Montag, 31. Mai 2010

"Betheljugend - Mehrbett- oder Einzelzimmer?" von Thomas Wiefelhaus

Bei diesem Taschenbuch aus dem BoD-Verlag handelt es sich um eine Leihgabe von Sayuri, danke!


Worum geht es?

Der 14jährige Tomas ist Schüler der 8. Klasse. Seine Mutter hat mit verschiedenen Ärzten über ihn gesprochen, ihn aber nie vorgestellt und ihn nie unterrichtet. Und eines Tagen 1971 wird er abgeholt und in die Männerpsychiatrie nach Bethel verbracht. Er ist der jüngste Patient dort ... Als Minderjähriger hat er auch später in der Klinik gemeinsam mit seiner Mutter an keinem Arztgespräch teilnehmen dürfen. Nach Jahren versucht er, herauszufinden, warum er nach Bethel gebracht wurde.

Nachlese
Obwohl ich Mühe mit dem Sprachstil hatte - der Autor springt in den Zeiten, nutzt Präsens und Vergangenheit, erzählt hauptsächlich aus Drittperspektive - entwickelte die 131 Seiten umfassende Geschichte einen intensiven Sog, der mich weiterlesen ließ und mir eine Gänsehaut bescherte. Der autobiographische  Bericht des Autors ist erschütternd. Im Jahr 1971 ist es offenbar noch üblich, daß - nicht nur minderjährige - Patienten ohne Untersuchungen medikamentös bereits am ersten oder zweiten Tag behandelt werden. Der Patient wird zum Objekt. Ernsthafte Gespräch mit den Patienten finden nicht statt, offenbar gab es weder genügend Ärzte noch Psychologen vor Ort. Dabei versucht der Autor durchaus, die Dinge auch aus der anderen Perspektive zu sehen:   

"Der Junge begriff in diesem Moment, dass er für diese Männer (Pfleger, Anm. Natira) nicht viel mehr als nur ein komischer Vogel war. - Einer, der vollständig krankheits-uneinsichtig, die zu "seiner Gesundung notwendigen Mittel" nicht nehmen wollte. Und vermutlich war er für sich und auch für Ärzte, allein schon deshalb untendurch, weil er sich gegen die Spritze gewehr hatte. Aus ihrer Sicht gesehen, war dieses Wehren eine Gewalttätigkeit. Er konnte also mit Nachteilen bei seiner weiteren Behandlung rechnen" (Quelle: S.63 des vorleigenden Buches)

Tomas erhält nach und nach immer stärkere Medikamente, Antidepressiva... Er erinnert sich nicht an die verschwimmenden Tage und vermutlich nur die Unverträglichkeit einer Medikamentenkombination und das daraus folgende Erbrechen bewirken eine Normalisierung von Tomas' Wahrnehmung und bietet ihm die Möglichkeit, dieser Unterbringung zu entfliehen.

Warum seine Behandlung so verlief, wird deutlich - u.a. Mängel in der psychologischen und psychiatrischen Betreuung, der Unterbesetzung beim Personal -, aber warum er überhaupt in die Männerpsychiatrie eingewiesen wurde, wird in diesem Buch nicht geklärt, aber ein weiteres Buch erscheint nicht ausgeschlossen ...

Star Trek 1 - 10 DVD-Box Remastered - IV - "Zurück in die Gegenwart"

Der Star-Trek-Film "The Voyage Home" = "Zurück in die Gegenwart" kam 1986 in die Kinos. Im Januar 1986 war die Raumfähre Challenger kurz nach dem Start zerbrochen, wobei alle sieben Astronauten starben. Es war ein furchtbares Unglück. Der Film "The Voyage Home" gedachte im Kino und gedenkt noch heute aufgrund seiner Verbreitung auf Video, DVD und sicher auch bluray weiterhin der Männer und Frauen, die bei der Challanger-Katastrophe ihr Leben ließen. Eine schöne Geste.

Zur Erinnerung: Wie hier (klick) erwähnt, handelt es sich um die Kino-Version dieses Films. Zum Inhalt und der Besetzung verweise ich mal wieder auf die deutsche Wikipedia (klick)

Fanfarenklägen und ein Sound, der mich an Beamen (z.B. von, hm ... Walen?) erinnert, gehen über in das neue Musiktheme des vierten Star-Trek-Films, wundervoll komponiert von Leonard Rosenman (mir gefällt auch des russisch inspirierte Theme mit den Bläsern). Zu der Musik läuft auch diesem Film der Vorspann, bevor es auf die "Saratoga". Sie untersucht gerade nahe der neutralen Zone eine Sonde, im Hintergrund sind seltsame Geräusche zu hören. Dann geht es schon in das Sternenflottenhauptquartier, wo der klingonische Botschafter seine Klage gegen Captain Kirk vorbringt. Hm, ich habe es jetzt nicht nachgeschlagen, aber John Schuck, der den klingonischen Botschafter spielt,erinnert mich unter dem ganzen Make-Up mit seinen Gesten und der Intonation an den (verjüngten) Draal aus Babylon5. Nur mal so am Rande ...

hm... Die vulkanischen Techniker, die auf der "H.M.S. Bounty" vor dem Start helfen, haben lustige Mützen auf. Immer wieder finde ich die von McCoy geäußerten Bedenken gegenüber Kirk, Spock wieder auf seine Station zu lassen, erheiternd und erst recht McCoys Gespräch über Leben/Tod/Leben mit Spock

Der Bird of Prey dieses Films ist wirklich fantastisch designt, diese Details innen und außen. Toll!


Es gibt so viele wundervolle Momente in diesem Film, da weiß ich gar nicht, was ich erwähnen soll. Kirks Warnung vor der primitiven paranoiden Kultur? Spocks Stirnband? Die Müllmänner, die eine Begegnung der dritten Art haben? Die "gelben Seiten"? Das Beäugen von Uhura und Chekov durch den Polizisten, als die beiden 1986 (!) nach den atomgetriebenen Schiffen fragen, insbesondere natürlich Chekov mit russischem Akzent (soweit ich weiß, war das ein echter Polizist, der nicht wußte, daß gefilmt wird)? Wie Kirk im Walinstitut Spock vermißt und dessen Tauchgang?Scottys Interaktion mit dem Computer? Gillians und Kirks Gespräch nach dem Essen im Wagen, wenn sie im vorhält, daß er ihr ja auch nicht das Raumschiff zeigen würde? Sulus Gesicht, wenn die Scheibenwischer im Hubschrauber angehen? McCoys Entsetzen im Krankenhaus oder sein Tätscheln der Oma, überhaupt die Szenen im Krankenhaus ? Oder die Walfang-Szenen oder oder oder? In diesem Zusammenhang: Sind die Buckelwal-Modelle nicht fantastisch. Ich bin immer wieder erstaunt, wie echt sie wirken.

Ich sehe gerade, daß Chekov nach seiner Errettung aus dem Krankenhaus direkt seine Station aufsuchte. Er trägt auch noch den grünen Krankenhauskittel über seinem Krankenhaushemd, das ist mir bislang gar nicht bewußt aufgefallen. Dabei ist der Kittel hinten zuzubinden, wie man bei Gillian, McCoy und Kirk sieht... Hm, wenn das ein traditionelles Krankenhaushemd ist, das Chekov trägt ... ...Nun, er behält dieses Outfit an, wie ich sehen konnte. Er scheint auch irgendwie Hausschuhe zu tragen, bevor er mit dem Rest der Crew ins Wasser fällt

Im Gegensatz zu den früheren Star-Trek-Filmen läuft hier der Abspann zu verschiedenen Filmszenen, gefällt mir

Die Specials ... :)


Was die Botschaft des Films angeht: Wie der Filmcharakter Gillian bereits 1986 erklärt, werden noch immer Wale gejagt, obwohl die meisten Produkte künstlich hergestellt werden können. Insbesondere der Blauwal sei fast verschwunden. Und wo sind wir fast 25 Jahren später? In dem Special "Star Trek For A Cause" kommen Greenepeace-Mitglieder zu dieser Frage zu Wort, wobei das Problem heute nicht nur der industrielle Walfang ist, sondern auch generelle Umweltverschmutzung der Meere, das Schmelzen des Polareises.

