Donnerstag, 31. März 2011

Projekt 52-2011: Fundstück

Als ich das Thema dieser Woche von Saris Projekt 52-2011 las,habe ich  mich erst einmal geärgert. Schließlich hatte ich in der letzten Woche zwei "Fundstücke" fotografiert (sie sind auch online - klick - ). Da ja grundsätzlich keine Archivaufnahmen erwünscht sind, stand ich nun also da.

Und schaute.

Und sah dies:


Über dieses Fundstück freue mich mich und hoffe, dass hierdurch andere "Fundstücke" vermieden oder wenigstens reduziert werden :)

Foto-Impressionen

In der vergangenen Woche bin ich mit meinem Peddy zu meiner Freundin gefahren. Dabei gingen mir unter anderem auch diese zwei Fragen durch den Kopf:

Hat sich wohl jemand etwas gewünscht, als dieser Stern fiel?


Wohin ging wohl für wen die Reise? Und wie?

Mittwoch, 30. März 2011

Inside7 by Annelie

Nach langer Pause gibt es heute wieder die


überraschend... ist gestern im Büro das wichtige Systemtelefon kaputt gegangen. Man konnte es nicht mehr bedienen und das Büro war auch lange nicht erreichbar. Bürointern konnte man sagen: der Dienstag, der ein Montag war ;)

ich brauche...dringend Brot, heute früh war schon nichts mehr da.

ich lese..."Der Tod ist nur der Anfang" von Ian Rankin, eine Kurzgeschichtensammlung.

ich bemerke... gerade, dass Merlin wohl "Zug" am Auge bekommen hat. Mist.

ich rede...  manchmal zu wenig und manchmal zu viel :)

ich trage... wegen des Radfahrerei morgens um 08.00 Uhr und abends ab 18.30 Uhr wieder meine dickere Winterjacke: Morgends ist es doch noch kühl so knapp unter bzw. um 0°, abends weht mir bei der Bergabfahrt der Fahrtwind nur so um die Ohren :D

manchmal... ? Nein, nicht nur manchmal, wüsste ich gern, was meine Kater-Helden wohl so denken.

nach einem halben Jahr

wurde es doch mal wieder Zeit, sicherungshalber den Blog zu exportieren und die Blogger-Vorlage vollständig herunterzuladen.

Ich kleiner Angsthase :)

Dienstag, 29. März 2011

Fotos von Marlowe #14

Es gab ja etwas länger keine Fotos von Marlowe, allerdings hatte er in letzter Zeit auch kein rechtes Interesse an einem Fotoshooting. ;) Aber: hier kommt mein Kuhkater:


so selbstvergessen :)


Montag, 28. März 2011

Fotos von Merlin #12

Mein Zauberer:




Sonntag, 27. März 2011

Cats and Singles :)


Diesen Clip habe ich bei I have cat  gesehen...


Und? 
Sind seltsame Vorkommnisse bei Euch Katzenfreunden zu verzeichnen?
:)

Challenge Deutschland und Nachbarn: "Léon und Louise" von Alex Capus


Neben "Das Wörterbuch des Viktor Vau" war dies das zweite Buch, dass ich mir eindeutig aufgrund einer Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse 2011 gekauft habe :) Bei der Vorstellung des neuen Romans von Alex Capus auf der Buchmesse wurde mein Interesse geweckt (klick). Nebenbei bemerkt: Es gibt einen dritten Titel, den ich aufgrund der Leipziger Buchmesse erwerben werde. Es handelt sich um "Die Götter von Whitechapel". Der Roman erscheint erst im April 2011,wurde von mir aber schon bestellt ;)

Worum geht es (Zitat von der Seite des Hanser-Verlages (klick):

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen..

Nachlese
Obwohl im Titel Léon und Louise genannt werden und Louise auch selbst, in Form von Briefen, zu Wort kommt, wird vorrangig Léons Geschichte von seinem Enkel erzählt. Ich spoilere nicht, wenn ich verrate, dass der Roman mit Léons Beerdigung beginnt, zu der sich die gesamte Familien versammelt hat. Eine Frau taucht auf: Getuschel setzt ein, ist das Louise? Die Frau verabschiedet sich von Léon und legt ihm eine Fahrradklingel in den Sarg.

Der Enkelsohn ist beinahe allwissend: Er berichtet von Léons jugendlichen Ausflügen ans Meer, der Aufgabe der Schule und der Radfahrt über das Land zu seinem ersten Job. Einer Fahrt, auf der Léon das erste Mal auf Louise trifft. Mit Zeitsprüngen -die Geschehnisse werden jeweils in Kurzform geschildert -, geht es über die Jahrzehnte weiter: Léon heiratet Yvonne, sie bekommen mehrere Kinder - und Léon sieht Louise, die er für tot hält, 1928 in Paris wieder ...

Obwohl die Geschichte mit einer gewissen Distanz aus der Perspektive eines Dritten erzählt wird, wirkt der Text nie kühl. Ich führe dies auf die Dialoge (protokollartig) und den innewohnenden Humor zurück sowie darauf, dass der Erzähler an einigen Stellen seine eigenen Vorstellungen einflicht. Natürlich hatte es der Autor in der Hand, ob diese Vorstellungen als Fremdkörper herausstechen oder nicht: Sie tun es nicht und so hat die Schilderung von Léons Leben trotz der brieflichen Unterbrechungen und der Überlegungen des Erzählers für mich eine schöne Homogenität.

Und hinzu kam Alex Capus Sprache, die mich berührte:

"Nach dem Frühstück fuhr er mit dem Rad in die Stadt. In der Nacht war ein Gewitter übers Land gezogen und hatte die Maisfelder zerzaust, die letzten dürren Blätter des Vorjahrs von den Platanen gerissen und die Kanäle und Straßengräben mit Regenwasser gefüllt. Léon drehte eine Runde durch die sonntäglich stille Stadt mit ihren glänzenden Hausdächern, nassen Strassen und gurgelnden Kanalisationsschächten. Ein sanfter Sommerwind trug den Duft von blühenden Jasminsträuchern aus den Gärten in die Gassen, und die Sonne machte sich daran, alles wieder trockenzulegen, bevor die Bürger blinzelnd aus ihren Häusern traten und zur Messe gingen." (aus: "Léon und Louise", 5. Kapitel, von Alex Capus)


Aber so angetan ich von Alex Capus Fähigkeit war, Szenen vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen, so - ja - genervt war ich häufig von den Satzkonstruktionen. Man kann sie bereits in dem vorstehenden Zitat erkennen: Aufzählungen folgen Aufzählungen. Kommata, Semikolons und Verbindungswörter sind Freunde des Autors. ;) Zwar verliert man sich nicht so sehr in den Sätzen, dass man den Sinn oder das Bild nicht mehr erkennt. Aber weniger wäre _für mich_ trotzdem mehr gewesen. ;) Daneben kam mir persönlich die Katzenmetapher, obwohl an einer Hand im Roman abzählbar, zu häufig vor. Und auch die Aufzählung von Yvonnes Veränderungen in Léons Augen empfand ich bereits beim dritten Mal in ihrer _formalen_ Wiederholung als überflüssig. ;)

Um aber wieder auf den Inhalt zurückzukommen:
Mir gefiel, wie Alex Capus über Léon, Louise und Yvonne erzählt und die geschichtlichen Ereignisse einbringt. Er zeigt, was es heißt, im besetzten Paris zu wohnen und was Léon, der bei Polizei arbeitet, hierfür tun muss. Das Leben geht weiter für Besetzte und Besetzer. Mit Louise, die es nach Afrika verschlägt, präsentiert der Autor noch eine weitere Sicht auf die Entwicklung der Gewalt, das Vertauschen der Machtpositionen (Unterdrückung).

So wird aus der auf mehreren Ebenen spielenden Liebesgeschichte in "Léon und Louise" für mich eine familiäre Lebensgeschichte, die von Alex Capus mit Natürlichkeit, Humor und ohne Scham erzählt wird. Und das können auch die Bandwurmsätze und Wiederholungen nicht ändern :)

Samstag, 26. März 2011

Happy Birthday, Leonard Nimoy!

80 Jahre ist der Schauspieler, Autor, Regisseur, Fotograf - der Künstler Leonard Nimoy auf der Welt. Happy Birthday!

Wie sicherliche viele andere habe ich Leonard Nimoy als Schauspieler kennengelert, und zwar in der Rolle des Vulkaniers "Spock" im Star-Trek-Universum. Ich denke, die Rolle war über eine gewisse Zeit seiner Karriere Segen und Fluch zugleich. Sein Verhältnis zu "Spock" und die Auswirkungen hat der Künstler in seinen beiden Büchern "I am not Spock" und "I am Spock" thematisiert. Für mich offenbarten beide Bücher einen interessanten und humorvollen Menschen sowie engagierten Künstler.

Ich muss gestehen, dass ich nicht sehr viel von seinen Regiearbeiten wahrgenommen habe neben den Star-Trek-Filmen III und IV. Aber ich weiß, dass Leonard Nimoy noch etliche andere Filme gedreht hat, als Schauspieler in Film, TV und Bühne agiert, liest etc. Und er hat sich einen Namen als Fotograf gemacht. Bis 15.01.2011 waren in Berlin in der Emerson-Gallery seine Fotografien aus dem "The Full Body Project" zu sehen (nein, ich hatte keine Gelegenheit, sie mir anzuschauen).

Obwohl ich um die anderen Engagements Leonard Nimoys weiß, wird sein Name für mich doch immer mit Mr. Spock verbunden bleiben, einem Charakter, dem er über die Jahre mehr und mehr Profil und Tiefe gegeben hat und der über das Star-Trek hinaus das Universum vieler Menschen bereichert hat und bereichert. Danke dafür! Und:
"Live long and prosper, Mr. Leonard Nimoy"
 

Freitag, 25. März 2011

Freitagsfüller by Barbara

 
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1.  Tief durchatmen und die von den MuMs beim Futterrangeln umgeworfene Feuchtfutterschale Merlins (natürlich mit Inhalt) aufrichten (Marlowes war schon leer, keine Frage), das Feuchtfutter aufsammeln und wischen  ;)

2. Ich werde Marlowe nie wieder Feuchtfutter im normalen Napf, sondern nur noch im Antischlingnapf geben, habe ich  mir gedacht - bis letzterer im Geschirrspüler war. Und darum sagt man : "sag niemals nie"! Jedenfalls nicht, bevor man nicht einen zweiten Napf dieser Art hat ;)

3.  Was ist, wenn mein Handyladegerät nicht im Trolley ist?

4. ... Gelüste, ja.. doch ;)

5. Mein Blog ist mir durchaus wichtig ;)

6. Gute Freunde treffen, selbst nur zum Kaffee o.ä., kann wie ein Kurzurlaub vom Alltag sein. 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Treffen mit meiner Freundin C., die gerade auch wieder meine MuMs so wunderbar betreut hat , morgen habe ich "relaxen" :) geplant, woran höchstwahrscheinlich die MuMs, Bücher und wohl auch Stargate SG1 ihren Anteil haben werden, und Sonntag möchte ich den Samstagplan mit kleineren Variationen wiederholen und so lange wie möglich ignorieren, dass am Montag der Urlaub vorbei ist. Und ich werde beginnen, mich an die Folgen der blöden Zeitumstellung zu gewöhnen *grummel*

Challenge Deutschland und Nachbarn: "Das Wörterbuch des Viktor Vau" von Gerd Ruebenstrunk


Auf der Leipziger Buchmesse 2011 habe ich Gerd Ruebenstrunks Vorstellung seines neuen Buches für Erwachsene und auch seiner Lesung daraus gelauscht (klick). Und was soll ich Euch sagen ;) Ich habe mir das Buch gekauft.

