung Ihres Android-Geräts verwendet haben. Wenn Sie in Android Market angemeldet sind und versuchen, eine App zu installieren, werden nur Geräte angezeigt, die mit demselben primären Konto verknüpft sind.
Klicken Sie auf "Einstellungen" > "Konten & Synchronisierung", um die verknüpften Konten anzuzeigen. Melden Sie sich auf der Android Market-Website mit dem Nutzernamen und Passwort des Google-Kontos an, das Sie ursprünglich zur Einrichtung Ihres Android-Geräts verwendet haben. Wenn Sie das Passwort für dieses Konto vergessen haben, rufen Sie den Artikel zu Passwörtern in der Google Checkout-Hilfe auf. Dort finden Sie Informationen zum Zurücksetzen Ihres Passworts.
Sollten Sie ein Google Apps-Konto nutzen, ist eine Migration in die neue Google Apps-Infrastruktur erforderlich, damit es mit der Android Market-Website kompatibel ist."*

LEUTE! Das ist nicht hilfreich! Wenn ich auf mein google-Konto Einstellungen gehe, taucht nirgendwo "Konten und Synchronisieren" auf. Wenn ich im Google-Android-Market auf mein "Market-Konto" gehe, kann ich nichts einstellen! Wenn ich in diesem Markt auf "Konto" gehe, lande ich ich meinem Google-Konto, wo, wie gesagt, nichts von Konten und Synchroniseren die Rede ist. Der Link zur Infrastruktur ist noch verwirrender und hilft zumindest mir nicht weiter. Und von welchem primären Konto, dass ich angeblich bei der Einrichtung des Android-Gerätes verwendet haben soll, ist hier die Rede? Das will ich doch gerade jetzt machen?!

Ich ertappe mich dabei, wie ich deutliche - und hörbare - Worte für den Computer und die Software finde.

Meine Suche geht weiter:  Im Hilfeforum werden mir bei der Frage "Android mit Konto verknüpfen" oder auch "Telefon mit Konto verknüpfen", Links angeboten, die auf die interne Google-app-Konten Umstellung verweisen und auf einen google authenticator. Ah! Dort stand: "Falls Sie ein Android-Gerät besitzen, empfehlen wir Ihnen, zum Erzeugen der Bestätigungscodes Google Authenticator zu verwenden. Es ist weder eine Verbindung zum Internet noch zum Mobilfunknetz erforderlich, damit die App Bestätigungscodes erzeugen kann..... Zur Nutzung von Google Authenticator auf Ihrem Android-Gerät benötigen Sie mindestens Version 1.5...." ** Das ist reizend! Erst einmal bin ich mir nicht so ganz sicher, ob so dasjenige erfolgt  -nämlich die Verknüpfung des Geräts mit dem Android-Market, aber davon mal ganz abgesehen: Ich kann die App Google-Authenticator nicht herunterladen, wenn mein Gerät noch nicht mit dem Markt verknüpft ist!

Ich reiße mich zusammen, werfe weder das Netbook noch den Reader an die Wand, sondern irritiere nur die Hausbewohner mit lauten und herzhaften SHIT, MIST, HÖLLE! während ich alles aus und zu mache (und mich später frustiert von meinen Samtpfoten beruhigen lasse). 

Die einzige mit diesem Problem bin ich natürlich nicht. Als ich dabei war, meine Schlagworte als eigene Frage im Hilfeforum zu posten, sahe ich eine ganze Liste ähnlicher Anfragen, die interessanterweise NICHT direkt beantwortet wurden! Zwar gab es Tipps von anderen Usern (z.B. ein Link zu einem Mirror, von welchem man die Market-apk laden konnte, die leider bei mir nicht funktioniert; ich konnte nicht einmal installieren), aber eine konkrete Antwort oder Reaktion der Googlemitarbeiter habe ich nicht gefunden.

Die Kindle App kann ich nicht installieren und leider - wie ich inzwischen festgestellt habe - auch die audible App nicht, die ich offenbar zur Zeit auch nur über den google-Markt bekommen könnte.

Und google-Android-Market ... tja, da beisst sich die Schlange aus meiner Sicht derzeit in den Schwanz. Die market-apk funktionier nicht bzw. kann ich nicht im google-eigenen Andorid-Market herunterladen, ohne vorher mein Gerät mit dem Konto zu verknüpfen. Und eine vernünftige Anleitung, wie man das macht, gibt es ebenso wenig (nein, über die vorinstallierten markets auf meinem Reader finde ich diese google-androidmarket-apk nicht) wie eine Antwort im Hilfeforum auf ganz konkrete Fragen. Nicht schön.

