Sonntag, 31. Oktober 2010

"Wie erobert man einen Herzog?" von Julia Quinn


Für meinen neuerlichen Ausflug in das Liebesromangenre haben Winterkatze - die die Romane um die Bridgerton-Schwestern neugierigmachend in ihrem Blog erwähnte - und Irina gesorgt, indem sie mir dieses Buch als Leihgabe überlassen hat - Danke!

Worum geht es?
Nichts wünscht sich die warmherzige Daphne Bridgerton sehnlicher, als zu heiraten und Kinder zu bekommen - und verliert ausgerechnet an Simon Basset, Duke of Hastings, ihr Herz! Verbittert über die lieblose Zurückweisung durch den Vater, hat der Herzog nämlich geschworen, niemals eine Familie zu gründen. Und dass er Daphne den Hof macht, ist nur ein Spiel: Ein Spiel, das sie verabredet haben, damit Simon für die Schar der heiratswilligen Debütantinnen vergeben scheint und das Daphne - wegen des herzoglichen Interesses an ihr - in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses rücken soll. Wie aber soll Daphne sich an den Aufwartungen der nun tatsächlich zahlreich vorsprechenden Verehrer freuen, wenn ihr Sehnen doch einzig dem Herzog gilt? Wenn sie Tag und Nacht nur davon träumt, dass aus seiner Galanterie leidenschaftlicher Ernst werden möge...

Nachlese
Julia Quinn schafft es prima, den Leser in das England von 1813 zu bringen, wenngleich der Roman mit der Kindheit von Simon Basset beginnt. Bei dieser Gelegenheit muß ich gleich ein Geständnis machen, weil ich bei dem Nachnamen Basset sehr schnell an den Hundereasse denken mußte. Daß der äußerst reizende Senior zu dem Kindermädchen seines Sohnes Simon sagt: "Natürlich ist er klug, er ist ein Basset" und, daß es dem Senior offensichtlich mehr um die Blutlinie geht, als um das Kind an sich, haben dieses gedankliche Abschweifen nur noch gefördert. Das aber nur am Rande.

Simon Basset mühte sich jedenfalls jahrelang erfolglos, die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen. Als der Vater ihn endlich zur Kenntnis nahm - Simon hatte einen Ruf als Heißsporn erworben -, entzog sich Simon dem Duke und schipperte in der Weltgeschichte herum. Erst nach dem Tod seines Vaters kehrt Simon 1813 in die Londoner Gesellschaft zurück. Er erbt den Titel, der seinem Vater so wichtig war, und nimmt sich vor, niemals und unter keinen Umständen zu heiraten und die Linie fortleben zu lassen. Sowieso ist ihm die Gesellschaft eher lästig und zu dem Empfang der Lady Dunbury geht er nur aus Pflichtgefühl gegenüber der Gastgeberin. 30 Minuten höchstens werde dieser Besuch dort dauern, erklärt Simon seinem Freund aus Studententagen Anthony Bridgerton, was diesen nur zum Lachen bringt.

Mir ging durch den Kopf, daß der fiktive Simone offenbar nicht die von Jane Austen zitierte altbekannte Wahrheit kannte, daß ein unverheirateter Mann mit Vermögen nichts dringender braucht als eine Frau. Anthony Bridgerton weiß dies und warnt Simon vor dem Ansturm der Mütter heiratsfähiger Töchter. Seine eigene schließt er nicht aus, wurde doch seine Schwester Daphne bereites im vergangenen Jahr in die Gesellschaft eingeführt. Daphne ist eine verständige und humorvolle junge Frau von knapp 20 Jahren, die älteste der Bridgerton-Töchter. Und prompt stolpern Simon und Daphne übereinander, als Daphne mal wieder versucht, ihren langweiligen Verehrer Nigel loszuwerden. Im weiteren Verlauf des Abends lernt Simon die schmerzliche Wahrheit über das Leben der Junggesellen in der Londoner Gesellschaft, während Daphne erneut merkt, daß man in ihr mehr die gute Freundin, denn das Ziel romantischer Eroberungen sieht. Bei einem gemeinsamen Tanz schließen Simon und Daphne dann einen Pakt: Simon macht ihr den Hof und entgeht so hoffentlich der "Jagd",während Daphnes romantisches Ansehen steigt. Soweit so gut. Aber wie das so ist: Das Herz spielt nicht immer in der Weise mit, wie der Verstand es will...

Rasant ist das Wort, das mir bei der Lektüre dieses Liebensromans häufiger durch den Kopf ging. Ich fand zum einen die zeitliche Entwicklung der Geschichte (Kennenlernen, Gefühlsentwicklung, weiteres Vorangehen der Story) ziemlich schnell, aber auch das Tempo der Dialoge und Handlungen war hoch. Simon und Daphne liefern sich flotte Dialoge, gleiches gilt für Daphne und ihre Mutter/Brüder sowie zwischen Simon und Anthony.

Dabei gefiel mir besonders der erste Teil des Romans, in welchem die Hauptcharaktere eingeführt werden und sich kennenlernen. Hier machen Tempo und Wortwitz die Geschichte sehr kurzweilig. Später im Roman ist das Tempo noch immer recht hoch, allerdings geht es dort mehr um Intimität und vertrauensvollen Umgang; dennoch fesselte mich dieser zweite Teil weniger. Versteht mich nicht falsch: Die Story war auch weiterhin gut geschrieben. Ich wollte wissen, wie die Geschichte ausgeht und habe den Roman in einem Rutsch durchgelesen. Mir gefiel einfach der Schwung im ersten Teil besser :)

Der heutige Ausflug in das Liebesromangenre war sehr unterhaltsam. Für mich waren die Liebesszenen ok und nicht so nervend wie in Kismet Knigth oder so ausufernd wie ich Schattenwandler Jacob, was sicherlich auch an der Zeit, in der die Geschichte spielt, liegt ;). Ich kann mir durchaus vorstellen, weitere Romane von Julia Quinn zu lesen, wenn sich die Gelegenheit ergibt...

Samstag, 30. Oktober 2010

Projekt 52-2010: Gruselig

Selbsterklärend:

 Poe hat das Wort
:)

Freitag, 29. Oktober 2010

gecastelt ... und Fröhliches Halloween

Die heute von K1 ausgestrahlte Castle-Folge "Vampirwochenden" ließ mich erst einmal schmunzeln:

Captain Malcolm „Mal“ Reynolds der Firefly ist in den ersten Szenen zu sehen :) D.h., Richard Castle behauptet ja, er sei ein "Space-Cowboy" *g* Und dann fragt seine Tochter auch noch, ob er - Castle - das Kostüm nicht schon vor 5 Jahren getragen habe... Hm. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob auch im Original von 5 Jahren die Rede ist an dieser Stelle. Für das deutsche Publikum ist es durchaus witzig: Die Ausstrahlung dieser Folge findet ja heute im Jahr 2010 statt, der Film "Firefly - Flucht in neue Welten" erschien 2005 :)

Und dann geht es auf den Friedhof ... ein Pflock "Offenbar stattet Buffy New York einen Besuch ab!" sagt Castle ... oder ist es Pater Caleb ? :)

Natürlich könnten es die Lykaner sein, die sich im Krieg gegen die Vampire befinden (wo ist Selene?)