Worum geht es:
Vor der Küste eines afrikanischen Kleinstaates geht eine Kapsel nieder. Nicht nur die Kapsel weist ungewöhnliche Eigenarten auf: In ihr befindet sich eine nicht lesbare Botschaft aus Symbolen. Etliche Linguisten und Kryptologen werden eingeflogen und selbstverständlich sind auch die Geheimdienste in Alarmbereitschaft. Einer der Fachleute ist Viktor Vau, ein beinahe autistischer Sprach- und Neurologie-Wissenschaftler, der nur noch privat forscht. Er hofft, eine Sprache zu entwickeln, die die Realität so genau wie möglich abbildet. Die Reise nach Afrika wird sein ganzes Lebens auf den Kopf stellen...

Nachlese
Während ich mit dem Buch vorankam, ging mir auf, dass der Autor das Publikum auf der Lesung in Leipzig schon beinahe zu gut in sein neues Buch eingeführt hat. Jedenfalls für meine Bedürfnisse. Ich bemerkte, wie ich den Text bereits anders las. Beinahe unwillkürlich verknüpfte ich die Informationen aus Leipzig mit den einzelnen Kapiteln. Aus diesem Grund, denke ich, habe ich einige Entwicklungen vorausgesehen und Plotwendungen vermutlich etwas zu früh erahnt.

Was auch bedeutet, dass diese Nachlese schwierig ist. In diesem Roman werden verschiedene Handlungsstränge erzählt, die der Autor nach und nach verknüpft, so dass bereits kleinere Informationen Spoiler in Bezug auf die Gesamthandllung nach sich ziehen können.  Was allerdings auch bedeutet, dass einige meiner Empfindungen nicht ausführlich begründen kann. ;)

Der Name Gerd Ruebenstrunk war mir durch die "Arthur-und-die-Verschwundenen-Bücher" Kinderbuchreihe bekannt; gelesen habe ich allerdings mit Ausnahme des vorliegenden Romans noch nichts von ihm. Ich kann daher seinen Kinderbuchstil nicht beurteilen oder Vergleiche anstellen. In "Das Wörterbuch des Viktor Vau" formuliert der Autor sehr sorgfältig: Es geht um Sprache, ihre Auswirkungen und hiermit verbundene komplexe Sachverhalte. Es werden wissenschaftliche Thesen und Begriffe angeführt und mit der Geschichte verflochten.

Trotzdem hatte _ich_ manchmal das Gefühl, dass der Autor ab und an aus den Augen verlor, dass sein Roman von Erwachsenen gelesen wird. Seine Erzählweise im Romen ist sehr zugänglich, aber an einigen Stellen klang es in meinen Ohren verstärkt nach Jugendbuch:

"...'Nun, es war eigentlich weniger meine Entscheidung als die meiner Familie', erwiderte sie. 'Mein Vater war ein hoher Ministerialbeamter, und er hatte für mich ebenfalls eine Karriere in der höheren Verwaltung vorgesehen. Er hatte die richtigen Verbindungen, und ich wuchs in einem Umfeld auf, das mir alles bot, was ich mir nur wünschen konnte... " 
(Seite 121 aus "Das Wörterbuch des Viktor Vau" von Gerd Ruebenstrunk).

Das ist natürlich eine rein subjektive Empfindung.


Schade ist auch, dass das Lektorat nicht genauer gearbeitet hat. Besonders zu erwähnen ist hier die wortwörtliche Wiederholung eines Absatz binnen fünf Seiten (S. 280 mittig und S. 285 2. Absatz). Ich kann mir nicht denken, dass dies vom Autor beabsichtigt war.

Eine andere Sache, die mich irritierte, war, dass trotz notwendiger Vertraulichkeit Informationen an unbekannte Dritte nahezu umgehend weitergegeben bzw. erzählt werden. Das fühlte sich einfach im Zusammenhang mit den Geheimdiensten und dem übrigen Setting - auf das ich spoilerbedingt nicht weiter
eingehen kann ;) -  schlicht falsch an.

Bedingt durch den Aufbau des Romans mit mehreren Handlungssträngen muss der Autor auch mehrere Charaktere neben Viktor Vau einführen. Es fällt mir auch schwer, mich zur Charakterfrage zu äußern, da die Entwicklung und die Vita einiger Figuren plotbedingt vom Autor so anzulegen war, wie es im Roman erfolgte. Viktor fand ich interessant, auch den Floristen und Winter. Über letzteren hätte ich auch gern noch  mehr erfahren.

"Das Wörterbuch des Viktor Vau" ist jedenfalls ein interessanter Roman. Die separaten Handlungsstränge tragen zum Gesamtbild bei, auch wenn der Zusammenhang nicht immer gleich offensichtlich ist. Jedenfalls nehme ich das für einen "unbedarften" Leser an. Und obwohl ich etwas "angespoilert" war, empfand ich den Roman spannend. Schließlich waren auch für mich noch einige Zusammenhänge zu kären und es gab auch für mich unvorhergesehene Wendungen. Mir "gefiel" die Handlungsentwicklung bis hin zum Romanende.

Und die Themen, mit denen sich Gerd Ruebenstrunk in "Das Wörterbuch des Viktor Vau" beschäftigt, sind faszinierend: Sprache, Neurologie sowie mögliche Entwicklungen und Auswirkungen der Vermischung bzw. Interaktion.

Ächsz... Es ist wieder soweit: Wochende und Sommerzeit

An diesem Wochenende wird in der Nacht zum Sonntag, 27.03.2011, um 2:00 Uhr die Uhr  
um eine Stunde vorgestellt.  

Die Nacht ist also 1 Stunde "kürzer".
Reizend.
Kostenlose 3D-Smilies gibt es hier!

Ich kann dem Beibehalten der Sommer- und Winterzeit immer noch nichts abgewinnen. Sie bereitet mir und meinen Katern Mühe, und nicht nur an einem Tag

Donnerstag, 24. März 2011

Projekt 52-2011: Patchwork

In der 12. KW 2011 lautet heißt es bei Saris Projekt 52-2011 "Patchwork". Mein erster Gedanke war quilten und hätte ich die DVD im Haus, hätte ich vermutlich "Ein amerikanischer Quilt" abgelichtet. Eine Patchwork-Familie konnte ich auch nicht umsetzen (Waggy ist im Urlaub, Poe unterwegs, Merlin und Marlowe haben die Mitwirkung verweigert), also habe ich ein Objekt aus "Weißblech-Patchwork" abgelichtet: 

 
Diese Vespa, die wie ihre große Schwester meiner Freundin Siobhan gehört, wurde aus verschiedenen Blechdosen etc. "recycelt". Selbst die sich drehenden Räder sind aus Weißblech :). Ein total cooles Teil, wie ich finde!

Blogaktion für Japan

Merlindora hat mich im Rahmen einer Blogaktion für Japan von mySwissChocolate beschenkt. Danke dafür und, dass Du mich auf die Aktion aufmerksam gemacht hast:

Die schweizerische Firma hat diese internationale Aktion am 21. März 2011 ins Leben gerufen, sie endet am 31.03.2011, 12.00 Uhr. Und dies geschieht im Rahmen der Aktion:
  • mySwissChocolate hat Gutscheine (1 gratis Tafel inkl. Versand) an 10 Blogger ihrer Wahl verschenkt.
  • Diese 10 Blogger können nun jeweils maximal 10 Gutscheine an maximal 10 weitere Blogs verschenken, indem sie auf ihren Blogs über die Aktion berichten und 1-10 weitere Blogs benennen. Die Aktion ist bereits erfolgreich angelaufen, wie  man der bei mySwissChocolate verlinkten Tabelle ersehen kann.
  • Die jeweils beschenkten Blogs sollten, um die Aktion am Laufen zu halten, direkt von dem Geschenk unterrichtet werden.  Ein Blog kann nur 1 Gutschein erhalten (aber wie gesagt max. 10 Gutscheine virtuell weiter verschenken an weitere Blogs). Ob ein Blog bereits “beschenkt” wurde, erfährt man in der vorgenannten Liste.
  • Außerdem ist UNBEDINGT per Kommentar bei mySwissChocolate ein Backlink zum Aktionspost zu setzen, da das Unternehmen ja wissen muss, wohin die Gutscheine versandt werden sollen.
 mySwissChocolate spendet 2.00 CHF – mindestens aber 1′000 CHF - für jedes beschenkte Blog,
der vor Start dieser Aktion bereits aktiv existierte und vor Ablauf der Frist 
a) tatsächlich beschenkt wurde,
b) einen Blogbeitrag verfasst und
c) bei uns einen Backlink hier als Kommentar gesetzt hat).

Bei 1‘000 Blogs sind dies also bspw. schon 2‘000 CHF – die maximale Spenden-Grenze wäre 10‘000 CHF. Zusätzlich erhält nachher jeder beschenkte Blog per Mail den Gutschein für 1 gratis Tafel inklusive Versandkosten selbstverständlich auch tatsächlich zugesendet. Die Geld-Spende geht an die nationale Glückskette, die derzeit für Japan Spenden sammelt. Nach Ablauf der Aktion will mySwissChocolate im dortigen Blog nach Einzahlung des Betrages bei der Glückskette die “Einzahlungsbestätigung” im Blog abbilden!

Ich kann jetzt also auch maximal 10 Gutscheine für mySwissChocolate verschenken. Die Auswahl ist gar nicht so leicht, da ich am liebsten allen Blogger/innen in meinem Feedreader einen Gutschein zukommen lassen würde. In der Hoffnung, dass die Eigengrenze durch das "Schneeball-System" nicht schon erreicht ist, gebe ich einen Geschenk-Gutschein an:
  1. Sayuri (http://sayuris-exile.blogspot.com)
  2. Anja (http://newkidontheblog.de)
  3. Raven (http://ravensforest.wordpress.com)
  4. Pashieno (http://pashieno.de)
  5. Jed (http://jed123.blogspot.com)
  6. Arctica (http://arctica.ich-glaub-ich-steh-im-wal.de)
  7. Gris (http://degrisoscuro.blogspot.com)
  8. Seychella (http://www.fantastische-buecherwelt.de)
  9. Evi (http://zwillingsleiden.blogspot.com)
  10. Bibendum (http://bibendum-on-tour.blogspot.com)

Sonntag, 20. März 2011

Leipziger Buchmesse 2011 - Tag 4

Das ist er also: Sonntag, Familientag und letzter Tag der Buchmesse in Leipzig 2011.

