Freitag, 29. April 2011

Freitagsfüller by Barbara

Freitag, Freitag ... das Wochenende naht :)  


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Donnerstag, 28. April 2011

Fotos von Merlin #13

sonniges Genießen


und abendliches Flirten :)


Mittwoch, 27. April 2011

Projekt 52-2011: Fedriges

Eine neue Woche und ein neues Thema aus Saris Projekt 52-2011.

Neben "Daunendecken!" und "Indianer!" habe ich bei diesem Thema auch an meinen Physikunterricht (der Ewigkeiten zurückliegt) und das "gekoppeltes Pendel" gedacht. :) Entschieden habe ich mich dann aber doch für eine andere "Federführung":


Es ist natürlich kein "Albrecht Dürer"...
aber immerhin eine Federzeichnung 
:)

Inside7 by Annelie

Das Osterwochenende hat mein Zeitempfinden etwas durcheinander gebracht. Es ist ja schon Mittwoch! Zeit für: 



unverhofft...kommt oft :).

ich brauche...  manchmal jemanden, der meinen Blick auf bestimmte Dinge "nachschärft" oder richtet: Auch hierfür sind meine Freunde für mich da.

ich lese... zur Zeit ein forderndes Sachbuch - und zum Ausgleich nebenher einen Roman

ich bemerke... dass mein "straßenköterblondes" Haar für mich inzwischen sichtbar graue Strähnchen enthält. Falls Ihr mich trefft, könnt Ihr jetzt suchen *lach*

ich grüble...  über manche Entscheidungen, getroffen oder anstehend, länger als über andere. Darin unterscheide ich mich vermutlich nicht von anderen Menschen ;)

ich hoffe... , dass ich mit meiner Kollegin für Mai eine zeitliche Abstimmung finde, damit ich unter der Woche ein paar Überstunden abbauen kann.

ich bin...  nach diesem wundervollen traumhaft schönen, langen und bewusst sehr ereignislosen Osterwochenende erholt und voller Energie. 

Dienstag, 26. April 2011

Fotos von Marlowe #15

aus dem Archiv - Ostern war es tatsächlich so heiß auf dem Balkon, dass sowohl die MuMs als auch ich zwischen Mittag und Abend nicht mehr auf dem Balkon zu finden waren.


Und dieses Fotos ist zwar dunkel und verschwommen, aber schaut trotzdem mal :)

Montag, 25. April 2011

Projekt 52-2011: Suesse Verfuehrung

Wer sagt denn, dass "süße Verführung" etwas Essbares sein muss ?


(Ein Klick auf das Bild dürfte ihm etwas mehr Größe verleihen)

 Kann das nicht auch eine strahlend-schöne Harley-Davidson in Kombination mit Traumwetter sein? 

Freitag, 22. April 2011

Lesemarathon zum Welttag des Buches 23.04.2011


Relativ spontan habe ich mich entschlossen, lose am Lesemarathon von Lovelybooksblog zum Welttag des Buches am 23. April 2011 mitzumachen. Er beginnt offiziell "nachher" um 00.00 Uhr und endet um 24.00 Uhr.

Ich habe fest vor, den Welttag des Buches lesend zu beginnen und habe vorsorglich schon mal einen großen Pott Krümelkaffee getrunken :)  

Auf dieser Seite werde ich immer mal wieder über meine Lektüre am heutigen Tage berichten, aber es wird kein 24-Stunden-Dauer-Ereignis wie beim read-a-thon, sondern ein entspanntes "Begehen" des Welttages des Buches.

Bis später :)
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00.05 Uhr
Und los geht es :) Statt "Das lesende Gehirn", ein forderndes Sachbuch, ab 00.00 Uhr weiter zu lesen, beginne ich einen Roman. Ich  blättere gerade in "635 Tage im Eis", aber hier liegt auch "Enzo - Die Kunste in Mensch zu sein" und "Die Fremde aus dem Eis". Mal sehen, worin ich mich festlese :)
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01.46 Uhr
Ich bin bei "635 Tage im Eis" geblieben. Dort wird von Alfred Lansing die wahre Geschichte der 1914 beginnenden Shackleton-Expediton erzählt, die eine West-Ost-Durchquerung der Antarktis beabsichtigte.  Aber mir fallen jetzt die Augen zu ... Ich begebe mich zu Bett und lese später weiter :)
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07.27 Uhr
Aufgestanden bin ich bereits um 7.00 Uhr, nachdem ich ohne Wecker - jaha, auch die MuMs waren still und lieb :) - wachgeworden bin. Es ist schön draußen und tatsächlich "warm" genug, um vernünftig angezogen draußen auf dem (schattigen) Balkon zu fühstücken. Und nebenbei geht es mit der Shackleton-Expedition weiter.
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09.12 Uhr
Ich habe jetzt gut zwei Stunden auf dem Balkon mit meinem Buch verbracht und nach dem Frühstück noch einen weiteren Pott Kaffee getrunken. Die hiesigen warmen Temperaturen zu spüren, den Balkontisch und mein Netbook von gelbem Pollen zu befreien, das Grün zu sehen, die Vogel zu hören und inzwischen auch die Geräusche der übrigen Zivilisation (Rasenmäher, Autos etc.) stellt einen starken Kontrast zu meiner Lektüre dar:

Die Mitglieder der Expedition sind inzwischen 5 Monate "auf dem Packeis", zwar herrscht antarktischer Sommer, aber die Temperaturen liegen natürlich regelmäßig deutlich unter 0°C. Sie sind abhängig vom Wind und der Drift des Packeises, sie hoffen, wieder zum Antartica-Land zurückzukommen oder die Paulet-Insel zu erreichen. Ihr Schiff ist inzwischen gesunken, aber sie haben noch "aufgerüstete" Boote. Aber was nutzen sie, wenn das Packeis nicht genug aufbricht, um sie zu wassern. Ich musste schlucken, als nahrungsmittelbedingt die Tötung etlicher Schlittenhunde (nicht aller) befohlen wurde. Es fällt mir auch schwer, die Passagen über die Jagd (Robben, Pinguine) zu lesen. Aber wie es an einer Stelle im Buch heißt: "Anfangs waren einige der Männer ... ein wenig zimperlich, was diese ... Jagdmethode anging. Doch das hielt nicht lange vor. Wenn es es darum ging, auf jede mögliche Art Nahrung zu sichern, war der Wille zum überleben bald stärker als jedes Bedenken." (S. 100 der TB-Ausgabe "635 Tage im Eis" von Alfred Lansing des Goldmann-TB-Verlages, 6. Aufl. 2000).
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12.50 Uhr
Während die Mitglieder der Shackleton-Expedition ihre zeitweilige Heimstätte - eine Eisscholle - verlassen mussten, da sie unter ihnen auseinanderbrach, und mit unberechenbarem Packeis, Eisbergen, dem offenen Meer und Eisstürmen kämpfen musste, kam die Mittagssonne auf dem Balkon. Während sie mich wärmte, ruderten diese Männer abwechslend alle 10 Minuten, damit jeder mal in Bewegung kam und warmwerden konnte. Es war also kein Zwang, sondern dringende Notwendigkeit, diesen kurzen zeitlichen Rhythmus zu wählen und aufrechtzuerhalten. Sie hatten nur noch die Kleidung, die sie am Leibe trugen. Als ein Mann ins eiskalte Wasser fiel, gab es nichts zum Wechseln: Er wurde von seinen Kameraden die ganze Zeit in Bewegung gehalten, damit er in den nassen Klamotten nicht erfror! Mir wurde mal wieder kalt, als ich das las...

Ich muss jetzt in die Stadt, um noch etwas Wasser für mich zu kaufen - die Männer fischten (was noch das Harmloseste ist) Gletschereiswürfel aus dem Meer und lutschten sie direkt oder tranken "versalzenes" Wasser, gebildet aus Gletschereis, dessen obere Schicht aus Meerwasser bestand -.

Wenn ich Glück habe, ist noch ein Platz in meinem Lieblingscafe frei und ich werde dort meine Lektüre fortsetzen. In der Sonne.
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15.17 Uhr
Mein Lieblingscafe wirkte ausgestorben ... Eigentlich kein Wunder. Es sind Ferien, das Wetter ist traumhaft, Radfahrer sind unterwegs. Ich fand es allerdings nicht schlimmt, dass ich Ruhe hatte. So konnte ich mein Buch beenden, während ich bei einem Milchkaffee auf mein Mittagessen wartete.

Ich spoiler nicht, wenn ich verrate, dass die Mitglieder der Shackleton-Expedition die 635 Tagen im Eis überlebten. Dies kann man bereits dem Vorwort des Romans entnehmen. Ich findes es unglaublich, was diese Männer alles mit- und durchgemacht haben. Es macht mir erneut bewusst, welche Leistungen diese Forscher und Entdecker erbracht haben, vor und nach Shackleton und uanbhängig davon, ob die Entdeckungsfahrten in die Antarktis oder Arktis, in das Herz Afrikas oder der Tundra gingen oder gehen oder ob ein neuer Weg nach Indien gesucht wurde. Und natürlich beschränkt sich dies nicht auf den Expeditionsleiter, sondern auch die anderen Teilnehmer. Die Mitglieder der Shackleton-Expedition meldeten sich freiwillig und fuhren mit, obwohl ihnen die - angesichts der Gefahren nicht sehr hohe (250 Dollar/Jahr für Vollmatrosen, 750 Doller/Jahr für erfahrenen Wissenschaftler) - Heuer häufig erst nach Ende der Expedition ausgezahlt wurde! Ich hätte mir übrigens ein paar mehr Informationen (oder von mir aus auch Mutmaßunge) darüber gewünscht, woher die Faszination der Teilnehmer herrührte, dass sie diese Strapazen auf sich nahmen. Möglicherweise ergaben sich diese Informationen auch aus die dem Autor zugänglich gemachten Tagebüchern bzw. den Gesprächen, die er mit Expeditionsmitgliedern geführt hat; falls ja, wurden sie nicht im Buch verwandt oder sie waren für mich nicht wahrnehmbar).

Das Buch "635 Tage im Jahr" enthält eine Fülle an Informationen, deren Brisanz und Bedeutung ich als nautischer Laie und seetechnischer Angsthase kaum bewerten und ermessen kann. Diese konkreteren Information zum Schiff, dessen Verhalten im Packeis und bei Seegang, die Positionsbestimmungen etc. machten den Text für mich auch etwas sperrig. Auf der anderen Seite waren die Beschreibungen, z.B. wie die Mannschaft auf dem Schiff überwinterte und später auf dem Packeis bzw. der Halbinsel,  die Wetterverhältnisse und deren Auswirkungen auf die Menschen (ständiger Wasserkontakt, Frostbeulen, Salzwassergeschwüre, Geräusche wie knirschendes Packeis an der Schiffswand, rollendes Meer) plastisch und für mich sehr bildhaft. Interessanterweise fühlte sich die Lektüre an diesem schönen Ostersamstag auch nicht "falsch" an. Auch wenn der Bericht an einem dunklen Winterabend möglicherweise noch intensiver wirken würde, bildete vielleicht doch die Sonne, das Licht und die Wärme ein gutes Gegengewicht gegen die antarktischen Verhältnisse.

