Montag, 28. Februar 2011

PETA - Aktion gegen Tierhandel mit Hundwelpen

Bei Annelie habe ich gelesen, dass peta eine Aktion ins Leben gerufen hat. Es geht darum, dass das deutsche Unternehmens Zoo Zajac plant, demnächst Hundewelpen zu verkaufen.

Wenn man Zoo Zajac in Verbindung mit Tierhandel etc. googelt, kommen einige, wie ich finde, bedenkliche Informationen heraus, gerade in Bezug auf den Tierhandel mit exotischen Tierarten,z.B. Faultier, Weißbauchigel, Waschbären. Mir gefällt es nicht, dass im freien Tierhandel auch für den privaten Käufer in einem Zoohandel diese exotischen Tiere zum Verkauf angeboten werden. Aber nicht nur die exotischen Tiere -  auch Nager, Vögel, Amphibien, Kitten stehen zum freien Verkauf im Zoohandel zur Verfügung seit Jahr und Tag und - wie jetzt angedacht - bald Welpen.

Wie naiv ich früher war, manches wollte ich wohl auch nicht wissen. Aber seitdem mein Kater Merlin bei mir eingezogen ist, bin ich sensibilisierter.

Heute frage ich mich, wo die Tiere im Zoohandel wohl herkommen, wie sie transportiert werden. Und ich frage mich, welche "Eigenarten" diese Tiere während des Aufenthaltes in einem lauten Zoogeschäft mit Publikumsverkehr entwickeln. Dabei dürfte es für die Tiere so oder so furchtbar sein: Wenn sie länger "im Angebot" sind, ahnt man schon, wie stressig es für sie ist: Kunden; Kinder; vielleicht zuviele, vielleicht zuwenige Artgenossen, Gehegegröße, Reinigung... Und auch wenn sie nur kurz "im Laden" sein sollten - der Stress beim Ortswechsel ist trotzdem da. Und bei Welpen oder Kitten? Wie früh werden sie wohl von der Mutter weggenommen? Was ist mit Sozialisierung? Oder werden auch ältere Tiere angeboten? Wo kommen sie her? Im Hinterkopf habe ich den illegalen Welpenhandel, Zuchtfehler, Wühltischwelpen, die überfüllten Tierheime, Käufer, die nicht richtig beraten werden oder die es nicht interessiert ...


Allein bin ich mit diesen Überlegungen natürlich nicht.

- Bei youtube habe ich in diesem Zusammenhang ein Dokumentationsvideo (klick) zum Thema Tiere als Ware im Zoohandel gefunden - auf einen bestimmten Unternehmer ist die Dokumentation nicht beschränkt, es geht um den freien Tierhandel allgemein mit mehreren Beispielen. 

- Natürlich findet man weitere Informationen bei peta (klick)

- Einen informativen Artikel zum Katzenhandel und auch zur schwammigen Gesetzeslage findet sich bei pfotenhieb.de (klick), er stammt vom 01.04.2009.

- Einen Bericht über einen Besuch beon Zoo Zajac aus September 2009 findet man hier (klick)

Ich weiß, dass es Unterschiede im Zoofachhandel gibt. Natürlich gibt es verantwortungsbewusste Züchter, Fachhändler etc.und auch Käufer, die sich auch intensiv auf die Haltung exotischer Tiere vorbereiten und sich informieren.

Dennoch empfinde ich angesichts der überfüllten Tierheime den Tierhandel mit Katzen und Hunden - an den registrierten Züchtern vorbei - als vollständig überflüssig. Und ich fühle mich auch nicht wohl, lebende Tiere in der Zoohandlung zu sehen. Was die Exoten angeht - Ich bin nicht wirklich informiert, aber ich vermute mal, dass so etwas wie einen "Führerschein" für Halter nicht verlangt wird, oder? Und sollten wirklich Polarfüchse, Waschbären oder Faultiere für private Käufer verfügbar sein? Ich denke, hier gibt es noch viel für den Staat zu tun ...

Was die eingangs erwähnte Aktion der peta gegen den geplanten Welpenhandel (klick) angeht - ja,  ich unterstütze sie.

Kommentare:

  1. Die Kitten kommen von Hinterhof- und Schwarzzüchtern, da regulären Katzenzüchtern der Verkauf an Zoohandlungen untersagt ist und eine Missachtung rechtliche Konsequenzen mit sich bringt. Auch möchte man dort lieber noch junge Katzen (10 Wochen) haben. Frühestes Abgabedatum sollte immer zwischen 12 und 14 Wochen liegen, da nur dann alle Impfungen gemacht werden konnten.
    Ich denke bei Hunden wird es dann nicht anders sein.
    Ich habe vor einiger Zeit eine Käuferin des Ladens betreut, die unwissend einen Kater gekauft hatte. Dieser hatte Schnupfen, Flöhe und war völlig verstört, hatte Angst vor Männern und Handtüchern und Decken. Für ein Kitten schon ein Warnzeichen.
    Leider haben damals große Firmen (Gimpet) diesen Verkauf gesponsort und unterstützt. Würde mich nicht wundern, wenn das bei Hunden genauso passiert.

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  2. Hallo und willkommen, Ricarda!
    In diese Richtung gehen meine Befürchtungen (Herkunft und Alter) auch. Und Papiere?

    Natürlich finden sich auch in Tierheimen ängstliche und kranke Tiere; nicht umsonst gibt es dort auch Quarantäne-Stationen. Was mir aber durch den Kopf geht, ist folgendes: Mein Marlowe und die übrigen Kitten aus diesem Wurf hätten statt im Tierheim auch in einem Zoogeschäft landen können - hierfür ist ja dann Tür und Tor geöffnet bei freiem Tierhandel mit Kitten und Welpen - . Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ihm dort ergangen wäre. Der Rest des Wurfes war relativ neugierig und agil, er war sehr verängstigt und auch "angeschlagen" - bei Abverkauf eines Kittens nach dem anderen wäre er bestimmt allein zurückgeblieben ... und was wäre dann mit ihm geschehen zum Schluss, wenn es für ihn keinen Käufer gegeben hätte, der mehr als die Schutzgebühr im Tierheim hätte zahlen wollen?

    Dass mit den Großunternehmen war mir auch nicht bekannt. Ich hoffe, dass diese Unterstützung inzwischen eingestellt wurde und auch keine mehr in Gang gesetzt wird. Aus meiner Sicht wäre es viel werbewirksamer, würden diese Unternehmen Futterpatenschaften in Tierheimen oder Auffangstellen etc. übernehmen ...

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  3. hallo!!!! that was far too difficult for me to understand! but i wanted to say hello anyway :)

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  4. Hello Gris,greetings back.

    PETA has startet a campaign against a pet shop in germany. This Shop is apparently planning to sell puppies in the future - not a good idea in my opinion and so I've signed on at the PETA-campaign. Hopefully the holder will change his mind.

    (Oh the englisch grammar! , I hope, you understand ;) )

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