Geht es in der Leichenhalle mit "Moonlight" weiter? Castle warnt die Gerichtsmedizinerin Dr. Perish davor, den Pflock zu entfernen, da der Vampir dann wieder zum Leben erwachen. Diese Schockwirkung kenne ich nur aus der Moonlight-Serie, normalerweise zerfallen gepfählte Vampira ja zu Staub oder schrumpeln zusammen oder ähnlich. 

Crow ist der fiktive Name des Opfers und ich denke nicht an Vampire, aber an "The Crow".

Hm... Damon ist ein Freund Crows, der Name erinnert mich an Vampire Diaries. Jetzt kommen doch tatsächlich auch noch die Lykaner zu Wort: Damon trägt ein Werwolf-Kostüm :)

Oh, und der Bösewicht-Vampir in Crows Comic heißt Morlock  - Wells läßt grüßen!

Zu guter letzt: Nathan Fillion = Castle kann ja aussehen wie Jeremy Norton *lach* - auch wenn er eigentlich Poe darstellt, nicht meinen natürlich, sondern den Edgar mit dem Raben :)

Keine Ahnung, ob das alles bewußt geschrieben wurde... aber ich finde meine Assoziationen recht lustig.

Ich tippe, es waren noch eine gaaaaanze Menge mehr Anspielungen in dieser Folge und ich hoffe, daß diese Show auf der DVD-Box einen Kommentar erhält bzw. erhalten hat, der Aufschluß geben wird :)


Freitagsfüller by Barbara

Es waren bestimmt Eure guten Wünsche für diese Woche, die dafür gesorgt haben, daß ich mir weder blaue Flecke geholt noch irgendewas kaputt gemacht habe. Danke! :)

Und ab zum

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Mittwoch, 27. Oktober 2010

stimmt ja...

die Uhr wird am 31.10.2010 wieder um eine Stunde zurückgestellt (Winterzeit).

Ich werde also statt 06.30 Uhr (alt) nun um 05.30 Uhr (neu) von den MuMs geweckt werden und das geht sicherlich nicht nur mir so. Ist es nicht schön, daß man eine Stunde "mehr" geschenkt bekommt, hmpf.

Ich bleibe bei meiner Behauptung, daß man die Sommer- und Winterzeitumstellungen wieder abschaffen kann, da ein effektiver Nutzen (Stromeinsparung) heute gar nicht mehr gegeben ist, dafür aber bei Mensch und Tier der Rhythmus völlig durcheinander kommt.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Fotos von den MuMs #17

Gestern hat Marlowe seinen Platz im Kratzbaum nachhaltig gegenüber Merlin verteidigt :) Hier sind ein paar Beweisfotos:



 Man beachte die Pfotenhaltungen.

Projekt Farbe bekennen 2010 - Grau

Bereits gestern konnte ich meinen Fotoapparat zücken und die dieswöchige Farbe für das  Projekt Farbe bekennen 2010, Oktoberthema: "Cats", ablichten. Sogar mit Deko :D

Sonntag, 24. Oktober 2010

Blogparade: Lieblingsleseutensilien

Die Wörterkatze hat eine Blogparade gestartet und fragt: Was sind eure Lieblingsleseutensilien?

"Da gibt es ja so einiges: Lesezeichen, Leselotten, Schmuserollen usw. Mich würde es einfach interessieren, was euch da so gefällt! Schreibt darüber einen kleinen Artikel auf eurem Blog und schickt mir einfach den Link als Kommentar in diesem Artikel. Wer keinen Blog hat, kann mir auch einfach in diesem Artikel posten.
Die Blogparade geht bis zum 31. Oktober und ich wünsche allen viel Spaß."

Ich habe es mir einfach gemacht und ein Foto geschossen :)


Viele Dinge auf diesem Foto finden sich regelmäßig in meiner Nähe, wenn ich mich zum Lesen zurückziehe: Neben den Büchern - keine Frage :) - und den Lesezeichen in ihnen, ist aktuell Deckenzeit angesagt. Ich liebe es, mich unter die Decke zu kuscheln, das Kissen im Rücken und mein Buch in die Nase zu stecken.

Gern trinke ich dabei - wie fotografiert - einen Krümelkaffee, manchmal auch einen Tee.

Und ich bin jemand, der beim Lesen gern knabbert. Ob nun Mohrrüben, einen Apfel oder einen Keks, manchmal auch Salzbrezel. Ich achte aber schon darauf, daß diese Dinge nicht im Buch landen :)

Der Ringblock und der Bleistift sind auch immer dabei. Manchmal gehen mir Gedanken durch den Kopf oder ich möchte mir die Seite notieren, z.B., weil es später in der Nachlese erwähnen möchte. Da ist dann so ein Block schon hilfreich. Wenn ich richtig gut bin, habe ich auch Note-Its o.ä. bei der Hand, aber irgendwie sind davon immer zu wenig im Haus :)

Das Tablett, welches auf einem mit Styropor gefüllten Kissten aufliegt, wird von mir gleich auf mehrfache Weise genutzt. Wenn ich mich auf dem Sofa oder auf dem Gästesofa langmache, kann ich dort z.B. den Kaffee und das andere Kram gerade abstellen.  Aber es ist auch prima geeignet, um auf ihm großformatige Bücher - wie "Some like it hot" aus dem Taschen-Verlag" -  abzulegen: Styroporkissenbereich auf die Oberschenkel, Buch darauf und schon kann ich in Ruhe blättern, ohne am Tisch sitzen zu müssen.Davon abgesehen stellt es eine prima Unterlagen für mein Notebook dar,wenn ich nicht am Tisch bin.

Jaha, auch wenn das Notebook nicht mit dem auf dem Foto ist, habe ich es doch häufig an und in meiner Nähe, selbst wenn ich lese. Manchmal nehme ich an z.B. an privaten Lesetagen teil, an welchen die anderen Teilnehmer und ich uns nebenher per Blog oder Chat unterhalten. Und nicht auf dem Foto ist der Fotoapparat, der eigentlich auch immer neben mir liegt. Weshalb? Wegen meiner Lese-Gesellschaft:


Manchmal wärmen sie meine Beine bzw.Füße,manchmal kuscheln sie sich an mich, manchmal aneinander und manchmal, manchmal liest einer von beiden mit :)

"Wolfsjagd - die dunklen Fälle des Harry Dresden" von Jim Butcher (Bd.2)


Bei diesem Buch handelt es sich ebenso um eine Leihgabe von Irina - DANKE! -, wie Band 1 "Sturmnacht" der Harry Dresden-Fälle von Jim Butcher :)

Worum geht es?
Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt - alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in den Straßen der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem? Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen dunklen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Männer und Frauen seinen Weg, die ein Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich - und jagen ...


Nachlese
Harry Dresden befindet sich auf einer Durststrecke: Er hat kaum Geld verdient, ernährt sich von billigen Nudeln und Suppen. Die in "Sturmnacht" geschilderten Ereignisse, die ca. vor einem halben Jahr stattfanden, hatten für ihn Konsequenzen: Er hat Murphys Vertrauen verloren, weil er ihr nicht alles Relevante des damaligen Falles enthüllen konnte. Und den vom Gangsterboß Marcone gestreuten Gerüchte, daß Harry für ihn gearbeitet habe, war er nicht entgegengetreten, was sich erneut auf Murphy auswirkte, da die Dienstaufsicht sie ins Visier nahm. Außerdem wird Harry in Polizeikreisen weiterhin eher als Scharlatan, denn als Magier angesehen.

