Dienstag, 30. November 2010

Surfing on youtube - Buffy & Angel

Ja, ich bin nicht nur Star-Trek-Fan, schaue auch gern Buffy. Auch Angel - Jäger der Finsternis habe ich vollständig geschaut, fand allerdings Buffy immer etwas besser. Angel fand bei Buffy immer etwas zu langweilig, zu gut, zu brütend, erst als Angelus blühte auch der Schauspieler David Boreanaz auf. James Marsters Spike dagegen war da ja schon immer ein anderes Kaliber :) Ich mochte und mag immer noch die abgedrehte Beziehung von Spike und Drusilla! Jedenfalls: In Angels eigener Serie entwickelte sich dieser Charakter weiter und die Show bekam auch einen eigenen Reiz.

Der erste Clip zeigt eine Zusammenstellung verschiedener witziger Szenen beider Serien. Ich fand schon immer die Tanzszene mit David Boreanaz - ziemlich am Anfang - köstlich! Die Qualität ist zwar nicht der Brüller, aber ich habe mich gut unterhalten.

Der zweite Clip setzt die Tanzeinlage noch einmal in Szene! Und der dritte Clip widmet sich einmal der Puppet/Muppet-Version von Angel!

Have fun!


aus Buffy-The Vampire Slayer und Angel - Jäger der Finsternis


aus Angel- Jäger der Finsternis


aus Angel - Jäger der Finsternis

Sonntag, 28. November 2010

"Blond wie der Tod" von Laura Levine



Über diesen Roman bin ich bei der Wörterkatze gestolpert und dachte mir: hm... klingt unterhaltsam

Worum geht es?
Gibt es eine größere Herausforderung, als die Memoiren einer schönheitsoperierten Neureichen zu schreiben, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, sich in üppigen Schaumbädern zu aalen? Okay, die 3.000 Dollar Honorar pro Woche sind auch ein Grund, warum Jaine Austen, Gelegenheitsschreiberin mit chronischer Geldnot, den Auftrag annimmt. Doch sie hat bald Gelegenheit, ihre Entscheidung zu bereuen, als ihre Auftraggeberin nur wenig später tot in der Badewanne schwimmt. Deren Tochter Heidi wird zur Hauptverdächtigen - und wendet sich Hilfe suchend ausgerechnet an Jaine, die schon immer ein zu weiches Herz und eine Schwäche für Mord hatte ...

Nachlese
Was soll ich sagen? Es ist schon wieder eine Kriminalgeschichte, ohne daß es ein "echter" knallharter Krimi ist. In diesem Monat habe ich mehrere Bücher dieser Art gelesen und wie "Die Katze, die..." ist auch "Blond wie der Tod" ein Roman aus einer Reihe um die Texterin Jaine Austen.

Das Taschenbuch - die Übersetzung stammt von Antje Nissen - ist leichtgängig, locker, witzig und flott zu lesen. Es war genau das Buch, das ich gestern brauchte, um abzuschalten. Also bitte nicht falsch verstehen: Die Protagonistin Jaine Austen ist ein ausgearbeiteter Charakter, und auch die Kriminalgeschichte folgt durchaus einer äh.. gewissen Logik. Aber der Ton des Romans und die Nebenplätze lassen die Geschichte anders dahinfließen als es ein reiner Krimi tun würde :)

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Jaine Austen erzählt, deren Mutter Fan von Jane Austen. Ich habe auch z.B. Westwood im Roman zur Kenntnis genommen. Allerdings erinnerten mich zwei zitierte Emails (Shoppingkanal, Affaire, orangefarbene Haut) von Jaines Eltern gnadenlos an "Tatsächlich Liebe", quark: Ich meine natürlich "Bridget Jones-Schokolade zum Frühstück"! Der Roman ist 2004 in den USA erschienen, der Film lt. deutscher Wikipedia 2001... hm...

Jaine hat keine Model-Maße wie ihre Freundin bzw. die derzeitige (und dann sterbende) Arbeitgeberin, und wirkt mir ihrem Mundwerk sehr sympathisch, auch wenn sie nicht alles ausspricht, was ihr durch den Kopf schießt. Dennoch sind es im Roman auch diese zwei Bereiche, mit denen mich die Autorin mehr und mehr auf die Nerven ging: Jaine landet offenbar täglich beim Fast-Food-Restaurant, obwohl sie das eigentlich nicht will, um dann doch wieder die nächsten Pommes zu holen. Zum Schluß des Romans habe ich überlegt, ob die Autorin von einem Großunternehmen, das alle Fast-Food-Ketten vereinigt, gesponsert wurde. Das andere war eine gewisse Redundanz in den Beschreibungen, z.B. beim Nachschieben von Informationen

"...'Wieso schreiben Sie nichts davon auf?'
'Weil Margret Mitchell das bereits zu Papier gebracht hat...'
Zugegeben, das war nicht wirklich meine Antwort.",

die irgendwie immer ähnlich eingeleitet wurden oder beim Beschreiben: Ich hatte schon nach zwei klarstellenden vergleichenden Metaphern kapiert, daß das Haus ihrer neuen Arbeitgeberin einfach riesig ist...

ABER wie ich weiter oben schon sagte: Es ist dennoch ein unterhaltsames humorvolles Buch. Jaine ist eine durchaus sympathische Protagonistin, die ebenso wie die anderen Charaktere und die Handlung selbst spürbar überzeichnet ist. Zwar würde ich kein weiteres Buch aus der Reihe kaufen, wohl aber ausleihen. Denn falls die übrigen Romane ähnlich im Ton und in der Handlung sind, sorgt Frau Laura Levine auch mit ihnen für 3 bis 4 Stunden locker-flockige Unterhaltung :)

Samstag, 27. November 2010

Projekt 52-2010 - Wie im Märchen

Ich habe heute lange geschlafen. Und als ich endlich aufstand, traf ich Poe bei der Lektüre von "Feuerträne" von Chris D'Lacey an. Er dachte, es ginge um echte Drachen, so wie er einer ist ... Ein wenig enttäuscht bemerkte er: "Das ist ja wie im Märchen" es sind ja nur Keramikdrachen!" Ich habe ihn gefragt, woher er denn wissen will, daß die Keramikdrachen nur Märchenfiguren seien. Vielleicht würden sie genauso lebendig sein wie er und im Gegensatz zu ihm "unter dem Radar" existieren, weil sie einfach viel scheuer sind... Vielleicht haben sie deshalb auch zugestimmt, diese Geschichte zu veröffentlichen, damit alle denken, sie seien nicht real... Ein wenig nachdenklich sah Poe danach schon aus.