Ich bin noch etwas am Überlegen, zu welchem Buch ich jetzt greife, aber keine Sorge, ich werde berichten :)
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18.00 Uhr
Nach dem zwar gut ausgegangenem, aber doch ziemlich heftigen Bericht über die Antarktis-Expedition 1914/1916 fiel meine Wahl ist auf eine Leihgabe von Winterkatze: "Drei Engel für Armand" von Jim C. Hines.  Offensichtlich hat die Klatschpresse ziemlich übertrieben, als sie von Danielle (Aschenputtel), Talia (Dornröschen) und Schnee (Schneewittchen) berichtete. Jedenfalls brachte das Gerücht von einem verzauberten Kürbis die inzwischen mit Prinz Armand verheiratete Danielle doch zum Husten :) Dass sie jetzt mittels diverser Bücher lernen soll, wie sich eine Dame zu benehmen hat, ist dabei doch wirklich nicht so fernliegend, oder?
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18.43 Uhr
Mit einem Glas Sekt auf dem Balkon sitzend und lesend frage ich mich, ob ich in diesem Buch auch Talias Geschichte erfahren werde. Was ist wohl der Grund, weshalb sie nicht mehr nach Musik tanzt, sondern tödlich-elegant als (quasi) Leibwächterin?
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19.30 Uhr
Mir gefällt Danielles Art, "quer" zu denken - ob nun der "Kampf" gegen die blaue magische Flamme des Elfenbotschafters oder die Art, wie sie den Hecken-Wächter-Goblin überzeugt, auch Talia mithineinzulassen!
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23.55 Uhr
Der Welttag des Buches neigt sich dem Ende zu ... und ich habe "Drei Engel für Armand" gerade beendet. Ja, es war ein fesselndes und auf seine Weise unterhaltsames Buch. Und ja, es war märchenhaft .. und in diesem Sinne war es voll mit Liebe, Magie und dem Kampf des Guten gegen das Böse, und zwar äußerst energisch, heftig und blutig. Geschenkt wurde weder den "drei Engeln", noch den drei weiblichen Hauptgegenspielerinnen etwas; Magie hat ihren Preis. Und so weist dieses durchaus mit Humor gespickte Märchenabenteuer auch mit grausamer Logik verhaftete Realität auf, wobei ich besonders an Talias Vergangenheit denke. Zwar sind auch die "Original"Märchen von Grimm (oder z.B. auch von H.C. Andersen)  nicht ohne Düsternis. Doch Jim C. Hines verankert seine magischen Geschichten von Danielle, Talia und Schnee deutlich in der Welt der Erwachsenen. "Drei Engel für Armand" ist aus meiner Sicht weder ein Buch für Kinder, noch so "leicht lustig", wie es der Klappentext vermuten lässt. Aber faszinierend anders.
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Ich habe den Welttag des Buches lesend begonnen und beende ihn schreibend mit diesem Update. Den Fernseher habe ich heute mal Fernseher sein lassen und keine meiner Serien geschaut, sondern mich neben den sonst von mir zu erledigenden Dingen dem Lesen gewidmet - zwar nicht nur des gedruckten Wortes, sondern auch der digitalen Version hier am Rechner, aber auch diese hatten häufig wieder mit der Printversion zu tun :)

Zumal man ja nicht den Welttag des Buches "braucht", um Bücher und Literatur zu schätzen, nicht wahr?
Gestern - heute - morgen: Viel Freude weiterhin beim Lesen!

Freitagsfüller by Barbara

Ein österlicher


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1. Auf meiner To Do Liste:  Relaxen

2. Dieses Wochenende ist mir Zeit so etwas von egal.



3. Unbedingt zu Ostern gehört für mich  ein Spaziergang am Ostersonntag.

4. Früher, in meiner alten Heimat, habe ich diesen sehr früh am Morgen an der Ostsee gemacht, aber das passiert jedenfalls nicht in der nächsten Zeit.

5. Für mich war der frühmorgendlicher Besuch des Ostseestrandes, immer eines der schönsten Erlebnisse und so ist es auch heute noch. Im Idealfall kann ich dann meine Gedanken in Wind und Meeresrauschen treiben lassen ... entweder weil ich allein unterwegs bin und auch der Strand noch kaum besucht ist, oder aber weil ich mit einem besonderen Menschen unterwegs bin, mit dem ich zusammen schweigen kann.

6. Ist denn schon wieder Mittagszeit *schaut auf die MuMs*? 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf spontanes Erholen in verschiedenen Ausprägungen :), morgen habe ich spontan nichts außer Erholen in verschiedenen Ausprägungen geplant und Sonntag möchte ich mit Siobhan&Cactus zum Osterbrunch treffen und später ein wenig spazieren gehen :) 

Ich wünsche Euch allen 
ein wunderschönes Osterfest!
 

"My Movie Business" von John Irving


Worum es geht und Nachlese
Auf 186 Seiten incl. 32 Seiten mit Setfotos erzählt John Irving hauptsächlich von der Adaption seines Romans "The Cider House Rules", bei uns unter dem Titel "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erschienen, fürs Kino. Bereits bei den ersten Kontakten mit Filmstudio und Produzenten ca. 1986 ergab sich, dass John Irving das Drehbuch schreiben würde. Bis 1999, als der Film dann unter der Regie von Lasse Hallström endlich in die Kinos kam, durchlief das Drehbuch gravierende Änderungen (ursprünglich sollten Candy u. Wally Homer z.B. nur mitnehmen und dann nicht mehr auftauchen), die potentiellen Regisseure wechselten, Irving schrieb weitere Romane und sein Sohn Colin wurde für die von ihm gewünschte Rolle des Wally zu alt.

Irving erzählt aber auch von seinem Großvater, der als Gynäkologe gearbeitet hat und dessen Fälle teilweise Eingang in Irvings Roman "The Cider House Rules" fanden. Auerdem erzberichtet er kursorisch über Recherchearbeiten an diesem Roman, aber auch andere seiner Werke werden inhaltlich, filmisch, recherchemäßig gestreift: "Zirkuskind" - Roman und ein thematisch gleichgelagertes Drehbuch für einen Dokumentarfilm (also nicht Romanverfilmung), "Das Hotel New Hamsphire", "Garp und wie er die Welt sah"...

Wirft man einen Blick auf die Textseitenzahl von effektiv 150 wird klar, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen detaillierten Werksbericht handelt, weder zur filmischen Umsetzung seiner Bücher, noch zu seinen Romanen. Dennoch gewährt Irving schon auf diesen relativ wenigen Seiten einen faszinierender Einblick in seine Arbeitsweise (zu Romanen und Drehbuch). Und es wird deutlich, welche Vorstellungen und Hoffnungen er hatte und welche Energie er daran setzte, dass die Grundaussage sowie die Hauptcharaktere Homer und Larch von "Gottes Werk und Teufels Beitrag" die Adaption in das Medium Film "überlebten". Für mich stellt dieses Buch eine interessante Ergänzung zu "meinen" Irving-Romanen und meiner DVD "Gottes Werk und Teufels Beitrag" dar.