*Zitat von  (von der Seite: http://www.google.com/support/androidmarket/bin/answer.py?hl=de&answer=1141080&topic=1100168)
**Zitat von http://www.google.com/support/accounts/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1056283&topic=1056285

 EDIT 26.06.2011
-Jano hat im Kommentar hier zum Artikel auf "Arctools" auf dieser Seite (klick) verwiesen, aber ich bin ein Weichei und Angsthase und traue mich nicht, es auf dem sonst ja funktionierenden ebookreader Archos 70b zu installieren und anzuwenden (für die 7er-Reihe der Archos-Internet-Tablets sollen sie ja geeignet sein). Wer mutiger ist als ich: Bitte berichte über das Ergebnis! :)
-Andy hat im Kommentar zu einem anderen Post den Archos70b betreffend (klick)  auf eine Seite verwiesen, von der man die kindle-app auch mit dem Archos 70b herunterladen (klick) kann. Ich habe die Version 3.0.1.70 über den reader-eigenen browser heruntergeladen und installiert, sie ruckelte zunächst etwas und kam dann zum Laufen ;), ich konnte auch Notizen eingeben und wieder aufrufen (probeweise hatte ich eine kostenfreie kindle-Version der Shelock-Holmes-Storys heruntergeladen). ABER: Die oberste Seitenzeile des Buches wird von der Statuszeile des Archos 70b verdeckt und man kann auch nicht etwa durch Vergrößern/Verkleinern Abhilfe schaffen. Und ich bin nur im amerikanischen kindle-store gelandet - und ich konnte meine früher georderten kindle-books zwar auch im archiv finden und sogar noch einmal an den android-reader senden, aber dennoch nicht öffnen. Klappt also - zumindest bei mir - noch nicht so wirklich, wenngleich es ein Anfang ist ;)
Trotzdem: DANKE Jano und Andy!

EDIT 12.08.2011
Auf dem Blog von d-masse wird dieser Ebookreder hier (klick) auch vorgestellt. Sophronia erklärt dort im Kommentar vom 04.08.2011, dass der Archos-Hersteller selbst nicht vorgesehen hat, dass die Archosgeräte Zugang zum Google-Markt bekommen (wohl aber zum "hauseigenen" Markt AppsLib). Hier dürfte wohl der Grund dafür liegen, dass man es nicht schafft, die Archos-Geräte auf direktem Weg zu registrieren (keine "Kommunikation" zwischen Gerät u. Google vorgesehen) und auch dafür, dass es keine direkte Hilfe im Google-Hilfeforum für dieses Problem gibt! Abhilfe schaffen vielleicht die vorstehend erwähnten Archostools (Von meiner Seite aus ohne Gewähr! Ich habe sie noch immer nicht für mein Gerät ausprobiert!).

Sonntag, 12. Juni 2011

Kurzvorstellung: Ebookreader Archos 70b

kleines Vorwort vom 14.10.12 zum nachfolgenden Text aus 2011: 
Ich bin zwischenzeitlich Tablet-Besitzerin und nutze den Archos70b kaum noch. Und, nun ja, inzwischen ist der Archos70b auf dem Markt schon veraltet zu nennen. Ein paar weitere allgemeine Infos zum Thema ebook sind übrigens auf der Seite "on the Padd" zu finden.

Nina hat hier gefragt, wo die Ebookreader sind. Dieser Post hat mich daran erinnnert, dass ich schon seit Wochen meinen Ebookreader kurz vorstellen wollte.

Kurz vor der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr hatte ich mich zum Kauf eines Ebookreaders entschlossen, weil ich nicht, wie im Jahr davor, mehrere Bücher mitnehmen wollte, sondern nur das dann gerade aktuelle Papierbuch. Aber welches Gerät sollte es sein?

Der Kindle klang gut hinsichtlich Ausstattung und Preis, aber was mich wirklich an diesem Gerät störte war die Formatsbeschränkung auf "azw" (neben txt und pdf bzw. html). Ich wollte, wenn möglich, ebooks überall kaufen können, besonders im auch hier verbreiteten epub-Format. Dann aber hätte ich diese Bücher jedesmal in ein pdf oder azw-Format umwandeln müssen. Und es sah und sieht danach aus, als ob sich das offene Forma epub, dass von sehr vielen Readern unterstützt wird, durchsetzt.

Also begann ich eine Irrfahrt durch das Ebookreader-Angebot. Oyo testete ich bei Thalia ebenso wie den Sony. Das erste Gerät war günstig, aber schwerfällig, das zweite flott aber aus  meiner Sicht zu teuer (besonders, wenn man auch Online-Zugriff haben wollte). Ich schaute weiter, wobei ich neben diversen Testseiten immer wieder auf die ebookreader-vergleich  zurückkam, da dort mehrere Geräte übersichtlich "nebeneinander" dargestellt waren. Was sollte es werden? Das supergünstige Gerät von Weltbild oder doch lieber Hanvon? Prestigio oder iRiver? Pocketbook oder Bookeen? Oder ganz etwas anderes? Ein Tablet, Pad, direkt das IPad?

Ein zusätzlicher Aspekt war: Ich wusste nicht genau, ob mir ein Ebookreader wirklich zusagte. Sollte ich 200 Eur und noch mehr für einen privaten "Testballon" ausgeben? Und wie groß sind 5 oder 7 oder 9 etc. Zoll wirklich?

