Mittwoch, 31. März 2010

Fotos von den MuM's #3

Am Sonntag habe ich - ganz wie geplant - mit meinen MuM's gefaulenzt, gelesen und Merlin und Marlowe fotografiert. Bitte schön:

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Dienstag, 30. März 2010

Fotoexperiment: Vollmond

Ich habe gestern abend einen total schönen Mond von meinem Schlafzimmerfenster aus gesehen. Und ich habe mal wieder versucht, ihn zu fotografieren. Ein Stativ habe ich nicht, außerdem bin ich Laie. Aber wenigstens habe ich inzwischen eine bessere Digitalkamera. Und hier ist das Ergebnis:


Also, das könnte auch schlechter aussehen, oder?

Projekt 52-2010 - Hoch hinaus

Die Bilder sprechen, denke ich, für sich selbst ...

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Sonntag, 28. März 2010

"Die kurze Geschichte eines Prinzen" von Jane Hamilton

Dieses Buch habe ich im Rahmen von Mellis SuB-Wettbewerb I/2010 gelesen, denn es enthält das kleine, aber entscheidende Wort "Geschichte".

Worum geht es?
Der junge Protagonist Walter will Ballettänzer werden Seine Tante Sue bestärkt ihn in seinen künstlerischen Ambitionen. Er besucht zusammen mit seinen Freunden Susan und Mitch die Ballettschule, aber er ist nicht so talentiert wie sie. Versunken in die Musik, den Tanz, verliebt in Mitch, realisiert er sehr spät, daß sein Bruder Daniel im Sterben liegt. Dreiundzwanzig Jahre später ist nimmt Walter in der Nähe seiner Heimatstadt eine Stelle als Englischlehrer an. Zu Lucy, seiner jüngere Schwester, die nach Daniels Tod geboren wurde,findet er kaum Zugang, seiner Familie hat er seine Homosexualität nicht bislang nicht offenbart. Als seine Tante Sue das Familienanwesen am Lake Margaret, das für ihn immer eine Zuflucht darstellte, veräußern will, scheint sich die Reihe von Verlusten fortzusetzen. Was will Walter heute wirklich?

Nachlese
Ich fange mal wieder mit etwas einfachem an: Gelesen habe ich die gebundene Ausgabe aus dem Rowohlt Verlag, Ausgabe 1999 mit 480 Seiten, die ein Lesebändchen, eine sehr gute feste Papierqualität und eine ordentliche Bindung aufweist. Der Schutzumschlag zeigt, daß es um Ballett geht, auf der Innenseite sind kurze Ausführungen zum Buch zu finden, ansonsten gibt es nur noch ein Bild und ganz rudimentäre Angaben zur Autorin. Die Übersetzung aus dem Amerikanischen erfolgte durch Frau Marion Sattler Charnitzky. Ohne den Originaltext zu kennen kann ich nur sagen, daß mir beim Lesen keine Brüche, auffällige Wortwiederholungen oder ähnliches aufgefallen sind.

Was den Roman selbst angeht, sitze ich etwas unentschlossen vor der Tastatur.

Natürlich ist man als Leser neugierig: Wie wird es dem verliebten Walter ergehen, wird Mitch erfahren, daß Walter in ihn verliebt ist? Wie erklärt sich der Buchtitel ? Wie verkrafet Walter den Tod seines Bruders und wird er mit seiner Schwester klarkommen? Woher kommt die Einsamkeit des erwachsenen Walters, erfüllt ihn seiner Lehrberuf?

Die Autorin hat einen sehr ruhigen Roman geschrieben, der aus meiner Sicht keinen Spannungsbogen aufweist. So mußte denn auch meine Neugierde reichen, um das Buch durchzulesen. Aber ich habe lange für die Geschichte gebraucht und häufig der Versuchung nachgegeben, etwas anderes nebenher zu lesen.Wirklich gefesselt hat mich der Roman nicht. Zwar wird Walter von Jane Hamilton sehr intensiv beschrieben - er ist sensibel, künstlerisch, voller Sehnsucht -, aber das "reicht" mir nicht. Daniel, Mitch und Susan, Walters Eltern und Lucy erscheinen mir im Vergleich zu Walter farblos. Und auch wenn die Autorin ein weites Spektrum musikalischer und literarischer Kenntnisse (oder Recherche) offenbart, plätscherte die Geschichte so dahin und gewann erst auf den letzten 150 Seiten für mich an Fahrt. Dort erzählt J. Hamilton davon, wie Walter bewußt wird, daß Daniel im Sterben liegt und löst den Plot zum Familienanwesen auf.

Die durchaus anspruchsvollere Sprache rettete mich nicht vor Langeweile: 2,5 *

"Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte" von Michael Maar

Eigentlich wollte ich ja in meinem Sub-Wettbewerb-Buch "Die kurze Geschichte eines Prinzen" weiterlesen. Aber dieses Leihgabe von Sayuri - DANKE! - funkelte mich so an, daß ich nicht widerstehen konnte.