Nachdem es gestern ja ganz gut geklappt hatte mit der frühen Anreise zum Messegelände, bin ich auch heute wieder um 07.00 Uhr aufgestanden. Dieses Mal jammerte Poe herum, er bräuchte noch etwas "Augenpflege". Phfft!Weshalb sollte es ihm besser gehen als mir gestern? Fenster auf, frische kühle Morgenluft hinein ins Zimmer und Decke zurückgeschlagen. Ich kann Euch sagen, Poe war sehr schnell am Flügelschlagen. Da dürfte ihm auch warm geworden sein ;)

Jedenfalls: Im Gegensatz zu gestern war die Straßenbahn heute aber auch um kurz nach halb neun schon voller. Den Hauptweg zur Messe war ich sitzend zwischen zwei Kindern gefangen *seufz*. Nicht nur, dass das Mädel neben mir ziemlich verschnupft war (hoffentlich hat sie mich nicht angesteckt), der Junge neben mir "las" in seinem Buch, was ja lobenswert ist. Allerdings erzählte er laut, was er sah/las und wandte sich häufig wiederholend fordernd und laut an seine neben ihm stehende Ma. Ich war begeistert und meine Freude auf den "Familientag" der Messe wuchs weiter ;)

Wie sich herausstellte, hätte ich mir wegen des Familientages gar nicht so viele "Sorgen" machen müssen. Es war heute nämlich erstaunlich angenehm in den Hallen und nciht so voll wie gestern. Auch im Cosplayer-Bereich in Halle 2 war Durchkommen möglich, beinahe wie am Freitag. Nun, ich hatte nichts dagegen :)

Ich muss aber zugeben, dass sich so langsam Ermüdungserscheinungen bei mir bemerkbar machten. Dabei meine ich nicht die Füße und Beine. Es war nur so, dass am heutigen vierten Tag langsam die Luft heraus war bei mir. Soviele Eindrücke, die ich in den letzten drei Tagen aufgenommen habe: Irgendwann macht sich das halt bemerkbar... Das hat mich aber nicht davon abgehalten, mich etwas im Buch&Art-Bereich in Halle 3 umzuschauen, bevor meine erste ins Auge gefasste Veranstaltung begann. Dabei habe ich auch in diesem Jahr wieder den Stand mit Karten, Bildern und Kalendern von Sergey Yakushev gefunden, allerdings dieses Mal nichts gekauft ;) Aber es gab noch mehr zu sehen, zum Beispiel dies:


Ich musste Poe übrigens fest halten, sonst hätter er sich in das Bett gelegt ...

Pünktlich zu halb elf bin ich dann zu der Gesprächsrunde gegangen, in der es noch einmal um Hörspiele ging. Dieses Mal ging es um Wiederveröffentlichung älterer Hörspiele und welche Probleme damit einhergehen. Relativ problemlos konnten die Lizenzfragen zu "Schubiduu uh - das pfiffige Gespenst" geklärt werden, die vollständig beim Autor lagen. Diese Hörspielreihe wird jetzt von Highscore Music herausgebracht: Dieses Label ist sehr engagiert, Hörspielklassiker wieder zugänglich zu machen. Auch die erste Staffel der "Professor-von-Dusen-Reihe" wurde von Highscore Music aufgelegt. Und diese Hörspielreihe musste zu den Rechtsfragen dann auch gleich als Gegenbeispiel herhalten, da es hier etliche Probleme gegeben hatte: Musiklizenzen, verstorbene Sprecher, unkoopeerativer Sender .. Aber: Es soll eine zweite Staffel mit weiteren vier Folgen geben. Hast Du das schon gewusst, Winterkatze?

Als die Runde zu Ende war, habe ich überlegt, ob ich gleich in Halle 3 bleiben sollte, um mir ein Gespräch über die Umsetzung der Digedag-Mosaik-Reihe als Hörspiel anzuhören. Zwar bin ich eher mit den Abrafaxen und nicht den Digedags groß geworden, aber na ja. Andererseit ging es wieder um Hörspiele -  nichts gegen Hörspiele! - und ein wenig Abwechslung schien mir auch nicht schlecht. Also habe ich mich in die Glashalle an den 3sat-Stand begeben, wo Alex Capus seinen aktuellen Roman "Léon und Luise" vorstellte.


Hatte ich dieser Tage schon einmal erwähnt, dass man ja nie ganz zufrieden ist? Bestimmt nicht, oder? :) Bei der Hörspielveranstaltung hatte ich eine Stunde lang auf einem ziemlich harten Stuhl gesessen und war tatsächlich mal froh, etwas stehen zu dürfen *lach* Andererseits schien die Sonne wunderbar durch das Glasdach und heizte fröhlich meine rechte Körperseite auf, während ich versuchte, dem Interview mit Alex Capus zu folgen. Und das war nicht so einfach, da ich relativ weit weg von der Bühne war und offenbar die verkabelten Mikros nicht ganz richtig saßen... So hörte ich zwar nicht so viel von dem Interview, aber genug von den gelesenen Szenen, um mich neugierig zu machen. Es wird eine Liebesgeschichte geschildert und der Grundton der gelesenen Passagen war trotz Ernsthaftigkeit humorvoll. In der einen Szene ging es um einen Lehrer, der Selbstmord begeht und dies so gut wie möglich vorbereitet - auch für die Nachwelt: So hat er z.B. bereits das Begräbnis bezahlt. Ich werde den Roman jedenfalls im Hinterkopf behalten :)

Bevor mein Magen dann die nächste Veranstaltung am 3sat-Stand stören konnte, habe ich für Abhilfe gesorgt. Mangels "Pausenbrotes" gab es heute ein Mittagessen im unteren Gastronomiebereich der Glashalle: eine frisch zubereiteten Maki-Mischung aus 8 Teilen + Wasabi + Ingwer und Stäbchen :) Meine persönlichen Favoriten waren mal wieder die Möhren- und die Gurken-Makis, frisch und knackig. Als ich dort unten herumwuselte, habe ich diese beiden Mädchen gesehen:



Ich musste ja an Victoria Frances denken,jedenfalls bei dem linken Kostüm, aber ich habe mich nicht getraut, nachzufagen. Typisch Natira ;) Immerhin habe ich den beiden gesagt, dass ich ihr Outfit wunderschön finde.

Ein Blick auf die Uhr sagte mir dann, dass ich mich langsam in Richtung Halle 2 aufmachen sollte. Dort wollte ich mir eigentlich die Lesung von "Mein fahler Freund" anhören ... nur um dann Seychella zu sehen, die einer Lesung von Oliver Plaschka lauschte. Ich warf derweil einen Blick auf das Programm und entschied mich spontan um: Ich blieb an der Fantasyinsel und konnte sogar nach der Lesung von Oliver Plaschka einen Hocker ergattern. Es erschien der gut aufgelegte Kai Meyer und las eine Szene aus dem im Herbst erscheinenden dritten Teil seiner Arkadien-Reihe und beantwortete danach noch Fanfragen. Am Signiertisch war er später natürlich auch zu finden :) Ach ja: Er kündigte an, dass in diesem Jahr die beiden Alchimistinnen-Romane neu erscheinen würde, und zwar in intensiv überarbeiteter Fassung.Hm... mit dem zweiten Teil war ich ja nicht so glücklich, aber "Die Alchimistin" hat mir vor Jahren gut gefallen. Ich werde mir eine Neuanschaffung mal durch den Kopf gehen lassen - neugierig genug dafür bin ich jedenfalls :)

Seychella und ich sind dann noch etwas durch die Halle 2 gestreift und haben, wie ich denke, entfernte Verwandte von Poe gesehen. Weder Seychella noch ich beherrschten deren Sprache und Poe traute sich auch  nicht "Hallo" zu sagen...





Obwohl heute nicht so viel Betrieb war wie gestern und mir auch nicht so viele Kids über den Weg liefen, habe ich mich dann gegen 14.00 Uhr leicht müde auf den Weg zurück ins Hotel begeben.

Ich finde es unglaublich, wie schnell die 4 1/2 Tage hier in Leipzig vergangen sind. Aber ich bin auch froh, dass ich morgen wieder nach Hause komme, mit Merlin und Marlowe herumkuscheln und in meinem eigenen Bett schlafen kann - nur mit den MuMs auf oder neben mir und ohne Fernsehunterhaltung aus dem Nebenzimmer... Naja, es hätte ja auch andere Unterhaltung von dort herüberschallen können, ich will mich also lieber nicht beklagen *lach*

Der Trolley ist soweit gepackt und ich habe tatsächlich nur ein Buch hier in Leipzig gekauft *staun* Ok, wäre die Messebuchhandlung nicht so voll gewesen oder hätte die Bahnhofsbuchhandlung heute "Léon und Louise" gehabt, dann hätte ich noch ein weiteres Buch erworben. Geliebäugelt habe ich ja auch mit "Zeugin der Toten" von Elisabeth Herrmann, obwohl ich eigentlich keine Krimis kaufe. Und dass sich "Die Götter von Whitechapel" nicht in meinem Trolley befindet, liegt wohl nur daran, dass es noch nicht erschienen ist :) Da schein ein Buchkauf-Schutzengel um mich herum gewesen zu sein :)

Meine Rechnung habe ich auch schon bezahlt. Morgen kann ich also in Ruhe frühstücken, auschecken und um 09.40 Uhr in den Zug "home sweet home"steigen...

Es wind noch ein paar mehr Fotos im Leipzig 2011-Album gelandet:

Leipzig 2011

Oh und eins noch: 
Ich habe mir auch dieses Jahr wieder einen Button auf der Messe gekauft (letztes Jahr gab es ja den Button "Pralinenmonster"). Auf meinem diesjährigen Button steht "Fischkopp im Exil"  *g*

Leipziger Buchmesse 2011 - Tag 3

Poe hatte Recht.

Das ist die schlichte Wahrheit und ich kann sie nicht verleugnen.

Durch das gestrige Training ist mein Muskelkater erheblich zurückgegangen und ich kam heute deutlich besser diverse Treppen hoch und runter :) Dies aber nur am Rande *g*

Die Sonne kam endlich in Leipzig an, wenngleich es windig und frisch blieb. Aber wie das so ist: Man ist ja nie ganz zufrieden. Die Sonne hat die Messehallen natürlich auch aufgeheizt, was sich besonders in kleineren Veranstaltungs"Buchten" bemerkbar machte. Zum Beispiel in derjenigen der TAZ. Die Luft zirkuliert in diesen kleinen Separees einfach nicht vernünftig.

Selbst wenn man wie ich im (eigentlich) zeitlosen Urlaub vor sich hin lebt, wusste man heute allerdings auch, was Sache ist: Wochenende. Die Besucherzahl unterschied sich doch spürbar von derjenigen des Freitags und erst recht des Donnerstags :) Ich fühle leichte Besorgnis, wenn ich an meinen morgigen Aufenthalt in den Messehallen denke...

Es wurde jedenfalls heute sehr schnell deutlich: Wenn man an einer Veranstaltung initeressiert war, musste man sich früh genug auf den Weg machen. Die Hallen sind jeweils über zwei Röhren mit der zentralen Glashalle verbunden und die Organisatoren begannen heute auch, die Menschen etwas zu dirigieren, indem sie eine der zwei Röhren als alleinigen Ausgang deklarierten. Machte, ehrlich gesagt, durchaus Sinn - aber in der Halle von einer Röhre zur nächsten zu kommen, war auch schon eine kleinere Herausforderung. Eine etwas größere Challenge stellte da schon die Halle 2 dar, wo u.a. die Kinderbuchverlage (incl. Buchhandlung), die Fantasy-Leseinsel, der Comic- und Manga-Bereich und die Cosplayer ihre "Heimat" haben. Ich kann Euch sagen, dass wurde schon anstrengend dort *g* Aber: Poe und ich haben auch viele Menschen in wunderbaren Kostümen gesehen ...

