Montag, 31. Mai 2010

Star Trek 1 - 10 DVD-Box Remastered - IV - "Zurück in die Gegenwart"

Der Star-Trek-Film "The Voyage Home" = "Zurück in die Gegenwart" kam 1986 in die Kinos. Im Januar 1986 war die Raumfähre Challenger kurz nach dem Start zerbrochen, wobei alle sieben Astronauten starben. Es war ein furchtbares Unglück. Der Film "The Voyage Home" gedachte im Kino und gedenkt noch heute aufgrund seiner Verbreitung auf Video, DVD und sicher auch bluray weiterhin der Männer und Frauen, die bei der Challanger-Katastrophe ihr Leben ließen. Eine schöne Geste.

Zur Erinnerung: Wie hier (klick) erwähnt, handelt es sich um die Kino-Version dieses Films. Zum Inhalt und der Besetzung verweise ich mal wieder auf die deutsche Wikipedia (klick)

Fanfarenklägen und ein Sound, der mich an Beamen (z.B. von, hm ... Walen?) erinnert, gehen über in das neue Musiktheme des vierten Star-Trek-Films, wundervoll komponiert von Leonard Rosenman (mir gefällt auch des russisch inspirierte Theme mit den Bläsern). Zu der Musik läuft auch diesem Film der Vorspann, bevor es auf die "Saratoga". Sie untersucht gerade nahe der neutralen Zone eine Sonde, im Hintergrund sind seltsame Geräusche zu hören. Dann geht es schon in das Sternenflottenhauptquartier, wo der klingonische Botschafter seine Klage gegen Captain Kirk vorbringt. Hm, ich habe es jetzt nicht nachgeschlagen, aber John Schuck, der den klingonischen Botschafter spielt,erinnert mich unter dem ganzen Make-Up mit seinen Gesten und der Intonation an den (verjüngten) Draal aus Babylon5. Nur mal so am Rande ...

hm... Die vulkanischen Techniker, die auf der "H.M.S. Bounty" vor dem Start helfen, haben lustige Mützen auf. Immer wieder finde ich die von McCoy geäußerten Bedenken gegenüber Kirk, Spock wieder auf seine Station zu lassen, erheiternd und erst recht McCoys Gespräch über Leben/Tod/Leben mit Spock

Der Bird of Prey dieses Films ist wirklich fantastisch designt, diese Details innen und außen. Toll!


Es gibt so viele wundervolle Momente in diesem Film, da weiß ich gar nicht, was ich erwähnen soll. Kirks Warnung vor der primitiven paranoiden Kultur? Spocks Stirnband? Die Müllmänner, die eine Begegnung der dritten Art haben? Die "gelben Seiten"? Das Beäugen von Uhura und Chekov durch den Polizisten, als die beiden 1986 (!) nach den atomgetriebenen Schiffen fragen, insbesondere natürlich Chekov mit russischem Akzent (soweit ich weiß, war das ein echter Polizist, der nicht wußte, daß gefilmt wird)? Wie Kirk im Walinstitut Spock vermißt und dessen Tauchgang?Scottys Interaktion mit dem Computer? Gillians und Kirks Gespräch nach dem Essen im Wagen, wenn sie im vorhält, daß er ihr ja auch nicht das Raumschiff zeigen würde? Sulus Gesicht, wenn die Scheibenwischer im Hubschrauber angehen? McCoys Entsetzen im Krankenhaus oder sein Tätscheln der Oma, überhaupt die Szenen im Krankenhaus ? Oder die Walfang-Szenen oder oder oder? In diesem Zusammenhang: Sind die Buckelwal-Modelle nicht fantastisch. Ich bin immer wieder erstaunt, wie echt sie wirken.

Ich sehe gerade, daß Chekov nach seiner Errettung aus dem Krankenhaus direkt seine Station aufsuchte. Er trägt auch noch den grünen Krankenhauskittel über seinem Krankenhaushemd, das ist mir bislang gar nicht bewußt aufgefallen. Dabei ist der Kittel hinten zuzubinden, wie man bei Gillian, McCoy und Kirk sieht... Hm, wenn das ein traditionelles Krankenhaushemd ist, das Chekov trägt ... ...Nun, er behält dieses Outfit an, wie ich sehen konnte. Er scheint auch irgendwie Hausschuhe zu tragen, bevor er mit dem Rest der Crew ins Wasser fällt

Im Gegensatz zu den früheren Star-Trek-Filmen läuft hier der Abspann zu verschiedenen Filmszenen, gefällt mir

Die Specials ... :)


Was die Botschaft des Films angeht: Wie der Filmcharakter Gillian bereits 1986 erklärt, werden noch immer Wale gejagt, obwohl die meisten Produkte künstlich hergestellt werden können. Insbesondere der Blauwal sei fast verschwunden. Und wo sind wir fast 25 Jahren später? In dem Special "Star Trek For A Cause" kommen Greenepeace-Mitglieder zu dieser Frage zu Wort, wobei das Problem heute nicht nur der industrielle Walfang ist, sondern auch generelle Umweltverschmutzung der Meere, das Schmelzen des Polareises.

Der Kommentar wurde von Roberto Orci und Alex Kurtzman aufgesprochen, den beiden Autoren des neuen neuen Star Trek Films (reboot). Mit Star Trek IV haben beide nicht direkt etwas zu tun, außer, daß sie Star-Trek-Fans sind. R. Obetrachten den Film nicht nur als Fans, sondern auch als Autoren. Sie sprechen darüber, wie die Trilogie (II, III, IV) aufgebaut ist, welches Themen sich durch die Filme ziehen und wie stark die Charaktere inzwischen ausgestaltet sind, denn ein Hauptcharakter - die Enterprise - taucht ja erst in der letzten Szene auf. Ich gestehe aber, daß ich den "Fan"Kommentar zu "Auf der Suche nach Mr. Spock" unterhaltsamer fand.

... Ich liebe diesen Film. Er hat eine tolle Botschaft, ich liebe den Humor in diesem Film und das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere und ihrer Handlungsstränge. Es gibt keine Weltraumschlachten, aber dennoch eine interessante Bedrohung, die aus der Welt zu schaffen ist. Interessant deshalb, weil die Sonde zwar außerirdisch ist, die Bedrohung aber von den Menschen des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Und ich entdecke tatsächlich nach bestimmt 10maligem (oder mehr *g*) Schauen des Films immer noch neues: z.B. Chekovs Krankenhaus-Outfit oder ein verräterisches Symbol auf dem von Scotty bedienten Computer.

Trotz der nachfolgenden Filme VI, VIII und XI ist Nr. IV "Zurück in die Gegenwart" für mich noch immer der beste der Star-Trek-Filme

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