In diesem Roman wird Harry zunächst von einer alten Bekannten um Rat zu einem dreiteiligen Schutzkreis - der später noch Bedeutung haben wird - gebeten, aber auch hier kann er nicht alles preisgeben. Kurz darauf wird er von Murphy zu einem Tatort gerufen: Spike, Leibwächter des Gangterbosses Marcone, wurde zerfleischt und angekaut gefunden. Es ist die Zeit um Vollmond herum, die Bissspuren deuten auf Wölfe. Da es nicht der erste Mord dieser Art ist und sich der Tatort außerhalb Chicagos befindet, läuft das FBI in Gestalt von vier Agenten auf, aber irgendetwas verbirgt der leitende Agent Denton. Murphy und Harry werden durch das FBI vom Tatort verwiesen und dann auch noch auf der Rückfahrt verfolgt. Und obwohl Harry Murphy versprochen hat, daß er dieses Mal keine Geheimnisse vor ihr hat (er legt ihr auch ein Dossier über verschiedene Wolfsarten, die mit Magie zu tun haben, vor) nimmt er die Ermittlungen auf, sobald er allein ist ...

Wow! Ich bin Dresdens Abenteuern Seite um Seite beinahe atemlos gefolgt.

Jim Butcher greift Fäden des früheren Romans auf, entwickelt und konzentriert sich hier aber von Anfang an auf einen Fall. Hierdurch wird der Spannungsbogen deutlich erhöht. Ich hatte keine Neigung, das Buch länger aus der Hand zu legen :) Streckenweise waren mir die Beschreibungen der Vorfälle zwar fast zu plastisch, aber sympathischerweise geht es nicht nur dem Leser, sondern auch dem Protagonisten so. Dresden kämpft mit seinen dunklen Trieben, wie auch dieser Roman wieder zeigt. Nicht nur sein Zwiespalt, welches Wissen er mit Murphy oder seinen Bekannten teilen kann und darf, macht Dresden für den Leser greifbar, sondern auch, daß er neugierig, impulsiv ist, von dunkler Macht verführt werden kann und sich zugleich deswegen schäbig fühlt, daß er lachen und weinen kann.

Und Jim Butchers Schreibstil trägt sein übriges dazu bei. Ich hatte das Gefühl, ich sitze mit Harry zusammen in McAnally's Pub, wir trinken Bier und er erzählt mir von diesem Fall.  Er schaut mich an und sagt, wenn ich fragend oder zweifelnd schaue, etwas in der Art: "Heute weiß ich, wie bescheuert das war, aber damals schien es ok".

Mir gefällt übrigens auch, wie Jim Butcher nebenbei Informationen einfließen läßt und so Dresdens Welt gestaltet: Wo die weiße oder die dunkle Magie herkommt, wie manche Magier Edelsteine und Silber und andere nur Kreide und Holz brauchen, daß es Verhaltensregeln gibt, die nicht nur der Beschwörer, sondern auch der Beschwörte einhält etc.

Band 1 hat mir ja schon gefallen, Band 2 war straffer und rasanter. Man erfährt wieder etwas über Harry und sowohl er, als auch der Leser bekommen ein Appetithäppchen in Richtung Harrys Mutter. Murphy ist zwar nicht farblos, bleibt allerdings am Rande. Alles in allem fand ich Band 2 deutlich besser als den ersten Band... und ich will mehr ;)

Nachbemerkung
Für diejenigen, die die Bücher kennen und sich fragen, ob dieser Band auch in der TV-Serie auftaucht: Ja, das tut er, allerdings spürbar anders. Wer den Roman kennt, weiß, daß der so kenntnisreiche im Schädel wohnende Bob beinahe genervt darauf hinweist, daß es keine Werwölfe wie im TV gibt, daß man also nicht per Biß "infiziert" werden könne. Sonst würden die Werwölfe ja schon die Welt regieren. Ironischerweise wird in der Dresden-TV-Folge genau auf diese Art - nämlich per Biß - die Werwolfeigenschaft weitergegeben. Aber dies soll auch das einzige Detail sein, daß ich verrate. Wie gesagt, die TV-Folge ist... sagen wir mal inspiriert von diesem Roman.

Samstag, 23. Oktober 2010

Projekt 52-2010: Gross und Klein

Poe und ich habe uns heute abend "Harry Potter und der Orden des Phönix" angeschaut. Poe hat ganz konzentriert den Drachen betrachtet, der Prof.Umbridge aus der großen Halle jagte. "Wow, Feuer" murmelte er. Ihm war schon klar, daß es nur ein Feuerwerks-Drache war... Dennoch murmelte er: "Wenn ich richtig ausgewachsen bin, werde ich auch Feuer speien können! Selbst wenn ich das extra lernen muß!"

So ist das mit großen und kleinen Drachen: Inspirierend ;)

Sorry, daß das Bild dieses Mal recht dunkel ist, aber so kam der große Drache gut zur Geltung ;)

Projekt Farbe bekennen 2010 - Blau-Gruen

Spät bin ich diese Woche, aber ich brauchte ja erst wieder die Kamera. Also hier kommt der Beitrag "blau-gruen" für das  Projekt Farbe bekennen 2010, Oktoberthema: "Cats".

Here it comes :)

"Harry Potter and the Order of the Phoenix - Bd. 5" by J.K. Rowling (in engl.)

Inzwischen habe ich mir die englischsprachigen Bücher selbst gekauft,nachdem ich zunächst von Sayuri die ersten drei Bände und aus der Bücherei den vierten Band ausgeliehen.

Muß ich wirklich etwas dazu schreiben, worum es in Band 5 geht? Ok...

Aber für diejenigen, die nur den Film kennen und das Buch  noch lesen wollen - geht natürlich auch prima, ohne den Film zu schauen ;) -: Es wird gespoilert in diesem Post!

Worum geht es also:
Voldemort ist zurück und mit Ausnahme des engsten Kreises von Harrys Freunden und Dumbledores Vertrauen will es niemand glauben. Und daß Harry im Muggle-London während der Ferien von Dementoren angegriffen wurde, ist bestimmt auch nicht wahr. Harry, der sich nur mit einem Patronus-Zauber wehren konnte, soll im Zaubereiministerium angehört werden. Vorher wird er Harry von Mad-Eye Moody und weiteren Zauberern abgeholt und in das Hauptquartier des wieder aktivierten Orden des Phönix gebracht. Deren Mitglieder, zu denen früher auch Harrys Eltern gehörten, bekämpften und bekämpfen wieder Voldemort und die Todesser. Lupin und auch Harrys Pate Sirius sowie Rons Eltern sind Mitglieder und er trifft dort endlich Ron und Hermione wieder. Dann geht es zur Anhörung, in der Harry das erste Mal auf die Untersekretärin Dolores Umbridge. Aufgrund Dumbledores Intervention wird die Anklage fallengelassen, aber Prof. Dumbledore verhält sich seltsam: Keinen Blick, kein Wort tauscht er mit Harry.