Da Poe mich schon um halb sieben aus dem Bett geholt hatte - Ihr glaubt gar nicht, wie nervig es sein kann, wenn ein uglyDragon vor Tatendrang ständig um Eure Nase herumflattert! -, sind wir schon sehr früh und sehr entspannt (also in der Straßenbahn sitzend) auf dem Messegelände angekommen. Es fiel mir daher auch gar nicht schwer, einen Sitzplatz beim Blauen Sofa zu ergattern, wo ich mir ein Gespräch  zu dem Buch "Der Maler und das Mädchen" von Margriet de Moor anhören wollte. Und es wurde mal wieder bewiesen, dass die Welt Deutschland ein Dorf ist: Neben mir saßen zwei Frauen einer Reisegruppe, die zwar nicht im Nachbarort wohnten, aber doch in einem Unkreis von so 30 min. meines Wohnortes ;) Wir sind ins Gespräch gekommen und die vielleicht 67jährige Dame neben mir zog ein Notizbuch aus ihrer Tasche, leicht abgegriffen. Hier notiere sie ihre gelesenen Bücher, teilweise mit "gut" oder einem extra Stern oder "blöd". Ein paar Seiten weiter fanden sich von ihr notierte Buchtitel, die sie wegen der Messeveranstaltungen oder aufgrund anderweitiger Empfehlungen interessant findet :)  Irgendwann begann dann aber die Veranstaltung und wir lauschten natürlich. Ich muss sagen, dass der vorgestellte historische Roman durchaus interessant klang. In dem Roman geht es um das Mädchen Elsje, welches vom Land nach Amsterdam kommt und dort nach 14 Tagen zur Mörderin wird.Im Gegensatz zu den zwei Damen auf dem Blauen Sofa höre _ich_ hier aber auch wieder auf. Die beiden Damen haben mir eigentlich schon zu viel erzählt *seufz*

Ich hatte ausreichend Zeit, mich in die Halle 2 zu begeben, wo ich etwas über Mangas hören wollte. Prompt kam ich zur Abwechslung auch mal zu früh am Schwarzen Sofa an. Eine junge Frau erklärte dort gerade - am lebenden Modell - , wie man einen Kimona anzieht. Für mich war die Vorführung allerdings nicht wirklich ergiebig: Zum einen habe ich mich bislang nicht weiter mit Kimons, Ogis und Obis auseinandergesetzt. Dann saß ich auch so günstig, dass ich regelmäßig nicht sehen konnte, was die Erklärende da tat ;) Eine "lebendige" Vorführung war es dennoch, da - wie so häufig bei Liveaktionen - nicht alles klappte und die Knoten schon mal falsch gebunden wurden. Immerhin habe ich erfahren, dass nach Hörensagen das stärke Herausschauen der (oder einer?) Bauchbinde bedeuten soll, dass die Kimonoträgerin auf der Suche nach einem Mann ist. Und nach Knotenerstellung könne man den Knoten durch das Band oben durchstecken - dann sei man "gut drauf" -, würde er nach unten durchgesteckt, signalisiere man "schlechte Stimmung". Okay, falls dem so ist, dann ist das eine interessante Methode, der Gesellschaft z.B. seine schlechte Laune zu signalisieren...

Es stellte sich jedenfalls heraus, dass ich - was den Manga anging - in einem Workshop gelandet war. Eine Autorin und "ihre" Illustratorin gaben einen groben Überblick, worauf man achten sollte, wenn man einen Manga produzieren möchte. Dass die Idee am Anfang steht, ist ja klar. Über Konzeptentwicklung zur Story und dem Charakterdesign über äußerst grobe Panelskizzen bis hin zur Abstimmung mit Texter und Redakteur sowie Rasterung und dem Druck wurden, wie ich denke, die wichtigsten Teilschritte an Beispielen präsentiert. Die beiden jungen Frauen bieten zu einzelnen Bereichen der Mangaproduktion (Storyline, Rasterung etc.) offenbar noch speziellere Workshops an.

Da mein Koffeinpegel gefährlich gegen Null sank, habe ich mich dann erst einmal auf den Weg zu einem der vielen Kaffeeanbieter gemacht. Dieses Mal war es auch wieder der erwünschte Milchkaffee *lach*. Passenderweise vibrierte dann auch  mein Handy: Meine Katzensitterin war am Apparat. Merlin und Marlowe ginge es gut, ihr Sohnemann streichle gerade Merlin auf meinem sonnigen Balkon die Füße! Ich war so neidisch *seufz* Marlowe würde sich in meinem Bett verstecken, was aber weder meine Katzensitterin noch mich überraschte. Mein kleiner Schreckkater ist immer scheu, wenn sie ihre Kids dabei hat (er reagiert ja auch nervös, wenn er überraschende Bewegungen von mir wahrnimmt). Sonst sei alles in Ordnung :)

An Dieter Moor, der gerade auf dem Außengelände eine Zigarette rauchte, vorbei ging es jetzt in die Halle 5. Eigentlich wollte ich mir dort "Was scheren mich die Schafe" am TAZ-Stand anhören. Dabei handelt es sich um ein Sachbuch der TAZ-Kolumnistin Anke Richter, die seit einigen Jahren mit ihrer Familie in Neuseeland, und zwar in Christchurch lebt. Und den Anfang des Gesprächs mit Michael Ringel von der TAZ habe ich auch mitbekommen: Sie sei bei dem letzte heftige Erdbeben gerade auf der Straße unterwegs gewesen. Der Familie ist nichts passiert, das Haus habe gelitten. Aber das alles sei nicht so schlimm wie die Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die Menschen. Anke Richter machte einen sehr sympathischen Eindruck, war gut gelaunt. Ihr Buch bezeichnete sie als satirisch... Und dann bin ich losgegangen, weil ich schon ahnte, dass ich Zeit für den Weg zurück in die Halle 2 brauchen würde ;) Aber das Buch von Anke Richter habe ich im Hinterkopf, ich muss mal sehen, ob ich es nicht im Stand des KiWi-Verlages finde ...

Nach einer kleineren Rundreise von Halle 5 über das Außengelände in die Halle 3 und von dort durch eine Röhre in die Glashalle (Halle 2 lag dahinter), dann wieder zurück in die Halle 3, weil man durch diese Röhre nicht herauskommt, immer an der Wand lang zur anderen Röhre, dort im Stop-and-Go-Betrieb durch die Glashalle und in die Halle 2...  Geht doch *g*

Heute hatte ich es ja etwas mit Manga und Comics, denn jetzt stand ein Interview mit dem französichen Zeichner Achdé an. Dieser Künstler setzt im Stil von Morris als Zeichner die Comicreihe "Lucky Luke" fort. Ganz offensichtlich gefällt Achdé auch dieser Job. Er sagte, er lebe seinen Kindheitstraum, denn er wollte immer Lucky Luke zeichnen. Ich gebe ja zu, dass ich Lucky Luke nie gelesen haben. Aber natürlich "kenne" ich die Figur des Lucky Luke, der auf einem Grashalm kaut. Wie sein Pferd heißt, weiß ich zwar nicht, aber es ging - zumindest früher - wohl immer um die Dalton-Brüder. Ich fand es ganz interessant, dass Achdé offenbar damit zufrieden ist, die Charaktere so zu zeichnen, wie es Morris vorgegeben hat. Eigenes von ihm ist, wie er sagt, zwar auch zu erkennen, aber nicht so offensichtlich und das sei auch genau so gewollt. So orientiere er sich mehr an modernen Western, die jetzt offenbar wieder populär werden ("Todeszug nach Yuma" zum Beispiel). Über einen Beamer wurden einige Seiten des neuen Bandes an die Wand geworfen und die eigene Figur im Detektivbüro kam mir bekannt vor. Sie sah Horatio Cane aus CSI Miami doch ziemlich ähnlich *lach*

Obwohl ich heute viel mehr Glück hatte und viel mehr sitzen konnte, bin ich nach der Lucky-Luke-Veranstaltung nur noch etwas frei durch die Gegend gestreift.


Poe, der inzwischen auch etwas flüggelahm aussah - natürlich hat er das bestritten! - legte Wert auf dieses Foto. Zum einen wollte er damit Sayuri und seiner bei ihr lebenden ugly-Doll-Verwandtschaft Grüße ausrichten. Und als ich das Foto geschossen hatte, meinte er, ich könnte ja - wenn ich hier schon stehen würde - in den Kochbüchern blättern und ihm zu Hause etwas daraus kochen. Geht es noch?!Soll ih vielleicht auch noch Hemden für Poe nähe und bügeln und seine Sachen aufräumen?!? *hmpf*

Jedenfalls: Obwohl der Muskelkater nicht mehr heraummaunzte, steckte mir der gestrige Tag - und die gestrige Nacht - noch in den Knochen und daher machte ich mich wieder auf den Weg ins Hotel.


Es ist unglaublich, wie schnell die Tage vergehen. Morgen ist bereits der letzte Tag der Messe. Ob ich es wohl dieses Jahr schaffe, bis nach 15.00 Uhr - wenn der Buchverkauf nicht nur in der Messebuchhandlungu.ä. möglich sein soll - auf dem Messegelände zu sein? Bislang hat mich der sonntägliche Familien-Tag-Andrang entweder völlig abgeschreckt oder sehr früh aus den Messehallen flüchen lassen ... Ich werde berichten ;)

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Freitag, 18. März 2011

Leipziger Buchmesse 2011 - Tag 2

Oh. Oh, oh, oh ... Abgesehen davon, dass ich auch diese Nacht nicht so gut geschlafen hatte - die Zimmernachbarn hatten lange ihren TV an ;) - , durfe ich wieder einmal Muskeln kennenlernen, von denen ich lange nicht wusste, dass sie existierten. Zum Beispiel die Muskelstränge beim Schienenbein :) Poe stutzte mich dann erst einmal zurecht: Ich solle mich nicht so haben! Zum einen hätte ich jetzt wenigstens einen Kater bei mir und falls es mir nicht gefallen würde, sollte ich heute einfach weiter trainieren! Hng!

Ich habe mich ja auch aufgerafft und bis sogar früher aus dem Hotel herausgekommen als gestern. Mit dem Ergebnis, dass ich auch früher die Glashalle auf dem Messegelände betreten konnte, nicht aber die eigentlichen Messehallen. Letztere werden erst ab 10.00 Uhr für die Besucher geöffnet. Also habe ich gewartet und herumgeschaut.


Da mein erster geplanter Termin um halb elf losgehen sollte, bin ich erst einmal in zum Nordischen Forum gegangen, um noch einen Blick in das Buch "Taxi 79 ab Station" zu werden, aus dem Joachim Król gestern vorgelesen hatte.

