Sonntag, 13. November 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 02 - Psssst: jetzt kommt ein Geheimnis!

Und schon sind wir in der zweite Woche von Fellmonsterchens Projekt. Und während ich so überlegte, welches Buch ich wohl nennen würde, ging ich zu Waggy. Dieser war total in "Der Zauberer der Smaragdenstadt" von Alexander Wolkow vertieft Er las gerade das Kapitel, in welchem der Scheuch, der Eiserne Holzfäller, der Löwe, Totoschka und Elli das erste Mal auf Goodwin den Schrecklichen treffen (übrigens fände ich den Namen Goodwill auch nicht schlecht *g*).



Ich liebe die ersten vier Teile der Zauberland-Reihe von Wolkow, habe ich das schon mal erwähnt? :) Natürlich habe ich Waggy keines der Geheimnisse dieses Buches verraten - das übrigens in gewisser Weise auch die Faschingsthematik bedient -, wo bliebe sonst die Spannung. :) Interessanterweise hat sich Waggy noch zwei Bücher aus meinem Wohnzimmer geholt:

"Das Geheimnis der schwarzen Dame" von Arturo  Pérez-Reverte ist eine Art Krimi. Auf einem Gemälde eine schwarze Dame abgebildet, die zwei schachpielende Ritter beobachtet. Die Restauratorin Julia hat das Gemälde gekauft und meint, dort einen Hinweis auf einen Mord zu entdecken und will mehr über das Bild und die Personen erfahren  ... Ich weiß, das ich den Roman vor vielleicht 4 oder 5 Jahren gelesen habe und ihn damals ganz unterhaltsam fand. Konkretere Erinnerungen habe ich allerdings nicht mehr. Vielleicht sollte ich mal einen Reread starten :)

"Fermats letzter Satz" von Simon Singh handelt von einem ganz anderen Geheimnis: Der im 17. Jhd. lebende Mathematiker Fermat hatte sich mit dem für rechtwinklige Dreiecke geltenden  Satz des Pythagoras a²+b²=c²  beschäftigt und darüber nachgedacht, ob auch gilt: a³+b³ = c³ (dritte Dimension - Kubus) , wofür er keine Lösung fand. Er probierte es mit anderen Potenzen und verallgemeinerte: „Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.“ Fermat war ein fähiger Mathematiker und forderte seine Kollegen regelmäßig mit Aufgaben heraus, deren Lösung er bereits hatte.  Kein Wunder also, dass unzählige Mathematiker versuchten, die vorstehende Behauptung zu beweisen (wobei sie offenbar der Ansicht waren/sind, dass Fermat tasächlich diesen Beweis bereits gefunden hatte) - und sich an diesem Satz über drei Jahrhunderte (!) die Zähne ausbissen. Simon Singh hat die Suche nach dem Beweis in diesem Sachbuch informativ, spannend und - wie ich finde - sogar verständlich geschildert (selbst wenn man den mathematischen Ableitungen nicht unbedingt selbst folgen kann). Zwar existiert heute ein Beweis für diesen Fermatschen Satz. Aber ich glaube - und das ist eine ganz bewusste Wortwahl ;) - , dass Fermat damals tatsächlich einen eigenen Beweis gefunden hat, der "einfacher" (im Sinne von gradliniger) als derjnige nach Wiles/Taylor ist - und das bedeutet, dass dieses Geheimnis Fermats noch immer auf seine Entdeckung wartet.
:)

Übrigens ist das von mir am vergangenen Wochenende gelesene Buch auch thematisch passend. In "Auf der Spur des Bösen - ein Profiler berichtet"erzählt Axel Petermann von seiner Ermittlungsarbeit als Mordermittler bzw.  Fallanalytiker (oder auch neudeutsch: Profiler). Anhand von 5 Fällen stellt er die Arbeit der deutschen Ermittlungsbehörden vor, geht von Fall zu Fall auf besondere Aspekte ein wie Taktiken beim Verhör, Schutzbehauptungen Verdächtiger, theoretisches Durchdenken und/oder praktisches Durchspielen der Tatabläufe oder warum z.B. Kleidungsstücke kriminalistisch nicht in Plastik-, sondern in Papiertüten aufbewahrt werden. Der Erzählton ist dabei zurückhaltend und berichtend, nüchtern, wenn man so will. Das habe ich angesichts der Thematik als passend empfunden.Dem Autor geht es hier nicht darum, einen Fall reißerisch darzustellen. Er gewährt einen Einblick, wie die deutschen Behörden vorgegangen sind bzw. vorgehen, um einen Täter zu ermitteln.