Nachlese
"Wer kennt ihn nicht, den berühmten Zauberlehrling? Harry Potter ist einer der größten Bucherfolge der Geschichte. Und diese Bücher haben es verdient! Das sagt Michael Maar, der, geschult an Autoren wie Vladimir Nabokov und Thomas Mann, die Bücher von Joanne K. Rowling als literarische Kunstwerke ernst nimmt. Wie die Autorin ihren Helden Harry, so führt Maar den Leser durch die verwinkelten Flure und Spiegelsäle, die Geheimnisse und Verliese der Zaubergeschichten. Was verbirgt sich hinter dem Namen von Harrys großem Gegenspieler Voldemort? In welcher der Figuren hat sich die Autorin selbst verewigt? Maar gibt Antworten, erklärt und deutet und wagt einen Ausblick auf die noch verbleibenden Bände." (Quelle: Berlinverlag)

Michael Maar ist ein deutscher Germanist, Schriftsteller und Literturkritiker. Ich gebe zu: Bis gestern, als mir Sayuri dieses 199seitige Taschenbuch aus dem Berlinverlag gab, war mit der Name Michael Maar kein Begriff. Offenbar mag er Nabokov und Rowling ... und sicherlich noch einige andere Autoren und Autorinnen ;). Von Nabokov habe ich "Das wahre Leben des Sebastian Knight" gelesen, "Lushins Verteidigung" steht hier bei mir (ersteinmal abgebrochen); so recht habe ich zu Wladimir Nabikov noch keinen Zugang gefunden. Zu Joanne Rowling allerdings schon. Die Harry-Potter-Bücher habe ich in der deutschen Übersetzung  mehr als einmal gelesen, die bislang produzierten Filme kenne ich alle.

Pro Kapitel führt M. Maar inhaltlich durch die Harry-Potter-Bücher 1 bis 4, kommentiert Szenen und Charaktere, verknüpft sie mit Mythen, Popkultur, ein Kapitel ist Spekulationen über die Entwicklung des Plots gewidmet, ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Bd. 5 der HP-Reihe, der offenbar kurz vor Erscheinen dieses Sachbuches veröffentlicht wurde. Abgerundet wird die Ausgabe von Anmerkungen, einer Tafel über Figuren, Orte und magischen Hilfsmittel.

Michael Maar spürt kleinen Fährten aus den Bücher 1 bis 4 nach, spricht über Stilmittel, die die Autorin verwendet. In der Ausgabe werden Ähnlichkeiten zwischen Joanne Rowling und einem ihrer Lieblingsautoren, Wladimir Nabokov, herausgearbeitet und auch ihre Verbundenheit zu Jane Austen aufgezeigt. Ein Loblied auf Frau Rowling? Ja, durchaus, aber ein realistisches. So, wie M. Maar einerseits ihre Fähigkeit der Story- und Charakterentwicklung hervorhebt, spricht er auch logische Fehler und Kunstgriffe in der Handlung an; ich empfand die Auseinandersetzung ausgewogen.

Und durch  Michael Maar's Buch habe ich gerade wieder wahnsinnig Lust bekommen, mal wieder die Harry-Potter-Bücher zu lesen ...

5,0 *
- Hm, schon wieder ;) -

Projekt 52-2010: Verwandtschaft

Ich bin gar nicht spät, wirklich nicht:

Als Poe mich mehr oder weniger anflehte, ihn mit nach Leipzig zu nehmen, war ihm vermutlich  nicht ganz klar, daß er dann ja auch von Waggy längere Zeit getrennt sein würde. Waggy ist die die bei mir auch in der Wohnung lebende UlgyDoll, sehr arbeitsam und fleißig. Waggy siedelte aus New York zu mir um, ist das nicht unglaublich! Wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt hatte, war Sayuri so nett, und hatte Waggy damals eine Mitfahrgelegenheit geboten. Jedenfalls war die Freude am 22.03.2010 bei beiden groß, als Poe und ich endlich wieder zu Hause waren.

Und dann ergab sich gestern noch für Poe und Waggy die Chance, ihre Verwandschaft in Bielefeld zu besuchen. Dieses Familienbild wollte ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten. Wie Ihr seht, es hat seinen Grund, daß der Post erst heute kommt:

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Samstag, 27. März 2010

"Keiko" von Jamie Ford

Um dieses Buch bin ich bereits längere Zeit herumgeschlichen. Das heißt, eigentlich bin ich um die gebundene Ausgabe herumgeschlichen, zuletzt in Bielefeld :) Als ich mich endlich zum Kauf entschlossen hatte und es im T* hier vor Ort kaufen wollte, war es nicht da. Und dann bin ich auf der Messe, laufe am Stand des bloomsbury-Verlages vorbei und was sehe ich dort? Auf einem Stapel mit Leseexemplaren liegt die Taschenbuchausgabe von "Keiko"! Also habe ich mich sehr brav vorgestellt und um ein Leseexemplar gebeten ... und bekommen :)

Worum geht es:
Der knapp 53jährige Henry sieht zufällig, wie die neue Eigentümerin des Seattle Panama Hotels der Presse Objekte präsentiert, die dort im Rahmen der Renovierungsarbeiten im Keller gefunden wurden. Das Hotel selbst war seit gut 40 Jahren geschlossen. Es lag im früheren japanischen Bezirk Nihonmachi  und, wie Henry weiß, hatten viele Japaner kurz vor der Zwangsinternierung dort im Keller private Kostbarkeiten wie Fotoalben, Kleidung etc. in Sicherheit gebracht. Bei den Sachen, die der Presse präsentiert werden, befindet sich ein Bambusschirm. Henry ist überzeugt, daß dieser Schirm Keiko gehörte, dem gleichaltrigen japanischen Mädchen aus seiner Schule. Henry fühlt sich zu Keiko hingezogen, aber auch Nihonmachi wird geräumt ...