Aber viel erfahren die 15jährigen nicht im Hauptquartier und schon geht das neue Schuljahr los: Nicht nur, daß in diesem Jahr die ersten Examen anstehen, es gibt wieder einen neuen Lehrer im Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste: die eifrige, konservative und ministeriumtreue Dolores Umbridge, die Harry natürlich der Lüge bezeichnet und ihn Strafarbeiten verrichten läßt. Aktive Zauber lernen die Teenager in ihrem Unterricht auch nicht und so kommt Hermione auf die Idee, daß Harry sie - und andere Interessierte - unterrichten soll. Sie gründen eine Schülergemeinschaft und nennen sich Dumbledores Armee, was - wie sich im Verlauf des Buches zeigt - Konsequenzen haben wird. Daneben hat Harry seltsame Träume und Visionen, weshalb Dumbledore und auch Sirius und Lupin ihn anweisen, Occlumency-Unterricht bei Professor Snape zu nehmen, damit Voldemort nicht in Harrys Geist eindringen kann ... Und dann überschlagen sich die Ereignisse:

Prof. Umbridge führt ihre Hexenjagd gegen Lehrer und Prof. Dumbledore fort, bis letzterer gezwungen ist, die Schule zu verlassen. Sie überwacht die Eulen und auch alle anderen Kommunikationsmittel. Und dann sieht Harry einen Angriff auf Sirius...

Nachlese
Uff... Ganz ehrlich: Das war ein verflixt umfangreicher Roman! Und manchmal habe ich innerlich die Augen verdreht, denn Harry ist mir dieses Mal wirklich ganz schön auf die Nerven gegangen. Ich hatte häufig das Bedürfnis, ihn zu schütteln und ihm seinen Kopf gerade zu rücken - meine Pubertät ist offenbar zu lange her.  Auf der anderen Seite spricht es für die Autorin, daß ich als Leserin so intensiv auf ihren Protagonisten reagiere, nicht wahr ;) Gelungen fand ich persönlich Harrys Hin- und Hergerissenheit, ob er allein oder nicht allein sein möchte nach dem Geschehen im Zaubereiministerium. Aber dies bringt mich zu etwas anderem:

Harry wirft sich - aus meiner Sicht nicht zu Unrecht - vor, daß er an den Geschehnissen im Ministerium mit Schuld ist. Nicht nur, daß er seine Aversion gegen Prof. Snape nicht überwinden kann - interessanterweise erinnern auch Ron und Hermione sich offenbar nicht daran, daß Snape Mitglied des Ordens ist, als es darum geht, den Orden über Harrys "Vision" von Sirius zu unterrichten, sie müssen erst in Umbridges Büro einbrechen! - , er hat tatsächlich Sirius' Geschenk nicht ausgepackt! Ganz am Ende kommt der Zwei-Weg-Spiegel noch einmal zur Sprache, mit welchem Harry also die ganze Zeit Sirius hätte erreichen können. Findet das noch jemand seltsam, plotmäßig meine ich? Ist es wirklich realistisch (soweit es in diesen Büchen möglich ist), daß Harry die ganze Zeit nicht einmal das Geschenk auswickelt? Packt er seine Truhe nie aus? An der Ecke habe ich über die Autorin doch den Kopf geschüttelt und, wie angedeutet, fand ich es auch nicht stimmig, daß Hermione nicht an Prof.Snape denkt. Ich gestehe übrigens, daß ich das Ende von Dumbledores Erklärungsszene - in welcher eine Träne in seinen silbrigen Bart rinnt - übertrieben fand. Dumbledore rinnt eine Träne über die Wangen, nachdem er ihm eine Erklärung dazu geliefert hat, warum er ihn nicht um Vertrauensschüler gemacht hat? Sorry, das finde ich unglaubwürdig...

Eine Szene hat mich überlegen lassen, was wohl die Teenager in Hogwarts im Sommer und besonders in den offenbar immer äußerst kalten Wintern unter ihren Roben tragen. Als Harry in Sapes Erinnerung herumschnüffelt, denn etwas anderes war es nicht, muß er nicht nur erfahren, wie arrogant sein Vater und auch Sirius früher waren, sondern Snape wird "auf den Kopf gedreht", die Robe rutscht hoch und man kann die ausgewaschene Unterwäsche sehen. Mal ehrlich: Abgesehen davon, daß es eine weitere Demütigung ist, die die Autorin ihren jugendlichen Snape durchleben läßt, trägt man keine Hosen unter den Roben? Etwa auch keine Pullover oder anderweitigen Schuluniformen? Weder Jungs, noch Mädels? ...

Mir ging noch etwas anderes durch den Kopf beim Lesen: Dumbledore schickt diverse "Bewohner" der Porträts in seinem Büro zu anderen Porträts, um Botschaften zu übermitteln (Angriff auf Rons Vater). Was ist mit den durch Zauber fixierten Porträts z.B. im Hauptquartier, wenn mal wieder der Vorhang herunterfällt (Kreacher könnte ja auch auf die Idee kommen, die Vorhänge abzunehmen). Oder die ganzen Porträts in der Schule ... Könnte "man" diese nicht immer als Boten nutzen ... Offenbar können sie ja sogar in andere Bilder schlüpfen, wie es von der fetten Lady gezeigt wurde, als Sirius in Hogwarts einbrach.

Wie man sieht, nimmt mich Rowlings Welt und die von ihr eingebrachten Regeln schön gefangen :)

Noch ein paar Worte zu den übrigen Charakteren:
Prof. Umbridge ist so eine unangenehme Person! So gemein und verbohrt ... und sehr greifbar. Auch wenn sie ein Ekel ist, die Autorin hat einen guten Job geleistet :) Ich habe mich gefreut, mehr über Neville zu lesen und Luna mag ich irgendwie, obwohl sie so völlig abgedreht ist *g*. Snape erhält bereits in diesem Roman einen Hintergrund und Sirius ... Sirius nehme ich übel, daß er so auf "die gute alte Zeit" mit James Potter fixiert ist und Harry emotional hängen läßt. Er legt ein ziemlich widersprüchliches Verhalten an den Tag: Einerseits zieht er sich zurück, weil Harry nicht will, daß Sirius das Haus verläßt, und ist auch überheblich im Kampf mit seiner Cousine (was ihn möglicherweise das Leben kostet), andererseits ist deutlich, daß er Harry liebt und um seine Sicherheit besorgt ist...Die Boggart-Szene mit Molly fand ich übrigen total berührend.

Mit jedem weiteren Teil dieser Romanreihe wird es düsterer... Es ist wirklich eine Reihe, deren Teile von einem Kind jahresweise gelesen werden sollten, so daß es mit zunehmenden Alter weiter und weiter in Harrys und Voldemorts Welt eintauchen kann...

Nun, zum Ende hin kann nicht einmal das Zaubereiministerium noch leugnen, daß Voldemort wieder das ist ...

Ich habe mir gerade noch die Verfilmung dieses Bandes angeschaut:
... Das erste, was mir auffällt: Harry hat wieder eine vernünftige Frisur *g* Das Zaubereiministerium ist großartig geworden. Imelda Staunton ist eine grandiose Dolores Umbridge und Evanna Lynch als Luna Lovegood ist bezaubernd. Schade, daß es die St.Mungos-Szenen mit Nevilles Eltern es nicht in den Film geschafft haben. Im Film ist Sirius erheblich herzlicher als im Roman. Und dankenswerterweise spricht Hagrid im Film besser als Rowling im Buch für ihn schreibt :) Ob Boy, im Film zerstören sie fast alle - oder alle? - Prophezeiungen. Irritierend finde ich immer wieder Harrys letzte Worte zu Hermione, Ron, Neville, Luna und Ginny im Film, daß Dumbledore ihm gesagt habe, sie hätten etwas, was Voldemort nicht habe: "Etwas, für was es sich zu kämpfen lohnt". Dumbledore hat in diesem Film nichts derartiges zu Harry gesagt.

