Freitag, 30. Juli 2010

Freitagsfüller by Barbara #70

Und schon wieder ist eine Woche herum, die Zeit rast wirklich. Ich meine, es ist schon der 30.07., hallo?!


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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :):

Donnerstag, 29. Juli 2010

Frau Kunterbunts Challenge: Zeigt mir Eure Tassen #8

Himmel... schon die achte Woche! Diese Woche gibt es einen Eigenkauf für Frau Kunterbunts Challenge"Zeigt mir Eure Tassen" zu sehen. Naja, ich habe drei Tassen mit Untertassen in den Versionen weinrot, gelb und mattes hellblau: Aber mann kann sie so schön zusammenstellen ;)


Und was trinke ich wohl immer aus dieser Milchkaffee-Tasse ?
:)

Drei am Donnerstag by Kirstin #29

Steinchenzeit am Donnerstag. Ein Klick auf die Grafik bringt Euch zu Kirstin.


 3 am Donnerstag



1 . Gibt es zwei oder drei Dinge über dich, von denen du nichts erzählst,
weil sie zu alltäglich für dich sind?
Danke, liebe Jule, für diese Frage
Ja, natürlich. ...Irgendwie eine seltsame Frage.

2. Welche Charakterzüge und/oder körperlichen Merkmale
hast du von deiner Mutter geerbt?
Meine Hände und Füße, würde ich sagen, habe ich von meiner Mutter geerbt und sicherlich auch ein paar Gesichtszüge ;) 
Im übrigen denke ich nicht, daß spezielle Charakterzüge vererbbar sind.  

3. Gibt es eine Tradition, die du pflegst? 
Hm, abgesehen von dem Pflegen "allgemeiner" Traditionen (ich zähle z.B. das Feiern von Weihnachten dazu)? Von meinen Eltern wurden mir keine "familienspezifischen" Traditionen weitergegeben. Ich sehe auch nicht, daß ich meine entwickelten oder sich noch entwickelnden Gepflogenheiten/Rituale/Sitten (Quasi-Traditionen?) innerhalb der Verwandtschaft weitergeben werde. Dafür sind sie zu persönlich und speziell. 


"No Fear Shakespeare Graphic Novels: Hamlet" by William Shakespeare und Neil Babra


Eine Suchanfrage in meinem Blog nach "Hamlet Comic" war der Auslöser, daß ich mich bei Amazon umschaute und mich dann für diese Version entschied. Es handelt sich um die englische Ausgabe der Graphic Novel, eine deutsche Version ist bislang nicht erschienen.

Ich will versuchen, den Inhalt von "Hamlet" zu umreißen, seht  mir die Verkürzung nach: Der dänische Kronprinz Hamlet erfährt von dem Geist seines Vaters, daß dieser von dem eigenen Bruder Claudius (der Hamlets verwitwete Mutter geheiratet hat) vergiftet wurde. Hamlet will diesen Verrat und Brudermord rächen und läßt von einer Schauspieltruppe am Hof ein entlarvendes Stück aufführen. Später ersticht Hamlet irrtümlich den Oberkämmerer Polonius (Hamlet dachte, es sei Claudius) während eines anklagenden Gesprächs mit seiner Mutter. Claudius, obwohl von Schuldgefühlen geplagt, will Hamlet auf einer Mission töten lassen. Während Hamlet außer Landes ist und diesen Plan entdeckt, wird Ophelia, die von Hamlet verehrte Tochter des Polonius, über den Tod ihres Vaters wahnsinnig und ertrinkt. Ihr Bruder Laertes fordert Rache für den Mord an seinem Vater und macht Hamlet auch für Ophelias Tod verantwortlich. Als Hamlet nach Dänemark zurückkehrt, spitzen sich die Dinge zu. Verleitet von Claudius benutzt Laertes in einem Wettkampf mit Hamlet eine in Gift getauchte Waffe, mit der letztlich Hamlet und Laertes selbst verletzt werden. Claudius, der zur Sicherhein einen vergifteten Becher Wein für Hamlet vorbereitet hatte, muss mitansehen, wie seine Frau und Hamlets Mutter Getrude diesen Wein trinkt und stirbt. Der durch die Waffe vergiftete Laertes gesteht zudem sein unehrenhaftes Verhalten ein und offenbart auch die Beteiligung von Hamlets Onkel. Claudius wird daraufhin von dem ebenfalls bereits sterbenden Hamlet getötet.

Die von SparkNotes herausgegebene Serie "No Fear Shakespeare" transportiert die Verse Shakespeares in die Prosa-Form (modernes Englisch). In den "No Fear Shakespeare Graphic Novels" wird diese Prosa durch Bilder komplettiert. Im vorliegenden Fall wurde "No Fear Shakespeare: Hamlet"  von dem Künster Neil Babra adaptiert und auf 208 Seiten in schwarz-weiß-grauen Bildern illustriert.

Die Graphic Novel beginnt mit einer zeichnerischen Darstellung der Charaktere. Jeder der folgenden fünf Akte des Stückes wird mit einer Zeichnung eingeleitet, die mit wenigen Bildern den Akt porträtiert. Sodann folgenden die Szenen des Aktes, die auch mit I-1 etc. gekennzeichnet sind. Ich hatte meine alte Reclam-Schulausgabe (auf deutsch) neben mir liegen und habe ab und an vergleichsweise hineingeschaut. Die textliche Umsetzung ist - trotz Prosa - nach meinem Empfinden sehr nah am Original. Es fehlen nur einige Sequenzen, z.B. gibt zu Beginn des zweiten Aktes z.B. kein Gespräch zwischen Polonius und Reinhold, sondern in der Graphic Novel beginnt Akt II Szene 1 mit dem Eintritt Ophelias und Polonius Frage, was es gäbe. Erwähnenswert ist auch, daß an drei, vier Stellen per Fußnote Begriffserläuterungen angefügt sind, z.B., daß der in Akt II Szene 2 genannte "Jepthah" ein biblischer Charakter ist oder daß Hamlet dort aus einem populären Song Verse zitiert. Was mich allerdings gestört hat ist die Verwendung der Währungseinheit Dollar statt Dukaten in der Graphic Novel.

Zeichnerisch fand ich mich sehr schnell in Babras Stil ein. Obwohl ich mit der Porträtierung des Hamlet in manchen Szenen - in denen ich ihn mit Jungengrinsen wahrnehme - etwas hadere und mir auch Bernardos Gestaltung nicht gefällt - er wirkt wie ein verängstigter Milchbubi auf Wache -, charakterisiert Neil Babra die Hauptfiguren des Stückes interessant und lebendig.

Er verleiht den Charakteren sehr viel mimische Ausdrucksstärke, verschattet Blicke, läßt sie gestikulieren und dynamisch agieren (besonders der Fechtkampf zwischen Hamlet und Laertes). Während in manchen Zeichnungen die Charaktere allein dargestellt sind, passiert in anderen viel im Hintergrund und um die Charaktere herum. Ein Beispiel:

Hamlet trifft auf Rosenkranz und Güldenstern und fragt sie, weshalb sie in Dänemark seien. Im nächsten Panel sind die beiden links unten positioniert mit der Antwort "To visit you, my lord! There's no other reason." und Hamlet rechts unten mit der Replik: "Did someone tell you to visit me? Or was ist on your own initiative?" Rosenkrantz und Güldenstern sind als Marionette gezeichnet, deren Fäden von Claudius gehalten werden. Dabei sind Claudius und neben ihm Gertrude mittig oberhalb der unten agierenden Personen dargestellt. Äußerst gelungen empfand ich z.B. Hamlets Reaktion auf die Schauspielkunst und das Schmieden seines Planes, mithilfe der Schauspieler seinen Onkel zu überführen (Akt Akt II am Ende der Szene 2, übrigens erinnert mich die Zeichnung des "Ersten Schauspielers" an Abbildungen von William Shakespeare) oder die Gestaltung von Ophelias Trauerwahn in Akt IV Szene 5).

Auf dem Blog von Neil Babra könnt Ihr Euch hier (klick) einen Eindruck von der graphischen Umsetzung machen.

Die vorliegende werkgetreue Umsetzung in Prosa und Bild finde ich außergewöhnlich. "Hamlet" ist ein Stück, daß mir seit Jahren vertraut ist, wenngleich ich es nie in der englischsprachigen Original-Versform gelesen habe. In englischer Versform kenne ich "Hamlet" nur in filmischer Umsetzung, z.B. durch Kenneth Branagh. Jedenfalls war es für mich aufregend und spannend, das Stück in englisch in dieser Form zu erlesen. Vielleicht werde ich auf diesem Weg  auch einen ersten Kontakt mit Macbeth aufnehmen ...

Mittwoch, 28. Juli 2010

Vorstellung: Comic im I-Net

Ich möchte Euch heute mal zwei Webseiten vorstellen.

Auf Ravens Seite, die ich über das Projekt 52-2010 entdeckt habe, gibt es die Serie "Task Forest", die ich mit großen Augen und Bewunderung verfolge. Mit sehr viel Liebe setzt Raven dort diverse Figuren fotografisch als Comic in Szene, Humor, Drama, Action... Alles ist vertreten und wunderbar umgesetzt! Auf dieser Übersichtsseite (klick) werden die Personen vorgestellt und dort sind auch alle bisherigen Ereignisse und Produktionen verlinkt.

Als Star-Trek-Fan schaue ich häufig auch auf Trekmovie.com vorbei und dort wurde u.a. eine bei Pot-Luck Comics eingestellte Star-Trek-Parodie "Ensign Sue must die" von Clare Moseley und Kevin Bolk vorgestellt. Die neben Ensign Sue auftretenden Charaktere sind dem elften Star-Trek-Film nachempfunden. Auf dieser Seite (klick) werden die Personen vorgestellt und man kann von dort aus sämtliche bisherigen Folgen (bis heute 18 Stück) anklicken... Ich finde die Parodie einfach köstlich *lach*

Ja! Yes! Strike!

So habe ich heute um zwei Uhr im Auto gesessen, soviel Zeit muß sein. Ich habe mich nämlich riesig über die Radiomeldung gefreut, daß das Parlament Kataloniens für das Stierkampfverbot gestimmt hat (mit 68 gegen 55 Stimmen, 9 Enthaltungen). Zwar ist erst ab 01.01.2012 der Stierkampf verboten und nicht schon früher. Aber immerhin!

Die Debatte im Parlament von Katalonien ging auf einen Antrag der Tierschutzinitiative "Prou!" ("Es reicht!") zurück. Diese hatte Ende vergangenen Jahres 180.000 Unterschriften für ein Volksbegehren zur Abschaffung des Stierkampfes gesammelt. Und die Aktion wurde von Prominenten und der WSPA unterstützt, über Sylvia war ich auf die Aktion aufmerksam geworden und hatte hier (klick) darüber berichtet.

