Montag, 3. Mai 2010

seltsamer Traum

An diese Traum-Szenen erinnertee ich mich heute morgen:

Szene 1: In einem Supermarkt. Man kommt durch die Tür - es ist kein Bereich mit Leergrutautomaten oder ähnlichem vorgeschaltet - und steht im ersten Gang. Siobhan u. A. stehen dort, auf die ich zugehe. Wir unterhalten uns über die morgige Lesung mit Jan Weiler. Ich drehe mich um und schaue in den lichtdurchfluteten Gang. Ein älterer mir unbekannter Mann von ca. 60 Jahren steht dort, als ich meinen Einkauf fortsetze. Ein schottischer Whiskey wird von mir in meinen Einkaufswagen gepackt, mein Vater, der auf einmal neben mir ist, sagt, daß er so etwas nicht trinke. Ich lächle, da ich das weiß. 

Szene 2: Mein Vater und ich fahren daheim mit dem Rad die Hafenstraße am "Anker" vorbei, wir wollen zum Friedhof. Eigentlich ist es für Vati und  mich die falsche Straße, da die Wohnung schon Ewigkeiten nicht mehr auf dieser Seite des Ortes liegt (im Traum ist mir das vage bewuß)t. Wir überholen den älteren Mann, den ich im Supermarkt gesehen habe, bei ihm ist ein Junge, den ich fast mit meinem Rad streife. Es ist passiert aber nichts. 

Szene 3: Ich komme in mein Wohnzimmer hier in NRW und sehe diesen älteren Mann, wie er gerade das von mir für meine MuMs angebrachte Aussichtsbrett weiter auseinandersägt. Es ist noch mit Wachstuch umwickelt und die beiden Enden dieses Brettes haben Sägeschnittflächen.Völlig entrüstet frage ich ihn, was er denn da tue und wie er hier hereinkäme. Die letzte Frage beantwortet er nicht. Auf die erste erwidert er, Frau F. (eine Mietpartei, die in einem diesen Haus nachgelagerten Objekt wohnt) habe gesagt, er könne das Brett abbauen. Während ich mich darüber aufrege, was ihr und ihm denn einfalle und warum er, wenn er es schon abbauen wolle, nicht einfach die Winkelverbindungen gelöst habe, maunzt mir Marlowe ins Ohr und ich werde wach.

Seltsam ... Aber zumindest bekam ich eine "Einführung" des Aussichtsbrett-Zerstörers über zwei Szenen...

Kommentare:

  1. Liebe Natira,

    hoffe, es war nicht alptraumhaftig, in deinem Traum vorzukommen :-)
    Ist schon seltsam, dein Traum, meine ich.

    Was meinst du mit

    Seltsam ... Aber zumindest bekam ich eine "Einführung" des Aussichtsbrett-Zerstörers über zwei Szenen... ?

    Ist das Aussichtsbrett irgendwie von deinen Katzen kaputt gemacht worden? Hast du den Mann erkannt?

    Ja, Träume können einen schon irgendwie verwirren. Ich würd immer gern wissen, was sie bedeuten, welchen Sinn sie haben Gott sei dank kann ich mich an meine Träume meistens nicht erinnern. Und wenn, dann nur an die Alpträume.

    Freu mich schon auf morgen. Wird bestimmt schön.

    Lg

    Siobhan

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  2. Im Nachhinein habe ich überlegt, daß mir der ältere Mann schon zwei Mal ohne Zusammenhang "erschienen" ist und bei dritten Mal hat er dann das tolle Brett im Traum zersägt.

    Erfreulicherweise ist das Brett in der Realität NICHT kaputt :) Der Mann war weißharig und ich kenne ihn nicht...

    Ich freue mich auch auf die morgige Lesung *nach "In meinem kleinen Land" suchen geht*

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  3. Oh man, ich würde manchmal - nein, OFT - zu gern wissen, warum wir träumen, was wir träumen. Auf den ersten Blick sind Träume oft total sinnlos, aber wenn man dann drüber nachdenkt, kann man immer was über sich selbst entdecken. Merke ich immer bei mir auch immer..

    ..auf jeden Fall sehr interessant, Deine Traumszenen zu lesen, liebe Natira.

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  4. Huh, ich kenne das Gefühl. Ich träume schon immer sehr intensiv und oftmals wirklich ausgefallenes Zeugs.

    Auf dem Laptop habbe ich eine Seite zum Traumdeuten gespeichert, ich kann mal nachschauen, wenn du magst. Vielleicht hilft es dir ja ein bißchen weiter. Mein letzter Traum in dieser Art hat mich total verstörrt, aber mittlerweile habe ich ihn für mich deuten können und er war durchweg positiv.

    Übrigens sind Leute, die dir im Traum erscheinen, immer irgendwelche Teile deiner Persönlichkeit. Selbst nahe Familienangehörige oder gute Freunde spiegeln nur einen Teil deiner selbst wieder, der versucht dir etwas mitzuteilen.

    Liebe Grüße und eine "ereignisreiche" Nacht!
    Vanessa - die sich jeden Abend vorm einschlafen auf ihre Träume freut ;-)

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  5. Im Normalfall erinnere ich mich nicht an meine Träume bzw. sind die Fragmente kurz nach dem Aufstehen dann auch weg. Man kann das ja trainieren, z.B. mit der Führung eines Traumbuches, aber das habe ich nie konsequent betrieben ;) Wenn mir aber Traumszenen sogar noch nach dem Frühstück durch den Kopf gehen, ist es schon ungewöhnlich ...

    Daß mich der Traum verstört hat, kann ich nicht sagen. Hm, ich finde die Vorstellung, daß Träume Bedeutung haben können, verführerisch.

    Auf der anderen Seiten habe ich eine Freundin mal so verstanden - und das ergibt für mich auch Sinn -, daß in der Schlafphase das Gehirn zwar "ruht", dennoch vermindert aktiv ist und zufällig Neuronen (oder so) ausschüttet, die das Gehirn dann mit gespeicherten Erinnerung verbindet (im Wachzustand wären diese Aktivitäten ja mit äußeren Reizen verbunden). Die Verbindung und damit die geträumten Bilder wären so völlig willkürlich und zufällig.

    Es ist nur so, daß manche Träume ja eine Art "roten Faden" haben, wie in meinem Traum den fremden älteren Mann. Nun ja, vielleicht habe ich ihn schon mal gesehen und erinnere mich bewußt nicht daran, dennoch fällt es mir schwer, die "Zufälligkeit" der Neuronen mit der "wiederkehrenden Figur" in Einklang zu bringen.

    Ach ich weiß auch nicht ;) Jedenfalls gebe ich zu, daß mich die Deutung des fremden älteren Mannes, der die Aussichtsplattform meiner MuMs zersägte, durchaus interessiert. Möglicherweise bin ich ja so aggressiv, daß ich durch ihn eigene zerstörerischen Impulse darstelle 8-0

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  6. Liebe Natira,

    kannst du dich den daran erinnern, wie der ältere Herr aussieht? Kannst du ihn beschreiben?

    Alles höchst mysteriös, aber interessant :-)

    Lg

    Siobhan

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  7. @Siobhan
    Nein, leider nicht, nur daß er weißhaarig und, wie gesagt, ca. 60 Jahre alt war. Sein Gesicht ist eine "weiße Fläche", ich kann nicht einmal sagen, ob er weiß, braun, asiatisch, knubbelnasig oder sonstwie aussah ...

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