Freitag, 18. Juni 2010

José Saramago ist verstorben

Oh, ich mußte gerade in meiner Kaffeepause zur Kenntnis nehmen, daß der portugiesische Romanautor und Literatur-Nobelpreisträger  José Saramago heute verstorben ist.

Meinen letzten Kontakt zu ihm hatte ich indirekt gestern, als ich bei Jari einen Kommentar hinterließ betreffend "Stadt der Sehenden" und mir diesen Roman auf meine to-read-Liste packte. Vor knapp 1 1/2 Jahren hatte ich "Stadt der Blinden" wiedergelesen und mir kurz darauf die Verfilmung angeschaut (ich finde sie durchaus stimmig). Dort gab es auch ein Interview mit Saramago, der zu diesem Zeitpunkt schon kränklich aussah. Nun, er ist 87 Jahre alt geworden ...Von seinen Romanen kenne ich nur noch "Das steinerne Floß". Es ist schon fast eine halbe Ewigkeit her, daß ich diesen Roman gelesen habe, es berührte mich nicht so intensiv wie "Die Stadt der Blinden" (ich habe übrigens keine Nachlesen online). Sein Schreibstil bereitete mir am Anfang Mühe, aber für mich hatte es sich gelohnt...

In der deutschen Wikipedia (klick)  gibt es einen Abriß über Leben und Werke Saramagos und weiterführende Links ...

Kommentare:

  1. der titel klingt ja sehr interessant. worum gehts denn da?
    zu meiner schande muss ich gestehen, dass ich den autor nicht kenne.

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  2. Hallo Paleica!

    Ich bin damals auch nur total zufällig über Saramgo gestolpert. Und wie das so ist... Bevor Hertha Müller den Literatur-Nobelpreis bekam, hatte ich ihren Namen auch noch nie gehört- und bis heute noch nichts von ihr gelesen btw ;)

    In "Stadt der Blinden" erblindet auf einmal ein Autofahrer an einer Ampel. Einfach so, ohne Grund, organisch ist alles in Ordnung. Und es ist keine "schwarze", sondern eine "weiße" Blindheit. Wie eine Infektion, offenbar durch Kontakt, breitet sich diese Blindheit in der Stadt aus und die Regierung bringt alle Erblindeten in ein altes Krankenhaus. Darunter befindet sich auch der Augenarzt, der den "ersten Blinden" behandelt hat und die Frau des Arztes, die ihren Mann begleitet, obwohl sie noch sehen kann ... Eine Sperrzone wird eingerichtet, Soldaten stationiert, aber innerhalb des Krankenhauses bleiben die Blinden sich selbst überlassen. Zu sehr haben die übrigen Menschen Angst, sich anzustecken und auch zu erblinden. Und schon bald formieren sich Gruppen und gibt es Kämpfe im Krankenhaus, besonders um Essen ...

    Der Schreibstil von Saramago ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Ich meine Satzlänge, Satzzeichen etc. Das Buch ist durch das Kino im Kopf ntensiver als der Film. Aber ich finde, auch der Film fängt den Horror recht gut ein ...

    Lg Natira

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