Nachlese
Ich habe, wie gesagt, die 384seitige Taschenbuchausgabe des deutschen Berlinverlages gelesen, die dasselbe Cover trägt, wie die gebundene Ausgabe. Aus dem Amerikanischen übersetzt hat Werner Löcher-Lawrence und ich finde - das Original kenne ich ja nicht -, daß der Text sehr stimmig ist. Der Autor Jamie Ford ist chinesischer Abstammung und wuchs in der Nähe von Seattles Chinatown auf.  Ins einem Nachwort erklärt der Autor, daß der Roman auf historischen Ereignissen beruht, auch das Panama Hotel existiert.

In zwei Zeitebenen 1942 und 1986 wird der Leser in Henrys Erlebnisse einbezogen. 1942 lernt der damals 12jährige Henry Keiko kennen. Beide besuchen eine sogenannten "weiße" Schule. Henry und Keiko sind dort Außenseiter und werden von den Schülern nicht akzeptiert, vielmehr angegriffen. Aber auch in ihre jeweilige Gemeinde passen sie nicht mehr, weil sie auf die "weiße" Schule gehen. 1986 sieht Henry den Bambusschirm und erinnert sich an seine Kindheit und seine schwierige Beziehung zu seinem Vater. Heute hat er selbst einen erwachsenen Sohn, der Kontakt ist nicht einfach.

Henry und Keiko sind mir ans Herz gewachsen. Ich sehe die beiden vor mir, wie sie Sheldon lauschen. Ich bin dabei, wenn sie in der Schule ihr "Stipendium" erwirtschaften. Einfühlsam erschafft J. Ford ein Bild von Seattle nach dem Angriff von Peal Harbour aus Sicht der jungen Protagonisten. Die Liebesgeschichte wird ohne Klischees erzählt und ist aus diesem Grunde so glaubhaft. Ohne belehrend zu wirken vermittelt er nicht nur die vorherrschenden Vorurteile und die Angst der "weißen" Amerikaner vor der japanischstämmigen Bevölkerung, sondern bringt auch den Konflikt China/Japan zur Sprache. In seinem Nachwort zu diesem Roman führt Jamie Ford aus, daß er keine morlische Anklage erheben wollte. Aus meiner Sicht ist ihm dies gelungen. Sicherlich wird dem einen oder anderem Leser einen Figur besonders nahe gehen, manche Charaktere folgen dem gut-böse-Schema stärker. Aber die Hauptfiguren entwickelt Ford nachvollziehbar und differenziert. Wie vom Autor vorgesehen, bleibt die Wertung der Ereignisse beim Leser.


5,0 *

Freitag, 26. März 2010

Freitagsfüller by Barbara #52

Ich habe heute Barbaras Freitagsfüller bereits schmerzlich vermißt, offenbar hatte sie Probleme mit ihrem Hoster. Für Barbara ist es ein Jubiläum - ein Jahr lang Freitagsfüller. Echt toll, gratuliere! Mir macht das Ausfüllen jede Woche Freude und gehört - obwohl ich erst in diesem Jahr angefangen habe - bereits zu einer liebgewonnenen Gewohnheit! Der Klick auf die Grafik bringt Euch wie immer zu Barbara:


Und hier sind meine Antworten, heute wieder mit Füllfederhalter (klick verleiht Größe *g*):

Wie neurotisch bist Du? - Moviepilots neuer Test :)

Moviepilot ist ja immer für lustige und nicht allzu ernst nehmende Tests gut, zuletzt ging es bekanntlich darum, welche Persönlichkeit man im Alice-Universum ist.

Dieses Mal geht es um den neuen Ben-Stiller-Film "Greenberg". Letzterer ist ein Ex-Musiker aus NY, alleinstehend, ohne Job und gerade 40 geworden, leise tönt das Wort Loser durch die Gegend. Offenbar lebst Greenberg auch Neurose aus, wie sonst wäre dieser Persönlichkeitstest erklärlich:


Wer Lust und Laune hat, kann sich wie ich mal wieder durch die Antworten klicken. Mein Ergebnis: 

Sind die grauen Herren unterwegs? Wo ist Momo?

Es ist wieder so weit

In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren auf Sommerzeit von 02.00 Uhr auf 03.00 Uhr umgestellt, es wird uns also eine Stunde "gestohlen".


Ich habe bei einem Freitagsfüller (glaube ich) bereits angedeute, daß ich nicht sehr viel von der Umstellung der Uhren auf Sommer- und Winterzeit halte. Zum einen komme ich selbst damit nicht gut zurecht, ich bin immer etliche Tage "aus dem Tritt". Zum anderen merke ich auch an meinen MuM's, daß deren innere Uhr aus dem Takt gekommen ist, was sich natürlich wieder auf meine morgendlichen Ruhestunden auswirkt

Nein, glücklich bin ich damit wirklich nicht.

Und hier (klick) lese ich unter anderem, daß die Energiespar-Überlegungen wohl wirklich überholt sind ...

btw: Ich vermisse den heutigen Freitagsfüller *sniff*

heute abend: Spurensuche in MV durch J.J. Liefers u. A. Prahl

Das ist ja cool ...