Inzwischen hatte ich mir bei Amazon neben den Ebookreadern auch Tablets angeschaut. So könnte ich wenigstens, wenn mir das Teil als Ebookreader nicht zusagte, wenigstens ein Video schauen oder im Internet surfen. Irgendwann bin ich dabei über die Marke Archos gestolpert, die (aus meiner Laiensicht) relativ günstige Tablets anboten. Vom Home-Tablet kam ich dann aber wieder ab, als ich auf der Archos-Homepage im Frühjahr die Ankündigung des (damals) neuen Archos 70b Ebookreader für knapp 130 EUR sah:

Die Bildschirmgröße mit 7 Zoll (17,78 cm) war als Kompromiss in Ordnung, der Geräte"rand" schien den Bildschirm nicht all zu sehr zu verkleinern (übrigens 2 cm pro Seite). Ich würde damit ebooks in den formaten epub, und adobe-drm DRM lesen können (aldiko-reader war vorinstalliert), allerdings keine kindle-dateien (aber welcher reader außer kindle kann das schon). Daneben würde ich mp3s (und wavs) und Hörbücher in diesem Form hören und auch Videos (mp4, mpg, avi, mov, m4v ) sehen können. Kopfhöreranschluss, SD-Karten-Slot und Mini-USB-Anschluss wären auch dabei. Ich würde per WLan ins Internet kommen und surfen oder einfach nur Mails abrufen können. Fotos könnte ich mir auch auf diesem Gerät anschauen können, wenn ich die SD-Karte mit den aufgenommenen Fotos aus der Digikamera in dieses Gerät packen würde (das Gerät selbst hat keine Kamera). Apps könnte ich nachträglich laden, da Zugriff auf den android-Markt möglich. Manko: Der Akku wäre fest integriert und nicht auswechselbar. Vor- und Nachteil zugleich: Das Gerät hätte einen Farb-Toch-Bildschirm, was einerseits mehr Strom braucht, andererseits aber Bilder, Illustrationen, INet und Videos in Farbe möglich macht.

Wer sich das nicht denken kann: Ich hhabe mich für den Archos 70b entschieden :)

(aufgenommen im Hotel in Leipzig währen der Buchmesse März 2011)

Das Lesen klappt prima. Die Helligkeit kann man direkt über den Archos oder - je nach verwandter Readersoftware - auch in der Readersoftwar einstellen (z.B. auch weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund, Lesen im Bett ohne Licht klappt prima), ebenso ist vergrößern und verkleinern möglich. Ich kann einer Seite ein Bookmark (mit kleiner Anmerkung) zufügen, um die Seite schnell wieder aufrufen zu können. Alle Bücher, die auf dem Gerät sind, tauchen auf dem Hauptschirm auf und sind anwählbar. Ich kann über aldiko direkt weitere, z.B. auch freie, ebooks suchen oder "klassich" über den Browser laden bzw. kaufen. Epubs lesen sich von der Seitenanzeige besser als pfds,deswegen habe ich mir aktuell auf meinen Computer das Programm calibre geladen. Mit diesem Programm kann man pdfs in epubs umwandeln und dann auf die SD-Karte oder den per USB angeschlossenen Reader verschieben. Die Online-(Aus)Leihe von Ebooks nehme ich über gleichfalls über den Computer vor, da die Leihe den Adobereader X und Adobe Digitals benötigt. Nachdem ich das ebook ausgeliehen habe, kann ich es aber problemlos über AdobeDigitals auf den (dort registrierten!) Ebook-Reader verschieben und lesen. 

Nachdem man WLan aktiviert und seine Zugangsdaten (zum Home-Netzwerk z.B.) eingegeben hat, kann man im INet surfe, Mails abrufen etc. Ein Browser ist bereits vorhanden (Ein Tipp nebenher: Ich habe tagelang versucht, mein Gerät online zu bekommen und es klappte nicht. Und warum? Weil ich bei meiner DSL-Fritz-Box eingestellt hatte, dass "neue Geräte" nicht zugelassen werden sollten *lach*. Wenigstens bin ich noch darauf gekommen, dort die Einstellungen zu überprüfen). Nach und nach kann man sich auch Apps suchen, die man braucht oder die einem persönlich besser zusagen (z.B. habe ich mir aktuell den dolphin-Mini-Browser heruntergeladen, der gefühlsmäßig etwas schneller als der installierte ist und zudem auch "Tabs" hat). Kleine Games können auch heruntergeladen werden (Sudoku ist bereits enthalten). Viele Erfahrungen mit Apps habe ich allerdings nicht, ich habe mir nur gleich nach Inbetriebnahme eine App gesucht, mit der ich mir mir längere Textnotizen machen kann (diese App speichert allerdings nur auf einer SD-Karte, die ich allerdings immer drin habe als Speichererweiterung).