Projekt Farbe bekennen 2010: Gras-Gruen

Auf zum Projekt Farbe bekennen 2010. Das Thema für die restlichen Projektwochen 2010 ist bekanntlich: "Gesehen". Allerdings hatte ich diese Woche kaum Gelegenheit, mich draußen umzuschauen. Entweder war es noch dunkel oder es wurde schon wieder dunkel. Und dann machte ich mir heute morgen einen frischen Kaffee...

Wochenende...

Ich höre gerade im Hintergrund die Version "Somewhere over the rainbow/A wounderful world" von dem verstorbenen Israel K... aus Hawai, dessen Namen ich mich einfach nicht merken kann. Ah, er heißt Kamakawiwoʻole. Seine Stimme finde ich einfach wunderbar sanft und die Ukulele dazu wunderschön ... Hach. Der Song wird hier im Regionalradio derzeit hoch und runter gespielt und ich habe überhaupt nichts dagegen :D. Es ist übrigens gar nicht so einfach, eine ungemixte Version bei Youtube zu finden


Bei diesem Lied komme ich wunderbar zur Ruhe...

Die vergangene Woche war erneut sehr arbeitsintensiv, jeden Tag Überstunden. Ich hatte gestern sogar darüber nachgedacht, auch heute früh ins Büro zu gehen... Aber als ich gestern abend - wie jeden Abend der Woche - erledigt in die Koje fiel und dann heute bis 8 Uhr durchgeschlafen habe, dachte ich mir: NÖ! Du brauchst das Wochenende zum Erholen, Montag kannst Du ja wieder früher zur Arbeit gehen oder länger machen ...

Also Brötchen auf den Toaster, frischen Kaffee aufgebrüht, zurück ins warme Bett gekrochen und dort gefrühstückt und nebenbei "Blond wie der Tod" von Laura Levine begonnen und um 11 Uhr beendet. Und dann bin ich aufgestanden...

Und jetzt sitze ich gemütlich auf meiner Couch, greife  mir "Die Frau im grünen Kleid" und treffe mich online zu einer privaten kleinen Themen-Lese-Party, auf dich mich freue... Deswegen auch tschüssi hier an dieser Stelle

Freitag, 26. November 2010

Freitagsfüller by Barbara

Erneut neigt sich eine Woche dem Ende zu, in der ich gelebt habe, um zu arbeiten und nicht gearbeitet habe, um zu leben... Nun, diese Zeiten gibt es in jedem Job... Aktuell streckt der Winter seine ersten Fühler aus und wenn es dann richtig wettermäßig zur Sache geht, sind z.B. die Winterdienste ausgiebig im Einsatz. Also, diese Streßzeiten gehören dazu und werden ja auch wieder aufhören. Aber das nur am Rande, denn hier kommt der

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Mittwoch, 24. November 2010

Inside7 by Annelie

Mittwoch ... die Hälfte der Arbeitswoche ist eigentlich geschafft. Und es ist Zeit für



vor der Tür...war es gerade graupelig eklig und jetzt kommt die Sonne heraus.

ich sollte endlich... die Betriebskostenabrechnungen aus 2007 zu Ende prüfen *seufz*

ich erinnere mich... an Wochen ohne Überstunden :)

glücklich macht mich... zum Beispiel ein heimeliges Einmummeln in eine Decke, heißen Kaffee dazu und ein Buch oder ein schöner Film

mein Leben... ist meines :)

ich freue mich... auf meinen Urlaub in zwei Wochen

ich wünschte... ich hätte den heutigen Nachmittag frei ;)

Sonntag, 21. November 2010

"Die Katze, die in den Ohrensessel biß" von Lilian Jackson Braun


Dies ist das zweite Buch aus der Reihe "Die Katze, die ..." von Lilian Jackson Braun. Die Erstauflage stammt offenbar aus dem Jahr 1967. Die Nachlese zum ersten Band "Die Katze, die rückwärts lesen konnte", gibt es hier (klick).

Worum geht es?
Jim Qwilleran, der schnauzbärtige Zeitungsmann, ist nicht gerade begeistert von seiner neuen Aufgabe beim Daily Fluxion. Ausgerechnet Qwill, der eine kunstvolle Draperie nicht von einem einfachen Vorhang unterscheiden kann, soll sich um eine Sonderausgabe über Innenarchitektur kümmern! Doch kaum ist das erste Exemplar von Elegante Domizile erscheinen, als Qwilleran sich auch schon auf einem weitaus vertrauteren Terrain wiederfindet: Einbrecher hatten eine kostbare Jadekollektion aus der luxuriösen Villa gestohlen, die die Titelseite der ersten Ausgabe schmückte, und die Dame des Hauses wurde tot aufgefunden. Nicht nur Qwillerans Schnurrbart beginnt da auf einmal merkwürdig vertraut zu zucken. Auch Koko, seinem genialen Siamkater, sträuben sich die Barthaare, denn es wird zunehmend offensichtlich, dass in der Villa so manches im Argen liegt Doch erst als Koko eines Tages besonderen Geschmack an extravaganten Designermöbeln findet, wird die Fährte richtig heiß.

Nachlese:
Erst einmal: Es gibt mehr Informationen über Jim. Er ist über 45 Jahre alt und hat sich seinen Schnurbart in Großbritannien während des Krieges wachsen lassen. Offenbar kann er ganz hervorragend Foxtrott tanzen  und hat durchaus noch Schlag bei den Frauen :) Er lebt inzwischen seit knapp einem halben Jahr mit Koko zusammen, aber der Siamkater entwickelt seltsame Eigenarten: Er schleckt an Briefmarken und Fotos, frißt Spinnenweben und kaut im weiteren Verlauf der Geschichte sogar an einem Designerstück herum. Dies führt dazu, daß Jim eine "Katzologin" aufsucht und sich beraten läßt ...

Was den Job angeht, ist Jim nicht gerade zufrieden. Er will seinen Chef um die Versetzung zum Lokalteil bitten, als ihm vom Chef die neue Sonntagsbeilage angeboten wird. Jims Hoffnungen auf ein breitgefächertes Spektrum erfüllen sich aber nicht, vielmehr soll es nur um Inneneinrichtung gehen. Und so findet sich Qwilleran erneut in einem Gebiet, von dem er keine Ahnung hat und muß sich wieder anhören: "In unserem Geschäft kann Fachwissen ein Nachteil sein". Jim nimmt Kontakt zu dem umgänglichen und allseits beliebten Innenarchitekten David Lyke auf, der ihm vorschlägt, das Haus des Jadesammlers Taits zu besichtigen. Jim und der Fotograf Bunsen folgen der Empfehlung, die Story wird gedruckt - und umgehend findet dort ein Einbruch statt und Taits Frau stirbt an einem Herzanfall. Oder etwa nicht?