Danke an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Inside 7 by Annelie

Annlie ist aus ihrem ereignisreichen Urlaub zurück und so gibt es heute wieder



aus der Küche... bin ich heute morgen um halb acht verschwunden 

Bücher... umfassen Wörterwelten und ich liebe es, sie zu besuchen.

ich bin dankbar für... Freundschaften, die mir gewährt werden. Eine ähnliche Frage gab es bei anderer Gelegenheit schon einmal, die Antwort hat sich nicht geändert.

mein Leben...ist meins.

ich müsste...mehr Sport machen

mein Glück...realisiert sich in verschiedene Formen, klein und groß.

ich wünschte mir..., ich hätte jede Arbeitswoche den Mittwoch- oder Freitagnachmittag frei ;)

Dienstag, 27. Juli 2010

Projekt Farbe bekennen: Gruen

Die letzte Juliwoche 2010 für das Projekt ist angebrochen und neben den vielen Bäumen, Hecken, Gräsern und sonstigen Grünpflanzen auf meinem Weg von und zur Arbeit habe ich auch folgendes Motiv gefunden. Die Landesstraße führt halt durch ländliches Gebiet :)

Projekt 52-2010: Dein Lieblingsort

Poe sah mich heute mittag vor meinem "Heimatregal" stehen, die Muscheln in die Hand nehmen und etwas in dem Bildband blättern, wobei er mir dann neugierig über die Schultern schaute. Ich erzählte ihm, daß mein Heimort an der Ostsee in Nordvorpommern einer meiner Lieblingsorte ist und auch immer bleiben wird. Als ich Poe fragte "Wo ist dein Lieblingsort?", überlegte Poe einige Zeit und erklärte mir dann, daß er auch mehrere Lieblingsorte habe und sie mir zeigen wolle. So entstand diese Collage, nur ein Bild haben wir aus dem Album genommen.

(klick verleiht Größe)

Ja, Poe ist ein Drache und besitzt Weisheit 
(vielleicht sollte er sich etwas häufiger darauf besinnen *schmunzelt*) : 

Wie ich hat er bewegliche Lieblingsorte (nämlich 5 von 7),
die immer dort sind, wo sich Lebensformen ;), die wir lieb haben, aufhalten.

Sonntag, 25. Juli 2010

"Eine Frau - ein Bus" von Doreen Orion


Dieses Buch ist irgendwann im Verlauf dieses Jahres auf meinem TuB gelandet. Und ich habe es im Rahmen meiner TuB-Abbau-Challenge II/2010 "Weltreise - 5 Länder - 5 Bücher" gelesen. Ich bin also in den USA gestartet und mit diesem Buch auch gleich etwas herumgekommen.

Worum geht es?
Doreen und Tim Orion führen eine wunderbare Ehe, auch wenn die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten. Bis Tim eine Idee hat: Er will in einem umgebauten Bus durch die USA reisen ... Bis heute weiß Doreen nicht, wie Tim – ein echter Naturliebhaber – sie zu diesem Abenteuer überredet hat. Wahrscheinlich mit einem Trick – wie damals bei ihrem ersten Date. Schon bald jedenfalls sitzt die kapriziöse Shopping-Prinzessin mit Schuhtick in einem zum Camper umgebauten Bus und reist mit ihrem Mann kreuz und quer durch die USA. Mit an Bord: ein Riesenpudel und zwei eigenwillige Katzen.

Nachlese
Die Tour durch die Staaten der USA, z.B. New Mexiko, North Carolina, Louisiana, Texas,  Alaska  etc. beschreibt Doreen Orion locker-flockig mit Humor und Selbstironie. Doreen und Tim Orion sind beide Psychiater, er betreibt eine Praxis, sie arbeitet für Versicherungen etc. zu Hause und bezeichnet sich selbst als verwöhnte Long-Island-Prinzessin mit Vorliebe für geschlossene Räume. Dennoch schafft es ihr Ehemann, sie zu der einjährigen Auszeit zu überreden, die sie durch diverse Staaten der USA zu Sehenswürdigkeiten, Verwandte und Freunde führen wird. Dabei lernt die Autorin nicht nur, Gewohnheiten abzulegen und ihren Lebensinhalt neu zu bewerten, sondern das Ehepaar frischt die Beziehungen zu Verwandten und Freunden auf und vertieft sie.

Obwohl das Buch diverse Orte erwähnt, die Autorin über Probleme mit dem Bus, die Erfahrungen mit den Buscampingplätzen, Wanderungen durch Naturparks, Vogelbeobachtungen etc. berichtet und im Anhang sogar Adressen und Telefonnummern genannt werden, ist es kein Reiseführer. Dafür sind die Betrachtungen zu subjektiv (Long-Island-Prinzessin) und nicht umfassend genug. Schließlich handelt es sich um ein Buch von nur 384 Seiten. Und auf diesen Seiten erzählt die Autorin auch darüber, wie sie ihren Mann kennengelernt hat, wie die Abschiedsparty daheim verlief, wie die Tiere - keine gekauften Zuchttiere - bei den Orions einzogen, was bei den Verwandten und Freunden passierte, welche neuen interessanten Bekanntschaften gemacht wurden etc. Und - wie bereits angesprochen - legt die Autorin ihre Gedanken dazu dar, wie sich ihre Wahrnehmungen und ihre zu Beginn der Reise bestehenden Bedürfnisse im Verlauf des Jahres ändern.

Die Autorin stellt sich vordergründig oberflächlich dar... Diese Eigendarstellung verbunden mit dem vom Leser natürlich subjektiv empfundene Sprach- und Wortwitz ist bestimmt verkaufsfördernd, was wohl nicht von ungefähr kommt. Schließlich ist die Autorin langjährige Psychiaterin ;) Und obwohl sie auf ihre veränderten Werte eingeht und Verhaltensmuster schildert (teilweise wiederholend), wird dieser Aspekt im Buch nicht weiter vertieft; ich vermute, um die gewisse Leichtigkeit und Spritzigkeit des Textes zu erhalten.Im Gegensatz zu dem gerade von mir gelesenen "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling hat mich dieses fehlende Vertiefen hier etwas ... nicht wirklich gestört, aber irritiert, gerade weil die Autorin Psychiaterin ist. 

Ich fand "Eine Frau - ein Bus" amüsant und leicht, mehr aber auch nicht.

"Flix: Faust - der Tragödie erster Teil" Comic by Flix


Nachlese
Vielen von uns ist Goethes "Faust - Der Tragödie erster Teil" aus der Schule bekannt. Ich kann heute noch zu 3/4 den Osterspaziergang rezitieren, obwohl ich ihn seit sicherlich 15 Jahren nicht mehr gelesen habe ;) Das ist eigentlich kein Wunder, durfte ich Goethes Faust doch gefühlte 5 x, real aber wohl nur 2 x, im Unterricht mitnehmen ;)

Und 2010 bin ich dann über "Faust - Der Tragödie erster Teil" von Flix (besser gesagt: Felix Görmann, Jahrgang 1976, deutscher Comiczeichner und -autor) gestolpert. Der Comicstrip "Faust" von Flix erschien zunächst von Juli bis Dezember 2009 in der FAZ  und dann etwas überarbeitet und um einige Seiten ergänzt in der jetzt von mir gelesenen Buchform als Graphic Novel im Carlsen Verlag.  

Flix' Heinrich Faust ist Taxifahrer im heutigen Berlin, der sich mit seinem Freund Wagner eine Wohnung teilt. Mit Wagner hat er Streß, weil dieser behauptet, er - Faust - hätte Wagners Pudel "Charlotte von Stein" (*g*) überfahren. Also macht der rollstuhlfahrende Wagner Faust das Leben schwer, indem er z.B. das Taxi abschleppen läßt. Dieser Streit belastet Faust, der sich zunächst einmal etliche Kurze zu Gemüte führt, betrunken in sein Taxi steigt und sich nur durch Mephistopheles' Eingreifen dabei nicht umbringt, mit einem derben Kater aufwacht und beim Nachkaufen von Aspirin auf Margarethe trifft. Letztere hilft ihrer verwitweten türkischen Mutter im Markt um die Ecke und verdankt ihren Namen der Bewunderung ihres Vaters für Margarethe Schreinemakers. Sie ist eigentlich eine moderne junge Frau, dit mit beiden Beinen im Leben steht (aber kulturell bedingt ihren türkischen Cousin heiraten soll), arbeitet in einer Kanzlei und muß ihre Freundin und Kollegin Marthe trösten, die gerade von ihrem Mann verlassen wurde.Eine gute Gelegenheit, wie ich finde, um Euch einen kleinen Einblick zu geben, welcher Ton im Comic herrscht:

(ein Klick auf den Copyright-Link Flix: Faust (aus FAZ Comic-Strip Nr. 33) führt zu einem größeren Bild)

Und hier gibt es eine weitere kleine Bild- und Leseprobe (klick).

Mephistopheles, kurz Meph genannt, tritt als Coach der Firma "Happy Life" auf, ist schlagfertig, intelligent, nicht immer mit einem Plan gesegnet, aber anpassungsfähig *g* ... und scheitert dennoch bei der Übergabe eines Briefes an Margarethe an deren Mutter und deren Hund *lach*. Gott organisiert seine Schöpfung edv-unterstützt im Bürokomplex, Kollegen wie Allah oder Buddha werkeln ebenfalls in anderen Abteilungen, Kommunikation findet per Telefon, Mail oder Skype statt, fliegende Bürogehilfen schwirren unterstützend umher.  Gottvater... "hat Kreislauf" und setzt auf Ramazotti, ist ... hm... temperamentvoll und äh kreativ. In dem Versuch, Mephistopheles Pläne zu vereiteln, läßt er den zu unterschreibenden Pakt schon mal in Flammen aufgehen oder Faust z.B. in einer Bar einen Herzinfarkt erleiden ... .

Die Umsetzung von "Faust - Der Tragödie erster Teil" in diesem Comic ist ... humorvoll, rasant, modern und und, ja, frech ohne dabei auf mich religiös oder kulturell verletzend zu wirken. Es handelt sich auch nicht um eine zeichnerische 1:1-Umsetzung von Gothes Faust, wenngleich dessen Grundelemente vorhanden sind und auch bei Flix Margarethes Mutter und ihrer Bruder umkommen. Flix' Faust und auch seine anderen Comic-Charaktere sind vielmehr eigenständig, auch wenn die Namen aus Goethes Faust vertraut sind. Die Story und die Zeichnungen enthalten Anspielungen und Popkulturreferenzen, ob nun G*gle-Earth als Logo auf einem Fernrohr oder "42" als Mephistoteles' Antwort auf die Frage "Was ist das?" (Anm: Gemeint ist das auf dem Tisch stehende Essen). Es lohnt sich, in Ruhe die Zeichnungen im Detail zu betrachten, dann bemerkt man z.B. auch das Rollstuhlfahrerzeichen neben Fausts Wohnungstür ...

Flix hat "Faust - Der Tragödie erster Teil" neu und eigen interpretiert ... und ich finde die Umsetzung sehr unerhaltsam, witzig und wunderbar gelungen.

Nachbemerkung:
Zur Homepage des Autors, dessen Flix-Heldentage (Blogroll) ich übrigens auch sehr mag - geht es hier (klick).