Bei der Gelegenheit konnte ich auch bei Dänemark einen Blick in das dort ausliegende Buch "Krieg - Stell Dir vor er wäre hier" von Janne Teller werfen. Es ist ein kleines Büchlein in Form und Aussehen eines etwas zu groß geratenen Reisepasses mit interessanten Illustrationen. Sehr umfangreich ist der Text selbst nicht. Da sich die Autorin per Du an den Leser wendet und speziell Deutschland als Kriegsschauplatz in der heutigen Zeit wählt, fragte ich mich, ob die Autorin wohl auch das Original in Deutschland hat spielen lassen. Wenn ich das Nachwort richtig verstanden habe, unterscheiden sich ganz leicht bereits die verschiedenen Übersetzungen untereinander und auch im Vergleich zum Original, um den jeweiligen "Landesleser" direkt anzusprechen. Offenbar ist das Grundszenario - Zusammenbruch der EU und Krieg in Nordeuropa, Frieden in der arabischen Welt, wohin auch geflüchtet wird und wo Asylanträge gestellt werden - gleich, nur die Konflikte werden im jeweiligen Land Dänemark, Deutschland oder Frankreich, ausgetragen mit anderen Aggressoren. Der Text wird sicher den jungen Leser packen, ich selbst bin erst gegangen, als ich das Essay durchgelesen hatte.

Dann aber flitzte ich sofort zur LVZ-Autoren-Arena - nur um (wie gestern) festzustellen, dass ich wieder zu spät war: Die Plätze waren alle besetzt, der Interviewtisch mit Gojko Mitic, dem Verkörperer der Indianerhelden meiner Kindheit, war überhaupt nicht zu sehen.

Statt der Veranstaltung über die große Leinwand auf der Rückseite der Arena zu folgen, bin ich zum Hörbuch-Forum der ARD geschlendert. Dort sollte es u.a. ein Gespräch mit Kai Meyer und Janne Teller geben. Ersterer war nicht zugegen, letztere schon. Janne Teller sagte bei dieser Gelegenheit: Sie schreibe, um etwas zu verstehen und hoffe, dass auch der Leser durch den Text zum Nachdenken angeregt werde und hoffentlich auch Verständnis entwickle. Nach dem Leseeindruck, den die im Hörbuch-Forum anwesenden Schüler von "Krieg" vermittelten, hat sie das geschafft.

Ich habe mich dann wieder auf den Weg durch die Hallen gemacht, weil ich noch etwas Zeit bis zur nächsten Veranstaltung hatte.  Überraschenderweise habe ich viele viele Bücher gesehen :)

Beim Gang durch die Messehallen 2, 3, 4 und 5 und den Treppen in der Glashalle musste ich schon (gequält) grinsen. Poe hatte recht, ich trainierte weiter...

Um 12.00 Uhr fand ich mich dann beim Blauen Sofa des ZDF ein. Dort stellte Volker Weidermann seine Biographie von Max Frisch vor. Diesen Namen hatte ich natürlich schon mal gehört, auch "Homo Faber". Allerdings nicht etwa in der Schule. Max Frisch stand damals nicht auf dem Lehrplan und bis heute habe ich von ihm nichts gelesen oder im Theater oder im Kino gesehen. Nach der Veranstaltung war in dem Maße neugierig wie vorher: Irgendwann werde ich von Frisch bestimmt mal etwas lesen, aber es muss nicht gleich sein ;) Das Buch von Herrn Weidermann klang lustigerweise dennoch interessant...

Ein Pausenbrot und einen als Milchkaffee verkauften superstarken Kaffee später (Man kann Kaffee mit Kondensmilch ertränken, so dass auch der Kaffee nicht mehr schmeckt! Heute von mir ausgetestet) bewegte ich meine inzwischen wieder schmerzenden Füße und die weiterhin herumzickenden Beinmuskeln mal wieder in die Halle 2 und schlenderte herum. Dabei habe ich u.a. PIKACHU gesehen - von hinten :).

Ich hatte mir die Lesung von Gerd Ruebenstrunk vorgemerkt, der sein neues Buch "Das Wörterbuch des Viktor Vau" vorstellen sollte. Dieses Mal war ich so früh, dass ich noch einem Teil von Bernhard Hennens Lesung aus "Drachenelfen" lauschen konnte - und Seychella traf :) Bernhard Hennens neuer Roman "Drachenelfen" wird erst im Herbst erscheinen; heute gab es für die Fans einen kleinen Vorgeschmack. Nach einer kleinen Frage- und Antwortrunde mit den Fans begab sich Herr Hennen an den Signiertisch (und Seychella auch), während Gerd Ruebenstrunk sein aktuelles Buch vorstellte. Den Autor habe ich bislang nur mit seinem Kinder-Fantasy Buch "Arthur und die vergessenen Bücher" in Verbindung gebracht. Dieses Buch richtet sich aber offenbar an ein anderes Publikum, wie die vom Autor gelesene zweite Szene mit einem Floristen und einem Opfer zeigte. Was ich hörte, fand ich interessant...

Allerdings gab ich nach der Lesung mit Gerd Ruebenstrunk dann auf. Die vergangene Nacht forderte ihren Tribut und der Muskelkater auch ;) Da kann Poe noch so viel vom Training erzählen. Obwohl ich mir eigentlich die Präsentation des Hörspiels "Spuk unterm Riesenrad" anschauen wollte - ich habe diese Serie als Heranwachsende geliebt! Erinnert sich noch jemand an den Staubsauger und die Stromversorgung? - und auch Wolfgang Hohlbeins Vorstellung seines neuen Romans "Infinity - Der Turm" mitnehmen wollte, habe ich mich nach der Lesung von Seychella verabschiedet und bin mit der Straßenbahn zum Bahnhof gezuckelt.

Einen Schlenker in die Stadt habe ich mir heute aber noch gegönnt. Schließlich hatte ich während der S-Bahn-Fahrt mein Buch "Der fliegende Mönch" ausgelesen und brauchte doch Nachschub :) Also bin ich nicht nur in den Netto (um mir Natriumglutamat in Form eines Nudelcup und einen Joghurt sowie eine Flasche Weißwein zu besorgen), sondern auch in eine Buchhandlung. Morgen (oder vielleicht doch schon heute abend?) werde ich dann mit "Das Wörterbuch des Viktor Vau" beginnen ...

Und jetzt strecke ich erst einmal meine müden Beine aus (ok, ich habe das Netbook auf dem Unterbauch und die Beine liegen hoch auf dem Tisch *g*). Nachher werde ich wohl noch eine Folge "Big Bang Theory" auf dem Archos schauen... Guts Nächtle *wink*

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Leipziger Buchmesse 2011 - Tag 1

Was für eine Nacht. Selbst Poe hat sich beschwert, dass ich mich hin- und hergedreht habe. Er wäre gar nicht zur Ruhe gekomme. Ich weiß auch nicht ... Ob es die fehlenden MuMs waren oder die Vorfreude, ich kann es nicht sagen. Diese Nacht war jedenfalls ähnlich unruhig wie die letzte.Konsequenterweise war auch das Wetter ähnlich schlecht wie gestern. Naja, gestern war es grau, heute hat es geregnet :) Aber was ist schon Regen, wenn man in den Messehallen wandelt?

Die Geräuschkulisse in der Eingangs- und Glashalle ist unglaublich. Es ist, als würde man in einem Bienenstock sitzen und dem Summen zuhören.Einzelne Gespräche sind nicht unbedingt wahrnehmbar. Und - zumindest zu Beginn - vermittelt mir das Geräusch Energie. Poe ist es wohl nicht anders gegangen :)

Wir sind erst einmal etwas durch die Hallen gestreift und haben uns umgeschaut. Das erste, was mir auffiel, war, dass dieses Mal nicht so interessante Installationen wie letztes Jahr (mit den Bleistifen zum Beispiel) dabei waren

Die Aufbauten, auch der größeren Verlage, erinnerten mich an letztens Jahr, das Angebot in ihnen war aber natürlich  neu :) Poe hat dennoch gleich eine Jukebox gefunden, allerdings war Musik nicht im Angebot *g*

Ich habe mich dann erst einmal durchgesetzt und habe mir ein Gespräch zu Hörspielen angehört. Es ging im Grunde darum, was ein Hörspiel ist (Gestaltung des Textes mit Stimme, Geräuschen und Musik), dass es in der Produktion offensichtlich teuer als die Einlesung eines Buches ist und dass Hörspiele eine treue Fangemeinde habe. Die Stunde war sehr kurzweilig und von den drei Gästen Oliver Rohrbeck (Produzent und auch Sprecher aus der Serie "Die drei ???"), Sven Stricker (Hörspiel-Regisseur, z.B. von "Die Wolke"oder der Wallander-Reihe) sowie Olaf von der Heydt (Rezensent) wurde u.a. die Professor-von-Dusen-Reihe empfohlen! Da musste ich doch gleich an Winterkatze denken :)

Abgelehnt - ja beinahe gewarnt - haben die drei Gäste vor sogenannten Filmhörspielen. Die Bezeichnung sei irreführend, da es - zumindest bislang - gar keine Hörspiele seien. Man könnte eher sagen, es ist die Tonspur des Films, hoffentlich mit einem zusätzlichen Erzähler: Wer schon einmal einen Film mit Hörtext für Sehbehinderte geschaut hat, dürfte vermutlich eine halbwegs richtige Vorstellung von Filmhörspielen haben ...

Als die Runde zum Ende kam, klingelte auch mein Telefon. Naja, es vibrierte. Meine Katzensitterin meldete sich kurz, alles ok.

Als ich zurück in die Messehalle kam, fiel mein Blick auf "Detektei Sonderberg & Co". Der Mitarbeiter am Standt erklärte mir, dass es sich bei dieser Reihe historische Krimis handele, die auch zeitgemäß seien. Sie spielen in Düsseldorf im 19. Jahrhundert und der Detektiv Dr. Soonderberg ermittle mit seiner Assistentin. Aus Marketinggründe hatte man die Reihe als "szenische Lesung" beworben - diese Strategie ist aber wohl nicht ganz aufgegangen, wie ich aus einem Gepräch zwischen dem Mitarbeiter und einem weiteren Interessenten heraushörte. Tatsächlich sind es auch Hörspiele. Man hatte versucht, über szenische Lesung die Hörbuchhörer zu interessieren ... Jedenfalls: Ich habe eine gekürzte CD des zweiten Falles "Sonderberg  Co ... und der Tote im Rhein" mitbekommen (der Fall soll aber aufgelöst werden). Zum Cast gehören u.a. Andreas Fröhlich (z.B. aus "Die drei ???" bekannt) und Regina Lemnitz (Synchronstimme von Whoopi Goldberg). Einen CD-Player weist mein Netbook nun nicht auf, daher werde ich warten müssen, bis ich wieder zu Hause bin... Mal schauen, wie mir dieses Hörspiel gefällt.



Ich habe mich dann in Halle2 begeben, wo sich die u.a. die Fantasy-Leseinsel befindet und auch der Cosplayer-, Comic- und Graphic-Novel-Bereich. Ich habe mir die Plüschkatzen angeschaut :) und dem Simpsonzeichner Serban Cristescu etwas zugehört, der nicht etwa für die TV-Show arbeitet, sondern an den Comics. Der junge Zeichner aus Rumänien ist dort u.a. für das Layout zuständig.