Auch der zweite Teil der Reihe hat mir einen netten Sonntagmorgen beschert. Der Roman ist in sich abgeschlossen. Auf den ersten Teil wird kurz verwiesen, schließlich soll der Leser des zweiten Teils auch wissen, was es mit Koko auf sich hat. Und natürlich ist es nett, wenn man die Details des ersten Buches kennt. Aber man kann "Die Katze, die in den Ohrensessel biß" auch ohne Band 1 lesen und problemlos verstehen.

Der Charakter von Jim Qwilleran wird in einigen Details weiter ausgebaut und auch Koko bekommt wieder etliche Szenen. Dieses Mal wird neben den mit Jims Aufgabenngebiet verbundenen Personen - den klitzekleinen Nebencharakter des japanischen Koches fand ich wirklich reizend - auch mehr auf den Pressefotografen Odd Bunsen eingegangen. Dessen Balkonturnerei war schon bemerkenswert und auch im übrigen mußte ich während der Lektüre dieses Romanes ein paar Mal auflachen. Vielleicht ist der Roman witziger, vielleicht war ich auch in empfänglicherer Stimmung für den Humor der Autorin als beim ersten Roman.

Insgesamt gefiel mir jedenfalls Teil 2 der Reihe besser als Teil 1, dennoch bleibe ich bei meiner dortigen Einschätzung: Lesen der weiteren Teile ja, wenn ich die Möglichkeit habe;  aber neu kaufen - nein ;)

Projekt Farbe bekennen 2010 - Bronze

Also..Bronze stellte mich doch vor eine Herausforderung. Bronzemedaillen oder eine Bronzestatue habe ich meines Wissens nichts im Haus und so war ich auf der Suche. Aber eigentlich hatte ich schon Probleme damit, die Farbe zu bestimmen: bräunlich oder gelblichbräunlich, vielleicht auch braunrötlich, glänzend, schimmern, nicht strahlend? *die Haare rauft*

Ich habe also in der Wikipedia geblättert, hm... Bronze als Kupfer-Zinn-Legierung, aha. Rotguss gibt es auch, ist keine Bronze laut Definition, wird aber mit ihr häufig verwechseln (wird ihr also ähnlich sehen), na klasse!

Vermutlich ist der abgelichtete Topf ein Rotguss, aber wenn man diesen mit Bronze verwechselt, weil er so ähnlich ausschaut, dann sollte bronzefarben ja passen, oder? Und falls nicht, dann habe ich den richtigen Farbton dieses Mal halt nicht getroffen *mit den Schultern zuckt*

Freitag, 19. November 2010

Freitagsfüller by Barbara

Ohne große Worte dieses Mal der


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Donnerstag, 18. November 2010

Projekt 52-2010: Aus der Kindheit

Poe hat mich heute gefragt, ob ich schon immer so ausgesehen hätte wie jetzt. Manchmal bin ich von seinem Tunnelblick doch überrascht, denn bei seinen Erkundungsflügen hat ja auch schon mal ein Baby oder ein Kind gesehen ... Vielleicht wollte er auch nur wissen, wie ich früher aussah ;) Ich habe dann ein Fotoalbum herausgekramt und ihm Bilder aus der Kindheit gezeigt. Es sind sogar Bilder von meinem Bruder und meiner Schwester dabei. Aber z.B. das mit der Trompete bin ich :). Poe wollte natürlich wissen, wo denn die Trompete jetzt sei. Aber es war nie meine, sie gehörte meinem Bruder ;) Dafür war das Schaukelpferd meines ganz allein...

Dienstag, 16. November 2010

"Die Katze, die rückwärts lesen konnte" von Lilian Jackson Braun



Diesen Roman - und den weiteren "Die Katze, die in den Ohrensessel biß" - habe ich von meiner Kollegin geschenkt bekommen. Und da Tanja ähnlich neugierig war wie ich, habe ich mir das Büchlein zügig aus dem TuB gezogen :)

Dieser Roman eröffnet übrigens die Serie "Die Katze, die ..." von Lilian Jackson Braun.

Worum soll es gehen (Verlagsangabe)?
Jim Qwillerans Karriere als Journalist ist auf dem Tiefpunkt. Da verschlägt es ihn in das Stadtchen Pickax, wo er für das örtliche Provinzblatt über die Kunstszene berichten soll. Dabei kann er die Venus von Milo nicht von der Freiheitsstatue unterscheiden! Doch bald wird das scheinbar beschauliche Thema brandheiß. Eine Galerie wird verwüstet, und offensichtlich hat jemand Mord als schöne Kunst missverstanden. Zum Glück trifft Jim den cleveren Siamkater Koko. Dieser kann nicht nur lesen, sondern hat auch eine unfehlbare Spürnase für Verbrechen.

Nachlese.
Im großen und ganzen stimmt die Taschenbuchangabe schon. Der Siamkater heißt jedoch Kao K'o-Kong, benannt nach einem chinesichen Künstler des 13. Jahrhunders, und wird nur von Jim Koko genannt wird :) Aber von Anfang an.

Jim Qwillerans mag ein Mann um die 50 sein, der einen ergrauenden Schnurrbar trägt und schon einige Jobs hinter sich hat. Sein Alter wird nicht ausdrücklich genannt, aber er staunt z.B. über elektrische Bleistiftanspitzer im Büro und erinnert sich an die Zeit, in der Zeitungsbüros nicht so aufgeräumt waren wie "heute". In diesem "Heute" gibt es jedenfalls schon Computer (Die Erstauflage des Originalbuches stammt aus 1966!), denn Jim vermutet zunächst, daß der für so viel Wirbel in der Stadt sorgende Kunstkritiker Mountclemens gar nicht existiert, sondern die Rezensionen in New York geschrieben und dann am Rechner übermittelt werden. Aber er liegt falsch: Jim lernt den Kritiker - und dessen Kater Kao K'o-Kong - nicht nur kennen, er bezieht auch die extrem günstige kleine Wohnung in dessem Haus und spielt dabei auch schon mal Katzensitter. Koko akzeptiert und erzieht Jim recht fix, freut sich auch über die aktive spielerische Abwechslung mit Jim, denn bei Mountclemens ruht Koko auf den Büchern und liest die Schlagzeilen der Zeitung auf ungewöhnliche Art und Weise: Er zeichnet mit seiner Nase die Buchstaben von rechts nach links nach - Koko liest rückwärts.

Mountclemens ist in der künstlerisch offenbar äußerst aktiven Stadt, wie gesagt, nicht gerade beliebt.Er verreißt regelmäßig die in seinen Augen selbsternannten Künstler, nur die Galerie Lambreth scheint eine gute Auswahl zu treffen. Die Hoffnung der lokalen verrissenen Künstler, Jim würde Mountclemens Ressort übernehmen, muß Qwilleran aber zurückweisen: Er soll keine Rezensionen schreiben, sondern über die Kunstszene berichten. Also macht er sich an die Arbeit, interviewt Künstler und den Galeristen Lambreth. Und kurz danach ist dieser tot und das ist nicht der einzige Todesfall...