Donnerstag, 21. April 2011

Nach langer Zeit mal wieder ein Stöckchen: "Ich und meine Person"

gesehen bei Merlindora und mitgenommen :)

1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4:
"... haben, aber ich kann meine eigenen beschreiben. Weil ich gerade eine..."
(aus "Das lesende Gehirn" von Maryanne Wolf)

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest Du?
meinen Kater Merlin auf der Balkonumrandung

3. Was hast Du als Letztes im Fernseher gesehen?
"The unquiet Dead"- Dr. Who Reboot-Staffel 1 Folge 3 (DVD)

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst Du gerade hören?
Vogelzwitschern und - leider - in der Ferne Polizei und Krankenwagen

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?
Öhm.. auf den Balkon vor 15 Minuten :)

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
Meine TuB-Neuzugänge in mein Blogwidget eingespeist.

7. Was hast Du gerade an?
blaue Shirthose, Kapuzenshirt und Latschen :) keine Socken ;)

8. Hast Du letzte Nacht geträumt?

ja, aber frag mich nicht was :)

9. Wann hast Du zum letzten Mal gelacht?
"vorhin" im Büro - es hatte tatsächlich etwas mit Akten zu tun. 

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
Ich bin auf dem Balkon und dort ist an der Wand jetzt nur noch ein Kratzbaum per Schelle fixiert.

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
*denkt nach*.... *überlegt weiter* .... *schüttelt den Kopf*

12. Was hältst Du von diesem Quiz?

Es ist so nett, dass ich es mitgenommen habe :)

13. Was würdest Du kaufen/machen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
Ich würde ein großes Haus kaufen, etwas abseits gelegen, mit viel Grund und Boden herum und so nah an der Ostsee, dass man diese zu Fuß in maximal 20 Minuten erreicht :) Das würde mir und den MuMs sowie besuchenden Freunden Raum geben und auf dem großzügigen Gelände könnte man etwas für Tiere errichten ...

14. Sag mir etwas über Dich, das ich noch nicht wusste.
Ich bin extrem nachsichtig was Staubputzen angeht bzw. das Unterbleiben desselben :)

15. Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
neben dem Finden eines Mittels gegen Krebs und Aids, einer sauberen Energiequelle, der Realisierung von Ort-zu-Ort-Transport (Beamen), dem Schaffen einer friedlicher Koexistenz überall auf der Welt, der Abschaffung von Gewalt gegenüber Wehrlosen (menschlich und tierisch),  dem dauerhaften Verbot des kommerziellen Walfangs und der Haltung von Tanzbären, der Zerschlagung sämtlicher Drogenkartelle oder der Realisierung des Prinzipis von Leben und Leben lassen, zum Beispiel?

16. Tanzt Du gerne?
nicht wirklich ;)

17. George Bush
*grummeltindennichtexistentenBart* 

18. Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen, wie würdest Du es nennen?
Das mag ich mir nicht vorstellen... Aber als Namen hätte ich früher wohl Minerva vorgeschlagen (das war vor den Harry-Potter-Büchern, möchte ich anmerken *g*), heute wäre es Emma.

19. Und ein Junge?

Als Namen gefallen mir Ian und Kai.

20. Würdest Du in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Ich habe mich  mit der Frage bislang noch nicht auseinandergesetzt, also kommt eine ausweichende Antwort: Möglicherweise ja, möglicherweise nein :)

Dienstag, 19. April 2011

nach Lust und Laune

Mittagspause

Zunächst greife ich mir "Welt hinter Dukla", lese hinein und lege es wieder weg. Ich hatte gerade lyrische Prosa mit "Der Mann, der Insel liebte" ...

Dann war "Die Farbe Blau" dran - Daumenblättern durch das Taschenbuch, ach nein, keine Lust auf Amsterdam 1650.

Ein Blick auf "Von Autoren, Büchern und Piraten - eine kleine Geschichte der Buchkultur" - heute nicht, liegt mir zu schwer in der Hand.

Ich gehe zu einem Beistelltisch, mein Finger gleitet über weitere ungelesene Bücher und bleibt bei John Irvings "My Movie Business" stehen; dort soll Irving u.a. von seinen Erlebnisse beim Filmdreh zu "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erzählen. Dieser Roman war gerade Thema bei Tilia Salix ... hm... Ich lese an, bleibe hängen und nehme es mit auf den Balkon ... ;)

Derzeit habe ich den Eindruck

... dass ich bei meiner täglichen Fahrt zur Arbeit sehen kann, wie die Bäume an der Straße, die Hecken und Büsche grüner werden. Blumen sprießen, die Vögel zwitschern um die Wette - und mir kommt deswegen - nicht wegen des nahenden Osterfestes - Goethes Osterspaziergang aus Faust I in den Sinn:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings 
holden 
belebenden
Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter 
in seiner Schwäche
zog sich 
in rauhe Berge zurück ...
 (Fehler im Text sind auf mich zurückzuführen *g*,
ich habe aus dem Gedächtnis zitiert).

Die Frühlingskraft der Natur finde ich überwältigend.

Sonntag, 17. April 2011

I'm in english-Challenge: "Room" by Emma Donoghue


Letzten Samstagabend habe ich mir diesen Roman als Aprilbuch für die  I'm english-Challenge ausgesucht.

Worum es geht?
Es ist sein Geburtstag und Jack findet es aufregend fünf zu werden. Er lebt mit seiner Mutter im "Zimmer". Das "Zimmer" hat eine abgeschlossene Tür, ein Oberlicht und misst vier mal vier Meter. Er liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine "Freunde", die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der Mattscheibe nicht echt sind - echt sind nur Ma, er und die Dinge im Zimmer. Bis der Tag kommt, an dem Ma zugibt, dass es eine Welt da draußen gibt...

Nachlese
Den Roman habe ich am letzten Wochenende gelesen  und noch immer klingt Jacks Stimme in meinem Ohr. Ich sehe ihn im dunklen Schrank, die Decke über den Kopf und die knackenden Geräusche zählend. Abends geht er im Schrank zu Bett und wacht morgens in dem Bett seiner Ma auf. Der Raum, in dem der Schrank und das Bett stehen, ist seine und Mas Welt. In ihr leben und spielen die beiden, sie treiben Sport. Sie schauen fern: Es gibt cartoons planet, fitness planet; aber nichts im TV ist real. Manchmal nehmen sie ein Sonnenbad, wenn "God's yellow face" durch das Oberlicht scheint. Nachts - immer nur nachts - kommt ein Mann, denn Jack und Ma "Old Nick" nennen...

