Mittwoch, 17. August 2011

I'm in english-Challenge: "The Cat who tailed a Thief" by Lilian Jackson Braun

Dieses Mal handelt es sich bei dem gelesenen Buch um ein Bibliotheksbuch, und zwar eine ältere Auflage dieses Buches:

Worum geht es?
Eine Serie von Diebstählen hält das Städtchen Pickax in Atem. Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die spurlos verschwinden. Doch eines Tages ist die Geldkassette mit dem Vermögen des örtlichen Bridgeklubs nicht mehr da. Jim Qwilleran, der schnauzbärtige Journalist mit der Schwäche für zwei Siamkatzen namens Koko und Yum Yum, ist sich ziemlich sicher, daß ein kürzlich nach Pickax gezogenes Ehepaar hinter der Sache steckt. Denn mit dem Eintreffen von Danielle und Willard Carmichael fingen auch die Diebstähle an...

Nachlese
Es ist nicht der erste Roman, den ich aus Lilian Jackson Brauns "Die Katze, die..." Serie las, aber zumindest der erste im Original ;). Was ich an diesem Roman feststellen konnte, war, dass man diese Serie ohne Reihenfolge lesen kann: Bei diesem Roman handelt sich nämlich um Band 19 (ich habe bislang Band 1 bis 3 gelesen), aber so ist das halt mit dem Bibliotheksbestand. ;) Aber, obwohl man die Romane ohne Reihenfolge lesen kann, würde ich doch gern wissen, wie Qwilleran Polly kennenlernte oder unter welchen Umständen YumYum eingezogen ist, um nur zwei Beispiele zu nennen. Eine Auflistung der Reihe gibt es übrigens hier (klick) in der deutschen Wikipedia (danke für den Hinweis, Winterkatze!).

Wie in den mir bislang bekannten drei Romanen dieser Reihe geht es auch dieses Mal um die Aufdeckung des Verbrechens, aber es ist kein Kriminalroman im klassischen Sinne. Obwohl Qwilleran als Protagonist betroffen und natürlich auch neugierig ist und es sich auch nicht nehmen lässt, Leute zu befragen und eigenen Vermutungen nachzugehen - wobei auch Kokos bereits bekannte Spürnase von ihm nicht außer Acht gelassen wird -, finden keine klassischen Ermittlungen statt. Der Leser erfährt eher mehr von Qwillerans privates und gesellschaftlichen Leben. Letzteres wird natürlich durch die Ereignisse berührt. Pickax ist schließlich eine überschaubare Gemeinde, in der eigentlich nichts Schlimmes passiert. Ob er nun an einem Dinner teilnimmt (Speisenpräsentation) oder in einem Klub aufgenommen wird (man erfährt mehr über das schottische Outfit) - der Leser ist dabei. Vor diesem Hintergrund wird Qwilleran und mit ihm der Leser in die Ereignisse einbezogen.

Dieses Setting mag manchem Leser liegen, manchem nicht. Bei diesem Roman war ich teils gut unterhalten, teils genervt. Da ich bereits etwas aus der Reihe gelesen hatte, wusste ich ja, womit ich zu rechnen hatte. Mehr und mehr nervte mich allerdings, dass die Autorin sich ständig so viel Zeit für die gediegene antike oder anderweitig wertvolle Möblierung und das Inventar von Häusern nahm. Ganz Pickax scheint aus wohlhabenden Leuten zu bestehen oder zumindest aus solchen, die sich wie auch immer diese Prachtstücke leisten können oder geerbt haben oder geschenkt bekamen. Ganz ehrlich, nach dem dritten Haus, in das Qwilleran ging, fing ich an zu denken: Ah, toll, die haben auch Möbel aus dem X. Jahrhundert und bestimmt war wieder Fran Brodie beschäftigt (stimmte auch). Bei der nächsten Schilderung rollten gedanklich meine Augen nach oben ... Ich denke, das war mit ein Grund, weshalb ich für die 217 Seiten so lange brauchte, nämlich drei Anläufe verteilt über eine Woche. Es kann natürlich auch daran liegen, dass ich einfach nicht in der richtigen Stimmung für dieses Buch war (ironiefrei).

Was die englische Sprache anging, so war sie vokabeltechnisch dieses Mal wieder eine andere Herausforderung. Das hatte mit dem essens- und möbeltechnischen Details zu tun. ;) An einer Stelle habe ich gerätselt und weiß noch immer nicht, was der Passus bedeutet. Es geht um Folgendes:

Qwill ist auf einer Weihnachtsfeier und unterhält sich. Es geht um den Diebstahl des Gewinntopfes und dessen Wert. Hixi Rice sagt dann: "According to the denomination of the bills, it could be as much as two thousand ... Do you have a noodle, Qwill". Hierauf antowrtet Qwill: "Yes. Let's get some ham sandwiches before the vultures from the city room eat them all." Mir erschließt sich nicht die Bedeutung der Phrase "Do yo have a noodle?". Es wird wohl nichts mit Nudeln zu tun haben. Vielleicht könnte es ja in die Richtung "etwas im Hinterkopf behalten" gehen. Hat jemand von Euch eine Idee?