In diesem Roman geht es zwar auch um Koko, der eine nicht unwesentliche Rolle spielt, aber man sollte sich nichts vormachen: Es ist eher eine Kriminalgeschichte, dessen Protagonist nicht der Detektiv ist, sondern ein Journalist. Und obwohl Jim natürlich neugierig ist, Beteiligte befragt und Spekulationen anstellt, entwickelt sich die Geschichte nicht zu einer reißerischen Enthüllungsstory. Der Ton ist vielmehr leicht, unterhaltsam und humorvoll, die Charaktere zwar eigenwillig, aber nicht extrem überzeichnet und abgehoben. Ich würde den Roman jedoch nicht als total witzig bezeichnen (dies sind für mich z.B. die ersten Amelia-Peabody-Bücher von Elizabeth Peters). Der Krimiplot hat einige Wendungen: Für mich als Wenigkrimileser war die Auflösung so nicht vorhersehbar. Ich hatte einen Beteiligtenverdacht, der sich auch bestätigte, aber anders, als von mir erwartet.

Um mal eine Einordnung zu wagen: Der Protagonist und das Flair in diesem ersten Roman der Serie erinnerten mich entfernt an einen Rita Mae Brown Roman mit Mrs. Murphy, allerdings erhält Koko weder eine eigene Stimme, noch wird er großartig vermenschlicht. Koko spielt, fordert lautstark von Jim sein Futter, das Öffnen der Türen, räkelt oder putzt sich. Diese Szenen werden aus Jims Sicht beschrieben und seine Zuneigung zu Koko ganz zauberhaft in Worte gefaßt: 


"Als er (Koko, Anm. Natira) Qwilleran sah, raste er hinauf in den ersten Stock und sah zu ihm hinunter. Seine Haltung und die Stellung seiner Ohren drückten eine liebenswürdige Einladung aus, ihm zu folgen. Qwilleran wurde plötzlich von einer heftigen Zuneigung zu diesem freundlichen kleinen Wesen erfaßt, das wußte, wann seine Gesellschaft gebraucht wurde. Koko konnte unterhaltsamer sein als ein Varieté und - manchmal - auch beruhigender als ein Tranquilizer. Er gab so viel und verlangte so wenig." (Zitat aus diesem Buch, Kapitel 15).

- HACH :) -

Ich freue mich, "Die Katze, die in den Ohrensessel biß" demnächst zu lesen, aber weitere Teile der Serie würde ich trotzdem nur bei reduzierten Angeboten kaufen oder - bevorzugt - aus der Bücherei ausleihen.

Montag, 15. November 2010

Montags Memories: Ikea


Es geht heute um die schönsten Erinnerungen und Erlebnisse zu Ikea.

Die eine Erinnerung hat nur indirekt mit Ikea zu tun und obwohl sie hier an erster Stelle steht, ist sie jünger als die untere: Ich hatte mir bei Ikea ein Holz-Hochbett gekauft, welches ich aber in dieser Höhe bei mir in der Wohnung nicht aufbauen konnte: Dann wäre ich beim Aufschrecken - aus welchem Grund auch immer - aus dem Schlaf gegen die Zimmerdecke geknallt und hätte gleich weiterliegen können... Andererseits wollte ich aber ein erhöhtes Bett wegen des Stauraums. Also bin ich mit den vier schön langen Leisten zum Baumarkt und habe sie mir auf ein bestimmtes Maß kürzen lassen. Neugierig war der Mann dort, warum ich das tun wolle. Und danach wollte er nicht so recht ran und fragte mehrfach, ob ich mir das nicht  noch einmal überlegen wolle... Wenn sie ab wären, könnte man nichts mehr tun... (als wenn ich das nicht gewußt hätte, Männer manchmal!) Das Bett steht jetzt und die Beine hätten sogar noch ca. 3cm - "kürzer" sein dürfen :)

Die andere erwähnenswerte Erinnerung betrifft meinen Vater. Ich war mit ihm zusammen bei Ikea, weil ich eine ausklappbare Gästecouch brauchte, deren Breite nicht über 1,60 m sein durfte. Wir sind also durch den riesigen Laden geschlendert. Mein damals schon über 80 Jahre alter Pa war vorher noch nie bei Ikea und gab ab und an seine Kommentare ab: "Sieht aber nicht stabil aus und hör mal ... *klopfte auf ein Holztei* fragt mich nicht welches..." und so ähnlich :) Ich habe jedenfalls eine Bettcouch gefunden und wir mußten die Teile irgendwie in den Smart4four bekommen - und uns auch -, was wir auch hinbekamen. Es ist eigentlich ziemlich erstaunlich, was man mit diesem Auto auch alles wegschafft :). Und dann ging daheim das Aufbauen los, was sich als ziemlich Herausforderung herausstellte. Also *räusper*, ich bin recht geübt darin, irgendwelche Möbelteile zusammenzuschrauben und aufzubauen. Ich habe da eine gewisse Systematik: Auspacken, Inhalts-Check, Teile sortiert bereitlegen, Skizze studieren und losarbeiten... Mein Pa war da immer kreativer, was mich jahrelang gewundert hatte. Er hat in seinem Leben ja nun schon ein paar Sachen haltbar und funktionierend zusammengebaut und hatte auch ein "Verständnis" für das Funktionieren. Aber Möbelaufbau nach Anleitung? Näh... Früher nicht (Regalbau bei meinen Eltern zuhaus) und auch bei dieser Gelegenheit nicht. Während ich raus war, um meinen "Werkzeugkasten" zu holen und die Katzen zeitweise in dem Schlafzimmer unterzubringen, fing mein Pa gutmeinend an zu werkeln. Leider hatte der gute Wille keinen Effekt auf die Weiterverwendungsmöglichkeit, wie sich bald herausstellte ;) Nach ... äh... Auflösung haben wir zwei dann den Rest gemeinsam nach Anleitung geschraubt... Die Couch steht noch, allerdings hat mein Pa nie auf ihr geschlafen. Er hat immer mein damaliges - normal hohes - Bett bekommen, wenn er bei mir zu Besuch war...

Sonntag, 14. November 2010

Projekt Farbe bekennen 2010: GELB

Wie bereits angekündigt, kommt jetzt auch gleich der nächste Post zum Projekt Farbe bekennen 2010. Dieses Foto habe ich durch mein Wohnzimmerfenster, welches einen Blick in den Garten meines Vermieters offeriert, aufgenommen. Das Thema für die restlichen Projektwochen 2010 ist bekanntlich: "Gesehen":

Projekt Farbe bekennen 2010: BUNT

Mit dem Projekt Farbe bekennen 2010 bin ich ein ganz klein wenig im Rückstand, denn "Bunt" war bereits in der letzten Woche dran. Dies bedeutet auch, daß nach diesem Post gleich noch ein weiterer zur Farbe gelb folgen wird.

Was mein eigenes Thema angeht, so habe ich mich angesichts meiner Überstunden in den letzten zwei Wochen - die vermutlich in der nächsten Zeit auch nicht wirklich nachlassen werden - und meinem im Dezember anstehenden Urlaub entschlossen, für die letzten Projektwochen im November und Dezember mir selbst nur ein Thema vorzugeben, welches auch allgemein gehalten ist: "Gesehen ..."

Hier folgt "Bunt". Das Foto habe ich in der letzten Woche gemacht, manch einem von Euch wird ein Teil des Fotos dennoch bekannt vorkommen ;)

Samstag, 13. November 2010

Eine neue Buch-Challenge für 2011

EDIT 31.12.2011:  GESCHEITERT

Bei der Wörterkatze bin ich auf eine von ihr ins Leben gerufene Challenge für die Zeit vom 01.01.-31.12.2011 gestoßen: Deutschland und seine Nachbarn. Die Kurzfassng:

"Ziel der Challenge ist es nicht nur die Literatur und die Schriftsteller von Deutschland kennen zu lernen, sondern auch die aus den Nachbarländern Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen. Im Laufe eines Jahres soll aus jedem Land ein Buch gelesen und rezensiert worden sein... Bedingung...: Der Autor muss entweder in dem betreffenden Land geboren sein oder dort leben bzw. die Handlung muss ausschließlich in dem Land spielen..."

Da ich in dieser Challenge eine Gelegenheit zum TuB-Abbau sah, habe ich mich mit dem Inhalt  meines TuBs genauer auseinandergesetzt. Ich liste nachstehend die von mir herausgesuchten TuB-Bücher zu den Ländern (außer Luxemburg, hier fehlt mir noch ein Buch) auf. Soweit ich mehrere TuB-Bücher hier nenne, behalte ich mir allerdings vor, im Verlauf der Challenge eines der genannten frei auszuwählen und hoffe, daß die Wörterkatze dies erlaubt :) Diese Seite wird zugleich meine Übersichtsseite für die Challenge sein:

Deutschland
"Das Wörterbuch des Viktor Vau" von Gerd Ruebenstrunk
"Schule der Lügen" von Wolfram Fleischhauer (dt. Autor) 
oder
"Ein Garten im Norden" von Michael Kleeberg (dt. Autor)
oder
"Erschrecken Sie nicht, ich bin es selbst - Erinnerungen an Theodor Fontane" 
Herausgeber: W. Rasch u. C. Hehle

Niederlande
"Die Farbe Blau" von Jörg Kästner (spielt in Niederlanden)
oder
Vermeer- Das Gesamtwerk (Jubiläumsedition) (über niederländischen Maler)

Belgien
"Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb (belg. Autorin)

Frankreich
"Léon und Louise" von Alex Capus 
"Der Bauch von Paris" von Emile Zola (franz.Autor)
oder
"Das Leben Gebrauchsanweisung" von Georges Perec (franz. Autor)
oder
"Vater Goriot. Roman. ( Ausgewählte Werke)." von Honore de Balzac (franz. Autor)

Schweiz
"Jung" - Biographie von Anthony Stevens (über Schweizer Tiefenpsychologen)
oder ich besorge mir mal ein Buch von Max Frisch oder Hermann Hesse

Österreich
"Des Teufels Maskerade" von Viktoria Schlederer (österr. Autorin)
oder 
"Beerholms Vorstellung" von Daniel Kehlmann (österr. Autor)

Tschechien

Polen
"Philosophie des Zufalls, Bd.2" von Stanislaw Lem (poln. Autor)
oder
"Die Welt hinter Dukla" von Andrzej Stasiuk (poln. Autor)

Dänemark
"Odins Insel" von Janne Teller (dän. Autorin)
oder
"Tanz der Zwerge" von "Anne Marie Lon (soll in Dänemark spielen)
oder
"Der Lügner von Umbrien" von Bjarne Reuter (dän. Autor)
oder
"Die Küste meiner Kindheit" von Martin Andersen Nexö (dän. Autor)

Luxemburg
noch offen

"Harry Potter and the Half-Blood-Prince" Bd 6 by J.K. Rowling (in englisch)

Wenn man "in the zone" ist, dann geht es mit dem Lesen der Potter-Bücher im Original rasant voran. Hilfreich ist natürlich auch, daß man Ruhe und Zeit dafür hat... und die hatte ich die letzten Tage, da ich um halb vier bzw. halb fünf Uhr in der früh wach wurde (Arbeitsbeginn 08.00 Uhr) ;)

Worum geht es?
Voldemorts Rückkehr kann auch vom Zaubereiministerium nicht  mehr geleugnet werden, ebenso wie die Tatsache, daß seine Gefolgsleute, die Todesser, immer offener aktiv sind. Sowohl Muggles, als auch Zauberer verschwinden oder werden getötet. Harry, wieder bei seiner Tante und seinem Onkel, trauert derweil um Sirius und beschäftigt sich mit dem Inhalt der Prophezeiung, als er von Dumbledore abgeholt wird. Die beiden machen einen Abstecher zum Zauberer Horace Slughorn, um ihn aus dem Lehrer-Ruhestand zurückzuholen, was auch gelingt: Slughorn wird - nicht nur zu Harrys Überraschung - der neue Lehrer für Zaubertränke, während Snape endlich Lehrer für "Verteidigung gegen die dunklen Künste" wird. Dies hat mehrere Auswirkungen, so z.B.
- Harry kann nun doch - um Auror zu werden - mit dem Fach Zaubertränke weitermachen, seine Noten aus dem letzten Jahr reichen für Sloghorn
- Er kommt in den Besitz eines Zaubertränke-Lehrbuches mit handschriftlichen Anmerkungen zu Zaubertränken und Notizen von Zaubersprüchen, welches früher im Besitz des ominösen "Halbblut-Prinzen" war.
- Harry kann den Trank "Flüssiges Glück" gewinnen.

Während das Schuljahr voranschreitet, wird für Harry immer klarer, daß Draco Malfoy von Voldemort  mit einem Auftrag betraut wurde und daß Snape Malfoy zur Seite steht. Außerdem werden ihm von Dumbledore Voldemorts Vergangenheit und auch dessen Motive erläutert. Dumbledore und Harry lernen mehr darüber, was es mit Horkruxen auf sich hat, wie Voldemort eine Art Unsterblichkeit erreichen will und wie man dies verhindert. Aufgrund schrecklicher Geschehnisse in Hogwarts beschließt Harry am Schuljahrsende, diese Aufgabe selbst anzupacken, auch wenn er dabei nur auf sich, Hermine und Ron gestellt sein wird.

Nachlese:
Band 6 fand ich im Gegensatz zu Band 5 gar nicht zäh. Selbst die Quidditch-Sequenzen, die mich grundsätzlich eher nicht interessieren (ausgenommen die Dementoren-Szene in Band 3), waren für mich flüssig lesbar, ebenso das Hin und Her bei Ron und Hermione. Faszinierend fand ich nicht nur die Einsichten in Voldemorts Vergangenheit, sondern auch den beginnenden Blick hinter die Kulissen der Todesser. Mir gefiel auch der Ausbau von Draco Malfoys Charakter, gerade auch im Zusammenhang mit der normalerweise für Schmunzeln sorgenden Maulende Myrte. Zum einen erhält man einen anderen Blick auf Myrte, zum anderen zeigt es Dracos Isolation. Sehr berührt haben mich die kleinen Details in der Beisetzungsszene, daß z.B. Harry trotz des traurigen Anlasses den Impuls hat, zu lächeln, als Garp bei seinem "fürsorglichen" Klopfen Hagrid mitsamt dessen Stuhl etwas in den Boden stampft oder Harrys Erinnerung an Dumbledores Besprechung mit den Mermenschen.

Auf der anderen Seite fand ich es schon seltsam, daß Harry  den ihm als "Halbblüter" bekannten Tom Riddle nicht als früherer Eigentümer des Zaubertrankbuches in Betracht gezogen hat. Ist diese Vermutung so fernliegend? Oder habe ich das irgendwie überlesen? Und ich gestehe, daß mir die Metapher mit dem "Tier" in Harrys Brust als Ausdrucks- und Beschreibungsform von Harrys Empfindungen für Ginny nicht gefiel. Ich hatte den Eindruck, daß J.K. Rowling Harrys Empfindungen 10-12 Jahre alten Kids erläutern wollte, was zum restlichen Inhalt und Ton des Buches aus meiner Sicht nicht paßt. Zumal diese Notwendigkeit offenbar auch nicht in den früheren Bänden 4 und 5 in Bezug auf Cho bestand und gleichfalls nicht, soweit andere Charaktere (Ron, Hermione, Tonks, Fleur) betroffen sind. Teilweise ließ mich das Trotzverhalten (Hermione Zaubervögelangriff, Rons Verhalten gegenüber Hermione, aber auch Lavender, Harrys Uneinsichtigkeit zum Zaubertrankbuch) auch darüber nachdenken, ob das Dreiergestirn wirklich schon über 16 ist...

Was mich am meisten irritiert, hm... eigentlich sogar gestört hat, war folgendes: Harry und Dumbledore betrachten sich Dumbledores Erinnerung an seinen Besuch bei Tom Riddle im Waisenhaus. Der jüngere Dumbledore spricht mit der Leiterin des Waisenhauses Mrs. Cole, legt einen Zauber über sie, damit sie keine weiteren Fragen zu Hogwarts etc. stellt. Und dann folgt dies:

"Then her eyes fell upon a bottle of gin an two glasses that had certainly not been present a few seconds before. 'Er - may I offer you a glass of gin?' she said in an extrarefined voice. 'Thank you very much', sad Dumbledore, beaming. It soon became clear that Mrs. Cole was no novice when it came to gin-drinking. Pouring both of them a generous measure, she drained her own glass in one. Smacking her lips frankly, she smiled at Dumbledore for the first time, an he didn't hesitate to press his advantage. 'I was wondering whether you could tell me anything of Tom Riddle's history?..."
(Zitat aus Harry Potter an the Half-Blood-Prince von J.K. Rowling- Kapitel: The secret Riddle)

Verstehe ich es etwa falsch, daß Dumbledore dafür verantwortlich ist, daß die Ginflasche plötzlich erscheint? Und weshalb sollte er das wohl tun, wenn er nicht wüßte, daß Mrs. Cole gern Gin trinkt - wie die folgenden Sätze zeigen, ist sie ja kein "Neuling" - , also ein Alkoholproblem hat? Und er zögert auch nicht, seinen Vorteil daraus zu ziehen.

Spoiler möglich!

Das "gefällt" mir nicht. Auch wenn man in Band 7 mehr über Albus Dumbledores bewegte Vergangenheit erfährt und man diese Szene als kleinen Hinweis sehen will, kann ich ihr immer noch nichts abgewinnen. Dumbledore ist bereits Lehrer in Hogwarts und die in Band 7 offenbarten weiteren Details lagen, wenn ich mir richtig erinnere - was ich ja bald lesen werde ;) -, vor dieser Zeit. J. K. Rowling gestaltet Albus Dumbledore jedenfalls in dieser Szene als sehr manipulativ, der auch nicht davor zurückschreckt, Muggles in Versuchung zu führen und auszunutzen (Alkoholismus, Abhängigkeiten), was mich an einen anderen Charakter erinnert. Und diese Vorgehensweise wird auch nicht weiter kommentiert, weder von Dumbledore, noch von Harry. Das finde ich unglücklich.

Dennoch:
Insgesamt fand ich dieses "Brückenbuch" zwischen Teil 5 und 7, daß den Leser mit sehr vielen Informationen und Erläuterungen versorgt und erst zum Ende hin Action entwickelt, erstaunlich fesselnd und flüssig zu lesen.

Und gerade habe ich mir die Verfilmung auf DVD angeschaut, von der ich im letzten Jahr im Kino sehr enttäuscht war. Mal sehen:

Was ich beim ersten Mal Filmschauen offenbar übersehen habe, war, daß der Film mit Olivanders Entführung durch die Todesser beginnt, die mehr oder weniger in einem Nebensatz im Buch erwähnt wird. Im Hinblick auf Teil 7 auch gut gewählt. Allerdings: Man kann bei dem schnellen Schnitt nicht erkennen, daß es sich um den Zauberstabladen handelt und die entführte Person trägt einen Sack über den Kopf. Und auch später wird nicht deutlich, daß es sich um denselben Laden wie zu Beginn des Films handelt, da die Gasse inzwischen insgesamt sehr verlassen ausschaut .

