Sonntag, 4. Dezember 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 05 - Russische (und was so drumherum liegt) Literatur

Neue Woche - neues Thema bei Fellmonsterchens Projekt.

Russische Literatur.
Hm.
"Die Russen (russisch Русские, historische deutsche Namen auch Großrussen, Reußen, Moskowiter) sind ein ostslawisches Volk mit etwa 137 Millionen Angehörigen, davon ca. 115 Millionen in Russland, etwa 17 Millionen in den anderen Folgestaaten der Sowjetunion und etwa sechs Millionen in weiteren Staaten. Sie bilden die größte ethnische Gruppe in Europa. Die nationale Sprache der Russen ist Russisch, die vorherrschende und traditionelle Religion ist das russisch-orthodoxe Christentum"
(Quelle: Seite „Russen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Dezember 2011, 09:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Russen&oldid=96720409 (Abgerufen: 4. Dezember 2011, 13:50 UTC)) 

Wie gut, dass das Fellmonsterchen auch "drumherum liegend" erlaubt hat. Denn als erstes denke ich an meine Kinder- und Schulzeit. Und die damals "sowjetisch" genannte Literatur ist ja nicht unbedingt gleichbedeutend mit "russisch".


Tschingis Aitmatov z.B. war ein kirgisischer Autor. "Dshamilja" (klick), von Raven bereits kommentarmäßig im vorstehend Post des Fellmonsterchens erwähnt, ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich erstmals pflichtgemäß in der Schule gelesen habe und seither immer wieder lese. Auch "Der erste Lehrer" (klick) hat mir gefallen und ich bin sicher, es gibt noch mehr Romane/Erzählungen von Aitmatov für mich zu entdecken.


Ein anderes Buch aus meiner Schul- und Kinderzeit stammt von Arkadi Gaidar, ein gebürtiger Ukrainer das Buch heißt "Timur und sein Trupp". Ich habe es seit Jahrzehnten *hüstel* nicht mehr gelesen, erinnere mich aber daran, dass ich es liebte. Nostalgisch verklärte Rückblende? Ich denke nicht, jedenfalls nicht nur. Zwar ist der Protagonist Timur, wenn ich mich recht erinnere, mit Partisanen verbunden und es mag auch Klassenkampf thematisiert oder während der Schullektüre interpretiert worden sein. Aber im Übrigen ging es um ein Mädchen, dass neu in Timurs Dorf kommt und die verborgenen Aktivitäten Timurs und seiner Gruppe entdeckt; es um Freundschaft und Hilfsbereitschaft und das sind Themen, die einfach überdauern. 


Und natürlich kann ich bei diesem Thema (mal wieder *g*) Alexander Wolkow nicht unerwähnt lassen, den Autor der von mir geschätzten "Zauberland-Reihe" (jedenfalls der ersten 6 Bände). Alexander Wolkow wurde übrigens im heutigen Kasachstan geboren - Aga80 und Roland sind diese Bücher- Wolkow bzw. Gaidar - auch vertraut ;) -.  

Eindeutig ein russischer Autor eines meiner Kinderbücher, das ich heiß und innig geliebt habe, immer noch liebe und welches ich mir letztes Jahr nachgekauft habe, ist Wladimir Sutejw, geboren in Moskau, Autor von "Lustige Geschichten" (klick).


Auch wenn es mal wieder so aussieht, als könnte ich meine virtuelle Tinte nicht halten (was ich ja offenbar nicht kann):  Es gibt nicht nur Kinder- und Schulbücher (wobei ich z.B. auch an Michail Scholochows "Menschenschicksal" und "Neuland unterm Pflug" und "Der stille Don" oder an Maxim Gorkis "Die Mutter"  und -warumauchimmer- Wladimir Majakowski (Georgien) denke), an die ich mich erinnere bzw. die mir in den Sinn kommen:


Ein Buch wandert bei mir nämlich schon seit Jahre immer wieder zwischen Lesesessel und Regal hin und her, allerdings nicht, weil ich es ständig lese, sondern weil ich es immer wieder versuche zu lesen. Nach 60 - 80 Seiten lege ich es regelmäßig wieder weg und denke mir "ein anderes Mal, nicht jetzt". Die Rede ist von "Lushins Verteidigung" von Vladimir Nabokov, seines Zeichens in Russland geborener (und ein sicherlich nicht unbekannter) Schriftsteller. Vor gefühlten Ewigkeiten habe ich von ihm "Das wahre Leben des Sebastian Knight" gelesen und mir daraufhin "Lushins Verteidigung" zugelegt. An Sebastian Knight habe ich keine wirkliche Erinnerung mehr, aber da ich mir ein weiteres Buch von Nabokov gekauft habe, muss der anderen Roman ja etwas in mir angesprochen haben ;) Dennoch, mit dem Schach- und Lebensroman komme ich einfach nicht weiter. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr einen neuen Anlauf wagen - zumal aktuell ja gerade Waggy seine Lektüre startet. Er hat mich nach einem Schachspiel gefragt *kramt und murmelt, dass sie irgendwo noch eines haben müsste*




Aber *kramt immer noch* - "neuer Versuch Lushin" bringt mich auch auf etwas anderes: Wiederlesen!
Ich sollte mal wieder in "Über das Leben und andere Kleinigkeiten" oder "Der Alte Mann und Mr. Smith" schmökern. Beide Bücher habe ich bestimmt schon 3 oder 4 Jahre nicht mehr in der Hand gehabt, aber ich erinnere mich an genaue Beobachtungen und warmherzig humorvolle aber auch satirisch spöttische Beschreibungen der Menschen und des Lebens. Autor ist der Kosmopolit mit u.a. auch russischen Wurzeln, wenngleich er nur - jedenfalls nach eigener Aussage - in Russland gezeugt wurde. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das als Qualifikation reicht, oder? :) Die Rede ist natürlich von dem Weltbürger Sir Peter Ustinov, der stolz darauf war, verschiedenen Ethnien anzugehören, gegen Vorurteile kämpfte und dafür plädierte, unsere Unterschiede zu akzeptieren und als Bereicherung anzunehmen. ...Also eigentlich könnte ich mir auch was Neues von Sir Peter Ustinov gönnen, zu Weihnachten oder so....hm...*stöbert abgelenkt vom Schachspielsuchen jetzt bei online nach Ustinov-Büchern*

Kommentare:

  1. Oh gut, ein Haufen neuer Titel für die Wunschliste. Einmal nach Guttenbergart alles in die Liste kopieren... Der Freiherr und ich danken für die Erfindung von Copy+Paste. :-)

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  2. Ustinov - der könnte meine Rettung werden! Und "in Russland gezeugt" ist für mich gleichbedeutend mit "russischer Literatur". Ich könnte endlich meine Wissenslücke diesbezüglich verkleinern! Danke für den guten Tipp!

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  3. @Fellmonsterchen und @DarkJohann
    :D

    Ich weiß nicht, warum, aber Ustinov ist für mich dermaßen mit russisch verbunden, dass ich total überrascht war, dass er dort weder geboren, noch eine Zeitlang gelebt hat *g*

    Ich wünsche Euch einen fleißigen Nikolaus!

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  4. Ach ja, "Timur und sein Trupp"... müßte ich eigentlich auch noch irgendwo rumzuliegen haben... *gehtleisemurmelnddiebibliothekdursuchen*

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  5. @Roland
    Leider haben etliche meiner Bücher die Umzüge meiner Familie nicht überlebt, Timur und sein Trupp war eines davon, Käuzchenkuhle ein anderes und ein tschechisches Märchenbuch *sniff* und sicher noch ein paar anders Schätzchen.
    Ich wünsch Dir noch einen schönen 3. Advent!

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