Emma Donoghue lässt ihren fünfjährigen Protagonisten Jack in Ich-Form erzählen. Eine anrührende Perspektive, gerade weil der Schwerpunkt nicht auf Ma, sondern auf Jacks Wahrnehmung und Verständnis seiner "Welt" liegt. Er ist allvertrauend in Ma, neugierig, unbekümmert, unbewusst egoistisch, verständnislos, unschuldig, mitfühlend und wissbegierig. Um es mit einem Wort zu sagen: kindlich. Das Furchtbare seiner Lage und derjenigen seiner Mutter nimmt er zunächst nicht wahr - der Leser allerdings schon: aus den Beschreibungen der nächtlichen Besuche von Old Nick oder aus den Reaktionen von Jacks Mutter.

Emma Donoghue zog mich in Jacks Welt hinein: Ich habe mir vorgestellt wie es ist, in diesem Raum zu sein, nichts anderes zu kennen, einfach zu glauben, dass die Welt so ist wie sie von Ma erklärt wird. Nur um dann feststellen zu müssen, dass dieses Weltbild falsch ist. Kann Jack das lernen, kann er sich anpassen? Wird er auf Dauer in der Lage sein, die Routine und die Sicherheit von "Room" hinter sich zu lassen?

Wer die damalige Berichterstattung verfolgt hat, wird bei der Lektüre dieses Romans erkennen, dass eine bittere Inspirationsquelle das Inzestdrama der Familie Fritzl gewesen sein dürfte. Emma Donoghues Ansatz, diese Vorkommnisse aus Sicht eines 5jährigen zu beleuchten, ist ungewöhnlich, aber für mich in der Konsequenz ebenso berührend und erschreckend wie ein detaillierterer Erlebnisbericht eines Erwachsenen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Autorin (klick), aber auch auf der Romanseite (klick). Auf letzterer findet man den von der Autorin selbst designte virtuellen "Room" (klick), in welchem man Jack (in englisch) erzählen hört und in dem man verschiedene weitere Informationen, z.B. eine z.B. eine englischsprachige Leseprobe abrufen kann (direkt zur Leseprobe? klick!) .

Gekauft habe ich mir den Roman übrigens aufgrund einer Rezension der Vielleichtsagerin.Und nicht bereut.

Samstag, 16. April 2011

Projekt 52-2011: Vernetzt

Während ich in der Woche darüber nachdachte, wie ich das Thema von Saris Projekt 52-2011 umsetzen sollte, kam mir der der Gedanke, dass es in Deutschland wohl keinen Menschen gibt, der NICHT vernetzt ist - 



- sei es nun durch Bank-, Radio-, Funk-, Fernseh-, Verkehrs- oder Stromnetz. 
Und auch Tiere - abgesehen von Fischen und Schmetterlinge - können vernetzt sein ;)

Freitag, 15. April 2011

Freitagsfüller by Barbara

Freitag... hach. Diese Woche war ruhiger. Ein Chef war im Urlaub und ich konnte am Mittwochnachmittag ein paar Stunden abfeiern. Eigentlich ... eigentlich hätte ich in dieser Zeit die hier noch so zur Bearbeitung liegenden Akten beginnen können, aber dann würde ich ja nie von meinen Überstunden herunterkommen ;) Genug zu tun ist also weiterhin. Nächste Woche sind dann wieder beide Chefs da, aber die nächsten beiden Wochen sind ja auch um jeweils einen Werktag kürzer. Unglaublich dass nächste Woche schon Ostern ist!

Nun aber zum 

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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)

Donnerstag, 14. April 2011

Peddy und Wiki-Artikel #8

Gerade hat mich der Fahrraddoktor angerufen. Mein Peddy ist wieder startklar, im Vorderrad musste ein neuer Motor verbaut werden. Letzte Woche hatte ich ein ständig lauter werdendes Klappergeräusch gehört und Peddy am Samstag weggebracht. Offenbar war eines von drei im Vorderrad befindlichen Teilen (den Fachbegriff habe ich vergessen) gebrochen, was auch die Fachfirma noch nicht gesehen hatte. Jedenfalls ist Peddy jetzt wieder abholbereit - und erfreulicherweise war es ein Garantiefall ;)

In meiner Frühstückspause habe ich übrigens folgendes in der deutschen Wikipedia gelesen: 


"2010 bot die britische Kaufhauskette Waitrose unter dem Markennamen Fruitilla Chilenasup erstmals Ananaserdbeeren an.  Aufgrund des Veröffentlichungstermins der Nachricht – es war der 31. März 2010 – sowie vorangegangener Suchmaschinenoptimierungs-Versuche einer davon unabhängigen Internetfirma mit dem Begriff „Pineberry“ gingen Teile der Bevölkerung zunächst von einem Aprilscherz aus..." 

DAS wäre ich allerdings auch, wenn ich diese Ankündigung gelesen hätte :)

Pineberries, Rechte bei: Emmbean*
 
Von einer Ananas-Erdbeere habe ich jedenfalls bislang noch nie etwas gehört und so etwas auch noch nicht gesehen. Die Frucht soll nicht nach Erdbeeren, sondern nach Ananas schmecken. Sie ist schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt und entstand, nachdem man die nordamerikanische Scharlach-Erdbeere und eine in Südamerika beheimatete Chile-Erdbeere in Frankreich zusammen angepflanzt hatte (die aktuellen Pflanzen stammen aber wohl aus einer jüngeren Züchtung.).

Aha: Erdbeergeschmack + Erdbeergeschmack = Ananasgeschmack!  So was...

Die vorstehenden Angaben stammen aus diesem Artikel der deutschen Wikipedia:  Seite „Ananaserdbeere“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. April 2011, 08:23 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ananaserdbeere&oldid=87687949 (Abgerufen: 14. April 2011, 09:42 UTC). Das Foto stammt von Emmbeam und ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert.

Foto-Impressionen

Am vergangenen Samstagvormittag hatte ich ein wenig Zeit zum Spazieren (ein Klick auf die Fotos sollte sie etwas größer werden lassen).


Eine interessante Gartengestaltung, gefiel mir richtig gut:

Wie eine weitere Sonne: Butterblume = Dandelion

 Blick in eine Tulpe

Daisy

Und die ine Magnolie darf doch  nicht fehlen, wenn der Baum direkt vor dem Haus steht:

Mittwoch, 13. April 2011

Inside7 by Annelie

Da sind sie wieder:


vor dem fenster... zwitschern in einer Buche die Amseln. Wir haben strahlend blauen Himmel, Sonne - aber ziemlich kalten Wind.

gerade bemerkt...   Ich habe die Digitalkamera heute früh nicht eingesteckt, hmpf. 

ich würde jetzt gerne... schon nach Hause gehen. Aber ich will heute nicht meckern, schließlich habe ich den Nachmittag heute kurzfristig und einfach so frei bekommen (okay, Überstundenabbau, aber trotzdem *g*)
 
nicht vergessen... darf ich, heute Futter für MuMs zu kaufen. Sonst müssten Merlin und Marlowe mir die Haare vom Kopf futtern und ich glaube nicht, dass sie sich damit zufriedengeben *lach*

ich las gerade...  Annelies eigene Antworten bei Inside7

ich träume... wildes Zeug momentan, erinnere mich aber kaum daran - es hatte etwas mit der Mensa in Güstrow zu tun... Komisch, was wann so hochkommt ...

ich hoffe...  die Erde kommt endlich zu Ruhe in der Japan-Region.

Montag, 11. April 2011

Buchkaufrausch ...

Das kommt dabei heraus, wenn man die Lagerräumung bei Arvelle wegen Umzuges - und die damit verbundenen extra Rabatte - nutzen will. Und niemanden hat, der einen bei diesem Einkauf zurückhält :)


Okay, aber eines dieser Bücher ist ein Geburtstagsgeschenkkauf (Rita Hayworth). :)

Für das Eintragen der Bücher in mein Buchprogramm und die diversen Listen etc. werde ich mir dann mal einen Abend freinehmen *lach*

ps
14 Bücher und ein Hörbuch = knapp 45 Euro :)

Sonntag, 10. April 2011

Projekt 52-2011: Wetterfrosch

Es hat ganz schön lange gedauert, aber ich habe ihn gefunden: 

Der König der Wetterfrösche hielt eine kleine Audienz in seinem Froscho-Mobil.


Als er jung war und das Geld brauchte, musste er noch selbst arbeiten. Inzwischen muss offenbar jeder Wetterfrosch auf der ganzen Welt - sowohl lurchartig als auch menschlich - 3 % seines Nettoeinkommens an den Wetterfrosch-König abführen ... So lässt es sich wohl leben, wie es scheint :)


Saris Projekt 52-2011

Samstag, 9. April 2011

Fotos von den MuMs #23

Als ich heute Mittag nach Hause kam, nahm ich dieses "Suchbild" auf (es ist aber nur ein Kater darauf)

Und heute abend, als ich entspannt meinen Feedreader durchging, lagen die beiden Helden neben mir und genossen die Abendsonne :) Das Foto ist nicht besonders scharf, aber ich habe fix nach der Kamera gegriffen und sozusagen "über die Schulter" fotografiert. Tatsächlich stand Marlowe kurz nach der Aufnahme auch auf und lief ins Schlafzimmer. Sicherlich schaute er dort aus dem weit geöffneten Fenster in Nachbars Garten :)

"Neugier ist der Katze Tod: Roman aus der irischen Provinz" von Ian Sansom


Als ich mit C. vor zwei Wochen in einem Buchladen war, habe ich nicht nur Alex Capus "Léon und Louise" gekauft, sondern auch dieses Taschenbuch. Das Cover sprang ins Auge und nach einem kurzen Blick auf den Klappentext

Ein gebrochenes Herz und sein deprimierendes Leben als unterbezahlter Bücherbusbibliothekar im hintersten Winkel von Nordirland machen Israel Armstrong schwer zu schaffen. Als jedoch die Tochter eines Lokalpolitikers verschwindet, die kurz zuvor bei ihm ein Buch entliehen hat, sieht er sich gezwungen, seine persönlichen Probleme hintanzustellen. Er versucht herauszufinden, wo die vermisste Schülerin abgeblieben ist. Doch nichts ist, wie es scheint, und das Leben hält noch einige Überraschungen für Israel parat (Zitat Klappentext Piper Taschenbuch, dt. Erstausgabe Febr. 2011)

nahm ich es mit. Ich hätte besser etwas hineinlesen sollen...

Ok, es gibt Bücher, in die man nicht sofort "hineinkommt", zum Beispiel, weil man mit dem Erzählstil nicht ganz klar kommt. Nach 50 Seiten war ich allerdings immer noch nicht "angekommen". Zudem begann der Text und die Art des Erzählens mich zu nerven.

Der Protagonist Israel lässt sich, nachdem sich Gloria von ihm getrennt hat, vollständig hängen und verbringt seine Zeit in einem immer weiter herunterkommenden umgebauten Hühnerstall. Zur Arbeit geht er natürlich auch nicht. Ted, der ebenfalls in der Fahrbibliothek arbeitet, und George, die Vermieterin, zerren ihn mehr oder weniger wieder ans Licht und bringen ihn dazu, wieder zu arbeiten. Kurze Zeit betritt Lyndsay die Fahrbibliothek, ein Goth-Mädchen, und möchte eines der "nicht ausgestellten Bücher" ausleihen. Diese Bücher stehen nicht frei im Bus herum, da sie jugendliche Leser auf dumme Gedanken bringen könnten, wie das Bücherkommitee und offenbar noch andere "Größen" meinen. Unter anderem gehören dort hinein "Uhrwerk Orange", "Lady Chatterleys Liebhaber" oder "1984". Lyndsay entscheidet sich übrigens für "Amerikanisches Idyll" von Philip Roth (nein, diesen Roman kenne ich nicht).Kurze Zeit darauf ist Lindsay verschwunden, Israel wird verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben. Er wird aber erst detektivisch tätig, als ihn eine Reporterin nach seiner polizeilichen Vernehmung vor eine nicht existente Wahl stellt: Entweder er recherchiert für und mit ihr, oder sie veröffentlicht, dass er vernommen wurde, was in dem Kaff quasi bedeutet, dass er mit dem Verschwinden etwas zu tun habe.