Oh, und es ist ein quiddich-freier Film, wie mir gerade noch aufgefallen ist!

Freitag, 22. Oktober 2010

Freitagsfüller #82 by Barbara

Also ich hoffe, daß ich so eine Woche wie die laufende in nächster Zeit nicht wieder erlebe. Es waren - mit einer Ausnahme - nur Kleinigkeiten, aber aaaargggggh!

Aus dem Bücken heraus bin ich gegen ein Holzregal geknallt und habe mir kräftig den Kopf gestoßen, autsch.

Im Büro bin ich mal wieder gegen den Tisch gelaufen, der schon seit Jahr und Tag dort steht und habe mir einen schönen blauen Fleck geholt.

Als ich den einen Morgen zur Arbeit will, habe ich mich zu schnell umgedreht, sah den Türrahmen und habe mich mit der Hand abgestützt, bevor ich mit dem Kopf richtig dagegenfallen konnte; allerdings habe ich so meine Metallgestellbrille gleich mal wieder verbogen und werde sie beim Optiker richten lassen müssen.

Marlowe scharwenzelte mir um die Füße, als ich das Huhn für ihn und Merlin vorbereitet habe. Das Ergebnis war, daß ich ihm versehentlich auf den Schwanz getreten bin *schock*. Er hat mir allerdings schon wieder verziehen.

Tja und dann wollte ich noch ein Foto schießen für das Projekt Farbe bekennen. Kamera raus, dieses Band ums Handgelenk gelegt (damit sie nicht herunterfällt, falls sie mir aus der Hand rutscht), ein Foto geschossen, Kamera auf die Arbeitsplatte, kurz um die Katzen gekümmer (Marlowe wollte Merlin schon wieder vom Napf wegdrängen), wieder zur Kamera... Ich will die Schlaufe um das Handgelenk legen und die Kamera rutscht mir aus der Hand und knallt mit dem ausgefahrenen Zoomobjekt auf die Küchenfliesen! Klasse! Ganz wundervoll! Das Zoomobjektiv sieht ja richtig jetzt so etwas von verogen und geknautscht aus. Eigentlich habe ich es ja nicht so mit dem "Wegwerfen", dennoch habe ich mich gegen eine Reparatur entschieden und mir das  preisreduzierte Vorführmodell  für nur 134 EUR (mit vollen 2 Jahren Garantie) meiner geknautschten DigiCam besorgt. Hm... Ich wollte mir ja einen Original Ersatzakku von Panasonic für die Kamera kaufen, der auch so rund 30 EUR kostet. Das brauche ich jetzt allerdings nicht mehr.

Und heute startete der Tag mit Kopfschmerzen. Mal sehen, was der Rest der Woche noch für mich bereit hält...

Aber es gab auch Lichtblicke:

Der gestrige Chat, die sich ankuschelnden MuMs und... Merlin hat sich dazu entschlossen, doch rohes Hühnerfilet zu fressen, nachdem er das bei meinen bisherigen Versuchen immer verweigert hat :)

Nun aber zum Freitagsfüller :)

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Donnerstag, 21. Oktober 2010

Tasso e.V. Petition - "Wühltischwelpen – nein Danke"

Auf den nachfolgenden Text und die Petition bin ich bei Sylvia aufmerksam geworden. Ich füge ihn hier einfach "in Kopie" ein.

Die Nachbarn meiner Katzensitterin und deren erste Hundewelpe sind Opfer dieser verantwortungslosen Handlungsweise geworden. Aber auch unabhängig hiervon hätte und habe ich unterzeichnet (man muß sich - falls nicht schon früher geschehen - beim Dt. Bundestag registrieren).

Vermutlich müßte die Petition selbst in Bezug auf  "gewerblichen, gewinnorientierten Handel mit Hundewelpen" konkreter formuliert sein (schlagwortartig werfe ich mal Import/Export - Verbot bzw. Prüfung, ggf. durch gelistete seriöse Züchter ein) und ich fürchte, daß aus diesem Grunde die Petition ggf. zurückgewiesen wird. Dennoch wollte ich durch meine Online-Unterschrift zeigen, daß das Thema wichtig ist und aus meiner Sicht Handlungbedarf besteht.

Hier ist der Aufruf von Tasso:

TASSO-Newsletter 
Welpenhandel – nein Danke!
Tierschutzorganisationen fordern jetzt gesetzliches Verbot
Historische Chance nicht verpassen!
Ein Hund zum Schnäppchenpreis ohne Rücksicht auf seine Gesundheit: Das muss jetzt auch gesetzlich verboten werden, fordern die Tierschutzorganisationen Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) und TASSO e.V.
Im Rahmen ihrer großangelegten Kampagne „Wühltischwelpen – nein Danke!“ haben sie eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag gegen den unseriösen, gewinnorientierten Handel mit Hundewelpen eingereicht. Handel ist dabei das An- und Verkaufen von Hunden mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Es geht bei der Petition nicht um seriöse Züchter. Bis zum 25. November 2010 werden 50.000 Unterschriften benötigt. Wenn diese 50.000 Stimmen zusammenkommen, wird der Antrag im Petitionsausschuss des Bundestages angehört. Eine historische Chance, das unsägliche Leid der Hundewelpen zu beenden und den unseriösen Vermehrern das Handwerk zu legen!
 
Die drei Tierschutzorganisationen bitten daher alle Tierfreunde, die Resolution zu unterzeichnen, auch wenn das Anmeldeverfahren auf der Seite des Deutschen Bundestages ein paar Minuten Zeit kostet. Ziel muss es sein, dass ein Hund nicht länger wie eine Ware behandelt wird.
Das skrupellose Geschäft mit dem unseriösen Hundehandel erreicht inzwischen Gewinnspannen wie der Zigaretten- oder Drogenschmuggel. Schätzungsweise 500.000 Hundewelpen werden jährlich nach Deutschland transportiert und gutgläubigen Käufern in Zeitungsanzeigen und besonders im Internet zu Dumpingpreisen angeboten. Überwiegend in Pappkartons oder aus dem Kofferraum, auf Parkplätzen, Tankstellen und Wochenmärkten, werden die Welpen aus Osteuropa zum Schnäppchenpreis angeboten.
 
Die Welpen sind oft nur wenige Wochen alt, viel zu früh von der Mutter getrennt, halb verhungert, häufig krank und ohne die notwendigen Impfungen. Die Folgen sind dann horrende Tierarztrechnungen, um den Hund zu retten. Geltendes Tierschutzrecht und tierseuchenrechtliche Bestimmungen sind den skrupellosen Händlern dabei vollkommen egal. Die Einschleppung gefährlicher Seuchen, wie beispielsweise Parvovirose, Staupe oder Herzwürmer nehmen sie billigend in Kauf.
 