Heute morgen (spät, aber noch rechtzeitig!) habe ich erfahren, daß die Schauspieler Jan-Josef Liefers & Axel Prahl, bekannt zum Beispiel als Münsteraner Tatort-Duo, durch Mecklenburg-Vorpommern gewandert sind, um dieses Bundesland weiter bekannt zu machen.

(Foto von Danny Gohlke)

Das ist schon deshalb aus meiner Sicht witzig, weil ich ein gebürtiger Fischkopp aus Mecklenburg Vorpommern (genauer gesagt: Nordvorpommern) bin, den es nach Nordrhein-Westfalen in die Nähe von Münster verschlagen hat :). Ich sehe mich übrigens weiterhin als Fischkopp, weil auch die Ostsee immer ein Teil von mir sein wird....

Jedenfalls bringt der NDR heute am 26.03.2010 um 20.15 Uhr den Film "Zwei Kommissare auf Spurensuche". Den Film muß ich natürlich unbedingt sehen, also werde ich die Sendung heute in der Mittagspause einprogrammieren (bin heute abend unterwegs). Schließlich erkunden zwei Schauspieler, die ich sehr gern sehe, privat und bestimmt sehr unterhaltsam meine Heimat *freu*. Appetithappen sind übrigens hier Einsatzort - MV (klick!) zu finden (von dieser Seite stammt auch das obige Foto).

Donnerstag, 25. März 2010

"Working Cats" by Terry deRoy Gruber

Leider gibt es kein Coverbild der englischsprachigen Originalausgabe dieses Buches. Aber der Amazon-Kunde Manfred Patiz hat fünf Bilder bei Amazon eingestellt, eines davon ist dieses:
 
Der hier von Terry deRoy Gruber (Rechte bei ihm!) abgelichtete Kater ist übrigens Anthony Boucher Ink, er "arbeitet" im Mystery Bookshop. Der Eigentümer des Buchladens wird wie folgt in dem Buch zitiert:

"People ask - since we sell only mystery books - why we don´t have a black cat. Well, I think all cats are mysterious - especially once you get to know their personality"

90 Schwarzweiß-Fotografien von Terry deRoy Gruber aus dem Jahr 1979 (oder früher, die Erstauflage war 1979) sind in diesem broschierten DINA4-großen Buch versammelt.Jeder Katze ist eine Doppelseite gewidmet, auf der einen Seite findet man die Fotografie, auf der anderen Seite wird die jeweilige Katze mit Name und Arbeitsplatz vorgestellt, ggf. kommentiert vom Ladenbesitzer, wie vorstehend.

Die Katze "Moshe" z.B. arbeitet beim Steinmetz und betreibt bibliophile Studien, indem sie auf dem Alten Testament schläft. "Louise" inspiriert einen Inneneinrichter und und und. Vielleicht habe ich sogar den gemeinsamen Vorfahren von Winterkatzes Shandy und meinem Merlin gefunden: Midnite, der in einem Uhrmachergeschäft arbeitet ("Time means nothing to a cat").

Die Fotografien zeigen die Katzen an ihren "Arbeitsplätzen", manche sitzen stolz im Mittelpunkt des Kamerafokus, andere lugen aus ihrem Versteck hervor. Verschiedentlich sind die Fotos grobkörnig, die Katzenaugen zu stark belichtet, aber hier sollte nicht vergessen werden, daß Katzen nicht unbedingt für die Kamera posieren und die Licht- und Umgebungsverhältnisse schwierig sein können, vermutlich hat auch die 1979 (oder 1978) verwandte Technik Auswirkungen auf die Qualität.

Ich habe mir "Working Cats" nach Lektüre von "Katzenspuren - Vom Weg der Katze durch die Welt" von Detlef Bluhm gekauft, in welchem auf die arbeitenden Katzen in diesem Buch verwiesen wird. Es war mir nur möglich, eine gebrauchte Ausgabe und zudem auf englisch zu erwerben, es sind kaum noch Ausgaben auf dem Markt.

Die Aufmachung des Buches - eine Seite das Katzenfoto, die andere Seite der Text -, Hochglanzpapier und die Working-Cats-Idee bringen 5,0*, auch wenn ich - zuletzt auf der Buchmesse - Fotobücher mit qualitativ besseren Katzenabbildungen gesehen habe. "Working Cats" hat seinen eigenen Charme.

Bei meinem Versuch, ein Titelbild für diesen Post zu finden, habe ich gesehen, daß "Working Cats" von Gruber - oder dessen Idee - offenbar fortgeführt wird durch folgendes Buch:



Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, was gerade passiert ist, oder ?

Flammen-Bilder

Mein Freundin Siobhan hat mir per Flame ein Bild erstellt. Ist das nicht lieb!


Liebe Siobhan

Drei am Donnerstag by Kirstin #11

Ein Klick auf die Grafik bringt Euch wie immer zu Kirstin, die diese Aktion veranstaltet.


