Freitag, 22. April 2011

"My Movie Business" von John Irving


Worum es geht und Nachlese
Auf 186 Seiten incl. 32 Seiten mit Setfotos erzählt John Irving hauptsächlich von der Adaption seines Romans "The Cider House Rules", bei uns unter dem Titel "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erschienen, fürs Kino. Bereits bei den ersten Kontakten mit Filmstudio und Produzenten ca. 1986 ergab sich, dass John Irving das Drehbuch schreiben würde. Bis 1999, als der Film dann unter der Regie von Lasse Hallström endlich in die Kinos kam, durchlief das Drehbuch gravierende Änderungen (ursprünglich sollten Candy u. Wally Homer z.B. nur mitnehmen und dann nicht mehr auftauchen), die potentiellen Regisseure wechselten, Irving schrieb weitere Romane und sein Sohn Colin wurde für die von ihm gewünschte Rolle des Wally zu alt.

Irving erzählt aber auch von seinem Großvater, der als Gynäkologe gearbeitet hat und dessen Fälle teilweise Eingang in Irvings Roman "The Cider House Rules" fanden. Auerdem erzberichtet er kursorisch über Recherchearbeiten an diesem Roman, aber auch andere seiner Werke werden inhaltlich, filmisch, recherchemäßig gestreift: "Zirkuskind" - Roman und ein thematisch gleichgelagertes Drehbuch für einen Dokumentarfilm (also nicht Romanverfilmung), "Das Hotel New Hamsphire", "Garp und wie er die Welt sah"...

Wirft man einen Blick auf die Textseitenzahl von effektiv 150 wird klar, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen detaillierten Werksbericht handelt, weder zur filmischen Umsetzung seiner Bücher, noch zu seinen Romanen. Dennoch gewährt Irving schon auf diesen relativ wenigen Seiten einen faszinierender Einblick in seine Arbeitsweise (zu Romanen und Drehbuch). Und es wird deutlich, welche Vorstellungen und Hoffnungen er hatte und welche Energie er daran setzte, dass die Grundaussage sowie die Hauptcharaktere Homer und Larch von "Gottes Werk und Teufels Beitrag" die Adaption in das Medium Film "überlebten". Für mich stellt dieses Buch eine interessante Ergänzung zu "meinen" Irving-Romanen und meiner DVD "Gottes Werk und Teufels Beitrag" dar.

Kommentare:

  1. Hättest du dein Fazit nicht weniger ansprechend schreiben können? *setzt sich das Buch grummelt auf ihre Merkliste* ;)

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