Samstag, 12. Juni 2010

"Star Trek Vanguard Bd. 3 - Ernte den Sturm" von David Mack


Auch dieses Buch habe ich bereits im Mai 2010 gelesen, an dieser Stelle gibt es nun auch die Nachlese. Und auch hier gibt es

vorab eine Spoilerwarnung.

"Ernte den Sturm" setzt die Geschichte der zwei Vorbände "Der Vorbote" (klick) und "Rufe den Donner" (klick) fort. Es ist auch empfehlenswert, diese beiden Bücher vorher zu lesen. David Mack baut zwar Rückblenden ein und läßt u.a. ein Briefing der USS Sagitarrius-Crew durchführen und damit indirekt des Lesers, aber natürlich bleiben z.B. die feinen Details der Charakterbeziehungen außen vor.

Worum geht es?
Das Mysterium der Taurus-Region offenbart sich. Uralte Geheimnisse liegen auf dem fünften Planeten des Jinoteur-Systems, drei Rivalen kämpfen um ihre Kontrolle: Die Föderation und das Klingonische Imperium wollen sie für ihre Zwecke einsetzen, die Tholianische Versammlung sie vernichten. Aber die Bedrohung auf der entfernten Welt ist gefährlicher als die Völker zunächst annehmen. Die Shedai, die vor Äonen in der Taurus-Region geherrscht haben, erwachen aus ihrem langen Schlaf, um mit ganzer Härte Rache an den Eindringlingen zu nehmen ...

Nachlese
Aber hallo! David Mack, Autor diverser Star-Trek-Romane und insbesondere von "Der Vorbote", meldet sich mit Band 3 der Vanguard-Romanserie eindrucksvoll zurück. Er greift bis auf einen alle größeren Handlungsstränge des Vorbandes auf und führt den "großen" Shedai-Handlungsbogen zu einem vorläufigen Ende. Ich war ja etwas enttäuscht, daß auf den in Band 2 eingeführten "neuen Mitspieler" gar nicht eingegangen wurde. Nun, durch die rasant auf mehreren Ebenen spielenden Geschichte  und dem etwas besser in den Griff bekommenen Lektoratsproblem wurde ich aber für den "vermißten Handlungsbogen" großzügig entschädigt:

Die Shedai-Wanderin ist bemüht, die anderen Shedai zu wecken und benutzt hierfür ohne zu zögern und ohne Rücksicht auf Verluste Tholianer. Und tatsächlich kommen die Benannten und die Namenlosen dieser Rasse zusammen, um die Eindringlinge aus ihrem früheren Reich zu vertreiben: Niederlassungen und Schiffe der Klingonen und der Förderation werden angegriffen. Die politisch zu treffenden Entscheidungen durch Commodore Reyes und Botschafter Jetanien sind schwierig und nicht ohne Konsequenzen. Daneben gibt es einige Entdeckungen in wissenschaftlicher Hinsicht und "die Gruft" auf Vanguard hat eine neue Mitarbeiterin...

Ich habe mich gefreut, etwas über die Tholianer zu erfahren. Mir ging bereits während der Lektüre des zweiten Bandes die TNG-Folge "Das fehlende Fragment" durch den Kopf. Zwar hat die Folge nicht direkt etwas mit den Tholianern zu tun, trotzdem ist sie für mich mit "Ernte den Sturm" verbunden. Als Fan habe ich mich daneben auch gefreut, Hinweise auf sich abzeichnende Ereignisse Star-Trek-Universum zu entdecken.

Gut, ich runzelte etwas die Stirn, als Anna Sandesjo Lampen warf (ok, die Rasse hat zwar Temperament, aber ... Lampen?) oder als ich erfuhr, daß ein Botschafter offenbar einen besserer Geheimdienstoffizier abgibt als T'Prynn. Stärker irritierte mich dann folgendes: David Mack führt die empathische Exfrau von Commodore Reyes als Präsidentin einer Kolonie ein. Reyes empfiehlt ihr dringlich, die von ihr vertretene Kolonie unter den Schutz der Förderation zu stellen. Sie erklärt ihm, sie könne zwar merken, daß er ihr mit seiner Empfehlung nicht schaden wolle und wisse das auch aus ihrer früheren Beziehung. Dennoch hält sie ihm ständig vor, er würde ihr etwas verschweigen, deswegen (ver)traue sie ihm nicht. Auf diesem Standpunkt beharrt sie auch bis zum Schluß.  Hallo? Reyes ist seit Jahre im Militärdienst und jetzt Commander eine Raumstation. Natürlich verheimlicht er ihr Dinge! Sie ist seine Exfrau, dieser Umstand - Geheimnisträger - sollte ihr bekannt sein und außerdem kennt sie Reyes als Privatperson und kann als Empathin seine aktuellen Gefühle "lesen". Der aufgebaute Konflikt Raumstationcommander/ Koloniepräsidentin ist für den Plot erforderlich, aber in ihrem unnachgiebigen "Widerstand" wäre eine mit dem Commodore nicht langjährig Vertraute aus meiner Sicht einfach glaubwürdiger gewesen.

Dennoch, in der Gesamschau habe ich "Ernte den Sturm" als spannendes, mitreißendes Buch empfunden :)

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