Kommentare:

  1. Hachz, da ist ja der Name schon so schön: "Der Zauberer der Smaragdenstadt". Hört sich so an, als wird es der Monstermeute hier gefallen. :-)
    Das Mathematikerbuch kommt aber zur Abwechslung nicht auf meine Wunschliste; mit Mathematik kann man mich leider jagen, das geht nicht in mein Monsterhirn... (Ich weiß, dass Mathematik wichtig ist, aber ist einfach nicht meine Welt.)
    Die anderen beiden klingen da für mich schon deutlich interessanter...
    Schön zu sehen, wie Waggy sich mit Büchern umgibt. Sehr sympathisch. :-)

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  2. Ich muss gestehen, dass ich so langsam richtig neugierig auf den Petermann bin. Leider - oder zum Glück - hat den meine Bibliothek nicht im Angebot. ;)

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  3. Durch das tägliche freudige Lesen Deines Bloggs komme ich auf neue Bücherideen! Beim nächsten Besuch der Bücherei muss ich wohl eine Liste mitnehmen.
    Und wie schön, ein lesender Gefährte! Es gibt nichts besseres.

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  4. Hach mit "Der Zauberer der Smaragdenstadt" von Alexander Wolkow hast du mich, ja Kindheit ick hör dir trapsen.

    Komisch mein Bruder hat damals alle Wolkow Bücher an sich gerafft, die letzten beiden habe ich zwar geschenkt bekommen, aber nie wieder zu Gesicht bekommen, ok ich war etwas anderweitig beschäftigt.
    Oh den werde ich mir mal vorknöpfen !!!

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  5. @Fellmonsterchen
    "Der Zauberer der Smaragdenstadt" ist eine vom "Zauberer von Oz" inspirierte Neuerzählung durch Alexander Wolkow und ... Vielleicht liegt es daran, dass ich mit den Wolkow-Büchern groß geworden bin, aber mir gefällt seine "Version" besser :)
    Waggy findet Lesen toll, da er aber so viel arbeiten muss, manchmal auch Nachtschicht, kommt er nicht so viel zum Lesen, wie er gerne möchte :)

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  6. @Winterkatze
    Angesichts _Deines_ Vorsatzes ist es vermutlich ganz gut, dass der Petermann bei Euch nicht greifbar ist :D

    @Aly
    Ich freu mich und hoffe, dass es die Bücher auch in Deiner Bibliothek gibt - und dass sie Dir gefallen :D

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  7. @Aga80
    Ich bin auch mit den Wolkow-Büchern groß geworden und die Teile 1 - 4 gefallen mir am Besten. :)
    Teil 5 (Gelbe Nebel) fand ich schon nicht mehr so gut und Teil 6 (das mit den Außerirdischen) auch nicht. Die späteren Bücher, die Wolkow ja auch nicht mehr geschrieben hat, habe ich auch nicht mehr gekauft.

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  8. Fermats letzter Satz - das hätte was für mich. Wenn ich nur nicht so mathematisch blöd wäre ... faszinierend sind solche Dinge auf jeden Fall. Geheimnisvolle Zahlen können eine spannende Sache sein!

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  9. Versuchs einfach mit dem Buch, DarkJohann! Vielleicht steht es ja in der Bücherei oder bei einem Bekannten ;)

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  10. Für mich ist auch wieder ein Buch dabei: Das letzte, was Du beschrieben hast, wird auf meiner Leseliste landen.
    Von Simon Singh habe ich das Buch "Geheime Botschaften" gelesen und fand das auch sehr faszinierend (Das war eigentlich sogar meine Wahl für das Motto dieser Woche, bis ich dann über ein anderes gestolpert bin).
    Wenn "Fermats letzter Satz" auch so schön geschrieben ist, könnte man glatt einen Versuch wagen...

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  11. Natira, da hast du vermutlich recht ... aber wie stille ich nun meine Neugier? ;)

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  12. Hallo und willkommen, Silke :)
    Lustigerweise habe ich es - nach "Fermats letzten Satz" - vor Jahren mal mit "Geheime Botschaften" von Simon Singh versucht, kam aber nicht "hinein", keine Ahnung, woran es lag :)

    @Winterkatze
    Mit einer Bitte um Prüfung, ob das Buch von einer anderen Bücherei ferngeliehen werden kann? *spitzbübischschaut* :)

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  13. Nene, mit Fernleihe fange ich gar nicht erst an! Abgesehen davon, dass das bestimmt inzwischen richtig teuer ist! ;)

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  14. @Winterkatze.
    Hm, ja, vermutlich kannst Du Dir für die Leihgebühren das Buch dann auch gebraucht kaufen ..

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  15. Fermats letzter Satz fand ich ein bißchen enttäuschend, aber den Zauberer der Smaragdenstadt habe ich als Kind geliebt. Und die Nachfolger erst. Ich sag nur Urfins Holzsoldaten, Gelber Nebel etc pp. *seufz* Ich werde alt. :mrgreen:

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  16. Hallo und Willkommen Roland :)
    Also sag mal! Wir tauchen doch in wunderbare Kinderbücher ein, wie die von Wolkow, und verpassen uns eine Frischzellenkur. Da kann man doch gar nicht alt werden! :D

    Erinnerst Du Dich auch an die lustigen Geschichten von Sutejew? Das Buch habe ich mir letztes Jahr "nachgekauft" ... *grinst*

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