Findet eigentlich noch jemand, daß Harry sich in ein Mädchen verliebt, daß seiner Mutter mehr und mehr ähnelt? Irgendwie finde ich auch, daß Snapes Haare besser geschnitten (oder frisiert) sind. Ich finde, man sieht vielmehr von Alan Rickmans Gesicht ;) Und ich weiß auch immer noch nicht, warum das Weasley-Haus in Brand gesetzt wurde... Schade übrigens, daß für den 16jährigen Tom Riddle nicht derselbe Schauspieler eingesetzt wurde, wie in "Die Kammer des Schreckens". Und es ist etwas seltsam, daß Harry Hermione und Ron das Hokrux-Medaillon ohne Erklärung gibt und die beiden absolut Bescheid zu wissen scheinen... Da wurde vielleicht eine Szene zu viel herausgeschnitten.

Beim zweiten Schauen hatte ich übrigens nicht mehr das Gefühl, daß es zu schnell ging von der Schule bis zur Horkrux-Höhle, vielmehr empfand ich den Film recht unterhaltsam. Mir gefiel auch weiterhin Tom Feltons Darstellung ;) Und dieses Mal habe ich sogar ein (kleines) Ohr für den Soundtrack gehabt: Sehr dramatisch ...und irgendwie gregorianisch, wenn Draco in den Raum der Wünsche geht, um die Todesser hineinzulassen. Ich bin also mit dem Film etwas versöhnt, bleibe aber dabei, daß ohne die Filme spätestens seit Nr. 4 ohne Buch immer schwieriger nachvollziehbar sind.

Projekt 52-2010 - Werbestar

Was soll ich sagen:

Als ich in die Küche betrat, fand ich Poe inmitten der kühlschrankgelagerten B&J-Eis-Auswahl mit dem größten Eislöffel, den er finden konnte.

Hm... B&J können sich eigentlich einen Werbestar sparen. Poe macht ja aus seiner Liebe zu diesem Eis keinen Hehl und erzählt das auch überall (man bekommt aber nur selten etwas zum Probieren von ihm) ...

Vielleicht sollte ich mal in seinem Namen bei B&J nach einem "Dankeschön" in Form einer Großlieferung seiner Lieblingssorten fragen ... :D

Freitag, 12. November 2010

Freitagsfüller by Barbara

Freitag ... Freitagsfüller ... und die Arbeitswoche ist fast geschafft und das ist auch gut so ;) Und hier geht es nun auch zum


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Donnerstag, 11. November 2010

Drei am Donnerstag by Kirstin

Nach gefühlten Ewigkeiten gibt es heute mal wieder die von Kirsten kreierten Drei am Donnerstag:


3 am Donnerstag

1. Wie wird dein Leben wohl aussehen, wenn du in Rente gegangen bist?
Ich mag die Vorstellung, daß ich gesund bin und ein vernünftiges monatliches Einkommen - idealerweise mit einer zusätzlichen monatliche Rente eines Lottounternehmens - beziehe. Ich hätte gern ein größere Wohnung oder ein kleines Häuschen, idealerweise in einem Ort an der Ostsee, in der zwei Katzen und ein sich mit ihnen vertragender Beagle Platz haben, der mich an die frische Luft bringt und in Bewegung hält. Schließlich brauche ich neben meinen exzessiven Lesezeiten in einem dieser bequemen Relaxsessel, in denen man auch einschlafen kann, ohne gleich eine üble Nackenverspannung zu bekommen ja Ausgleich :) Und natürlich würde ich regelmäßige Rundreisen machen und bei meinen Freunden und Lieben hineinschauen ... 

Ich bin aber mit weniger zufrieden: 
Gesundheit, vernünftiges Einkommen, weiter bestehende Freundschaften, Zeit, um zu lesen und meine Freunde zu besuchen und hoffentlich immer noch ein oder zwei tierische Begleiter.

2. Was hast du bisher aus deinem Leben gemacht?
- festgestellt, daß ich an dem einen Job zwar Spaß habe, damals jedoch - kurz nach Ende der DDR - für ihn keine Perspektive gab (Voraussetzungen bei mir und auf dem Markt), weshalb ich die Ausbildung aufgabe und nicht noch weitere 2,5 Jahre investierte,
- mit 21 Jahren Umorientierung, Umzug und den Beginn einer neuen Ausbildung zur ReNo-Gehilfin, wie es damals noch hieß, in NRW, 500 km von daheim entfernt: 
Das ist etwas, was mich noch heute überrascht, aber auch irgendwie stolz macht, ich war eher langsam mit Veränderungen. Nichts hätte näher gelegen, als "daheim" zu bleiben und eine Ausbildung oder einen Job -ohne Ausbildung - zu machen, der mir dort vom Arbeitsamt angeboten wurde.

Inzwischen habe ich "hier" meinen Lebensmittelpunkt,
habe Freundschaften nah und fern gepflegt und aufgebaut...
Ich fühle mich "angekommen" und wohl.

3. Was solltest du aus deinem Leben aussortieren?
So gern ich meinen Job als ReNo auch mag, 
aber ein wenig mehr Einhalten der zeitlichen Struktur wäre schon nett, 
z.B. ein regelmäßiger Feierabend.
Ich würde also gern die Überstunden aussortieren :)

So funktioniert das aber nicht und es wurde mir auch recht früh klar,
daß man in diesem Job auch Idealismus  braucht und nicht nur 
Dienst nach Uhr machen kann. Ich bin dennoch nach der Ausbildung im Job geblieben :)

Mittwoch, 10. November 2010

Inside7 by Annelie

Heute bin ich mal wieder dabei, bei den



Im November...beginne ich meistens, die Heizung regelmäßig anzumachen.

Zuhause...ist inzwischen hier in NRW

ich fühle...mich auch daheim und sehr wohl hier.

immer wenn...draußen die Herbststürme toben, denke ich aber an meine alte Heimat und Strandspaziergänge an der Ostsee, manchmal mit hoch vermummten Gesicht: nicht wegen der Kälte, sondern wegen des aufwirbelnden Sandes, der bei entsprechender Windstärke ganz schön weh tun kann. Es ist wirklich so: Für immer Fischkopp, jetzt in NRW ;)

ich esse gern.., besonders Eis, z.B. von B&J, so baue ich Hüft- und anderes Gold auf *g*

ich freue mich...auf meinen Urlaub im Dezember und die Fahrt ins Schwabenland.

ich sollte vielleicht...mehr Disziplin aufbringen, z.B. bei B&J *lach*, aber auch beim Buchkauf, wenn ich mir meinen wachsenden TuB so ansehe und daran denke, daß ich al wieder ein neues Regal brauche - ohne bislang Platz gefunden zu haben - *g*

Samstag, 6. November 2010

Ein Award :)

Mein Blog wurde mit dem Lovely Blog Award ausgezeichnet *freu*, und zwar von TanjaAnja, , von der Wörterkatze und von der Jimmy .  Hier ist er *stolz zeigt*:


Ich finde es total schön, daß Ihr gerne hier hereinschaut und lest. DANKE SCHÖN!