 3 am Donnerstag



1 . Zensierst du deine Blogeinträge oder schreibst du frei nach Schnauze drauf los? Dank an Lieschen für diese Frage ♥

Wenn ich etwas im Blog posten möchte, schreibe ich es auch. Manchmal halte ich mich mit Details zurück, aus privaten oder beruflichen Gründen. Das dürfte uns aber allen so gehen. 
Bei einigen Beiträgen, insbesondere den Nachlesen, arbeite ich die Texte mal mehr, mal weniger durch, formuliere um, straffe etc. 
Ich versuche zumindest immer, besonders wenn ich mich über Dinge aufrege, entweder sachlich zu bleiben und, wenn das nicht möglich ist (weil mich die Sache doch emotional mitreißt), wenigstens deutlich zu machen, daß es hier um ausschließlich meine persönliche Meinung geht, die nicht zwangsläufig von anderen geteilt wird. 
Ist das Zensur? Wenn ja, kann ich in diesen Zusammehängen damit leben ...
2. Welchem Menschen würdest du jetzt gerne was Gutes tun und warum?
Dank an Beate
für diese Frage ♥
Jeder von uns freut sich über eine liebe Aufmerksamkeit, einen Gruß, Hilfe in irgendeiner Form. 
Manchmal ist man es selbst, dem man etwas Gutes gönnen sollte.
Heute geht es aber nicht um mich ;), sondern einen anderen, dem ich heute vormittag noch ein kleines Grußgeschenk aushändigen möchte ... 
3. Welche drei Geräusche machen Dich besonders glücklich? Warum?
das Wohlfühlschnurren meiner und aller anderen Katzen 
das Geräusch der See, das Anrollen und Brechen der Wellen - ok, nicht unbedingt bei Sturm ;) -
Naturgeräusche wie Vogelzwitschern und zirpende Grillen im stillen Hintergrund, während ich lese
Warum? 
Ich liebe das Zufriedenheitsgefühl, daß die Katzen dann ausstrahlen und mich sowohl bewegt, als auch beruhigt. 
Die See wird immer ein Teil von mir sein, ich verbinde mit ihr Kindheit, Heimat, sorglose Freiheit und viele nachdenkliche Stunden. Ich liebe sie und vermisse sie.
Während des Lesens auf dem Balkon, am See, im Park o.ä.  sind diese Hintergrundgeräusche einfach schön :)

Mittwoch, 24. März 2010

"Ti-Puss mit einer Katze allein durch Indien" von Ella Maillart

Vor kurzem hatte ich das Buch "Katzenspuren" von Detlef Bluhm gelesen, der u.a. auf dieses Buch verwies. Ich konnte nicht widerstehen und habe es mir gebraucht bestellt.

Nachlese:
Bei Amazon ist aufgeführt: "Lange bevor die sogenannte Beat-Generation den Buddhismus und das einfache Leben entdeckte, bereiste die 1903 geborene Abenteurerin Ella Maillart in den 40er Jahren Südindien und Tibet, auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung und einem Leben im Einklang mit der Natur. Sie reiste nicht allein: Eine kleine Katze, zärtlich "Ti-Puss" genannt, war ihre ständige Begleiterin. Diese Wahlverwandtschaft zweier Vagabunden läßt Ella Maillart tiefe Einsichten in das Wesen der wahren Liebe, Besitzansprüche, Verlustängste und Eifersucht gewinnen, aber auch tiefe Erfüllung und Glück erleben. Ein ungewöhnliches Buch über eine ungewöhnliche Beziehung.Die Schweizerin Ella Maillart (1903-1997) ist eine der großen Frauen-Reisenden unseres Jahrhunderts."



Was hat dieses Buch? Ella Maillart, die sich in Indien aufhält und Schülerin indischer Yogi, eine Suchende ist, hat Sehnsucht nach einem Tier und so gelangt das kleine Kitten Ti-Puss zu ihr. Während Ti-Puss aufwächst, unternehmen Ti-Puss und Ella bereits die ersten Reisen. Dies wird sich fortsetzen quer durch das Land: zu Fuß, im Zug, im Bus. 

Ein wenig Indien kam nach Leipzig, wo ich während der Messetage immer wieder in diesem Buch las. Besonders aber beeindruckte mich die Ausdrucksstärke und die Vielfalt des Vokabulars, mit der Ella Maillart Ti-Puss und die das gemeinsame Leben beschreibt. Ob es das Schulterblattspiel der Katze ist, oder der intelligente Ausdruck der Augen, das Flohspringen oder das Liebesgejammere: Mit feinem Gespür zeichnet die Autorin Aussehen und Charakter der Katze, spürt ihren liebevollen Gefühlen und Verlustängsten zu dieser gar nicht so samtpfotigen Katze nach und ruft sich die Lehren ihrer indischen Yogi und Ramas ins Bewußtsein.

Petit Pussycat badete im Ganges und reiste mit Ella Maillart "durch ganz Südindien. Sie kam zum Maharischi, dem großen Seher und Weisen von Tiruvannamalai, er streichelte ihren Kopf, als sie neugierig das Lager beschnupperte, auf dem er den ganzen Tag nackt saß. Sie war auch beim Meister von Trivandram zu Besuch, der mit ihr Ball spielte..." (Zitat aus "Ti-Puss" von Ella Maillart).

Ich fand die Geschichte von Ella und Ti-Puss bezaubernd schön und traurig, leise und doch unüberhörbar.
5,0 *

Dienstag, 23. März 2010

Old Possums Katzenbuch von T.S. Eliot

Dieses Büchlein aus der Suhrkamp-Reihe habe ich auf der Literatur-Meile der Leipziger Messe gebraucht erworben. Sein Vorbesitzer kam übrigens aus Witten...