Simon Beckett auf dem Blauen Sofa konnte ich mir nicht entgehen lassen: Als ich ankam, war eine Menschenmenge da und hörte gerade Herrn Kurt Biedenkopf zu, der u.a. über die unterschiedliche Auffassung von sozialer Gerechtigkeit referierte. Danach kam Simon Beckett und auch sein Gespräch von ca. einer halben Stunde war gut besucht. Es ging um "Verwesung", ganz klar, seinen aktuellen Titel. David Hunter ist wieder im Einsatz als forensischer Anthropologe. Beckett erzählte auch von seiner Zeit als Journalist auf der Body-Farm des FBI und wie dieser Job für einen Artikel ihn zum Kreieren der David-Hunter-Figur inspirierte. Das muss dort auf der Body-Farm ziemlich hefig gewesen sein: Offenbar wurden - und werden? - dort Polizisten für die Tatortermittlung geschult. Außerdem wurden dort wissenschaftlich die Verwesungsstufen untersucht, indem man die Leichen verschiedengradig vergrub etc...

Das Thema war so anregend, dass ich danach nicht gegessen habe, obwohl mein Magen sich mehr und mehr bemerkbar machte. Ich bin erst einmal weiter durch die Hallen gezogen und habe dabei u.a. DDR-Sportreporter Heinz-Florian Oertel gesehen (der sich kaum verändert hat im Vergleich zu meiner Erinnerung). An Wolfgang Lippert kam ich auch vorbei, der gerade sein Buch signierte. Und Sonja Krauss wollte ich eigentlich zuhören ("Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, frag nach Tequila") - aber no way! Da waren dermaßen viele Menschen, dass ich mit der Leinwand hätte vorlieb nehmen müssen. Da inzwischen Zeit vergangen war, habe ich mir etwas zu Essen geholt und meinen Koffeinbedarf gestillt :)

Danach bin ich relativ ziellos geschlendert, denn sowohl der TAZ-Stand (ich wollte mir "Mein afrikanisches Tagebuch" von Frau Slomka anhören) war total überfüllt, als auch die Veranstaltung mit Ranga Yogeshwar "Ach so". Zu halb vier war ich dann planmäßig wieder in Halle2 angekommen. Mich hatte ein Titel neugierig gemacht, der erst nächsten Monat erscheint. Eigentlich habe ich es ja nicht so mit der Fantasy - und der Begriff "Steampunk" ist für mich auch immer noch neu. Ich glaube, bei Evi, Irina und Winterkatze ist er mir schon untergekommen ;) Jedenfalls heißt das Buch "Die Götter von Whitechapel" und es wurde eine Leseprobe vorgetragen. Nicht vom Autor, der war nicht da, aber der Vorlesende hatte zwei gute Szenen gewählt. Sie machten mich neugierig. Mal sehen, ob das Buch nicht vielleicht doch mal in meinem Lesesessel landet.

Während ich dieser Lesung lauschte, inspizierte Poe ein wenig die Halle 2.


Und dann überlegte er laut, ob ich mir nicht einen Fausto anschaffen wollte!


Und wie wäre es mit einem Buch über "uglyDragons im Alltag"?


Ich habe die Frage unbeantwortet gelassen ;) Außerdem wollte ich doch einen vernünftigen Platz im "Berliner Zimmer" bekommen, wenn Joachim Król live liest. Das das hat auch geklappt. Er las aus einem isländischen Buch "Taxi 79 ab Station", welches in Island wohl zu den Klassikern gehört und dort einen hohen Stellenwert hat. Der Schauspieler las eine Fahrszene aus dem Buch, sehr präzise Beschreibungen im Text, sehr viele Informationen, filmisch. Ich hätte ihm noch länger zuhören können - und das lag nicht nur daran, dass mir inzwischen meine Füße weh taten und ich einfach nur noch müde war :) Herr Król liest toll - vermutlich könnte er einem Telefonbuch noch Schönheit abgewinnen :)

Nach der Lesung bin ich dann aber fußlahm Richtung Ausgang gedackelt und in die Straßenbahn gestiegen :) Im Bahnhof habe ich mir "etwas Warmes" mitgenommen, chinesische Nudeln mit Gemüse. Ok, im Hotel war es nur noch lauwarm - aber der Natriumglutamatgehalt dürfte geringer gewesen sein als bei meinem Alternativessen *lach*

Eigentlich hatte ich ja vor, entweder zur langen Lesenacht in die Moritzbastei zu gehen oder vielleicht zur Krimilesung in das Leipziger Landgericht - oder ins Kino Prager Frühling, wo nach der Vorstellung einer Biographie von Jean Harlow ein Film mit ihr lief. Aber es ging nicht - ich war total k.o. nach der irgendwie unruhigen Nacht und dem Gehen und Stehen und Sitzen auf der Buchmesse :)  Und schließlich wollte ja auch noch dieser Blogeintrag geschrieben werden...

Morgen - auf ein Neues :)

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Habe ich schon erwähnt, dass mir das Wlan-Netz im Hotel mir dieses Jahr die Nerven raubt?

Mittwoch, 16. März 2011

auf nach Leipzig

Man sollte annehmen, dass sich eine gewisse Routine entwickelt, wenn man mit der Bahn verreist. Besonders, wenn man ausschlafen kann, weil der erste Zug erst um 11.25 Uhr losfährt.

Aber nein!

Das erste Mal wachte ich diese Nacht um kurz nach 3.00 Uhr auf, dann hatte ich Ruhe bis um 5.00 Uhr - nicht die MuMs waren daran schuld. Die beiden waren übrigens nicht einmal im Schlafzimmer, wie ich feststellen durfte. Um halb sieben war ich es dann leid, Licht an - Merlin und Marlowe kamen ins Zimmer. Ach nee :)

Fix einen Pott Kaffee aufgebrüht und zurück in die Koje, denn: Der Trolley war schon im Auto, der Rucksack war fertig, Frühstück sollte es um 10.00 uhr bei Siobhan geben (die mich mit meiner Flo dann zum Bahnhof bringen, auf Flo aufpassen und dann am Montag abholen würde *g*).  Ich hatte also Zeit, noch in Ruhe eine Abschieds-Kuschelrunde mit den MuMs abzuhalten, was ich dann auch tat. Himmel, ich vermisste die beiden bereits während dieser Stunde! Aber sie sind ja in liebevollen Katzensitterhänden... *geht eine Runde MuM-Fotos in Picasa schauen*

Wo war ich? Ach ja ...Nach dem Frühstück ab in die Regionalbahn, in Osnabrück in den IC nach Hannover und dort einmal über den Bahnsteig und hinein in den bereits wartenden IC nach Leipzig.

Auf der Zugfahrt habe ich viel in Simon Frosts "Der fliegende Mönch" gelesen und kam gut voran. Ab und an ein Blick aus dem Fenster:

Bünde "die Zigarrenstadt" : Ist das heute noch positiv zu erwähnen oder gesundheitswerbeschädigend?  Ein Hund beim Geschäft auf einem Feld. Zwei Schwäne auf einem anderen weiten Feld - einer putzte Gefieder, einer schnabelte am Boden herum. Irgendwo Schornsteine - ein "normaler" , der andere hatte im letzten obersten sichtbaren Viertel eine Außenspirale - sah beinahe nett aus.War es Magdeburg, wo viele Graffiti das Wort "moses" enthielten?

Es wird Kaffee angeboten in der Bahn für 2,80 EUR den Becher, den ich dankend ablehne. Lieber trinke ich später einen Krümelkaffee im Hotel (bereits geschehen *g*). Ich habe keine Lust mehr, zu lesen und hole mir mein neuestes Spielzeug heraus: den Archos 70b ebook-reader. Kostenlose Ebooks habe ich bereits darauf, u.a. "Alice im Wunderland", "Rheinsberg". Ich habe nicht darauf geachtet, ob ich in der Nähe eines Hotspots bin - haben IC überhaupt welche? Egal: Wlan-Check, im Zug erfolglos, die Funktion deaktiviere ich gleich wieder. Hm, keine Musik, lieber avi.Videos, die ich auf Gerät und der SD-Karte gespeichert habe: Während hinter mir ein Mann im mittleren Jahren schläft und dazu Bäume absägt, schaue ich mir zwei Folgen von "The Big Bang Theory" an und kichere vor mich hin, obwohl ich nicht alles im Original verstehe. Die Clips laufen gut auf dem Farbtouchscreen-Gerät.

Leipzig naht, allgemeiner Aufbruch im Waggon und dann stehe ich schon wieder auf dem wunderschönen Kopfbahnhof. Der erste Gang führt mich in die Bahnhofsbuchhandlung, das Messeprogrammheft holen :) Dann ab zum Mobilcenter zwischen S-Bahnstation und Zugang zur City: Mein Online-Messeticket enthält nicht die Freifahrtsoption hin und zurück zum Messegelände, also gibt es ein Wochenticket, das rechnet sich tatsächlich noch.

Dasselbe Hotel wie letztes Jahr, aber eine Etage höher und offenbar etwas weiter vom Wlan-Router entfernt: Die Netzstärke ist schwach. Aber davon lasse ich mich nicht entmutigen :) Ich mache mir jetzt noch einen Kaffee. Statt das griechisches Restaurant unterhalb des Hotels aufzusuchen, mache ich mich über meinen restlichen Reiseproviant her, das wird bis zum morgigen Frühstück reichen.

Und dann geht es wieder zum neuen Messegelände: Leipziger Buchmesse.

"Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin


Vor einiger Zeit hatte mir der Mohland Verlag ein Rezensionsexemplar des Buches "Schlafen bei Licht" zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Worum geht es (Zitat des Klappentextes 1.Auflage 2011 Mohland Verlag)
Das Leben von Torsten Burmester verlief bisher nicht in perfekten, aber doch sehr geordneten Bahnen. Regelmäßig versieht er als Hamburger Beamter seinen Dienst, hat eine kleine Wohnung und eine auf ihre Karriere bedachte Freundin namens Silke. Unvorhergesehenes ist nicht vorgesehen. Als Torsten einen Unfall hat und im Krankenhaus liegt, beginnt sich sein Leben grundlegend zu ändern. Nachdem ihn Silke verlässt, ist er plötzlich Single und denkt neu über sich nach. Unterstützung in dieser Situation erhält er von seinem Freund Mark, der als vermeintlicher Frauenheld und tatsächlicher Autolackierer viele Dinge so ganz anders betrachtet als Torsten. Aber gerade das hilft ihm, nach dramatischen Zwischenfällen seinen eigenen Weg klarer zu sehen und sich vielleicht einer neuen Liebe zu öffnen..

Nachlese
Der Autor ist für mich kein Unbekannter mehr.Abgesehen von seiner Kurzgeschichtensammlung "Geist der Venus" habe ich auch seine Kurzgeschichten aus "Beamte und Menschen" gelesen. In beiden Büchern hat Wolfgang A. Gogolin also mehrere Kurzgeschichten präsentiert, ernsthafte und nachdenkliche, leichte, humorvolle und auch "böse".

Mit "Schlafen bei Licht" hat der Autor nun eine längere Erzählung über 137 Seiten vorgelegt. Torsten Burmester wird, während er im Krankenhaus liegt, von seiner Freundin verlassen. Sein prollhafter Freund Mark stellt sofort Mutmaßungen über die Verfügbarkeit der Krankenschwester Anja an und tatsächlich lernt Torsten Anja auch näher kennen. Aber auch die Beziehung mit Anja verläuft nicht ohne Probleme und Torsten muss sich fragen, was _er_ wirklich will.