Im Ergebnis muss ich sagen, dass mich dieser Roman nicht vom Hocker gerissen hat. Ich glaube nicht, dass es daran lag, dass mir ein Teil der Entwicklung in Pickax und von Qwill fehlte. Obwohl diese Reihe ja davon "lebt", dass die skurrilen Charaktere und deren Leben in den Vordergrund rücken, hatte ich das Gefühl, dieser Roman würde zu sehr in Nebensächlichkeiten driften. Der Humor, den ich in den ersten Teilen der Reihe gefunden habe, ist auch in diesem Roman enthalten und brachte mich zum Schmunzeln, aber in der Gesamtschau "half" das auch nicht.

Obwohl ich "The Cat who tailed a Thief" nicht berauschend empfand, ist das für mich kein Grund, nicht die frühere Teile dieser Reihe weiterzulesen, falls sie mir über den Weg laufen. Denn schließlich war dies Band 19 und bis dahin könnte ich ja noch einige Bände entdecken. ;)

Kommentare:

  1. Ich könnte dir ja mehr über Polly und YumYum erzählen, aber ich finde, dass du das selber entdecken solltest. :)

    Ansonsten muss ich zugeben, dass ich Pickax als Ort mitsamt den dort lebenden Leuten wirklich gern mag - und in der deutschen Übersetzung lese ich schon mal über etwas zu ausschweifende Beschreibungen hinweg. Allerdings frage ich mich gerade, ob ich mir den Band mal im Original holen sollte, um zu überprüfen, ob mein Fachenglisch noch vorhanden ist. :D

    Mit der "Nudel"-Redewendung bin ich auch überfragt, vielleicht hat ja jemand noch eine Idee für dich. :)

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  2. Ich denke, das werde ich bestimmt auch noch schaffen mit YumYum und Polly :)

    In der Übersetzung fällt das auch leichter, das Hinweglesen meine ich. Im Original nimmt man den Text ja schon durch die Fremdsprache bewusster wahr und natürlich auch, wenn in Details geschwelgt wird ;)

    Vielleicht meldet sich ja noch jemand zur noodle-Frage!

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  3. Ist schon lustig, dass man sich mehr auf eine Geschichte konzentriert, je unvertrauter die Sprache ist. :) Und ich freu mich schon auf weitere Berichte von dir, Qwill, Koko, YumYum und Polly. :D

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  4. Ich weiß, dass »use your noodle« sowas heißt wie »Schalt dein Hirn ein!«. Eventuell könnte der Satz oben dann heißen »Hast du ne Idee«. (Das ist jetzt aber sehr ins Blaue hineingeraten! *g*) Dafür ist mir gerade aufgefallen, dass ich die deutsche Übersetzung hier habe, da könnte ich mal reinschauen, wie das übersetzt ist, wenn du mir sagst, wo ich die Stelle zu suchen habe. :)

    Ansonsten: Als ich die Überschrift gesehen habe, dachte ich so, dass ich die Serie ja hier stehen habe und eigentich noch mal danach greifen könnte, nachdem ich ja gerade mein Herz für Cozys entdeckt habe. Nach Lesen deiner Nachlese mag ich schon fast nicht mehr … ;)

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  5. Irina, du könntest ja mal in den ersten Band reinlesen. Wenn du die auf Deutsch dahast, dann liest es sich ja flüssiger. :D Mir haben die Bücher damals gut gefallen und wenn ich Lust auf leichte Entspannung habe, dann lese ich einen Großteil der Bände auch immer wieder. Bei der Masse gibt es allerdings schon den einen oder anderen Teil, der nicht so amüsant ist. ;)

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  6. Wie Winterkatze gerade auch sagte:

    Greif einfach zum Anfang der Serie hin, liebe Irina, und lass Dich unterhalten :) Wie gesagt ist das hier ja Band 19 und in so einer Serie hat vermutlich jeder Autor irgendewann einen Hänger, falls es nicht doch an meiner Lesestimmung lag. Ich habe mich mit den ersten Teilen - auf deutsch- nett unterhalten gefühlt.

    Deine Überlegung mit "Hast Du eine Idee" macht für mich an der Stelle eindeutig Sinn! Qwilleran hat ja den Ruf eines "Aufdeckers". Danke für den Hinweis, Irina! :)

    Das Buch ist inzwischen zurück in die Bücherei gewandert, aber es war relativ weit vorn, als das erste Dinner stattfindet :)

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  7. Ich hab das erste Buch "damals" (2000) gelesen, evtl. sogar die ersten zwei, und war nicht besonders angetan – dummerweise hatte ich mir aber die Serie komplett bestellt. (Sowas hab ich mir immerhin inzwischen abgewöhnt. Weitestgehend! *g*)

    Hab die Stelle gefunden, und des Rätsels Lösung ist viel einfacher und logischer als angenommen. Die Übersetzung lautet schlicht und ergreifend: "Hast du Hunger, Quill?"

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  8. *lach*
    Passt definitiv auch. Irgenwie war ich voll davon überzeugt, dass sich die noodle-Phrase auf den Diebstahl bezieht!

    Für kuschelige Unterhaltung sind die Bücher bestimmt gut - einfach noch einmal reinschauen! Ansonsten z.B. Band 3 - 6 leihweise mit Natira gegen Bd. 1-3 der Peabody-Reihe tauschen *g*

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  9. Irina, vielleicht solltest du die Reihe dann einfach mal komplett verkaufen. Es gibt bestimmt Leute, die die gern hätten. *g*

    Hm, nach den Erfahrungen der letzten Tage frage ich mich jetzt natürlich, ob die Übersetzung frei gestaltet wurde oder ob es wirklich des Rätsels Lösung ist. :D

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