Die mit diesem Award verbundenen Regeln klingen simpel: Sich bei dem Verleiher bedanken und ihn verlinken - Mal ehrlich! Muß man das wirklich zu einer Bedingung machen? Ist das nicht selbstverständlich? - und der Award soll insgesamt 15 Blogs verliehen werden, die man selbst "kürzlich" neu entdeckt hat.

Wie immer ist der zweite Teil nicht so einfach. "Kürzlich" ... hm ...

Zeit ist doch relativ, nicht wahr, und dies sollte dann doch auch für "kürzlich" gelten *g*. Gut, dann kann ich ja loslegen :)

Ich gebe den Award zunächst zurück an
Tanja,
Anja, 
Wörterkatze
und die Jimmy , in der Tat ein kürzlich entdeckter Blog ;)
Außerdem verleihe ich ihn
Bibendum on tour
mrs. steph,
Karamellzucker,
Arctica
Aequitas et Veritas,
Sinje von Geschichten erzählen
sowie
Sayuri
Winterkatze
Taytom
Pashieno und
Siobhan & Cactus

Ich hätte noch mehr Blogs in petto - teilweise haben sie den Award bereits bekommen, teilweise nicht -, aber alle kann ich leider hier nicht nennen. Nicht enttäuscht sein bitte, daß eine Auswahl zu treffen war.

Und folgendes gilt nicht nur für die hier genannten Blogs: Auch wenn ich nicht immer kommentiere, ich lese gern bei Euch!

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende!
Natira

Freitag, 5. November 2010

Projekt 52-2010: Superhelden

Der arme Poe wurde heute im Büro von Akten begraben. Er hat wirklich Glück gehabt, daß plötzlich ein Mitglied der Superhelden-Gilde auftauchte, natürlich in incognito! Mir kommt der Superheld allerdings irgendwie bekannt vor...

(Ein Klick auf die Grafik verleiht ihr mehr Größe)

Freitagsfüller by Barbara

Es ist wieder so weit. Die Woche war kurz hier in NRW, aber für Ausgleich wurde - zumindest hier im Büro - gesorgt ;) Jetzt jedoch gibt es den

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Montag, 1. November 2010

gehört: "Das Wörterbuch der Liebenden" von David Levithan


Dieses Hörbuch habe ich schon September gehört und jetzt wird es doch langesam mal Zeit für den Nach-Klang.


Worum geht es?
Von A wie atemberaubend bis Z wie Zenit - was liegt näher, als die Liebe enzyklopädisch zu erzählen? Diese poetische Manhattan- Love-Story in ungewöhnlicher, verspielter Lexikon-Form ist ein Herzensbuch für jeden, der verliebt ist oder sich verlieben möchte. Jeder Eintrag erzählt einen Schritt der Annäherung, der größer werdenden Nähe, aber damit auch der Verletzlichkeit. Literarisch raffiniert und romantisch, frisch und modern fängt es die alltäglichen Gefühlsstürme der Liebe ein - in der einzigen Gewissheit, dass Liebe nun mal das Flüchtigste auf der Welt ist.

Nachlese/Nach-Klang
David Levithan sagte mir zunächst nichts, aber „Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht“ und „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ hatte ich schon mal gehört bzw. gesehen. Und diese Filme beruhen auf Büchern von David Levithan, ebenso wie "Das Wörterbuch der Liebenden".

Erkennbar habe ich nicht das Buch in der Übersetzung von Andreas Steinhöfel gelesen, sondern das Hörbuch gehört, welches übrigens auch von Andreas Steinhöfel eingelesen wurde. Dieser Name sagte mir allerdings etwas, hatte ich doch vor gar nicht so langer Zeit "Die Mitte der Welt" gelesen. Und ich muß sagen, Andreas Steinhöfel schreibt nicht nur sehr einfühlsam, er liest auch so. Zwar hätte ich mir ab und an ein wenig mehr Nachdruck bei frustrierte, zornigen oder enttäuschten Einträgen, aber insgesamt brachteAndreas Steinhöfel die tagebuchartigenEinträge oder Impressionen zum Leben.

Von A bis Z, von atemberaubend über elliptisch und Hunger bis Zenit präsentiert der Autor schlaglichtartig Gedanken, Empfindungen, Geschichten und Impressionen der Beziehung zweier Liebender. Nach meiner Ansicht blieb dabei die Geschlechterfrage außen vor. Ich konnte nicht mit Gewißheit sagen, ob der Erzähler männlich oder weiblich ist und sein Gegenpart, der nur  mit Du angesprochen wird, männlich oder weiblich ist. Zwar gibt es einen Passus, in dem der Gegenpart anführt, er sei schwanger. Aber im gleichen Atemzug wird diese Aussage relativiert, weil sich ein Lachen anschließt. War es Ironie, war es die Wahrheit? Keine Ahnung, aber eigentlich ist es auch nicht relevant. Die beschriebene Beziehung mit ihren Höhen und Tiefen, Intimitäten und Vertrauensbrüchen ist nicht auf eine hetero- oder homosexuelle Beziehung zu begrenzen und auch der Erzähler kann seine Vorwürfe oder Empfindungen als Mann oder Frau äußern.

Ein chronologisches Vorgehen von A - Z darf man übrigens nicht erwarten, aber dennoch entsteht vor den Augen des Lesers oder Hörers ein chronologisches Bild vom Kennenlernen im Chat bis zur Prüfung. Und das ist außergewöhnlich.

Dennoch hat dieses Hörbuch Nachteile. Als Hörbuch habe ich es in einem Zug gehört. Nun ja nicht ganz, sondern in vier Teilen: 2 x auf dem Weg zur Arbeit und 2x auf dem Weg von der Arbeit, schließlich sind es ja nur zwei CDs mit einer Laufzeit von knapp 2 Stunden. Die alphabetischen Einträge wurden dabei nacheinander weggelesen, es gab also keine Musik o.ä., die mich ein wenig über verschiedene dem Buchstaben A zugeordnete Begriffe nachdenken ließ. Vielmehr ging es sofort mit B weiter. Wenn man das Hörbuch dann so hört, wie ich es getan habe, gehen leider Begriffe unter. Ich habe sie gehört, aber ich erinnerte mich nur noch an einen Teil der wahrgenommenen Texte.

"Das Wörterbuch der Liebenden" ist ungewöhnlich, die Texte sind berührend. Um ihnen wirklich gerecht zu werden, ihnen Gelegenheit zu geben, nachzuklingen, sollte man aber doch wohl eher zum Buch als zur Hörbuchversion greifen. Das soll keine Herabwürdigung von Andreas Steinhöfel als Sprecher sein. Ich denke nur, daß der besondere Stil dieses Werkes in der vorliegenden Hörbuchausgabe nicht perfekt adaptiert wurde.