Bitte unterzeichnen Sie gemeinsam mit allen Tierfreunden bis zum 25. November 2010 die Resolution: https://epetitionen.bundestag.de/in [...] sa=details;petition=14310
 
Verbreiten Sie den Newsletter großflächig, vor allem in den gängigen Social Media Netzwerken und in Foren!
Jeder Hund, den wir so retten können, ist es wert!
© Copyright TASSO e.V.

Montag, 18. Oktober 2010

Montags Memories: Führerscheinprüfung


Die Strandfrau hat an diesem Montag das Schlagwort "Führerscheinprüfung" vorgegeben.

Ich wage mal die Behauptung, daß ich im Verhältnis zu anderen relativ spät meinen Führerschein gemacht habe, nämlich mit 21. Zwar hatte ich mit 16 versucht, einen Moped-Führerschein über die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) zu machen, war aber kläglich gescheitert... und erst einmal kuriert. Mein Selbstbewußtsein hatte nach drei vergeblichen Prüfungsanläufen ziemlich gelitten ;)

Dann kam die Wende und plötzlich waren problemlos Autos verfügbar! Meine Freunde hatte den Autoführerschein bereits oder machten ihn gerade (kurz nach der Wende war das noch recht günstig). Ich saß da mit meinem angeschlagenen Selbstbewußtsein, war genervt, daß ich weiterhin von Bus und Bahn abhängig war, um von meinem Heimatort nach Güstrow zu kommen und schaute mit sehnsüchtigen Augen und leicht neidisch durch die Gegend.

Dankenswerterweise nahm mich meine Freundin D., die damals  mit mir in Güstrow war und jetzt in Baden-Württemberg lebt, unter ihre „Fittiche“. Sie versetzte mir den erforderlichen Stups, baute mich auf, hörte mich ab und wies mich auf dem sogenannten (Idioten)Übungs-Parkplatz einer Fahrschule in das Trabbi-Fahren ein. Ich ging zur gleichen Fahrschule wie sie, bestand die schriftliche Prüfung im ersten Durchlauf und wurde nach nur 10 Stunden (Mindeststundenzahl damals) zur praktischen Führerscheinprüfung zugelassen.

Im Februar.

Bei Glatteis.

Das hatte Vor- und Nachteile ;) 

Der Vorteil bestand darin, daß die Prüfung wirklich kurz war. Der Nachteil war offensichtlich die Witterung. Himmel, war das ein Geeiere. Und dann mußte ich auch noch rückwärts längs an der Straßenseite einparken - ein Albtraum! Ich weiß bis heute nicht, wie ich das in drei Zügen hinbekommen habe. Vermutlich hatte die Stadt Güstrow oder der Anwohner an dieser Stelle gut gestreut. Jedenfalls habe ich sie bestanden.

Übrigens habe ich heute - so klein mein Auto auch ist - unglaubliche Probleme, rückwärts längs an der Straßenseite einzuparken :) Diese Parkplätze sind grundsätzlich zu klein für mich und meinen Smartforfour und seltsamerweise genau passend z.B. für einen BMW. Ich kann es mir nur so erklären, daß mein Auto eine umgekehrte Tardis ist ...

Fotos von den MuMs #16

Die MuMs und ich haben - als das Wochenende endlich begann - gefaulenzt, und zwar ohne schlechtes Gewissen :). Und während ich auf dem Sofa lümmelte mit meinem Buch in der Hand bzw. mir am Sonntag die dritte Staffel "Bones" anschaute, waren die MuMs neben oder auf mir zu finden und am Sonntag auch hier:

Die Heizperiode hat wieder begonnen :)

Freitag, 15. Oktober 2010

Projekt Farbe bekennen 2010 - Limette

So, wie versprochen kommt hier auch gleich der zweite Farbbeitrag für das  Projekt Farbe bekennen 2010.
Meine Thema lautet ja "Cats".

Und? Es gibt doch bestimmt einige von Euch, die das Teil erkennen, oder? Ich finde schon, daß die Farbe Limette entspricht, aber auf dem Foto kommt das nicht so recht rüber ...

EDIT 19.10.2010: Und es ist wirklich etwas total Unschuldiges :)

Projekt Farbe bekennen 2010 - Weiss

Dieses Mal bin ich etwas im Hintertreffen, schließlich war die Farbe weiß vom Projekt  Projekt Farbe bekennen 2010 schon letzte Woche dran.Aber dann gibt es diese Woche halt zwei Farb-Posts :)

Ach so, "mein" Thema für im Oktober beginnende Wochen lautet "Cats".

Ein Klick auf das Foto verleiht ihm etwas mehr Größe ;)

Freitagsfüller by Barbara #81

Diese Woche gibt es ihn auch hier wieder, den

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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :):

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Projekt 52-2010: Aus dem Fenster blicken

 Auf dem Heimweg lief im Radio "We will rock you" von Queen. Und Poe war es natürlich nicht genug, aus dem Fenster zu blicken. 

Nein! Nein!

(Ein Klick auf die Collage verleiht ihr mehr Größe)


Er mußte sich natürlich während der Fahrt aus dem Fenster hängen und mitröhren. Ich bin vor Schreck fast in den Mais gefahren...

Stöckchen: 8 Fragen

Lisa hat mich in der letzten Woche mit einem Stöckchen beworfen, aber ich komme erst heute dazu. 8 Fragen sind zu beantworten, hier sind sie:

1. In welches Land würdest du gerne mal reisen und warum?
Ich würde gern die skandinavischen Länder und Island sehen, weil ich einfach neugierig bin (Golfstrom/Norden, Nordlicht, für das Kennenlernen der Leute bin ich wohl sowieso zu schüchtern).

2. Was war in Kindertagen dein Traumberuf?
Ich kam in die Schule und... wollte Lehrerin werden :)


3. Falls du heute nicht in diesem Beruf tätig bist, bist du trotzdem zufrieden mit deiner Berufswahl?
Das bin ich in der Tat. Mein Job ist zwar manchmal langwierig *g*, aber er ist auch abwechslungsreich, spannend und heraufordernd.


4. Welches Buch könntest du immer wieder lesen?
"Stolz und Vorurteil" von Jane Austen ist eines der Bücher, die ich immer wieder lesen könnte (die übrigen Jane-Austen-Bücher übrigens auch).

5. Wenn sich irgendwann die Möglichkeit ergeben würde auszuwandern, würdest du es tun? Und wenn ja, wohin?
Wenn ich ehrlich bin, kann ich die Frage nicht beantworten. Ich habe darüber noch nie nachgedacht...


6. Ohne welche drei Dinge könntest du nicht leben?
meine Freunde, meine Kater, Bücher :)

7. Wovor hast du Angst?
vor einem langwierigen und/oder schmerzhaften Sterbeprozeß

8. Welcher Film rührt dich zu Tränen?
pffffft ... Richtige Tränen fließen bei mir ziemlich selten beim Filmschauen ... Mir fällt im Moment kein Film ein... Halt, doch:
(Nicht lachen!) Ich hatte letztens mal wieder feuchte Augen bei der Sterbeszene von Mr. Spock in "Star Trek: Der Zorn des Khan". Und dann fällt mir jetzt doch tatsächlich noch ein Film ein - Star Trek läßt mich auch immer gleich an Shakespeare denken - : Als ich dieses Jahr "Hamlet" mit David Tennant und Patrick Stewart geschaut habe, rührte mich die Szene, in der Hamlet nach der Hochzeitsfeierlichkeit seiner Mutter und seines Onkels allein im Thronsaal bleibt und einen Monolog hält, und bescherte mir feuchte Augen.