Was das Schreiben von Webadressen oder Notizen angeht: Ich habe recht große Finger. Die onscreen-Tastatur ist zwar nicht schlecht (besonders, wenn man das Gerät quer benutzt), aber ich lande häufig trotzdem neben den Buchstaben. Also habe ich mir einen alten Nintendo-DS-Stift geschnappt - der Bildschirm reagiert sowohl auf diesen Stift, als auch auf "Ersatzgeräte", wie z.B. ein abgebrochener Druckbleistift :)

Da das Gerät bereits entsprechende Player integriert hat, kann man Musik und Hörbücher hören und Videos ansehen (und hören). Die Tonqualität ist abhängig von der Qualität der Kopfhörer. Ohne Kopfhörer geht es zwar auch, bereitet aber nicht wirklich Freude. Die Videoqualität hängt natürlich auch von der Quelle ab; ich habe in Leipzig ein paar Folgen von The Big Bang Theory geschaut (aufgenommen daheim über onlinetvrecorder und auf SD-Karte gespeichert) und mich köstlich amüsiert :) Edit: 17.36 Uhr: Hörbücher im mp3-Format werden abgepielt; audible-Dateien leider nicht direkt, aber es ist möglich (siehe letzter Punkt unter Mankos).

Noch ein Tipp: Helligkeitsregler herunter und WLan aus spart Strom :)

Nichts ohne Nachteile:

- Bereits erwähnt hatte ich bereits den integrierten Akku. Falls es mit diesem mal Probleme gibt, bleibt nur, das ganze Gerät zur Reparatur zu geben.

- Es ist ein Computer. Computer hängen sich ab und an auf, dann hilft nur komplett ausschalten und neustarten.

- Die Sonne! Das Gerät funktioniert wirklich ganz gut innen und in Schattenbereichen. Auf meiner Rückreise aus Leipzig sass ich zuletzt in einer sonnendurchfluteten Regionalbahn - da wurde es schon schwieriger ;) Da spielt natürlich der Farbbildschirm eine Rolle, bei E-Ink sähe es anders aus.

- Wer nicht nur lesen, sondern auch parallel bearbeiten, markieren und nachschlagen will, sollte wohl eher zu einem Tablet oder professionellem "großen" Reader greifen. Bei dem Archos70b kann man das zwar alles auch erreichen, aber es ist umständlich: mehrere Bookmarks setzen statt der übersichtlicheren Markierungen, aus dem Buch herausgehen und Internet - und dort Wörterbuch oder Wiki o.ä. - aufrufen, in einer App Notizen über die für schmalere Finger ausgestattete Online-Tastatur machen und als Datei auf der SD-Karte speicher, zurück ins Buch gehen ...


- Ich würde gern den Homebildschirm für meine Bedürfnisse anpassen. Dass ich noch keine Einstellungen dazu gefunden habe mag daran liegen, dass keine vorgesehen sind - oder es gibt eine App, mit der man das System "überlistet" und ich habe sie noch  nicht gefunden.

- Amazon hat aktuell apps bereit gestellt, mit denen man kindle-Bücher auf dem PC oder android-gesteuerten Geräten lesen können soll. Ich bin nicht in der Lage, die App auf den Archos 70b zu bekommen. Der Weg über amazon.com führte dazu, dass ich erst die app für den amazon-markt installieren musste (über die dann theoretisch die kindle-app geladen werden sollte) - die amazon-markt-app hat sich dann immer aufgehängt, so dass ich sie wieder heruntergeworfen habe. Die Kindle-App soll aber auch über den android-markt von google herunterladbar sein: Allerdings bin ich nicht in der Lage - und dabei nach den vielfach unbeantworteten Hilferufen bei der google-hilfe nicht die Einzige - , mein Gerät für diesen Markt zu registriern. Diese Registrierung soll nämlich über eine auf diesem Markt herunterzuladene App erfolgen, für die man allerdings registriert sein muss ... Ich hoffe, dass die Kindle-App auch bald in die weiteren android-Märkte eingespeist wird!

- EDIT 17.36 Uhr:
Das Gerät spielt direkt keine Audible-Dateien ab, sondern nur wav oder mp3. Wenn man also ein Audible-Hörbuch auf diesem Gerät hören möchte, muss man dieses gekaufte Hörbuch z.B.im Downloadmanager direkt per "CD-Brennen/Itunes" herunterladen oder die bereits gekaufte und auf den Rechner geladene Audibledatei nachfolgend über Brennen/Itunes in das mp3 Format bringen.

Das sind so die Mankos aus meiner Sicht ;)

Fazit:
Ich wollte austesten, ob ebooks (und ebook-Reader) eine Option auf Reisen für mich darstellen und ich muss sagen ja. "Ausgetestet" habe ich das mit dem Archos 70b und ich finde, dass ich für den Preis von knapp 130 EUR recht viel bekommen habe. Das Gerät ersetzt mir auf Reisen meinen MP3-Player und mehrere Bücher. Es kann mir sogar mein Netbook ersetzen, wenn es mir nur darum geht, meine Mails und den Feedreader zu checken und etwas im INet zu surfen. Und vermutlich habe ich das Gerät noch nicht einmal in allen Einzelheiten ausgereizt ;)

Den Kauf habe ich nicht bereut. Und als ich heute den Post geschrieben habe und noch einmal auf der ebookreader-vergleich-Seite war habe ich gesehen, dass der Archos 70b seit 12.05.2011 auch auf dieser Seite zu finden ist (klick).

