Freitag, 10. September 2010

"City of Bones - Chroniken der Unterwelt Bd. 1" von Cassandra Clare

Letzte Woche wollte ich mir aus meiner Wohnort-Bibliothek eigentlich "Alice hinter den Spiegeln" von Lewis Carroll ausleihen. Das Buch war aber nicht auffindbar. Und so stand ich vor "City of Bones" und nahm es mit.

Worum geht es?
Die in New York lebende 15jährige Clarissa, genannt Clary, kann im Gegensatz zu ihrem besten Freund Simon und anderen Menschen "mehr" sehen: Sie wird Zeuge, wie sogenannte Schattenjäger einen Dämon stellen und töten. Auch für die drei Schattenjäger Jace, Alec und Isabelle ist das ungewöhnlich, denn normale Menschen haben diese Fähigkeit nicht. Clary trifft erneut auf Jace, als sie sich nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter am nächsten Tag in einen anderen Club begibt. Jace möchte, daß sie sich mit ihm in das Schattenjäger-Institut zu dem Mentor und Gelehrten Hodge begibt. Da erreicht Clary der Anruf ihrer Mutter, die ihr erklärt, Clary dürfe auf keinen Fall nach Hause kommen ... dann hört Clary nur noch Geräusche, die auf einen Überfall hindeuten. Als Clary ihr Zuhause erreicht ist ihre Mutter verschwunden und sie wird von einem Dämon angegriffen, den sie nur mit Glück abwehren kann. Jace, der ihr gefolgt ist, bringt die verletzte Clary ins Institut. Woher kommt Clarys Fähigkeit, die eigentlich unsichtbare Welt wahrzunehmen? Was hat es mit Schattenjägern, Hexenmeistern, Dämonen auf sich und wo ist Clarys Mutter?

Nachlese
Urban Fantasy heißt das Genre, in welches dieser Jugendroman offenbar einzuordnen ist. In diesem Sub-Genre der Fantasy wird die reale Welt mit phantastischen Elementen durchbrochen.Im Fall von "City of Bones" begegnen dem Leser Nephilim, Hexenmeister, Dämonen, auch Vampire und Werwölfe sind vertreten und Teil dieser Romanhandlung. Mit Clary zusammen stolpert der Leser zunächst in diese Welt und versucht sich zu orientieren, erfährt mehr über die Nephilim, woher die Werwölfe kommen, wozu man Runen benötigt und noch vieles mehr über diese Welt und über Clary selbst.

Cassandra Clare ist es problemlos gelungen, mich in Clarys Welt zu ziehen. Die Geschichte startet schon im Club mit dem ersten Zusammentreffen von Clary und den Schattenjägern gut und wird durch Clarys Streit mit ihrer Mutter sowie deren Verschwinden flüssig in Gang gehalten. Die auf verschiedenen Ebenen zu klärenden Fragen  betreffend Clary selbst, den Verbleib ihrer Mutter, der unsichtbaren Welt, und der abwechselnd humorvolle und ernste Ton der Geschichte sicherten meine Aufmerksamkeit. Die Charaktere fühlten sich für mich echt an. Ich konnte mir durchaus vorstellen, wie Clary und Simon im Club abhängen oder an Jace Mentor vorbei auf eine Party schleichen, weil sie hoffen, dort weitere Informationen zu erhalten.

Ja, es gab auch ein paar Dinge, mit denen ich nicht ganz so glücklich war. Mich nervte zum Beispiel ein wenig, daß Clary auch zu den Mädchen gehört, die - obwohl sie es natürlich sind - sich selbst nicht attraktiv und andere Mädchen viel hübscher finden und die nicht merken, wie sie auf Jungen wirken. Etwas unpassend wirkt auch der Perspektivwechsel auf Jace in Kapitel 18 "Der Kelch der Engel", werden in diesem Band doch ansonsten die Ereignisse zwar "von außen", aber eindeutig aus Clarissas Sicht geschildert. Im Vergleich zu dem gesamten Roman fallen diese Dinge - zumal einige davon auch subjektiv sind - kaum ins Gewicht. Ich finde, das "City of Bones" ein beeindruckendes Romandebut von Clarissa Clare ist. Und die übrigen Bände werde ich sicher gelegentlich auch lesen :)

Nachbemerkung:
Dieses Buch ist ja, wie gesagt, eine Leihgabe aus der Bücherei. Schaut mal, was ich auf einer Seite gefunden habe:

Kommentare:

  1. Mir hat "City of Bones" auch gut gefallen, ich hab es vor einer ganzen Weile mal auf Englisch gelesen. Der zweite Teil gefiel mir auch gut, aber zum dritten bin ich leider noch nicht gekommen. Das wird aber auch dringend nachgeholt!

    Ich nerv dich auch mal mit einem kleinen Stöckchen. -lach-
    Falls du Lust hast: http://wp.me/psKcW-oQ

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  2. @Shiku
    Sobald der zweite Teil in der Bücherei wieder auftaucht, werde ich ihn wohl auch mitnehmen, denke ich. Ich fand es ganz nett in Clarys New York ;)

    Auf englisch stehen sie in der hiesigen Bücherei allerdings nicht ...

    Lg und noch einen schönen Sonntag!

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  3. Betr. handschriftlicher Vermerk: Oh, diese Kinder!!!! *lach*

    Was das Buch angeht: Ich hab alle drei Bände hier stehen und kann mich einfach nicht aufraffen, sie zu lesen. Irgendwie habe ich trotz (oder wegen) der allgemeinen Begeisterung die Befürchtung, dass ich furchtbar enttäuscht sein könnte. Deine Rezension macht mir allerdings Mut … Irgendwann pack ich die Bücher doch endlich an! :)

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  4. @Irina
    Ja so ist das mit den Jungspunden *g*

    Als Romandebut und ersten Band einer Serie finde ich das Buch beachtlich und hoffe, daß die Autorin sich noch steigert. Aus meiner Sicht sind die Schattenjäger, Clary, Simon, Hodge und Magnus Bane auch interessanter als z.B. die Biss-Charaktere ;)

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