Der Kommentar wurde von Roberto Orci und Alex Kurtzman aufgesprochen, den beiden Autoren des neuen neuen Star Trek Films (reboot). Mit Star Trek IV haben beide nicht direkt etwas zu tun, außer, daß sie Star-Trek-Fans sind. R. Obetrachten den Film nicht nur als Fans, sondern auch als Autoren. Sie sprechen darüber, wie die Trilogie (II, III, IV) aufgebaut ist, welches Themen sich durch die Filme ziehen und wie stark die Charaktere inzwischen ausgestaltet sind, denn ein Hauptcharakter - die Enterprise - taucht ja erst in der letzten Szene auf. Ich gestehe aber, daß ich den "Fan"Kommentar zu "Auf der Suche nach Mr. Spock" unterhaltsamer fand.

... Ich liebe diesen Film. Er hat eine tolle Botschaft, ich liebe den Humor in diesem Film und das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere und ihrer Handlungsstränge. Es gibt keine Weltraumschlachten, aber dennoch eine interessante Bedrohung, die aus der Welt zu schaffen ist. Interessant deshalb, weil die Sonde zwar außerirdisch ist, die Bedrohung aber von den Menschen des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Und ich entdecke tatsächlich nach bestimmt 10maligem (oder mehr *g*) Schauen des Films immer noch neues: z.B. Chekovs Krankenhaus-Outfit oder ein verräterisches Symbol auf dem von Scotty bedienten Computer.

Trotz der nachfolgenden Filme VI, VIII und XI ist Nr. IV "Zurück in die Gegenwart" für mich noch immer der beste der Star-Trek-Filme

Star Trek 1 - 10 DVD-Box Remastered - III - "Auf der Suche nach Mr. Spock"

Ein melancholischer Einstieg, Szenen aus "The Wrath of Khan" ... Die Enterprise fliegt zu einer Sternenbasis und Commander Kruge in einem auf dem Bildschirm äußerst präsenten Bird of Prey erhält die Genesis-Daten. KeineFrage, "Star Trek - The Search for Spock" ("Auf der Suche nach Mr.Spock") ist im Player gelandet.

Zur Erinnerung: Wie hier (klick) erwähnt, handelt es sich um die Kino-Version dieses Films. Zum Inhalt und der Besetzung verweise ich mal wieder auf die deutsche Wikipedia (klick).

Von Film II zu III gab es bekanntlich eine Umbestzung beim Cast. Während in "Zorn des Khan" noch Kristie Alley Lieutenant Saavik verkörperte, wird sie Saavik ab Film III von Robin Curtis dargestellt. Der Wechsel ist schade, konnte aber offenbar nicht verhindert werden. Natürlich sind die Darstellungen unterschiedlich. Aus diesem Grund mag ich beide auch nicht vergleichen. Ich muß und kann mit beiden leben ;)

Also die Uniformen - besonders die Lederhelme - der Sicherheitskräfte auf der Enterprise sehen ziemlich seltsam aus   Und Dr. Mc Coy wirkt in der Szene in Spocks Quartier ziemlich fertig, wahnsinnige Augen, unrasiert ...nTribbles in der Bar ... Ob das bei Mc Coy Erinnerungen wach ruft Ich finde es immer wieder unterhaltsam und witzig, wie Dr. Mc Coy voller Leiderschaft und Frustration seinem Gegenüber vorwirft, worin denn die Logik bestehen würde, nach Hause zu gehen, wenn er ein Schiff chartern möchte Es gefällt mir auch, wie die einzelnen Mitglieder der Rumpfcrew ihre Aufgaben erfüllen, um Mc Coy aus der Zelle und die Enterprise aus dem Raumdock zu bekommen. Ich liebe Scotty, wenn er daran arbeitet, die Schotten des Raumdocks zu öffnen und ganz wundervoll sind die Szenen auf der Excelsior

So echt die Schiffe auf mich wirken, auch die Raumstation ... das Schnee-Set auf dem Genesis-Planete ist nicht gerade berauschend. Nun, der Film kam 1984 in die Kinos und ich habe keine Ahnung, welches Budget damals zur Verfügung stand. Es gibt etliche Mattepaintings, die mal mehr, mal weniger auffallen  Hm... Das Geld für ein besseres Schneeset ist vielleicht in die Zerstörung der Untertassensektion der Enterprise geflossen, die wirklich gelungen ist.

Musikalisch finde ich es schön, daß James Horner das Goldsmith' Grundtheme mit den Fanfaren und dasjenige für die Klingonen aus "Star Trek - Der Film" aufgreift und variiert.

Ganz ohne Musik und daher um so wirkungsvoller - ich hatte eine Gänsehaut - kommen die Szenen aus, in denen Kruge ankündigt, einen Gefangenen zu töten, David stirbt und Kirk vor seinem Stuhl zusammenbricht. Intensiv. Christopher Lloyd, der den klingonischen Commander Kruge spielt, fand ich übrigens sehr überzeugend. Seine Darstellung, z.B. am Anfang,wenn er erfährt, daß sie die Genesis-Daten kennt und die Entscheidung trifft, daß sie sterben muß, mag manchen in ihrer Ruhe unklingonisch erscheinen, aber auf mich wirkt sie perfekt. Sicherlich haben die Klingonen ein eher aufbrausendes Temperament, aber ich nehme hier unterschwellig wahr, daß er aus seiner Sicht Entscheidungen zum Wohl des Reiches trifft, daß Ehre darin liegt, was er tut und daß an einem ehrenhaften Tod nichts falsches ist (wohlgemerkt, aus Kruges Sicht). DeForest Kelleys Darstellung Mc Coys in der ruhigen Szene mit dem bewußtlosen Spock empfinde ich auch als äußerst berührend, dieser müde Augenaufschlag und die Verletzlichkeit, die er hier offenbart.

Mein Fan-Herz sclägt natürlich höher in den Szenen zwischen Spock, Kirk, Mc Coy, Sulu, Chekov, Scotty, Uhura und Saavik nach der Refusion :) Am liebsten würde ich jetzt sofort mit Teil IV weitermachen. Aber es gibt ja auch noch das Bonusmaterial:


Der Audiokommentar wurde von Ronald D. Moore und Michael Taylor aufgesprochen. Diese beiden Kommentatoren hatten mit dem Film III überhaupt nichts zu tun, beide sind erst später zu Star Trek hinzugekommen. R.D. Moore und M. Taylor haben diesen Film also ganz normal im Kino als Fans geschaut. Sie sprechen darüber, wie man den Film erlebt hat, sehr liebe- und humorvoll. Daneben geht es aber natürlich auch darum, wie dieser Film fortwirkte, ob nun über die Modelle oder die Darstellung der Klingonen in Teil III (Valkris, Ehre etc). Letzere inspirierte Ronald D. Moore zu der von ihm weiterentwickelten klingonischen Kultur als Star-Trek-Autor, z.B. bei TNG. Die beiden Kommentatoren nehmen - wenn auch nur selten - Bezug auf "ihre" weitere Serie "Battlestar Galactica" und sprechen u.a. über die Unterschiede von Modellen und CGI. Außerdem haben Moore und Taylor ganz hörbar Spaß daran, den Film zu schauen und kommentieren Szene, wie es ein Fan auch tun würde (laut oder in Gedanken), z.B.als die Klingonen auf die Enterprise beamen und die Zerstörungssequenz läuft.