Ich kann mich nur wiederholen: Die Art und Weise, wie Ian Sansom erzählt - ich gehe davon aus, dass die Übersetzung durch Werner Löcher-Lawrence adäquat ist -, hat mich genervt bis gelangweilt. Nur weil ich wissen wollte, was nun mit Lindsay ist, habe ich weitergelesen. Dagegen interessierte mich der Protagonist den Hauptteil des Romans herzlich wenig. Israel mag Literatur, fühlt sich auch als Bibliothekar, meint aber, er passe nicht nach Tundrum. Als Bibliothekar, als Mensch, beides? Mir wurde es nicht klar und mir ist es auch nach Ende des Buches egal. Mal jammert er über das immer gleiche Leben und dass er von dort weg wolle, dass das Leben dort dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" gleiche, ruft täglich mehrfach seine Ex an - ohne dass diese mit ihm spricht -. Er hasst das Vorlesen in der Schule (Teil seines Jobs), will den Teenagern nichts verleihen, mokiert sich über Unwissen, regt sich aber darüber auf, dass eine Ausleihzensur stattfindet. Auf der anderen Seite hat er ganz offensichtlich eine beinahe familiäre und intellektuell anregende Beziehung zu Pearce Pypers, einem älteren Herrn, und eine Beziehung mit Potential zu George und Ted.

Außerdem will ich einfach nicht glauben, dass die Leute, ob nun in der irischen Provinz oder anderswo, so konsequent neben der Spur und ignorant sind: Sie behalten z.B. nicht, dass Israel Vegetarier ist (wird sowohl vom Arbeitskollegen vergessen, als auch von der Besitzerin eines Cafes, das Israel regelmäßig besucht). Ted als Mitarbeiter der Fahrbücherein kennt z.B. das Wort Vegetarismus nicht, er sagt Vegetenarismus. Die Gespräche zwischen ihm und Israel sind regelmäßig sinnfrei (in meinen Augen), erst zum Romanende hin offenbart Ted eine Intelligenz, die der Autor den gesamten Roman hindurch versteckt hat. Ich gehe davon aus, dass der Autor die Figuren überzeichnet hat, aber ich kann diese Vermutung nirgends "festmachen". Mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten.

Der Roman gewann für mich erst an Fahrt, als Israel beginnt, wegen des Verschwindens von Lyndsay herumzufragen. Dass dies nicht aus Eigeninitiative oder eigenem Interesse erfolgt, hatte ich schon erwähnt, oder? Jedenfalls muss man sich leider erst durch fast 3/4 des Romans lesen, bevor dieser Handlungsstrang beginnt. Das vorher stattfindende Geplapper im Buch sollte wohl der Charakterisierung der Figuren dienen, ich fand es im Großteil überflüssig. Die gewählte Dialogform sollte wohl Schnelligkeit gepaart mit Witz vermitteln, ich fand es unübersichtlich und nicht lustig. Es gab in diesem Roman vielleicht 4 Szenen, die mir "Erholung" schenkten: In zwei Szenen finden Gespräche zwischen dem jüdischgläubigen Israel und dem Pfarrer der evangelischen Kirche statt. Eine Szene hat mit Lyndsay, der verschwundenen Schülerin zu tun und dann gibt es noch eine Szene am Ende des Romans mit George.

Die vom Daily Mail angepriesene Komik  habe ich nicht gefunden, und das meine ich wortwörtlich. Weder die Dialoge, noch die Figuren wirkten auf mich erheiternd. Natürlich ist das subjektiv.  Ironie oder Satire war für mich ebenfalls nicht erkennbar, wofür ich mir ein paar Gründe vorstellen kann:
- Der Autor kann Ironie oder Satire nicht vermitteln. 
- Es ist keine Ironie oder Satire enthalten.
- Nur Iren oder Briten können sie finden und erkennen.
- Nur Iren, Briten und Liebhaber die sowohl in Irland, als auch in London gewesen sind und die Eigenarten sowie dasVerhältnis von Iren und Londoner kennen - und am Besten auch noch die Eigenarten vegetarischer jüdischer junger Männer - können sie finden und erkennen.

Ach so: Falls Ihr Euch auch fragen solltet, warum das Buch diesen deutschen Titel trägt  - ich habe keine Antwort. Der englische Originaltitel "The Bad Book Affair" passt schon besser (nach meiner Meinung sogar in doppelter Hinsicht *grimmig grinst*). 

Falls es nicht deutlich geworden ist: Für mich war der Kauf dieses Romans Geldverschwendung *leise grummelt* Kommt hoffentlich so schnell nicht wieder vor ...

Freitag, 8. April 2011

Freitagsfüller by Barbara

Ich nutze die kleine Pause mal, um den

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zu beantworten und einzustellen. Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)

Dienstag, 5. April 2011

Ein moderner Sherlock...

Die vergangenen Tage habe ich auch die erste Staffel von "Sherlock" geschaut. Dabei handelt es sich um die aktuelle TV-BBC-Produktion mit Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als Dr. John Watson, erstmals ausgestrahlt 2010, Serienschöpfer ist Steven Moffat. Während mir Benedict Cumberbatch bislang berhaupt nicht bekannt war, konnte ich Martin Freeman problemlos zuordnen :), z.B. wegen seiner Rollen in "Tatsächlich Liebe" und "Per Anhalter durch die Galaxis". Und Steven Moffat kenne ich aus "Dr. Who".

Gehört hatte ich von der Serie immer mal wieder. In der aktuellen Zeit sollte sie spielen und auf den Werken von Sir Arthur Conan Doyle beruhen. Und als sie bei play.com - danke, Irina :) - mal günstiger zu bekommen war, habe ich zugeschlagen. Naütrlich gibt es die Serie noch nicht auf deutsch, daher musste ich mit der englischen Version in englisch mit englischen Untertiteln für englische Hörgeschädigte vorlieb nehmen...