Ich sehe das Werk als Novelle an, also zwischen Kurzgeschichte und Roman liegend. Und aus meiner persönlichen Sicht ist das auch das Hauptproblem von "Schlafen bei Licht".

In den Kurzgeschichten, die ich von Wolfgang A.Gogolin gelesen habe, entwickelte er in einem eng gesteckten Rahmen sowohl griffige Charaktere, als auch überwiegend nachvollziehbare Storylines. Das Gleichgewicht zwischen Länge der Geschichte und Charakterdarstellung bzw. Beschreibungen gefiel mir. In "Schlafen bei Licht" empfand ich hier ein Ungleichgewicht.

Nach der Lektüre - aber teilweise auch während - empfand _ich_ bestimmte Szenen als überflüssig bzw. für den Gesamtfluss als mit zuvielen Informationen bestückt. Aus meiner persönlichen Leserperspektive hätte mir z.B. die Information gereicht, dass Thorsten den altersschwachen Röhrenfernsehr einschaltet und dort der Vorspann zu "Ein Käfig voller Helden" läuft. Dass dies "mithilfe der Fernbedienung" geschieht, denke ich mir bei im Bett liegenden Patienten im Krankhaus. "Voreingestellt war der Sender Kabel eins." empfinde ich ebenfalls als überflüssig in der Gesamtschau. Es sind Kleinigkeiten, ich weiß, aber sie fielen mir auf - weil mir an anderer Stelle etwas fehlte:

Die geschilderten Beziehungsprobleme Torstens und die Ansichten seines verheirateten Freundes Mark dominieren die Novelle derart, dass der Grund für Torstens "Schlafen bei Licht" dabei untergeht. Ja, der Leser erhält einen ersten Hinweis bereits im Krankenhaus und ja, es wird immer wieder thematisiert, dass Torsten das Licht anlässt. Und ja, etwa in der Mitte der Novelle kommt auch der Grund zur Sprache und die Novelle endet hoffnungsvoll. Aber mir kam dieser titelgebende Strang der Erzählung einfach zu kurz. Auch die Zusammenführung dieses Erzählstranges mit der Beziehungsstoryline mindert für mich diese Sache nicht, da, wie gesagt, Torstens und Marks Frauenfragen dominieren. In diesem Zusammenhang: Die Szene zwischen Torsten und Sandra gefiel mir richtig gut.

Die Charaktere selbst - auch wenn sie mir nicht recht gefallen - sind zwar überzeichnet, aber halt nicht lebensfremd. Es gibt nun mal Menschen wie Torstens Vater mit der "gebrauchten Ware" oder den Höhlenmenschen Mark, leider. Das Problem ist hier nur deren Klischeehaftigkeit. Und Torsten - nun, mein Typ ist er nicht, mag er Brad Pitt irgendwo ähnlich sehen oder nicht ;) Und so recht glücklich bin ich mit Sachlichkeits- und Beamtenvergleichen in Bezug auf Torstens emotionales Leben auch nicht geworden. Zwar empfinde _ich_ diese Vorgehensweise als Überzeichnung und Satire - aber ich bin mir nicht sicher, ob es so gemeint ist, denn:  Der Grundton der Novelle schwankt und es ist nicht immer klar, was satirisch überzeichnet und was "ernst gemeint" ist.  Trotzdem findet man die alleseits verquere Beziehungs-Normalität in dieser Geschichte - von Hoffnung, Liebe, Eitelkeit, Frust, Trotz, Ärger,Eifersucht bis Dummheit.


Insgesamt hatte ich dennoch das Gefühl, dass die Novelle nicht Fisch und nicht Fleisch ist. In ihr sind Kurzgeschichtenelemente, die der Autor beherrscht, enthalten - aber für eine Novelle reichen sie nicht aus. Viele Charaktere bedienten Klischees (Mark, Torstens Vater,Gerd) und wirkten so auf mich nicht eigenständig. Torstens Freundschaft zu Mark ist für mich genauso wenig nachvollziehbar wie für seine Ex; es fehlt auch für den Protagonisten Tiefe. Der _ titelgebende_ Erzählstrang ging mir zu sehr in der gesamten Geschichte unter. Vielleicht hätte sich Wolfgang A.Gogolin einfach noch Zeit für ein paar mehr Seiten nehmen sollen ...

Dienstag, 15. März 2011

Projekt 52-2011: Glas

In dieser Woche lautet das Thema von Saris Projekt 52-2011 Glas. Ich dachte Citys "Gläserner Traum" und überlegte, ob ich den Song irgendwie umsetzen könnte. Und dann sah ich dieses Glas und dachte auch wegen jüngster Posts in meinem Feedreader an Annie Lennox.


Auch wenn es kein Glasscherben auf dem Boden sind: 

Sometimes life feels like walking on broken glas...

Sonntag, 13. März 2011

Projekt 52-2011: Fernweh

Das dieswöchige Thema "Fernweh" erinnerte mich an meine Freundin Sayuri. die vor Jahren sinngemäß mal sagte:

"Ein vollgetanktes Auto vermittelt mir das Gefühl, die Straße wartet und ich kann überall hin..." 





Freitag, 11. März 2011

Freitagsfüller by Barbara

Die Mittagspause rast nur so an mir vorbei. Aber bevor sie ganz endet, gibt es noch den
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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)

Donnerstag, 10. März 2011

Fotos von den MuMs #22

Die Auflösung meiner gestrigen Frage (Fotos von den MuMs #21)

Erst so

Dann so:

Mittwoch, 9. März 2011

Fotos von den MuMs #21

Am Wochenende habe ich den MuMs ein neues Kratzbrett aus Wellpappe gekauft, 2,99 EUR und etwas Katzenminzepulver war auch dabei. Merlin hat sich auch sichtbar daraufgestürzt. Die Frage aber ist:

Wie kommt es von dieser Situation

zu dieser?

:)
Auflösung folgt morgen.

Montag, 7. März 2011

Verkauf: Montage

In der Nähe meiner Arbeitsstelle ist eine Schilderwerkstatt. Und - überraschenderweise - gibt es dort ein Schild:

"Schilder 
Verkauf 
Montage" 

Mein Unterbewusstsein hat während meines Botenganges "Verkauf Montage" gelesen.

Wie wäre es mit diesem?

Im Büro ist viel zu tun, es ist die Woche vor meinem Urlaubsbeginn. Also will ich um 07.00 Uhr beginnen, damit ich zwei Stunden "ungestörte" Arbeitszeit habe. 06.50 Uhr - raus zum Auto und Tür auf (elektrisch), einsteigen, Schlüssel ins Schloss ... tote Flo, kein Mucks, überhaupt nichts, nada, nicht einmal Gurgeln.

ARGH

Raus aus dem Auto, die Frankiermaschine auch raus (die am Samstag "in der Stadt" aufzuladen war, denn am Arbeitsort geht das in der Filiale nicht, Flo lief natürlich am Samtstag noch problemlos). Hm: Wetter ist trocken (aber leicht unter 0), also Peddy geschnappt - die Frankiermaschine aber daheim gelassen, ich muss es mir ja nicht noch schwerer machen.

Völlig erledigt (Peddys Akku war nicht mehr zu Hälfte aufgeladen und das merkt man schon im Unterstützungsmodus ;)) oben auf dem Berg angekommen, direkt zur Kfz-Werkstatt und dort den Zweitschlüssel abgegeben, damit die Flo eine Leihbatterie einbauen oder das Auto ggf. holen können.
Ich steige also vom Rad, will es abstellen - und Peddy bockt wie ein Pferdchen, denn ich hatte den Unterstützungs-Modus noch nicht ausgestellt. Das ganze Rad bewegt sich nach vorn auf einen neuen dort stehenden Corsa und fällt dann um.

SUPER, GANZ KLASSE!

Ergebnis:

-Mit Leihbatterie startete Flo sofort - "meine" Batterie, die ich ca. September 2010 neu gekauft habe, ist aktuell beim Autohändler, wird aufgeladen und gecheckt. 

-Ich kann mit Flo incl. Frankiermaschine - die ja heute im Büro noch benötigt wird - aus der Mittagspause wieder herfahren und die Leihbatterie die nächsten Tage zurücktauschen.

- Durch meine Unachtsamkeit beim Abstellen des Pedelec bin ich an das Auto sichtbar rangekommen, wenigstens ist es ein kleines leicht austauschbares Teil. Mal schauen, ob ich das meiner Privathaftpflicht melde oder selbst aufbringe, damit Beiträge nicht angepasst werden.

Also? Angebote für diesen Montag? 
Garantieren für einen im Übrigen ereignislosen Ablauf dieses Montags werden allerdings nicht übernommen! 

Fotos von Merlin #11

Ich hatte ja davon berichtet, dass ich meine Einkaufssammelpunkte bei Zooplus eingelöst habe für ein "Denkspiel". Merlin am 02.03.2011:


 


Sonntag, 6. März 2011

Samstagmorgen um 08.00 Uhr :)


Ein geruhsamer Start in das Wochenende...
und heute morgen sah es ganz ähnlich bei mir aus :)

Projekt 52-2011: Kontraste

Ich habe mich bei der Umsetzung des dieswöchigen Themas auf die Bedeutung des Wortes "Kontrast" im Sinne von "Gegensätzliches" im Allgemeinen konzentriert:

Neu/Alt
Leben/Tod

I'm in english-Challenge: "Mrs. Fry's Diary" by Mrs. Stephen Fry


Dieses Tagebuch :) war mein Märzbuch für die  I'm english-Challenge.

Worum es geht?

Stephen Fry - bekannter Schauspieler, Autor, Allroundtalent: begabt, witzig. Oder? Was ist mit dem fensterputzenden, Karaoke liebenden, frauenverführenden Stephen Fry, won dem seine Ehefrau und Mutter seiner Kinder (mindestens 5, vielleicht mehr), Mrs. Edna Fry erzählt. Über ein Jahr lang hat Mrs. Stephen Fry ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch festgehalten und enthüllt das geheime Doppelleben von Mr. Stephen Fry! 

Nachlese:
 :)

Wie soll ich eine Nachlese zu diesem Tagebuch schreiben? Über Ednas Erlebnisse mit ihrem Ehemann, der ihre Reisewünsche erfüllt, wenn auch etwas - hm - eigenwillig. Der sich an die Toilette seines Lieblings-Pubs kettet, weil dieser abgerissen werden soll.  Oder soll ich wirklich über die Kinder und den interessanten Erziehungsmethoden von Edna und Stephen schreiben? Oder Ednas Freizeitaktivitäten (mit dem Schreibkurs hat sie ja etwas Pech, der Leiter allerdings scheint einige literarische Werke zu erleben *g*).

Wie wäre es mit zwei kurzen Kostproben aus den Tagebucheintragungen. Einfach, damit Ihr einen Eindruck nicht nur von Mrs. Stephen Frys's Leben erhaltet, sondern auch von ihrer schriftstellerischen Eloquenz:

"February
2 Wednesday
Social Service called round this morning but I refused to let them in. Last time, they wanted to give us our kids back.