Daheim im Lesesessel, auf der Couch mit den Katzen oder auf dem Balkon findet man mich allerdings eher mit einem Buch als mit dem Ebookreader. Wie so viele andere Leser mag ich das Rascheln der Buchseiten, schätze ich bei bestimmten Ausgaben die Festigkeit des Papiers und den schön gestalteten Einband, die gesamte Struktur und den (normalerweisen) feinen Papiergeruch des Buches (und wie sicher viele andere Leser auch rümpfe ich die Nase bei muffig oder sonstwie riechenden Büchern, hier ist ein ebook wirklich im Vorteil ;) ).  Ich habe ebooks und ganz speziell den Archos 70b schätzen gelernt, aber ich liebe die Bücher, das Streifen durch Buchhandlungen und das freie Hineinlesen in Romane (eine digitale Leseprobe ist nun mal nicht dassselbe). Meine Bücher sind jedenfalls nicht in Gefahr, auch wenn ich inzwischen Besitzerin und Nutzerin eines ebookreaders bin :)

EDIT 06.07.2011
Aufgrund dieser Suchanfrage  "archos 70b erader bücher löschen" hier bei mir im Blog eine kurze Ergänzung:
Ich habe keinen direkten Weg gefunden, Mediadateien (ebooks, Clips, Musik oder Fotos) von meinem Archos 70b reader zu löschen, und zwar unabhängig davon, ob diese Dateien auf dem Gerät oder der SD-Karte liegen. Diese Dateien kann ich nur löschen, wenn ich das Gerät per USB mit dem Netbook/Notebook/PC verbinde und dann dort auf den Archos bzw. die SD-Karte zugreife zwecks Löschung von Dateien (Apps dagegen kann ich über Einstellungen/Anwendungen direkt am Gerät deinstallieren).
EDIT 14.07.2011
Tharos hat im Kommentar zu diesem Post darauf hingewiesen,  dass man Dateien von der Speicherkarte und auch vom Gerät einfach löschen, kopieren, Verschieben, Einfügen und auch Umbenennen kann :)
Man kann über die vorinstallierte App "Dateien" die entsprechende Datei auswählen und muss diese dann nur länger berühren - und schon öffnet sich die entsprechende Auswahl :)
EDIT 16.07.2011
Tharos hat hier (klick) eine gelungene Vorstellung von diesem Gerät gepostet.

EDIT 11.09.2011
Zwei Sachen haben sich herauskristallisiert:
1) Wie in einem separaten Post von mir schon frustriert erklärt, bekomme ich mit dem Archos70b keinen Zugang zum Google-Android-Market. Um es kurz und ganz vereinfacht zu sagen - denn im Detail habe ich vergessen, woher die Einzelinformationen zu dieser Schlussfolgerung stammen -: Der Archos ist kein Telefon bzw. hat kein 3G und wird von Google-Android-Market erst gar nicht "zugelassen.
2) Im direkten Zusammenhang mit dieser Nichtzulassung zum Google-Android-Market stehen die Probleme, Kindle-Bücher auf dem Archos70b zu lesen, wie mir ein freundlicher Amazon-Kundendienstmitarbeiter heute telefonisch erläuterte. Zwar könne man die Kindle-App auf den Archos70b bekommen, jedoch nicht registriert über den Google-Android-Market (da kein Telefon etc.). Die nicht lizenzierte Kindle-App präsentiere zwar alle generell kostenfreien, genauer gesagt LIZENZfreien Bücher im kindle-Format (wie z.B. meine kostenlose Holmes-Geschichte), nicht jedoch lizenzierte Bücher im kindle-Format (auch wenn sie aufgrund irgendwelcher Aktionen kostenfrei seien). Wäre der Archos70b ein Telefon o.ä. oder gäbe es eine für den Archoseigenen App-Lib-Market eine lizenzierte Kindle-App würde es wohl anders aussehen.
Ergebnis für mich: 
Die Kindle-App verschwindet jetzt endgültig von meinem Archos70b (lizenzfreie Bücher kann ich schließlich auch über aldiko oder gutenberg etc. laden und dann sogar vollständig incl. der ersten Zeile lesen) und meine Kindle-Bücher muss ich auf dem Rechner mit der PC-Kindle-App lesen...

via Trekmovie: Star Trek, Simon Pegg und Tom Hanks

Dank Trekmovie habe ich heute erfahren, dass Tom Hanks und Simon Pegg in der Graham-Norton-Show auf BBC One zu Gast waren. Es ging dabei um Star Trek. Trekmovie hat den entsprechenden Clip eingebettet und ich mache es ihnen hier einfach mal nach. Zwar erfährt man nichts Neues über Star Trek (Filmpläne etc.), aber ich fand es trotzdem ganz unterhaltsam.

Samstag, 11. Juni 2011

I'm in english-Challenge: "The Dark Tower Vol. 1 - The Gunslinger" by Stephen King

Ende Mai hatte ich mir "Schwarz" , den ersten Teil des Dunklen-Turm-Zyklus von Stephen King gegriffen, ein Re-Read sollte es werden. Letztlich habe ich mir aus diesem Grund das Original besorgt und "The Gunslinger" 04.06.2011 gelesen, und zwar in der überarbeiteten Version von Stephen King (ich habe vor, zur Überarbeitung und zu der deutschen Übersetzung in einem anderen Post noch etwas zu schreiben und hoffe, dass ich das auch schaffe :)).