Samstag, 24. Juli 2010

"Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg" von Hape Kerkeling



Eigentlich wollte ich mir in Fulda gar kein Buch kaufen, aber meine zwei Zugbücher waren ja nicht ausreichend. Also landete dieses Büchlein in meinem Einkaufswagen.

Daß ich so lange gebraucht habe, um die restlichen 230 Seiten nach der Zugfahrt zu lesen, hat übrigens nichts mit dem Buch oder dem Schreibstil des Autors zu tun. Ich hatte schlicht weg nach der anstrengenden Büroarbeit nach dem Fulda-Urlaub keine Lust auf Lesen, sondern habe lieber Star Trek bzw. Buffy geschaut und am nächsten Wochenende waren dann Juniors da.

Worum es geht und Nachlese
Nun, der Untertitel spricht ja Bände :) In diesem Buch schildert der deutsche Komiker und Allround-Entertainer seine Erlebnisse, Erfahrungen, Einsichten und Bekanntschaften auf seiner Reise auf dem Jakobsweg. Er startete 2001 in Saint-Jean-Pied-de-Port und bewältigte mit an einer Hand abzuzählenden Ausnahmen den Weg bis nach Santiago de Compostela per Pedes. Über 600 km ist Hape Kerkeling zu Fuß auf dem Jakobsweg unterwegs, zunächst fast ausschließlich allein, ab León dann überwiegend mit den beiden Pilgerinnen Anne aus Großbritannien und Sheelagh aus Neuseeland. Seine Eindrücke notiert er während des Pilgerns in seinem Reisetagebuch. Obwohl Hape Kerkeling zu Beginn seiner Reise nicht plant, ein entsprechendes Buch zu schreiben, freundet er sich während des Weges mit diesen Gedanken an. Mit seinem im Jahre 2006 erstmals veröffentlichten Erlebnisbericht führt er 100 Wochen lang die Bestsellerlisten an.

Ist dies so, weil ein Prominenter dieses Buch geschrieben hat, ist es so lustig und witzig wie Kerkelings Bühnencharaktere oder ist das Buch "einfach" gut?

Sicherlich ist der Name Hape Kerkeling und die damit verbundene Vorstellung beim Kauf- und/oder Pilgerinteressenten verkaufsfördernd. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, daß ein beträchtlicher Teil dieser Personen genau aus diesem Grund den Kauf auch ablehnt. Wenn ich "Hape Kerkeling" höre, lese oder sehe, denke ich an Königin Beatrix, Hannilein, Cappuccino-Werbung, Schlämmer und Humor. Dieses Bild mit dasjenigen eines "ernsthaften" Pilgers zusammenzubringen, ist ... ungewohnt. 

Bei der Lektüre seines Reisetagebuches wird aber schnell deutlich, daß Hape Kerkeling natürlich ein ebenso normalere Mensch mit Zweifeln, Wut, Freude und Glücksgefühlen ist wie jeder andere auch . Was der Kopf bereits weiß, daß jeder Prominente auch nur ein Mensch ist, wird hier zusätzlich erlesen. Selbstverständlich gibt es humorvolle Anekdoten und komische Momenten, die genauso vom Autor erwähnt werden wie seine Frustration, die körperliche Beanspruchung, das Bedürfnis nach Kommunikation oder Eisamkeit und natürlich philosophiert Hape Kerkeling auch in seinem Reisetagebuch. Dabei ist es die Kombination von Gesprächswiedergaben, Betrachtungen der Pilgerquartiere (die er fast vollständig vermeidet) und - auch wiederholenden - Wehklagen, die mir diesen Bericht nahebringen, lebendig und authentisch erscheinen lassen. Die vom Autor genutzte Sprache ist alltagstauglich: Es könnte sich um den Bericht eines Bekannten handeln, der von seinem Trip erzählt.

Ich bin den Jakobsweg nicht, auch nicht teilweise gelaufen und denke auch nicht, daß ich das jemals tun werde. Ein wenig wandern könnte ich mir vorstellen ;). Ich kann daher nicht wirklich erahnen, welche körperlichen Strapazen der Jakobsweg Hape Kerkeling und all den anderen Pilgern abgefordert hat und weiterhin abfordert. Aber wie es ist, in Ruhe und Stille die Gedanken fließen zu lassen, manchmal gar nichts zu denken, sondern nur zu sein, kann ich nachvollziehen. Für diese Art von Nachdenken und Meditation braucht es manchmal nur stundenlanger stiller Spaziergänge an der Ostsee... Was ich sagen will: Als Reisender brachte Hape Kerkeling mit seinen Eindrücken durchaus etwas zum An- und Nachklingen in mir.

Wer jetzt angesichts des Titels aber eine hochspirituelle oder hochphilosophische Abhandlung oder eine Anleitung/Vorbereitung zum Pilgern erwartet, der wird das Buch wohl enttäuscht zur Seite legen. Wenngleich der Autor nach eigenem Bekunden auf der Suche war, eine Auszeit von seinem Alltag brauchte, und er auf dem Weg philosophierte und auch neue Impulse aufnahm, ist dieses Buch aus meiner Sicht doch hauptsächlich Bericht der tatsächlichen, weniger der spirituellen Reise auf dem Jakobsweg (was mich allerdings nicht störte).

"Komisch, zu Hause sieht man jeden Tag äußerlich anders aus und ist innerlich nahezu konstant. 
Hier ist man äußerlich immer gleich, aber innerlich sieht es hier stündlich anders aus." 
(Quelle: "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling)

Nachbemerkung:
Zur offiziellen Homepage des Autors geht es hier (klick). Und in meinem Post vom 03.01.2010 (klick) findet Ihr zwei witzige Clips dieses Allround-Talents.

Freitag, 23. Juli 2010

Star Trek Comic: Countdown


Bereits im letzten Jahr habe ich diesen Comic gekauft und gelesen. Und bei der ganzen Trekmania derzeit hier bei mir kam auch dieser Comic erneut auf den Tisch. Ein Reread also. Ich warne Euch aber an dieser Stelle schon mal vor: Für einen 98 seitigen Comic ist das eine hm ... lange Nachlese. Wer sich für eine superkurze Version interessiert, hier ist mein damaliger erster Eindruck (klick) :)

Worum geht es:
„Countdown“ legt den Grundstein für die Geschehnisse im Kinofilm und stellt die Verbindung zwischen den Next Generation-Charakteren nach dem Ende des letzten Star-Trek-Films "Nemesis" und dem neuen Film her. Der Fokus des Bandes liegt aber auf dem Romulaner Nero und seiner Vorgeschichte: Wer ist er? Gegen wen hegt er einen Groll und warum? Die Ursprünge seines Vernichtungsfeldzugs gegen das vulkanische Reich liegen nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft! Acht Jahre nach dem fehlgeschlagenen Coup der Remaner, geschildert im Star-Trek-Film „Nemesis“,  wird der Planet Romulus erneut Schauplatz von Ereignissen, die das politische Gefüge im Universum aus dem Gleichgewicht zu reißen drohen. Eine Supernova könnte alles Leben auf dem Planeten auslöschen. Der romulanische Raumschiff-Captain Nero macht sich, unterstützt von dem gealterten Botschafter Spock und der USS Enterprise unter dem Kommando von Captain Data, auf die Suche nach einem Mineral, mit dem die Katastrophe verhindert werden könnte. Nicht nur die Zeit arbeitet gegen Nero und seine Crew, auch die Remaner sind nicht an einem Gelingen der Mission interessiert ..."

Nachlese
Ganz kurz vorab für all diejenigen, die die Remaner interessant fanden und finden: Sie tauchen im Comic auf, sind aber bei weitem nicht stark involviert, wie es es in der Inhaltansgabe anklingt.

Nachdem das geklärt ist :): Der Comic ist im cross-cult-Verlag erschienen und basiert auf der Story von Roberto Orci & Alex Kurtzman, der Text wurde von Mike Johnson & Tim Jones geliefert, für die Zeichnungen war David Messina verantwortlich. Wie schon gesagt, wird mit dem Comic die offizielle Vorgeschichte zum elften Star-Trek-Film aus dem Jahr 2009 mit dem Titel "Star Trek" geschildert. Das Drehbuch zu diesem Film stammt von Roberto Orci und Alex Kurtzman, Regie hat J.J. Abrams geführt. Um einmal kurz vorwegzugreifen: 

Der elfte Film beginnt damit, dass das Sternenflottenschiff USS Kelvin auf ein monströses unbekanntes Schiff trifft. Dieses Schiff, kommandiert von dem romulanischen Captain Nero, kommt durch eine Weltraumverzerrung und sucht nach Botschafter Spock. Nero will sich an ihm, an ganz Vulkan, an der gesamten Föderation für die Vernichtung von Romulus rächen. Es stellt sich aber heraus, dass Nero statt in seiner Sternzeit - 2387 - in der Vergangenheit des Jahres 2233 gelandet ist. Nero greift die USS Kelvin, auf der auch der Vater von James Tiberius Kirk dient, an und zerstört sie. Spätestens hierdurch verändert sich der Lauf der Geschichte, wie sie Nero - und der Zuschauer - kennt, eine neue alternative Zeitlinie wird erschaffen. In letzterer wächst unter anderem James T. Kirk vaterlos auf. Als Nero dann Vulkan angreift, wird auch die USS Enterprise unter Captain Pike dorthin beordert, auf der unter anderem die jungen, frisch von der Akademie kommenden Offiziere James T. Kirk und Spock zusammenarbeiten müssen.

Der Comic „Countdown“ erzählt nun, wie es zur Zerstörung des Planeten Romulus kam und wie der romulanische Captain Nero solch einen Groll nicht nur gegenüber Spock, sondern auch gegenüber Vulkan und der Föderation hegt.

In Neros Gegenwart, dem Jahr 2387, entwickelt sich ein Stern des Hobus-Systems zu einer Supernova. Diese Supernova bedroht nicht nur  das Hobus-System, sondern die ganze Galaxie, insbesondere das in nächster Nähe befindliche romulanische Imperium. Nero, Capitain des romulanischen Bergbauschifffes Narada, kann seine Crew und sein Schiff vor den ersten hiermit verbunden Turbulenzen gerade noch retten und kehrt nach Romulus zurück. Dort hat der Föderationsbotschafter Spock in eigenen astronomischen Himmelsbeobachtungen die sich anbahnende Entwicklung im Hobus-System bemerkt und auch deren Auswirkungen erkannt. Als er dem romulanischen Senat seine Erkenntnisse und die Gefahren vorträgt, werden seine Aussagen von Nero bestätigt. Spock unterbreitet dem romulanischen Senat auch gleich einen Lösungsvorschlag: Mithilfe von so genannter roter Materie soll ein künstliches schwarzes Loch im Hobus-Stern selbst erschafft werden, welches den Stern dann veschlingt. Hierfür ist die Zusammenarbeit zweier Reiche notwendig: Das romulanische Imperium muss Decalithium liefern, Vulkan daraus die benötigte rote Materie herstellen. Der romulanische Senat lehnt den Vorschlag ab, zu tief sitzt das jahrhundertealte Misstrauen zwischen diesen beiden verwandten Völkern  Nero jedoch, der die Gefahr deutlich vor Augen hat, bietet Spock seine Hilfe an. Seine Crew und er bauen das Decalithium ab, auf Vulkan soll hieraus die rote Materie produziert werden. Aber auch der vulkanische Rat benötigt wertvolle Zeit für seine Beratungen dahingehend, ob diese Technologie geteilt werden soll. Während dieser Beratungsphase kehren Nero und seien Crew  nach Romulus zurück und können dort nur noch dessen vollständige Zerstörung feststellen. Und so machen sich Nero und seine Crew auf den Weg, ihr Bergbauschiff mit Waffen aufzurüsten, um sich insbesondere an dem in ihren Augen verräterischen Spock zu rächen. Dieser macht sich derweil auf den Weg in das Hobus-System, um wenigstens den Rest der Galaxis zu retten. 