4,0 * Nachlese
In diesem schmalen Band werden die englischen Originaltexte von T.S. Eliot von Nachdichtungen verschiedener deutschsprachige Übersetzer bzw. Autoren ergänzt. Außerdem finden sich acht Bleistiftzeichnungen von Kurt Steinel in diese Ausgabe aus dem Jahr 1977.

15 Katzengedichte sind hier versammelt
- The Naming of Cats
- The Old Gumbie Cat
- Growltiger's Last Stand
- The Rum Tum Tugger
- The Song of the Jellicles
- Mungojerrie and Rumpelteazer
- Old Deuteronomy
- The Pekes and the Pollicles
- Mr. Mistoffelees
- Macavity: the Mystery Cat
- Gus: the Theatre Cat
- Bustopher Jones: the Cat about Town
- Skimbleshanks: the Railway Cat
- The Ad-dressing of Cats
- Cat Morgan introduces himself


Der amerikanisch-englische Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Stearns Eliot (1888-1965), der ein großer Katzenliebhaber war, schrieb diese Katzengedichte ursprünglich für seine Patenkinder in den 1930er Jahren. Veröffentlicht wurden sie in England erstmals 1939 unter dem Titel Old Possum’s Book of Practical Cats (Quelle: amazon)

Die englischsprachigen Texte dazu, wie man Katzen Namen gibt und sie anspricht, daß man sich vorsehen muß vor Mungojerrie & Rumpelteazer, auch die weiteren Gedichte zeichnen wunderbare Katzencharaktere nach. Als "viel-englisch-Hörer" beim Film und "wenig-englisch-Leser" konnte ich auch ohne Wörterbuch die Zeilen gut erfassen. Auf jeden Fall gut genug, um die deutsprachigen nebenstehenden Texte weitestgehend zu ignorieren.

Zwar steht im Bändchen "englisch und deutsch", jedoch sind die Kapitelunterschriften konkreter: Es handelt sich um deutsche NACH-Dichtungen. Ein Beispiel aus dem ersten Gedicht "The Naming of Cats" und der Nachdichtung von Erich Kästner:

"The Naming of Cats is a difficult matter,
It Isn't just one of your holiday games;
You may think at first I'm as mad as hatter,
When I tell you, a cat must have three different names..:"
(T.S. Eliot)

"Wie hießen die Katzen? gehört zu den kniffligsten Fragen
Und nicht in die Rätselecke für jumperstrickende Damen.
Ich darf Ihnen, ganz im Vertrauen, sagen:
eine jede Katze hat drei veschiedene Namen..."
(Erich Kästner Nachdichtung)

Nicht bei jedem Gedicht sind die Unterschiede übrigens so gravierend.

Es ist mir klar, daß manche Reime oder Wortspiele nicht ins Deutsche übertragbar sind, dennoch h ich empfand ich die Nachdichtungen regelmäßig als "falsch" klingend. Ich habe dann auch die deutschen Nachdichtungen nur noch kurz überflogen und mich hauptsächlich auf die englischen Texte konzentriert. Und die deutschen Nachdichtungen - so gut sie auch gemeint sind - sind auch der Grund, daß ich bei meiner persönlichen Wertung einen Stern abziehe: 4,0 *

Aus Leipzig zurück

bin ich seit gestern nachmittag. Der Montag begann wie die letzten vier Tage in Leipzig um 06.30 Uhr mit dem Weckgeräusch meines Handys. Wie das so bei mir ist, habe ich an Reisetagen ja "Hummeln im A*". Das Ergebnis war, daß ich bereits um halb neun auf dem Bahnhof war, mein Zug jedoch erst um 09.40 Uhr fahren sollte ...

Wie gut, daß die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig bereits auf hatte


Auf dem Podest ist das Café der Buchhandlung untergebracht neben einigen Sachbüchern und dem Zugang zu einem separaten Raum, in welchem am Samstag auch der Fantasy-Leseabend stattgefunden hatte.


Poe versuchte erneut, sich meine wirklich nicht einmal eine Minute dauernde Ablenkung - obiges Foto schießen -, zu Nutze zu  machen und sich meinen Kaffee und die Leipziger Lerche zu krallen. Da ich ihn letztens schon deswegen deutlich meine Meinung gesagt habe - allerdings war ich bei dieser Gelegenheit ja zu spät: Es waren, wie Ihr ja wißt, nur noch ein paar Krümel und etwas Kaffee übrig -, war ich ziemlich enttäuscht. In der Buchhandlung wollte ich allerdings auch keine Szene machen und habe Poe daher nur in sein Reisetäschchen verwiesen und mich meinen Kaffee und der Lerche gewidmet. Danach bin ich noch in die Fantasy-Ecke geschlendert und habe nachgeschaut, ob sie dort "Fledermausland" von Oliver Dierssen liegen hatten. Zur Freunde meines Geldbeutels und meiner Schultern war dies nicht der Fall...

Da es inzwischen nach neun war, bin ich auf den Bahnsteig gegangen.
Da ich Poe nicht lange böse sein konnte, habe ich ihn fliegen lassen und gebeten, sich nicht allzuweit zu entfernen. Offenbar ging es Poe aber wie mir: Die ganze Zeit in den Buchmessehallen hat unsere Bewegungsmuskeln stark beansprucht, so daß auch Poe sich bald neben mich setzte, um auf den Zug zu warten.
Während der Zugfahrt habe ich mit "Keiko" von Jamie Ford angefangen. Das Buch hat mich schnell gefangengenommen, ich kam gut voran und habe während der Zugfahrt ca. 4/5 geschafft. Als wir endlich auf dem heimischen Bahnhof ankamen, tat mir mein Sitzfleisch weh, mal eine Abwechslung zu den Füßen

Siobhan war so lieb und holte uns hier zu Hause vom Bahnhof ab. Meine MuM's bereiteten mir einen liebevollen Empfang. Wie hatte ich nur etwas anderes denken können! Merlin kam sofort zu mir und wir haben erst einmal auf dem Gästesofa gepfotelt. Marlowe krabbelte dann auch unter dem Sofa hervor und kuschelte mit.
Ach, das war Chillen und Katzeln auf dem Gästesofa

Natürlich bekamen die MuM's den extra für sie gekauften Thunfisch in Gelee von feline porta trotzdem

Nach Kofferauspacken, Wäsche anstellen, Katzenstreu erneuern habe ich mir Kaffee gemacht, mir mein Buch "Keiko", mein Netbook sowie die Fernbedienung für den Fernseher geschnappt und bin auf meine Gästesofa im Wohnzimmer gekrabbelt, im Schlepptau Merlin und Marlowe.


Und dort haben wir eigentlich den Rest des Tages verbracht. Ich habe es sooooo genosssen! Merlin und Marlowe dicht bei mir, Merlin hat mir einen Liebesbiß verpaßt. Die MuM's schnurrten bei der leisesten Streicheleinheit und viel zum lesen kam ich nicht, weil ich mit der rechten Hand Merlin und mit der linken Marlowe streicheln durfte... hach, schön ...

Alle Fotos aus diesem Urlaub incl. der restlichen heutigen findet ihr hier:

Urlaub in Leipzig zur Buchmessezeit 2010

Sonntag, 21. März 2010

Urlaub in Leipzig 2010 - Tag 5

Ah ... für die Neugierigen unter Euch: Heute war es - zumindest in der Zeit, in der ich da war - auf der Messe nicht so voll wie gestern. Ich hatte ja doch einen kleinen Angstschub, daß heute so etwas wie ein Familientag stattfinden würde und ebenso viele Menschen wie gestern - oder sogar mehr - kommen würden. Aber nein :)

Heute morgen hatte ich recht Mühe, meine Beine um 07.00 Uhr aus dem Bett zu schwingen, da ich erst gegen halb drei in der früh eingeschlafen war. Dusche und ein kräftiger Kaffee wirkten dann aber erneut ihren Zauber und so stand ich pünktlich im Nieselregen an der Straßenbahn und fuhr zum Neuen Messegelände. uch Seychella habe ich heute morgen wieder im Eingangsbereich getroffen und mich mit ihr zu der Tarean-Lesung verabredet.

Zunächst bin ich aber in die Halle 3 gegangen (diverse Sachbuch- und Hörbuchverlage) und schlenderte etwas herum, bevor um 10.30 Uhr der Astronom und Physiker Dieter Bernard Herrmann sein Sachbuch "Der Urknall im Labor" vorstellte. Die Zeit für die Autoren ist ja regelmäßig auf 30 Minuten begrenzt und so hatte sich Herr Herrmann dafür entschieden, etwas zur Materie zu erzählen, dann das Nachwort zu lesen und im Anschluß ggf. ein paar Fragen zu beantworten. Sein Sachbuch beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die der LHC, der bislang größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger in der Nähe von Genf birgt. D.B. Herrmann wies darauf hin, daß die Physik derzeit nicht in der Lage sei, die Ereignisse zum Zeitpunkt "Null" zu beschreiben. Aktuell gingen er und andere Physiker davon aus - gesichert sei es halt nicht -, daß in diesem Zeitpunkt Temperatur und Dichte unendlich, die Ausdehnung der Materie dagegen null gewesen sei. Insbesondere durch theoretische Physik könne man darstellen, was ab einem Zeitpunkt von "10 hoch minus 43" sekunden nach Null stattfindet. Über den LHC erhoffe man nun experimentelle Beweise, die vermutlich zu weiteren Fragen führen würden Auch würde man hoffen, durch den LHC die Existenz von Hicks-Bosonen (ich hoffe, man schreibt sie auch so ) sowie von dunkler Materie nachweisen können - beides sei derzeit nur theoretisch herleitbar.

Im weiteren Verlauf ging es noch darum, ob es eine "Weltformel" geben könnte. Man hatte früher gedacht, daß biologische Prozesse auf chemische Reaktionen zurückzuführen wären, chemische Reaktionen durch Physik (wechselwirkende Kräfte) erklärlich werden, man also durch eine solche Reduktion vielleicht zu einer Weltformel gelangen könnte, die die verschiedenen Prozesse beschreibt. Mit der Entwicklung der Quantenphysik wurde aber deutlich, daß man die mannigfaltigen Wechselwirkungen der lebenden Materie nicht durch unbelebte Teilchen beschreiben kann: Ob es nun soziale Wechselwirkungen zwischen einzelnen Menschen im großen sind oder die unvorhersagbaren Wechselwirkungen tausender Elektronen im "Fluß" von einer Stromquelle zu einem Empfänger: Diese Umstände können nicht formelhaft dargestellt werden. Wäre es anders, müßten wir in letzter Konsequenz davon ausgehen, daß alles im Universum berechenbar und damit vorherbestimmt ist (eine Vorstellung, die mir persönlich nicht behagt). Dieter B. Herrmann zitierte Aristoteles, der diese Erkenntnis bereits formuliert habe: "Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile". Ich war ja in Versuchung, sein Sachbuch mitzunehmen. "Gerettet" wurde ich dadurch, daß "Der Urknall im Labor" eigentlich noch gar nicht erschienen ist und nur ca. 10 Exemplare für die Messe extra gebunden wurden, die auch gleich weg waren

Von dieser sehr wissenschaftlichen Präsentation schlenderte ich an einer musikalischen Darbietung - Klavier und Streicher, gespielt wurden Kompositionen aus Lateinamerika - vorbei in die Halle 2 zu "Tarean" und den Kristalldrachen. Bernd Perplies las aus Teil 2 seiner Trilogie eine Szene in einem Wirtshaus. Und wie präsent der Wirt in der Lesung wurde, klasse!

Ich bin auch gleich mit Seychella auf der Fantasy-Leseinsel geblieben, da sich an die Lesung von Herrn Perplies diejenige von Gesa Schwartz anschloß. Für sie war es eine Premiere: die erste Lesung! Und sie hatte ein tolle Szene aus ihrem Roman "Grim" gewählt. In dieser Szene erfuhr man etwas über Grim und lernte den ominösen "Kartenmann" kennen, sie war ziemlich gruselig und wurde gut gelesen. Das Ergbnis ist, daß ein weiteres Buch auf meiner to-read-Liste erscheint

Eigentlich wollte ich danach einer Lesung von Brigitte Riebe zu "Die Prophetin vom Rhein" in Halle 5 beiwohnen, allerdings fiel sie wegen Krankheit der Autorin aus. Ich bin daraufhin erneut in die Halle 3 abgewandert und habe mich dort etwas umgeschaut. Besonders ist mir die Buchpräsentation des Mitteldeutschen Verlages dabei ins Auge gefallen:


Schließlich bin ich bei der Präsentation des neuen Kataloges von Ulrich Forchner gelandet. Letzterer ist Zeichner, Illustrator, Karikaturist und hat unter anderem früher Zeichnungen im "Das Magazin" veröffentlicht und im In- und Ausland ausgestellt. Inzwischen ging es auf halb zwei und ich begab mich zum letzten Mal in die Halle 2 auf die Fantasy-Leseinsel. Dort habe ich mich von Seychella verabschiedet, die sich ein Buch von Ju Honisch, deren Lesung gerade endete, signieren lassen wollte und keine Lust hatte, mir bei der Lesung von Lena Klassen aus "Magyria", einem Vampirroman Gesellschaft zu leisten. 
Das Setting in Magyra unterscheidet sich allerdings erneut ein wenig von den klassischen Vampirromanen. Magyria ist die Heimat der Schatten,die in die menschliche Welt wechseln, hier Blut trinken und dadurch ihre Kräfte stärken, um in Magyria die Stadt des Lichts zu unterwerfen. Der Roman spielt auch in diesen zwei Welten und beschreibt zum einen den Kampf in Magyria und zum anderen, wie die Protagonistin Hanna in Budapest versucht, die Vampire zu bekämpfen. Auch Lena Klassen hatte zwei interessante appetitanregende Szenen gewählt *seufz*, noch etwas für die Liste

Nach dieser Lesung habe ich mich aus den Hallen der Buchmesse verabschiedet, meine Füße machten sich doch nachdrücklich bemerkbar


Alle Fotos aus diesem Urlaub incl. der restlichen heutigen findet ihr hier:

Urlaub in Leipzig zur Buchmessezeit 2010

Inzwischen habe ich meine Sachen zusammengesucht und insbesondere meine Neuanschaffungen vorsichtig im Trolley verstaut. Ein frisch gebrühter Kaffee leistet mir bei diesem Post Gesellschaft.

Ich bin etwas müde, wenn ich ehrlich bin. Damit meine ich nicht, daß ich jetzt schlafen könnte, sondern daß mich die Messetage insgesamt gefordert und beansprucht haben. Von Leipzig habe ich dieses Jahr wenig gesehen, in Museen war ich gar nicht, aber ich habe dafür dieses Mal viel mehr von der Buchmesse gesehen, aufgesogen, erlebt. Die letzten Tage waren intensiv, überwiegend befriedigend und verführerisch. Nicht umsonst habe ich zwei Bücher direkt nach den Lesungen gekauft, ein Leseexemplar mitnehmen können und drei weitere Bücher erworben. Und dann ist auch noch die to-read-Liste angewachsen, interessanterweise hauptsächlich durch Fantasy-Lektüre

Morgen früh um halb zehn fährt mein Zug hier vom Leipziger Hauptbahnhof ab, das Hotel habe ich bereits bezahlt, so daß ich morgen nach dem Duschen und dem Frühstück auch direkt abreisen kann. Ich freue mich bereits auf Merlin und Marlowe (gut, daß ich Bestechungs-Thunfisch gekauft habe) und darauf, endlich wieder mit ihnen zu kuscheln ...