Während der ersten Episode "Study in Pink" musste ich an Dr. House denken: Sein Charakter ist ja sowie schon Holmes nachempfunden. Aber da Dr. Watson zusätzlich einen Stock benutzte, verschmolzen zu Beginn Holmes und Watson zu House :) Sehr lange hielt diese Vermengung in meinem Kopf allerdings nicht an - das wäre ja auch übel gewesen: für mich, für die Serie "Sherlock" und für "House, MD" :)

Was ich aber sagen muss: Cumberbatch legt als Holmes ja ein sprachliches Tempo vor, dass zu der Schnelligkeit von Holmes charakterlicher Beobachtungs- und Deduktionsfähigkeit passt. Für mich war das eine ganz schöne Herausforderung. Ich muss gestehen, dass ich zwar dem groben Verlauf der drei Folgen (Staffel 1) folgen konnte, aber an mir sind etliche Details vorbeigerauscht. Und zwar wortwörtlich. Konzentrierte ich mich auf die Untertitel, übersah ich filmische Details wie das Einblenden von zusätzlichen Informationen. Dem Zuschauer sollten so Anhaltspunkte dafür gegeben werden, was Holmes gerade tat bzw. welche Informationen er verknüpfte. Konzentrierte ich mich auf das Film und hörte "nur", verstand ich einiges nicht, weil das Sprechtempo hoch war. Nun, ich werde wohl die Staffel einfach auf Dauer noch einmal schauen dürfen.

Den Soundtrack - ja, ich habe etwas darauf geachtet! :) - mag ich. Obwohl ich streckenweise an den Holmes-Film mit Robert Downey jun. u. Jud Law denken musste. _Ich_ meine, dass es bei der Instrumentalisierung an ein paar Stellen Ähnlichkeiten gibt?

Ich finde, dass der Transport in unsere aktuelle Zeit gut gelungen ist. Die Detektivgeschichten funktionieren auch in der heutigen Zeit. Holmes nutzt Handy und Computer, er betreibt eine Webseite (jawohl: klick *g*). Dr. Watsons Therapeutin hat ihm bloggen empfohlen und das tut er auch (hier: klick *g*). Zwei Sachen haben mich persönlich allerdings im Verlauf der Staffel genervt:

- Holmes und Watson benutzen ständig Taxen in Lonodon, aber besonders Watson scheint regelmäßig knapp bei Kasse zu sein, denn er freut sich über jeden Scheck. Mir ist natürlich klar, dass die ständige Benutzung der U-Bahn durch die beiden Helden filmisch nicht so einfach umsetzbar ist. Trotzdem ...
- Die Art wie der Charakter des Jim Moriaty angelegt ist, ob sie nun auf den Schauspieler Andrew Scott zurückgeht oder auf den Produzenten, finde ich übertrieben. Okay, er ist als Psychopath angelegt, aber dieses Singsang-Getue war für mich einfach ein overkill.

Wie auch immer. Das Ende der dritten Episode ist jedenfalls gemein! Wie geht es weiter? :)

ps:
Hier ist der Trailer der BBC



Und hier der Trailer für die USA

Montag, 4. April 2011

"Why do they do this? Why?!" by Yasmine

Ich habe ja schon mehrfach die Zeichnungen von Yasmine (cat versus human) erwähnt.

Letztens brachte sie mal wieder etwas zeichnerisch auf den Punkt und stellte die Frage:  

"Why do they do this? Why?!" 

Eine Frage, die ich mir auch stelle und auf die ich -ebenso wie Yasmine - keine Antwort habe. Merlin und Marlowe ignorieren mich übrigens, wenn ich sie frage. :)


Samstag, 2. April 2011

"Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger


Heute gegen 13.00 Uhr gekauft, im Samocca angelesen und auf dem Balkon beendet...

Aber worum geht es - ein Zitat von der Verlagsseite dtv (klick)?
Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette - ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt.


Nachlese
Germain = Ich = der Leser.

"Ich habe beschlossen, Margueritte zu adoptieren. Sie feiert bald ihren sechsundachtzigsten Geburtstag, da sollte man nicht zu lange warten. Alte Leute sterben gern"

So lauten die ersten Sätze, die die Französin Marie Sabine Roger Germain erzählen lässt und die von Claudia Kalscheuer gefühlt wunderbar stimmig übersetzt wurden. Ich sehe Germain vor mir auf der Bank. Oder besser neben mir auf der Bank, vor uns die Tauben, und er erzählt mir von sich, von Annette, von Margueritte:

Seine Sätze sind klar. Ab und an erklärt er für sich - oder für mich? - Worte. Was bedeutet "unwandelbar"? Seine Sprache ist direkt und offen. Manchmal schweift Germain ab, erzählt nebenher von der Schulzeit. Aber er verliert den roten Faden nicht - oder besser: nicht mehr - und plaudert weiter: Wie Margueritte ihn als Person wahrnimmt, ihm vorliest. Ich lausche und lerne, wie sich Germains Welt verändert.

Neu empfand ich weder Germains Suche, noch seine Wahrheiten. Aber ich habe ihm trotzdem gern zugehört, als er in einem Wörterbuch auf Entdeckungsreise ging oder schlussfolgerte "Das Glück ist eben nicht kommunistisch" - sonst hätte ja jeder gleich viel Glück. Mir ging durchaus eine gewisse Filmfigur durch den Kopf. Aber aus meiner Sicht tut man beiden Charakteren Unrecht, würde man sie gleichsetzen. Sie sind ähnlich, ja, aber doch verschieden (genug).

Wenn ich ein Wort für Germains Geschichte finden sollte, es wäre herzerwärmend. Ja, doch, dieses Wort passt aus meiner Sicht. ;)

Freitag, 1. April 2011

Freitagsfüller by Barbara

Ein Klick auf die Grafik bringt Euch zu Barbara - und auch heute gibt es den Freitagsfüller leider nicht handschriftlich. Warum? Lest selbst :)

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1.  Nun ist endlich Zeit für die Pause und die fixe Online-Beantwortung des Freitagsfüllers...

2. Immer kommt etwas fix zwischendurch von der Seite auf meinen Schreibtisch, mich nervt das (gerade) wirklich sehr.

3. Schuhe habe ich an :)

4. Es wird wärmer und grün.

5. Eigentlich  hätte ich eine richtige Mittagspause haben sollen - aber naja *seufz*, Beurkundungstermin.
.
6. Die Arbeitswoche ist fast vorbei, und das ist auch gut so.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Füße hochlegen und ausspannen, morgen habe ich Räumarbeiten auf dem Balkon und am Nachmittag den Genuss des hoffentlich nicht nur vom Wetterbericht angekündigten, sondern auch tatsächlich kommenden schönen Wetters mit Buch, Kaffee und Katzen auf dem Balkon geplant und Sonntag möchte ich mich weiter erholen und schauen, was so passiert :)