Worum es geht und Nachlese

"The men in black fled across the desert, and the gunslinger followed"

Für manche Leser ist dieser Satz genauso bekannt und eindeutig dem Buch und Autor zuzuordnen, wie für andere "It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune must be in want of a wife." :)

So mysteriös wie der Mann in Schwarz erscheint in diesem ersten Roman des Dunklen-Turm-Zyklus auch der Revolvermann selbst. Im Verlauf der ersten Kapitel erfährt der Leser, dass der Revolvermann Roland einen Mann verfolgt, der schwarzgewandet wie ein Priester und offenbar ein Zauberer ist. In einer Grenzstadt hat er einen Mann wiederbelebt, aber auch für seinen Verfolger eine Falle hinterlassen. Obwohl Roland dies bewusst ist, tut er nichts, um sie zu vermeiden. Später lernt er den Jungen Jake kennen, der auf rätselhafte Weise in Rolands Welt auftaucht, nachdem er in einer anderen Welt in einer Stadt mit einer Freiheitsstatue von dem Mann in Schwarz vor ein Taxi gestoßen wurde und dort gestorben ist. Roland und Jake verfolgen den Mann in Schwarz weiter, von dem Roland sich Antworten über den schwarzen Turm erhofft.


Für sich allein genommen ist "The Gunslinger" (oder auf deutsch "Schwarz") eine Geschichte mit zuvielen Fragen und offenen Enden, eine Geschichte, in der dem Leser etliche Informationen fehlen. So fragt man sich besonders: WARUM ist Roland auf der Suche nach dem Schwarzen Turm? Man erfährt etwas über Rolands Kindheit und seine Initiation zum Revolvermann, aber was brachte ihn dazu, sich auf die Suche nach dem Turm zu  machen. Und WESHALB soll der Mann in Schwarz Antworten haben? Es ist ja nun bekannt, dass der Dunkle Turm-Zyklus aktuell 7 direkte Romane und etliche Graphic Novel umfasst. Stephen King arbeitet zudem an einem weiteren Roman, der sich in diesen Zyklus einfügen soll und außerdem spielen andere Werke Kings mit bzw. um Charaktere aus diesem Zyklus (z.B. "Die kleinen Schwestern von Eluria" oder "Atlantis"). Stephen King hat also nach und nach die Geschichte um Roland und den Schwarzen Turm erweitert und aus- und inzwischen auch etwas umgebaut in den Neubearbeitungen. So mancher Leser wird daher neugierig zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten Band greifen, um Rolands Bestreben, den Turm zu erreichen, zu verstehen. Andere Leser werden sich vielleicht gelangweilt abwenden. Und wieder andere, so wie ich, werden zwei (oder drei) Anläufe brauchen, um von Rolands Geschichte gefangengenommen zu werden.

Aber auch wenn ich die "Gesamtgeschichte" schätze, kann ich einige Dinge nicht übersehen, die vom Autor teilweise bei seiner Überarbeitung hätten bereinigt werden können. Ich frage mich z.B. immer noch, warum Roland nicht am zweiten Tag aus Tull fortzieht. Das mag mit dem Gefallen zu tun haben, den Nort anbietet, nur - was ist das für ein Gefallen? Oder dass Roland behauptet, es sein keine Zeit, Jake von dessen Schlafwandlerei zu berichten, weil er - Roland - gleich weg müsse und Jake könne nicht  mit. Bevor er losgeht (er muss darauf warten, dass eine Droge wirkt) reinigt er aber noch seine Revolver und näht einen Riss ... Hier hätte Stephen King, wenn er schon überarbeitet, doch eine plausiblere Erklärung liefern können - oder eine schnellere Wirkung der Droge. Mit den Überarbeitungen tue ich ich  mich sowieso an manchen Stellen schwer. Stephen King liefert in seinen Vorworten Gründe für die Überarbeitung und ich kann ihn auch verstehen. Allerdings erscheinen mir einige als "Wiederholungsleser" nicht so glücklich. Da ich den Zyklus erst einmal vollständig gelesen habe, will ich dennoch an dieser Stelle etwas zurückhaltend sein, besonders bei den Änderungen am Ende des ersten Teils. Ich muss den Zyklus unter den veränderten Voraussetzungen erst noch einmal lesen.

The Gunslinger" im Original zu lesen war für mich nicht so schwer, was aber natürlich damit zu tun hatte, dass ich vorher die deutsche Ausgabe(n) - die ursprüngliche und später die überarbeitete - gelesen hatte. Daher war mir der Inhalt natürlich vertraut. Allerdings war die deutsche Übersetzung auch der Grund, weshalb ich das Original im Vergleich lesen wollte und ich habe explizit an einigen Stellen selbst bei dict.cc oder auch in einer Art engl. Thesaurus recherchiert.

Hätte ich die deutschen Versionen vorher nicht gelesen, hätte mir "The Gunslinger" auch erheblich mehr Mühe im Original gemacht. Das Vokabular ist umfangreich, es wird Slang benutzt und Worte werden verschliffen, z.B. "nobbut", welches ich für mich als zwar schon trainierteren, aber noch immer laienhaften, Englischlesernach einigen Überlegungen als "nothing but" übersetzt habe."Room"  und auch "The "Mrs. Fry's Diary" waren für mich leichter zu erfassen, "Pride and Prejudice" deutlich schwieriger ;)

Dennoch bin ich am Überlegen, ob ich auch die übrigen Bände so lesen werde: erst auf deutsch und dann im Original. Das werde ich noch entscheiden ...

Freitag, 10. Juni 2011

zwischendurch Xena #5

Immer wieder überraschend:
Eve, Xenas Tochter, wurde inzwischen geboren und die griechischen Götter versuchen, das Kind zu töten

Xena, Eva und "aunti Gab" gehen dann erst einmal zu den Amazonen im Norden (mal wieder). Dort gab es dann ein Wiedersehen mit Claudia Black (manchen als Vala Mal Doran / Quetesh bekannt, anderen als Peacekeaper Aeryn Sun) und in derselben Folge auch ein Wiedersehen mit Karl Urban, der dieses Mal einen Wilden namens Gor (?) spielte. Die Amazonen-Folge war allerdings etwas schräg, tauchte doch auch eine junge Frau aus "unserer" modernen Zeit bei den Amazonen in grauer Vorzeit (also vor Xena) auf. Und später gab es sogar einen antiken Wrestling-Kampf zwischen Joxer und Xena. Natürlich gehört dazu die Show und das zwischen den Seilen hängen (wie auch immer man das beim Wrestling nennt).

Dass Xena, Gabrielle, Joxer (und alle anderen guten menschlichen Bekannten dieses Trios) langlebig sind, ist ja nicht zu übersehen: Der Trojanische Krieg, chinesiche Tonsoldaten, Abraham und Isaac, aber auch Eli , Cäsars Machtergreifung und nun auch (noch einmal) Cleopatra: Auf letztere wurde ein (tödliches) Attentat verübt und sterbend ruft sie Xena um Hilfe. Wer, denkt Ihr, steckte wohl in dem sagenumwobenen Teppich, der vor Marc Anton ausgerollt wurde? ;) Aber die Folge ist schon intensiv: Xena ist gefangen zwischen Gefühlen für Marc Anton und der Frage, ob Octavius, Marc Anton oder Brutus das Beste für Rom darstellen und wer von ihnen hinter Cleopatras Ermordung steckt. Gabrielle muss erkennen, dass sich Brutus vom früheren Mann von Ehre fortentwickelt hat.Schade, dass Gina Torres nicht mehr wie in einer früheren Folge Cleopatra verkörperte. Ich habe erst überlegt, ob sich diese Folgen wohl mit dem Angel- oder Firefly-Engagement überschnitten haben, aber Firefly wurde später produziert und auch die Angel-Folgen, in denen Gina Torres auftrat, wurden erst nach 2000 produziert...

Die letzten vier Folgen dieser Staffel, die sich um die Götterdämmerung der griechischen Götter und Xenas Kampf um die Seele ihrer Tochter drehen, sind heftig. 25 Jahre sind eine lange Zeit für die beiden Heldinnen Xena und Gabrielle in ihren beiden Eissärgen! Joxer hat Kind, darunter einen Sohn Vergil, der Gedichte liebt. Und während Xena nach ihrer Tochter sucht, bekommt man viele Kämpfe und dabei eine - man es kann ruhig sagen - blutrünstige Version von Eve zu sehen, aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

Inzwischen bin ich in der 6. und letzten Staffel angekommen: Gerade habe ich eine Spukfolge gesehen, die sich gewaschen hat und Mephistopheles wurde auf die Erde gelassen. Nachdem Xena ihn getötet hat, muss sie leider seinen Platz in der Hölle einnehmen - und hat dazu natürlich nicht gerade Lust. Wie gut, dass es einen überheblichen Erzengel im Himmel gibt, der meint, er könne Xena in die Hölle werfen.  Erratet Ihr den Namen des Erzengels? Zumal Xena jemanden sucht, der "ihren" Platz als Höllenfürst einnimmt ... Und sie kann so etwas von verführerisch, nicht nur auf der erotischen Party...Oh und eine Kampfszene in hohen Stiefeln :)

Projekt 52-2011: Friedliche Idylle

Inzwischen ist Saris Projekt 52-2011 bereits in der 23. KW 2011 angelangt, bald ist Halbzeit ...

Ich verwende Idylle im normalen Sprachgebrauch in dem Sinne, dass es ein "friedliches Bild" ist. Erst dachte ich daher: Friedliche Idyll ist doch doppelt gemoppelt. Das ist so aber nicht ganz richtig: Laut der deutschen Wikipedia* stammt das Wort Idyll vom Griechischen eidyllion und bedeutet ursprünglich „kleines, eigenständiges Gedicht“, oder „Bildchen“. Heute allerdings werden mit diesem Begriff tatsächlich Bilder etc. bezeichnet, die friedlich auf den Betrachter wirken. ;)

Okay: Heute morgen um 07.00 Uhr wirkte diese Gasse auf mich "friedlich", daher habe ich sie in einem "Bildchen" festgehalten:
(Ein Klick auf das Bild ...)