Obwohl ich eigentlich 8 neue Fragen formulieren und das Stöckchen weiterwerfen soll, lasse ich es hier mit genau diesen acht Fragen von Lisa liegen. Wer mag, darf es gerne mitnehmen, ein Kommentar wäre lieb :)

Inside7 by Annelie

Heute schaffe ich es auch tatsächlich, mal wieder, bei


mitzumachen. Also los:

im Herbst...finde ich die bunten Blätter toll und obwohl das Wetter deprimierend sein kann, finde ich es auch sehr anheimelnd, mich auf das Sofa zu kuscheln, Kaffee zu trinken, die MuMs auf den Beinen zu haben und zu lesen oder fern zu sehen oder im I-Net herumzusdüsen

im Winter...mag ich die bei Herbst beschriebenen Sachen auch sehr gern tun, aber noch lieber laufe ich z.B. Schlittschuh auf einer natürlichen Eisfläche ...

morgens...komme ich immer schlechter aus dem Bett, je dunkler es am Morgen ist. Wirklich, im Frühling und im Sommer verwandle ich mich inzwischen :) in einen gutgelaunten Frühaufsteher

mittags... genieße ich die Mittagspause

abends... schaffe ich es unter der Woche kaum, mich noch einmal aufzuraffen und auszugehen, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme. Von der Arbeit direkt zu einer Verabredung klappt gut, aber erst einmal daheim zur Ruhe kommen... und ich bleibe regelmäßig, wo ich bin ;)

gefreut... habe ich mich riesig über die lieben Karten und Geschenke am Sonntag -DANKE auch auf diesem Weg!

enttäuscht... mußte ich heute auf Arbeit feststellen, daß ein Serviceunternehmen den von mir erteilten Auftrag nicht richtig an den Mitarbeiter weitergegeben und auch zwischendurch nicht zurückgerufen hat. Naja,es hängt nicht die Welt daran, macht aber wieder Mehrarbeit...

Freitag, 8. Oktober 2010

"Sturmnacht - die dunklen Fälle des Harry Dresden" von Jim Butcher


Die liebe Irina hat mir dieses Buch als Leihgabe überlassen. Ich danke Dir!

Worum geht es?
Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn - und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer normalen Realität zu sehen, lebt gefährlich! Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte ein Blitz zugeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln - und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutdurstigen Dämonen ...

Nachlese
Ein wenig irreführend ist die Bezeichnung "neuer" Fall schon, handelt es sich bei diesem Buch doch um den ersten Teil der Serie um die Fälle des Magiers Harry Dresden. Aber es ist natürlich ein "neuer" Fall, zu dem Dresden von der Polizistin Murphy hinzugezogen wird.

Mit Harry Dresden bin ich über die TV-Serie "Dresden-Files" erstmals in Berührung gekommen. Als ich die Box - es existiert bislang nur eine Staffel - damals kaufte, wußte ich nicht, daß die Serie auf den Romanen von Jim Butcher beruht, das habe ich irgendwann im Verlauf dieses Jahres erfahren. Jedenfalls habe ich die Serie gesehen und lese erst jetzt die Bücher, was irgendwie seltsam ist. Vor meinem Auge habe ich z.B. die große, schlanke, dunkelhaarige Murphy aus der Serie, während ich von einer sportlichen, aber stämmigen, nicht sehr großen blonden Polizistin lese. Auf der anderen Seite habe ich Dresden auch beim Lesen "im Ohr". In der Serie kommentiert Dresden aus dem Off, der Roman ist aus der Ich-Perspektive Dresdens geschrieben und hat einen ähnlichen Ton: ernst, selbstironisch, hinwegspielend, lakonisch.

Zwei Beispiele:
-Die Reporterin Susan will von Harry Informationen über den aktuellen Fall, die er ihr nicht geben will. Sie flirtet mit ihm, er beantwortet weiterhin ihre Fragen mit "nein, ich will nichts sagen". Susan fragt mittendrin nach einem Essen und ehe sich Harry versieht, hat er zugesagt, obwohl er weiß, daß sie ihn nur weiter ausfragen wird: "Ich spürte immer noch Susans Kuss auf der Wange, als ich ins Auto stieg. Benommen schüttelte ich den Kopf. Es heißt immer, wir Magier seien raffiniert. Aber glauben Sie mir, das ist nichts, wirklich gar nichts gegen Frauen."
- Im Rahmen seiner Ermittlungen befragt Dresden auch Bianca, die Chefin eines Begleitservice... und eine Vampirin. Allerdings läuft die Befragung nicht ganz so ab, wie geplant, Bianca ist sehr gereizt und zeigt ihr dämonisches Wesen hinter der menschlichen Form: "Die Vampirin fauchte und ging mit schwankenden, auf eine eigenartige Weise anmutigen Schrittes auf mich los. An den Krallenfüßen hingen noch die Dreihundertdollarpumps"

An einigen Stellen gleitet Butcher (oder ist es der Übersetzer?) etwas ab ("Dresden! Mein Dämon wird sich in deinen Knochen wälzen!"), aber im Großen und Ganzen wird der lakonische Ton im Roman gehalten. Ich fand schon aus diesem Grund das Buch unterhaltsam.

Davon abgesehen war die Story für mich ein klein wenig vorhersehbar, was aber nur daran liegt, daß ich die Serie gesehen habe. Um nicht zu spoilern, werde ich mich an dieser Stelle auch bedeckt halten.

Harry Dresden ist mir als Charakter sympathisch. Davon abgesehen, daß er ein Magier ist, den "Guten" hilft,  seine Geschichte bereits in diesem ersten Roman angerissen wird (er ist nicht eindimensional gestaltet und hat eine dunkle Seite) hat er auf seinem Schreibtisch einen Stapel ungelesener und eine Kiste für die gelesenen Bücher *g*. Außerdem hat er eine Art Geist namens Bob, der in einem Schädel existiert und z.B. Zutaten für Zaubertränke beherrscht. Nicht zu vergessen ist Mister, Dresdens Kater, der des nachts auf seinen Beinen schläft. Und er lebt in einer Souterrain-Wohnung in einem alten Haus, daß Dresden wie folgt beschreibt: "Das Haus kracht, seuft und arbeitet, die Zeit und viele Menschenleben habe in Holz und Stein ihre Spuren hinterlassen. Nachts kann ich über mir und rings um mich alle Geräusche und den Charakter des Hauses hören. Es ist alt, doch es sing in der Dunkelheit, und ist auf seine verrückte Art und Weise lebendig. Es ist mein Zuhause."

Murphy wird in diesem Roman zwar schon greifbar, hat aber noch Potential in der Entwicklung (ebenso wie Bob und Mac). Zum einen dürfte das damit zu tun haben, daß der Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und so das Innenleben der weiteren Charaktere schwieriger hervorzubringen ist. Andererseits folgt die Handlung natürlich Harry Dresden und bleibt nicht bei den anderen Charakteren. In den nächsten Teilen dieser Serie wird man hoffentlich mehr über Murphy, Bob und Mac erfahren.