... Ich finde, daß der Star Trek Film III die gerade/ungerade Regel der Trek Filme durchbricht. Die Story ist gut, die visuelle und musikalische Umsetzung finde ich auch gelungen und natürlich bringt dieser Film Spock zurück

"Die sieben Reisen Sindbads - Tausendundeine Nacht"


Diese Heft aus der Beck'schen Reihe ist mir diesen Monat in Bielefeld in die Hände gefallen, als ich ganz arglos zusammen mit Sayuri in einen Buchladen ging. Dort gibt es einfach zu viele interessante Mängelexemplare ... :)

Nachlese

Das Taschenbuch ist eine broschierte Ausgabe aus dem Jahr 2007 der Beck'schen Reihe "Die großen Geschichten der Menschheit". In dieser Reihe sind außerdem erschienen
"Gilgamesch", "
Die letzte Schlacht des König Artus" von Malory,
"Siegfrieds Tod - Nibelungenlied",
"Amor und Psyche" von Apuleius,
"Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen" von Cervantes,
"Inferno/Die göttliche Komödie" von Dante und
"Die Heimkehr des Odysseus" von Homer

"Die sieben Reisen des Sindbad" wurden von Max Henning aus dem Arabisch übersetzt. Auf der Innenseite vorn und hinten des Buchumschlages ist (jeweils seitenverkehrt) das Proträt einer indischen Fürstin abgebildet. Neben der Erzählung, wie Scheherazade in die unglückliche Lage kam, dem Fürsten Geschichten zu erzählen, um ihr Leben zu retten, sind die Geschichten Sindbads enthalten. Diese werden von Scheherazade beginnend in der 536. Nacht und endend in der 566. Nacht erzählt. Die einzelnen Nacht-Unterbrechungen sind für den Leser im laufenden Text gekennzeichnet.

Sindbads erste Reise läßt ihn auf einer vermeintlichen Insel stranden, die sich als riesiger Fisch entpuppt.
Auf seiner zweite Reise begegnet er unter anderem dem Riesenvogel Ruch und entdeckt Diamantenfelder. Während seiner dritten Reise wird das Schiff, mit dem er reist, von einer Horde Affen gekapert. Sindbad und die weiteren Kaufmänner, Passagiere und Crewmitglieder werden auf eine Insel ausgesetzt, auf der menschenfressende Riesen leben und muß weitere Abenteuer bestehen. Sindbad hat sehr viel Pech und erleidet auch auf seiner vierten Reise Schiffbruch, dabei stranden er und seine Begleiter auf einer von menschenfressenden Ghulen bewohnten Insel. Zwar entkommt er von dort und heiratet sogar, wird aber alsbald Witwer und wird lebendig begraben ... Seine Schilderungen der vierten Reise sorgten bei mir für Übelkeit, und ich meine nicht die Ghul-Geschichte.  Als Sindbad sich zu seiner fünften Reise mit weiteren Kaufmannsleuten einschifft, sind letztere so dumm, ein Ei des Vogels Ruch zu zerschlagen. Das Schiff wird daraufhin vom Vogel Ruch versenkt, Sindbad kann sich zwar retten, gerät aber in die Gefangenschaft eines bösen Geistes. Der Schiffbruch nach Beginn seiner sechsten Reise bringt Sindbad zur Abwechslung mal an eine Küste ohne Monster, wo er Kostbarkeiten findet und ein in ein fremdes Königreich gelangt. Während der siebten Reise kommen er und seine Gefährten in fremde Gewässer,in dem Riesenfische leben. Sindbad kann sich nach dem unvermeidlichen ;) Schiffbruch auf eine Insel retten. Das Schicksal meint es auch zunächst gut mit ihm, aber seine Neugierde bringt ihn erneut in abenteuerliche Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt.

Neben erläuternden Fußnoten, bei denen es sich wirklich nur um kleine Noten handelt, gibt es in dem Taschenbuch noch ein erläuterndes Nachwort von Ulrich Marzolph, der Professor für Islamwissenschaft an der Universität Göttingen ist. Dieses Nachwort geht kursorisch auf die Entstehung dieser Geschichten ein (zeitlich, Inspirationsquellen für die Sindbad-Geschichten z.B. Odyssee, frühere Seemannsgarngeschichten etc.), die erste europäische Übersetzung durch Galland, den Namen Sindbad und Bedeutung der Sindbad-Geschichten.



An den Rhythmus der Sprache und die Erzählweise der Geschichten mußte ich mich erst einmal gewöhnen. Die Sätze sind häufig sehr lang und stellen eine Aneinanderreihung von Aufzählungen dar. Hinzu kommt, daß die Sprache sehr lyrisch ist. Scheherazade, Sindbad der Lastenträger, Sindbad der Seefahrer und die weiteren "guten" Charaktere sind gläubige Muslime. Ihre Erzählungen beinhalten Dankesformeln und Lobeshymnen, in denen Gott gepriesen wird.Nach der ersten Reise-Erzählung hatte ich mich aber eingelesen. Ehrlich gesagt, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich alle 1001 Geschichten in dieser Form lesen könnte, so sehr die Übersetzung auch dem Original nahekommen mag. Die Frage stellt sich aber auch nur rhetorisch ;)
Die Beschreibungen der wundersamen Tierwelt auf den verschiedenen Inseln und Gegenden, die Sindbad bereist, lassen mich irgendwie auch an Gullivers Reisen und Münchhausen denken. Wer weiß, vielleicht wurden Swift und Bürger ja inspiriert...

... Ein interessanter Ausflug in die orientalische Sagenwelt. Dies gilt besonders, wenn man - wie ich - bei Sindbad hauptsächlich an die Verfilmungen aus den Jahren 1958, 1974 und 1977 denkt, für die Ray Harryhausen die damals fantastischen Spezialeffekte geliefert hat. In diesen Filmen hat Sindbad ein eigenes Schiff und wirkt auch nicht gerade wie ein Kaufmann wirkt :)

Sonntag, 30. Mai 2010

Star Trek 1 - 10 DVD-Box remastered -II - "Der Zorn des Khan"

Vorab: Wie hier (klick) erwähnt, handelt es sich um die Kino-Version des Films.

Sterne ... Star Trek II - "The Wrath of Khan" oder "Der Zorn des Khan", die Schauspieler und weitere Informationen zur Produktion, Story etc. und erneut eine wunderbare Musik, komponiert von James Horner, sind am Anfang zu sehen und zu hören. Dann sind wir auf der Enterprise, die einen Notruf der Kobayashi Maru empfängt...


Auch was den Inhalt - und die Besetzung - des zweiten Teils angeht, verweise ich frech auf die Angaben in der deutschen Wikipedia (klick)

Was angenehm auffällt: Die Farmen sind wärmer, die Uniformen wirken nicht so kalt und gewollt jugendlich, (nur die Hosen sind gewöhnungsbedürftig *g*). Die Charaktere ruhen in sich, selbst Kirk, der am Anfang mit seinem Bürojob unzufrieden ist. "Captain Spo-hock, Captain Spo-hock..." tönt es gerade und ich muß doch schmunzeln, weil das so witzig klingt. Captain Spock ist das eine, aber Captain Spo-hock... ?! *kicher*

Nach dem Lesen der Vanguard-Romane, insbesondere Band 3 und 4, sehe ich die Szenen um die "Genesis-Matrix" ewas anders. Als Romane gehören die Bände und deren Stories zwar nicht zum offiziellen Star-Trek-Kanon, dennoch wird in ihnen eine interessante Vorgeschichte für die "Genesis-Matrix" geliefert. Deshalb klingt auch Dr. David Marcus' Sorge, daß die Sternenflotte involviert ist,anders in mir nach als früher.

Ricardo Montalban ist ein Bösewicht mit einem unglaublich eindrucksvollen Brustkorb (kein Effekt!). Die Szene mit den Alpha-Ceti-V Würmern kann ich mir immer noch nicht anschauen, der Sound reicht mir vollkommen. Ist das nicht kurios. Man sollte doch meinen, nach gut 10 x sehen - oder mehr -, sollte ich es endlich schaffen

Shatners Mienenspiel, wenn Saavik "seine" Enterprise aus dem Raumdock fliegt, ist einfach köstlich.

Beeindruckt bin ich davon, auf welche kulturellen Detailinformationen Khan Wert legt. Nachdem er ja 15 Jahre auf Ceti Alpha V im Exil verbracht hat, und zwar direkt an die Geschehnisse aus "Der schlafende Tiger", kennt er klingonische Sprichwörter: "Die Rache ist ein Gericht, daß am besten kalt serviert wird." Wow! Aber er hatte ja vor 15 Jahren Zugriff auf den Enterprise-, und aktuell auf den Reliant-Bibliothekscomputer, nicht wahr?