Kurze Zeit darauf ist es dann aber beinahe täglich mit dieser friedlichen Idylle vorbei, da dort später die Kids hin und zurück zum Kindergarten oder zur Grund- und Hauptschule lärmen - und an den Wochenenden sieht man dort Besucher landgehen, die allerdings kaum lärmen :)

*Seite „Idyll“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Mai 2011, 09:22 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Idyll&oldid=88852660 (Abgerufen: 10. Juni 2011, 11:32 UTC)

Donnerstag, 9. Juni 2011

Also wirklich!

Ich mag Kaffee. Ich liebe seinen Duft, ich trinke ihn gern frisch aufgebrüht oder als Milchkaffee, Latte bzw. Espresso, also insgesamt in heißer Form. :)

Überhaupt nicht schön finde ich dagegen, wenn der Kaffee selbst Beine bekommt und über die Papiere fließt, weil ein paar Akten gerutscht und den Kaffeepott umgekippt haben.... ARGH ... *wischt hektisch mit Zewa herum und hält ihre praktische und jetzt tropfende Taschengebührentabelle hoch*

Mittwoch, 8. Juni 2011

Sagt man nicht ...

schließt sich eine Tür, öffnet sich irgendwo eine andere?

Zumindest hier im Büro wird diese Aussage bestätigt. Schließt irgendjemand die Durchgangstür, öffnet sich bei mir die Bürotür. Will mir das Büro selbst vielleicht Möglichkeiten offerieren? 


 
Ja, okay, das Schloss der Bürotür hat offenbar nur einen Schaden, aber nun ... ;)

Montag, 6. Juni 2011

schon wieder :) zwischendurch Xena #4

Xena sucht den Superstar (die Folge entstand übrigens 2000)! Okay, eigentlich ist es ein Sängerwettstreit (als Kampfersatz) um eine Leier, aber egal (Staffel 5 Ep. 10 - Lyre, Lyre, Hearts on Fire.

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie witzig ich die weitere (Bruder-)Rolle für Ted Raimi finde. Dieses Mal verkörpert der Schauspieler neben Joxer auch dessen singenden Bruder (und im Grunde lebendig gewordenes Klischee) Jace. Ted Raimi soll - nach Aussagen von Kollegen - ein sehr guter Tänzer sein und seine Beweglichkeit sieht man gut hier :) Jace erster Auftritt erfolgt mit "Dancing in the moonlight", wobei Jace ausschaut wie ein Elvis-Presley-Gockel und wie John Travolta tanzt *lacht* (klick hier: die Qualität ist nicht so prickelnd)!

Mal abgesehen davon, muss sich Gabrielle Dracos Avancen erwehren, der noch immer unter einem Liebeszauber (einer früheren Episode) steht. Dabei gibt es herrliche rosarote Fantasyträume (klick) Dracos (!) mit Blütenblätter, die mit sanfter Musik beginnen und in Trash-Rock/Metal? umschlagen. Ach, Gabrielle schaut übrigens mit grummeligen Augen auf die Amazon-Band-Leaderin, die mit Joxer flirtet ;) Der spätere Metal-Auftritt von Draco mit Gabrielle im rosa Bikini-Outfit im Käfig ist schon sehenswert (leider habe ich hierzu nichts auf youtube gefunden)...

Und dann noch ein Rap zwischen Xena und Draco auf den Köpfen der Zuschauer (erinnert an den früheren Kampf der beiden aus der ersten Staffel), musikalisch begleitet von den Amazonen (dort sind deutlich rockige Xena-Intro-Anklänge zu finden).

Xena muss ebenfalls ständig Männer abwehren, die von ihrer Mutter hervorgezaubert werden. Schließlich ist Xena hochschwanger und es gibt keinen Kindesvater, der bei der Erziehung helfen wird. Xena stellt dann gesanglich klar, dass diese Mittelalterzeit vorbei ist (klick) :)

Und was für ein Finale (klick).

Ach ja "No Lyres wer strung out during the production of this motion picture" :)

Und wer den Abspann (auch oben beim verlinkten youtube-Finale) bis zu Ende schaut, sieht eine hochschwangere Lucy Lawless im Bikinioutfit tänzeln :)

Auch dieses mal verhält sich der Abspann nicht darüber, wer was singt, aber ich tippe mal, Lucy Lawless, Renee O'Connor und Ted Raimi haben alle selbst gesungen.

Ich habe mich köstlich amüsiert bei dieser Folge. Zwar erfolgt ein ziemlicher emotionaler Bruch zu der vorherigen Folge, in der Eli stirbt, die Dämmerung der griechischen Götter in Gang gesetzt und klar wird, wie Xena schwanger wurde). Aber ich empfand diesen Bruch nicht schlimm, sondern als Abschalten von den dramatischen Dingen, die sich entwickeln.Die Musicalfolge "The bitter suite" war anders, tiefgreifender, bewegender, aber "Lyre, Lyre, Hearts on Fire" ist dafür einfach nur Fun. Nicht mehr, aber auch nicht weniger für  mich :)