Der Comic ist für das Verständnis des großen Handlungsbogens im Film „Star Trek“ nicht zwingend notwendig, ist aber für das Verständnis von Neros Verhalten im Film hilfreich. Der Film führt Nero und die Narada als Bedrohung ein, konzentriert sich dann aber mehr, wie die dem Star-Trek-Fan bekannten Charaktere Kirk, Spock, Mc Coy, Uhura, Scotty, Sulu und Chekov sich das erste Mal begegnen und zusammenarbeiten.  Hierdurch gerät die Schilderung von Neros Motivation trotz der filmischen Rückblenden recht kurz. Unter anderem an diesem Punkt setzt der Comic an. Dabei wird psychologisch nachvollziehbar die Entwicklung Neros und seiner Crew präsentiert, besonders, wenn man das gemeinsame genetische Erbe der Vulkanier und der Romulaner und das romulanische Temperament bedenkt. Daneben liefert der Comic auch weitere interessante Informationen, z.B., wie das Bergbauschiff Narada zu der an Borgschiffe erinnernden Monstrosität wurde etc. Die Autoren bemühten sich außerdem, den Comic „Countdown“auch an die im Star-Trek-Film "Nemesis" geschilderten Ereignisse anzubinden... Ganz überzeugen kann der Plot mich jedoch nicht: 

Die erste Frage, die mir durch den Kopf ging, war,  warum das romulanische Imperium überhaupt auf die Hilfe Vulkans angewiesen ist, um ein künstliches schwarzes Loch zu erschaffen. Wie man aus „Star Trek: The Next Generation“ in der 6. Staffel, Episode Nr.14 „Das Gesicht des Feindes“ („Face of the Enemy“) und Nr. 25 „Gefangen in einem temporalen Fragment“ („Timescape“) erfährt, wird von den Romulanern als Antriebsquelle in ihren Warbirds eine künstliche Quantensingularität, benutzt, wobei es sich um eine künstliche Schwerkraftquelle handelt. Spock spricht im Comic von einem künstlich erzeugten schwarzen Loch, Data ausdrücklich von der Erzeugung einer beispiellosen Singularität, woraufhin Geordi La Forge erwidert: „ein selbstgemachtes schwarzes Loch“. Eine "künstliche Singularität" wird als Phänomen mit einem "künstlichen schwarzen Loch"  sowohl in der Serie als auch im Comic gleichgesetzt. Dann aber könnten die Romulaner selbst ein schwarzes Loch erschaffen und sicher gäbe es loyale Romulaner (oder auch Remaner), die sich selbst auf einem nicht ganz so super ausgerüsteten Schiff in die Nähe des Hobus-Stern begeben und das schwarze Loch kreieren würden. Die Autoren hätten dieses Problem durchaus umschiffen können. Zu den bereits vorhandenen technischen Erklärungen im Comic hätte man noch zwei klarstellende Sätze ergänzen können: Im ersten Satz hätte man postuliert, daß künstliche Singularitäten, wie sie in romulanischen Warbirds verwendet werden, nicht geeignet sind. In einem zweiten Satz hätte man ggf. eine fiktive Ursache angeführt, es ist schließlich Science Fiction. 

So schön es für mich als Fan auch war, altbekannte Charaktere anzutreffen, verblieb doch ein seltsames Gefühl:

- Nicht nur, dass zufällig die Enterprise E unter Captain Data Spock und Nero in einem Gefecht zu Hilfe kommt, in einer späteren Kampfsituation taucht sogar Worf auf.  

-Commander Geordi La Forge scheint längeren Urlaub von der Sternenflotte genommen zu haben und ist so in der Lage, ein fortschrittliches Schiff, die "Qualle" Spock und Nero zur Verfügung zu stellen. Ich habe mich auch gefragt, ob die "Qualle" Commander La Forges gehört. Das muß wohl der Fall sein. Wie sonst läßt es sich erklären, daß er über dieses Schiff so frei verfügen kann. Ehrlich gesagt habe ich mich auch gefragt, warum nicht La Forge zum Captain befördert wurde ... Was hat er nur karrieremäßig gemacht?

- Daneben präsentieren die Autoren Data als Captain der Enterprise. In  dem vorangegangenen Film „Nemesis“ wurde ein Commander Data gleichender, aber bei weitem nicht so entwickelter Android namens B-4 aufgefunden. Data und La Forge haben dann versuchsweise diesem Prototypen Datas Erfahrungen und Wissen überspielt, was sich zum Filmende hin als glücklich erwies: Data opferte sich selbst und B-4 begann langsam diese Daten zu assimilieren. Zwar erklären die Autoren im vorliegenden Comic, daß diese Prägung erfolgreich war. Dennoch habe ich so meine Zweifel, ob B-4/Commander Data nach den Vorkommnissen in "Nemesis" auch gleich zum Captain der Enterprise E befördert wird. Schließlich handelt es sich dabei um eines der höchstentwickelten Schiffe der Sternenflotte. Und was ist eigentlich mit dem Emotions-Chip. Ok, es wird nicht ganz deutlich, ob Data im Comic einen hat oder nicht und in der Serie hat er zeitweise auch ohne Emotionsschip ein Schiff kommandiert. Und ja, auch in "Nemesis" wird nicht ganz deutlich, ob Data nun den Chip eingebaut hatte oder nicht. Ich bin ja der Meinung, daß er ihn eingebaut und auch aktiviert hatte, da Data sowohl in Picards-Befreiungsszene, als auch später zum Filmende hin so agiert, als würde er Emotionen empfinden. Ob die Sternenflotte wirklich einen emotionslosen Androiden zum Captain der Enterprise E macht? Ich finde das unwahrscheinlich. Jedenfalls beschlich mich das Gefühl, daß man hier unbedingt den Charakter von Data in den Comic bringen wollte, schließlich ist er einer der beliebtesten Charaktere aus NextGen. 

- Dass Jean-Luc Picard  als Föderationsbotschafter ausgerechnet auf Vulkan, lebt, fand ich auch seltsam. Ok, Picard ist in seiner Zeit als Captain auch Diplomat gewesen. Dennoch erscheint mir - ich bin zugegebenermaßen ein militärischer Laie - angesichts Picards bisheriger Karriere eine Beförderung zum Admiral viel wahrscheinlicher. Was in aller Welt würde Picard als Botschafter auf Vulkan wollen, welche Herausforderungen gibt es dort für ihn? Näher würde dann sogar noch Picards Ausscheiden aus der Sternenflotte und seine Beschäftigung mit Archäologie liegen. Man denke nur an die Folge "Das fehlende Fragment" aus NextGen. Dort gibt Picard zu, daß er beinahe Archäologe geworden und nicht der Sternenflotte beigetreten wäre. Außerdem kommt sein archäologisches Interesse in der Serie immer wieder zur Sprache. 

Ich weiß nicht ... Die im Comic geschilderten Karrieren von Picard, Data und La Forge liegen zwar alle im Bereich des Möglichen. Mir fehlt aber eine nachvollziehbare Darstellung der Entwicklung dieser Charaktere seit dem Film "Nemesis". So habe ich den Eindruck, die Autoren wollten unbedingt beliebte TNG-Charaktere in den Comic bringen, auch auch auf diesem Weg die Fans von NextGen für den Film zu "ködern". Ich denke, die Comic-Story (die Frage zum schwarzen Loch mal hinweggedacht) hätte auch funktioniert ohne den Föderationsbotschafter Picard auf Vulkan und mit einem anderen patroullierenden Sternenflotteschiff als der Enterprise sowie einem vulkanischen Piloten eines vulkanischen hochentwickelten Forschungsschiffes. Auch für die Entscheidung des Hohen Rates auf Vulkan waren Botschafter Picard, Captain Data und Comm. LaForge nicht notwendig. 

Irritiert hat mich ein kleinerer Kontinuitätsfehler. Allerdings weiß ich nicht, ob dieser Fehler auf die Autoren, den Lektor oder den Übersetzer zurückzuführen ist.  Ich fand es jedenfalls merkwürdig, daß Spock auf Vulkan seinen Gegenüber als Prätor betitelt und sich danach zu seinem (Spocks) Ruf im Senat bezieht. Später richtet Spock sein Begehren an den vulkanischen Hohen Rat, der als Vulkans Regierung im Star-Trek-Universum auch bekannt ist.

Zeichnerisch wird die Story von dem italienischen Künster David Messina umgesetzt. Für mich ist Messina ein Unbekannter, aber eine Recherche hat ergeben, daß "Countdown" bereits Messinas dritte Arbeit im Star-Trek-Universum ist. Vorher hat er die Comics "Die Sprache des Blutes" zur Classic-Serie und "Spiegelbilder" zur Next-Generation-Serie illustriert. Nun, so viele Comics habe ich bislang auch nicht gelesen bzw. betrachtet. Ich bekenne hiermit freimütig meine Laienstellung ;)
In "Countdown" legt Messina das Setting überwiegend im Halbdunkel bis Dunkel an. Da die Story tragisch und düster ist und sich im Weltraum, auf Raumschiffen und in Gebäuden abspielt, finde ich das auch ok. Mir hat die Umsetzung der Gefechte gefallen, die dynamisch wirkten. Neben der Darstellung der Supernova sind im übrigen nur wenige Szenen wirklich in Licht gebettet oder insgesamt heller gestaltet. Anzuführen sind hier zum Beispiel Neros strahlende Erinnerung an seine Frau, Spock in einem Lichtstrahl vor dem romulanischen Senat stehend, Ankunft und Abflug der „Qualle“. Hätte sich der Zeichner mit der lichten Gestaltung nur auf diese Szenen beschränkt, wären Lebenskraft (Neros schwangere Frau) und Hoffnung (personifiziert: Spock, versachlicht: Qualle) sehr schön zeichnerisch betont worden.

Zu den Charakteren ist anzumerken, daß mir Spocks Gestaltung überhaupt nicht gefallen hat. Die gezeichnete Person wirkt häufig nur wie irgendein grauhaariger Vulkanier. Ähnlich habe ich bei Jean-Luc Picard empfunden. Natürlich erkennt man Picard schon wegen des Kopfes. Aber das Individuelle, das Persönliche, fehlte mir bei Picard und ganz besonders bei Spock. Es ist mir auch ein Rätsel, weshalb das so ist. Messina ist ganz offensichtlich in der Lage, das "Eigene" eines Charakters einzufangen. Man muß sich nur die Porträtzeichnungen von  Data, La Forge, Worf und insbesondere Nero ansehen. Hier hat David Messina nicht nur wunderbar in den Nahaufnahmen das Persönliche in den Gesichtszügen eingefangen, sondern auch typische Blick- und Kopfhaltungen transportiert.