Die ganze Zeit habe ich gedacht, ich verhöre mich, wenn es "Mister Saavik" aus den Lautsprechern tönt, schließlich ist Saavik eindeutig weiblich. Mit den militärischen Anreden kenne ich mich nicht aus, aber verhört habe ich mit nicht: Saavik wird mit "Mr. Saavik" angesprochen, auch der Untertitel bestätigt dies.

Obwohl es keine bluray ist, ist die Bildqualität durch das Remastern fantastisch, die Farben und Konturen sind hervorragend. Der aus dem Mutara-Nebel entstehende Planet (die Verdichtung und Abkühlung zur festen Oberfläche) ist wunderbar gelungen und wirkt einfach nur toll.

Ach... die Szene Kirk/Spock, bevor Spock stirbt , wenn Spock blind in die Richtung stolpert, in der Kirk steht und die beiden zum Schluß zusammengebrochen sitzen, jeder auf seiner Seite der transparenten Aluminiumabsperrung... Diese Szene berührt mich mehr als die spätere Weltraumbestattung... Aber dann das Filmende auf dem Genesisplaneten mit stimmiger Musik, dann der Schwenk in den Weltraum und Leonard Nimoys Stimme aus dem Off - "Space, the final frontier ... " Was für ein Filmende!

Auf meiner bisherigen DVD-Ausgabe konnte man Bonusmaterial suchen. Ich glaube, es war nur ein Trailer drauf. Auf dieser DVD schaut das ja anders aus:


Den Audio-Kommentar von Nicholas Meyer und Manny Coto muß ich natürlich auch noch sehend anhören :). Mal schauen ...

Nicholas Meyer erklärt, daß er erstmalig mit Star Trek in Berührung kam, als er begann, an diesem Film zu arbeiten. Er versuchte sich, die Star Trek Welt, genauer die Sternenflotte, über die Navy zu erschließen und baute hierauf die Abläufe und Sprache auf. Da ich mich mit der Navy genauso wenig auskenne, wie mit den Regularien der Sternenflotte, kann ich nur sagen: Es muß für Meyer der richtige Weg gewesen sein denn der 1982 in die Kinos gekommene Film "funktionierte" für die Fans und offenbar auch für Nicht-Fans des Star-Trek-Franchise. In dem Kommentar geht es unter anderem auch um die unterschiedliche Arbeitsweise der Schauspieler. Ich fand die Informationen über W. Shatner und R. Montalban sehr interessant, auch wie R. Montalban zu seiner Darstellung Khans im Film fand. Weitere Informationen erhält man über Kameraführung, Schnitt und das Schreiben von Drehbüchern sowie Drehplan im allgemeinen und diesen Film im besonderen.

... Ich liebe diesen Film!

Star Trek 1-10 DVD-Box Remastered - I - "Star Trek Der Film"

Zunächst einmal etwas zur Box (klick). Ich habe mir diese nämlich bei amazon.co.uk bestellt und darf berichten, daß diese sowohl eine deutsche Tonspur enthält, als auch deutsche Untertitel :) Davon abgesehen war sie bei Kauf in UK günstiger als hier in Deutschland, und zwar trotz der Versandkosten :) Die enthaltenen Filme stellen jeweils nur die Kinoversionen dar und nicht die Special Editions! 


Die Box ist, wie ich finde, wunderschön von außen gestaltet. Der Boden der Box beinhaltet zugleich eine Halterung für die10 in Einzelhüllen verpackten Filme. Hinzu kommt eine weitere DVD mit Specials. Insofern wurde ein durchgängiges Design beim Cover und den DVDS gewählt.


Zum ersten Film:

Ich gebe zu, daß ich mir "Star Trek - Der Film" sehr selten angeschaut habe. Der Funke sprang bei diesem Film einfach nicht auf mich über. Aber es war Star Trek und sobald ich die Gelegenheit hatte, nahm ich den Film zunächst auf Video auf, später kaufte ich "Star Trek - Der Film" in der Widescreen Collection bestehend aus zwei Disc, eine enthält den Film in der Directors "Edition" sowie insbesondere einen Audiokommentar von Robert Wise, die zweite Disc enthält weitergehende Specials, auch zu Phase II. Und diese ältere Ausgabe werde ich auch behalten ...

Den Film, der 1979 (!, uff) in die Kinos kam, habe ich bislang vielleicht viermal gesehen, davon einmal mit dem Audiokommentar von Robert Wise. Was den Inhalt des Films angeht, mache ich es mir hier einfach und verweise auf die Angaben hierzu in der deutschen Wikipedia (klick):)

Jedenfalls:

Nach so langer Zeit erinnerte ich mich zwar daran, daß vor Beginn des Films der Titel und die Schauspieler genannt werden, aber die Ouvertüre von knapp drei Minuten vor dem Paramount-Logo hatte ich vergessen. Zuerst befürchtete ich angesichts des schwarzen Bildschirms, daß die DVD einen Fehler hätte :), was natürlich nicht der Fall ist. Aktuell habe ich den Film an und den Audiokommentar von Denise und Mich ael Okuda sowie Judith & Garfiel Reeves-Stevens und Daren Dochterman zugeschaltet. Unter anderem wird in dem Kommentar auch immer wieder auf Star Trek Phase II verwiesen, sowohl storymäßig, als auch im Design und der Anlage der Figuren (Ilia, Decker,Xon). Obwohl mir diese Informationen ganz allgemein bekannt sind, finde ich es doch interessant, sie in einem visuellen Kontext präsentiert zu bekommen.Aber es geht nicht nur um die Serie,die es nicht auf den Fernsehschirm geschafft hat, sondern auch um das Design der neuen Enterprise, die im Film verwandten Paintings, die Modelle, das Design von V'gers Inneren (wow!) und die Beleuchtung sowie die - wirklich grandiose - Musik von Jerry Goldsmith. Sein Theme, sein Fanfarenarrangement  ist inzwischen so bekannt, daß selbst Nicht-Trekkies (oder -Trekkers) sofort wissen, zu welchem Franchise dieses Stück Musikgeschichte gehört. Wer sich dieses Grundtheme noch einmal in Erinnerung rufen möchte, klicke bitte hier :)

Hm... Die wunderbare Musik kann jedoch über die wahnsinnig intensiven und andauernden Kamerafahrten hinwegtrösten, z.B. wenn Kirk zur Enterprise geflogen wird oder das Schiff in V'ger hineinfliegt. Insbesondere die letzte Sequenz ist auch schön gestaltet, aber ... sie war zu lang. Dazu kommt, daß die Charaktere bis zum letzten Viertel so anders agierten als in der Serie und die Grundidee unglaublich an "Ich heiße Nomad" (The Changeling") aus der Trek-Classic-Serie erinnert. Möglicherweise geht es auch nur mir so, aber ich fand, daß Kirk Spock und McCoy am Ende des Films viel mehr wie sie "selbst" aussehen als zu Beginn.

Als kleine Ergänzung ist hier ist noch ein Bild des "Specials-Features"Menus auf dieser DVD


Mit dem ersten Film bin ich auch dieses Mal nicht "warm geworden", dennoch war es auf seltsame Weise nett und schön, ihn mal wieder zu sehen :)

Tin Man oder der Eiserne Holzfäller

In dem nachfolgenden Clip geht es um die Hintergrundstory des "Tin Man", basierend auf der Story von L. Frank Baum ("The wounderful Wizard of Oz"). Wer die Wolkow-Bücher kennt, wird ebenfalls die Geschichte des Eisernen Holzfällers kennen. Ich finde sie hier sehr liebevoll und kreativ von Brandon McCormick & Co umgesetzt (knapp 23 Min.).



Und Ihr?

Samstag, 29. Mai 2010

Fotos von Marlowe #9

Ohne viele Worte...
 (klick auf die Fotos ...)


:)

Freitag, 28. Mai 2010

Projekt 52-2010: Reise in die Zukunft

Poe hat... irgendwie einen Trip in die Zukunft gemacht

(klick auf das Foto verleiht ihm mehr Größe)

Poe ist sicher: Er wird entdecken, wie der Star Trek Warpantrieb real funktioniert und für seine theoretischen physikalischen Berechnungen den Nobelpreis erhalten.