3 Thursday
Disappointed that my first creative writing class was cancelled due to the weather, although the evening wasn't a complete write-off. All that gorgeous, newly fallen snow did bring out our romantic side, so we went out to make snow angels. We managed to knock over 12 snowmen before Stephen crashed the van."


Die Autorin besitzt Beobachtungsgabe und liebt Literatur (sie startet einen Buchklub) und ist bemüht, ein halbwegs angemessenes gesellschaftliches Leben zu führen. Ihre Einträge zeigen, dass sie eine -ähm- hingebungsvolle Ehefrau und Mutter sein will :) Der geneigte Leser wird sich zudem an Mrs. Stephen Fry's Wortwitz erfreuen (die Schreiberin dieser Nachlese ist sich aber nicht sicher, ob Mrs. Stephen Fry sich dieser Fähigkeit bewusst ist *g*).

Über ein Jahr hinweg begleitet der geneigte Leser Mrs. Edna Fry auf Ausflügen mit der Familie, darf Rezepte lesen (Spam = Frühstücksfleisch? ist IMMER wesentlicher Bestandteil), aber auch erleben, wie die Autorin sich um ihren abwesenden Mann sorgt und sich wundert, weshalb ihr im Pub trinkender Ehemann twittert, er sei bei der Eröffnung eines Museums.

Ist Mrs. Edna Fry's Ehemann nun der "berühmte Renaissancemann Stephen Fry" oder nicht? Die Schreiberin dieser Nachlese wird natürlich diese Frage des geneigten Lesers hier nicht beantworten!

Ein Jahr im Leben von Mrs. Edna Fry, Ehefrau von Mr. Stephen Fry und Mutter seiner zahlreichen Kinder: Unterhaltsam und Lesenwert. *giggelt*

Challenge Deutschland und Nachbarn: "Der Prozess" von Franz Kafka


Ich habe mir dieses Buch für die Challenge "Deutschland und seine Nachbarn" als Buch für Tschechien ausgesucht, da Franz Kafka in Prag geboren ist (tschechischer Autor).

Worum geht es?
Ich zitiere vom Klappentext meiner Ausgabe aus 2006 des Anaconda-Verlages:
"Grundlos wird Josef K. an seinem 30. Geburtstag verhaftet und verhört. Die Umstände sind grotesk, niemand kennt das Gesetz und das Gericht bleibt anononym. Die Schuld, erfährt Josef K., hafte ihm an, ohne dass er dagegen etwas tun könne. Verbissen, aber erfolglos versucht er, sich gegen die zunehmende Absurdität und Verstrickung zu wehren, schlägt jede Warnung vor weiterer Gegenwehr in den Wind..."

Nachlese:
Wie so häufig war ich neugierig und hatte das Buch irgendwann einmal gekauft. Von Kafka und "kafkaesk" hatte ich schon gehört, aber halt noch nie etwas von Kafka gelesen. Das sollte sich anlässlich von Wörterkatzes Challenges ändern.   

Das Buch besteht aus zehn Kapiteln. Unter der Kapitelnummerierung ist in Schlagworten vermerkt, wer auftritt oder sogar um was es geht, manchmal beides. Die Geschichte selbst wird zwar aus Josefs K. Perspektive, aber nicht in Ich-Form erzählt.

Den Text selbst empfand ich schon wegen der Sprache und des Textflusses her anstrengend. Um ein Beispiel zu geben:


"K. hatte sich entschlossen, mehr zu beobachten als zu reden, infolgedessen verzichtete er auf die Verteidigung wegen seines angeblichen Zuspätkommens und sagte bloß: 'Mag ich zu spät gekommen sein, jetzt bin ich hier.' Ein Beifallklatschen, wieder aus der rechten Saalhälfte, folgte. 'Leicht zu gewinnende Leute', dachte K. und war nur gestört durch die Stille in der linken Saalhälfte, die gerade hinter ihm lag und aus der sich nur ganz vereinzeltes Händeklatschen erhoben hatte. Er dachte nach, was er sagen könnte, um alle auf einmal oder, wenn das nicht möglich sein sollte, wenigstens zeitweilig auch die anderen zu gewinnen."
(Zitat aus Kap.2, S. 39 meiner Buchausgabe 2006 Anaconda Verlag "Der Prozess" von Franz Kafka).

In diesem Sinne setzt sich der Text, teilweise noch komplexer im Satzbau, fort. Ähnliche Satzkonstruktionen schreibe oder lese ich beinahe täglich. Es passt schon irgendwie, dass sie mir auch in "Der Prozess" begegnen, der u.a. das damalige Rechtssystem thematisiert ;) . Ich hätte allerdings auch nichts dagegen gehabt, wenn die Sprache in "Der Prozess" geradliniger gewesen wäre :)

Hinzu kommen die im Klappentext angesprochenen Absurditäten.

So, wie Josef K. nicht weiß, was um ihn herum aus welchen Gründen und mit welcher Befugnis geschicht, ging es ja auch mir, der Leserin. Man könnte durchaus sagen, ich wanderte mit Josef K. in einem dunklen Wald ohne zu wissen, aus welchem Grund ich im Wald bin und wohin ich am besten gehen sollte: ein sternförmiges Fortgehen von der Eigenposition, zu der man aber immer wieder zurückkommt, weil man auf Dickicht trifft.

So war ich mit Josef K. im Dachgebälk einer Wohnung, wo es mehrere (!) Kanzleien von Winkeladvokaten gibt. Mal ging es in die Küche bei einem Advokaten, wo ein Kaufmann von seinen Erlebnissen in seinem Prozess erzählte. Dann wieder wird ein Gerichtsmaler mit intimen Kenntnissen des Gerichtsverfahrens besucht. Ein anderes Mal wird in einem Dom ein Gespräch mit einem Pastor geführt. 

Die typischen Abläufe, die ich mir als Leser vorstelle, wie Verhaftung, Verhör, Verteidiger, Eingaben bei Gericht, Verhandlung und Urteil, Vollzug - das alles gibt es in "Der Prozess", jedenfalls begrifflich. Die Abläufe selbst sind aber anonymisiert: Es wird vage vom untersten Gericht, oberstes Gericht, Schuld, mögliche, aber eigentlich nicht notwendige Eingaben gesprochen. Wie lange ein Prozess dauert ist genauso ungewiss wie Erfolg oder Nichterfolg von Anwaltstätigkeit. Beziehungen ist das Stichwort und dennoch würde man nie wirklich freigesprochen. Der Prozess ist schließlich eingeleitet, die Schuld muss also vorhanden sein. 

Und Josef K. selbst? Ich kann ihn in seinem Bemühen natürlich verstehen, gegen die Mühlen der Justiz anzukämpfen. Die Verhaftung und der Prozess brechen unerwartet über ihn herein und er bemüht sich, die Geschichte mit Vernunft aus der Welt zu schaffen. Wem wäre das fremd? Wie frustrierend ist es, sinnleere oder widersprechende Auskünfte zu erhalten, keinen Fortschritt zu sehen, kein Vorankommen in seinem Bemühen. Seltsam wirkt Josef K. aber dennoch auf mich, z.B. sein Überfall auf das im gleichen Mietshaus wohnende Fräulein Bürstner. Auch scheint mir seine Wahrnehmung von Personen, sein Benehmen Dritten gegenüberso manches Mal befremdlich und teilweise paranoid. Der Punkt ist: Ich kann diese Empfindung nicht genau begründen. Vielleicht weil es nichts gibt, dass meine Wahrnehmung begründet. Oder aber, mein Unterbewusstsein hat etwas wahrgenommen, was noch nicht vollständig da war:

Als ich das Kapitel mit dem italienischen Kunden in der Bank las, in welchem auch der Besuch des Domes stattfindet, beschlich mich ein seltsames Gefühl ;) Ich hatte etwas Probleme, K's Gespräch mit dem Pastor aus den früheren Kapiteln abzuleiten. Zwar sind auch früher andere Personen "einfach aufgetaucht" und K.führt mit diesen ausführlichere Gespräche, aber hier hatte ich das Gefühl, als ginge es zu schnell. Und dann kam das 10. Kapitel, mit welchem K.'s Geschichte endet. Also eben wird noch sein Gespräch mit Pastor geschildert und plötzlich ist ohne Zwischenbericht etliche Zeit vergangen und K. wird von seinen Henkern aus der Wohnung geholt und vor die Stadt gebracht? 

Also habe ich etwas getan, was ich sonst vermeide, bevor ich eine Nachlese schreibe. Ich habe in der Wikipedia den Eintrag zu "Der Prozess" nachgeschlagen. Aha:

"Der Prozess" ist danach unvollendet und - das ist auch schön -, die Reihenfolge der Kapitel ist nicht gesichert. In der Kurzfassung: Nach und nach sind Einzeltexte (Kapitel) von Kafka verfasst worden, die zwischen Verhaftung und Hinrichtung spielen, jedoch sind diese Zwischenkapitel von Kafka nicht zu Ende geschrieben worden. Offenbar gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, in welche Reihenfolgen die existierenden die Kapitel zwischen Verhaftung und Hinrichtung anzuordnen sind. Es kann also Buchausgaben geben, die eine andere Kapitelordnung haben als meine ... Zugegeben, bis zu dem Domkapitel und dem letzten Kapitel habe ich das nicht bemerkt, die Reihenfolge bis dahin fand ich also durchaus als passend.

Was hat Kafka wohl in dem von ihm geschilderten Gerichtsprozess gesehen? Ich weiß es nicht. Da ich weder seine Biographie noch andere Werke kennen, wage ich auch nicht, in diese Richtung irgendetwas zu vermuten.

Ich meine, religiöse Anklänge gefunden zu haben (keine Ahnung, ob Kafkas Intention in diese Richtung ging): Zum Beispiel in dem Gespräch mit dem Maler Titorelli, der K. über die Möglichkeiten des Prozesses informiert

- Verschleppen (Halten des Prozesses im untersten Verfahresstadium durch Richterbeeinflussung),
- scheinbarer Freispruch (eine Art Unterschriftensammlung bei den Richtern für zeitweilige Freisprechung bei Gefahr der erneuten Verhaftung)
- endgültiger Freispruch sei nur durch das oberste Gericht möglich, das völlig unerreichbar sei,

kann ich mir Gott als oberstes Gericht vorstellen, das zumindest lebzeitig ja nicht erreichbar ist und daher auch nicht sein Urteil. Bedenkt jetzt bitte, dass ich keiner Konfession angehöre und auch keinen Bibel- oder sonstigen Religionsunterricht hatte: Mir ging der Sündenfall von Adam und Eva durch den Kopf und der Ansatz, dass jeder Mensch bereits mit der Erbsünde geboren wird. Allerdings hatte ich es auch so verstanden, dass Gottes Sohn für die Menschen gerichtet wurde und dadurch die Schuld des Sündenfalls von den Menschen genommen hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, würde meine Überlegung wieder nicht passen ...

Recht, Korruption, Windmühlenkämpfe, Sexualität, Religion und Philosphie: Keine Frage, mit "Der Prozess" wirft Kafka einen ganzen Schwung Denkimpulse und Rätsel in den Raum. Irgendwie ... kafkaesk halt ;)