Der guten Ordnung halber sei noch erwähnt, dass die dargestellten Romulaner nicht die aus NextGen und "Nemesis" eingeführten verstärkten Stirnknochen aufweisen. Ein Fehler Messinas ist das aber nicht, denn er hat sich an die entsprechende Darstellung im elften Star-Trek-Film gehalten. Und dort haben Nero und seine Crew - abgesehen von den Tatoos - das ursprüngliche Romulaneroutfit aus der Classic-Serie. Nur mal so am Rande: Ich fand dieses Classic-Outfit auch fiel besser. Das war eine MakeUp-Neuerung bei NextGen, der ich nicht wirklich etwas abgewinnen konnte ;) 

Man kann übrigens auch an der Heftgestaltung erkennen, daß ein Übergang von NextGen zum elften Star-Trek-Film deutlich werden sollte. Jedes Kapitel wird begonnen mit einer Extraseite. Avers findet sich ein zeichnerisches Porträt eines Comicbuchcharakters, Revers ein fotografisches entsprechend koloriertes Porträt einer Filmfigur. Da nur vier Kapitel vorhanden sind und nicht alle Comic-Charaktere im Film auftauchen, wurde ein Kompromiss getroffen: Kapitel 1 ist jeweils Nero vorangestellt, Kapitel zwei Data/Uhura, Kapitel 3 Picard/Kirk und Capital 4 natürlich jeweils Spock. Abgerundet wird der Comic durch zwei Doppelseiten mit Charakterskizzen David Messinas zu Data, zwei Enterprise-Crewmitgliedern, Nero und Spock.

Ach ja, und Messina integrierte das Produzentenlogo "bad robot" des elften Star-Trek-Films in eine Szene, was ich äußerst witzig fand (obwohl ich auch an Battlestar Galactica denken mußte *g*). 

Hm ..Ich habe bei der Recherche zu Messina noch herausgefunden, dass cross-cult zwei weitere Comicbücher veröffentlicht hat bzw. veröffentlichen wird, in denen es um Nero und Spock geht:  Zum einen „Star Trek: Nero“, der die 25 Jahre zwischen Erscheinen von Neros Schiff im Jahre 2233 bis zum Angriff auf Vulkan erforscht“ und zum anderen „Star Trek: Spock“, in welchem es um Spocks Zeit auf Romulus geht und der als Nachfolgeband von „Countdown“ bezeichnet wird.

Wie schon gesagt, der Plot von "Countdown" überzeugt mich nicht vollständig und gerade bei einem Hauptcharakter des Comic (Spock) fand ich zudem die zeichnerische Gestaltung überhauptnicht gelungen. Dennoch, der Comic schließt in Bezug auf die Hauptcharaktere Nero und Spock einige Lücken des elften Star-Trek-Films und aus diesem Grund bereue ich auch nicht die Anschaffung des Comic ;)

"Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu" von Hideo Okuda



Über dieses Buch bin ich gestolpert, weil ich aktuell bei Buchneuerscheinungen eine Ankündigung für "weitere Fälle" gefunden hatte. Und da dachte ich, ich fange am Anfang an, zumal ich es auch als preisreduziertes Mängelexemplar bekam.

Worum geht es? 
Zum Beispiel der Bandenboss, der an einer Phobie vor spitzen Gegenständen leidet oder der Baseballspieler, der die Kontrolle über den Ball verloren hat, landen in der Praxis des Psychiaters Dr. Irabu. Und sind sofort irritiert. Ist Dr. Irabu wirklich ein Psychiater oder ein Patient? Sein Auftreten und seine Methoden sind sehr merkwürdig ...

Nachlese
In diesem Taschenbuch berichtet Hideo Okuda in fünf Geschichten von den Methoden seines Dr. Irabu. "Das Trapez" handelt von einem Artisten, welcher der Meinung ist, sein Fänger lasse ihn absichtlich abstürzen. In "Der Igel" geht es um den eingangs erwähnten Bandenboss, der nicht einmal mehr den Anblick einer spitzen Eckkante erträgt. Ein Kollege sucht Dr. Irabu in "Die Perücke" auf, weil er inzwischen nicht mehr seine Bewegungen kontrollieren kann: Sieht der seinen Schwiegervater mit Perücke, will er sich auf ihn "stürzen" und ihm diese herunterreißen. In "Hot Corner" dagegen kann ein Profi-Baseballspieler den Ball nicht mehr werfen, während in "Die Schriftstellerin" eine Autorin mit Erbrechen und ständiger Recherche in ihrer eigenen Werken zu kämpfen hat.

Okuda schildert aus Drittperspektive die aktuelle Situation der zukünftigen Patienten. Diese stehen natürlich im Mittelpunkt der Kurzgeschichte, so daß ihre eigene Sicht und ihre eigenen Überlegungen den Hauptbestandteil der Story bilden, insbesondere, sobald sie erstmals mit Dr. Irabu zusammengetroffen sind. Letzterer hat offensichtlich einen Spritzenfetisch (Vitamine für alle) und bespricht die Fälle weniger in seiner Praxis. Vielmehr besucht er z.B. den Trapezkünstler im Zirkus und versucht selbst, am freischwingenden Trapez zu turnen. Bei anderer Gelegenheit spielt er spitzbübische Streiche gemeinsam mit dem Patienten ... Ob dies nun sooo ungewöhnlich ist, wie der Autor es darstellt, kann ich nicht beurteilen. Ich habe keine Kenntnisse darüber, wie es in neurologischen Praxen zugeht und Therapien umgesetzt werden. Bei Phobien ist es z.B. wohl nicht so seltsam, daß man mit ihnen konfrontiert wird.

Dennoch, die Geschichten waren kurzweilig und unterhaltsam, ab und an schmunzelte ich sogar. Überbordende Komik habe ich allerdings nicht gefunden ... Nun, Humor ist aber auch sehr persönlich. Dafür schafft es der Autor aber, den zukünftigen Patienten trotz Kurzgeschichtenform Präsenz zu verleihen, während Dr. Irabu seine Konturen über die Wahrnehmung durch die Patienten erhält. Das fand ich schon gelungen.

Im Ergebnis kann ich auf einen KAUF der "weiteren Fälle" verzichten; in der Form einer Leihgabe würde ich sie allerding mit Neugierde lesen :)

Freitagsfüller by Barbara #69

Freitag ... Das Wochenende hat schon einen Fuß in der Tür :) Zeit für den


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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara, ein klick auf die untere Grafik könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :

Donnerstag, 22. Juli 2010

Frau Kunterbunts Challenge: Zeigt mir Eure Tassen #7

Diese Woche gibt es im Rahmen von Frau Kunterbunts Challenge"Zeigt mir Eure Tassen" mal wieder einen Becher, der mir geschenkt wurde:


Der Becher war mit einer Tüte Tee und Kandiszucker-Sticks gefüllt und ich bekam ihn von meiner Freundin E. Abgesehen davon, daß ich an E. beim Teetrinken (nicht Kaffee *g*) denke, erinnert mich dieser Becher auch meine Schwester. Von ihr habe ich damals ein Kaffeeservice in ähnlichem Design geerbt ...

Star Trek 1 - 10 DVD-Box Remastered - Specials

Die Hülle "Special Featurs" in der Box enthält zwei DVDs. Zum einen "Star Trek Evolutions" und zum anderen "Star Trek - Höhepunkte"

Mal schauen was sich auf "Star Trek Evolutions" befindet


- Enterprise Evolution:
fiktive Geschichte der Enterprises von Archer bis Picardim Star-Trek Universum, auch hinsichtlich Design und Reparaturen im Trockendock, unterstützt von Computergrafiken und Filmausschnitten. Im Grunde eine zusammenfassende Darstellung der Schiffsentwicklung.

- Star-Trek-Feinde:
Einspielungen von Nicholas Meyer, Alex Kurtzman und Roberto Orci. Was macht einen "gut funktionierenden" Bösewicht aus. Meyer erklärt dabei, daß es nicht so wichtig ist, aus welchem Motiv heraus das geschieht, es müsse einer leben, einer sterben?! Daß das nicht funktioniert, sieht man an "Nemesis", wie ich in meinem dortigen Post erwähnte, fand ich im Grunde kein nachvollziehbares Motiv für Shinzons Handlungen gegenüber Picard. Shinzon war für mich auch kein "guter" Bösewicht, auf diese Beschreibung paßte dann ja noch eher der Vizekönig. Letzterer hat zumindest aus seinem Ehr- und Pflichtgefühl, vielleicht sogar aus Zuneigung, gegenüber Shinzon gehandelt. Kurtzmann und Orci stimme ich zu: "Gute" Bösewichte sind tragische Helden" und "Je persönlicher die Motive des Bösewichts sind, desto besser". Danach werden die Bösewichte ab Star Trek II kurz umrissen.

- Liebe zu Star-Trek-Filmen:
Nicht die Schauspieler, sondern die Autoren bzw. Produzenten kommen zu Wort und erzählen von ihren Lieblingsmomenten in den Filmen Robert Hewitt Wolfe (DS9), Bryan Fuller (Voy), Roberto Orci (Star Trek Film Nr. 11) Mike Sussmann (Enterprise), Alex Kurzmann (Star Trek Film Nr. 11), Garfield Judith Reeves-Stevens, Terry J. Erdmann

- Abschied von Star Trek - the Experience
Las Vegas von 1998 bis 2008. Der letzte Arbeitstag, die Künstler, die in der Show arbeiten, kommen zu Wort, aber auch Verantwortliche und Gäste, außerdem Impressionen von der Verabschiedung

- Klingonen-Begegnung und Invasion der Borg 4D
ein Blick in die Enterprise-Experience-Action

- Entwurf der letzten Grenze
eine Karte , unterlegt mit Einspielern, die weitere Informationen liefert (Planeten, Gesellschaft)

Ok, die DVD war ganz nett, besonders in Bezug zur Star-Trek-Experience. Der Rest ... ist liebevoll gemacht und aufbereitet, aber ich hätte es nicht gebraucht ;)

Und dann gibt es ja noch die zweite DVD: "Star Trek - Höhepunkte" (auf dem Cover steht: The Captains' Summit"


Es handelt sich um eine knapp 70 minütige Gesprächsrunde mit William Shatner, Leonard Nimoy, Patrick Stewart (mit Schnauzer!und zebraartig-geringelten Socken!) und Jonathan Frakes, Gastgeber ist Whoopi Goldberg!

Die Runde war sehr entspannt, selbstironisch, gut aufgelegt. Unter anderem ging es um die "Beziehung" Schauspieler/Fan generell incl. Conventions, Erlebnisse von Shatner und Nimoy bei der Nasa, wie Stewart und Frakes zu Star Trek kamen (beideurde danach sehr lustig :) hatten selbst keinen Bezug zur Classic-Serie, Stewarts Kinder aber wohl schon). Das Gespräch drehte sich auch darum, wie Star Trek sich auf das Genre Science Fiction auswirkte. Star Trek Classic als Wegbereiter für die Star-Wars-Filme im genremäßigen Sinne und Nimoy spricht es an, Dank an Georg Lucas, der mit den populären Star-Wars-Filmen den Weg für das Wiederaufleben des Franchise (ursprünglich Phase II, dann Star-Trek-Filme und TNG, DS9, VOY und Enterprise) ebnete. In der Runde geht es auch um, daß William Shatner zu diesem Zeitpunkt der Runde laut eigenem Bekunden noch keine TNG-Folge gesehen hat. Witzigerweise wurde auch über die Kleidung gesprochen ... Elastan, die laut P. Stewart alle eine Nummer zu klein designt waren, damit sie faltenlos anlagen. Später gab es ja die Zweiteiler. Im nächsten Teil geht es um das Führen der Regie und welche Verantwortung und Mehrbelastung es für den Schauspieler und Regisseur darstellt und was Star Trek für sie bedeutet.

DAS war eine wirklich interessante und unterhaltsame Aufzeichnung :) Und in dieser Art hätte ich gern noch sehr viel mehr gesehen ...

Ein Award - DANKE :)

Edit 03.08.2010: 
Das liebe Mondenkind hat mir diesen Award auch verliehen. Danke schön!

Letzte Woche gab es chefurlaubsbedingt viel Arbeit im Büro und am Wochenende hatte ich auch ... zu tun :) und so war ich etwas langsamer in der Blogosphäre unterwegs. Daher kommt dieser Post auch erst heute. Von Evi und Seychella habe ich nämlich  schon vor einigen Tagen den "One little Sparkling Blog" Award bekommen:


Dankeschön Ihr Lieben!

Zusammen mit dem Award erhält man auch eine zu beantwortende Frage: Was magst du am liebsten an deinem Blog?

Ich mag es, daß ich in diesem Blog über Dinge, die mich bewegen, die ich interessant, schön oder auch furchtbar finde, über Fragen, die ich habe, schreiben kann. Das könnte man auch in einem Tagebuch daheim (das es gibt) ... aber hier besteht die Möglichkeit des Feedbacks. Und das ist es auch, was ich "am liebsten" an meinem Blog mag: Mein Blog ist keine "Einbahnstraße". Es gibt unerwartet viele Menschen in der Onlinewelt, die sich für meine Bloginhalte interessieren (ob nur lesend oder auch kommentierend) und es findet auf diesem Blog oder auf anderen Seiten ein Austausch statt... denn natürlich entdecke ich über meine Leser und deren Blogroll auch neue interessante Seiten im Netz ... Das ist einfach spannend!

10 weitere Blogs sind eigentlich zu benennen ... Hm... Die Auswahl ist durchaus schwierig, aber ich habe mir jetzt 8 Blogger/innen aus meinem Feedreader herausgesucht, denen ich den Award verleihen möchte. Er geht an

- Sayuri. Danke z.B. für Deine Geschichten, Deine Kochabende, Themenpartys und Berichte!
- Siobhan. Danke u.a. für Deine wunderbaren Fotografien und Urlaubserzählungen!
- Winterkatze. Danke z.B. für Deine ungemein leselust-fördernden Buchbesprechungen und die humorvollen Haus- und Katzenberichte!
- Taytom. Danke u.a.für Deine Berichte über Schnecken, Deine Faszination ist spürbar (dennoch werde ich mir keine halten *schmunzelt*) und ebenfalls die coole Fotos von Howie, Tomlyn, Monchi  :) etc.!
- Pashieno. Danke beispielsweise für Deine tollen Zootouren-Bilder und die interessanten Berichte über eigene Projekte (Zaunbau) und Freds Projekte (Prison-Break)
- Sylvia. Danke für die faszinierenden Einblicke in Dein Leben mit der gesamten Rasselbande und Deinen Einsatz für Tiere (Tigerin, Stierkampf etc.)!
- Valentiner. Danke für Deine Fotorätsel, Projekte - ab und an Fotos aus meiner alten Heimat :) - und auch die Verdichtungen!
- Frau Katz für ihren Katzmietz- und ihren Verkatzungs-Blog.Danke für die witzigen Einblicke und Deine urkomischen Verkatzungen!

Den neunten Award stifte ich als Dankeschön allen Lesern/innen dieses Blogs

Den zehnten Award widme ich allen Blogger/innen, die mit Liebe und Leidenschaft ihre Blogs und Webseiten betreiben!

Eure Natira 

Drei am Donnerstag by Kirstin #28

Es ist wieder Zeit für die Donnerstags-Steinchen ... Und ein Klick auf die Grafik bringt Euch zu Kirstin

 3 am Donnerstag


1 . Feuer, Wasser, Luft und Erde. Mit welchem der vier Grundelemente
kannst du dich am ehesten identifizieren?
Ich bin ein Fischkopp und daher dem Wasser sehr zugetan :)
Ich habe gerade mal etwas gegoogelt in Richtung esoterische Psychologie der vier Elemente. 
Hm... Nach diesen (klick) Ausführungen würde ich sagen, in mir wirken Wasser und Erde :)

2. Welchen Promi würdest du gerne mal kennen lernen?
 Auf einen mag ich mich gar nicht beschränken :)
Ich nenne mal eine Auswahl *lach*
Emma Thompson, Kenneth Branagh, Alan Rickman, 
Leonard Nimoy, Patrick Stewart, Brent Spiner
Stephen King ...
Und ich würde bei allen vor Schüchternheit kein einziges Wort herausbekommen ...
3. Welche Farbe verbindest du mit Sommer?
Gelb wie die Sonne, Grün wie Maisfelder, 
Rot- und Rosa- bis Violett-Töne wie Blüten 
Grünblau-Mix, manchmal mit einem Stich ins Grau für Badeseen und Meer

Star Trek 1 - 10 DVD-Box Remastered - X - "Nemesis"

An dem heutigen heißen und schwülwarmen Mittwoch-Nachmittag habe ich mir Star Trek "Nemesis" angeschaut, den zehnten der Star-Trek-Filme. Die Box habe ich FILM-mäßig damit geschaut, aber es wird noch einen weiteren Post für die Specials geben :)

Aber hier geht es um den Film. Wie hier (klick) erwähnt, handelt es sich bei den Filmen dieser Box um die Kino-Versionen. Zum kompletten Inhalt und der Besetzung verweise ich auch heute wieder auf die deutsche Wikipedia (klick).
Also los:

Der Film beginnt mit den Star-Trek-typischen Fanfaren, die jedoch parallel zur rasanten Kamerafahrt an Remus vorbei nach Romulus in den dortigen Senat in einen härteren Sound, militaristisch, übergeht. Erneut gibt es keinen Vorspann, der nur die Schauspieler und einige Verantwortliche nennt, sondern es geht nach der Titelsequenz direkt mit dem Film los.

Ich finde es schon seltsam, daß niemand die den Senat verlassene Senatorin Tal'Aura an ihr kleines rotes elektrisches Teil erinnert. Es ist so auffallend und liegt so offen auf dem Tisch vor den Senatore, wo im übriens kaum etwas, jedenfalls nichts farbiges liegt. Man könnte man doch auf die Idee kommen und fragen: "Senatorin, haben Sie nicht etwas vergessen?" oder "Senatorin, was ist das?" *grübelt* Davon abgesehen ist die Gestaltung der sich entfaltenden Partikel - ähnlich einer Doppelhelix - wirklich wunderschön gelungen.

Ich meine, daß ich im Kino Wil Wheaton als Wesley Crusher nicht beim Bankett wahrgenommen habe, auf der DVD - es mag an der Bildschirmauflösung liegen - ist er jetzt zu sehen. Und zwar in einer Starfleet-Galauniform. Ich habe weniger ein Problem damit, daß er überhaupt da ist ... Er mag mit seiner Mutter Kontakt halten und von der Hochzeit erfahren haben. Daß er aber die Sternenflottenuniform trägt, finde ich schon seltsam. Denn zu dieser gehört er nun wirklich nicht mehr.

Das ist cool, daß B-4 bereits so aussieht, wie Date, als er ihn findet. Ein Kind, ein Prototyp, den Dr. Soong bereits so geschaffen hat, wie Data "heute" ausschaut. Das hätte bestimmt lustig ausgesehen, wenn Data während der Serie B-4 statt Lore gefunden hätte (ich weiß, ich weiß ...aber laßt mir mein Herumgezupfe an der Story. Wirklich, ich liebe die Figur des Data).

Schade, daß sich die Autoren nicht dazu durchgerungen haben, Geordi seine natürlichen Augen zu lassen. Die Strahlung im Briar-Patch ("Insurrection") hatte ja bekanntlich regenerative Wirkung auf seine Sehnerven. Dummerweise sind sie nach vollständiger Regeneration (er konnte ja einen Sonnenaufgang genießen) wieder vollständig degeneriert, denn in diesem Film hat er wieder Implantate.

Soso, Erkundungsfahrzeuge sind offen und brauchen auch keinerlei Schutzschilde, weder wegen möglicher atmosphärischer Gegebenheiten auf dem Planeten, noch wegen möglicher Angriffe.

Die Remaner sind schon cool. Das MakeUp erinnert an Vampire, Nosferatu ("Nemesis" erschien bekanntlich 2002). Und Ron Perlmann als Vizekönig Shinzons mit so wenig Text und soviel MakeUp ist erstaunlich präsent. In dem zeitnahen Vergleich mit der Wirkung des von F.Murray Abraham in dem Film "Insurrection" gespielten Charakters Ru'afo hinterläßt Perlman auf mich einen stärker andauernden Eindruck.

Die Remanerwache bei Picard ist erfreulicherweise ziemlich dumm ... Sie glaubt tatsächlich, daß ein debiler Android von Shinzon beauftragt wurde, Captain Picard zu holen! Dafür ist Captain Picard ein Sprachgenie, der die komplexe remanische Sprach aus "Piktogrammen mit Verbwurzelstrukturen" durch bloßes Ansehen und einer Erklärung Datas (Antrieb) so gut lernt, daß er den Skorpion-Antriebsgleiter perfekt fliegen kann. Ob sich die Sternenflotte wohl darüber freut, solch einen hoch entwickelten romulanischen Antriebsgleiter studieren zu können? Vielleicht kann man sogar etwas über die Tarnung der Scimitar erfahren ...Irgendwie kam das aber im Film nicht mehr zur Sprache ;)

Hm... Admiral Janeway und Defense-Modus "Kirk-Epsilon" :)

Oh und ich mag das neue Design der romulanischen Warbirds mit diesen ausgeprägten Strukturen (obwohl ich das alte aus der TNGS-Serie weiterhin fantastisch finde). Die Warbirds gleiten dadurch wirklich wie Vögel durch den Weltraum ...

uuiii Deanna benutzt Worfs Hand wie auf einem Quija-Brett (Sternenkarte), um Shinzons Schiff zu finden, spooky

Irgendwie sollte Shinzon seine Taktik auch noch mal überdenken: Er feuert direkt auf die Brücke, dadurch wird sie dem Weltall ausgesetzt und ein paar Mitglieder der Brückencrew werden ins All hinausgeschleudert. Wie leicht hätte Captain Picard darunter sein können, den Shinzon zumindest zu diesem Zeitpunkt doch noch unbedingt lebend haben möchte.

Die Szene, in der die Enterprise die Scimitar rammt und auch danach, wenn sich die Scimitar von der Enterprise löst, finde ich genial. Wunderbar umgesetzt, ich knirschte fast mit den Zähnen mit ;)

Hm.. Riker gibt den Vizemann Shinzons nicht die Chance, die Kirk Kruge in Star Trek III gegeben hat (den Arm), Riker entledigt sich seines Angreifers gleich. Was sagt das über die beiden Charaktere nun aus...

Und hier gibt es erneut ein angeblich emotionsloses bzw. emotionsarmes Crewmitglied, welches die Aufgabe unter Einsatz seines Lebens vollendet und eine Enterprise vor der Zerstörung bewahrt...

Specials
 
(Denkt noch jemand, das auf dem Foto die Voyager abgebildet ist?)

Der Kommentar wird von Michael und Denise Okuda geliefert. Die beiden sprechen u.a. über das Produktionsdesign von Herman Zimmerman. Ich mußte erst auf die Skulptur des romulanischen Warbirds im Senat aufmerksam gemacht werden, der die Zwillingsplaneten Romulus und Remus in seinen Krallen hat. Cool, die Empfangszene der Hochzeit wurde auf der Bühne gedreht, auf der in den 60ern die meisten Planetenszenen der Originalserie gedreht wurden. Der "neue" Captain Riker startet also im übertragenen Sinne auch von dieser Bühne *g*

Die Okudas führen auch die Geschichte der Remaner an sowie die Arbeit der Maskenbildner, insbesondere Michael Westmores. Es geht weiter um digitale Effekte, Modell-Arbeiten, Set und Musik. Ich fand den Kommentar recht informativ.

Bei den Specials fand sich auch der vierte und letzte Teil des Interviews mit Brent Spiner, der bei diesem Film auch an der Story beteiligt war. In einem weiteren Clip kommen die "Rikers" zu Wort, also Marina Sirtis und Jonathan Frakes, die sich u.a. über den Dreh äußern und darüber philosophieren, wie eine TV-Show "The Rikers" wohl aussehen könnte ;)

Interessant war der "Trek-Stammtisch" mit Larry Nemecek (Star-Trek-Writer), Anthony Pascale (Betreiber von "trekmovie.com"), Charlene Anderson (Associate Director "The Planetary Society") und Jeff Bond (Herausgeber bei "Geek Monthly"), weil Charlene Anderson etwas ansprach, was mir gar nicht auffiel: Die Parallelen zwischen Picard/Shinzon und Artus/Mordred.Obwohl Shinzon nicht der Sohn Picards ist, ist er ihm nahe genug für den Vergleich. Shinzon wie Mordred wollen ihre "Väter" töten, um aus ihrem Schatten zu treten, beide werden durch die Hand ihrer Väter tödlich verletzt, beide versuchen selbst dann noch, ihre Väter zu töten: Artus wird selbst tödlich verletzt und "schläft" auf Avalon. Picard steht so starr und geschockt mit Shinzons Händen an seiner Kehle, daß er nur durch Datas Eingriff gerettet wird ...Der Stammtisch war wirklich erhellend dieses Mal.

Der Film war ... ja, was war er eigentlich? Er war der letzte Film der Next-Generation-Crew und diese hätte einen besseren Abschied von der Leinwand verdient. Es wurde Unterdrückung und Rassismus (Remaner/Romulaner), persönliche Entfaltung (Shinzon, B-4) , Identität und zur Familie (Riker & Troi, Data & B-4, Picard & Shinzon, die Crew der Enterprise an sich) angerissen, die Themen wurden aber nicht weiter vertieft mit Ausnahme von Shinzon und Picard. Riker & Troi bekamen noch eine eheliche Nachtszene, Data und B-4 konnten ihre "Verbindung" und B-4's Herkunft nicht erforschen, die politischen Fragen Remaner/Romulaner wurden nicht weiter erörtert. Letztlich konzentrierte sich der Film darauf, daß Shinzon Picard vernichten will. Und warum? Weil Shinzons Leben angeblich nur dann eine Bedeutung, einen Wert erhalte, wenn Picard tot ist?! Wie das? Hat Shinzon nichts erreicht, ist er nicht der neue Prätor der Romulaner und Remaner? Der von Shinzon gelieferte "Grund", gegen Picard vorzugehen und ihn zu töten, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar im Sinne von nicht vorhanden. Er hat - zumindest wurde es mir nicht im Film nicht vermittelt - keinen persönlichen Grund, gegen Picard _tödlich_ vorzugehen, Bluttransfusionen kann er sichlicher erhalten, ohne daß Picard dabei stirbt. Es gibt auch keinen Grund für einen gegen Picard gerichteten Zorn, gegen die Romulaner allerdings schon. Als lebender agierender Bösewicht (er ist schließlich keine von außen kommende mechanische Bedrohung wie V'ger) sollte er doch ein greifbares Motiv haben: Khan in Star-Trek II wollte sich rächen, die Borg wollten assimilieren und die Borgqueen sucht ein Pendant, die Son'a sich rächen und wieder verjüngen ... aber Shinzon? Warum Picard töten, warum die Föderation in einen Krieg verwickeln, was würde dies "für die Remaner und ihn" bringen?

Der Film läßt mich eher hilflos zurück. er hat Action, er hat auch Humor, angemessenes special-effects, Kostüme und MakeUp. Und trotzdem sprang der Funke kaum über. Ich kann mit nich so guten Effekten/MakeUp etc. leben, wenn die Story und der Humor stimmt. Das war leider nicht der Fall. "Nemesis" entfaltete für mich nicht die Magie der Filme II, IV, VI, VIII (und XI). Schade....

Mittwoch, 21. Juli 2010

Stöckchen Katzen

Bei Sylvia haben sich meine Füße in einem Stöckchen verfangen ...

1) Wann hast du dein Diplom im Dosen- und Türöffnen gemacht?
Wenn ich es genau nehme, ca. Mitte 2004. Damals hatte ich für eine Woche den noch jungen Kater Charly meiner Freundin E. zu mir genommen. Letzterer war damals noch kein Freigänger ;) Und im Januar 2005 ist dann Merlin bei mir eingezogen :)

2) Was schätzt du, wie oft du am Tag aufstehst, nur um einer mauzenden Katze die Tür zu öffnen? Außer im Winter sind die Türen - mit Ausnahme der Wohnungstür - in meiner Wohnung regelmäßig alle auf, zum Balkon geht es durch die Katzenklappe. Im Winter ist u.a. die Katzenklappe nicht zugänglich, wenn die MuMs dann hinauswollen, mache ich die Tür auf und alsbald wieder zu. Natürlich ist es ab und an erforderlich, die Türen auch sonst zu schließen, z.B. bei Besuch oder, wenn ich Merlin in Ruhe etwas Leckeres zu essen geben will. Marlowe, der eine entsprechende Portion bekommt, ist nämlich immer viel früher fertig und stürzt sich dann auf Merlins Portion ;) 

3) Was war das Peinlichste, was du jemals deiner Katze zuliebe getan hast?
Peinlich ... hm... Ich wurde und werde manchmal etwas irritiert angeschaut, wenn ich mich von meinen Katzen verabschiede ("Bis später, seid lieb und kratzt Euch nicht die Augen aus. Falls Ihr spucken müßt ... bitte die Fliesen nehmen!) etc., aber peinlich ist mir das nicht ;) 

4) Wie viel Zeit verwendest du darauf, im Supermarkt Katzenfutter zu kaufen?
Wenig. Wenn ich Futter mal im Supermarkt kaufe (Wis*asBioFeuchtfutter oder Thunfisch (keine Katzenfuttermarke), weil ich mich bei meinen MuMs wieder "einschleimen" will, weiß ich ja, was ich will. Ansonsten gehe ich eher in den kleinen örtlichen Fachhändler, bestellte online oder im F*napf. Da kann es schon mal etwas länger dauern, wenn ich testmäßig mal etwas anderes mitnehmen möchte und die Zutaten studiere ;) 

5) Wie viel Mühe machst du dir mit dem Futter? Kochst du auch mal selbst für die Katze?
Ich habe nur für meine Katzen nicht wirklich extra gekocht oder so. Es gibt zwar ab und an mal Fisch oder Huhn - teilweise roh, teilweise gekocht -, aber eher selten. Das mag sich aber auch mal ändern ...

6) Bringst du Abwechslung in die Marken und Sorten?
Früher habe ich häufiger gewechselt, Inzwischen habe Ich eine TroFu-Sorte, die das "Standardfutter" bildet. Ab und an gibt es mal testweise andere Sorten, meistens in kleineren Packungen bis 2 kg. Die Abwechslung finden die MuMs regelmäßig auch ganz gut. Die "Extra-Sorten" nehme ich auch gern für das Fummelbrett oder für kleine Jagdspielchen als Belohnung. Beim Naßfutter bleibe ich bei den Anbietern, wechsel aber in den Sorten ;). Neben dem oben erwähnten "Anbiederungsfutter" wird von den MuMs z.B. gern Almo Nature und CosmaThai genommen ...

7) Schläft deine Katze im Bett? Wenn ja: Wieviel Platz bleibt für dich? Darfst du dich bewegen?
Ja, die MuMs liegen regelmäßig neben mir :) Vielleicht sind sie nicht die ganze Nacht auf der Bettdecke ... Sie haben mich aber lange genug "belagert", um sicherzustellen, daß ich mich im Bett vorsichtiger bewege, solange ich noch wach bin ;) Wenn ich schlafe, schlafe ich... da müssen die MuMs dann halt durch oder wechseln :D 

8) Was war das Schlimmste/Ekligste, was dir deine Katze je angeschleppt hat (platzend vor Stolz)?
Merlin brachte mir mal eine Maus an, die noch lebte ... Es war furchtbar. Meine Katzen sind keine Freigänger, aber Merlin hat ein kleines Extrarevier, welches er nicht mit Marlowe teilen muß: Hausflur und Keller. Und da hatte er wohl offenbar mal "Glück" gehabt und brachte die Maus mit nach oben, ohne daß ich es gemerkt hatte. Das schlimmste daran war, daß ich mich nicht in der Lage sah, die arme Maus zu erlösen. Mit Tränen in den Augen habe ich hinter Merlin und der Maus die Balkontür zugemacht und das Rollo heruntergelassen ... 

9) Du bist verliebt. Unsterblich. In einen absolut wunderbaren Menschen. Er sagt: “Die Katze oder Ich!” Wer geht? 
Ich liebe meine MuMs, einfach weil sie so sind, wie sie sind :) Dazu kommt, daß zunächst Merlin, später Marlowe und Merlin mir über schwierige Zeiten hinweggeholfen habe, einfach weil sie da waren, weil sie ihr Köpfchen an mich schmiegten und mich vertrauensvoll anschauten und schnurrten. Die Katzen würden bleiben. Wer mich vor diese Wahl stellt, ohne überhaupt ein Zusammenleben mit mir und den Katzen zu versuchen oder eine  andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen (separate Katzenbereiche o.ä.), dem bin ich dann wohl doch nicht so wichtig, wie ich es mir wünschen würde.

10) Kaufst du deiner Katze Spielzeug? Wo und was?
Regelmäßig *lach* Gerade liebäugel habe ich z.B. den  Cat Activity Turn Around geordert ;)

11) Bemerkst du die Katzenhaare auf deinen Klamotten noch? 
Natürlich ... Ich habe lange gesagt, ich bräuchte keinen elektrischen Wäschetrockner, aber tatsächlich gaben die überhand nehmenden Katzenhaare in Handtüchern, Klamotten und Bettwäsche den Ausschlag, mir jetzt einen anzuschaffen :)

Und wie Sylvia lasse ich es liegen als kleine Stolperfalle :) Falls Ihr es mitnehmt, hinterlaßt mir doch einen Kommentar ;)

Dienstag, 20. Juli 2010

Projekt 52-2010: Badespass

*seufz*
Also ich weiß nicht ... 
Ich weiß wirklich nicht ...

Heute war Wäsche angesagt. Als die Maschine bereits lief, entdeckte ich noch ein Handtuch in der Küche. Also bin ich noch einmal ins Bad, um das Handtuch nachzulegen. Und wer grinst mich aus der Waschmaschine vergnügt an? Ich habe natürlich ganz schnell die Waschmaschine angehalten und Poe herausgeholt. Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich zu hören bekam?

"Nein, lass mich! Du verdirbst mir ja den ganzen Badespass!"


Natürlich hatte er nicht daran gedacht, daß ja irgendwann auch der Schleuder- und Spülgang beginnt und es spätestens dann mit dem Atmen und Bewegen richtig schwierig geworden wäre. Er ist doch sonst so ein cleveres Kerlchen...

Projekt Farbe bekennen 2010 - Hell-Blau

Ich habe schon letzte Woche für das Projekt nach der Farbe "Hell-Blau" gesucht. "Zwischen Haus- und Bürotür" lautet ja mein Thema in den im Juli beginnenden Wochen und ich war nahe dran, einfach den strahlend hellblauen Himmel zu fotografieren.

Und dabei fahre ich doch immer durch die Autobahnunterführung ...


Es ist zwar kein besonders schönes oder originelles Graffiti, aber es enthält die Farbe Hell-Blau  :)

Montag, 19. Juli 2010

Juniors zu Besuch

Juniors ... früher waren damit mein Bruder mit seine Familie gemeint. Also mein Bruder war nicht etwa jünger als ich, er war 14 Jahre älter. Aber wenn ich bei meinen Eltern war und zu meinem Bruder fuhr, hieß es halt: Ich bin bei Juniors ;) Das alles ist inzwischen einige Jahre her ... Heute bedeutet "Juniors" mein Neffe bzw. meine Nichte mit jeweiliger Familie.

Und dieses Wochenende war meine Nichte mit ihrem 7jährigen Sohn, ihrer 1 1/2jährigen und ihrer knapp 5 Monate alten Tochter bei mir zu Besuch, ihr Lebensgefährte mußte arbeiten. Ich habe Juniors einfach mein Schlafzimmer überlassen und selbst im Wohnzimmer genächtigt. Das war am einfachsten, auch wegen der MuMs.

Für den Samstag war zwar schönes Wetter angekündigt, allerdings auch Schauer, möglicherweise Gewitter. Die Luft war auch etwas schwül, also haben wir uns gegen den See entschieden. Nach einem ausgiebigen Frühstück, Kinder fertig machen, Katzen versorgen etc. haben wir in aller Ruhe einen Ausflug zur Sommerrodelbahn gemacht. Hier wird übrigens kein Eintritt in den Park an sich verlangt, sondern es ist für bestimmte Aktionen ein Entgelt zu zahlen. Während ich auf Lynea im Kinderwagen aufpaßte, machte meine Nichte mit dem Großen und der Lütten erste einmal eine kleine Reise um die Welt. Da ich nicht mit war, kann ich nicht sagen, ob sich die 2,00 EUR/Person für die Fahrt von gefühlt 10 Minuten lohnten. Ich habe von außen einen kleinen Blick auf die eine Szene werfen können und diese sah schön gestaltet aus. Die Sommerrodelbahn - eine Fahrt kostete 0,50 EUR - war noch nicht in Betrieb, also sind wir durch den Märchenwald (Eintritt 3,80 EUR/Person) gewandert und haben uns verschiedene Märchenszenen angeschaut.


Die Szene-Aufbauten stammen aus unterschiedlichen Jahren, 60er, 80er, 90er Jahre. Sie sind sichtlich mit viel Liebe gestaltet worden und "per Knopfdruck" wird ein Teil des dargestellten Märchens erzählt. Wir sahen und hörten Szenen z.B. aus Rotkäppchen, Schneewittchen oder Der Wolf und die sieben Geißlein. Ja und Lynea schaute mich auf einmal aus ihrem Kinderwagen an und lächelte über ihr Gesicht. So etwas ;)!


Die Grotte mit der Szene "Die Vogelhochzeit" fand ich sehr schön gestaltet. Der Clip ist recht dunkel und da man die Lütte leider kaum sehen konnte, habe ich ihre Tanz-Bewegungen nicht aufgenommen.


Nach einem hübschen Wasserspiel kamen wir auf einen sehr schönen Spielplatz im Märchenwald. Es gab ein Kettenkarussel, Wippen, Schaukel, Sand, Klettergerüste aus Metall und Holz und eine Riesenrutsche ... und Regen. Wir sind also flott weiter und hatten Glück. Die nächste und letzte Station vor dem Ausgang war eine überdachte Oktoberfest-Szene, so daß wir den Regen dort in aller Ruhe abwarten konnten. Danach ging es mit den Kids zurück und ruck-zuck war die Sonne wieder draußen und der Spielplatz wurde von etlichen Kindern bevölkert. Der Große hatte seinen Spaß u.a. im Kettenkarussel, die Lütte lief mehrfach ihrem Bruder hinterher, buddelte später aber fröhlich im Sand.


Die Sommerrodelbahn wurde natürlich vom Großen ausprobiert und für gut befunden, mehrfach sogar *lach* Irgendwann waren wir aber alle erschlagen und sind nach gut 5 Stunden wieder Richtung Heimat gefahren. Es fiel "das böse P-Wort", was einen Einkauf von Fertigpizza-Teig incl. Tomatensauce bei einem recht bekannten Lebensmittel-Discounter nach sich zog :) Daheim wurden noch frische Paprika und Tomaten, Hirtenkäse und Mais sowie geraspelter Käse darauf verteilt, ab in den Backofen ... lecker!

Irgendwann waren dann auch die Kids in die Kojen und meine Nichte und ich haben einen schönen Restabend genossen, gequatscht, "Hot Fuzz" geschaut und uns spät zur Ruhe begeben, um dann am nächsten Morgen gegen 6.00 Uhr das erste Mal geweckt zu werden. Ich bin nicht aufgestanden *lach* . Da auch Juniors noch im Schlafzimmer blieben, habe ich mich einfach noch einmal umgedreht und bin erst gegen halb acht aus den Federn gekrochen. Gegen halb elf waren wir dann aber schon am örtlichen Badesee, hatten die Strandmuschel nahe am Wasser aufgebaut und schauten den Kindern - so sie nicht geschlafen haben *g* - zu. Der Große war mit Ball und anderen Kids im Wasser, die Lütte direkt am Wasser mit Sandspielzeug, beide glücklich. Später hat der Große auf dem dortigen Spielplatz und dann auch Fußball gespielt. Die Lütte bewies uns dann, daß sie eine kräftige Stimme hat. Sie war nämlich überhaupt nicht damit einverstanden, im Schatten bei uns im Sand zu buddeln und versuchte immer wieder in die (knallende) Sonne zurück zu kommen ... Und nachdem ich bislang so erfolgreich der Sonne aus dem Weg gegangen bin, habe ich mir gestern tatsächlich auch einen Sonnenbrand geholt, und zwar auf den Schienenbeinen, dem Nacken und den Armen. Ich saß zwar regelmäßig in der Strandmuschel, hatte aber ab und an Lynea bei mir bzw. die Lütte auf den Oberschenkeln, was meine Bewegungsfreiheit doch einschränkte ;) Und so ragten dann die Beine ab dem Knie käsig und herausfordernd aus dem Schatten in die Sonne.



Tja, und auch der Nacken und die Arme haben in der Zeit, die ich wegen der Kinder "draußen" war, gelitten. Was soll's, es wird auch wieder besser. Aber heute morgen habe ich drei T-Shirts wieder ausgezogen, weil sie "zu kratzig" auf der beanspruchten Haut waren. Im Büro war ich heute letztlich mit einer langärmligen schwarzen Baumwoll-Blusenjacke. Wie gut, daß es im Büro derzeit nicht so warm ist :)

Merlin hat sich übrigens die ganze Zeit sehen lassen und schlich regelmäßig in einigem Abstand, aber mit lang gestrecktem Hals um Lynea herum. Das war echt witzig. Die Lütte wollte ihn natürlich gern streicheln, aber wie das so ist: Sie läuft zwar sehr gut für eine 1 1/2-jährige, für eine Katze aber doch zu stürmisch und langsam ;) Dennoch konnte sie Merlin streicheln, als sie nämlich ruhig saß und ich mit Merlin kuschelte. Marlowe dagegen war nur zu sehen, wenn ich den Sichtschutz auf dem Balkon zur Seite nahm; Er war fast ausschließlich auf den Aussichtsbrettern. Ein- oder zweimal kam er in der Wohnung und schaute um die Ecke in die Küche, verschwand aber sofort, wenn der Große oder die Lütte eine Bewegung machten. Als die Kinder im Bett waren, leisteten beide Kater dann aber meiner Nichte und mir Gesellschaft ;) Und gestern abend kamen beide an und holten sich erst einmal die verdienten langen Streichel- und Kuscheleinheiten ab ...

Das Wochenende war schön, aber für mich doch recht ungewohnt und auch anstrengend. Kinder sind bestimmt ganz nett, irgendwie ... gut, daß ich sie wieder abgeben kann ;) Meine Nichte hat es mir Humor genommen, sie kennt mich *lach*  Im Normalfall nehme ich Kinder wahr, spreche mit ihnen, lächle sie an ... und widme mich den Eltern, Großeltern oder meinem eigenem Kram *grins* So gesehen klappte das Wochenende mit Natira & den MuMs - die Kinder nicht gewohnt sind - , der Mama, einem unbeweglichen Menschlein, einer neugierigen, beweglichen und offenbar tierlieben Lütten sowie einem intelligenten, jungenmäßig cool-frechen, sich auch schon selbst beschäftigenden und auch tierinteressierten Großen ganz gut! Wiederholung erscheint nicht völlig fernliegend ...