Und das in nur 33 Jahren und ein paar Monaten! Er, Poe, werde das Fliegen mit Warp möglich machen ...

Aha!

Freitagsfüller #61 by Barbara

Da ich derzeit im Urlaub bin, gibt es meinen Freitagsfüller heute nicht handschriftlich, meine Antworten erkennt Ihr an der fett-kursiven Formatierng

Ein Klick auf die Grafik bringt Euch wie immer zu Barbara :)
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1. Ohne Morgenkaffee kann ich nicht richtig in den Tag starten ;).

2. Ungeliebte Hausarbeiten wie Staub- und Fensterputzen verschiebe ich gerne mal auf später.

3. Wenn man neue Welten entdecken will, muß man Vertrautes hinter sich lassen ... so offensichtlich und so wahr!

4. Zum Beispiel das Miteinander mit meinen Katern Merlin und Marlowe ist ein großer Teil meines Lebens .

5. Ich freu mich so auf die Verwirklichung meiner kleinen und großen Pläne, ob das Frühstück mit Siobhan nacher, die Sommerfahrten oder ein gutes Buch auf dem Balkon zu lesen etc ... 

6. Ich habe ein paar Tage Urlaub und das ist auch gut so. :)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ... hm... Spontanität :), morgen habe ich Wäsche, Wohnung und abends ein Treffen mit meiner Freundin C. geplant und Sonntag möchte ich weiter faulenzen und spontan sein, hach toll!

Schönes Wochenende! Eure Natira

Donnerstag, 27. Mai 2010

on tour mit dem Test-Pedelec und Fotos von unterwegs

Heute vormittag hatte ich mir ja bei einem der örtlichen Fahrradhändler ein Pedelc ausgeliehen. Dabei handelt es sich um ein Elektrofahrrad, welches hybrid mit Elektromotor und Muskelkraft betrieben wird. Warum ich überhaupt über ein Pedelec nachdenke, könnt Ihr in diesem Post - recht weit unten - nachlesen.

(Ein Klick auf die Fotos ... Ihr wißt ja...)

Mit diesem Pedelec der Firma Velo de Ville habe ich mich dann heute vormittag auf den Weg in meinen Arbeitsort gemacht. Wie Ihr dem Foto oder halt den dem Link entnehmen könnte, hat dieses Rad den Lithium-Polymer-Akku hinten auf dem Fahrradträger, man kann sich über drei Stufen unterstützen lassen je nach Bedarf. Ohne Zuschaltung des Elektromotors kann man das Rad ganz normal mit einer 8-Gang-Schaltung fahren, dieses Rad hat Felgen- und Rücktrittsbremse (schön!) und unplattbare Reifen. Licht wird über den Dynamo geliefert, es gibt aber auch die Option, daß das Licht über den Akku zugeschaltet wird. Bevor ich mich auf die Straße traute, habe ich aber erst einmal eine kleine Runde auf dem firmeneigenen Parkplatz gedreht, um ein Gefühl für das Rad, die normale Gangschaltung und den zuzuschaltenen Elektromotor zu bekommen. Und dann ging es los :)

In meinem Wohnort gibt es wie überall mal klitzekleine Steigungen, die aber nicht der Rede wert sind. Ich bin daher auch ca. die Hälfte der Strecke Richtung Arbeitsort ohne Zuschaltung des Elektromotors gefahren bis ich zur ersten stetig anwachsenden Steigung kam. Ich habe dort den Zusatzmodus Eco gewählt, also die kleine Zuschaltung und im übrigen die normale Gangschaltung beginnend mit 5 bis zur 3 peu á peu "heruntergefahren" und gelangte so über die erste Kuppe zur kreuzenden Landesstraße. Zum Vergleich: Mit meinem 21-Gang-Rad beginne ich dort übrigens bei Stufe 2/5, wechsle dann während der Fahrt auf 1/6 bis ich in Höhe der Schienen (erste Kuppe) bei 1/1 angekommen bin (in der ersten Erschöpfungsstufe) und dann bei der kreuzenden Landstraße bei 1/6 stehe. Nach der Vorfahrtgewährung für etwaige Mofaroller, die wie die Fahrradfahrer den Seitenstreifen nutzen, wird die Fahrt mit Anfahren am Berg fortgesetzt. Mit dem 21er Rad erreiche ich in der Einstellung 1/2 die Kuppe in der zweiten Erschöpfungsstufe, radel dann mit 3/6 den Berg herab und ende nach Beginn der Talsohle am Amtsgericht mit der Einstellung 1/1 am Rad, hochrotem Kopf, schweren Beinen und recht erledigt :). Mit dem Pedelec fuhr ich problemlos an, der Motor war noch zugeschaltet in der Einstellung Gang4/Eco, auf der Kuppe nahm ich den EcoModus heraus, Gang 8 rein und ab die Post. Beginnend in der Talsohle schaltete ich herunter bis zur 4, nahm den EcoModus dazu und weiter ging es, 1x herunter in den Gang 3, bis zum Amtsgericht. Meine Freundin C. wohnt dort auf der Ecke und wir beide haben dann erst einmal ein wenig geschnackt. Natürlich war mir auch warm und stärker geatmet habe ich auch, aber ich wollte nur den EcoModus bis zum Amtsgericht nutzen.

Danach nahm ich das "letzte" Stück bis zum Büro, ganz oben auf dem Berg, in Angriff. Gestartet mit Gang4/EcoModus habe ich dann bis oben doch über Medium auf Maximum-Modus umgestellt und im übrigen die Gangschaltung bis auf 1, so daß ich im ersten Gang mit maximaler Unterstützung ankam. Mein Atem ging stark, meine Oberschenkel, die solche Radtouren ja auch überhaupt nicht mehr gewöhnt sind, waren spürbar aber ... Es funktioniert (natürlich). Mit dem 21er Rad schaffe ich es nicht, nach oben zu radeln no way :)

Da ich dann schon mal da oben in der Nähe des Büros war, habe ich Poe (der mich begleitete) sich kurz die Beine vertreten lassen und habe selbst auch ein paar Fotos gemacht


Nach der beschwerlichen Fahrt zur Arbeit folgt die rasante Abfahrt - mit ein oder zwei kleineren Steigungen - zurück nach Hause :) Ich habe deswegen auch den Elektromotor vollständig ausgeschaltet und bin zurück nur mit der 8-Gang-Schaltung gefahren, was prima klappte. Dabei habe ich dann noch einen kleinen Schlenker über die Bauerschaftswege gemacht und ein paar Fotos geschossen:


Ich bin weiterhin ganz begeistert von meiner Lumix. Mit dem Makro habe ich die Pusteblume aufgenommen, am Rechner dann eine Ausschnittsvergrößerung gemacht. Sind die Details nicht faszinierend?


Das letzte Foto ist speziell für Dich, Sayuri. Ich denke immer an Dich, wenn ich eine Mohnblume sehe :)


Und wer bis hierhin durchgehalten hat:

Die neue Waschmaschine ist da und angeschlossen, ich kann loslegen :) Der Trockner wurde zeitgleich geliefert, allerdings muß ich mit seiner Inbetriebnahme noch etwas warten. Wie ich jetzt gesehen habe, hat mein Vermieter zwar die Steckdose und Leitung vorbereitet, aber noch nicht an das Netz angeschlossen. Da er außerdem bis incl. 01.06.2010 weg in den Urlaub ist, werde ich mich wohl noch etwas gedulden dürfen.

Was die Pedelec-Testfahrt angeht ... Sie war äußerst überzeugend ...

Drei am Donnerstag by Kirstin #20

 3 am Donnerstag



1 . Warst du jemals Fan einer Boyband oder ähnlichem?
Danke an Nicole für diese Frage ♥ 
Wenn ich so darüber nachdenke, gab es in meiner Teenagerzeit zwar auch "Boybands"- ich würde Depeche Mode, Aha, dazu zählen z.B., aber diesen unglaublichen Hype um diese Bands habe ich nicht wahrgenommen, jedenfalls nicht in der ehemaligen DDR. Als Fan einer besonderen Musikband oder einer Musikerin würde ich mich auch nicht bezeichnen. Es gibt Musiker/innen/Bands, die ich gern gehört habe und höre, aber ein typisches Fanverhalten habe ich nicht entwickelt, keine Poster, jedes Tape/CD ... nein.


2. Welches ist dein Lieblingsgedicht/sind deine Lieblingszeilen?
Danke an Beate
für diese Frage ♥
Das ist gleich aus mehreren Gründen eine schwierige Frage.  Aus meiner Schulzeit ist mir Heinz Kahlau vertraut und in Erinnerung geblieben - abgesehen von z.B. Heinrich Heine -, später kam Mascha Kaleko hinzu. Ich "entdecke" erst so nach und nach Lyrik für mich, hier liegt z.B. noch Byron und Dickinson, beide ungelesen ;) Ein weiterer Punkt ist, daß ich keine Lieblingszeilen habe. Manche Zeilen passen zu meiner aktuellen Stimmung besser als andere oder fangen  "einfach" ein Gefühl, ein Thema schöner ein. 

Für die heutige Frage werde ich also ein Gedicht von Heinz Kahlau vorstellen, eines von vielen, die mir von ihm gefallen. Eigentlich ist es ein Liebesgedicht und an den Partner/die Partnerin gerichtet. Ich finde aber, daß es ebenso das Gefühl gegenüber jeder anderen Person, die man schätzt und gern hat, einfängt.

"Nach einer Reise

Du bist in mir gewesen
still und die ganze Zeit.
Da hat dich nichts vermindert,
nichts hat mich so erinnert
wie deine Schweigsamkeit."


3. Unabhängig von deiner Lieblingsfarbe: Welche Farbe trägst du gerne?
Blau, Lila inzwischen auch :. Ich mag das "tarnfarbengrün", habe allerdings wenig Klamotten in dieser Farbe (toll finde ich kräftiges Gelb und Petrol, kann diese beiden Farben aber überhaupt nicht tragen, ich sehe einfach furchtbar damit aus, hach). Ansonsten trage ich gern und häufig die "Nichtfarben" Weiß, Schwarz und Grau, untereinander in Kombination oder zusammen mit den oben genannten :)

Mittwoch, 26. Mai 2010

Inside7 - einfach mal mitgemacht

gefunden bei Annelie
und einfach mal mitgemacht :)

Regenwetter... ist halt auch notwendig, darf sich aber gerne auf die Nacht beschränken :)

ein Lächeln... hebt die Stimmung, bei meinem Gegenüber und letztlich auch bei mir

ausgemustert... wurden von mir einige Klamotten für das Rote Kreuz

anmustern... wollte ich nicht auf einem Schiff, ich traue meinem Magen nicht

nicht vergessen... sollte ich, daß ich am morgigen Vormittag ein Rad abholen und die Waschmaschine freiräumen muß

bemerkenswerte Worte... "Zwischen zwei Buchdeckeln finden oft ganze Welten Platz."
(Verfasser unbekannt)


gerade gemacht... neben Inside7 - einen Schluck kalten Kaffee getrunken *schüttel*

Projekt Farbe bekennen 2010 - Rot

Bekanntlich habe ich mir ja für die im Mai beginnenden Projektwochen vorgenommen, nur im Bürogebäude zu fotografieren. Dieses Mal fielen mir einige Dinge ins Auge. 

Das Projektbild ist letztlich die Kombination zweier Motive geworden (klick auf das Foto ...)


Im Bürogebäude gehe ich regelmäßig an dem Buntglasfenster vorbei
und das andere Bild zeigt rote Arbeitsutensilien.

Dieses Foto war übrigens auch in der engeren Wahl.


Ich habe mich nur deswegen gegen die Kanne entschieden, weil mir der Ausschnitt des Buntglasfensters besser gefiel und ich zudem etwas von meinem Arbeitsplatz zeigen wollte ;)

Dienstag, 25. Mai 2010

Prince of Persia - ein Interview :)

Der Film "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" ist inzwischen ja bei uns in Deutschland gestartet und mich reizt dieser Popcorn-Kinofilm auch aus dem Wohnzimmersessel. Mal sehen, ob ich es tatsächlich ins Kino schaffe :)

Wer die sich gleichenden Trailer und Informationen zu diesem Film leid ist, dem sei der nachfolgende Clip empfohlen. Daniele Rizzo, deutscher Schauspieler und Comedian, führt hier ein doch spezielleres Gespräch mit einigen am Film beteiligten Personen:


;)

Montag, 24. Mai 2010

"Alles für die Katz" von Tom Cox



Das Softcoverbuch, erschienen im Mai 2010, wurde mir vom List Taschenbuchverlag (Ullstein Bücherverlage) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An den Verlag an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!

Worum geht es:
Ich zitiere vom Klappentext:
"Eigentlich liebt Tom Katzen, aber Terrorkater The Bear macht ihn echt fertig. Der kann sich nicht nur unsichtbar machen und ihm das Essen vom Teller klauen, er verliert auch regelmäßig alle Haare. Als Tom das Herz von Dee erobert, der klugen und hübschen Besitzerin von The Bear, muss er sich wohl oder übel mit der Killerkatze anfreunden. Aber ein hinterhältiger Stubentiger allein reicht nicht: Dee und Tom legen sich noch fünf weitere Katzen zu. Und zwischen verwüsteten Kleiderschränken und erbeutetem Federvieh muss Tom endlich klarstellen, wer hier das Sagen hat: die Miezen oder er."

Nachlese
Der Verlag hat das 296 Seiten umfassende Buch in einer liebevoll gestalteten Ausgabe auf dem Markt gebracht. Der Roman ist im Softcover gebunden. Auf der Vorderseite sind ganz bezaubernd Momente des Katzenlebens abgebildet, auch die angedeutete Mimik der Katzengesicher ist witzig und hat für Katzenfreunde sicherlich Wiedererkennungswert. Die Buchtitelfarbe auf dem Cover wird innen im Buchumschlag wieder aufgegriffen, Katzenspuren laufen darüber hinweg. Die auf dem Cover abgebildeten Katzen tauchen im Roman wieder auf und leiten jeweils ein neues Kapitel ein, Katzenpfoten kennzeichen Unterbrechungen innerhalb des Kapitels. Die Umschlaggestaltung und Illustration wurde vom Büro Süd vorgenommen.

Der Autor Tom Cox ist  Jahrgang 1975, verheiratet und lebt mit seiner Frau und den Katzen in Norfolk. Er hat diverse Artikel über Musik und Katzen geschrieben, die in der Sunday Times, dem Guardian, The Observer und der Elle erschienen sind. Neben dem vorliegenden Roman hat er weitere Bücher veröffentlicht, wie man auf seiner Homepage (klick) erfahren kann.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Werner Schmitz vorgenommen. In dem Roman sind offenbar die Beiträge des Autors aus seinem Blog(klick) gesammelt, zumindest bis 2007. Aus diesem Grund kann ich hier zum Vergleich folgende Textstelle im Original und in der Übersetzung aufführen:

Original
"It’s always a bit of a shock when, thirty seconds after setting foot into your new partner’s flat for the first time, you’re confronted with excrement, but any squeamish feelings I had about confronting my first Bear turd were drowned out by my fascination at quite how he’d squeezed it into D’s dressing gown pocket."
(Quelle: Tom Cox Blog)

Übersetzung
"Es ist immer ein kleiner Schock, wenn man die Wohnung seinerneuen Freundin betritt und dreißig Sekunden danach mit Exkrementen konfrontiert wird. Der leichte Ekel beim Anblick meines ersten Bear-Haufens wich jedoch sogleich der Faszination darüber, mit welchem Geschick er ihn in die Tasche von Dees frisch gewaschenem Morgerock gepresst hatte."
Quelle:  "Alles für die Katz" Tom Cox in der Übersetzung von Werner Schmitz"

Die hier zitierten Zeilen zeigen ein in meinen Augen bestehendes Manko des Romans auf. Ich bin in der Lage, komplizierteren Satzkonstruktionen zu folgen. Das bedeutet aber nicht, daß ich sie in meiner Lektüre mag. Bereits der Originalsatz ist verschachtelt genug. Werner Schmitz hat ihn zwar in zwei Sätze aufgesplittet. Denoch empfinde ich diese Textstelle auch in der Übersetzung weiterhin holprig. Leider stockte mein Lesefluß in diesem Sinne nicht nur an ein paar vereinzelten Stellen. Immer wieder gingen meine Augen zum Anfang eines Satzes zurück, weil er Bandwurmlänge hatte oder ungelenk formuliert war.