Es ist schön, daß Irina mir auch den zweiten Dresden-Roman "Wolfsjagd" mitgeschickt hat. Denn "Sturmnacht" macht mir Lust auf mehr :)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Die MuMs am Abend ...

am 02.10.2010 per Blitzserie aufgenommen und im Photoshop Elements (6) zu einem Daumenkino zusammengefügt, per Xmedia in eine avi-Datei umgewandelt und bitte schön:

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Projekt 52-2010: Verhext

Eigentlich wollte ich nur fix zwei Äpfel und eine kleine Flasche Wasser holen, aber Poe drängte mich förmlich in MEHRERE Supermärkte und dort IMMER in die Kühlabteilungen. Im R*we fand er, was er suchte:

Er steuerte direkt die B&J-Becher an. Obwohl Poes absolutes Lieblingseis (wie man auch im 38.kW-Wochenfoto sehen kann) NY Super Fudge noch ausgeschildert war, stand dort kein einziger Becher.
Poe flatterte heftig mit seinen Flügeln und grummelte nur noch:

"Das ist total VERHEXT. Soviele Läden, nur einer führt B&J und dann gibt es mein Eis nicht!"



Tja, mit "weniger" von B&J haben wir uns heute nicht zufriedengegeben ;) Statt B&J sind wir auf Plombir ausgewichen...

Dienstag, 5. Oktober 2010

Mouse-Rotator - Marlowe

Während Marlowe den Mouse-Rotator zunächst (klick) eher vorsichtig beäugte, hat er inzwischen seine Scheu überwunden:

Montag, 4. Oktober 2010

ein neues Spielzeug für die MuMs

Bei Pashieno hatte ich das erste Mal von dem Mouse Rotator gelesen. Und als ich am Samstag im örtliche Fre*napf war, um Katzentoiletten-Smartpacks zu besorgen (damit es für meine allergiegeplagte liebe Katzensitterin bequemer ist) sowie normales Futter und Dinge zum Wiedereinschleimen nach Urlaubsabwesenheit (ein paar Dosen Shesire Thunfisch+Reis und getrocknete Leberleckerli) zu besorgen, fiel mein Blick auf den Mouse-Rotator. Ich habe ihn mitgenommen. Am Sonntag wollte ich ihn meinen MuMs zur Verfügung stellen, aber die notwendigen Batterien waren nicht dabei und ich hatte auch keine mehr. Also warten bis Montag.

Das Teil ist eigentlich recht laut, wie Ihr gleich hören werdet. Merlin war aber von Anfang an interessiert, Marlowe kam nach einiger Zeit neugierig vom Balkon. Auch im Ruhezustand wird das Teil ganz spannend gefunden. Seht selbst:

Sonntag, 3. Oktober 2010

"Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigane


Gelesen hatte ich das Buch bereits im September, aber wie das so ist ... :)

Worum geht es?
Hoffen wir nicht alle immer wieder einmal auf eine Begegnung, die unser Leben verändert und zum Guten wendet? Mathilde hält sich für eine starke Frau, tatkräftig und entschlossen. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei wundervollen Jungen, und sie liebt ihre Arbeit. Wozu sollte sie sich eine Veränderung wünschen? Doch die Veränderung kommt. Mathildes Chef beginnt sie zu mobben, immer stärker leidet sie unter der Situation im Büro. Da prophezeit ihr eine Wahrsagerin eine ganz besondere Begegnung, und Mathilde hofft. Doch worauf? Auf das befreiende Gespräch mit ihrem Chef? Auf die Rückkehr ihrer alten Stärke? Oder auf die Begegnung mit einem ganz besonderen Mann? Der prophezeite Tag bricht an ...

Nachlese:
Um mit der Tür ins Haus zu fallen: In dem Klappentext wird der zweite Protagonist des Romans unterschlagen. Neben Mathilde richtet die Autorin den Blick auf den Arzt Thibault, der bei den Urgences médicales arbeitet. Sein Job ist anstrengend, er muß medizinische Hilfe leisten, aber auch psychologische. Thibault macht am Morgen des 20. Mai Schluß mit Lila. Die Beziehung dieser beiden ist nicht im Gleichgewicht: Lila bleibt emotional distanziert, während Thibault sich verliebt hat. Und bevor er daran kaputt geht, verläßt er Lila und fahrt am 20.5. zur Arbeit.

Mathilde dagegen ist alleinerziehende Mutter von drei Söhnen. Ihr wurde von Jacques Pelletier eine neue Chance geboten: Er hat sie eingestellt, aufgebaut, angeleitet, für den Job geformt. Sie hat ihn immer unterstüzt und machnmal seine Entscheidungen beeinflussen können. Aber eines Tages relativiert sie seine Entscheidung während einer Präsentation vor einem Kunden. Es ist kein offener Widerspruch, aber der cholerische Pelletier sieht das anders. Es folgen monatelang verschleierte Angriffe seitens Pelletier. Er isoliert sie vom Team, unterrichtet sie nicht von Besprechungen, untergräbt ihr Selbstwertgefühl. Aus irrwitziger Verzweiflung sucht sie eine Wahrsagerin auf, die ihr prophezeit, dass sie am 20. Mai einen Mann treffen, dass sich ihr Leben verändern werde. Mathilde macht sich auf den Weg zur Arbeit und hofft.

Natürlich möchte man wissen, was am 20.05. passiert. Werden sich Thibault und Mathilde treffen? Delphine de Vigan schildert in ihrem Roman, wie dieser Tag für die beiden Protagonisten abläuft. Der Leser schlüpft dabei abwechselnd in die Köpfe von Mathilde und Thibault, erfährt von ihrer Vergangenheit, ihrem Umfeld und ihrer aktuellen Situation, besonders emotional. Stilistisch interessant findet man teilweise identische Sätze der Autorin bei Thibault und bei Mathilde; nicht nur die Sätze, auch diese beiden Personen sind verschieden und doch in vielem gleich:  Sie werden beide von einem anderen Menschen auf Distanz gehalten und isoliert, sind erschöpft und auf der Suche nach einem Ausweg.

"Einfach" ist der Roman nicht. Abgesehen insbesondere von der Mobbing-Thematik, wird der Leser auch durch den Schreibstil der Autorin mit den sich wiederholenden Worten, dem Wechsel zwischen Jetzt und Damals gefordert. Auch der Preis ist für ein Hardcover recht hoch. Und dennoch: Lesenswert.

Projekt Farbe bekennen 2010 - Hell-Violett

Die letzte Woche im September 2010 ist fast vorbei und gerade so habe ich noch Hell-Violett aus dem Projekt Farbe bekennen 2010  für mein eigenes Thema "Fremde Töpfe :)" zumsetzen können. Und dabei habe ich nicht nur einen Topf im Blumenladen gefunden, sondern auch noch etwas "im" Topf:

Huch ... Schreibstil-Test der FAZ

Gefunden bei Nina und bei Mondenkind:

Bei Eingabe meines Nachlesetexte zu "Kleine Vogelkunde Ostafrikas" ergab der FAZ-Test:


Ich habe mal versucht "Mutmaßungen über Jakob. SZ-Bibliothek Band 18" von Uwe Johnson zu lesen und legt das Buch nach 50 Seiten entnervt zur Seite gelegt. Ich kam mit seinem Schreibstil überhaupt nicht zurecht.

Hm ;)

Freitag, 1. Oktober 2010

Freitagsfüller by Barbara #79

Heute und morgen ... Hach, ich freue mich auf den Urlaub ...

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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :):