Samstag, 11. Juni 2011

I'm in english-Challenge: "The Dark Tower Vol. 1 - The Gunslinger" by Stephen King

Ende Mai hatte ich mir "Schwarz" , den ersten Teil des Dunklen-Turm-Zyklus von Stephen King gegriffen, ein Re-Read sollte es werden. Letztlich habe ich mir aus diesem Grund das Original besorgt und "The Gunslinger" 04.06.2011 gelesen, und zwar in der überarbeiteten Version von Stephen King (ich habe vor, zur Überarbeitung und zu der deutschen Übersetzung in einem anderen Post noch etwas zu schreiben und hoffe, dass ich das auch schaffe :)).

Worum es geht und Nachlese

"The men in black fled across the desert, and the gunslinger followed"

Für manche Leser ist dieser Satz genauso bekannt und eindeutig dem Buch und Autor zuzuordnen, wie für andere "It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune must be in want of a wife." :)

So mysteriös wie der Mann in Schwarz erscheint in diesem ersten Roman des Dunklen-Turm-Zyklus auch der Revolvermann selbst. Im Verlauf der ersten Kapitel erfährt der Leser, dass der Revolvermann Roland einen Mann verfolgt, der schwarzgewandet wie ein Priester und offenbar ein Zauberer ist. In einer Grenzstadt hat er einen Mann wiederbelebt, aber auch für seinen Verfolger eine Falle hinterlassen. Obwohl Roland dies bewusst ist, tut er nichts, um sie zu vermeiden. Später lernt er den Jungen Jake kennen, der auf rätselhafte Weise in Rolands Welt auftaucht, nachdem er in einer anderen Welt in einer Stadt mit einer Freiheitsstatue von dem Mann in Schwarz vor ein Taxi gestoßen wurde und dort gestorben ist. Roland und Jake verfolgen den Mann in Schwarz weiter, von dem Roland sich Antworten über den schwarzen Turm erhofft.


Für sich allein genommen ist "The Gunslinger" (oder auf deutsch "Schwarz") eine Geschichte mit zuvielen Fragen und offenen Enden, eine Geschichte, in der dem Leser etliche Informationen fehlen. So fragt man sich besonders: WARUM ist Roland auf der Suche nach dem Schwarzen Turm? Man erfährt etwas über Rolands Kindheit und seine Initiation zum Revolvermann, aber was brachte ihn dazu, sich auf die Suche nach dem Turm zu  machen. Und WESHALB soll der Mann in Schwarz Antworten haben? Es ist ja nun bekannt, dass der Dunkle Turm-Zyklus aktuell 7 direkte Romane und etliche Graphic Novel umfasst. Stephen King arbeitet zudem an einem weiteren Roman, der sich in diesen Zyklus einfügen soll und außerdem spielen andere Werke Kings mit bzw. um Charaktere aus diesem Zyklus (z.B. "Die kleinen Schwestern von Eluria" oder "Atlantis"). Stephen King hat also nach und nach die Geschichte um Roland und den Schwarzen Turm erweitert und aus- und inzwischen auch etwas umgebaut in den Neubearbeitungen. So mancher Leser wird daher neugierig zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten Band greifen, um Rolands Bestreben, den Turm zu erreichen, zu verstehen. Andere Leser werden sich vielleicht gelangweilt abwenden. Und wieder andere, so wie ich, werden zwei (oder drei) Anläufe brauchen, um von Rolands Geschichte gefangengenommen zu werden.

Aber auch wenn ich die "Gesamtgeschichte" schätze, kann ich einige Dinge nicht übersehen, die vom Autor teilweise bei seiner Überarbeitung hätten bereinigt werden können. Ich frage mich z.B. immer noch, warum Roland nicht am zweiten Tag aus Tull fortzieht. Das mag mit dem Gefallen zu tun haben, den Nort anbietet, nur - was ist das für ein Gefallen? Oder dass Roland behauptet, es sein keine Zeit, Jake von dessen Schlafwandlerei zu berichten, weil er - Roland - gleich weg müsse und Jake könne nicht  mit. Bevor er losgeht (er muss darauf warten, dass eine Droge wirkt) reinigt er aber noch seine Revolver und näht einen Riss ... Hier hätte Stephen King, wenn er schon überarbeitet, doch eine plausiblere Erklärung liefern können - oder eine schnellere Wirkung der Droge. Mit den Überarbeitungen tue ich ich  mich sowieso an manchen Stellen schwer. Stephen King liefert in seinen Vorworten Gründe für die Überarbeitung und ich kann ihn auch verstehen. Allerdings erscheinen mir einige als "Wiederholungsleser" nicht so glücklich. Da ich den Zyklus erst einmal vollständig gelesen habe, will ich dennoch an dieser Stelle etwas zurückhaltend sein, besonders bei den Änderungen am Ende des ersten Teils. Ich muss den Zyklus unter den veränderten Voraussetzungen erst noch einmal lesen.

The Gunslinger" im Original zu lesen war für mich nicht so schwer, was aber natürlich damit zu tun hatte, dass ich vorher die deutsche Ausgabe(n) - die ursprüngliche und später die überarbeitete - gelesen hatte. Daher war mir der Inhalt natürlich vertraut. Allerdings war die deutsche Übersetzung auch der Grund, weshalb ich das Original im Vergleich lesen wollte und ich habe explizit an einigen Stellen selbst bei dict.cc oder auch in einer Art engl. Thesaurus recherchiert.

Hätte ich die deutschen Versionen vorher nicht gelesen, hätte mir "The Gunslinger" auch erheblich mehr Mühe im Original gemacht. Das Vokabular ist umfangreich, es wird Slang benutzt und Worte werden verschliffen, z.B. "nobbut", welches ich für mich als zwar schon trainierteren, aber noch immer laienhaften, Englischlesernach einigen Überlegungen als "nothing but" übersetzt habe."Room"  und auch "The "Mrs. Fry's Diary" waren für mich leichter zu erfassen, "Pride and Prejudice" deutlich schwieriger ;)

Dennoch bin ich am Überlegen, ob ich auch die übrigen Bände so lesen werde: erst auf deutsch und dann im Original. Das werde ich noch entscheiden ...

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