"Die eloquenten, meist zugedröhnten, meist gut ausgebildeten Menschen, die mir den Auftrag gaben, über amerikanische Altrocker und die alternden Popmusiker der Sechziger und Siebziger zu schreiben, konnten ja nicht ahnen, dass ich an einem Schreibtisch saß, vond em aus ich auf eine Kuhweide blickte, drei Meilen von der nächsten Bushaltestelle und elf Meilen vom nächsten Konzertsaal entfernt, und dass ich ein sehr schlechter Schüler gewesen war und nach nicht einmal drei Monaten mein Studium hingeschmissen hatte."
(Quelle: "Alles für die Katz" S. 39, Tom Cox in der Übersetzung von Werner Schmitz)

Es ist natürlich schwierig, das eigene Leben und dasjenige seiner Frau zusammen mit den Eigenarten von sechs Katzen gleichwertig zu erzählen. Die Kapitel bedürfen daher einer thematischen Struktur, die der Autor auch fast durchgängig einhält. Ab und an springt Tom Cox in die Vergangenheit und berichtet entweder über eine frühere Katze oder das frühere Verhalten der aktuellen. Manchmal nimmt der Autor den Leser auch auf eine thematische Nebenstraße mit und man fragt sich, wie die Katzenstreu nun mit der Kastration zusammenhängt, aber auch hierauf erhält man irgendwann eine Antwort. Ansonsten geht es darum, wie die verschiedenen Katzen zum Autor und seiner Frau kamen, ihre Eigenarten, die Umzüge mit ihnen und die Inbesitznahme neuer Reviere. Immer wieder setzt der Autor dabei Geschehnisse oder das Benehmen der Katzen in nicht für jeden Leser nachvollziehbare Relationen zu Musikern, Golf oder ähnlichem, die offenbar witzig sein sollen. Einzelne Kapitel werden vom Autor mit kleinen Zeichnungen oder Listen unterbrochen bzw. beendet, die gleichfalls  der humorvollen Unterhaltung dienen sollen.

Humor ist wie so vieles subjektiv. Den Roman empfand ich zwar relativ unterhaltsam und er hatte für mich auch seine erheiternden Momente, z.B. die Anweisung, wie ein Katzensitter im Hause Cox die dortigen sechs Katzen füttern soll. Viel zu häufig wirkte die Witzigkeit aber auf mich bemüht und sprach mich nicht an. Die Listen "Auszüge aus dem Katzenwörterbuch" oder z.B. "Sechs Beispiele, wie ich vergeblich versucht habe, die Gefühle meiner Katzen zu verletzen" sorgen bestimmt auch für Lacher und Schmunzler. Meinen Humor traf der Autor jedoch regelmäßig nicht; das kann ihm aber auch nicht vorgeworfen werden. Die englischen Versionen dieser Listen gibt es übrigens auf dem Blog, hier (Katzenwörterbuch), hier (Beispiele) und hier (Füttern von 6 Katzen).

Fazit:
"Alles für die Katz" ist ein vom Verlag liebevoll in die Bücherwelt entlassener Roman, in welchem der Autor über sein bisheriges Leben mit bis zu 6 Katzen gleichzeitig erzählt. Die Einblicke, die Tom Cox dabei gewährt, sind in meinen Augen aber weder besonders humorvoll, noch überraschend. Die geschilderten Erfahrungen mit den verschiedenen Katzen (die alle ihren ganz speziellen Charakter haben, keine Frage) grenzen sich leider weder thematisch, noch erzählerisch ausreichend von anderen Büchern ab. Bedauerlicherweise minderte zudem die sprachliche Umsetzung meinen Lesefluß.

Dennoch, das Buch hat seine Momente. Zum Beispiel, wenn der Autor eine Katzenausstellung oder ein Tierheim besucht oder darüber nachdenkt, daß die Liebe zu Katzen manchmal auch negative Auswirkungen für das Tier haben kann, fühle ich mich mit dem Autor verbunden. Und man spürt unverkennbar die Zuneignung, die Tom Cox nicht nur seinen eigenen Katzen entgegenbringt. Diese Umstände reichen aber nicht aus, um mich von dem Roman "Alles für die Katz"zu überzeugen. Schade.

Sonntag, 23. Mai 2010

Abendspiel, Morgenüberraschung und Fotos von den MuMs #8

Als ich gestern beim örtlichen Zoohändler war, habe ich für das Scratch-Brett meiner MuMs eine Ersatzpappe gekauft und auch mal wieder getrocknete Katzenminze. Was Merlin davon hielt, sieht man hier


Seht mir die schlechte Fotoqualität nach, ich habe einfach nur fix die Kamera gegriffen und "draufgehalten". Marlowe hatte übrigens kaum Gelegenheit, das schön mit Katzenminze bestreute Scratch-Brett zu bearbeiten. Merlin räumte erst das Feld, nachdem er die Pappe kräftig bekrallt und die Katzenminze aufgeschleckt hatte :)

Wie es sich für meinen verantwortungsbewußten Merlin gehört, kam er seiner Aufgabe als Kuschelwecker auch heute früh nach, genauer gesagt um ca. halb sechs. Ich habe einen Maunzer zurückgegeben, was ihn offenbar zufriedenstellte, weil er wieder ging. Natürlich habe ich mich noch einmal umgedreht :) Im Halbschlaf hörte ich auch ein Geräusch, als würde etwas über den Boden gezogen... Spiel halt. Als ich dann gegen 08.00 Uhr in das Wohnzimmer kam, bot sich mir folgender Anblick:


Was soll ich sagen? Ich bin selbst schuld, hatte ich doch das Katzenminzepäckchen zwar geschlossen, aber einfach so auf dem Wohnzimmertisch liegen gelassen. Tja :) Da werde ich wohl demnächst Minze nachkaufen dürfen ...

Nach den minzigen Aufräumarbeiten und einer Fensterputzaktion (jawohl *stolz schaut*), machte ich es mir auf dem Balkon bequem, um dort den Nachlese-Entwurf zum Roman "Alles für die Katz" von Tom Cox zu schreiben. Als ich mit dem Netbook zur Balkontür kam, habe ich doch fix umdisponiert. Das Netbook wanderte schnell auf die Kratzbaumliegefläche im Wohnzimmer und ich griff mir die Kamera:




oookay ...
 Meine beiden Kater verschwanden dann vom Balkon durchs Wohnzimmer Richtung Küche/Schlafzimmer.
Später am heutigen Tage sah es dann so aus: 

hmm ... ?

Samstag, 22. Mai 2010

ein Samstag im Mai

Ich habe ja schon hier erzählt, daß ich diese Woche meine Sommerpläne ziemlich umsetzen konnte.

Am Samstag bin ich außerdem in meinem Wohnort bei drei kleineren Firmen gewesen, die Großelektrogeräte verkaufen. In der Nähe der einen Firma ist ein Schuhladen und so habe ich die Gelegenheit genutzt, um nach schwarzen Sneakern zu schauen. Nicht unerwartet, hatte ich keinen Erfolg was die schwarzen Sneaker angeht, aber weiße konnte ich kaufen. Auch nicht schlecht, da sich an meinen weißen aktuellen Tretern das Profil unten löst Offenbar laufe ich meine Schuhe tatsächlich ab.

Nachdem ich in der zweiten Firma reingeschaut hatte, ging es dann zur dritten, dummerweise direkt an einer W*ltbild-Filiale vorbei. Ich kann zu meiner Entschuldigung vorbringen, daß es eine 4 Taschenbücher für 10 Euro Aktion war ... Und ich habe auch nur vier Taschenbücher mitgenommen
- Feuersteins Ersatzbuch von Herbert Feuerstein
- Ine inem alten Land von Amitav Ghosh
- Fish und Fritz von Wolfgang Koydl und
- Damals in Nagasaki von Kazuo Ishiguro

Ohne weitere Zwischenfälle in Form von aktuem Buchkauf kam ich dann zur dritten Firma. Ich darf vermelden, daß ich zum ersten Mal in meinem Leben Eigentümerin eines Kondensationstrockners mit Wärmepumpenfunktion bin. Nun ja, eigentlich überhaupt eines Trockners :) Und ja, er ist gekauft, geliefert wird er allerdings am Donnerstag. Ich hoffe, daß ich auf Dauer dann z.B. keine Katzenhaare mehr in meinem Gesicht finde, nachdem ich mich abgetrocknet habe Nach fast 20 Jahren Dauerdienst habe ich auch gleich eine neue Waschmaschine gekauft, die auch am Donnerstag geliefert wird.

Irgendwie erinnert mich das an den Star-Trek-Film "Treffen der Generationen". Zu Beginn des Films muß die gerade auf dem Jungfernflug befindliche Enterprise eine Rettungsmission unternehmen und wird mit dem kosmischen "Nexus", einem Energieband, konfrontiert. Diverse für die Rettung sehr hilfreiche System der Enterprise sind dummerweise noch nicht installiert. Die jeweilige Frage wird mit "Das erfolgt am Dienstag" (oder so ähnlich) beantwortet.

Bei mir ist es aber der Donnerstag, genauer gesagt der Donnerstagnachmittag zwischen 15.00 Uhr und 17.30 Uhr. Hach, ab Donnerstag habe ich Urlaub :) Und damit auch der Vormittag gut genutzt wird, habe ich mich bei einem unserer örtlichen Fahrradhändler vorgestellt und mir dort für diesen Donnerstagvormittag ein Testrad reserviert, ein "Pedelec". Ich will am Vormittag mal austesten, wie ich mit diesem Rad zu meinem Arbeitsort komme:

Mit meinem ganz normalen Fahrrad - ok, es hat 21 Gänge ;) - komme ich bis zum Amtsgericht am Wohnort. Es befindet sich vielleicht 500 m oder so hinter dem Ortseingangsschild. Dort kann ich das Fahrrad anschließen und gehe dann noch zu Fuß ca. 7 Minuten lang "quer" eine weitere kräftige Steigung bis zum Büro hinauf. Wenn ich es darauf anlege und schon ein paar Mal die diversen Steigungen zwischen meinem Wohn- und meinem Arbeitsort überwunden habe, schaffe ich es auf der Landesstraße auch bis zu meinem Zahnarzt (ca. 1 km  hinter dem Ortseingangsschild), rolle dann meine Zunge hinter mir auf und schiebe anschließend noch 7 Minuten auf dem Fußweg völlig erschlagen das Fahrrad den Berg weiter hoch Eigentlich beträgt die Entfernung zwischen meiner Wohnungs- und der Bürotür nur vielleicht 5 km. Erschwert wird die per Rad zu überwindende geringe Distanz aber durch einen betonierten Bauerschaftsweg zwischen freien Feldern (immer mit unpassendem Wind) und eine sehr langgezogene Steigung -ächz -. Zum Ausruhen gibt es dann zwar eine Hangfahrt, der jedoch nach gefühlt einer Minute die nächste sanft beginnende Steigung folgt, die nach Erreichen des Ortseingangsschildes Arbeitsort gnadenlos anwächs. Meine Lunge und meine Waden meinen immer, es seien mindestens 45 °. Ich habe nicht Wirklich Ahnung davon, aber ich glaube, von meinem Wohn- zu meinem Arbeitsort ist ein Höhenunterschied von vielleicht 70-80 m zu überwindern. Fährt man aus nordwestlicher Richtung in meinen Arbeitsort hinein, ist der Höhenunterschied und die Steigung noch erheblich größer. Ehrlich, ich übertreibe nicht, fragt Sayuri ;)  Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie gut ich mich fühle, wenn ich im Büro angekommen bin?! Und wie lange ich brauche, um mich zu akklimatisieren, könnt Ihr sicherlich auch erahnen Ich bin also seeeehr interessiert und neugierig, wie es mir wohl mit einem Pedelec geht ...

Wie gut, daß dieses Jahr mein Bausparvertrag fällig ist

Sommerpläne: Frida Kahlo und Fulda

Das war urlaubstechnisch eine aktive Woche :)

Am 06.08.2010 werden Sayuri und ich nach Berlin fahren und uns dort die Frida-Kahlo-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau ansehen. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, daß in dieser Ausstellung zum ersten Mal die beiden größten Kahlo Sammlungen komplett und vereint zu sehen sind und außerdem noch wertvolle Leihgaben aus 30 prominenten mexikanischen und 15 ausgewählten nordamerikanischen Privatsammlungen und Museen hinzukommen. Mein "erster Kontakt" zu Frida Kahlo und ihren Werken kam übrigens über Sayuri zustande, die mir den Film "Frida" mit Salma Hayek ans Herz legte. Ein wunderbarer Film mit einer grandiosen Salma Hayek und auch einem äußerst präsenten Alfred Molina. Die deutsche Wikipedia liefert hier (klick) Informationen über die mexikanische Malerin und hier (klick) ist der Link zu der Ausstellung. Letztere wird übrigens im Anschluß nach Wien "wandern; bis Ende Dezember 2010 sind die Werke dann im Kunstforum Wien zu sehen.

Sayuri und ich werden am 06.08.2010 mit dem Kulturticket der Deutschen Bahn von Hannover aus nach Berlin starten und zahlen für die Hin- und Rückfahrt zuggebunden nur 39 EUR pro Person. Allerdings haben wir zwei uns doch Platzreservierungen gegönnt. Das Kulturticket ist leider auf den Umkreis von 300 km ab Berlin beschränkt, so daß unsere Wahl auf Hannover fielen "mußte". Ich werde am 05.08.2010 zu Sayuri nach Bielefeld fahren, von dort geht es dann am 06.08.2010 nach Hannover und dann weiter. Bahntechnisch ist bereits alles gebucht, jetzt sind nur noch die Eintrittskarten zu besorgen, was ich nächste Woche in Angriff nehmen werde. Ehrlich, ich bin schon total aufgeregt und freue mich wahnsinnig, mit Sayuri die Werke von Frida Kahlo live zu sehen. Natürlich wird der Tag lang und anstrengend sein, aber:

Was für eine Gelegenheit!

Ich bin sicher, es wird spannend, intensiv und anregend. Hach, Sayuri und ich hüpfen innerlich wohl beide bereits jetzt vor Freude durch die Gegend

Mit meiner Freundin S. aus München habe ich heute einen anderen Kurzurlaub festgemacht. Wir haben uns vorgenommen, dieses Jahr ein Frauenwochenende stattfinden zu lassen und unsere 20 Jahre bestehende Freundschaft zu feiern. Die Überlegung war, daß wir uns ungefähr "in der Mitte" treffen und so fiel die Wahl auf die Barockstadt Fulda die von uns beiden mit der Bahn ungefähr gleich entfernt ist. Am 09.07.2010 werde ich mich hier morgens um halb acht auf den Weg nach Osnabrück, weiter über Hannover nach Fulda machen und S. reist von München aus an. Treffen gegen elf auf dem Fuldaer Hauptbahnhof und dann geht unser Wochenende auch schon los. Geplant ist, im Fuldaer Holliday Inn 3 Tage/2 Nächte zu verbringen incl. Frühstück und zwei mehrgängigen Menus, ein  Museums-Paß ist inclusive und auch die Nutzung der Saunalandschaft. Ich finde, daß das für 137 Eur pro Person im Doppelzimmer ein klasse Angebot ist. Sonntag geht es dann jeweils mit der Bahn wieder Richtung Heimat. Noch ein Urlaub, auf den ich mich bereits jetzt total freue.

Freitag, 21. Mai 2010

Freitagsfüller by Barbara #60

Freitag .... Klasse!
Es bedeutet baldiges - und sogar langes - Wochenende und außerdem,
daß mein Urlaub näherrückt *freu*
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